Über
stolze 327, 94 Euro aus dem Erlös der Tombola während des diesjährigen
Sommerfestes der SPD Giesenkirchen kann sich jetzt der Waldkindergarten „Die
Kaulquappen“ auf dem Gelände des ehemaligen Giesenkirchener Freibades
freuen.
Gemeinsam
mit seinen Vorstandskollegen Jutta Kamp, Andrea Hoeveler, Volker Küppers und
Rainer Missy übergab der Giesenkirchener SPD-Vorsitzende und Ratsherr Oliver
Büschgens die Spende an den Leiter des Waldkindergartens, Pascal Dohmen.
„Der
guten Tradition folgend, unterstützt die SPD Giesenkirchen in jedem Jahr mit
dem Erlös aus der Tombola eine soziale Einrichtung in Giesenkirchen in ihrer
ehrenamtlichen Arbeit. „Die Kaulquappen“ liegen uns ganz besonders am Herzen“,
so Oliver Büschgens. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Waldkindergarten in
Giesenkirchen so gut eingelebt hat und so großen Zuspruch erlebt.“ Mit der
Spende soll für die 40 Kinder und die Erzieherinnen und Erzieher eine mobile
Musikanlage angeschafft werden.
Die Hindenburgstraße ist als Einkaufsstraße der zentrale Anlaufpunkt in der Stadt, weist aber nicht nur in puncto Aufenthaltsqualität erhebliche Defizite auf.
Im Auftrag der Stadt haben die renommierten Planungsteams clubL94, Auböck + Kárász und Karres en Brands aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden ihre Konzeptstudien vorgestellt, wie die Hindenburgstraße wieder belebt und so Antworten auf den Leerstand gefunden werden können. Die Konzepte wurden jetzt in der Bezirksvertretung Nord vorgestellt. Anfang Oktober fand in der Citykirche im Rahmen einer Bürgerveranstaltung ein Ideenaustausch mit der Bürgerschaft statt.
„Wir haben mit mehr als 150 interessierten Besuchern viele konstruktive Ideen und Anregungen sammeln können, wie sich die Bürger-, Anwohner- und Unternehmerschaft die Zukunft der Hindenburgstraße vorstellen“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Jetzt gehe es darum, auf Grundlage der vorgestellten Konzepte einen Entwurf auszuarbeiten. Die Entwürfe im Überblick:
Das Planungsteam Club L94 macht aus der Hindenburgstraße im Bereich zwischen Bahnhof und Minto eine Allee. Bestehende Bäume werden mit weiteren Bäumen ergänzt. Der Straßenraum wird auf die minimale Breite von 5,5 Meter verkleinert, sodass der Bus problemlos fahren kann. Vor den Geschäftsgebäuden werden Gehwege von drei bis vier Metern Breite angelegt, sodass ausreichend Bewegungsfläche zur Verfügung steht. Zwischen Fahrbahn und Gehwege werden Sitzmöglichkeiten für den kurzen Aufenthalt angeboten. Der Bereich der Hindenburgstraße zwischen Minto und Altem Markt wird mit Gärten bespielt, die sich terrassenartig in die starke, bestehende Topografie einfügen und diese gleichzeitig betonen. Die Gärten sollen dazu dienen, neue Freiräume für Passanten, Anwohner und Touristen zu schaffen. Um ein vielfältiges Angebot zu entwickeln, wird eine Toolbox erarbeitet, die die unterschiedlichen Nutzungen der einzelnen Gärten veranschaulicht. Vorstellbar sind Bühnen, Fahrradstellplätze, Ruhezonen, Spielbereiche für Kinder und Außenbereiche für Gastronomie.
Auböck + Kárász aus Wien sieht eine zeitlose Gestaltung der Hindenburgstraße vor, die dialogfähig ist. Im ersten Schritt werden in der Hindenburgstraße alle bisherigen Möblierungen entfernt. In einem zweiten Schritt erhält die Hindenburgstraße durch die gezielte Wegnahme und Ergänzung von Bäumen einen anderen Rhythmus, der eine Auflockerung des traditionellen Alleen-Charakters bewirkt. In der Einkaufsstraße in flacher Lage zwischen Bahnhof und Bismarckstraße sollen Sitzlandschaften entstehen. In der Einkaufsstraße in Hanglage zwischen Bismarckstraße und Sonnenhausplatz sowie in der „Hindenburg-Lounge“ zwischen Sonnenhausplatz und An der Stadtmauer sollen unter Ausnutzung des Höhenunterschiedes ebene Stadtplateaus eingerichtet werden, die sich über Stufen abtreppen und rollstuhlgerecht zugänglich sind. Es entstehen präzise definierte markante Podien, die unterschiedlich genutzt werden können: als Gastgarten, mit Pergolen, Rankgerüsten mit Sprühnebel, Mikrogärten, Glashäusern, Kiosken, Wasserterrassen, Sitzlandschaften oder schaukelnden Sitzbänken. So entwickelt sich insbesondere in der Hindenburg-Lounge eine besondere Zone des langsamen Verweilens.
Am Alten Markt werden die bestehenden Bäume (mit Gleditschien) so komplettiert, dass sich eine klare räumliche Fassung ergibt. Der Brunnen wird Richtung Westen versetzt, in seinem Umfeld werden zwei vielfältig nutzbare Sitzlinien errichtet, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Im Stadtgelenk östlich des Alten Marktes wird eine Verdichtung durch Großbäume und kleinere mehrstämmige Gehölze vorgenommen, die sich in die neu geschaffene Museumsschneise hineinziehen und diesen Bereich zu einer attraktiven Stadtlandschaft machen.
Bart Brands aus den Niederlanden sieht „Distrikte für das Stadtleben“ vor. Er teilt die Bereiche der Hindenburgstraße in die Areale Freizeit, Wohnen, Kultur und Kommerz auf. Die Strategie sieht vor, die Hindenburgstraße mit den angrenzenden Nachbarschaften zu vernetzen. Hiermit wird ein neues Zentrum geschaffen, das sich aus drei unterschiedlich geprägten Quartieren zusammensetzt. Die Straße wird zur Stadt. Das Quartier um den Alten Markt, das „Stadtherz“, mit der Verbindung zum Bunten Garten bekommt einen grünen Charakter. Der Straßenraum wird begrünt. Ein Wadi bietet die Möglichkeit, das anfallende Oberflächenwasser aufzufangen. Der Alte Markt erhält durch die Anpflanzung von Bäumen eine grüne Ausstrahlung und bietet einen attraktiven Ort für Gastronomie.
