MG3.0: Dialog 2 wurde unangekündigt zum großen Teil in Englisch gehalten

Interessierte Teilnehmer wurden brüskiert – nur wenige Zuhörer konnten den Vorträgen folgen

Die Ansprüche des Vereins „MG3.0_Masterplan Mönchengladbach e. V.“ sind hoch.
Die im Verein tätigen Bürger und Unternehmen ermöglichen der Stadt den städtebaulichen Masterplan.
Da die Stadt selber einen solchen Masterplan-Prozess auf absehbare Zeit nicht finanzieren konnte, wollten die Masterplan-Initiatoren nicht mehr länger darauf warten, dass in dieser Stadt irgendwann irgendwie irgendetwas passiert.

In der alten Werkhalle von Monforts sollten erste Ergebnisse des beauftragten Londoner Grimshaw-Büros vorgestellt werden.
Auf der vereinseigenen Website ist dazu zu lesen:

Zitat:

„Wir haben uns auch mit der perspektivischen Vision für Mönchengladbach beschäftigt und stellen hierfür radikalere, aber auch vorsichtigere Ansätze vor. Dies wollen wir gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern besprechen. Wenn Sie interessiert sind und sich beteiligen möchten, dann kommen Sie bitte zum Dialog 2 und diskutieren Sie mit uns!“

Zitat Ende

Es kamen über 200 Interessierte, sie lauschten den fachkundigen Worten der Planer.

Jedoch nicht alle Sachbeiträge wurden in Deutsch vorgetragen.
Das ist zumindest höchst unhöflich, da im Vorfeld nicht darüber informiert wurde.

Es werden nicht sehr viele in der Vortragshalle anwesend gewesen sein, die der englisch vortragenden Planerin folgen konnten. So jedenfalls sind die Bemerkungen einiger Anwesenden zu werten.
Auch in der sich anschließenden Diskussionsrunde beantwortete die Engländerin gestellte Fragen in ihrer Muttersprache. Die Fragen wurden ihr natürlich simultan ins Englische übersetzt.

War das alles nur naive Unaufmerksamkeit der Organisation oder Kalkül einer geplanten Selektion durch einen wirtschaftlich orientierten Verein?

Schade, die sinnvollen Themen gingen zu einem Großteil unter.

3 Kommentare zu "MG3.0: Dialog 2 wurde unangekündigt zum großen Teil in Englisch gehalten"

  1. U. Müller | 29. März 2012 um 11:56 |

    „MG3.0: Dialog 2 wurde unangekündigt zum großen Teil in Englisch gehalten“

    „Die Ansprüche des Vereins “MG3.0_Masterplan Mönchengladbach e. V.” sind hoch“

    Der Verein ist aber noch nicht einmal in der Lage einen Vortrag auf Deutsch abzuhalten!
    Wenn hier ein Vortrag gehalten wird, der die Stadt Mönchengladbach betrifft, dann kann
    ich auch als Bürger erwarten das dieser Vortrag in der deutschen Sprache gehalten wird.
    Oder will man hier einige Zuhörer für blöde verkaufen?

  2. Harald Wendler | 27. März 2012 um 17:40 |

    Nach einem entsprechenden Hinweis erhielt ich soeben nachstehende Antwort per E-Mail:

    Guten Tag Herr Wendler,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden den Artikel auf unserer Homepage mit einbinden.

    Im übrigen ist die Kommentierung richtig: nach der Erfahrung aus dem Auftakt, haben wir auf eine Übersetzung verzichtet, da diese beim letzten Mal vom Publikum nicht gewollt wurde und unnötig viel Zeit gekostet hätte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andree Haack
    MG3.0 e.V.

  3. Um zu verstehen, warum die Veranstaltung in Englisch abgehalten wurde muss man beim ersten Masterplan-Treffen dabei gewesen sein: Dort fand noch eine Simultanübersetzung ins Deutsche statt, deren mangelhafte Qualität aber zu deutlichem Unmut beim Publikum geführt hatte und die daher unter Zustimmung des Publikums abgebrochen wurde. Es wurde dann in Englisch fortgesetzt. Nach dieser Erfahrung hat das Büro sich die Übersetzung offenbar komplett gespart.

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