WDR 5 diskutiert: Jährliche Milliardengewinne des RWE vs. jährlicher Heimatverlust für tausende Menschen

In Immerath-NEU hat gestern darüber eine kontroverse Diskussion stattgefunden. Sie wurde aufgezeichnet.
Sendetermin : 10. November 2011 von 20:05 bis 21:00 Uhr auf WDR 5

Vom rheinischen Braunkohlerevier – dem größten seiner Art in Europa – werden fast vierzig Prozent des Strombedarfs von Nordrhein-Westfalen gedeckt.
Damit ist Braunkohle zwar eine der wichtigsten heimischen Energieträger, aber auch eine der strittigsten.
Als mächtiger Wirtschaftsfaktor gibt sie allein im Rheinland rund 11.000 Menschen Arbeit, doch wegen der hohen Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen gilt Braunkohle als Klimakiller Nummer 1.
Braunkohle ist auch ein gutes Geschäft, allein der RWE-Konzern streicht Jahr für Jahr Milliardengewinne ein.
Doch Jahr für Jahr verlieren auch Tausende Menschen ihre Heimat, weil sie den Braunkohlebaggern weichen müssen.

Die großen deutschen Stromkonzerne haben trotz der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr hohe Gewinne eingefahren.
Das geht aus einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes hervor, die im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen erstellt wurde.
Der Studie zufolge summierte sich der Profit der drei Konzerne E.ON, RWE und EnBW allein 2009 auf 23 Milliarden Euro.

Der Atomausstieg könnte der Braunkohle nun ihren Platz als wichtigster Energieträger sichern.
Ohne Kohlekraftwerke sei der Atomausstieg nicht möglich, sagen Befürworter aus der Politik und Lobbyisten.
Braunkohle würde damit also wieder eine verstärkte Nachfrage erfahren.
Ist es das wirklich wert?

Darüber diskutierten auf dem Podium:
Harry Voigtsberger, NRW- Wirtschafts- und Energieminister
Dr. Johannes Lambertz, RWE Power-Vorstandsvorsitzender
Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter für Umwelt- und Naturschutzpolitik
Jörg Marksteiner, WDR-Wirtschafts- und Energieexperte

 

Moderation: Judith Schulte-Loh und Thomas Wenkert

Hören Sie bitte die Sendung an – es lohnt sich.

 

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