Autor: Redaktion

  • Wissens- und Innovationscampus: Bauantrag für ersten Bauabschnitt eingereicht

    Wissens- und Innovationscampus: Bauantrag für ersten Bauabschnitt eingereicht

    Anschrift ändert sich von Theodor-Heuss-Straße zu Webschulstraße.

    Auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums an Ecke Webschulstraße / Theodor-Heuss-Straße geht es mit großen Schritten voran: Bereits am vergangenen Freitag hatte das Planungsbüro sämtliche Bauantragsunterlagen an die Wissens- und Innovationscampus (WICMG) GmbH übergeben. Am heutigen 14. Juli hat die WICMG dann offiziell den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt gestellt.

    Die Unterlagen markieren den Abschluss der sogenannten Leistungsphase 4, also der Genehmigungsplanung für den ersten Bauabschnitt. Zahlreiche Fachplanerinnen und Fachplaner, darunter unter anderem Spezialisten für technische Gebäudeausrüstung, Freianlagen, Bauwerksdiagnostik und Brandschutz, haben in enger Zusammenarbeit über mehrere Monate hinweg auf diesen Moment hingearbeitet. Mit dem Abschluss dieser Phase wird nun die Grundlage geschaffen, um die bauliche Transformation eines zentralen Areals in Mönchengladbach in die nächste Etappe zu führen.

    Der Bauantrag betrifft die drei Gebäude auf dem Gelände, die als erstes „angepackt“ werden, darunter die ehemalige Turnhalle (zukünftig „Campus Forum“), das direkt angrenzende Gebäude mit den Hintergrundflächen wie Umkleiden, Sanitäranlagen und Mehrzweckraum sowie ein weiteres Gebäude, das künftig als Kinder-, Jugend- und Familienzentrum dienen wird – inklusive kleinem Café und MINT-orientiertem Bildungs- und Freizeitangebot.

    WICMG-Geschäftsführerin Eva Heiß bereitet die Einreichung der Unterlagen bei der Bauordnung vor. (© WICMG)

    Bereits im April 2025 wurde für eben diesen Bauabschnitt ein Förderantrag über rund 16 Millionen Euro bei der Bezirksregierung Köln eingereicht, der dort derzeit bearbeitet wird. WICMG-Geschäftsführerin Eva-Maria Heiß zeigt sich angesichts der kontinuierlichen Fortschritte begeistert: „Was das gesamte Planungsteam in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend. Mein großer Dank gilt allen beteiligten Planerinnen und Planern sowie unserem Team der WICMG GmbH. Ohne diesen gemeinsamen Einsatz hätten wir diesen Meilenstein nicht in dieser Geschwindigkeit erreicht.“

    Der Start der Bauphase wird – vorbehaltlich der Förderzusage und Baugenehmigung – optimistisch für das erste Quartal 2026 angestrebt. Die kommenden Monate werden nun genutzt, um die bauliche Umsetzung vorzubereiten.

    Neue Adresse für den Campus: Webschule statt Theodor Heuss Und noch eine weitere Neuigkeit bringt der Sommer 2025 mit sich: Der Wissens- und Innovationscampus hat ab sofort eine neue Adresse. Statt der bisherigen Theodor-Heuss-Straße 149 lautet die offizielle Anschrift nun Webschulstraße 77 – und damit in Bezug auf die Straße gleichlautend wie die der Hochschule Niederrhein. Diese symbolische „Wissenslinie“ verbindet künftig zwei zentrale Bildungsakteure der Stadt. Vor allem verbessert sich durch die angepasste Adresslage aber die Auffindbarkeit für Besucherinnen und Besucher, denn die Zufahrt auf das Areal erfolgt nicht über die bisher adressbildende Theodor-Heuss-Straße, sondern über die Webschulstraße.

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  • Für Ruhe und Sicherheit am Volksgarten – Polizei und Stadt müssen endlich handeln

    Für Ruhe und Sicherheit am Volksgarten – Polizei und Stadt müssen endlich handeln

    Mitteilung der Linksfraktion im Rat der Stadt

    Die Petition der Mitarbeitenden und Unterstützerinnen des Pflegezentrums am Volksgarten beschreibt ein Problem, das viele Anwohnerinnen seit Jahren belastet: nächtliche Lärmbelästigung, illegale Autorennen, aggressive Fahrweise und Bedrohung im öffentlichen Raum.

    Die Linksfraktion unterstützt die Petition ausdrücklich, insbesondere mit Blick auf den Schutz pflegebedürftiger und körperbehinderter Menschen am DRK-Haus in der Carl-Diem-Straße.

    Doch während die Politik viele der genannten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung längst beschlossen hat, scheitert es an der Umsetzung durch die Stadtverwaltung. Statt konkrete Verbesserungen zu schaffen, wird die Debatte um das Problem immer wieder verschoben. Das ist fahrlässig gegenüber den Betroffenen.

    Ein zentrales Problem bleibt dabei die Polizei.
    Seit mindestens 2017 ist die sogenannte Raserszene im Umfeld des Volksgartens bekannt. Doch bis heute fehlt eine konsequente Antwort. Es reicht nicht, ab und zu Präsenz zu zeigen. Es braucht gezielte Schwerpunktkontrollen, spürbare Konsequenzen und den politischen Willen, das Problem nachhaltig anzugehen. Die Polizei weiß, was dort nachts passiert und ignoriert es seit Jahren.

    Für uns als LINKE ist klar:
    Wenn sich die Zustände nur verlagern, statt zu bessern, liegt das auch daran, dass die Polizei ihrer Aufgabe nicht nachkommt. Die Landesregierung trägt hierfür die Verantwortung. Sie inszeniert sich gerne als „Garantie für Ordnung“, bleibt aber bei Alltagsproblemen vor Ort völlig wirkungslos. Das geht zu Lasten der  Lebensqualität der Menschen am Volksgarten, sie brauchen keine Lippenbekenntnisse mehr – sie brauchen endlich Nachtruhe, Schutz und Respekt.

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  • Wasserentnahme aus Oberflächengewässern im Kreis Viersen ab 10. Juli 2025 verboten

    Wasserentnahme aus Oberflächengewässern im Kreis Viersen ab 10. Juli 2025 verboten

    Ab dem 10. Juli 2025 ist es im Kreis Viersen untersagt, Wasser aus Oberflächengewässern zu entnehmen.

    Dies besagt die Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung Viersen, die ebenfalls am 10. Juli veröffentlich worden ist und zunächst bis zum 31. Oktober 2025 befristet ist. Das betrifft alle oberirdischen Gewässer im Kreisgebiet, also Bäche, Flüsse oder Seen, mit Ausnahme des Grundwassers.

    Verboten ist damit nicht nur das Entnehmen von größeren Wassermengen aus Oberflächengewässern, beispielsweise zur Feldberegnung, sondern auch die Entnahme kleinerer Mengen für die Bewässerung von Privatgärten. Ausgenommen davon sind das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen.