Der mittlere Teil der Hindenburgstraße, der „Stadtbalkon“ bietet ein besonderes Potenzial durch den angrenzenden Hans-Jonas-Park, den Geropark und den Abteigarten. Die Gebäudekante der Hindenburgstraße wird an einigen strategischen Stellen „perforiert“. „Grüne Finger“ schaffen eine direkte Verbindung zum Park und lassen die Topografie sichtbar werden. Rückseiten der Wohngebäude werden zu Vorderseiten mit Ausrichtung zum Park. Die bestehende Topografie wird durch die Schaffung von grünen Terrassen mit Stauden und Bäumen verstärkt. In die dadurch entstehenden Ränder werden robuste Sitzbänke aufgenommen.
In seiner Funktion als Einkaufsstraße bleibt der untere Teil der Hindenburgstraße, das „Stadtquartier“, im Wesentlichen erhalten. Bestehende Wohnblöcke werden ergänzt und verdichtet, wie beispielsweise die aktuelle Entwicklung im direkten Umfeld des Bahnhofes. Die bestehende Baumstruktur wird in diesem Bereich großzügig ergänzt.
Gönnen Sie sich einmal im Monat während des Rheindahlener
Wochenmarktes in St. Helena eine halbstündige Auszeit. Der Besuch des Marktes
lässt sich mit einem kurzen Besuch der St. Helena-Kirche wunderbar verbinden,
um – gerne zwischen gefüllten Einkaufstaschen – auszuruhen, den Texten und
Klängen der Musik zu lauschen.
Zum 20. Mal am Freitag, 22. November 2019 um 15.30
Uhr in
St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen.
Gemeindereferent
Markus Heib spricht Texte zum Thema „Anvertraut“ – Reinhold
Richter, Orgel.
Informationen auch unter www.helenamusik-rheindahlen.de
Der nordrhein-westfälische Landtag hat heute über einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, FDP und Grünen mit dem Titel „Olympische und Paralympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen: Gemeinsam für eine Bewerbung der Städteregion Rhein Ruhr City 2032“ beraten. Dazu erklärt Rainer Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW zur heutigen Abstimmung des gemeinsamen Antrags im Plenum:
„Mit
dem vorliegenden Antrag machen wir den ersten Schritt zu einer ernsthaften
Bemühung um die Bewerbung für die olympischen Spiele 2032 in der Region Rhein
Ruhr. Ich bin froh, dass wir diesen Kompromiss gefunden haben und hoffe, dass
konsequente Schritte der Landesregierung und der regierungstragenden Parteien
in den kommenden Wochen und Monaten folgen werden.
Eine
große Chance hat man in der jüngsten Sportausschusssitzung vertan. Die SPD
hatte einen Haushaltsänderungsantrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie
gestellt. Dieser wurde lapidar mit den Worten abgelehnt, diese Initiative käme
zu früh. Ich stelle mir da eher die Frage, wann soll der richtige Zeitpunkt
sein? 2034?
Ich
bin dankbar, dass wir dem vorliegenden Antrag heute gemeinsam auf den Weg
gebracht haben und damit ein erstes Bekenntnis zu Olympia erbringen konnten.
Wenn
wir es ernst meinen mit der Bewerbung, müssen wir nun die Zügel etwas mehr
anziehen. Ich bin davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Bewerbung um die
olympischen Spiele 2032 für alle Menschen in NRW eine Bereicherung wäre. Wir
haben gesehen, dass eine gute Planung der olympischen Spiele einen Mehrwert für
die Bevölkerung bringen kann, sei es in der Frage der Wohnungspolitik, des
Strukturwandels oder der Verkehrsinfrastruktur.
Für
uns gehört dazu aber eine frühe Beteiligung der Bevölkerung. Für uns heißen
Olympische Spiele: Wir laden für einige Tage die Welt zu uns ein und
profitieren als Bundesland dauerhaft von zusätzlichem Wohnraum, einer besseren
Infrastruktur und einem gestärkten Sportland.“
Gestern ist eine Autofahrerin im Kreuzungsbereich
„Odenkirchener Straße / Unterheydener Straße“ von der Fahrbahn
abgekommen und frontal mit einem Pkw zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden
zwei Personen leicht und eine schwangere Frau schwer verletzt. Das Kind wurde
mittlerweile tot geboren.
Die 79-jährige Frau befuhr um 12.50 Uhr die Odenkirchener
Straße mit einem Pkw des Herstellers Hyundai in Richtung Mülgaustraße, als sie
im genannten Kreuzungsbereich von der Fahrbahn abkam und in den Gegenverkehr
geriet.
Dort waren zu diesem Zeitpunkt zwei Frauen in einem Mini
unterwegs, die Fahrzeuge prallten frontal gegeneinander. Der hinter dem Mini
fahrende 31-jährige Fahrer eines VW Golf konnte noch rechtzeitig bremsen,
allerdings wurde der Mini durch die Wucht des Aufpralls rückwärts gegen sein
Fahrzeug geschoben.
Die 79-Jährige und die 23-jährige Fahrerin des Mini
wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Die 31-jährige Beifahrerin befand sich
bereits in fortgeschrittener Schwangerschaft und wurde stationär in einem
Krankenhaus aufgenommen. Gersten Nachmittag ist das Kind leblos zur Welt
gekommen. Der Fahrer des Golf wurde bei dem Unfall nicht verletzt.
Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten
abgeschleppt werden.
Warum genau die 79-Jährige mit ihrem Pkw von der Fahrbahn
abkam ist noch nicht abschließend geklärt.
Die Unfallstelle war während der Unfallaufnahme und
Arbeiten vor Ort gesperrt.
