Autor: Harald Wendler

  • „SVEN“: Opposition pocht auf Antworten

    „SVEN“: Opposition pocht auf Antworten

    Unmut regt sich bei den Oppositionsfraktionen des Stadtrats. Knapp vier Wochen sind bereits vergangen, seit der Rat der Stadt auf Antrag von FDP, Grünen und Linken einstimmig alle Beteiligten am Deal rund um das E-Fahrzeug SVEN aufgefordert hatte, größtmögliche Transparenz in den widerrechtlichen Vorgang zu bringen.
     
    „Wir wollen endlich wissen, auf wessen Veranlassung und mit wessen Zustimmung vorsätzlich darauf verzichtet wurde, die gesetzlich vorgeschriebene vorherige Zustimmung des Rates und die Bestätigung der Bezirksregierung zu dieser Beteiligung einzuholen“, so FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger.
     
    Auf Antrag der Groko war in den Transparenz-Appell des Rates auch eine rechtliche Prüfung der Verwaltung aufgenommen worden, inwieweit die vom Rat entsandten Aufsichtsratsmitglieder – Oberbürgermeister Reiners, CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Schlegelmilch und SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrichs – dem Rat hier berichten müssen oder dürfen. Diese rechtliche Bewertung hat die Verwaltung bislang nicht vorgelegt.
     
    „Wir haben deshalb Ende letzter Woche beim Oberbürgermeister nachgefragt, wann wir damit rechnen können“, sagt Torben Schultz, Vorsitzender der Linksfraktion, „Obwohl doch klar ist, dass gerade die Frage nach Veranlassung und Stimmverhalten unproblematisch ist. Sowohl Oberbürgermeister Reiners als auch Bürgermeisterin Anemüller und Landrat Pusch haben über ihr Verhalten in der Sitzung schon lange Auskunft gegeben.“
     
    Das sieht auch Karl Sasserath, Vorsitzender der Fraktion Bündnis90/Die Grünen so: „Die vom Rat entsandten Aufsichtsratsmitglieder Hans Peter Schlegelmilch und Felix Heinrichs verstecken sich jetzt seit Monaten hinter Verschwiegenheitspflichten, die es nicht gibt. Das Abstimmungsverhalten von politisch Verantwortlichen ist kein Geschäftsgeheimnis, dessen Veröffentlichung einen wirtschaftlichen Schaden bei der NEW AG verursachen kann.“
     
    Ebenfalls vermissen Finger, Sasserath und Schultz nach wie vor die Veröffentlichung der internen rechtlichen Bewertung der NEW, inwiefern eine kommunale Gesellschaft sich überhaupt mit Entwicklung und Produktion eines Car-Sharing-Fahrzeugs wirtschaftlich betätigen darf, sowie zwei weitere externe Gutachten, die von der NEW in Zusammenhang mit SVEN beauftragt wurden und auf die der NEW Vorstandsvorsitzende Frank Kindervatter in der Ratssitzung mehrfach Bezug genommen hatte.
     
    „Neben dem Inhalt sind auch die Kosten für diese Gutachten von öffentlichem Interesse“, so Nicole Finger, „Schon die Rechtsberatung für die Stellungnahme der Kommunen zur Anhörung durch die Kommunalaufsicht hat 21.000 Euro gekostet, dazu kommen 11.000 Euro Reisekosten für den Aufsichtsratsvorsitzenden, den Vorstandsvorsitzenden und einen Prokuristen der NEW AG zum Genfer Autosalon und 15.000 Euro, die von der NEW anteilig für die Präsentation von SVEN auf einer großen Veranstaltung im März 2019 im Hugo-Junkers-Hangar als Kosten angegeben werden. Die Gesamtkosten dieser Veranstaltung hat man uns trotz Nachfrage allerdings bislang nicht verraten wollen.“

    Diese Positionen seien jedoch nach Ansicht der Opposition bei der Klärung des wirtschaftlichen Schadens mit einzubeziehen, den die Rückabwicklung der Beteiligung an der share2drive mit 2,5 Millionen Euro Kapitaleinlage bei der NEW und ihren Anteilseignern hinterlasse.

    „Wenn von den 2,5 Millionen EURO im August 2019 nur noch 800.000 Euro übrig waren, lässt dies auf einen beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden schließen“, ist Torben Schultz besorgt.
     
    Karl Sasserath bewegt derweil noch etwas anderes: „Von Frau Scharrenbach, der Ministerin für Kommunales, darf eine öffentliche Klarstellung zum Fall aus der Sicht der Landesregierung NRW erwartet werden. Ganz besonders, da sie schon vor den Sommerferien ins persönliche Gespräch mit den Beteiligten gegangen und erst neulich zu Gast in der hiesigen CDU-Fraktion war.“ Der grüne Kommunalpolitiker erwägt deshalb, bei seiner Landtagsfraktion eine kleine Anfrage zum Thema anzuregen.

