Meinung von Harald Wendler
Sie schimpften lautstark und echauffierten sich. Sie skandierten „Unverschämtheit“ als ein Redner der Opposition ihnen eine Mitverantwortung gab an den Geschehnissen des Skandals.
Gemeint sind die Mitglieder der GroKo-Fraktionen im Ratssaal am gestrigen Abend. Auf der Tagesordnung standen mündliche Berichte über die bisher ungeklärten Vorgäng bei dem Kauf von Anteilen der share2drive GmbH, eShare.one GmbH und FreshEnergy GmbH.
Sowohl im öffentlichen Teil als auch im nicht öffentlichen Teil sollten und wollten die aus Mönchengladbacher Sicht Beteiligten, NEW-Vorstandsvorsitzender Kindervatter, Aufsichtsratvorsitzender Dr. Schlegelmilch und Fraktionsvorsitzender der SPD und Oberbürgermeisterkandidat der SPD Felix Heinrichs darstellen, wie es nun tatsächlich zur unrechtmäßigen Vorgehensweise mit Umgeheung des Rates und der Bezirksregierung gekommen war.
Die Kostenfrage klammere ich hier bewußt aus. Sie wird erst dann interessant, sollte eine Verantwortlichkeit offiziell festgestellt werden.
Es geht um Unrechtsbewußtsein, Einsicht, falsch gehandelt zu haben und Verantwortung für sein falsches Handeln zu übernehemen.
Das Ergebnis in Kurzform: „Wir können nichts sagen, wir wollen nichts sagen. Wir sagen nichts über einen Dritten“.
Auch Oberbürgermeister Reiners brachte nicht wirklich Licht ins Dunkel.
Ihm alleine war anzumerken, wie unangenehm und hemmend auch in seiner Aussage das ganze Politdrama ist.
Der tatsächliche Wortlaut aus dem öffentlichen Teil kann im Rats-TV gesehen und gehört werden.
In geheimer Wahl wurden Dr. Schlegelmilch und Felix Heinrichs wieder als Vertreter der Stadt Mönchengladbach im Aufsichtsrat und Regionalbeirat der NEW AG bestätigt.
Ein verantwortliches Votum des Rates für das Tun und Handeln der Gewählten.



