Die Feuerwehr streute den Kreuzungsbereich ab und räumte
sie von Trümmerteilen frei.
Die Verbindungsstraße zwischen Mönchengladbach und Korschenbroich soll ab der Kreuzung Volksbadstraße bis nach Korschenbroich mit Landesmitteln vierspurig ausgebaut werden. Diesen Ausbau, der von der CDU und ihrem Landtagsabgeordneten Frank Boss freudig verkündet und als ein Erfolg gefeiert wird, sehen Mönchengladbachs Bündnisgrüne allerdings sehr kritisch.
„Die Christdemokraten reden zwar immer wieder viel über den Klimawandel, fördern hier aber einmal mehr in großem Umfang den Autoverkehr“, stellt Hajo Siemes, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Ost, fest. Seiner Meinung nach ist der vierspurige Ausbau an dieser Stelle überflüssig. Es gebe an dieser Stelle keine verkehrliche Notwendigkeit für den Bau einer vierspurigen Straße. Für den Grünenpolitiker ist dieser Straßenbau „rausgeschmissenes Geld“, zumal der Ausbau von Straßen bekanntlich nur noch mehr Individualverkehr in die jetzt schon verdichteten Innenstädte bringe.
Was den
Grünen besonders missfällt: Dem vierspurigen Ausbau dieser Landstraße müssen zu
allem Überfluss hunderte von gesunden Bäumen zum Opfer fallen. „Auch das
angrenzende Waldgebiet würde erheblich beeinträchtigt“, sagt Siemes. Das
Abholzen von Wäldern widerspreche jeglichen Vorhaben, die notwendigen
Klimaziele zu erreichen. „Gerade zwischen Mönchengladbach und Korschenbroich
gibt es eine gute Bahnverbindung“, betont Siemes. Solch relativ kurze
Verbindungen zwischen den Städten sollten seiner Ansicht nach möglichst wenig
mit dem Auto zurückgelegt werden. Um das Straßennetz vom Individualverkehr zu
entlasten, sei dringend ein Umstieg vom Auto auf die Bahn oder aufs Rad
notwendig und möglich. Als Anreiz dafür müsste jedoch, so Siemes, die Anbindung
von Bahn und Bus etwa am S-Bahn-Haltepunkt in Lürrip verbessert und ein guter
sowie beleuchteter Radweg entlang der gesamten Landstraße angelegt werden.
Angesichts der Klimakatastrophe hatten dieser Tage 11.000 Wissenschaftler einen Appell unterzeichnet, der die Menschheit vor den zu erwartenden Katastrophen durch den Klimanotstand warnt. Die Wissenschaftler fordern dringend mehr und konsequente Veränderungen, vor allem bei der Reduzierung des Ausstoßes von Stoffen wie etwa Ruß und CO2. Insbesondere der Verkehrssektor liegt in Nordrhein-Westfalen aber weit hinter den angestrebten Klimazielen zurück. „Wir können nicht einfach weitermachen wie bisher“, sagt deshalb der grüne Ratsherr und designierte OB-Kandidat Dr. Boris Wolkowski. Anstatt nach wie vor neue Straßen zu bauen und damit einseitig den Automobilverkehr zu fördern, müsse die Politik dringend andere Möglichkeiten der Fortbewegung finanziell stärken, fordert der Grünen-Politiker.
„Der Bau
einer nicht notwendigen vierspurigen Schnellstraße ist da jedenfalls das
falsche Zeichen“, so Boris Wolkowski. „Wer dies auch noch bejubelt, zeigt klar,
dass er Politik von vorgestern macht, das ist altes Denken wie vor fünfzehn
Jahren.“
Viele der 156 Partner-Unternehmen der Familienkarte folgten jetzt der Einladung von Oberbürgermeisters Hans-Wilhelm Reiners ins Haus Erholung. Anlass war der erste „Geburtstag“ der Familienkarte.
Die Karte bietet Familien spürbare finanzielle Vorteile und Vergünstigungen beim Einkauf und bei der Freizeitgestaltung. So schafft sie Anreize, in Mönchengladbach mehr gemeinsam zu unternehmen. Möglich wird dies durch lokale Betriebe, Unternehmen und Vereine, die sich mit Rabatten für Familien einbringen und dadurch das familienfreundliche Image der Stadt stärken.
Vor mehr als 100 Gästen bedankte sich Reiners bei allen
beteiligten Firmen, die mit ihrem Einsatz erst den Erfolg der Familienkarte
möglich gemacht haben. Er stellte heraus, dass nicht nur die Familien und die
Unternehmen von dem Projekt profitieren, sondern auch die Stadt
Mönchengladbach, die durch das Projekt einen großen Schritt nach vorn zur
familienfreundlichen Kommune machen konnte.
Klaus Röttgen, Fachbereichsleiter des Fachbereichs
Kinder, Jugend und Familie stellte in seinem Vortrag die wichtigsten Stationen
des Projektes vor und begrüßte das große Engagement der Unternehmen in
Mönchengladbach. „Im Ausblick für das kommende Jahr ist es Ziel, im
Frühjahr 2020 200 Partner-Unternehmen mit attraktiven Angeboten zu
verzeichnen“, verkündete Röttgen.
Ein Highlight des Abends war neben dem tollen Ambiente
die Präsentation eines Image-Films für die Stadt Mönchengladbach und die
Familienkarte. Der kam gut an: „Der Film hat mich emotional sehr
angesprochen und mich auch ein Stück stolz auf meine Stadt gemacht“, sagte
eine Unternehmensvertreterin.
Axel Tillmanns, der als Moderator durch den Abend führte,
konnte im Interview mit Anja Schurtzmann vom Team der Familienkarte erfahren,
wie die Resonanz der 9000 Familien ausfällt, welche die Karte aktuell nutzen können.
Beate Gothe als Vorsitzende des Kinderschutzbundes Mönchengladbach berichtete,
wie positiv sich das Angebot des Verbands auf die Anlaufstelle an der
Hindenburgstraße auswirkt. Und auch Eva Brachten, Mode-Designerin aus Eicken,
unterstützt das Projekt gerne weiter, wie sie erzählte.