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  • Gesetz für bessere Löhne in der Pflege beschlossen

    Gesetz für bessere Löhne in der Pflege beschlossen

    Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz für bessere Löhne in der Pflege beschlossen. Damit ist die Grundlage dafür gelegt, dass sich die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen in der Pflege spürbar verbessern. „Das Gesetz eröffnet die Möglichkeit, einen Tarifvertrag in der Pflege auf ganz Deutschland auszuweiten. Sollte es keinen Tarifabschluss wie von der SPD favorisiert geben, können Mindestlöhne und Mindeststandards für Arbeitsbedingungen in der Pflege festgesetzt werden. So stellen wir sicher, dass Pflegekräfte endlich die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen“, betont die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
    Aktuell sind in Deutschland über 36.000 Arbeitsplätze in der Pflege offen. Auch in Mönchengladbach ist der Fachkräftemangel in der Pflege zu spüren: Ende April 2019 hat der Arbeiter-Samariter-Bund seinen ambulanten Pflegedienst aufgrund von Personalmangel eingestellt. „Von dem neuen Gesetz werden in erster Linie die Pflegerinnen und Pfleger profitieren – aber auch die gesamte Gesellschaft. Denn nur, wenn wir den Pflegeberuf nachhaltig aufwerten, werden mehr Menschen diesen verantwortungsvollen Beruf ergreifen. So gewährleisten wir, dass alle, die auf Pflege angewiesen sind, gut betreut werden“, so Yüksel.
    Mehr Personal, bessere Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen bedeuten am Ende auch, dass mehr Geld in Zukunft für die Pflege benötigt wird. Die höheren Kosten dürfen aber nach Ansicht der SPD nicht zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen. „Wir setzen uns deswegen dafür ein, dass künftig die Eigenanteile der Pflegebedürftigen gedeckelt werden – nicht die Leistungen der Pflegeversicherung. Kostensteigerungen müssten dann von der Pflegeversicherung bezahlt werden und nicht wie bisher von den Pflegebedürftigen. Dadurch werden die Kosten für eine menschenwürdige Pflege solidarisch auf die Gesellschaft verteilt. Niemand, der pflegebedürftig wird, soll in eine finanzielle Schieflage geraten“, stellt Yüksel abschließend klar.

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  • Hardter Gespräche am Mittwoch, 6. November

    Hardter Gespräche am Mittwoch, 6. November

    Herbert Pauls, Bezirksvorsteher des Stadtbezirks MG-Nord, hat die Hardter Vereine und Institutionen sowie engagierte Hardterinnen und Hardter zu den 31. Hardter Gesprächen eingeladen.
    Sie finden am Mittwoch, 6. November, um 19:00 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus an der Alexander-Scharff-Straße 38 statt.
    Alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils sind eingeladen, sich mit Ideen und Anregungen am Austausch zu beteiligen. Jeder Teilnehmer hat hier die Möglichkeit, Dinge anzusprechen, die in seinem Stadtteil gut oder schlecht laufen.

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  • Erste Windberger Gespräche am Dienstag, 29. Oktober

    Erste Windberger Gespräche am Dienstag, 29. Oktober

    Auf Anregung des Bürgervereins Windberg-Großheide und auch auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils bietet Herbert Pauls, Bezirksvorsteher von MG Nord am Dienstag, dem 29. Oktober, um 18.00 Uhr im Pfarrheim St. Anna Windberg, Annakirchstraße 82, die ersten Stadtteilgespräche für Windberg.

    Wie in anderen Stadtteilgesprächen wird zu Beginn der Veranstaltung aus den Anregungen und Themenwünschen der Anwesenden eine Tagesordnung erstellt, die im Laufe der Veranstaltung dann abgearbeitet wird.

    Als Bezirksvorsteher bietet Pauls in verschiedenen Stadtteilen Stadtteilgespräche an, in denen Vereine, Institutionen und engagierte Einzelpersonen sich mit der Politik austauschen können. Es werden Themen besprochen, die den Stadtteil betreffen und die Bürgerinnen und Bürger dieses Stadtteils beschäftigen. Probleme im Stadtbezirk können angesprochen und vielfach auch gelöst werden. Zudem sind die Gespräche eine inzwischen bewährte und gern genutzte Plattform um Netzwerke aufzubauen, Informationen weiterzugeben und das Leben im Stadtteil in vieler Hinsicht zu verbessern.

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  • POL-MG: E-Scooter ohne Zulassung

    POL-MG: E-Scooter ohne Zulassung

    Es war am heutigen Morgen (24.10. )um kurz vor 8 Uhr, als Polizisten des Mönchengladbacher Verkehrsdienstes auf der Steinmetzstraße ein E-Scooter samt Fahrer auffiel.

       Da sich kein Versicherungskennzeichen an dem E-Scooter befand, hielten sie den 49jährigen Fahrer an. Letztlich konnte zwar festgestellt werden, dass das Fahrzeug nicht zugelassen war. Die Eigentumsverhältnisse des neuwertig erscheinenden Fahrzeuges konnten allerdings weder bei der Kontrolle noch später an der Wohnanschrift abschließend geklärt werden.

       Dem 49-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Die Beamten stellten den E-Scooter bis zur Klärung der tatsächlichen Eigentumsverhältnisse sicher.

       Die Beamten hatten den Eindruck, dass der 49-Jährige unter Drogeneinfluss stehen könnte. Er bestätigte einen regelmäßigen Konsum.

