ÖPNV der Zukunft – Zaudern der Politik muß überwunden werden

Bis Mitte nächsten Jahres muß die Stadtverwaltung ein neues Linienkonzept für den Nahverkehr in Mönchengladbach vorgelegt und durch die Politik beschlossen haben.
Dies ist die Voraussetzung dafür, dass die NEW auch weiterhin Dienstleister für diese staatliche Leistung der Daseinsvorsorge in unserer Stadt sein kann. Ansonsten muß es eine europaweite Ausschreibung für den ÖPNV in Mönchengladbach geben.

In den vier Sitzungen der Bezirksvertretungen stellte die Verwaltung diese Woche die bisherigen Vorstellungen der Planungsbüros vor.
Es wurde deutlich: Die Menschen, die Kunden der NEW sind nicht zufrieden mit dem aktuellen Angebot. In einer Online-Umfrage machten sie unmissverständlich deutlich, sie erwarten eine kürzere Taktung der Busse, vor allem in den Hauptverkehrszeiten, bessere Erreichbarkeit der Zentren, bessere Verbindungen auch zwischen den Stadtteilen.

Aus den Antworten der Umfrage konnte die Beibehaltung der Busdichte auf der Hindenburgstraße nicht abgelesen werden.
Der Zwang zu sparen, das ist eines der großen Themen im ÖPNV. Deshalb sagten die externen Planer den Politikern sehr deutlich: Verbesserungen werden nur durch höhere Investitionen zu erreichen sein, mehr Personal bedeuten eben höhere Kosten. Nur durch mehr Busse auf den Straßen bedeuten weniger überfüllte Busse, dies ist zur Zeit der Fall.

Klar wurde andererseits auch, dem ÖPNV gehört die Zukunft, ein Umdenken weg vom allein selig machenden Autoverkehr ist zwingend, soll unsere Zukunft nicht verspielt werden. Konsequenz ist gefordert.
Bleibt zu hoffen, dass Politik den Willen und die Kraft dazu haben werden.
Weder in der BV Süd noch in der BV Ost waren klare politische Zeichen erkennbar.

1 Kommentar zu "ÖPNV der Zukunft – Zaudern der Politik muß überwunden werden"

  1. Metzer H. | 31. Januar 2016 um 12:54 |

    Lieber Herr Wendler,
    eine der wichtigsten Fakten des ganzen Findungsprozesses zur ÖPNV-Zukunft haben sie sicher nur „vergessen“.
    Das ganze Spektakel, positiv gemeint, wird beauftragt und bezahlt von der NEW!!!
    Was anderes als entweder weniger Leistung oder höhere Kosten sollte da wohl als Ergebnis auf die Politiker zur Abstimmung zukommen. Eine andere Rechenart haben die vom Wirtschaftsunternehmen NEW beauftragten nicht in Petto.
    Argumente lassen sich für alles und jedes finden und auf schöne Folien malen.
    Also alles wie gehabt: wer bezahlt, der bestimmt die Richtung.
    Das ist Daseinsvorsorge für die NEW, nicht für die Menschen in Mönchengladbach.

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