Alle Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen aus
Mönchengladbach hatten nach dem offiziellen Teil ausreichend Zeit, sich bei
einem leckeren Imbiss und den jazzigen Tönen des Grand Art Ensemble miteinander
zu vernetzen und auch mit dem erweiterten Team der Familienkarte ins Gespräch
zu kommen. Handgemachte Pralinen der Ehrenschokoschurken – ebenfalls Partner
der Familienkarte – versüßten den Gästen später den Heimweg.
Mehr Informationen zur Familienkarte gibt es im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie bei Michaela Rüth und Anja Schurtzmann Aachener Straße 2, Zimmer 635, Telefon: 02161 253030, familienkarte@moenchengladbach.de jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr sowie auf der Webseite www.familienkarte-mg.de.
Die Koalition hat eine Senkung der Krankenkassenbeiträge
auf Betriebsrenten verabredet. „Ich bin froh, dass wir bei diesem Thema endlich
zu einem Ergebnis gekommen sind. Alle Betriebsrentner werden deutlich
entlastet“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
Aktuell zahlen Betriebsrentner ab einer Freigrenze von
155 Euro den vollen Krankenkassenbeitrag, d.h. den Arbeitnehmer- und den
Arbeitgeberanteil. „Das sorgt zu Recht für Ärger bei vielen Menschen, die für
das Alter vorgesorgt haben“, weiß Yüksel aus zahlreichen Gesprächen und
Zuschriften. Daher wird die geltende Freigrenze in einen dynamisierten
Freibetrag umgewandelt.
Dieser Freibetrag schafft für alle pflichtversicherten
Betriebsrentenempfänger Entlastung. „Mindestens 60 Prozent der
Betriebsrentner zahlen damit maximal den halben Beitragssatz, die weiteren 40
Prozent werden spürbar entlastet“, erläutert Yüksel. Die Mindereinnahmen
werden vollständig aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert.
„Betriebliche Altersversorgung lohnt sich vor
allem dann, wenn sich die Arbeitgeber beteiligen. Deswegen werden wir auch das
stärker fördern“, betont Yüksel. Gibt der Arbeitgeber bei Geringverdienern (bis
2.200 brutto/Monat) etwas zur Betriebsrente hinzu, so kann er künftig doppelt
so viel wie bisher steuerlich geltend machen (288 Euro statt bisher 144 Euro).
„Dies sind weitere wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut und hin zu
einem selbstbestimmten würdigen Leben im Alter“, so Yüksel abschließend.
Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit – das sind die Themen, die die Gesellschaft bewegen. Wir stehen vor großen Veränderungen, die vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind. Maschinen werden Aufgaben übernehmen und in vielen Bereichen menschliche Arbeitskraft ersetzen. Doch wer führt die Jobs aus, die für einen Computer schlicht zu kompliziert sind? Crowd- oder Clickworker werden diese Menschen genannt. Sie erledigen die monotonen „Restarbeiten“ – weltweit und rund um die Uhr. Laura Meschede hat sechs Wochen lang als Crowdworkerin bei Amazons digitaler Plattform „Mechanical Turk“ geschuftet, auf der rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um Kleinstaufträge konkurrieren. Sie bewerten zum Beispiel, ob eine Person auf einem Foto eher zufrieden oder übellaunig schaut. Oder sie erkennen, welche der Dutzenden Zahlen auf einem Kassenzettel die Steuer ausweist.
Für jeden richtig abgetippten Kassenzettel gibt es 0,03 Dollar. Es sind miserabel entlohnte Jobs. Denn je mehr Crowdworker bereit sind, die Aufgabe zu erledigen, desto günstiger wird es für die Auftraggeber. Unabhängig davon, wie lange die Crowdworker dafür tatsächlich gebraucht haben. Laura Meschede hat eine lesenswerte Reportage geschrieben, die vor den negativen Seiten der zukünftigen Arbeitswelt warnt. Dabei ist die Journalistin nicht per se gegen Digitalisierung oder künstliche Intelligenz. „Das Problem ist nicht die Arbeit an sich. Es ist die Ausbeutung“, schreibt sie. Die Online-Plattform fühlt sich nicht für die Arbeitsbedingungen des Crowdworkers verantwortlich. Weder für seinen Arbeitsaufwand noch für seine Arbeitszeit. Wird er krank, ist es sein Problem. Urlaubsanspruch existiert nicht. Gibt es ein technisches Problem und nach einer Stunde Arbeit bricht alles zusammen, hat er schlicht Pech gehabt.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schwärmt vom hohen Wachstumspotential der Crowdworking-Plattformen. Politiker und Unternehmer fordern stets Flexibilität ein, wenn sie über die Zukunft der Arbeit sprechen. Laura Meschede aber stellt die eigentlich wichtige Frage: Was können wir tun, dass das Leben vieler Arbeitnehmer nicht noch schlechter wird?
Vortrag und Diskussion: Donnerstag, den 28.11.2019 um 19.00 Uhr im Köntges Waldhausenerstraße 16, 41061 Mönchengladbach
Mönchengladbach entwickelt sich seit einiger Zeit positiv und macht sich selbstbewusst auf den Weg in die Zukunft. Diese Ansicht transportieren viele unserer Verantwortungsträger in der Stadt. Sie stellen sich damit selbst ein großes Lob aus. Dazu gehört vor allem die vom Dezernat Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt entwickelte und von Verwaltung und Beteiligungsgesellschaften getragene sowie vom Rat beschlossene Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt bei.
Beispiele hierfür sind unter anderem der Masterplan Stadtbezirke, die Planungsvorhaben Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen, das Rathaus der Zukunft mg+, die geplante Markthalle auf dem Kapuzinerplatz und die erfolgreiche Familienkarte. Weitere mg+ Projekte sind in Vorbereitung. „Im Kern geht es um die Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Der Konzern Stadt hat ein klares Unternehmensziel im Sinne einer Selbstverpflichtung definiert: Wachstum in Qualität“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Ob seine Ansicht so aufgehen wird, muss die Zukunft zeigen. Von obigen Planungen wurde bisher nichts umgesetzt. Deshalb sollten solche „Beweihräucherungen“ im Vorfeld in der Schublade bleiben. Der Volksmund sagt dazu: Eigenlob stinkt.
