„Mein Weg nach Stockholm: Hirnforschung im 21. Jahrhundert“

Professor Dr. Thomas Südhof zu Gast beim Initiativkreis Mönchengladbach
Mit Slideshow

Am vergangenen Freitag ging die Vortragsreihe „Nobelpreisträger in Suedhof-9Mönchengladbach“ mit Professor Südhof in die nächste Runde.

Der Neurobiologe arbeitet zusammen mit den Kollegen James Rothman und Randy Schekman an der Stanford Univerity. Gemeinsam erhielten sie 2013 den Nobelpreis für Medizin für die Forschungen zum Thema Kommunikation von Synapsen.

Thomas Christian Südhof wurde 22. Dezember 1955 in Göttingen geboren. Nach dem Abitur an der Waldorfschule in Hannover im Jahr 1975, studierte er Medizin an der RWTH Aachen, der Harvard University und der Universität Göttingen. Heute ist er Professor an der Stanford University und Leiter des dortigen Südhof Laboratorium an der Medical School.

Seit vielen Jahren lebt Südhof schon in den USA und arbeitet mit vielen anderen Wissenschaftlern zusammen. Es ist ihm wichtig, auch mit anderen Laboren zu kommunizieren, sagte Südhof. Die Kommunikationsbereitschaft der amerikanischen Wissenschaftler gefalle ihm an der Arbeit in den USA. Jedoch kritisiert er die mangelnde Unterstützung durch finanzkräftige Partner.

„Wir wissen extrem wenig“ antortete Südhof auf die Frage nach den Fortschritten der Neurobiologie. „Wir haben wirklich keine Ahnung. Das einzige, was bisher verstanden wurde, sind Grundlagen.“ Er führte aus, dass man zwar versteht, wie Synapsen im Allgemeinen funktionieren, aber nicht wie sie sich unterscheiden. Das Gehirn sei zu vielschichtig, um zum jetzigen Zeitpunkt die genaue Funktionsweise zu verstehen.
„Der Fortschritt ist enorm!“

Seine humorvolle Art und die besondere Eigenschaft die komplexen Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, wurde vom Publikum am Ende der Podiumsrunde mit Beifall honoriert.

Schirmherr des Abends war Torsten Heising, Geschäftsführer der SMS Meer. Den Abend mit Prof. Südhof moderierte der aus Hörfunk und Fernsehen bekannte Journalist Sven Lorig. Für den musikalischen Auftakt waren die „Rockstreicher“ der Musikschule Mönchengladbach verantwortlich.

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