Neujahrsempfang in Rheydt: Kürzungen des Bundes als alleiniges Übel angeprangert

Es wurde eine gut inszenierte „one man show“, Karl Sasserath, Bezirksvorsteher im Bezirk Mönchengladbach Süd, führte gekonnt durch die Veranstaltung.
So durfte er vier Musikerinnen der Rheinischen Symphoniker an ihren Streichinstrumenten begrüßen, sie gaben dem Ganzen, in den wenigen Redeunterbrechungen, einen schönen musikalischen Rahmen.
Sasserath begann in seiner Ansprache an die eingeladenen Gäste mit „seinem Thema“, berichtete von der steigenden Altersarmut in Deutschland, schlug einen Bogen über die Bundespolitik zur hohen Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach.

Er vermittelte den Eindruck, als spräche er als Leiter des Arbeitslosenzentrums:
„Diese Kürzungen des Bundes, die jegliches Augenmaß für die Situation einer Stadt wie Mönchengladbach vermissen lassen, sind auch nicht verfassungskonform“, so Sasserath.

Nach weiteren Exkursionen ehrte er fünf ausgesuchte Menschen aus dem Bezirk, die sich durch ihr Engagement besonders verdient gemacht haben.

Josef Balter, für seine langjährigen Verdienste bei der freiwilligen Feuerwehr Odenkirchen.

 

 

Hildegund Kreuels, für ihren Einsatz in den verschiedenen Sängerkreisen und für die Kindergärten des Bezirkes.

 

 

Die „Rheer Mösche“, stellvertretend nahm Harald Quasten die Ehrung entgegen, für die jahrelangen immer wiederkehrenden Einsätze zugunsten des Brauchtums, insbesondere dem Rheydter Blumenkorso.

 

Gert Wulms, dem „Orjelsmann vom Jeestebeck“, für seinen schon 18 Jahre dauernden Einsatz mit seiner Drehorgel bei Festen der AWO und anderen sozialen Vereinen.

Die bei diesen Gelegenheiten gesammelten Spenden gingen an die „Tafel Mönchengladbach“ und an den Förderverein „Insel Tobi“ des Neuwerker Krankenhauses.

Maxim Lipkin, er hat für die Opfer der Atomkatstrophe in Fukushima an seiner Schule, dem Hugo-Junkers-Gymnasium, gesammelt und so 1100 Euro zusammengebracht.
Außerdem gibt es eine von ihm organisierte Ausstellung zum Thema „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“. Sie ist noch bis zum 2. Februar im Gymnasium zu sehen.

Natürlich hatte Sasserath auch einiges zu berichten von der Rheydter Entwicklung entlang des Projektes „Soziale Stadt“, dem Projekt, das glücklicherweise doch noch „gefunden“ wurde, nachdem andere Fördertöpfe nicht mehr erreicht werden konnten.

 

 

 

Mit diesem Projekt geht die Hoffnung einher, dass sich nach Beendigung sowohl für den Handel als auch für die Bevölkerung von Rheydt eine städtebauliche Verbesserung ergibt.
Auch das von Sasserath angesprochene neue Verkehrskonzept unterliegt dem Prinzip Hoffnung.

 

Sasserath vermittelte in seiner Rede, er glaubt an eine Entlastung des Innenstadtverkehrs in Rheydt.
Er hofft, das der Rat in Kürze den VEP (Verkehrsentwicklungsplan) beschließt und die damit verbundenen Maßnahmen zur weiteren Verkehrsberuhigung im Bezirk Süd umgesetzt werden können.

Nicht vergessen wurde ein weiterer schöner Erfolg. Es ist seit wenigen Wochen auch für z.B. Rollstuhlfahrer möglich, ins Rathaus zu kommen.
Sasserath bedankte sich bei allen, die dies ermöglicht haben.

Besonders genannt wurden der Leiter des Gebäudemanagements, Hans-Joachim Schmitz, der Kreisverbandsvorsitzende des VdK Mönchengladbach, Bernhard Wilms  und die fachlichen Leiter des Projektes, Albert Sturm mit seiner Frau Karin.

 

 

 

Albert Sturm war somit der erste Rollstuhlfahrer, der den Ratssaal im Rathaus Rheydt eigenständig erreichen konnte.
Dieses Erlebnis alleine rechtfertigte schon den Besuch des Neujahrsempfanges.

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