Begleitet wird die Stadtentwicklungsstrategie nun durch eine Marketingkampagne der Marketing Gesellschaft der Stadt (MGMG). Ab morgen (12. November) werden zukünftig unter anderem großformatige Citylight-Plakate an rund hundert Stellen im Stadtbild zu sehen sein. Den Auftakt macht dabei ein Motiv vor dem NEW-Blauhaus in der Richard-Wagner-Straße mit dem Slogan „Ein Plus für Deine Zukunft – Ein Plus für Deine Stadt“ mit dem auf die weichen Standortfaktoren Wissenschaft und Bildung aufmerksam gemacht wird.
Weitere Plakate der Kampagne beziehen sich auf die Leitmotive Wirtschaft, Umwelt und Mobilität.
„We, the six million“ ist eine Wanderausstellung, die vom Institut für Katholische Theologie als Teil der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen konzipiert wurde und die Ausgrenzung, Stigmatisierung, Vertreibung und Ermordung der sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkrieges thematisiert.
Anhand einzelner Biografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem westlichen Rheinland zeigt sie eindrucksvoll, wie Menschen Opfer eines totalitären Regimes wurden.
Erinnert wird an diejenigen, die in den Todeslagern der Nazis ihr Leben ließen oder an Menschen, denen es gelang, Deutschland zu verlassen und in England, Palästina, Nord- und Südamerika ein neues Leben zu beginnen. Die interaktive Ausstellung zeigt die Lebenswege von Opfern der Shoah aus dem westlichen Rheinland.
Die Ausstellung, die insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen soll, wird seit ihrer Premiere am 9. November 2018 in Aachen im Rheinland gezeigt. Insgesamt 30 Schulen aus der Region haben bereits an dem vom Landschaftsverband Rheinland und der Sparkassenkulturstiftung finanzierten Projekt teilgenommen; für 2020 sind bereits jetzt schon 20 weitere Schulen angemeldet. Die Anschubfinanzierung für die Wanderausstellung kam aus der Staatskanzlei durch Ministerpräsident Armin Laschet.
Jetzt machte die Wanderausstellung auch in Mönchengladbach Station. Insgesamt zehn Schulen aus der Region von der Förderschule bis zum Gymnasium präsentierten in der Ausstellung ergänzend zur Wanderausstellung ihre eigenen Beiträge, die in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema entstanden sind. Sechs Teilnehmer wurden für ihre besonderen Beiträge durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Sabine Verheyen (Mitglied des Europaparlaments) und Prof. Dr. Reinhold Breil von der RWTH-Aachen ausgezeichnet.
Aus Mönchengladbach freute sich die Gesamtschule Rheydt-Mülfort über den Preis. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten das didaktische Konzept der Ausstellung gemeinsam mit der RWTH-Aachen. Ebenfalls im Rahmen der Ausstellung ausgezeichnet wurde Karl Heinz Nieren aus Geilenkirchen. Er erhielt den Preis für herausragende Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Karl Heinz Nieren hat intensiv über die Geschichte jüdischer Familien in seiner Heimatstadt geforscht. Laudator war Steven Cole, der für diese Veranstaltung mit seinen beiden Söhnen aus Amerika angereist kam. Cole ist der Sohn von Ilse Dahl, die im Jahr 1938 aus Geilenkirchen vor dem nationalsozialistischen Terror in die USA geflohen war.
„Die Wanderausstellung in Mönchengladbach wurde sehr gut angenommen und hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, gerade auch in den jüngeren Generationen ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen“, freut sich Reinhold Breil. „Nach den furchtbaren Geschehnissen in Halle hat die Wanderausstellung noch einmal einen deutlichen Schub bekommen“, ergänzt er.
Am 16.11.2019 um 19.11 Uhr geht es los, nachdem unser Hoppediz erwacht ist, küren wir unser 66. Kinderprinzenpaar.
Bezirksbundesmeister Horst Thoren wird unser Prinzenpaar in ihr Amt einführen. Wo: Pfarrheim Hardterbroich, Hardterbroicher Strasse Mit dabei: Unter anderem tanzen unsere Kleinen, Mittleren und die Große Garde, Surprise & Fantasy, mit dem Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach, Ernennung des neuen Senatoren und vieles mehr.
Um noch besser für die Öffentlichkeit sichtbar und erreichbar zu sein, planen die Mitglieder der Initiative, eine eigene Homepage ins Internet zu stellen. Die Kosten hierfür sollen durch Spenden gedeckt werden. Deshalb hier der Spendenaufruf:
Wer möchte darf sich gerne an den Kosten durch eine Spende auf das Konto: DE22 3106 0181 5081 3734 28 – Hans-Josef Siemes beteiligen.
Wir haben ausgehend von dem Ursprungsgedanken und dem Zustandekommen der Bürgerinitiative „Gegen-Fluglärm-MG-Ost“ nochmals die folgenden wichtigsten Ziele benannt:
1)
Wir wollen weiterhin die Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf
verhindern.
2)
Wir wollen ein Nachtflugverbot von 22 Uhr-6Uhr morgens erreichen, welches auch
konsequent umgesetzt wird.
3) Speziell für Mönchengladbach, wollen wir erreichen, dass des „besonders ruhige Gebiet Hoppbruch“ vor weiterem Fluglärm geschützt wird.
4) Wir sehen uns in einer Gemeinschaft mit allen Bürgerinitiativen, rund um den Flughafen Düsseldorf (vor allem aber mit Korschenbroich und Kaarst). Werden an gemeinsamen Treffen teilnehmen und somit auch weitere gemeinsame Ziele mit verfolgen, die den Fluglärm und das Flugaufkommen einschränken können. Dazu gehören z.B. Die Unterschriftenaktion für eine europaweite Einführung der Kerosinsteuer oder eine gemeinsame Erklärung zum Luftverkehrskonzept NRW.
