VdK NRW fordert Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitspersonal –
Gesundheitsschutz vor Freiheitsrechten

Angesichts der erneut stark ansteigenden Infektionszahlen setzt sich der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen dafür ein, dass Ärzt*innen, Pflege-, Gesundheits- und Betreuungskräfte nur noch dann mit besonders vulnerablen Gruppen arbeiten dürfen, wenn sie selber gegen das Coronavirus geimpft sind.

„Eine allgemeine Impfpflicht lehnen wir zwar ab, bewerten den Gesundheitsschutz unserer besonders gefährdeten Mitbürger*innen jedoch eindeutig höher als die Freiheit der in diesem Bereich beschäftigten Personen“, macht der Vorsitzende Horst Vöge deutlich.

Die Angaben, wie hoch die Impfquoten der Beschäftigten in den entsprechenden Einrichtungen sind, schwanken in NRW derzeit zwischen 50 bis 90 Prozent. „Hier müssen wir dringend eine vernünftige Datenbasis erfassen, um alle notwendigen Schritte in die Wege zu leiten“, fordert der VdK-Landesvorsitzende.

Er verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die knapp 400.000 Pflegebedürftigen, die in unserem Bundesland vollstationär in Heimen beziehungsweise von ambulanten Diensten unterstützt werden. „Die Betroffenen haben aufgrund von akuten oder chronischen Erkrankungen teilweise nicht die Möglichkeit, sich impfen lassen“, so Horst Vöge. „Umso größer ist aus unserer Sicht die Verantwortung, die diejenigen tragen, die tagtäglich in einem besonders engen Kontakt mit ihren Schutzbefohlenen stehen.“

Das gelte im Übrigen auch für Lehrer*innen oder Erzieher*innen, die mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeiten. „In den Kindertagesstätten gibt es beispielsweise ja auch schon seit Jahren die Impfpflicht gegen Masern – warum also nicht auch gegen Covid-19?“, erläutert der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, für den als einzige Alternative ansonsten nur arbeitstägliche Tests der nicht geimpften Berufstätigen infrage kämen. „Dies würde jedoch die Frage aufwerfen, ob die dadurch entstehenden Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden können und sollen, wenn sich das Problem doch durch eine Impfung lösen ließe“, gibt Horst Vöge zu bedenken.

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