Karstadt-Filiale Mönchengladbach bleibt
Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten

Nach erfolgreichen Verhandlungen zwischen der Karstadt Warenhaus GmbH unter Führung von CEO Dr. Stephan Fanderl und der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) unter Führung von Dr. Ulrich Schückhaus über die Rahmenbedingungen der Fortführung des Geschäftsbetriebes und dem Beschluss des Aufsichtsrats der EWMG vom 9.7.2015 das Karstadt-Gebäude anzukaufen, kann die Filiale Mönchengladbach-Rheydt weitergeführt werden. Damit kann ein Großteil der derzeit 100 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl: „Wir haben sehr hart daran gearbeitet, defizitäre Filialen zu drehen. Es ist klar, dass wir nicht alle Rahmenbedingungen beeinflussen können – insbesondere Genehmigungen für neue innerstädtische Einkaufscenter oder signifikante Bevölkerungs- und Kaufkraftrückgänge. Gemeinsam mit kompetenten und engagierten Wirtschaftsförderungsgesellschaften können wir jedoch sehr viel erreichen. Mönchengladbach hat insgesamt eine positive Entwicklung bei Kaufkraft, Einwohnerzahl und Beschäftigungsverhältnissen und es gibt eine hohe Bereitschaft der Stadt unseren Standort und das Einzugsgebiet in Rheydt weiter attraktiv zu gestalten. Dass wir zusammen den Fortbestand der Filiale in Mönchengladbach sicherstellen konnten, ist eine gute Nachricht für unsere Mitarbeiter, für unsere Kunden und für die Stadt. Ein neues Belegungskonzept mit frequenzstarken Mitmietern aus dem Lebensmittel- und Drogeriebereich wird den Standort für alle sehr viel attraktiver machen.“

Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG, erklärt: „Ich danke allen Verhandlungspartnern für die konstruktiven und fairen Gespräche der letzten Wochen. Ich denke, wir konnten eine für alle Seiten gute Lösung erreichen, die Mönchengladbach-Rheydt als Einkaufs- und Wirtschaftsstandort stärken wird. Mit diesem Investment sind auch die vorangegangenen Investitionen in die Innenstadt von Rheydt in Höhe von ca. 30 Mio. Euro nicht umsonst gewesen.“

3 Kommentare zu "Karstadt-Filiale Mönchengladbach bleibt
Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten"

  1. Harald Wendler | 10. Juli 2015 um 22:22 |

    Die Bündnisgrünen erkären zum Karstadt-Ergebnis:

    Grüne begrüßen:
    Karstadt bleibt in Rheydt

    Dies teilte jetzt der Konzern, Presseberichten zufolge, mit. Laut Unternehmensleitung können die meisten der 100 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
    Lange Zeit sah es so aus, als müsste Karstadt Rheydt in 2016 schließen. Zahlreiche darauf folgende Gespräche der Unternehmensleitung Karstadts mit der EWMG, Politikern und der Verwaltung über Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Hauses folgten. Nicht zuletzt hatten die Grünen in einem Gespräch mit dem Betriebsrat von Karstadt Rheydt die Forderung Karstadt Rheydt muss bleiben deutlich unterstützt und den Beschäftigten ihre Unterstützung zugesagt
    Nun, nach Zusage der Stadt, das Gebäude über die städtische EWMG zu erwerben, ist eine positive Entscheidung gefällt worden.
    Marco Feinendegen, Sprecher in der BV Süd ist erleichtert:“ Das Karstadt-Haus hat eine zentrale Funktion als Frequenzbringer für die Rheydter Innenstadt. Der Wegfall des Karstadt – Rheydt Warenhauses hätte für die Innenstadt katastrophale Folgen gehabt, denn das Innenstadtkonzept mit den beiden Polen Marktplatz und Marienplatz würde ohne diesen Magneten nicht funktionieren. Umso mehr freue ich mich nun, dass Karstadt am Standort Rheydt erhalten bleiben kann.“
    Auch Fraktionssprecher Karl Sasserath zeigt sich hocherfreut: „Besonders freuen wir uns für die Beschäftigten, von denen nicht wenige seit 1975 in Rheydt arbeiten. Die Grünen haben sehr frühzeitig der Stadt und dem Rat den Vorschlag unterbreitet, das Karstadt-Haus durch die Stadttochter EWMG zu kaufen. Der Erwerb ist für Mönchengladbach eine richtige politische Entscheidung, weil jetzt der Teil der Immobilie, der uns bisher nicht gehörte, in das öffentliche Eigentum der Stadt gelangt. Wir wissen, dass die Bürgerschaft dem langjährigen Traditionsunternehmen als Käuferinnen und Käufer die Treue hält. Das Ganze ist aber auch für Mönchengladbach eine richtige Entscheidung. Wir möchten aber auch nicht vergessen, der EWMG für ihr Engagement in dieser Sache zu danken.“