Eine ganze Woche lang sind wir bereit, an den Mauerfall in Deutschland zu denken, zu gedenken und freudig zu feiern. Zumindest in Berlin geht es hoch her. Richtig so. Der Alltag ist trübe genug.
Wirtschaft funktioniert nicht in geschlossenen Gesschäften, also öffnen wir Mönchengladbacher sie, auch grundlos. Doch, doch, sagen uns die Marketingfachleute und Brauchtumsfreunde. Es gibt immer einen Grund um fröhlich zu sein. Wozu gibt es denn den Hoppeditz. Gesagt, getan, dieses Argument überzeugt mehrheitlich selbst unsere ehrenamtlichen, dem Winterbrauchtum zugewandten Ratspolitiker, sie heben zustimmend die Hand. Progrom? Daran denken wir nebenbei, es nehmen nur ausgesucht wenige Menschen teil an den entsprechenden Gedenkfeiern. Scheinbar wollen wir lieber die Greueltaten vergessen machen. Das wird nicht wirklich gelingen, auch nicht mit einer Verlegung des Karnevalstarts vom 11.11. auf einen verkaufsoffenen Sonntag am 10.11.. Besser kann man den allseits verteufelten Raubtierkapitalismus nicht dokumentieren. Da hilft auch nicht der Hinweis darauf, dass im nächsten Jahr alles wieder „NORMAL“ sei.
Was treibt ihn an, warum will er sein funktionierendes Amt
als Landtagsabgeordneter verlassen, welche Ziele hat er?
Wir haben uns in seinem Bürgerbüro in Rheydt getroffen. Ein zentralgelegenes Ladenlokal in der Fußgängerzone als Anlaufstelle für die Bürger. Ich will mir Klarheit verschaffen über die Beweggründe, die zu dieser Kandidatur führten. Frank Boss ist bereit, mir diese Klarheit zu verschaffen.
Nach meiner Eingangsfrage: „Wann sind Sie auf die Idee gekommen, sich als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters zu bewerben,“ erfahre ich umfassend seine Geschichte.
Frank Boss: „Vor circa einem halben Jahr erklärte Oberbürgermeister Reiners, dass er nicht mehr für dieses Amt kandidieren werde. Gemeinsam haben wir uns im CDU-Parteivorstand des Kreisverbandes zusammengesetzt und uns mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr beraten und die Lage sondiert. Hinzukamen die zahlreichen Fragen aus der Öffentlichkeit, wie: Was macht ihr denn jetzt? Welche Ideen habt ihr? Es galt zunächst, viele offene Fragen zu beantworten. Haben wir geeignete Persönlichkeiten, die in der Lage sind das Amt des Oberbürgermeisters ausführen zu können? Auch die eigene Person wurde beleuchtet.
Und so musste ich erst
einmal mich selbst hinterfragen: Kann ich das überhaupt, was da auf mich
zukommen würde? Kann ich einen Mehrwert für diese Stadt und diese Bürger
mitschaffen und mitgestalten, damit diese davon profitieren? Schließlich ist
das in meinen Augen ja der Auftrag.
Als OB ist man Politiker, man ist auch Verwaltungschef und Chef von 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Ist man zudem auch
bereit die repräsentativen Pflichten, die ebenso zum Amt gehören, zu erfüllen? Oder
will man nicht lieber da bleiben wo man ist?
Und zum Schluss stellt sich auch noch die Frage nach der monetären Betrachtung,
das will ich nicht verhehlen.
Und so sind wir in der Partei und ich für mich selbst mit vielen Fragen umgegangen.
Aus meiner Sicht ist
jedoch die wichtigste Frage: Hat diejenige oder derjenige, der antritt, das
Potential Verwaltungschef und Chef des Stadtrates zu sein?
Bringt diese Persönlichkeit die Leidenschaft, den Willen und das Herz für diese
Stadt mit, um Dinge zu bewegen und „brennt“ sie für diese Stadt, damit unsere Stadt
weiter vorankommt? Und wenn ja, wie könnte das denn aussehen?
Wenn man das in einer
Runde von Parteifreunden diskutiert, dann fängt man an zu sondieren, dann
schaut man schon genau hin, wen haben wir denn. Und wenn dann die Medien auch
noch Namen transportieren und immer wiederholen, dann sind diese Namen, ob sie
wollen oder nicht, zunächst einmal in der Öffentlichkeit.
Dann gibt es zwei
Möglichkeiten: Entweder ich erkläre bereits am ersten Tag, ich mache es nicht.
Oder man lässt es erst einmal sacken.
Für mich als politisch handelnder Mensch, der so lange dabei und in Funktion
ist, war es der zweite Weg, der aus meiner Sicht seriös und richtig ist.
Schließlich haben wir im Familien- und Freundeskreis viel diskutiert.
Obwohl ich zuvor noch
nie etwas zu meiner Entscheidung gesagt hatte, wurde bereits in der Öffentlichkeit
transportiert: das ist einer derjenigen, der es machen könnte und sollte.
Auch aus der Wirtschaft kamen Äußerungen, dass wenn man sich das Portfolio an namentlichen Nennungen anschaue, ich die Person sei, die es machen sollte. Da kommen Meinungen aus der Partei. Da kommen Meinungen von außen, aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen; das kann man nicht einfach beiseiteschieben und sagen, das interessiert mich alles nicht.
Immer wieder habe ich mit
Freunden gesprochen: Kann ich das? Das ist die entscheidende Frage für mich.
Wie sehe ich das selbst? Heute ist meine Antwort: Ja, das kann ich. Ich möchte
auch erklären, warum ich das kann:
Unter anderem weil ich 25 Jahre für den Landschaftsverband Rheinland (LVR) an
der Spitze des Verbandes gearbeitet habe. Der LVR ist eine
öffentlich-rechtliche Einrichtung mit 19.000 Mitarbeitern; rheinlandweit
verteilt. Mit einem Etat von ca. fünf Milliarden. Der LVR leistet eine tolle
Arbeit für die Menschen in unserer Region.
Ich habe dort an der
politischen Spitze und als Geschäftsführer meiner Fraktion mit Verwaltung gearbeitet
und sie gesteuert und kontrolliert.
