Saubere-Stadt – Unternehmen AöR startet am 1.Januar 2016 – Groko und Verwaltung sind nicht in der Lage zu informieren.

Rathaus Innenhof

Man stelle sich ein Unternehmen der freien Wirtschaft vor. Dieses beabsichtigt einen Unternehmensteil auszulagern und zu verschmelzen, so wie es oftmals pro Jahr in Deutschland geschieht.
Es wird geplant und verhandelt, die Ergebnisse werden gemäß der Gesetzeslage veröffentlich. Jeder weiß durch Studium der Planungen und Vereinbarungen, was zu erwarten ist.

Genau dieses wollte gestern im Finanzausschuss (dort stand das Thema auf der Tagesordnung zur Beratung) der Vertreter der FDP von den Vertretern der Verwaltung erfahren.
Schnell wurde dem Zuschauer klar, die Groko wollte durch Intervention der beiden Fraktionssprecher genau dies verhindern und beantragte Verschiebung des Tagesordnungspunktes ohne Beratung in den Hauptausschuss und in den Rat.
Es sollte verhindert werden, dass dieses TOP-Thema der Groko öffentlich besprochen wird. Warum wohl?
Doch es wurde beraten, die FDP fragte gezielt nach und deckte auf, die Verwaltung weiß zum jetzigen Zeitpunkt über viele wichtige Details nichts oder will es nicht öffentlich benennen.

So zum Beispiel die Bedingungen für den einzelnen Mitarbeiter bei Übertritt in die neue Gesellschaft zu einem neuen Arbeitgeber.
Für diese Situation gibt es Gesetze, Freiräume in Punkto zeitlicher Begrenzungen von Bedingungen können jedoch genutzt werden.

Fazit: der einzelne Mitarbeiter, der möglicherweise wechselt, kann sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht über alle Details der Bedingungen informieren.
Der dadurch unnötig durch den Arbeitgeber (Oberbürgermeister der Stadt) aufgebaute Zeitdruck ist durch nichts zu rechtfertigen. Politik sollte durch eine Willensbekundung einen geänderten Zeitplan zum Start der AöR herbeiführen.
Schon jetzt beschädigt die gezeigte Heimlichtuerei im Finanzausschuss die Glaubwürdigkeit des künftigen Vorstands der Anstalt. Unnötigerweise.

Anwesend seitens der Verwaltungssitze waren:
Oberbürgermeister Reiners,
Baudezernent Dr. Bonin,
Personaldezernent Schnaß,
Sozial/Rechtsdezernentin Schall,
Schul/Kultur/Sportdezernent Dr. Fischer,
Stadtkämmerer Kuckels

1 Kommentar zu "Saubere-Stadt – Unternehmen AöR startet am 1.Januar 2016 – Groko und Verwaltung sind nicht in der Lage zu informieren."

  1. Zu „Fazit: der einzelne Mitarbeiter, der möglicherweise wechselt, kann sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht über alle Details der Bedingungen informieren.“

    Bei der Fusion der städtischen IT mit der ITK-R ist es doch genau das gleiche, auch da wissen die MitarbeiterInnen nicht was, wie, wann passiert und wo sie in Zukunft ihren Arbeitsplatz haben. Gerade wenn Leute Kinder haben wo bald der wechsel von Kita zur Schule oder von Grundschule zu einer Weiterführenden Schule ansteht ist sowas arg problematisch … und erst recht wenn Leute zu Pflegende Angehörige haben.

    Das die GroKo und die Verwaltung da so mit den Leuten umgeht die immer gute Arbeit für den „Konzern Stadt“ geleistet haben ist traurig. Und in der folge wird die Motivation der MitarbeiterInnen sinken und der Krankenstand steigen :(

Kommentare sind deaktiviert.