       Da neben dem Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss und der Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz ebenso der des Diebstahls oder der Hehlerei besteht, leiteten die Polizisten die entsprechenden Verfahren ein. (cw)

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  • Die Grünen Alten und AG 60plus der SPD MG gründen Kommunale Seniorenvertretung

    Die Grünen Alten und AG 60plus der SPD MG gründen Kommunale Seniorenvertretung

    Nach einem ersten Treffen am 10. September 2019 bei dem grundsätzlich über das Thema Gründung Seniorenbeirat gesprochen und von Frau Barbara Eifert (Uni Dortmund), Beraterin der Landesseniorenvertretung NRW, informiert wurde, soll nun ein weiterer Schritt unternommen werden.
    Am 29.10.2019 um 18:00 Uhr, Im DRK-Haus „Am Volksgarten“, Carl-Diem-Str. 2-4 laden die Initiatoren zu einem weiteren Treffen ein.
    Sinn dieses Treffen ist die Gründung eines Arbeitskreises zur Erarbeitung einer Satzung für die Installation einer Seniorenvertretung in der Stadt Mönchengladbach.
    Alle Vertreter von, mit dem Thema „Senioren“ befassten, Organisationen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Interessierte sind ebenfalls willkommen.

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  • EU-Parlament blockiert Versuch der EU-Staaten, Bienenschutz abzuschwächen

    EU-Parlament blockiert Versuch der EU-Staaten, Bienenschutz abzuschwächen

    Zitat:

    „Indem wir uns gegen viel zu niedrige Bewertungskriterien für die Gefahr von Pestiziden für Bienen wandten, wollten wir eine einfache Frage stellen: Meinen wir es ernst mit dem Schutz der Umwelt? Meinen wir es ernst mit dem Schutz lebender Organismen? Wollen wir ernsthaft einen Green Deal?“, sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Pascal Canfin (Renew, FR). „Das Ergebnis ist eindeutig: Dank unserer Mobilisierung hat eine sehr große Mehrheit des Europäischen Parlaments gegen verwässerte Gesetzgebung zum Schutz der Bienen gestimmt. Wir bitten die Kommission nun, ihren Vorschlag zu überprüfen und uns Rechtsvorschriften vorzulegen, die die gefährlichsten Pestizide für Bestäuber ausschließen.“

    PM EU-Parlament

    Der ursprüngliche Gesetzentwurf der EU-Kommission sollte die 2013 veröffentlichten Leitlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Reduzierung des Einsatzes von Bienen-schädlichen Pestiziden in EU-Recht umsetzen. In den Leitlinien wird definiert, wie Pestizide getestet werden müssen, um die Bienen sowohl vor akuter als auch vor chronischer Belastung zu schützen. Den EFSA-Vorschlägen gemäß wären Pestizide nur weiterhin verkäuflich gewesen, wenn sie diese neuen Tests bestanden hätten.

    Die meisten EU-Mitgliedstaaten lehnten dieses Vorgehen jedoch ab und zwangen die Kommission zu einem abgeschwächten Gesetzesvorschlag, der nur Bestimmungen zum Schutz vor akuter Pestizidbelastung enthielt.

    Die Abgeordneten kritisierten, die Europäische Kommission hätte nicht nachgeben dürfen und ihre Befugnisse in vollem Umfang nutzen sollen. Die 16 Mitgliedstaaten, die schärfere Schutzkriterien verhindern wollen, seien nicht ausreichend für eine qualifizierte Mehrheit im Rat.

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  • BDH lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

    BDH lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

    Zum Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter auf 69 Jahre und vier Monate zu erhöhen, erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Ilse Müller:
    „Es genügt bereits, auf wenige drastische Beispiele aus der realen Arbeitswelt hinzuweisen, um die wiederkehrende Forderung nach einer pauschalen Anhebung des Renteneintrittsalters ad absurdum zu führen. Physisch und psychisch anspruchsvolle Tätigkeiten wie die Arbeit auf dem
    Bau oder in der Pflege sind Berufe mit höchstem Belastungsniveau. Die komplexe Arbeitswelt erfordert flexiblere Lösungen zum Renteneintritt als eine starre und immer weiter steigende Einheitslösung. Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeitnehmer erreicht schon heute nicht die gesetzliche Rentenaltersgrenze. Eine Anhebung wäre für diese Menschen nichts weiter als eine Rentenkürzung. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird es der Politik nicht erspart bleiben, eine offene und ehrliche Debatte darüber zu führen, dass die Stabilisierung des Rentenniveaus im Kampf gegen Altersarmut teuer wird. Es wäre nur fair, die junge Generation darauf vorzubereiten, dass die Rentenbeiträge auf mittlere Sicht steigen werden und dass unsere Gesellschaft vor schwerwiegenden demografischen Umwälzungen steht, die wir nur gemeinsam bewältigen können.“

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  • „Wohnen ist ein Menschenrecht – Wege zur Rückeroberung“

    „Wohnen ist ein Menschenrecht – Wege zur Rückeroberung“

    Der Titel macht deutlich, dass es ein Menschenrecht auf wohnen gibt. Festgeschrieben in Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.
    Die Bundesrepublik hat diesen Vertrag ratifiziert und ist somit zur Umsetzung verpflichtet.
    Die aktuelle Problematik auf dem Wohnungsmarkt mit immer höher steigenden Mieten und dem Verlust an bezahlbarem Wohnraum zeigt, dass die Politik der Verpflichtung aus dem Pakt nicht gerecht wird. Wohnungssuchende fühlen sich meist als Bittsteller, die hoffen, den Zuschlag für eine Wohnung zu bekommen.
    Dabei sind Wohnungssuchende keine Bittsteller sondern Rechtsträger!

    Wie das Recht auf Wohnen zurück erobert werden kann, darüber referiert Knut Unger.
    Knut Unger ist Aktivist in der Mieterbewegung.
    Er arbeitet in Netzwerken an einer „transformativen“ mietenpolitischen Programmatik und analysiert die Geschäfte der finanzialisierten Wohnungswirtschaft (Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG und Co).

