mg+ Wachsende Stadt: 92 Seiten Marketing und niemand versteht sie

Schulen, Wohnen, Straßen, Umwelt, die schwarze Null im Haushalt, Arbeitsplätze, Investoren, Bildung… usw..
Die Liste der großartigen Ziele dieses Marketing-Konzeptes mg+ wachsende Stadt ließe sich bedenkenlos erweitern. Ein falsches Ziel scheint undenkbar.
In diesem Tenor zeigte sich die Vorstellung des strategischen Konzeptes im Planungs- und Bauausschuss durch den Konzepttreiber, den Fachbereich 6.

Das wichtigste Argument zur Umsetzung des Konzeptes nannte Dr. Gregor Bonin im Laufe der Beratung selber: „ … ohne bauliche Tätigkeit ist alles andere auch nicht möglich“.
Für ihn zeigt der aufkeimende Widerstand bei der Opposition und in weiten Teilen der Bevölkerung gegen mg+ wachsende Stadt das unterschiedliche Verständnis des Konzeptes, Unverständnis darüber, was bewirkt werden soll.
„ Nach 20 Jahren Nichtplanung müssen wir daran arbeiten, das man Mönchengladbach als Investitionsstandort erst einmal wahrnimmt“, so Dr. Bonin.

Konkrete Nachfragen aus den Oppositions-Parteien gibt es reichlich:
–  Es sind nicht die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen im Papier enthalten, bezahlbare Wohnungen, Grünen Politiker Weber vermisst dieses Ziel.
–  Wer entscheidet welches Projekt zu mg+ dazugehört und welches nicht, fragt sogar der Koalitionspartner.

Den Vorwurf, es gehe in der Marketing-Argumentation nur um Zuzug, alles gehe nur unter dem überkommenen Begriff Wachstum, ließ Bonin nicht gelten. Ihm geht es um Arbeitsplätze.
Bonin: „Wir sind noch in der Übungsphase, wir wollen mit mg+ die Stadt nach außen darstellen, wollen zeigen was diese Stadt alles kann und wenn man das in seiner ganzen Breite erkennt und in seinem Kopf so verarbeitet, sind wir auf einem guten Weg“.
Der Verwaltungsvorstand hat sich als Lenkungskreis definiert. Die Spielregeln sind ebenfalls definiert. Jeder Fachbereich soll eigene Projekte einbringen, eigenverantwortlich. Ob es ein Projekt von mg+ wachsende Stadt wird, entscheidet der Lenkungskreis. Den dominiert die CDU.

Es gab weitere Boninsche Kernaussagen wie:

–  die schwarze Null im Haushalt ist das eigentliche Ziel der Strategie.

–  das entsprechende Kontrolling muß erst noch aufgebaut werden und das ist Sache des OB-Büros.

–  zum vorgestellten Konzept mg+ wachsende Stadt gehört die gesamte Stadt, die gesamte Verwaltung,  alle Stadttöchter, wie NEW, mags, EWMG, MGMG, GWSG, Kreisbau AG usw..

Allen anwesenden Akteuren wurde bei fortschreitender Beratung immer klarer: der von Oberbürgermeister Reiners im Hauptausschuss vorgeschlagene Workshop mit dem Ziel einer verständlichen Projektdefinition ist dringend notwendig, je früher desto besser.
Aber auch bei diesem Punkt hat Dr. Bonin persönliche Bedenken: er möchte ein besonderes Ziel für diesen Workshop erarbeiten und vorgeben. Nur dann mache ein solcher Workshop für ihn auch Sinn.

Kleine Nuance zum Schluss.
Unsere Umwelt ist ein erklärtes Ziel von mg+wachsende Stadt.
Gleichzeitig lassen die Treiber des Konzeptes die sinnlose Fällung von Bäumen in Odenkirchen vor der Kirche und am Alten Markt ebenfalls vor der Kirche zu.
Diese Bäume sind gesund, sie liefern ihren wertvollen Beitrag zu einem gesunden Stadtklima.
Dr. Bonin bekleidet auch die Position des Umweltdezernenten in Mönchengladbach.

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2 Kommentare zu "mg+ Wachsende Stadt: 92 Seiten Marketing und niemand versteht sie"

  1. H. Hillenbrant | 7. Oktober 2018 um 11:52 | Antworten

    Bonin: „Wir sind noch in der Übungsphase,…“
    Die Bürgerschar mitsamt ihrer Stadt Laborratten. Super.
    Zu meinen Alltäglichkeiten gehören workshops, wie die Butter zum Brot. Ich habe bisher nicht erlebt, daß vorher schon ein Ziel dafür festgelegt wurde. Wir arbeiten gemeinsam und ergebnisoffen an einem Thema. Nur so animiere ich ein solches Team zu kreativer Arbeit, und nur so können Ressourcen jedes einzelnen einfließen und befruchten. Die boninsche Herangehensweise macht einen workshop überflüssig, oder, wenn er ihn unbedingt will, zu einer Farce. Und nebenbei, Bäume werden dermaßen überbewertet.

  2. Es geht darum CDU SPD Freunden gut bezahlte Posten zu verschaffen in den neu geschaffenen GmbHs und Schulden zu verschleiern.

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