Landesregierung soll seit Oktober von Weichmachern in Kinderurin gewusst haben?

Vanessa Odermatt, Jochen Klenner (beide CDU); Lena Zingsheim-Zobel (Grüne); Sie vertreten Mönchengladbach im NRW-LandtagVanessa Odermatt, Jochen Klenner (beide CDU); Lena Zingsheim-Zobel (Grüne); Sie vertreten Mönchengladbach im NRW-Landtag

Das mutmaßt Thorsten Klute, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW.

Am 31. Januar 2024 hatte das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) den Landtag über die Funde des Phthalat-Weichmacher-Metaboliten Mono-n-hexylphthalat (MnHexP) im Urin von Kita-Kindern informiert. Nun hat sich herausgestellt, dass das Umweltministerium bereits seit Oktober 2023 von dem Nachweis eines in der EU verbotenen Weichmachers wusste.

Am Mittwoch wird das Thema im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags aufgerufen. Hierzu erklärt Thorsten Klute, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir haben es hier mit einem verbotenen Phthalat-Weichmacher-Metaboliten zu tun, der das Hormonsystem schädigen kann. Und obwohl die schwarz-grüne Landesregierung bereits seit vier Monaten über die Funde des Weichmachers im Urin von Kita-Kindern wusste, hat sie weder den Landtag noch die Öffentlichkeit informiert. Das ist kaum zu fassen und wirft viele Fragen auf: Warum wurden die Funde so lange geheim gehalten und was hat Minister Krischer seitdem veranlasst? Wir erwarten im Gesundheitsausschuss am Mittwoch dazu umfassende Aufklärung. Vor allem muss die Landesregierung den Vorwurf ausräumen, dass das Land lediglich aufgrund bevorstehender Medienberichte die Funde veröffentlicht hat.“

Meldung Opposition

Hier gibt es den Livestream:
https://www.landtag.nrw.de/home/mediathek/video.html?kid=365c147c-a7bb-4be1-b859-fd0a2f15079f

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