    Der Rosa Luxemburg Club führt am 29.10.2019, 19 Uhr eine Veranstaltung in der Galerie „Lebende Wände“ durch.
    Hauptstraße 2
    41236 Mönchengladbach

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  • 2.150 Euro für die Kinderhilfe Bethlehem  Van Ri Nguyen sammelte erneut Geld für Menschen in Not

    2.150 Euro für die Kinderhilfe Bethlehem
    Van Ri Nguyen sammelte erneut Geld für Menschen in Not

    Einen symbolischen Scheck überreichte Van Ri Nguyen gemeinsam mit Pastor Johannes van der Vorst (Pfarrgemeinde Heilig Geist) an Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach. Polixa leitet die Spende nach Freiburg an den Deutschen Caritasverband weiter. Das Geld hat Nguyen in Gottesdiensten und bei Veranstaltungen der Vinzenz von Paul-Gemeinschaft gesammelt.

    Seit Jahrzehnten engagiert sich der Vietnamese in vielfältiger Weise ehrenamtlich – aus Dankbarkeit: 1981 verließ Nguyen mit seiner Frau und den damals vier Kindern bei Nacht und Nebel das kommunistische Vietnam. Die jüngste Tochter Kim Ngân war beim Fluchtantritt gerade einmal zehn Tage alt. Gemeinsam mit 95 anderen Flüchtlingen trieb die Familie sechs Tage und fünf Nächte in einem nur 12,50 Meter langen, 2,50 Meter breiten und 1,2 Meter hohen Boot auf dem Meer. Als die ohnehin wenigen Vorräte schon fast aufgebraucht waren, wurden die „Boat People“ in letzter Minute endlich gerettet – von dem deutschen Schiff Cap Anamur.

    In Mönchengladbach machte der Familienvater eine Ausbildung zum Schlosser. Er arbeitete rund 34 Jahre beim Unternehmen Voith Paper Krieger und ist seit Ende Juli im Ruhestand. Der Vorsitzende der vietnamesischen Gemeinde Mönchengladbach unterstützt verschiedene Hilfsorganisationen und Projekte und sammelt regelmäßig für Menschen in Not. Für sein Engagement wurde der 65-Jährige mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, der von Papst Johannes Paul II. verliehenen Medaille „Pro Ecclesia et Pontifice“, dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Bürgerpreis der Stadt Mönchengladbach.

    Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa bedankte sich stellvertretend für die Kinderhilfe Bethlehem herzlich für die großzügige Spende. „Ich bin tief beeindruckt von Herrn Nguyens vorbildlichem Engagement“, sagte er. Im Caritas Baby Hospital in Bethlehem wurden im vergangenen Jahr 53.000 Kinder ambulant oder stationär behandelt. Das moderne Kinderkrankenhaus hilft jedem Kind unabhängig von Religion, Nationalität oder sozialem Status. Die einzige Kinderklinik im Westjordanland kann ihre Aufgabe nach eigener Aussage nur dank der Unterstützung von Spendern erfüllen.

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  • Brick Art-Workshop: Jetzt Restplätze sichern!

    Brick Art-Workshop: Jetzt Restplätze sichern!

    Am Dienstag, 22. Oktober, lädt die Stadtbibliothek zum Brick Art-Workshop „Bau mir ein Buch“ ein. Von 12 bis 17 Uhr können alle Kinder zwischen 10 und 14 Jahren in der Zentralbibliothek, Blücherstraße 6, unter Anleitung des Brick Art Künstlers Cole Blaq mit Lego-Steinen Dinge rund um das Thema Buch bauen. Die Möglichkeiten reichen von Miniatur-Bibliotheken bis zu aufgeschlagenen Büchern, aus denen die Geschichten förmlich herauskommen. Es können Buchstützen, transformierte Bücher und noch viel mehr entstehen – der Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die gebauten Objekte werden am Ende in der Bibliothek auf den Regalen zwischen den „richtigen“ Büchern in einer Ausstellung präsentiert.

    Anmeldungen werden per Mail unter stadtbibliothek@moenchengladbach.de mit dem Betreff: „Bau mir ein Buch“ entgegengenommen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

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  • Beratung zum Einbruchschutz

    Beratung zum Einbruchschutz

    Infostand in Rheydt und Mönchengladbach

    Bundesweit findet am Sonntag, 27.10.2019, der Tag des Einbruchsschutzes statt. In Nordrhein Westfalen führt die Polizei passend dazu einen landesweiten Aktionstag der Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ durch. Das Anliegen, Bürgerinnen und Bürger zum Thema Einbruchschutz zu beraten ist der Polizei Mönchengladbach wichtig. Deshalb gehen Mitarbeiter der Kriminalprävention und des Bezirksdienstes mit der Mobilen Wache in Rheydt und Mönchengladbach zum Bürger vor Ort. Am Mittwoch, 23.10.2019, 10-00-13.00 Uhr, ist der Beratungsstand auf dem Wochenmarkt am Rathaus Rheydt und am Donnerstag 24.10.2019, 12.00-15:00 Uhr auf der Hindenburgstraße in Höhe des Minto. Informationen finden Sie auch unter: https://www.k-einbruch.de/initiative/

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  • DGB: 3.658 Mönchengladbacher Rentner und Rentnerinnen in Minijobs

    DGB: 3.658 Mönchengladbacher Rentner und Rentnerinnen in Minijobs

    Immer mehr Rentner und Rentnerinnen in Mönchengladbach müssen dazu verdienen, weil die Rente nicht ausreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Stadtverband Mönchengladbach nach einer DGB-Analyse über die Entwicklung der Erwerbstätigkeit der über 65jährigen in Mönchengladbach. „Die Rentenkürzungsprogramme der vergangenen Jahre produzieren Altersarmut. Schon heute sind viele Rentnerinnen und Rentner gezwungen dazu zu verdienen. Die Frage ist, wie lange die Menschen das durchhalten. Bis 69, 73 oder 78 Jahren? Sicher ist, dass irgendwann Schluss ist mit dem Minijob und die Rente auf Niedrigniveau verbleibt.