    Mit dieser Maßnahme sollen die sehr beeinträchtigten Gewässer im Kreisgebiet geschützt werden. Die Einhaltung des Entnahmeverbots wird vom Kreis Viersen überwacht. Verstöße gegen das Verbot werden geahndet und können im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

    In den Gewässern des Kreisgebietes haben sich teilweise sehr niedrige Wasserstände eingestellt, die aus der Trockenheit der letzten Wochen, aber auch langfristig aus trockenen Vorjahren resultieren. Trotz des niederschlagsreichen Jahres 2024 konnten sich nach den milden und niederschlagsarmen Jahren die Grundwasser- und Oberflächenwasserstände noch nicht ausreichend erholen. Auch im Frühjahr 2025 ist bisher keine signifikante Besserung der Situation eingetreten. Das weitere Absinken der Wasserstände ist sowohl in den Grundwasser-Messstellen und an den Wasserständen in den Seen erkennbar. Eine Änderung dieser Situation ist trotz der momentanen kurzfristigen Niederschlagssituation derzeit nicht absehbar. Aufgrund der Niedrigwasserstände besteht die Gefahr, dass die Gemeinschaft von Organismen verschiedener Arten, die sogenannte Gewässerbiozönose, nachhaltig gestört wird. Die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern durch Pumpvorrichtungen verstärkt diese Gefahr erheblich. Das gilt selbst dann, wenn an einzelnen Entnahmestellen augenscheinlich noch eine ausreichende Wasserführung vorhanden zu sein scheint.

    Der Kreis Viersen appelliert, Bewässerungsanlagen der öffentlichen Hand, aber auch einen privaten Gartenbrunnen effektiver einzusetzen. So sollte etwa auf Rasensprenger und andere Bewässerungsmöglichkeiten in der Zeit zwischen 10 und 19 Uhr verzichtet werden, da in diesem Zeitraum ein Großteil des Wassers verdunstet. Zudem sind Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, beispielsweise die Befüllung eines Gartenpools zu reduzieren. Die Allgemeinverfügung liegt im Kreishaus des Kreises Viersen, Rathausmarkt 3, 41747 Viersen, im Amt für Umweltschutz im Raum 2232 während der Öffnungszeiten in der von montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr öffentlich aus.

    Die Allgemeinverfügung ist ab dem 10.07.2025 online einsehbar unter:
    http://kreis-viersen.amtsblatt.online

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  • Diskussion im Hockey-Park zur Olympiabewerbung

    Diskussion im Hockey-Park zur Olympiabewerbung

    CDU in Mönchengladbach meint: Die Sportbegeisterung in Mönchengladbach und in NRW soll ein wichtiges Argument für die Olympiabewerbung von Rhein-Ruhr werden.

    Bei einer Diskussion im Hockey-Park auf Initiative der CDU Mönchengladbach sprachen Vertreter aus Sport, Wirtschaft und Politik über entsprechende Ideen.

    Zu Gast war der Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sport Bunds (DOSB) Jens Nettekoven. In seinem Impuls berichtete er über die nationale Vorauswahl, bei der sich neben NRW auch die Städte München, Hamburg und Berlin bewerben. Der DOSB wird im Herbst 2026 eine Entscheidung treffen, wer für Deutschland in die internationale Bewerberrunde gehen soll.

    Die NRW-Bewerbung sei sehr nachhaltig, betonte der Sportausschuss-Vorsitzende Robert Baues (CDU). NRW verfüge bereits über einen Großteil der benötigten Sportstätten, die nach Olympia auch durch die vielen Vereine der unterschiedlichsten Sportarten im Land weiter genutzt werden können. Solche sportlichen Großereignisse seien eine große Chance für den Sport insgesamt. Olympia sei nur der Schlusspunkt – die Bewerbung sei ein Bekenntnis zum Sportland NRW und würde auch dem Breitensport Aufmerksamkeit und Investitionen bringen. Der ehemalige Oberbürgermeister und neue Präsident des Stadtsportbunds Hans Wilhelm Reiners betone auch den Marketing-Wert für die Stadt und erinnerte an die damalige Entscheidung die Tour de France für eine Durchfahrt nach Mönchengladbach zu holen. „Wir müssen deutlich machen, was für eine einmalige Chance es ist, die Top-Athleten aus aller Welt vor der eigenen Haustür erleben zu dürfen“, meinte die Landtagsabgeordnete Vanessa Odermatt.

    Ein Pluspunkt der NRW-Bewerbung könne auch die hohe Zustimmung der Bevölkerung sein. Jüngste Umfragen zeigen, dass NRW hier im Vergleich zu den anderen deutschen Bewerbern höhere Werte erreicht. Durch konkrete Ideen und Aktionen müssten diese aber noch weiter gesteigert werden, meinte Olympiasieger Michael Hilgers: „Wir müssen Emotionen wecken und deutlich machen, dass jeder einzelne die Bewerbung mit seinem Engagement und seiner Begeisterung unterstützen kann.“ Die anstehende Hockey-EM im Sommer in Mönchengladbach sei eine erste Möglichkeit, das Thema „Olympia“ weiter voranzubringen. CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Christof Wellens schlug vor, solche Ideen eng mit dem Sport zu entwickeln und dabei Olympiasieger Michael Hilgers und zum Beispiel den Erfolgstrainer der Special-Hockey-Mannschaft Claus Heinze einzubinden. „Im Sport entscheiden oft Leidenschaft und Siegeswillen am Ende über den Erfolg – das gilt auch für die Olympia-Bewerbung“, meinte Jochen Klenner abschließend.

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  • „Für das Haus der Demokratie gilt: Verfassungsfeinde haben hier keinen Platz“

    „Für das Haus der Demokratie gilt: Verfassungsfeinde haben hier keinen Platz“

    CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bringen kommende Woche das „Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Landtag Nordrhein-Westfalen“ und im Verbund damit auch eine Änderung der Geschäftsordnung des Landtags ein. Dazu erklären die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen Matthias Kerkhoff (CDU), Ina Blumenthal (SPD), Mehrdad Mostofizadeh (Grüne) und Marcel Hafke (FDP): 

    „Eine wehrhafte Demokratie braucht wehrhafte Demokratinnen und Demokraten. Dazu gehört, die Türen und Tore für ihre Feinde so gut es geht zu verschließen. Zu diesem Zweck wollen wir neue Regeln festlegen, die verhindern, dass Personen, die Mitglied in vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Organisationen sind oder diese unterstützen, unbeschränkte Zutrittsrechte zu den Gebäuden des Landtags haben. Dazu gehört beispielsweise die Einholung einer unbeschränkten Auskunft aus dem Bundeszentralregister durch die Landtagsverwaltung. Die Pflicht zur Vorlage eines ,einfachen‘ Führungszeugnisses wird dadurch ersetzt. Sofern sich aus der Auskunft Hinweise ergeben, aufgrund derer eine Gefährdung parlamentarischer Rechtsgüter zu befürchten ist, kann der Zugang zu den Einrichtungen sowie zur IT-Infrastruktur des Landtags ganz oder teilweise versagt werden. Mit der neuen Regelung wird zudem sichergestellt, dass für die Beschäftigung von Abgeordnetenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern nur dann Geld aus öffentlichen Mitteln erstattet wird, wenn die betreffende Person zuvor eine einwandfreie Auskunft aus dem Register vorgelegt hat, die keine vorsätzlichen Straftaten enthält.

