Rücktritt Friedhelm Terhag – Erklärung DIE LINKE. Mönchengladbach

Am Wochenende trat Friedhelm Terhag aus dem gerade mal vier Tage zuvor gewählten Kreisvorstand DIE LINKE Mönchengladbach zurück. Anlass war eine, nach eigenen Angaben, halbjährige Mitgliedschaft bei den Republikanern für die Terhag auch 2005 zur Landtagswahl als Direktkandidat aufgestellt war.
Diese Tatsache hatte Terhag bei der Frage nach seiner politischen Vergangenheit verschwiegen.

Zu diesem Vorgang erklärt Torben Schultz:

Herr Terhag ist bei uns im Kreisverband seit 2009 Mitglied, er hat sich oft in die politische Arbeit eingebracht. Rechte Tendenzen waren nie zu bemerken. Wir können und wollen bei neuen Mitgliedern nicht ihren ganzen Lebenslauf durchleuchten, wir messen die Menschen an dem was sie tun und sagen. Und da gibt es bei Friedhelm Terhag in der Zeit bei der Linken keine negativen oder rechten Tendenzen.

Allerdings kann sich niemand bei den Linken in ein Amt wählen lassen oder für Mandate kandidieren, wenn so eine Tatsache verschwiegen wird. Das hat Friedhelm Terhag leider zu spät begriffen, hat dann aber mit seinem Rücktritt die richtige Konsequenz gezogen.

Als Partei treten wir immer offensiv gegen Faschismus, Rechtspopulismus und jegliche andere Diskriminierung ein. Gleichzeitig unterstützen wir Aussteigerprogramme um Menschen aus der menschenverachtenden Ideologie heraus zu holen. In diesem Sinne ist für uns nicht die ehemalige Mitgliedschaft bei den Republikanern das Problem. Das Problem ist das Schweigen zum falschen Zeitpunkt.
(PM Die Linke)

2 Kommentare zu "Rücktritt Friedhelm Terhag – Erklärung DIE LINKE. Mönchengladbach"

  1. Claudia Gertz | 8. Mai 2012 um 09:51 |

    also lieber hr clasen…was soll denn das heissen? einmal rechter-immer rechter???
    wenn sie so denken, dann sollten sie vllt auch die partei verlassen, die sich für aussteigerprogramme aus der rechten szene stark macht!
    sicherlich hätte man mit der braunen vergangenheit anders umgehen müssen, aber konsequenzen wurden doch durch den rücktritt gezogen und durch das öffentlich machen seines fehlers aus der vergangenheit!
    meinen sie nicht auch,dass etwaige aktuelle fachistische einstellungen im laufe seiner aktiven mitgliedschaft irgendwem aufgefallen wären?…
    wir sollten doch nicht vergessen, dass wir alle menschen sind und als solche fehlbar-aber auch mit der wunderbaren fähigkeit uns zu verändern, uns weiter zu entwickeln!
    also lassen sie uns doch mal nicht päpstlicher sein als der papst und die kirche im dorf lassen!

  2. Gilt noch hinzuzufügen, dass ich heute einen Antrag auf Parteiausschluss von Friedhelm Tehrhag gestellt habe.
    Wer für eine rechtsradikale Partei kandidiert hat, die für ihre Hetze gegen Migranten bekannt ist, hat bei der LINKEN nichts verloren.

    Bernhard Clasen, Mitglied im Rat der Stadt Mönchengladbach für die Partei DIE LINKE

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