    Die Lösung der Rentenfrage kann folglich nicht im dauerhaften Hinzuverdienen von Ruheständlern liegen, die ihr Arbeitsleben hinter sich haben‘‘, so der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Emrah Bektas.

    Der DGB-Untersuchung zufolge waren am 31.03.2019 in Mönchengladbach 3.658 Personen über 65 Jahren in Minijobs beschäftigt. Zum selben Stichtag fünf Jahre zuvor waren es 3.068. Das bedeutet eine Steigerung von 19,2 Prozent. Von den 3.658 Minijobbern waren 1.953 Männer und 1.705 Frauen, was die Schlussfolgerung zulässt, dass beide Geschlechter betroffen sind, obwohl die aktuelle Rentenhöhe von Frauen auch in Mönchengladbach mit durchschnittlich 633 Euro im Monat deutlich hinter der der Männer mit 1.094 Euro im Monat zurücksteht.

    Verantwortlich für den Anstieg der Minijobs bei immer mehr Ruheständlern, ist für den DGB die Rentengesetzgebung. Lag das Rentenniveau im Jahr 2000 noch bei 53% des Durchschnittslohns, beträgt es aktuell nur noch rund 48 % und kann bis 2030 auf 45 % absinken. „Eine Rente, die im Jahr 2000 beispielsweise 1.000 Euro betrug, ist im Jahr 2030 nur noch 800 Euro wert!
    Diese Politik erzeugt Altersarmut und muss geändert werden“, so Bektas.

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  • Eishockey: Deutschland Cup 2019 in Krefeld: Spielplan veröffentlicht

    Eishockey: Deutschland Cup 2019 in Krefeld: Spielplan veröffentlicht

    Das traditionsreiche Turnier wird zur internationalen Bühne für die vier Nationalmannschaften Russlands, der Schweiz, der Slowakei und Gastgeber Deutschlands.
    Vom 7. bis zum 10. November 2019 findet die 30. Auflage des Deutschland Cups an den Spieltagen Donnerstag, Samstag sowie Sonntag statt. Freitag, der 8. November 2019 ist spielfrei.
    Das Format besteht, wie im internationalen Eishockey gewohnt, aus maximal zwei Spieltagen in Folge. „Die Intensität, das Tempo und die Anforderungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Mit diesem Spielplan bieten wir den Nationen die Möglichkeit, den internationalen Break im November noch effektiver zu nutzen.“, so Stefan Schaidnagel (Sportdirektor DEB) zum Turnier-Modus.
    Ab sofort sind die neuen Wochenend-Tickets für alle vier Partien am Samstag und Sonntag erhältlich. Die Eintrittspreise liegen zwischen 19 und 99 EUR.
    Außerdem sind Dauerkarten für alle 6 Turnierspiele erhältlich. Hier liegen die Ticketpreise zwischen 25 und 139 EUR.
    Die Dauerkarten-Inhaber der Krefeld Pinguine erhalten 20% Nachlass auf Stehplatz-Tickets bzw. 10% Rabatt auf Sitzplatz-Buchungen.

    Vorjahressieger Russland tritt zum siebten Mal beim Deutschland Cup an. Die Slowakei nimmt zum einundzwanzigsten Mal am Turnier teil. In den letzten Jahren sorgten die mitgereisten slowakischen Fans stets für gute Stimmung.
    Der Klassiker gegen die Schweiz wird zum wiederholten Mal ein echtes Highlight beim Vier-Nationen-Turnier. Die endgültigen Spielzeiten werden in Abstimmung mit den beteiligten Nationen zeitnah finalisiert.

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  • Die Rising Stars bekommen Förderpreis des Initiativkreises

    Die Rising Stars bekommen Förderpreis des Initiativkreises

    Fünf junge Pianisten sind in diesem Jahr die „Rising Stars Mönchengladbach“.
    Am Donnerstag, 31. Oktober 2019, bekommen sie um 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle den Förderpreis für besonders talentierte Nachwuchs-Musiker. Arthur Zimmermann, Anna Handler, Julius Schepansky, Alicia Müller und Iva Zurbo erhalten neben der Ehrung ein Preisgeld von jeweils 2000 Euro. Insgesamt werden also 10.000 Euro vergeben. Zum sechsten Mal verleiht der Initiativkreis Mönchengladbach gemeinsam mit der Europäischen Kulturstiftung Europamusicale diese Auszeichnung für hervorragende junge Musiker. Schirmherr des Abends ist Norbert Bienen.
    In die Fußstapfen seines berühmten Vaters tritt Arthur Zimmermann. Der 17-jährige Sohn des Weltklasse-Geigers Frank Peter Zimmermann wurde mit 10 Jahren als Jungstudent an der Musikhochschule Düsseldorf aufgenommen.
    Er hatte bereits mehrere große Auftritte mit Orchestern, zuletzt als Solist mit der Bad Reichenhaller Philharmonie unter Leitung von Christian Simonis.
    Anna Handler ist Masterstudentin an der Essener Universität der Künste und sie studiert Orchesterdirigieren an der Musikhochschule Weimar.
    Die 23-jährige hat zahlreiche Preise als Pianistin und Dirigentin gewonnen und war bereits musikalische Leiterin bei einer Inszenierung der Münchner Opernfestspiele.

