Sicherheit – Gesundheits–Fürsorge – Verantwortung – nicht in Mönchengladbach

Borussen-Stadion in Mönchengladbach

Meinung |

Wir brauchen Glück, sehr viel Glück sogar.

Schauen wir auf den kommenden Samstag, auf das Bundesliga – Fußball – Spiel der Borussia aus Mönchengladbach gegen die Borussia aus Dortmund.
Die Spielbesucher brauchen das Glück nicht für den erhofften Sieg, sie brauchen Glück, um aus dem Desaster ohne Schaden an ihrer Gesundheit nach Hause zu kommen.

Wodurch könnte das unüberschaubare Risko gemindert werden?
Das einfachste Mittel und auch das effektivste wäre eine Spielabsage.
Wer könnte diese veranlassen?
Unser Oberbürgermeister hat dazu das Weisungsrecht in letzter Konsequenz.
Auch die Landesregierung wäre rechtlich befugt ein Spielverbot auszusprechen.

Nicht berechtigt ist das Robert Koch Institut, das RKI ist absolutes Fachkompetenz-Zentrum, jedoch nicht weisungsbefugt.
Weisungsbefugt sind die kommunalen Gesundheitsämter, auch in Mönchengladbach.

Unser Oberbürgermeister versteckt sich hinter dem RKI, er meint vor laufender Fernsehkamera am heutigen Abend, er folge nur den Empfehlungen des RKI in Berlin und genehmigt das Fußballspiel am Samstag.
Das RKI jedoch weiß nichts davon, dass tausende Fans sich in Zubringer-Busse quetschen und dichtgedrängt zum Stadion fahren um dort dichtgedrängt ins Stadion zu marschieren.
An den Eingängen des Stadions drängeln sich alle Besucher dicht an dicht zur Kontrolle bevor sie ihren Platz auf der Tribüne einnehmen. Überall dort gibt es das Risiko der Tröpfchen-Infektion. Auch auf den engen Stehtribünen.
Persönlich möchte unser OB wohl nicht in einer Tröpfchen-Wolke zum Stadion fahren, die Ansteckungsgefahr mit einem Virus ist immens.

Hier die offizielle Einschätzung des RKI vom heutigen Tage:

Situation in Deutschland
Inzwischen sind in fast allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden.
Fallzahlen sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen abrufbar.

Risikobewertung
Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als mäßig eingeschätzt. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist zu erwarten. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Auch unter nachfolgendem Link sind Empfehlungen der RKI nachzulesen.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktreduzierung.html

Dieser Einschätzung folgen unsere Verantwortlichen in den Ämtern der Stadt nicht.
Übernehmen sie gegebenenfalls Verantwortung?
Mut und Verantwortung zeigen die Entscheider in Hannover und Berlin bei der Absage von entsprechenden Großveranstaltungen.

7 Kommentare zu "Sicherheit – Gesundheits–Fürsorge – Verantwortung – nicht in Mönchengladbach"

  1. Ich bin fassungslos. Wie soll bei einer solchen Massenveranstaltung eine Infektionskette überhaupt erkannt werden?

  2. Kurt Theißen | 6. März 2020 um 19:53 | Antworten

    An K HH, wer immer das sein soll,
    ganz „normal“ sind sie ganz sicher nicht: für sie sind 20 Tausend tote zusätzliche tote Menschen einfach Normalität?

    Hier ein Zitat aus ihrem Kommentar:
    „Da spielen wir mal Milchmädchen und sagen 50% von 80 Mios.
    40 Mios – davon haben ca. 10% einen schwereren Verlauf – 1% Mortalität machen dann 40000 Menschen in 24 Monaten sprich 20000 pro Jahr. Die Grippe raffte in den letzten Jahren rund 22000 Menschen je Saison hin.

    Wir bewegen uns hier also im einem Bereich der für unsere Verhältnisse (Sorry) einem Normalzustand entspricht. Da hat nichts mit Ignoranz und Leichtsinn zu schaffen sondern mit Normalität.“

    Mir fehlen die Worte! MG-heute warum lassen sie so etwas zu?

  3. Von gestern bis heute, 100 Neuerkrankungen in unserem Land, laut Tagesschau soeben. Das ist nicht Panik, sondern zählbarer Fakt. Kommunen, die Veranstaltungen ausfallen lassen, sind keineswegs panisch, sondern vernünftig, klug vorausschauend und darauf bedacht, ihre Bevölkerung nicht über Gebühr zu gefährden.
    Panik ist eine Sache, Ignoranz und Leichtsinn liegen auf einer ganz anderen Ebene, lieber K.-H.H

    • Dann nehmen wir mal kurz wieder die Grippe als Beispiel dazu.
      In der letzten Februarwoche allein 7000 Neuansteckungen die auch einige Todesfälle nach sich ziehen werden. Sagt deswegen einer Veranstaltungen ab, außer es ist der Gastgebe einer Familienfeier?

