Die Liste der Grausamkeiten und das „Goldene Kalb“ in Mönchengladbach

Hier stehen die Daten zur Verfügung: http://www.moenchengladbach.de/HSP

Nun sind die Informationen also doch eher in die RP-Presse geraten als von den offiziellen Stellen beabsichtigt, welch blamables Possenspiel. Diejenigen, die darüber zu beraten und auch abzustimmen haben, die Mitglieder des Stadtrates, Ihnen wurden die Unterlagen erst am heutigen Samstag zugestellt.
Aus diesen grausamen Spar-Informationen erkennt jeder sofort, keiner wird wirklich ausgelassen. Ist das so? Mitnichten.

Hart trifft es allemal die Bürger, ob als Mieter einer Wohnung, als Häuslebauer mit Hypothek, als Mitglied im Verein.
Dann die Eltern, deren Kinder selbstverständlich eine bestmögliche Ausbildungsgrundlage erhalten sollen.
Auch sie haben mehr zu zahlen für Musikausbildung, Schwimmunterricht etc..

So wird den Bürgern ebenfalls vorgerechnet, wie vorteilhaft es doch ist, dass dieses und jenes verkauft werden soll, alles eine Frage der Darstellung.

Giesenkirchens Schwimmbad wird wohl ebenfalls geschlossen, ist ja auch vorteilhaft ein Schwimmbad direkt neben einer Grundschule zu schließen.
Unsere Kinder müssen nicht schwimmen lernen.
Sollte dies doch jemand wollen, so soll er dies organisieren mit zeitaufwendigen und teuren Fahrten nach Rheydt oder sonst wohin.

Natürlich werden auch die Unternehmen unserer Stadt nicht vergessen, sie erwartet mindestens eine höhere Gewerbesteuer.
Alles nur Vorschläge, bisher ist nichts entschieden. Es wird abgewogen und dann entschieden werden.

4 Kommentare zu "Die Liste der Grausamkeiten und das „Goldene Kalb“ in Mönchengladbach"

  1. Die Katze
    aus dem Sac

    Erinnern sie sich noch an Rödl & Partner?
    Dann gehen sie mal auf http://www.mönchengladbach.de
    und geben den Namen im Suchenfeld ein.
    Als ich das gemacht habe … kamen zwei Ergebnisse,
    die führten in ein Nichts.
    Dank lokaler Presse gibt es die Geschichte aber noch im Internet.
    Rödl & Partner hat mal für die Stadt Mönchengladbach gearbeitet,
    bzw. ein Gutachten für 200.000 Euro erstellt.

    Die Geschichte war so Ende 2007 – vielleicht erinnert sich ja
    die und der ein oder andere.
    Nun legt der Herr Oberbürgermeister ein Sanierungspapier vor,
    erarbeitet mit der Verwaltung – und siehe da –
    es wurde mal wieder einiges in Schubladen gefunden.
    Man hat die meisten Dinge damals aus dem Gutachten
    wohl nicht so angehen wollen
    und nun kommt halt die Widervorlage.

    Den Haushaltsanierungsplan für die Stadt Mönchengladbach,
    wird uns allen also präsentiert von dem Herrn Oberbürgermeister,
    dem Herrn Stadtkämmerer, also zwei Köpfe,
    sowie der Verwaltung.

    Da steht also drin, wo das Geld herkommen soll
    welches man braucht,
    da man am Stärkungspakt teilnehmen möchte,
    dies hat uns der Stadtrat mit einer Mehrheit beschert.

    Was ein Haushalt ist, kann man sich vorstellen,
    eine Sanierung – ok, gucken wir mal bei http://www.wikipedia.de nach.
    Mist, für eine Stadt haben die da nix
    und Haushaltssanierungsplan kennen die auch nicht dort.

    Nun, kreativ ist man ja,
    immerhin ist man weiter als http://www.wikipedia.de offensichtlich.
    Ich erspare mir jetzt die Eingabe in eine Suchmaschine,
    dies kann ja eigentlich jeder.