    Julius Schepanski (21) studiert an der Essener Universität der Künste Akkordeon und Jazzklavier. Er ist Preisträger verschiedener nationaler und
    internationaler Wettbewerbe und hatte schon Konzerte in Indonesien,
    Italien, Japan, Luxemburg, Norwegen, Russland, Senegal, Spanien und
    Tschechien. Er befasst sich intensiv mit zeitgenössischer Musik und Improvisation. Als Jazzpianist komponiert er eigene Werke. Julius Schapanski hat bei diversen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mitgearbeitet.

    Die 24-jährige Alicia Müller ist Masterstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln-Aachen. Sie hat zahlreiche nationale und internationale Preise gewonnen und ist bereits bei den Salzburger Festspielen aufgetreten.
    Sie hat beim Klavierfestival Ruhr und in der Essener Philharmonie
    Konzerte gegeben, ebenso beim Karlspreis Aachen und Beethovenfest
    Bonn.

    In ihrem Heimatland Albanien gilt Iva Zurbo als eines der großen musikalischen Talente. Die 17-jährige Pianistin gab 2013 ihr Deutschland-Debüt. Sie studiert an der Musikhochschule Münster. Iva wurde bereits mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet und sie musizierte mit dem Nationalen Rundfunksinfonieorchester Albaniens.

    Restkarten gibt es unter adticket.de, 0180 6050400.

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  • Die Schriefersmühle bekommt neue Kappe mit Flügeln

    Die Schriefersmühle bekommt neue Kappe mit Flügeln

    Als sich im August 2011 eine Gruppe von engagierten Bürgern aus Mönchengladbach, Erkelenz und Wegberg zusammentat, um die Schriefersmühle an der B57 vor dem endgültigen Verfall zu retten, schien es nur ein Wunschtraum zu sein: Insgeheim hofften die Gründer des Fördervereins, dass irgendwann einmal wieder eine richtige Mühlenkappe mit Flügeln das Baudenkmal aus dem Jahr 1747 ziert – so wie sich die Mühle zuletzt in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zeigte. Anfang November geht dieser Traum in Erfüllung: Denn Harrie Beijk und sein Sohn Max, fleißige und erfahrene Mühlenbauer aus Limburg, bereiten in ihrem Betrieb im niederländischen Afferden gerade den krönenden Bauabschnitt für die Sanierung der Schriefersmühle vor. Eine Abordnung des Vereins war jetzt dort, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren.

    Der Förderverein Schriefersmühle hat die Firma Beijk, die sich bereits in dritter Generation mit dem Bau und der Sanierung von Mühlen befasst, mit der Herstellung und Montage einer Mühlenkappe und von Mühlenflügeln beauftragt. Die Arbeiten sind bereits so weit fortgeschritten, dass die neue Mühlenkappe voraussichtlich in der kommenden Woche nach Mönchengladbach gebracht werden kann. Wegen des großen Umfangs (ca. 8 m Durchmesser und 3,5 m Höhe) wird die Kappe in mehreren Einzelteilen angeliefert und unmittelbar vor der Mühle montiert.

    Ende Oktober, Anfang November (der genaue Termin steht noch nicht fest) wird dann ein Schwerlastkran vor der Mühle positioniert, der das alte Dach abnimmt und anschließend die Mühlenkappe auf den Turm hebt. Am selben Tag werden auch die Flügelruten aus Stahl, die eine Gesamtlänge von 25 Metern haben, montiert. Anschließend werden die so genannten Flügelgatter angebaut. Die Kappe und das Flügelkreuz werden starr auf dem Turm befestigt, sind also nicht drehbar. Die gesamte Konstruktion wird mit Stahlseilen innerhalb des Mühlenturms sturmsicher befestigt.

    „Wir freuen uns riesig auf diesen Moment. Die Mühle, eines der ältesten profanen Baudenkmäler Mönchengladbachs, ist eine Visitenkarte für die Stadt, an der jeden Tag tausende Menschen vorbei fahren. Nach vielen Jahren im Dornröschenschlaf wird das Bauwerk in Zukunft wieder eine weithin sichtbare Landmarke an der Stadtgrenze sein“, sagt Prof. Dr. Michael Schmitz, Initiator und Vorsitzender des Fördervereins. Rund 400.000 Euro hat der Verein, dank der großzügigen Unterstützung von Förderern, Stiftungen und Sponsoren seit 2011 in die Rettung und Sanierung der Mühle investiert.

    Zahlreiche Baustellen an der Mühle gemeistert Als der Förderverein im Jahre 2011 die Sanierung der Schriefersmühle in Angriff nahm, hatten der Zahn der Zeit und eine Reihe harter Winter dem Bauwerk arg zugesetzt. Das Mauerwerk war stark geschädigt und anfällig für weitere Frostschäden, der Mühlenturm musste für Monate eingerüstet werden. Die Stützmauer um den Mühlenberg drohte einzustürzen und im Inneren des Baudenkmals war außer nackter Wänden und zugigen Fensteröffnung nicht viel zu sehen. Sinnvoll zu nutzen war das Gebäude, das viele Jahre als Lager diente, in diesem Zustand nicht.