    Außerdem wird die Hausordnung des Landtags verschärft. Bei einer nicht nur geringfügigen Verletzung der Hausordnung durch Mitglieder des Landtags soll künftig ein Ordnungsgeld in Höhe von 1.000 Euro festgesetzt werden können.

    Um den Landtag künftig resilienter gegen den Missbrauch parlamentarischer Regeln zu machen, werden wir auch seine Geschäftsordnung anpassen. Gerade die Erfahrungen aus der konstituierenden Sitzung des Thüringer Landtags haben gezeigt, wie notwendig dies sein kann. Das betrifft sowohl eine klarstellende Regelung zum Ablauf der konstituierenden Sitzung als auch die Rechte des oder der künftigen Alterspräsidentin bzw. Alterspräsidenten.

    In Zeiten, in denen Demokratien immer mehr unter Druck stehen, räumen wir dem Schutz der gesetzgebenden Gewalt damit höchste Priorität ein. 75 Jahre Landesverfassung sind uns dafür eine Verpflichtung. Für das Haus der Demokratie in NRW muss gelten: Verfassungsfeinde haben hier keinen Platz.“

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  • Stellungnahme eines Bezirksvertreters zur Änderung der Amtsbezeichnung der Vorsitzenden der Bezirksvertretungen in „Bezirksbürgermeister“ bzw. „Bezirksbürgermeisterin“

    Stellungnahme eines Bezirksvertreters zur Änderung der Amtsbezeichnung der Vorsitzenden der Bezirksvertretungen in „Bezirksbürgermeister“ bzw. „Bezirksbürgermeisterin“

    In der morgigen Sitzung des Hauptausschusses wird u.a. ein gemeinsamer Fraktionsantrag der CDU-Ratsfraktion, SPD-Ratsfraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 14.05.2025 beraten und darüber abgestimmt, wie weiter verfahren wird.

    Nachdem in den vorangegangenen Sitzungen der Bezirksvertretungen ein positives Abstimmungsergebnis erzielt wurde, hier nun eine Stellungnahme eines fraktionlosen Bezirksvertreters:

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  • Entscheidung über Böllerverbot vertagt – Dobrindt kündigt Gespräche an!

    Entscheidung über Böllerverbot vertagt – Dobrindt kündigt Gespräche an!

    Es haben über 2 Millionen Menschen die Petition der GdP Berlin für ein bundesweites Böllerverbot unterschrieben – ein starkes Zeichen!
    Tausende haben zusätzlich E-Mails an Innenministerien geschickt und damit klar gemacht: Die Zeit ist reif!

    Im Juni hat die Innenministerkonferenz (IMK) getagt – doch eine Entscheidung blieb aus. Trotz wachsender Probleme an Silvester und breiter Unterstützung in der Bevölkerung konnte sich die Innenministerkonferenz nicht auf ein Verbot einigen. Die IMK hat offenbar noch nicht verstanden, dass die Sicherheit an Silvester vielerorts nicht mehr gewährleistet ist!
    Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will die Bundesländer noch vor der nächsten Konferenz im Herbst zu einem Gespräch einladen. Daher ist es wichtig, dass wir weiter am Ball bleiben und den Druck aufrecht erhalten, schreibt die Gewerkschaft der Polizei.

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  • Bestandsentwicklung gibt in Mönchengladbach Anlass zur Sorge

    Bestandsentwicklung gibt in Mönchengladbach Anlass zur Sorge

    Amphibien sind seit Jahren weltweit von verschiedenen Faktoren bedroht, dies ist auch in Mönchengladbach deutlich zu spüren.

    Besonders bemerkbar macht sich dieses bei den alljährlichen Laichplatzwanderungen unserer Frösche, Kröten und Molche. Werden doch an den Amphibienschutzzäunen am Herzpark und in Wanlo Jahr für Jahr immer weniger Tiere gezählt. Am Herzpark waren es rund 400 Tiere und in Wanlo rund 440 Amphibien die weniger als im Vorjahr, gezählt worden sind.

    Viele Amphibien sterben trotz umfassender Schutzmaßnahmen, immer noch den Verkehrstod. Immer mehr Straßen und Wege kreuzen die Wanderwege der Tiere. So wird z. B. die Umgehungsstraße (L354n) in Wanlo zur Todesfalle für die dort heimischen Amphibien. In einer Nacht kamen dort 270 Amphibien zu Tode. Hier kann mittelfristig nur die Einrichtung einer Untertunnelung mit fest montierter Leiteinrichtung die Lösung sein.

    Lebensraumverluste sind ein weiterer wichtiger Faktor der ihren Rückgang beschleunigt. Immer mehr Flächen werden versiegelt und bebaut. Freiwerdende Flächen werden sofort überplant, anstatt diese einmal der Natur zurückzugeben. Hier sind als Beispiele das HQ, die Niederrheinkaserne oder der Tagebaurand bei Wanlo zu nennen.

    Intensive Landwirtschaft, mit dem Einsatz von Pestiziden und weiteren Giften, trägt ebenso zum Rückgang der Amphibien bei. Die Gifte verdriften oft in Bereiche in denen Laichgewässer liegen. So ist auch der Gerkerather Wald vielfach von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.

    Die zunehmenden trockenen Jahre machen den Amphibien weiterhin zu schaffen. Oft vertrocknet bereits der abgegebene Laich oder die gerade geschlüpften Kaulquappen oder Molchlarven, weil nicht mehr genug Regen fällt. In einigen Bereichen ist die komplette Reproduktion der Amphibien ausgefallen. Da Amphibien erst etwa in Alter von drei Jahren zur Reproduktion am Laichgewässer schreiten, werden solche Jahresausfälle erst nach einiger Zeit drastisch bemerkbar.

    Auch der Insektenschwund macht sich bei der Entwicklung der Amphibien bemerkbar, bilden sie doch eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Tiere. Zudem beginnt die Laichplatzwanderung der Amphibien immer früher, zu Zeiten in denen noch nicht genug Futtertiere unterwegs sind. Ein qualvolles verhungern kann die Folge sein.

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  • Auch die SPD setzt sich für Kiosk-Betreiber ein

    Auch die SPD setzt sich für Kiosk-Betreiber ein

    Die Demonstration der Kiosk-Betreiber für Sonntagsöffnungen beschäftigt die Politik auch in der kommenden Ratssitzung am 9. Juli.

    Dort wird ein Antrag von SPD, Grünen, Die Linke und Die Partei beraten, der sich an das Land richtet.
    Ziel des Antrags ist eine Änderung des Landesgesetzes zu Sonntagsöffnungen. Denn nach vielen Gesprächen der SPD mit Kiosk-Betreibern wurde deutlich, dass die aktuelle Rechtslage zu schwammig und nicht mehr zeitgemäß ist. Gerade die Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten der CDU haben sich aus Sicht der SPD einer Lösung für die Kiosk-Betreiber bis jetzt verweigert.

