Gigabit-Strategie – alter Wein in neuen Schläuchen?

Glasfaser-Vorteile

Die große Menge macht es schwer, die vielen Versprechungen von Mönchengladbacher Politikern, aber auch Landesministern aufzuzählen.

Wer wollte nicht alles dafür Sorge tragen, dass den Mönchengladbacher Bürgern ein Glasfasernetz zur Verfügung steht. MG-heute hat etliche Artikel dazu veröffentlicht. Bei Eingabe von „Glasfaser“ werden sie angezeigt.
Und nun wird das nächste Kapitel aufgeschlagen. Eine Gigabit-Stategie wurde zu Papier gebracht.
Sie ist schon jetzt fehlerhaft. Folgende Aussage im Konzept ist nachweislich falsch:

Seite 5: “ Über sogenannte Nachfragebündelungen wird in Potenzialgebieten der Bedarf an einem Ausbau abgefragt. „

Bis dato wurde in Giesenkirchen, An der Siep, diese Nachfrage nicht durchgeführt!

Hier folgend die Ankündigung zur Gigabit-Strategie:

Der flächendeckende Aufbau schneller Internetverbindungen steht im Fokus der städtischen Gigabit-Strategie, die nun vorgestellt wurde. Der SPD-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Felix Heinrichs nimmt dazu Stellung:
„Leistungsfähige und schnelle Datenleitungen sind heute einfach ein Grundbedürfnis. Immer mehr Menschen brauchen immer mehr Bandbreite für das eigene Smart-Home, mobiles Arbeiten, Surfen oder Telefonie. In den letzten Jahren konnten wir in Mönchengladbach an einigen Stellen vorankommen. Allerdings zeigt die aktuelle Analyse auch, wo es noch große Baustellen gibt. Gerade in den Innenstädten fehlt Glasfaser. Wir können nicht auf die privaten Anbieter warten, da nicht davon auszugehen ist, dass es so zu einem schnellen und flächendeckenden Ausbau kommen wird. Wir setzen deshalb darauf, noch einmal mit der Stadt oder mit der NEW zu überlegen, wie ein eigener Ausbau gelingen kann. Dazu gehören auch Leerrohre überall dort, wo gerade an den Straßen gebaut wird. Langfristig soll die Stadt nicht Betreiber werden. Aber die Grundlage des Leitungsausbaus können wir offenbar nur selbst schaffen.“

MG-heute wünscht eine glückliche Hand.

2 Kommentare zu "Gigabit-Strategie – alter Wein in neuen Schläuchen?"

  1. Lieber Felix Heinrichs,
    bei aller Sympathie für Ihre Kandidatur. Was Sie hier wie ein Marketing-Mensch versuchen zu verkaufen ist ja blanker Hohn. Etwas niederschwelliger würde es auch tun. Ohne große Worte, einfach mal machen und dann, aber wirklich erst dann gibt es Grund zu feiern.
    Welch klägliches Versagen gab es bereits in 2016 sowohl mit der Deutschen Glasfaser als auch mit der NEW.
    Nachfolgender Link dürfte hilfreich sein.
    https://mg-heute.de/new-bietet-superschnelles-internet-ueber-glasfaser-in-moenchengladbach-an/

  2. Torben Schultz | 10. März 2020 um 09:36 | Antworten

    „Dazu gehören auch Leerrohre überall dort, wo gerade an den Straßen gebaut wird“, heißt es von Felix Heinrichs als Vorschlag oder Forderung, was die Stadt und/oder die NEW machen kann.

    In der Beratungsvorlage unter 4.3.2 auf Seite 26 heißt es:
    „Das im November 2016 in Kraft getretene „DigiNetz-Gesetz“ definiert neue Pflichten für Kreise und Kommunen. „Wird künftig eine Straße neu angelegt oder saniert, muss die öffentliche Hand künftig Leerrohre mit Glasfaserkabeln mitverlegen. …“
    http://pvr.itk-rheinland.de/ratsinfo/moenchengladbach/15331/R2lnYWJpdC1TdHJhdGVnaWVwYXBpZXIgQW5sYWdlLnBkZg==/12/n/162080.doc

    Halten wir fest: Der Oberbürgermeister Kandidat der SPD schlägt vor sich an das Gesetz zu halten. Finde ich gut, hätte zum Beispiel beim Fall SVEN auch geholfen ;-)

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*