    Das sollte sich in den nächsten Jahren ändern. Das historische Mauerwerk wurde denkmalgerecht ausgebessert und gegen weitere Schäden geschützt, der Mühlenberg zum größten Teil abgetragen und neu gestaltet. Die einsturzgefährdete Stützmauer und zwei Anbauten, die nicht zur historischen Bausubstanz gehörten, wurden entfernt.

    In nächsten Sanierungsschritten erhielt die Mühle moderne und sichere Installationen, neue Tore und Fenster, einen Fußboden, mehrere Geschossdecken aus Holz, maßgefertigte Treppen und den für Veranstaltungen notwendigen zweiten Rettungsweg. Inzwischen finden in der Mühle kleine Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte statt.

    „Zu verdanken haben wir diese Erfolgsgeschichte der Beharrlichkeit und dem Einsatz der Vereinsmitglieder, aber insbesondere auch der Großzügigkeit unserer Förderer, zu denen die Stadtsparkasse, die NRW Stiftung, der Landschaftsverband und nicht zuletzt die Stadt Mönchengladbach gehören“, betont Bezirksvorsteher Arno Oellers, der 2. Vorsitzender des Fördervereins ist.

    Geschichte der Schriefersmühle:
    Die Schriefersmühle wurde 1747 erbaut. Sie ist eine von nur noch vier Windmühlen in Mönchengladbach, von denen Reste erhalten sind. Neben der Schriefersmühle sind dies die Lohmühle, Gerkerather Mühle und Giesenkirchener Mühle.

    Die Schriefersmühle war eine so genannte Turmwindmühle mit drehbarer Mühlenkappe. Diese Bauweise löste ab Mitte des 17. Jahrhunderts die bis dahin verbreiteten Bockwindmühlen ab. Besonders modern wurden im 18. Jahrhundert so genannte Holländermühlen mit konischem Mühlenturm. Eine solche ist die Schriefersmühle. In historischen Karten von Mönchengladbach ist die Mühle an der ehemaligen Rue de Aix la Chapelle (heute B57) als „Neue Mühle“ verzeichnet.

    Über Jahrhunderte wurde in der Schriefersmühle das Getreide der Bauern aus der Umgebung gemahlen. Dazu fuhren sie mit ihren Pferdefuhrwerken durch das vordere Mühlentor in die Mühle hinein. So konnten die Getreidesäcke direkt vom Fuhrwerk in die Mühle gezogen werden. Später wurde so das Mehl auf die Fuhrwerke verladen.

    Letzte Bilder, auf denen die Mühle mit Flügeln zu sehen ist, stammen aus der Zeit um 1926. Vermutlich wurde der Betrieb nach dem 1. Weltkrieg eingestellt. Danach diente die Mühle nur noch als Lagerraum. Auf Fotos aus den 30er Jahren ist bereits die Tankstelle direkt am Eingang der Mühle zu sehen.

    Im 2. Weltkrieg wurde die Schriefersmühle stark beschädigt. Während des Vormarschs der Alliierten 1945 brannte die Mühle, in der Stroh gelagert war, vermutlich durch Brandstiftung vollständig aus. Zeitzeugen berichten, dass der Mühlenturm über mehrere Tage wie ein Kamin geraucht hat. Erst im Jahr 1978 wurde der Mühlenturm mit einem Notdach gedeckt – das bis heute gute Dienste geleistet hat. 1986 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt.

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  • NEW und Floatility starten mit „Wheesy-floatern“ –Polizei informiert: Wir helfen Ihnen, sicher durch die Stadt zu kommen

    NEW und Floatility starten mit „Wheesy-floatern“ –
    Polizei informiert: Wir helfen Ihnen, sicher durch die Stadt zu kommen

    Ab sofort sieht man sie in Mönchengladbach flitzen: die dunkelgrauen Wheesy-floater mit dem brombeerfarbigen Schaft, die man sich an vielen Ecken in der Stadt einfach ausleihen kann.
    Das teilt die Stadttochter NEW mit.

    Die Polizei in Mönchengladbach wird deutlich:
    Dieses Kraftfahrzeug ist schon jetzt viel diskutiert. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick darüber, was geht, was nicht so gut ist und was unbedingt vermieden werden sollte. Das kann übrigens neben der Gesundheit auch ganz schnell mal den Führerschein betreffen. Hier sind die wesentlichen Dinge, die Sie wissen müssen:

    – Der E-Scooter darf nicht schneller als 20 km/h fahren.
    – Eine gültige Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen müssen vorliegen.

    – Seinen Platz findet der E-Scooter auf dem Radweg. Ist kein Radweg
    vorhanden, so gehört er auf die Fahrbahn. Der Gehweg ist verboten. Auch,
    wenn er laut Schild für den Radverkehr freigegeben ist. Nur spezielle
    Zusatzschilder „EKF frei“ (mit abgebildetem E-Scooter) können Ausnahmen regeln.

    – Es handelt sich um ein Kraftfahrzeug – und unterliegt damit genauso den
    Regeln der StVO wie alle anderen Kfz, sofern keine gesonderten Regelungen
    für sie existieren.

      – In Mönchengladbach wird es spezielle Haltverbotszonen für E-Scooter
    geben, die unbedingt zu beachten sind.

