Neujahrsempfang der CDU Mönchengladbach: Von Google, Facebook, Stadtprojekten und Koalitionen

In der vollbesetzten Aula des Gymnasiums an der Gartenstraße sprach Dr. Günter Krings, MdB, deutlich die herbe Wahlniederlage bei der Landtagswahl 2012 an.
Lediglich Norbert Post konnte damals seinen Wahlkreis direkt gewinnen. Das mache auch ihm persönlich Mut für die Bundestagswahl in diesem Jahr, so Krings.
Für Mönchengladbach könne man bestenfalls eine durchwachsene, gemischte Bilanz ziehen. Einerseits gibt es eine ganze Reihe von begonnenen Projekten, für die auch CDU-Politiker vor Jahren bereits die Weichen gestellt haben.

 

Andererseits habe sich die Ratsmehrheit über die Warnungen der CDU hinweggesetzt und sich von der Landesregierung in einen sogenannten Stärkungspakt locken lassen. Vielleicht, so Krings, wurde dabei doch nicht mit so ganz echten Versprechungen gearbeitet.
Für das Neue Jahr wünscht sich Krings mehr Kreativität gerade auch in der örtlichen Politik.
Es ist schädlich für alle Parteien, wenn die Öffentlichkeit den Eindruck bekommt, dass es nur um Posten geht.
Auch die Koalitionen sowohl in Berlin als auch in Mönchengladbach müssen besser werden, meint er, man dürfe sich koalitionsintern nicht gegenseitig blockieren.

Zur Euro-Krise sagte Krings, es gebe keine Nobelpreis würdige Idee, um die Finanzkrise ein für allemal zu lösen. Angela Merkel ist für ihn die genau richtige Kanzlerin, die unser Land braucht.
Seine Sichtweisen hören Sie in seiner Rede hier.

In seiner geschickt gelassenen Rede als Ehrengast des Neujahrsempfanges brachte Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière die Anwesenden schnell mit einem Sonder-Lob hinter sich.
„Das werden nicht alle wissen, Sie schicken da einen richtigen Schatz nach Berlin,“ warf er locker in die Runde. Gemeint war Dr. Günter Krings, ihn lobte er als einen derjenigen Abgeordneten im Bundestag, die nicht ausschließlich das Wohl seines Wahlkreises im Auge hat, sondern sich vor allem um das Wohl aller BürgerInnen sorgt.

Die Gesellschaft im Internet liegt ihm am Herzen, das spürt man deutlich.
Er prangert die Vielzahl der Identitäten eines Jeden im Internet an, bezeichnet Privatsphäre als „kaum vorhanden“ und ist der Auffassung, dass der Einfluß der „Großen“ wie Google und Facebook größer sind als der des Staates.