DHB und „Handballfamilie“ erhalten Reha-Preis 2012

Anlässlich der Bundestagung verlieh der BDH Bundesverband Rehabilitation dem Deutschen Handballbund (DHB) und der Handballfamilie in Berlin den Reha-Preis 2012. Der Preis zeichnet, stellvertretend für das große gesellschaftliche Engagement von Millionen Menschen, Personen und Institutionen aus, deren beispielgebender und außergewöhnlicher Einsatz die medizinische Rehabilitation und damit das Schicksal Betroffener und Angehöriger ins öffentliche Bewusstsein ruft.  

 

DHB-Präsident Ulrich Strombach und Handballlegende Heiner Brand nahmen den Preis als Auszeichnung für die jahrzehntelange Unterstützung des ehemaligen Handball-Nationalspielers Joachim Deckarm entgegen, der seit 1979 gegen die Folgen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas ankämpft.

Für Ilse Müller, Vorsitzende des BDH, war die Preisverleihung der emotionale Höhepunkt der Tagung: „Wir alle erinnern uns zurück an den Ausnahmehandballer, dessen beispielloser Kampf gegen die Folgen des schweren Schädel-Hirn-Traumas vielen Menschen, Betroffenen und Angehörigen, Kraft und Hoffnung gibt. Der DHB hat die Erinnerung an seinen ehemaligen Nationalspieler stets am Leben gehalten und die Joachim Deckarm-Stiftung zur Förderung der Rehabilitation tatkräftig unterstützt. Aus diesem Grunde ist es uns allen im BDH eine große Freude, den DHB und die Handballfamilie auszuzeichnen.“

Joachim Deckarm erlitt am 30. März 1979 bei einem Europapokalspiel mit seinem Heimatverein VfL Gummersbach durch einen Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Seitdem ist der ehemals beste Handballer seiner Generation auf einen Rollstuhl und Pflege angewiesen.
Finanziert wird die umfangreiche Reha des ehemaligen Leistungssportlers durch die „Joachim Deckarm-Stiftung“, die bereits 1980 durch die Deutsche Sporthilfe eingerichtet wurde und seitdem die Kosten der Rehabilitation und Pflege trägt.
Der DHB warb während der vergangenen 30 Jahre stets um Unterstützung und trug damit zur öffentlichen Sensibilisierung der Krankheitsbilder und der Rehabilitation bei.
Der hohe Bekanntheitsgrad des ehemaligen Handball-Weltmeisters ist dabei unverzichtbar.