    Was steht da nun drin?
    Erstmal sind mir leere Seite aufgefallen,
    die es aus drucktechnischen Gründen gibt.
    Wenn ich sowas lese
    fange ich an zu weinen.
    Es gibt keine drucktechnischen Gründe für leere Seiten,
    genauso wenig wie es Druckfehler gibt.
    Unter sowas würde ich jedenfalls nicht meinen Namen setzen.

    Weiter gehts,
    es gibt bestimmte Positionen,
    schön einzeln aufgeführt mit einem Vermerk warum man das macht,
    und zu der gleichen Position gibt es eine zweite nachfolgende Seite,
    wo der Vermerk nicht mehr da ist.
    Man hätte also schon dort sparen können,
    indem man die vermerklose Seite weglässt
    und das ganze zusammenfasst auf eine Seite
    macht bei 229 Einzelpunkten mindestens
    200 Seiten – Papier.

    Gespart wird und eingenommen wird.
    Man dreht ein wenig an den Ausgaben
    und sehr viel an den Einnahmen.
    Dieses Verhalten kennt man zur Genüge
    und mal ganz ehrlich …
    das kann jeder.

    Wenn es so schlecht um die Finanzen der Stadt steht,
    das wissen wir ja nun nicht erst seit gestern,
    und die Bürgerschaft mit Mehrbelastungen gefordert wird,
    dann erwartet man eigentlich auch eine Beitrag der Entscheidungsträger.
    Haben sie diesen gefunden?
    Der Herr Oberbürgermeister verzichtet auf einen Teil
    seines ganz bestimmt wohlverdienten Gehaltes?
    Der Herr Stadtkämmerer macht auch mit und selbst
    bei der Politik ist man bereit,
    auf die Bezüge aus der Stadtkasse zum Teil zu verzichten?
    Seien sie doch bitte so freundlich und lesen da
    in diesem HSP mal für mich nach,
    vielleicht habe ich es ja überlesen,
    weil die Essenausgabe in der Gesamtschule Hardt
    nun etwas weniger Personal haben soll,
    bei den ganz kleinen spart man ja schon leichter.

    Wer heutzutage nachhaltig handelt,
    der verzichtet auf das Auto und fährt Fahrrad.
    Die beiden letzten Wörter habe ich in diesem HSP
    nicht gefunden, Fuhrparkreduzierung ebenso,
    die steigenden Benzinpreise kann man wohl noch bezahlen,
    selbst den Gaspreis hat man erst kürzlich wieder angepasst
    (also erhöht), welche Entscheidungsträger sitzen dort?
    Wer jetzt der Meinung ist,
    die Feuerwehr solle mit dem Fahrrad fahren,
    der ist bei mir genau an der richtigen Stelle.
    Der darf nicht nur ein nein erwarten,
    sondern sich genauso schnell Gedanken machen,
    wie man die geleisteten Überstunden endlich entlohnt,
    die Stadtspitze konnte dies wohl bis heute nicht!

    Einnahmen genieren, das will gekonnt sein.
    Das Erhöhen von Steuern ist da ein tolles Mittel,
    aber dafür brauchen wir die Entscheidungsträger nicht zu entlohnen.
    Der Herr Verkehrsminister wollte doch
    die Kennzeichenvergabe endlich frei gestaltbar machen.
    In Mönchengladbach bezahlt man schon für sein Wunschkennzeichen mehr
    und wer statt MG nun endlich ein BMG Kennzeichen erhalten kann,
    der soll ruhig noch etwas tiefer in die Tasche greifen.
    Borussia Mönchengladbach hat mehr als 50.000 Mitglieder,
    die Stadt Mönchengladbach mehr als 250.000 Einwohner,
    und jeder Einwohner der Stadt ca. ein Auto,
    wie hoch schätzt man das Potential für so ein Kennzeichen?
    Für schlappe (gelogen) 100 Euro für die Hälfte der Mitglieder,
    oder 10 Prozent der Einwohner (kommt das Gleiche bei raus)
    hätte man 2.500.000 Euro generiert – das klingt doch toll
    und alle wären vorallem glücklich.