    Dazu erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Josephine Gauselmann:

    „Wenn ein gewählter Landtagsabgeordneter öffentlich behauptet, man könne ein Landesgesetz nicht ändern, ist das nicht nur sachlich falsch, es ist ein Offenbarungseid der eigenen politischen Tatenlosigkeit. Wer so spricht, fördert Politikverdrossenheit und lässt die Kiosk-Betreibenden in unserer Stadt im Stich, statt sich für praktikable Lösungen im Sinne der Menschen einzusetzen“. 

    Aus Sicht der SPD ist eine echte Veränderung nur durch eine neue Rechtslage möglich. Denn Kommunen müssen aufgrund der bestehenden Rechtslage kontrollieren sowie Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger nachgehen. Deshalb hat die Stadt viele Beratungen für Kiosk-Betreiber durchgeführt. Dabei wurden Wege aufgezeigt, wie man trotz der komplizierten Rechtslage auch an Sonntagen öffnen darf. Diese Beratungsgespräche und einen Appell an das Land zu einer Modernisierung des Gesetzes macht die SPD in der kommenden Ratssitzung zum Thema. 

    „Der Sonntagsschutz ist wichtig. Deshalb gibt es hier nur begrenzte Ausnahmen. Diese Ausnahmen müssen aus unserer Sicht aber modernen Maßstäben entsprechen. Denn die erlaubten Warengruppen sind fast 20 Jahre lang unangetastet geblieben. Hier setzen wir mit unserem Antrag gemeinsam mit den Grünen, Linken und DiePartei an.“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi die Initiative im Stadtrat. 

    Insgesamt erhofft sich die SPD-Fraktion eine breite Unterstützung für die Initiative.
    Denn mehr als eine Forderung kann der Stadtrat nicht aufstellen.
    Das Land muss sich bewegen, um den Kiosk-Betreibern zu helfen.
    Hier sieht die SPD insbesondere die Abgeordneten der Stadt in der Pflicht.

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  • NEW: Vorsorgliche Chlorung in Rasseln und Venn – Trinkwasser kann weiterhin genutzt werden

    NEW: Vorsorgliche Chlorung in Rasseln und Venn – Trinkwasser kann weiterhin genutzt werden

    Die NEW NiederrheinWasser GmbH beginnt ab dem 18. Juni 2025 vorsorglich mit einer leichten Chlorung des Trinkwassers am Ausgang des Wasserwerks Rasseln, weil dort coliforme Keime festgestellt wurden.

    Die Ursache ist bislang ungeklärt. Betroffen sind die Mönchengladbacher Stadtteile Rasseln und Venn. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach.

    Das Trinkwasser bleibt weiterhin ohne Einschränkungen nutzbar. Es kann zum Trinken, Kochen, Duschen oder Zähneputzen wie gewohnt verwendet werden.

    Besondere Empfehlung für immungeschwächte Personen: Für Menschen mit geschwächtem oder noch nicht voll entwickeltem Immunsystem, etwa alte Menschen, Kranke oder Kinder, wird aus reiner Vorsorge empfohlen, das Wasser vor dem Verzehr abzukochen.

    Durch die leichte Chlorung kann es in den nächsten Tagen zu einem leichten Geruch oder Geschmack nach Chlor kommen. Dies ist gesundheitlich unbedenklich und lässt in der Regel rasch nach.

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  • Stadt Mönchengladbach trauert um ehemaligen Ratsherrn und Bürgermeister Klaus Schäfer

    Stadt Mönchengladbach trauert um ehemaligen Ratsherrn und Bürgermeister Klaus Schäfer

    Die Stadt Mönchengladbach trauert um den langjährigen Ratsherrn und Bürgermeister Klaus Schäfer.

    Nach langer schwerer Krankheit ist er am 10. Juni im Alter von 81 Jahren verstorben.Schäfer, der in Mönchengladbach aufgewachsen ist, am Stiftisch Humanistischen Gymnasium das Abitur machte und anschließend Jura in Köln studiert hat, war nicht nur viele Jahre Staatsanwalt in seiner Heimatstadt, bevor er seine berufliche Karriere als Oberstaatsanwalt in Duisburg 2007 abschloss: Über drei Jahrzehnte hat er sich für Mönchengladbach auch in der Lokalpolitik engagiert. 1978 in die SPD eingetreten, gehörte er 1984 für fünf Jahre Mitglied der Bezirksvertretung Stadtmitte an, bevor er 1989 in den Rat der Stadt gewählt wurde. Dem gehörte er ohne Unterbrechung bis 2014 an.

    1994 wählte der Stadtrat Schäfer zum Bürgermeister. Ein Ehrenamt, das er 20 Jahre lang als Stellvertreter der Oberbürgermeister*innen Heinz Feldhege, Monika Bartsch und Norbert Bude bei der Repräsentation unermüdlich und mit großer Leidenschaft ausübte. Ganz gleich, ob er als Vertreter der Stadt Vereine besuchte, Schülergruppen die Geschichte der Stadt erklärte oder internationale Gäste im Rathaus empfing: Schäfer, der verschiedene Fremdsprachen beherrschte, fand immer den richtigen Ton.

    Für seine kommunalpolitischen Verdienste wurde Klaus Schäfer im Jahr 2004 mit dem Goldenen Schöffensiegel ausgezeichnet. „Ich liebe diese Stadt und bin dankbar, dass ich für die Menschen arbeiten durfte“, betonte Klaus Schäfer bei seiner Verabschiedung im Juni 2014.

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs kondoliert im Namen der Stadt: „Klaus Schäfer hat sich über die Maßen für seine Heimatstadt eingesetzt und vielen Menschen geholfen. Seine lebensfrohe, rheinische Art und die Bereitschaft, sich auch in komplexe Themen hineinzuarbeiten, bleibt vielen und auch mir auch ganz persönlich in Erinnerung. Meine Gedanken sind bei der Familie.“

    Die Stadt Mönchengladbach wird Klaus Schäfer ein ehrendes Andenken bewahren.

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  • Zweiter Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe: Mehr als 12 Millionen Menschen in deutschen Städten von extremer Hitze betroffen

    Zweiter Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe: Mehr als 12 Millionen Menschen in deutschen Städten von extremer Hitze betroffen

    • Hitze-Check 2025 zeigt erstmals, wie stark Menschen in ihrem direkten Wohnumfeld im Sommer extremer Hitze ausgesetzt sind und wie ungleich Hitzebelastung und Hitzeschutz in Städten verteilt sind
    • Von 190 Städten bekommen 31 eine rote Karte – Menschen in Mannheim, Ludwigshafen und Worms sind am stärksten von Hitze betroffen durch hohe Temperaturen, enorme Versiegelung und zu wenig kühlendes Grün
    • DUH fordert verbindliche Mindestgrünanteile auf jedem Grundstück, Gebäude und im öffentlichen Raum: „Grün in den Städten ist für die Gesundheit der Menschen kein ‚Nice to have‘, sondern essentiell und braucht die gleiche politische Priorisierung wie Wohnungsbau und jede andere Infrastruktur.“
    • Betroffene können mit Hilfe der DUH ihre Stadt zu wirksamen Hitzeschutzmaßnahmen auffordern: www.duh.de/hitze-check

    Mehr als 12 Millionen Menschen in deutschen Städten sind an ihrem direkten Wohnort extremer Hitzebelastung ausgesetzt – das belegt der zweite bundesweite Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 190 Städten mit über 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dabei wurde nicht nur auf die Städte insgesamt geschaut, sondern erstmals mit einem „Hitzebetroffenheitsindex“ erfasst, wie viele Menschen innerhalb der Kommunen in stark belasteten Gebieten leben – also dort, wo hohe Temperaturen, dichte Versiegelung und zu wenig Grün zusammentreffen. Die Ergebnisse sind alarmierend: 31 Städte erhalten eine Rote Karte, 131 eine Gelbe Karte und 28 eine Grüne Karte. Die Analyse basiert auf umfangreichen Satellitendaten, die in Kooperation mit der Potsdamer Luftbild Umwelt Planung GmbH ausgewertet wurden.