Aufgrund dieser Erfahrung sehe ich mich in der Lage, die Verwaltung in
Mönchengladbach von ca. 3.000 Beschäftigten, die ihre tägliche Arbeit zum Wohle
der Menschen in unserer Stadt leisten, führen zu können.
Ja, davon bin ich überzeugt, dass ich das kann. An dieser Stelle bin ich der
Richtige.
Hinsichtlich der Fragestellung, ob ich Politik kann, muss ich nicht lange
überlegen: ja kann ich, da ich bereits seit über 25 Jahren dem Stadtrat als
Mitglied des Rates angehöre. In meiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter mache
ich eine Arbeit, die unendlich viel Spaß macht. Ich glaube auch sagen zu
können, dass Jochen Klenner und ich hier an dieser Stelle eine sehr gute Zusammenarbeit
insbesondere zum Wohle unserer Stadt leisten.
Aus zahlreichen Gesprächen höre ich heraus, dass das anscheinend auch in der Bevölkerung
so ankommt.
Wir laden viele Minister in unsere Stadt ein, um auf Mönchengladbach und die
Besonderheiten unserer Stadt aufmerksam zu machen. Wir setzen uns für Fördergelder
ein, für die unterschiedlichsten Anliegen, und bauen für unsere Stadt die
Brücken, die sie braucht, um auf landespolitischer Ebene gehört und beachtet zu
werden. All das haben wir als unseren Auftrag verstanden.
Wichtig ist mir dabei die Begrifflichkeit des Brückenbauens. Das war auch einer der entscheidenden Gründe, bei denen ich gesagt habe, ja das kann ich.
Die Entscheidung für
den Landtag zu kandidieren habe ich 2016 getroffen. 2017 war die Wahl. Da
wusste noch keiner, dass unser OB Hans-Wilhelm Reiners nicht mehr kandidieren
wird.
Aber mit der Entscheidung des OB kam für uns als CDU eine neue Situation hinzu,
mit der wir umgehen mussten.
Jetzt stellte sich die Frage: Wir haben derzeit zwei Leute für die CDU im
Landtag, plus einen Abgeordneten der FDP und einer der SPD. Damit sind insgesamt
vier Abgeordnete aus Mönchengladbach. Das ist gut für unsere Stadt.
Wenn ich jetzt
kandidiere und OB werde sollte, dann glaube ich, können an dieser Stelle noch
mehr als bisher Brücken gebaut werden, weil bislang gute Voraussetzungen dafür
geschaffen wurden. Mit den Möglichkeiten, die ich habe, den Kontakten und der
Vernetzung kann es bei allem was zu tun ist hilfreich, sein diese für unsere
Stadt zu nutzen. Das heißt: anklopfen, hingehen und erfolgreich agieren. Das
kann ich. Ich kenne alle Nachbarstädte und ihre Hauptamtlichen; meine
möglicherweise zukünftigen Kollegen. Viele Dinge sprechen dafür, dass eine
Vernetzung unserer Stadt sehr guttut.
Das ist nur einer der Beweggründe.
Ja, ich liebe meine Stadt. Ich bin hier geboren, und OB dieser Stadt zu sein bedeutet
mir sehr viel. Die Zusammenarbeit mit den Menschen in der Verwaltung und in der
Bevölkerung ist mir sehr wichtig. Ich muss unsere Verwaltung nicht neu
erfinden. Sie macht gute Arbeit. Aber es gibt ja nichts, was man nicht noch
verbessern kann. Das mit anzustoßen, mit anzutreiben, diese Stadt zu gestalten
im Sinne der Bürgerschaft, das wäre eine tolle Aufgabe.“
MG-heute: Welche Funktionen müssten aufgegeben werden?
Frank Boss: „Alle meine Aufgaben und Funktionen, die ich bisher ausgeführt habe. Es würden Lücken zurückbleiben, die erst einmal geschlossen werden müssen. Dies würde insbesondere bei meiner Funktion als Fraktionsgeschäftsführer beim LVR der Fall sein. Aber natürlich auch im Landtag. Ich bin mir allerdings sicher, dass meine eventuellen Nachfolger eine ebenso gute Arbeit leisten werden.
MG-heute: Wie sieht Ihr Umgang mit Angriffen in den Sozialen Medien auf Politiker aus?
Frank Boss: „In den Funktionen, in denen ich bisher arbeitete, konnte ich bislang relativ ruhig arbeiten. Die Frage hat sich bislang nicht gestellt.
Mönchengladbach ist eine
besondere Stadt. Wir sind zwar nicht Düsseldorf oder Köln, aber immerhin das Oberzentrum
am linken Niederrhein. OB einer solchen Stadt zu sein, ist eine besondere
Herausforderung. Ich glaube, wenn man redlich, fleißig und vernünftig arbeitet,
dann kann man gegenüber der Öffentlichkeit – selbst wenn sie meine Arbeit als
OB kritisch begleiten würden – Rede und Antwort stehen. Mit Kritik muss man
auch umgehen könne, das ist klar.
Verantwortung übernehmen, zu Entscheidungen stehen und dann auch Rückgrat haben, wenn Dinge mal nicht gut laufen, gehört ebenso zur Arbeit eines Oberbürgermeisters. So gehört es auch dazu, dass man sich z.B. vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen muss, wenn man politische Entscheidungsprozesse anders sieht als andere. Dazu bin ich bereit. Ich bin jemand der sich immer noch mit Idealismus in der Politik bewegt, weil ich an das glaube was Politik tun sollte: sich für Menschen einsetzen. Das ist die höchste Antriebsfeder überhaupt. Allerdings auch insbesondere für Menschen, die sich eben nicht so gut helfen können. Der sogenannte „kleine Mann“ auf der Straße hat es verdient, die gleiche Wertschätzung zu bekommen wie der Industrielle. Punkt.
Und die
Öffentlichkeitsarbeit, davor habe ich keine Scheu, die gehört zur Arbeit. Wenn
es dann etwas unruhiger wird, ja, dann wird es auch spannender.“
MG-heute: Wie
lange wollen Sie OB sein?