       – Fahren darf den E-Scooter Jede(r) über 14 Jahren, Führerschein oder
    Prüfbescheinigung sind nicht nötig.

    – Eine Person auf dem E-Scooter – mehr darf nicht. Das gilt nicht nur für Mitfahrer sondern auch für Gegenstände, die auf dem Trittbrett abgelegt
    werden.

    – Mit mehreren E-Scootern muss hintereinander gefahren werden und es gilt das Rechtsfahrgebot. Auch das ist nicht wirklich neu und gilt ebenso zum Beispiel für Fahrradfahrer.

    Ganz besonders betonen wir einen Aspekt – denn der wird nicht nur häufig falsch eingeschätzt sondern birgt auch immense Gefahren: Das Fahren des E-Scooters unter der Wirkung von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln. Wir unterstützen es natürlich, wenn Menschen in diesen Fällen das Auto stehen lassen. Aber einfach auf den E-Scooter umzusteigen ist nicht zwangsläufig eine gute Idee, denn:

    Fahranfänger und junge Fahrer unterliegen der 0,00 Promille-Grenze. Das heißt: Wer in der Probezeit oder jünger als 21 Jahre ist, sollte von dem E-Scooter im alkoholisierten Zustand unbedingt die Finger lassen. Das ist ein gut gemeinter Rat, denn abgesehen von der Gefahr, warten bei Zuwiderhandlung:
    – 250 EUR Bußgeld,
    – ein Punkt in Flensburg,
    – ein Aufbauseminar und
    – eine Verlängerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahren.

    Auch alle anderen Fahrer sollten sich bewusst sein, dass sie ein Kraftfahrzeug führen. Die Promille-Grenzen sind analog zu denen, die zum Beispiel für das Auto gelten. Trunkenheitsfahrten können also auch hier zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

    Soweit zu den Vorschriften. Ein paar nützliche Tipps haben wir aber noch für Sie:
    Als Polizei Mönchengladbach empfehlen wir, wenngleich keine Helmpflicht besteht, bei der Fahrt mit dem E-Scooter einen solchen zu tragen. Darüber hinaus werden die Tage gerade wieder kürzer. Um sich vor allem in der dunkleren und trüberen Jahreszeit zu schützen ist es durchaus ratsam, helle Kleidung mit Reflektoren oder ähnliches zu tragen. Denn Sichtbarkeit verhilft erwiesenermaßen zur Sicherheit.

       Ebenfalls sinnvoll ist es, das Fahren auf dem E-Scooter erstmal in einem geschützteren Raum zu üben bevor es in den dichten Stadtverkehr geht. Nur wer in der Handhabung sicher ist kann auch auf unvorhergesehene Geschehnisse und das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer reagieren.

       Letztendlich gilt auch – und vielleicht sogar insbesondere – hier:
    Nehmen Sie Rücksicht und achten sie aufeinander! Halten Sie sich an die Regeln und rechnen Sie mit einem Fehlverhalten anderer. Messen Sie im Zweifel der Tatsache, dass alle gesund nach Hause kommen, mehr Bedeutung zu als der Durchsetzung Ihres eigenen Rechtes.

       Wir schließen mit einer dringenden Bitte an die Nutzer der E-Scooter ab: Stellen Sie die Fahrzeuge so ab, dass sie den übrigen Verkehr nicht behindern! Das schließt Fußgänger selbstredend mit ein.

       Informationen zu dem sicheren Umgang mit dem E-Scooter und die Voraussetzungen an das Fahrzeug sind (auch zum Download) auf der Internetseite der Polizei NRW hinterlegt: https://polizei.nrw/e-scooter

       Die Polizei Mönchengladbach wünscht Ihnen eine gute Fahrt!

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  • Teure Mieten und Job-Wachstum in Städten zwingen viele zum Pendeln

    Teure Mieten und Job-Wachstum in Städten zwingen viele zum Pendeln

    Wenn Lebenszeit im Stau flöten geht: Die Zahl der Berufspendler in Mönchengladbach hat einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 43.000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt – das sind 38 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Mönchengladbach noch rund 31.700 sogenannte Einpendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt.
    Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Die Zahl der Auspendler aus Mönchengladbach stieg dabei in genanntem Zeitraum um 34 Prozent auf 41.000 Menschen.
    Gewerkschafterin Doris Jetten spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Städten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind“, sagt die Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge.
    Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Mönchengladbach mittlerweile gang und gäbe, betont Jetten. „Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“ Nach Angaben des Umweltbundesamtes geht knapp ein Fünftel aller CO2-Emmissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs.

    Die IG BAU warnt vor einer Zunahme der Pendlerzahlen, sollte sich das Wohnen noch weiter vom Arbeiten entfernen. Nötig sei eine „drastische Wende“ in der Wohnungsbaupolitik. „Die öffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungsräumen zu schaffen. Es fehlen vor allem Wohnungen im sozialen und im bezahlbaren Segment“, so Jetten.
    Massive Investitionen seien aber auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. „Vor allem beim Schienen-, Straßen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf groß“, macht Jetten deutlich. Einen entscheidenden Beitrag gegen den „Pendel-Frust“ könnten zudem die Firmen leisten – indem sie es ihren Beschäftigten leichter machen, in Gleitzeit oder im Home-Office zu arbeiten.
    Die Pendler-Problematik in Mönchengladbach ist Teil eines bundesweiten Trends:
    Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit pendelten im letzten Jahr 39 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in eine andere Stadt oder einen anderen Kreis zur Arbeit.

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