    Besonders betroffen sind Städte im Süden Deutschlands: In Mannheim, Ludwigshafen und Worms leiden besonders viele Menschen unter Hitze. Hier leben 88 bis 91 Prozent der Bevölkerung in stark belasteten Gebieten. Städte mit Grüner Karte wie Kiel, Wilhelmshaven oder Flensburg liegen vor allem im Norden. Sie profitieren von vergleichsweise moderaten Sommertemperaturen. Doch auch dort gibt es Handlungsbedarf: Einige weisen Versiegelungsanteile von über 45 Prozent auf und müssen in den kommenden Jahren dringend in Grünflächen investieren. Denn mit fortschreitender Klimakrise werden auch sie künftig noch stärker von Hitze betroffen sein.

    Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Unser Hitze-Check ist ein Alarmsignal und sollte ein Weckruf für Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sein. Er zeigt klar auf, wo der Handlungsbedarf, Grünflächen zu schaffen, am dringlichsten ist. Ab sofort muss die Begrünung von Städten und der Erhalt von Bäumen genauso priorisiert werden wie Wohnungsbau und die jeder anderen Infrastruktur. Von den 34 Millionen Menschen in den untersuchten Städten sind 32 Millionen von mittleren und extremen Hitzebelastungen betroffen. Rund 3.000 Menschen sterben hierzulande jedes Jahr an den Folgen extremer Hitze. Wir fordern verbindliche Mindestgrünanteile auf jedem Grundstück, Gebäude und im öffentlichen Raum. Bauministerin Hubertz und Umweltminister Schneider sowie alle zuständigen Landesministerinnen und -inister müssen entsprechende Vorgaben etwa in Form eines Grünflächenfaktors im Baugesetzbuch und in allen Landesbauordnungen verankern. Die Kommunen brauchen zudem die notwendige finanzielle Unterstützung, um die Städte zu begrünen für die Gesundheit der Bevölkerung.“

    Die DUH ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Stadt direkt zu mehr Hitzeschutz aufzufordern. Möglich ist das einfach online unter: www.duh.de/hitze-check.

    Sascha Gey, Leiter der Bereiche Datenanalytik und Öffentlichkeitsarbeit bei der LUP – Luftbild Umwelt Planung GmbH: „Geografische Hitzebetroffenheitsindizes wie dieser können zu einer effizienteren, effektiveren und sozial gerechteren Klimaanpassungspolitik beitragen. Damit liegt Städten und Kommunen ein konkretes Planungswerkzeug vor, um sich gegen zunehmende Hitzeereignisse zu wappnen – und Maßnahmen dort umzusetzen, wo Bürgerinnen und Bürger sie am dringendsten brauchen.“

    Hintergrund:


    Der Kern der diesjährigen Weiterentwicklung des Hitzechecks der DUH liegt im Hitzebetroffenheitsindex (HBI). Für dessen Berechnung werden bewohnte Flächen einer Stadt in 100 Quadratmeter große Raster unterteilt und anhand von vier Indikatoren ausgewertet: Neben der Versiegelung und dem Grünflächenvolumen, die die DUH bereits im Hitzecheck 2024 erhoben hat, sind die Oberflächentemperatur und die Bevölkerungsdichte hinzugekommen. Stark oder schwach betroffene Gebiete werden als solche definiert, wenn der HBI-Wert mehr als eine Standardabweichung höher oder niedriger ist als das deutschlandweite Mittel. So lässt sich neben dem absoluten HBI ebenfalls ermitteln, wie sich die Hitzebetroffenheit der Bevölkerung in einer Stadt verteilt. Eine ausführliche Methodenerklärung finden Sie in den Links.

    Beim ersten Hitze-Check hat die DUH die Versiegelung und das Grünflächenvolumen betrachtet und daraus ein Ranking erstellt. Für die Gesamtbewertung wurden die Flächenversiegelung und das Grünvolumen kombiniert betrachtet, wobei die Flächenversiegelung stärker gewichtet wird. Dabei erhielten 24 Städte eine Rote Karte, 82 eine Gelbe Karte und 84 eine Grüne Karte. Die negativen Spitzenreiter damals waren Ludwigshafen, Heilbronn und Regensburg, weil sie am stärksten versiegelt waren und gleichzeitig zu wenig Grünvolumen geboten haben.

    Der Hitze-Check ist Teil des von der Organisation „The Nature Conservancy“ geförderten Projekts „Hitze in der verdichteten Stadt“.

    Links:

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  • Morgen noch in Berlin oder schon in Jerusalem?

    Morgen noch in Berlin oder schon in Jerusalem?

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  • Zur Diskussion gestellt:

    PM der AFD: Pressemitteilung_AfD_MG_20250606.3

    Jochen Klenner ( CDU- MdL ) schreibt in seinem aktuellen Newsletter: „In 100 Tagen ist Kommunalwahl –
    in 100 Tagen wird auch der Politikwechsel in Mönchengladbach starten.
    Das ist bei den Themen „Sicherheit“, „Mobilität“, „Bürgerservice“ und vielen anderen auch dringend notwendig.
    Im Moment sind unser Oberbürgermeister-Kandidat und die Bewerber in den Ratswahlkreisen viel unterwegs, um mit den Mönchengladbachern ins Gespräch zu kommen.
    Als starke CDU-Mannschaft werben wir in den nächsten Wochen für unsere Ideen und unser Personalangebot.

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  • „Europa ist mein Leben!“

    „Europa ist mein Leben!“

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird mit dem Karlspreis ausgezeichnet

    • Demokratie und Freiheit in Europa zu verteidigen und zusammen den Bedrohungen der Gemeinschaft zu trotzen. Das waren die Kernthemen der diesjährigen Karlspreisverleihung.
    • Die Krisen als Chance, etwas zu erreichen: „Die Geschichte ruft jetzt, dass wir handeln, dass Europa aufsteht“, sagte Ursula von der Leyen. Sie skizzierte das Projekt eines unabhängigen Europas.
    • 700 Gäste wohnen der Zeremonie im Krönungssaal des Aachener Rathauses bei, viele Besucher*innen jubeln der neuen Karlspreisträgerin nach der feierlichen Zeremonie und beim anschließenden Auftritt auf dem Katschhof zu.

    Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, die Ursula von der Leyen am heutigen Himmelfahrtstag, 29. Mai, entgegennahm, stand unter besonderen Vorzeichen. Die akuten und anhaltenden Bedrohungen der europäischen Gemeinschaft – durch Krisen, Krieg, Klimawandel, durch Aggression und Desinformation von innen und außen – zogen sich wie ein roter Faden durch die Verleihung, die Veranstaltungen und Gespräche im Umfeld. Gleichzeitig war aber auch von der daraus resultierenden Chance, von Aufbruch und Verantwortung die Rede. Der Tenor: Nur gemeinsam können die großen Herausforderungen bewältigt, können Demokratie und Freiheit in Europa bewahrt und verteidigt werden. Nur ein eigenständiges, vereintes Europa der Stärke kann demokratisch, wirtschaftlich und diplomatisch gestärkt aus den Krisen hervorgehen.

    Bereits am Vorabend, bei „Karlspreis LIVE“ auf der Bühne am Katschhof, stellte die zu diesem Zeitpunkt noch designierte Karlspreisträgerin klar, dass Europa aktuell zwar schwere Zeiten erlebt und viele Krisen zu meistern hat, während „die internationale Ordnung mehr zur Unordnung geworden ist. Aber, und das ist das wichtige: Es ist auch eine große Chance. Jetzt kommt es auf Europa an. Die Geschichte ruft jetzt, dass wir handeln, dass Europa aufsteht“, sagte von der Leyen zur Menge auf dem Katschhof und gab damit schon einen Vorgeschmack auf die Kernpunkte ihrer sehr persönlichen Rede vom Donnerstag, in der sie auch das bedeutende europäische Erbe Aachens hervorhob.

    Ursula von der Leyen: Demokratie muss jeden Tag mit Leben gefüllt werden

    „Europa ist mein Leben. Und es ist die größte Ehre meines Lebens, heute hier vor Ihnen allen zu stehen“, sagte die frisch gekürte Preisträgerin, als sie im Krönungssaal ans Rednerpult trat. „Dieser Preis, diese Stadt sind das Symbol für ein vereintes Europa. So Vieles in Aachen zeugt von unserer Kultur und Geschichte. Das Wunder Europa – die Wiedervereinigung von Völkern, Geschichte und Schicksal – sind in dieser Stadt festgeschrieben.“

    Die Preisträgerin sprach von drei bedeutenden Denkmälern in Aachen, die von der Geschichte und Bedeutung Europas zeugen. Zunächst der Aachener Dom, „ein einzigartiges Zeugnis der geistigen, kulturellen und politischen Renaissance Europas, angestoßen durch die Vision Karls des Großen. Seine Idee für Europa war, einen Raum zu schaffen, in dem sich Wissenschaft und Kultur, Bildung und Rechtstaatlichkeit entfalten können.“

    Als zweiten Ort wählte von der Leyen die von den Nationalsozialisten zerstörte alte Synagoge und schlug eine Brücke zur Aachenerin Edith Holländer und ihrer Tochter Anne Frank, deren Ausspruch heute noch beeindruckt: „Und doch, wenn ich zum Himmel schaue, denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte aufhören wird, dass wieder Ruhe und Frieden in die Weltordnung kommen werden. Inzwischen muss ich meine Ideale hochhalten, in den Zeiten, die kommen, sind sie vielleicht doch noch auszuführen.“ Die neue Synagoge in Aachen ist für von der Leyen „ein Symbol der Wiedergeburt, aber auch der Erinnerung. Eine schmerzhafte Mahnung an Europa, wachsam und unnachgiebig zu sein gegenüber all jenen, die Hass säen und unsere Gesellschaft spalten wollen. Niemals wieder dürfen wir uns auf diesen Weg begeben.“ Anne Franks Worte sieht sie als „eine Lektion in Menschlichkeit. Eine Pflicht, niemals zu vergessen, und der Auftrag, eine Gesellschaft zu schaffen, in der jedes Kind seine Träume und Ideale verwirklichen kann. Das ist, was Europa auch für mich bedeutet.“

    Als dritten Ort nannte von der Leyen das Aachener Rathaus, wo vor 75 Jahren der europäische Vordenker Richard Coudenhove-Kalergi als Karlspreisträger ausgezeichnet wurde. „Auch er hatte eine Vision für Europa: ein Europa, in dem Menschen dank gemeinsamer Kultur und Werte, Freiheit und dem Respekt vor der Menschenwürde zusammenkommen“, sagte von der Leyen.

    Sehnsucht nach Erneuerung und Aufbruch

    Diese drei Aachener Symbole wählte von der Leyen, weil sie „aussagen, was es heißt, Europäerin und Europäer zu sein. Und was das für unsere Zukunft bedeutet. Sie zeigen uns, dass unsere Geschichte, die so grausam wie großartig ist, uns miteinander verbindet. Als Europäerinnen und Europäer. Als Generationen.“ Gleichzeitig sieht die Preisträgerin auch die Sehnsucht nach Erneuerung und Aufbruch. „Es ist an der Zeit, dass Europa erneut aufsteht und das nächste, große europäische Projekt verwirklicht“, griff sie noch einmal das Gesagte vom Vorabend auf und betonte, dass dieses einende Projekt von einem unabhängigen Europa ausgehen müsse.

    Europa könne nicht tatenlos den Umwälzungen zusehen, sagte von der Leyen. Sie forderte, nicht einem falschen Irrglauben zu verfallen, dass der Sturm einfach vorbeiziehen werde, und mahnte, Europa stünde vor einer grundlegenden Entscheidung: „Warten wir ab und reagieren wir nur auf die unmittelbare Krise? Akzeptieren wir ein vermeintliches Schicksal? Oder nehmen wir die Dinge selbst in die Hand und entscheiden selbst über unsere Zukunft?“ Es sei nötig „unsere Fesseln abzuwerfen“, um ein unabhängiges Europa aufzubauen.

    Dieses unabhängige Europa stellt Ursula von der Leyen auf vier zentrale Säulen: Die Entwicklung einer neuen Form einer Pax Europaea des 21. Jahrhunderts, der Fokus auf Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, die verstärkte Arbeit an der nächsten historischen Wiedervereinigung des Kontinents, und als grundlegende, untermauernde Aufgabe: die Demokratie in Europa zu erneuern und zu stärken. „Uns allen ist bewusst, dass unsere Demokratien angegriffen werden – durch Widersacher von außen, die mit vereinten Kräften vorgehen, aber auch durch Versuche, sie von innen heraus auszuhöhlen. Wir müssen gegen diese Bedrohungen und Tendenzen ankämpfen.“ Dazu gehört für die Preisträgerin auch, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu verstehen. „Demokratie erreicht man nicht ein für alle Mal. Man muss sie jeden Tag wieder mit Leben füllen.“ Die Verantwortlichen müssten Treiber von Veränderung sein. „Nur, wenn wir zeigen, dass die Demokratie funktioniert für die Menschen, dass sie liefert, nur dann können wir eine stärkere Union schaffen. Europa kann es nur gut gehen, wenn es der Demokratie gut geht. Das muss uns Ansporn sein, dass muss uns Verpflichtung sein.“

    Und sie fordert ein: „Wir sind Europäerinnen und Europäer. Diese Empathie, diese Solidarität, diese Kultur. Es ist an uns, dies zu unserem unabhängigen Europa zu machen. Ich fühle mich unglaublich geehrt, durch die Auszeichnung dieses Karlspreises. Lang lebe Europa.“

    König Felipe VI: Herausforderungen sind nur gemeinsam zu bewältigen

    In seiner Ansprache blickte der spanische König Felipe VI, Schirmherr des Internationalen Karlspreises zu Aachen, sechs Jahre zurück, als er an gleicher Stelle gemahnt hatte, dass einige den europäischen Traum aufgegeben, der Welt den Rücken gekehrt hätten, aus Angst vor einer unsicheren Zukunft. Er verwies auf die Stimmen, die aktuell versuchen, diese Unsicherheiten auszunutzen, um die Integration der EU weiter in Frage zu stellen. „Wir müssen diesen Stimmen entgegentreten“, forderte Felipe VI.