  2. Harald Wendler | 10. Juli 2015 um 22:19 |

    Die CDU erklärt:

    Annette Bonin: „Ein Rohdiamant, der jetzt in den Händen der Stadt liegt.“
    Kauf des Karstadt-Hauses: CDU will Entwicklungspotenzial nutzen.
    In einer Sondersitzung hat der EWMG-Aufsichtsrat mit den Stimmen von CDU und SPD den Kauf des Karstadt-Hauses in Rheydt beschlossen. Karstadt bleibt damit auf reduzierter Fläche als Frequenzbringer der Rheydter Innenstadt erhalten. „Unter städte-baulichen Gesichtspunkten bedeutet diese Entscheidung perspektivisch eine große Chance für die Gesamtstadt. Aufgrund seiner prominenten Lage im Herzen der neuen Rheydter Innenstadt hat dieses Grundstück ein enormes Entwicklungspotenzial, das nun als Rohdiamant in den Händen der Stadt liegt“, kommentiert Annette Bonin, bau- und pla-nungspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion und EWMG-Aufsichtsratsmitglied.
    Die finale Entscheidung für den Kauf, so Bonin, sei in der CDU-Fraktion erst nach langen und intensiven Debatten gefallen. „Durch die von uns angestoßenen Nachverhandlungen konnte die EWMG in den vergangenen Wochen den Kaufpreis noch einmal deutlich reduzieren und auch die Wirtschaftlichkeit steigern, so dass hohe Deckungsbeiträge erzielt werden können. Das von der EWMG jetzt vorgelegte Konzept und seine finanziellen Rahmenbedingungen haben uns schließlich überzeugt.“
    Der Kauf sei ein starkes Zeichen für Rheydt und den Rheydter Handel. Allerdings auch für die Gesamtstadt: „Wir stehen als Große Ko-operation zu unserer Verantwortung und sind weiter Stütze und Motor des Aufschwungs.“

  3. Harald Wendler | 10. Juli 2015 um 22:17 |

    Die SPD-Fraktion erklärt als erste:

    SPD mit Ergebnis zufrieden: Karstadt hat in Rheydt weiter eine Zukunft

    Die SPD-Ratsfraktion begrüßt, dass die städtische Entwicklungsgesellschaft EWMG ihren Auftrag ernst nimmt und für die städtische Entwicklung Lösungen liefert. Karstadt ist hierfür erneut ein gutes Beispiel.

    Für Felix Heinrichs, Vorsitzender der SPD-Fraktion ist klar: „Die Idee, das Gebäude durch die EWMG zu erwerben, um dort Karstadt auf reduzierter Fläche zu erhalten und gleichzeitig weitere Geschäfte in die Immobilie zu holen, kann zu einem Erfolg für den Einzelhandelsstandort Rheydt werden. Diese Mönchengladbacher Lösung schafft eine relative Sicherheit für den Einzelhandelsstandort Rheydt. Zugleich sichert sich die Stadt ein sehr wichtiges Grundstück. Die SPD-Ratsfraktion hat jede sich bietende Möglichkeit für Gespräche zum Erhalt von Karstadt genutzt. Es ist dabei sehr wichtig, dass möglichst viele Karstadt-Beschäftigte ihre Arbeitsplätze behalten.“

    Die Nachricht von der drohenden Schließung der Karstadt-Filiale in Rheydt sorgte für große Unruhe bei Mitarbeitern und Bürgern. Das Kaufhaus ist ein Anziehungspunkt in der Rheydter Innenstadt und liegt unmittelbar am neu gestalteten Marktplatz mit direkter Anbindung an die sanierte Tiefgarage. Die Schließung von Karstadt kann durch die Entwicklung eines neuen Konzeptes für die Einzelhandelsimmobilie abgewendet werden. Angedacht ist eine Flächenreduzierung von Karstadt. So entsteht im Basement Platz für weitere Einzelhändler zum Beispiel aus dem Lebensmittelbereich.

    Horst Peter Vennen (SPD), Vorsitzender des Aufsichtsrates der EWMG ergänzt: „Als Entwicklungsgesellschaft haben wir stets mit Vertretern von Karstadt und dem Hauseigentümer intensive Gespräche geführt. Mit dem jetzt gewonnenen Ergebnis wurde eine sehr gute Lösung für Rheydt gefunden.“

    Rheydter Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD): „Nach der baulichen Umgestaltung der Rheydter Innenstadt hat sich ein Prozess verselbständigt, der neues Leben nach Rheydt bringt und das Zentrum attraktiver macht. Geschäfte siedeln sich neu an, Cafés am Marktplatz eröffnen und die Menschen kommen wieder häufiger zum Einkaufen nach Rheydt. Ein Aus von Karstadt wäre ein herber Rückschlag für diese Aufbruchsstimmung gewesen. Jetzt blicken wir für die Rheydter Innenstadt bedeutend positiver in die Zukunft“.

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