Rock am Ring: Die Kehrseite der Medaille: Wer bestellt, der bezahlt

Können wir uns das JHQ überhaupt leisten? Ein unfaires Angebot der BIMA!

RockAmRingEs hört sich alles gut bis sehr gut an, Euphorie herrscht gar bei der CDU, Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Peter Schlegelmilch jedenfalls meint:“ Wir schaffen das“.
Er meint damit noch nicht, dass wir als hochverschuldete Stadt die Zeche der Forderungen seitens der BIMA bezahlen können. Schlegelmilch ist aber zuversichtlich, dass die Verwaltung zeitig genug alle Berechnungen durchführen kann und eine seriöse Entscheidungsvorlage zur Abstimmung durch den Rat erstellen kann.

Auch in der SPD sieht man eine echte Chance für „Rock am Ring“ in Mönchengladbach.
In der vergangenen Woche hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) der Stadt ein Angebot zur Pacht des gesamten Geländes des ehemaligen JHQ geschickt.
Nachdem die beiden Vorsitzenden der CDU- und der SPD-Fraktion, Schlegelmilch und Heinrichs, mit Vertretern der BIMA in Berlin verhandelt hatten, eröffnet sich so eine realistische Chance, das Festival „Rock am Ring“ in Mönchengladbach stattfinden zu lassen.
Sagt die SPD in einer Mitteilung.
In der Ratssitzung am 8. September beauftragte der Rat auf Antrag von CDU und SPD die Verwaltung, bis zum 1. Oktober Verhandlungen über Verträge mit der BIMA, dem Konzertveranstalter Marek Lieberberg und weiteren Nutzern des Geländes zu führen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der SPD-Fraktion Felix Heinrichs: „Die Stadt Mönchengladbach kann in die Lage versetzt werden, bei der Entwicklung des JHQ das Heft des Handelns in die Hand zu bekommen. Natürlich sind wir an einer langfristigen Nutzung des Geländes interessiert. Wir wollen aber die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, mit „Rock am Ring“ einen immensen Imagefaktor für die Stadt zu gewinnen. Jetzt hat die Verwaltung den Auftrag, die Vertragsoptionen mit der BIMA, dem Veranstalter und weiteren Nutzern zu verhandeln und dem Rat zur Entscheidung vorzulegen.“

Der Stadt entstünden durch die Miete des Geländes vor allem Sicherungs- und Bewachungskosten. „Diese Kosten müssen jetzt qualifiziert werden. Daneben brauchen wir Erkenntnisse über die möglichen Einnahmen durch die Vermietung des Geländes. Diese Rechnung ist eine Grundlage für unsere Entscheidung“, sagt Heinrichs weiter.

„Für die SPD-Fraktion ist klar, dass wir mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten. Wir haben von Anfang an gesagt, dass „Rock am Ring“ eine einmalige Chance für die Stadt ist. Natürlich wollen wir aber auch eine wirtschaftliche Abschätzung haben, wie sich dieses Festival untern den neuen Rahmenbedingungen organisieren lässt. Als Politik brauchen wir eine verlässliche Entscheidungsgrundlage“, so Heinrichs abschließend.

Niemand in der Politik erklärt zur Zeit, dass es auch eine ablehnende Entscheidung im Stadtrat geben könnte.
Dann nämlich, wenn z. B. die Erkenntnis greifen würde, dass der steuerzahlende, hochverschuldete Mönchengladbacher Bürger diesen Verschuldungswahnsinn nicht länger mitmachen will.
Bleiben wir also positiv gestimmt, wir brauchen ja diesen „Event“ um zu zeigen „in Mönchengladbach geht es aufwärts“.

3 Kommentare zu "Rock am Ring: Die Kehrseite der Medaille: Wer bestellt, der bezahlt"

  1. Alexander Gemmel | 17. September 2014 um 18:56 |

    Hier ist das Video von der Pressekonferenz zum neuen JHQ-Musikfestival: Statement Marek Lieberberg:

    https://www.youtube.com/watch?v=l04W1dEiY8M

  2. Alexander Gemmel | 15. September 2014 um 17:03 |

    Wetten wir. ?

    Wenn Ende dieser Woche die Entscheidung fällt, dann ist Rock am Ring demnächst in der Eifel.

    Ich glaube es erst, wenn es feststeht.

    Die Stadt oder die BIMA wären blöd, wenn sie die Chance nicht ergreifen würden. Rock am Ring spült Millionen an Euro in die Stadt. Das Geld könnten wir gut gebrauchen, für die Sanierung der Strassen & Gebäude. Die Stadt hat es nötig. DRINGEND.

    Gruß Alex

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