      Kurz zur Tagesschau gestern – da wird ihnen aber wohl die Mitteilungen das die Tests vor 2 Wochen im Bereich Gangelt durchgeführt wurden und mangels Kapazitäten jetzt es ausgewertet sind hoffentlich nicht entgangen sein.

      Das Interview mit Herrn Dr. Lauterbach haben sie vielleicht mitbekommen. In diesem wird die Durchseuchung der Bevölkerung von ca. 40% binnen 24 Monaten durch die Virologen der einzelnen Institute prognostiziert.
      Da spielen wir mal Milchmädchen und sagen 50% von 80 Mios.
      40 Mios – davon haben ca. 10% einen schwereren Verlauf – 1% Mortalität machen dann 40000 Menschen in 24 Monaten sprich 20000 pro Jahr. Die Grippe raffte in den letzten Jahren rund 22000 Menschen je Saison hin.

      Wir bewegen uns hier also im einem Bereich der für unsere Verhältnisse (Sorry) einem Normalzustand entspricht. Da hat nichts mit Ignoranz und Leichtsinn zu schaffen sondern mit Normalität.

      Das die Presse durch ihren sogenannten investigativen Journalismus mit seinen Schlagzeilen und eingeschränkter Weiterleitung von Informationen, nach dem Motto wir sagen die Wahrheit aber nicht alles, hier eine Panik schürt und sehr viele dadurch Verunsichert sieht man u.a Hamsterkäufe schürt und den Trittbrettfahrern die Möglichkeit Desinfektionsmittel und medizinische Bekleidungsstücke zu Wucherpreisen feilzubieten.

      Sie sehen, ich verhalte mich wederIignorant oder Leichtsinnig, sondern fordere nur Normalität

      Schönes Wochenende

  4. 2 weitere die sich von der Panikmache haben anstecken lassen :-(

    Klar der Kreis Heinsberg grenzt an Mönchengladbach, da hat u.a. Frau Wieseler von den Lokalnachrichten im WDR gestern Abend auch immer und immer wieder „draufgekloppt“.

    Hat sich mal jemand eine Landkarte genommen, irgend ein Maps tut es auch, und sich den Kreis Heinsberg betrachtet wie groß der ist. Gangelt ist ist am Arxxx der Welt und liegt auch noch näher an Aachen als an Mönchengladbach. Ich hab noch nichts davon gehört das keiner zum Tivoli oder besser noch Touristen in den Stadtkern reisen soll/en.

    Vorsicht ist gut aber das ganze öffentliche Leben dafür Lahmzulegen ist nicht sehr intelligent. Im übrigen sind heute bereits mehr Menschen an Verkehrsunfällen, Haushaltsunfällen und insbesondere der Grippe und anderen Krankheiten gestorben als an Corona.

  5. Könnte doch auch, wie anderswo, ohne Zuschauer laufen. Ganz ohne Panik, muß man in Zeiten steigender Zahlen von Infektionen, zigtausend Menschen gestatten sich zusammenzupferchen? Vernunft und Einsicht ist nicht allen Fans gegeben. Da muss von andrer Seite Verantwortung übernommen werden. Es reicht nicht die Einstellung, daß ja jeder selber entscheiden kann, ob er sich dem Infektionsrisiko aussetzen will. Es geht um Volksgesundheit. Würde Herr Reiners sich in einen Shuttlebus stellen? Sich da behusten und beniessen lassen, um dann noch 1 1/2 Stunden, Schulter an Schulter mit wem auch immer im Stadion zu stehen? Ich finde die getroffene Entscheidung fahrlässig

  6. Schmidt | 5. März 2020 um 13:34 | Antworten
    Der Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Unglaublich, die Verantwortungslosigkeit in Mönchengladbach. Jeder, der eigentlich die Verantwortung übernehmen muss (z. B. Gesundheitsamt, Oberbürgermeister, Minister Laumann, DFB, z. Zt. die mächtigen Herren von Borussia (die Parteien dieser „Großstadt“ schweigen ebenfalls“), trifft m. E. zwar weitreichende, für die Bevölkerung sehr gefährliche Entscheidungen, beruft sich aber auf irgendwen oder auf irgendein Institut, welches die genauen Vorort-Situationen nicht wirklich kennt und weist die persönliche Verantwortung weit von sich.
    Aber man weiß ja, dass man für nachfolgende Katastrophen kaum persönlich haftbar gemacht werde kann, da die tatsächliche Ansteckung und die vernichtenden Folgen bei vielen Infizierten und auch möglicherweise schwer Erkrankten sehr schwer genau nachweisbar werden. Höchste Zeit jetzt, das Spiel der Borussia am Wochenende zum Schutz der Bevölkerung abzusagen – Kreis Heinsberg ist grenzt an Mönchengladbach!

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