    Die gefährlichen und fehlgeleiteten Ideen, dass Europäer unabhängiger und souveräner seien, wenn sie getrennt in nationalen Gemeinschaften lebten, könnten falscher nicht sein. „Wenn man sich die großen Herausforderungen ansieht, vor denen wir stehen, sollte allen klar sein, dass wir sie nur gemeinsam bewältigen können, wie Präsidentin von der Leyen wiederholt betont hat. Dies gilt für die Bereiche Sicherheit, Wirtschaft und Diplomatie.“ Er ist sicher, die internationale Gemeinschaft rufe nach mehr Europa. „Es ist jetzt wirklich die Zeit für Europa. Nicht für eine „eurozentrischere“ Sicht auf die Welt, sondern für einen größeren, ehrlichen und respektvolleren Beitrag unseres Handelns und unserer Werte zu einer besseren Welt.“

    Ursula von der Leyen sieht er als „die Verkörperung des europäischen Geistes und damit eine mehr als würdige Trägerin dieses Preises. Sie hat sehr bedeutende Krisen für Europa mit großem Erfolg und durch die Förderung der Einheit bewältigt.“ Felipe VI gab der Preisträgerin auch einen Auftrag mit: „Ich hoffe, dass diese Auszeichnung dem europäischen Geist, der ihr Handeln in der Vergangenheit beflügelt hat, weiteren Auftrieb gibt; möge sie bei jeder Gelegenheit Wege finden, unser gemeinsames Projekt zu stärken.“

    Mehrmals lieh sich der spanische König während seiner Rede die Worte der Kommissionspräsidentin und zitierte zum Abschluss: „‚Europa muss seine beste Option wählen: die Union.“ Diese Worte sind nicht meine eigenen. Es sind ihre, und wir teilen sie mit ganzem Herzen und voller Überzeugung. Denn in der Einigkeit sehen wir Stärke. In der Solidarität eine Zukunft. Damit wird ihre Stimme zu unserer.“

    Merz: Freiheit und Demokratie sind es wert, dass wir für sie einstehen

    Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ursula von der Leyens Worte genutzt wurden, um wichtige europäische Botschaften zu untermauern. „Unser Europa wurde geschaffen, um den Menschen zu dienen“, wiederholt Bundeskanzler Friedrich Merz ihre Worte. Die Preisträgerin und er selbst seien in dieses Europa der Freiheit, des Friedens hineingeboren worden. „Wir beide verstehen dieses Erbe als eine historische Pflicht. Die Pflicht, dieses Europa zu erhalten, ein Europa, das den Menschen dient. Ein Europa, in dem wir selbstbestimmt, in Freiheit und in Demokratien leben können“, sagte Merz.

    Doch was ist es, wofür Europa steht und was die Europäer gemeinsam verteidigen? „Wir in Europa stehen für das, was wir – über Jahrhunderte hinweg, durch unzählige Rückschläge und Katastrophen hindurch – gemeinsam erdacht, entwickelt, errungen, auch erkämpft haben, nämlich die Überzeugung: Freiheit und Demokratie sind es wert, dass wir entschlossen für sie einstehen und wenn notwendig für ihren Erhalt kämpfen.“ Was uns in Europa verbinde, sei die Erkenntnis, dass jeder Mensch mit Würde ausgestattet ist, „einer Würde, die unantastbar ist und deren Schutz uns allen anvertraut ist. Das ist die Idee Europas. Doch wer sich auf der Welt umschaut, der sieht: Diese Idee ist bedroht.“

    Der Bundeskanzler versprach: „Wir werden nicht am Rande stehen, wenn es darum geht, Freiheit und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde auf unserem Kontinent zu bewahren und zu stärken.“

    Merz sieht bereits einen neuen „Geist der Geschlossenheit“ zwischen den Staaten, angeführt von der Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen, als „starke Vertreterin eines starken Europas“, die Europa in der Welt eine Stimme gibt: „Eine europäische Stimme. Dafür wirst du heute hochverdient mit dem Karlspreis ausgezeichnet.“

    Oberbürgermeisterin Keupen: Die Welt kann sich auf Europa verlassen

    Die 75 Jahre bestehende Tradition des Karlspreises und dessen Gewicht im Europa der Gegenwart betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in ihrer Ansprache: „Aus einer visionären – und in Anbetracht der Verhältnisse im Nachkriegs-Deutschland durchaus außergewöhnlichen – Idee ist der Karlspreis im Lauf der Zeit selbst zu einer international anerkannten Institution geworden, die wie keine andere für den europäischen Gedanken steht. Viele der Preisträgerinnen und Preisträger haben das Weltgeschehen der vergangenen 75 Jahre maßgeblich beeinflusst. Oder sie tun dies wie unsere heutige Preisträgerin nach wie vor. Wir können also sagen: Der Plan der Gründerväter ist vollends aufgegangen.“

    Und wie wichtig solche pro-europäischen Kräfte, die sich engagieren und Verantwortung übernehmen, immer noch sind, werde beim „Blick auf die aktuelle Weltlage leider nur allzu deutlich.“ Keupen sprach eine klare Warnung aus, diesen proeuropäischen Plan nicht von außen oder innen gefährden zu lassen, wachsam zu sein, „dass sich Geschichte nicht doch noch einmal wiederholt. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass wir uns und zukünftigen Generationen immer wieder aufs Neue bewusst machen, wie wichtig und wertvoll der Zusammenhalt in Europa und in der ganzen Welt ist.“

    Sie lobte Ursula von der Leyen dafür, sich ganz im Sinne des Preises nicht von auf nationalen Einzelinteressen fokussierten Kräften einschüchtern zu lassen und Brücken zu bauen, „die demokratischen Kräfte zu bündeln und hinter sich zu vereinen. Ihr Ausspruch ‚Die Mitte hält‘ ist aber nicht nur bloße Feststellung und eine Bestätigung Ihrer Arbeit. Sie ist auch Ihr Verdienst. Auch dank Ihnen kann sich die Welt nach wie vor auf Europa verlassen.“

    Abschluss auf dem Katschhof
    Gemeinsam mit vielen Ehrengästen und ehemaligen Preisträger*innen empfing eine jubelnde Menge die Karlspreisträgerin auf dem Katschhof. Hier bestärkte Ursula von der Leyen noch einmal ihre Aussagen vom Vortag und aus der Verleihung, ihre Liebeserklärung an Europa und Aachen: „Europa ist mein Leben.“ Und in Aachen – „dieser großartigen Stadt, dem Herz Europas“ – ausgezeichnet zu werden, sei die größte Ehre ihres Lebens. Dass der Karlspreis eine Auszeichnung der Aachener*innen sei, mache sie umso stolzer. Und gleichzeitig mahnte sie die damit verbundene Pflicht an: „Wenn man sich nicht um die Liebe kümmert, dann geht sie verloren. Wir müssen uns um dieses Europa kümmern, dieses Europa ist großartig, wir lieben es. Aber wenn diese Liebe stark und dauerhaft sein soll, müssen wir jeden Tag etwas dafür tun. Vor allem für die Demokratie in Europa.“ Das Aachener Publikum antwortete mit großem Applaus.

