Neubau vom Tisch? – Schulausschuss erteilt Prüfauftrag zur Unterbringung der sechsten Gesamtschule

Gesamtschule Stadtmitte-0012Für die weitere Entwicklung der sechsten Gesamtschule an der Aachener Straße sollen alternative Unterbringungsmöglichkeiten geprüft werden.

Bisher waren seitens der Verwaltung drei Alternativen vorgeschlagen worden, wobei ein Neubau der Favorit zu sein schien.

Dies jedoch sind alle Parteien nicht bereit mitzutragen, bevor nicht eine Prüfung einer Alternativlösung stattgefunden hat.

 

 

Es sind ausschließlich die horrenden Kosten von ca. 17 Millionen Euro, die einem Neubau entgegenstehen.
Im Bauausschuss am Dienstag  und auch im Schulausschuss am gestrigen Tag führten etliche Politiker Klage gegen die schludrige Herangehensweise seitens der Schulverwaltung an das brisante Thema.

Nun also gab es einen entsprechenden Auftrag des Schul- und Bildungsausschusses in seiner gestrigen Sitzung mit breiter Mehrheit an die Verwaltung.
Untersucht werden sollen vorhandene Schulgebäude im Bereich Stadtmitte.
Die Bestandsuntersuchung schließt ausdrücklich die Schließung bestehender Schule im Innenstadtbereich aus.

„Der Prüfauftrag ist ein klares Bekenntnis der Politik zum Erhalt der Schullandschaft in Stadtmitte. Möglicherweise werden wir der Politik sogar schon in der nächsten Woche entsprechende Vorschläge in der Standortfrage unterbreiten können“, so der für Schulen zuständige Beigeordnete Dr. Gert Fischer im Ausschuss.

In der Standortfrage, so der Prüfauftrag weiter, sind die aktuellen Schülerzahlentwicklungen an den Schulen und die daraus folgenden zukünftigen Zügigkeiten zu berücksichtigen.
„Die Untersuchung wird dahingehend eingeschränkt, dass die Unterbringung pro Schule dauerhaft auf maximal zwei Standorte verteilt werden soll. Weiterhin ist in der Untersuchung sicherzustellen, dass alle vorhandenen Schulen weitergeführt werden können“, so der gemeinsame Antrag von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.
Die Kosten für einen Neubau auf dem Gebäude der sechsten Gesamtschule werden mit rund zwölf Millionen Euro beziffert. Derzeit sind in der Gesamtschule die Klassen 5 bis 7 untergebracht. Für die Unterbringung der Stufen 8 bis 13 ist eine geeignete Unterbringung zu finden.
Eine Schließung einer Realschule, von den Bündnis Grünen vehement vorgeschlagen und begründet, ist somit vom Tisch.

1 Kommentar zu "Neubau vom Tisch? – Schulausschuss erteilt Prüfauftrag zur Unterbringung der sechsten Gesamtschule"

  1. Harald Wendler | 7. November 2013 um 15:44 |

    Von der CDU erreichte uns nachfolgende Stellungnahme zum Thema:

    „Es ist gut und richtig, den Vorschlag der Verwaltung zur zukünftigen Unterbringung der Gesamtschule Stadtmitte insbesondere mit Blick auf die anfallenden Kosten des vorgeschlagenen Neubaus in Höhe von etwa zwölf Millionen Euro noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.“ So kommentiert CDU-Ratsherr Markus Spinnen als Sprecher seiner Fraktion im Schul- und Bildungsausschuss den dort gefassten Beschluss, die Verwaltung mit der Suche nach alternativen Möglichkeiten der Unterbringung zu beauftragen.

    Für die CDU-Fraktion ist bei dem von einer breiten Mehrheit getragenen Beschluss wichtig, dass keinesfalls der Fortbestand irgendeiner Schule im Bereich Stadtmitte in Frage gestellt werden darf. „Das sind wir den Schülern, Lehrern und Eltern dieser Schulen schuldig, auf deren Rücken wir jetzt nicht die Raumprobleme der Gesamtschule Stadtmitte lösen dürfen“, sagt Spinnen und macht deutlich, dass mit der CDU-Fraktion über Schulschließungen nicht zu reden ist. Von daher sei er froh, dass die Mit-Antragsteller von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP die Formulierung „Weiterhin ist in der Untersuchung sicherzustellen, dass alle vorhandenen Schulen weitergeführt werden können“ mitgetragen haben. Spinnen: „Das ist eindeutig und lässt für Interpretationen keinen Raum.“

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