    Selbstverständlich hat man sich bei der Ausarbeitung etwas gedacht.
    Wir verhandeln dann noch ein wenig dort und dies,
    nehmen etwas weniger, redet dann von harten Verhandlungen
    und eigentlich wolle man das ja nun doch nicht,
    aber nötig sei es schon …
    so geht dann die Verwaltung mit der Politik
    in trauter Einigkeit vor die Presse
    und schwupp, bezahlt die Bürgerschaft letztendlich.

    Mir fällt dazu nur ein,
    Klarmachen zum Ändern!

    fun and sun

    pri and sac

    P.S. Ich mag dieses Internet
    und vorallem meine Stadt.

  2. Gabriele Körting | 19. August 2012 um 01:29 |

    Wer hat sich nicht auch schon die Frage gestellt:
    Was hat die Stadt Mönchengladbach, das einen – auch nur annähernden – Wert von 1, 3 Milliarden € darstellt?Meine Familie und ich haben uns diese Frage schon oft gestellt.
    Statt regelmässig neue Ideen zu entwickeln, wie und wo etwas teurer gemacht werden kann, sollte gelegentlich darüber nachgedacht werden, wie dieser Schuldenberg reduziert werden kann. Sicherlich nicht mit einer Bettensteuer o.a..Das ist doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    War nicht jede neue Einnahmequelle schon in irgendeiner Form anderweitig verplant?

  3. Also werte „mg-heute“ Redaktion. Borussia ist Mönchengladbach, das ist ein Stück unserer Heimat.
    Und MG ist Borussia, oder ist Ihnen, selbst im Ausland, nicht schon begegnet:“ Mönchengladbach, ja, na klar, Borussia“, und dabei wurde Ihnen freundschaftlich auf die Schulter geklopft? Etwas mehr lokalen Patriotismus würde ich mir wünschen.
    Wenngleich, so ganz verkehrt ist die „Schelte“ auch nicht. Hauen Sie ‚mal zig Millionen ‚raus, und die alten Schulden sind nicht nur nicht bezahlt, nein, Sie kriegen auch noch einen neuen, äußerst verträglichen Vertrag.
    Aber natürlich sind unsre Jungs am Gemeinwohl interessiert. Hut ab für das Engagement auf der Kinderabteilung des „Eli“ (super medienwirksam aufbereitet, und rein zufällig zeitlich passend zum neuen Vertrag) Vielleicht hatte das Ganze auch etwas mit Dankbarkeit zutun. Wäre doch ok. Wie oft wird in allen Bereichen des Lebens mit der Wurst nach der Speckseite geworfen.
    In Relation zu den getätigten Spielerkäufen sind das zwar Peanuts, aber sie haben es getan, und das zählt.
    Wie gross wird erst der Jubel sein, wenn die Blumenbeete in den derzeit traumhaft schönen Parks unserer Stadt, nicht leer bleiben, weil das Stadtsäckel es auch ist, sondern unser Verein uns Bürger stolz und glücklich macht, indem er seiner Stadt das Gesicht verschönt und auf die Weise weiterhin tausenden Gladbachern die Augen und Herzen aufgehen lässt, ob einer solchen Pracht.
    Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt, und solange man noch Träume hat…
    Schön wär’s ja schon.

  4. Harald Wendler | 18. August 2012 um 22:38 |

    Kommentar:

    Mitnichten, hatte ich im Artikel eingeworfen.

    50 Millionen Euro werden ganz bewusst nicht in die Sparpläne mit einbezogen.
    Die Rückzahlung des Borussen-Kredites ist nicht nachvollziehbar verschoben worden.
    Ein neuer Vertrag regelt die Rückzahlung zu einem späteren Zeitpunkt.
    Warum mußte die Stadt einem solchen Vertrag zustimmen?
    War Borussia wirtschaftlich nicht in der Lage zur Tilgung oder ist ihr die Situation der Bürger in Mönchengladbach derart gleichgültig?
    Sind die teuren Spielereinkäufe, die zusätzlichen Sportanlagen und Grundstückskäufe für Borussia wichtiger als eine funktionierende Gemeinde?
    Schicken wir demnächst alle Kritiker zur Borussia mit dem Hinweis, dort ist auch Geld der Stadt, beschwert euch nicht, dort steht euer goldenes Kalb?

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