    Begründung des Karlspreisdirektoriums

    In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Die Europäische Union steht vor historischen Herausforderungen: geopolitische Bedrohungen, wirtschaftlicher Wandel, Klimaschutz und digitale Transformation. Ursula von der Leyen hat als Präsidentin der Europäischen Kommission maßgeblich dazu beigetragen, Europa geeint, widerstandsfähig und handlungsfähig zu halten.“ Ob in der Pandemie, im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg oder bei der Stärkung der europäischen Wirtschaft – mit Entschlossenheit und strategischem Weitblick habe die Kommissionspräsidentin Europas Interessen vertreten und entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Das Karlspreisdirektorium würdigt Ursula von der Leyen für „ihr herausragendes Engagement für Einheit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas.“

    Zitate und Fakten in Kürze:

    • Die Preisträgerin: Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Ursula von der Leyen, ist am heutigen Christi Himmelfahrtstag, 29. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. „Dank von der Leyen und ihrem geschickten diplomatischen Agieren hat Europa die Gegner, Zweifler und Skeptiker in die Minderheit drängen können“, betont das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Dr. Jürgen Linden in seiner Begründung.
    • von der Leyens Vision: „Noch in dieser Dekade wird sich eine neue internationale Ordnung herausschälen. Wenn wir die Konsequenzen, die sich für Europa und die Welt daraus ergeben, nicht einfach hinnehmen wollen, dann müssen wir diese neue Ordnung gestalten. Die Geschichte verzeiht weder Zögern und Zaudern. Unser Auftrag heißt europäische Unabhängigkeit.“
    • Bundeskanzler Friedrich Merz: „In diesen Tagen, Wochen und Monaten entscheiden wir gemeinsam über die Zukunft unseres Kontinents. Wir – sehr konkret. Denn: Geschichte passiert nicht einfach so. Politik wird von Menschen gemacht. Und aus politischen Entscheidungen erwächst Geschichte. Ich bin fest davon überzeugt: Wir halten alle Möglichkeiten in unseren Händen, dass die Zukunft für Europa eine gute Zukunft für uns alle wird.“
    • König Felipe VI. von Spanien: „Europa wird nur stark sein, wenn es zusammensteht. Um noch einmal auf die Worte von Präsidentin von der Leyen zurückzugreifen: Wir werden nur dann in der Lage sein, Aggressionen abzuschrecken und uns zu verteidigen, wenn wir zusammenarbeiten.“
    • Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen:  „Wenn in Europa Krieg geführt wird, wenn die Aufnahme von Geflüchteten trotz einer gelungenen europäischen Vereinbarung zum innenpolitischen Thema Nummer eins wird, wenn Rechtsextremisten vermehrt Zulauf erhalten und völkische Parolen wieder hoffähig (gemacht) werden, wenn also unsere gemeinsamen Werte nicht nur weltpolitisch in Frage gestellt werden, sondern auch immer wieder nationale Interessen das Friedensprojekt gefährden, das die EU schon immer war und nach wie vor ist, dann sollten wir alle wachsam sein, dass sich Geschichte nicht doch noch einmal wiederholt.“
    • Die Verleihung: Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, Mandatsträger*innen, Botschafter*innen sowie Vertreter*innen von Kirchen und Religionsgemeinschaften, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben der Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz, König Felipe VI. von Spanien, die Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen Sibylle Keupen, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden, Vertreter*innen der diesjährigen Jugendkarlspreisgewinner, die früheren Karlspreisträger*innen Dahlia Grybauskaité (2013), Jean-Claude Trichet (2011) und Martin Schulz (2015) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich.
    • Weitere Gäste: Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Robert Abela, Premierminister von Malta, Luc Frieden, Ministerpräsident des Großherzogtums Luxemburg, Edi Rama, Premierminister von Albanien, Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW-Minister*innen Nathanael Liminski, Mona Neubaur und Herbert Reul. Ebenso war Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ehrengast der Karlspreisverleihung.
    • Das Programm: Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen begleitet, das unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Anno Schreier darbot. Als Sopranistin trat Claudia Muschio auf.
    • Das mediale Interesse: Mehr als 100 Medienvertreter*innen haben sich für die Karlspreisverleihung 2025 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, POLITICO, Nachrichtenagentur Reuters, Television Espanola, Süddeutsche Zeitung, FAZ, efe press agency, DPA, Deutsche Welle, Funke-Mediengruppe, BILD, Euractiv, Börsen-Zeitung, AFP, Spiegel, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.

    Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:

    Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträger*innen in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019), die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023) sowie Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024).

    Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträger*innen zeigt.

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  • Stadtteilfest

    Stadtteilfest

    29.06.2025 | 13:00 – 18:00 Uhr | Volksgarten & Radrennbahn

    Am 29. Juni 2025 lädt Hardterbroich-Pesch von 13:00 bis 18:00 Uhr zum Stadtteilfest im Volksgarten und an der Radrennbahn ein. Zum zweiten Mal übernimmt De Kull e.V. die Organisation.

    Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit kulinarischen Köstlichkeiten, erfrischenden Getränken und zahlreichen Mit-Mach-Aktionen von lokalen Vereinen.
    Für Kinder gibt es Spielstationen, Bastelangebote und eine Hüpfburg, während Musik- und Tanzaufführungen für gute Stimmung sorgen.

    Das Fest bietet die Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen und sich über die Angebote in Hardterbroich-Pesch zu informieren. Informationsstände stehen bereit, um Fragen zu beantworten und Anregungen entgegenzunehmen.

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  • Die Niederlande zeigen: Geht sehr wohl!

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    Unser Nachbarland hat gerade ein umfassendes Böllerverbot beschlossen!

    Meldung der Gewerkschaft der Polizei!

    Ab dem Jahreswechsel 2026/27 dürfen Privatpersonen kein Feuerwerk mehr zünden.
    Jetzt muss Deutschland nachziehen! Der neue Innenminister Alexander Dobrindt hat jetzt die Chance, Tatsachen zu schaffen.

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  • SPD Mönchengladbach trauert um Angela Tillmann

    SPD Mönchengladbach trauert um Angela Tillmann

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