Frank Boss: „Man sollte
da auf dem Boden bleiben. Stellen sie mir diese Frage doch noch einmal, sollte
ich tatsächlich Oberbürgermeister werden. Ich möchte mich jetzt als Kandidat für
die CDU aufstellen lassen.
Nach einer Zeit X
können wir gerne das Thema neu besprechen.“
Am 16. November wird auf einem Nominierungsparteitag der CDU-Mönchengladbach über die Kandidatur entschieden.
Vom 7. November 2019 bis 20. Januar 2020 werden in einer Ausstellung in der Filiale der Stadtsparkasse Marktstraße, Marktstraße 30, die Siegerentwürfe des Planungswettbewerbs für das Rathaus der Zukunft mg+ präsentiert.
1. Preis | SOP Architekten aus Düsseldorf Grafik: Stadt Mönchengladbach
Neben den Siegerentwürfen sind alle 16 in der ersten Phase des Wettbewerbs abgegebenen Entwürfe zu sehen. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners eröffnete gestern gemeinsam mit Dr. Gregor Bonin, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter, die Ausstellung, die während der Öffnungszeiten der Filiale (montags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr) zu sehen ist.
Anfang Januar 2019 startete der europaweit ausgeschriebene
Planungswettbewerb für das Rathaus der Zukunft mg+ mit der
Wettbewerbsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union. Über 100
Architekturbüros aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum haben eine
Interessensbekundung mit Benennung von Referenzprojekten eingereicht.
Mit der
Durchführung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens wurde das Berliner Büro für
Wettbewerbsmanagement, Architektur und Städtebau [phase eins] betraut.
Vorsitzender des Preisgerichts ist der Architekt Prof. Karl-Heinz Petzinka,
Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie.
Das Siegerteam von SOP mit OB Reiners, Dr. Bonin und SSK-Chef Hartmut Wnuck
Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat 2017 beschlossen, unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit die Verwaltung am Standort Rheydt zu zentralisieren und dafür dringend sanierungsbedürftige und in der Unterhaltung kostenintensive Verwaltungsstandorte aufzugeben. Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ verfolgt die Stadt die Ziele, die Modernisierung der Verwaltung mit mehr Digitalisierung, einem ausgebauten Bürgerservice und attraktiven Arbeitsmodellen voranzutreiben und den Standort Rheydt zu stärken. Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf für das „Rathaus der Zukunft mg+“.
Das Gymnasium Am Geroweiher lädt alle interessierten Eltern und
Schülerinnen und Schüler ein, bei uns im Gymnasium hinter die Kulissen zu
schauen. Gewinnen Sie einen Einblick in unser buntes und vielseitiges
Schulleben. Es gibt viele Aktionen zum Mitmachen und Entdecken. Lassen Sie sich
von unseren Schülerinnen und Schülern die Schule zeigen und wenn ihr, die
Schüler der 4. Klassen, Lust habt, könnt ihr Unterricht live erleben, so wie er
am Gymnasium bei uns stattfindet, in Informatik und anderen Fächern.
Wir freuen uns auf Sie! Wir freuen uns auf euch! Am 16.11.19 von 9.00 – 13.00 Uhr
Die Stadtverwaltung hat jetzt den aktualisierten Wegweiser für Menschen mit Behinderungen mit zahlreichen Unterstützungsangeboten vorgelegt. Die Broschüre, die von der Stabsstelle Inklusion erstellt wurde, liegt – wie der aktuelle Inklusionsbericht 2019 – in den Bezirksverwaltungsstellen aus. Als Dateien können die beiden Veröffentlichungen auch hier abgerufen werden oder unter inklusions-beauftragte@moenchengladbach.de.
Die Stadtverwaltung hat die Aufgabe, den Abbau unnötiger
Barrieren voranzutreiben. 2013 richtete sie dafür die Stabstelle Inklusion ein.
Inklusionsbeauftragte Ingrid Icking und Architektin Nicole Dierkes-Bludau sind
mit vielen Fachbereichen in Verbindung – gemeinsam machen sie unsere Stadt fit
für ein inklusives Leben.
Seit 2009 gilt die UN-Behindertenrechtskonvention auch in
Deutschland. Sie verlangt, dass Menschen mit und ohne Behinderung,
gleichberechtigt und selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilhaben
können. Dabei ist es egal welchen Alters, welchen Geschlechtes oder welcher
Nationalität sie sind. Das Motto lautet kurz und knackig: „Hinkommen –
Reinkommen – Klarkommen“.
Um HIN zu kommen, werden angepasste Verkehrsmittel
benötigt, denn nicht alles ist fußläufig oder mit dem Rollstuhl erreichbar. Bus
und Bahn müssen Rollstuhlfahrer*innen zuverlässig mitnehmen. Wegebeläge müssen
erschütterungsarm befahrbar sein, Blindenleitlinien die Wegeführung vorgeben.
Außerdem müssen die Ziele gut ausgeschildert und gut ausgeleuchtet sein.
Um REIN zu kommen, müssen Stufen durch Rampen oder
Aufzüge ergänzt werden. Ein-gänge sollten einladend sein, Türen sich
automatisch oder leichtgängig öffnen.
Um KLAR zu kommen, sind gute Akustik, Ausschilderung und
Ausleuchtung nötig. Ganz wichtig sind barrierefreie Toilettenanlagen. Diese
sollten auch von anderen Besucher*innen wie Familien mit kleinen Kindern und
Senioren genutzt werden – sauber hinterlassen und „eingebaute
Vorfahrt“ für Rollinutzer muss dabei selbstverständlich sein!
Auch die angepasste Kommunikation durch genügend Zeit zum
Erklären und Zuhören hilft weiter. Die Verwendung einfacher oder sogar leichter
Sprache (in Wort und Schrift) muss selbstverständlich werden. Menschen, die
kaum hören können, benötigen manchmal Gebärdendolmetscher. Eigentlich
selbstverständlich: Nicht nur die Kunden haben Anspruch auf freundliche und
respektvolle Behandlung – die hat auch das Personal.