Schnelles Internet für ganz Mönchengladbach

In einer Online-Petition wird das Thema „Schneller Internetzugang“ erneut aufgegriffen. Wiederholt stellen Gladbacher Bürger fest, dass sich an der Situation für die Randgebiete der Stadt Mönchengladbach nichts geändert hat.

DSLDie Familie Wenschuh aus Wanlo hat deshalb die Initiative ergriffen und eine Online-Petition zu diesem Thema ins Leben gerufen. Interessierte und Unterstützer sind aufgerufen sich an der Petition zu beteiligen und den nachfolgenden Link zu streuen. 2000 Unterschriften sind gefordert!

Hier der Link zur Online-Petition

Nachdem wir bereits 2012 ausführlich mit entsprechender Resonanz zu dem Thema berichtet haben und auch unser MdB Dr. Günther Krings mehrfach Besserung angekündigt hat, ist die Situation unverändert. Der Gladbacher Süden befindet sich nach wie vor in einer Art „Hinterwelt“ und ist von aktuellen Entwicklungen ausgegrenzt. Auch Dr. Krings ist nach unseren Informationen hiervon betroffen, da er in Herrath wohnt. Aber auch andere Ortsteile zeigen sich wenig begeistert von dem Engagement der Stadtoberen. 

Selbst in Städten des fernen Kenia gilt heute eine 8000er-Leitung als Standard für den Zugang zum weltweiten Netz. In Mönchengladbach gibt es Ortsteile, die von einem solchen „Higspeed“-Netz träumen.

In den betroffenen Stadtteilen stehen den Haushalten vielerorts nur 1000er-Leitung oder weniger zur Verfügung. Auch wenn Wanlo, Herrath, Beckrath, Buchholz u.a. im Mönchengladbacher Süden liegen, bleibt einem der Betroffenen sarkastisch festzustellen, dass Mönchengladbach eben nicht bis Kenia reicht.

Die verantwortlichen Entscheidungsträger mögen sich einmal weniger hinter ihre Schreibtische zurückziehen und sich vor Ort ein Bild von der Situation machen. Den Bürgern nutzt es wenig, wenn im Rahmen von Informationsveranstaltungen zum Planungs- und Entwicklungsstand nette Powerpoint-Vorträge gezeigt werden.

Immerhin gibt es Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die von einem vernünftigen Netzzugang abhängig sind. Schulen gehen davon aus, dass eine funktionierende, flächendeckende Breitbandanbindung vorhanden ist. Studenten jeder Fachrichtung kommen ohne diese – heute technisch möglichen – Internetzugänge nicht mehr aus.
Der genannte Personenkreis gehört zu den Betroffenen.

Von der Bundes- und Landesregierung wurden kostenträchtige Programme aufgelegt, die ländliche Bereiche mit neuer Technik versorgen sollen. Mit diesen Mitteln hat die NEW – immerhin ein Mönchengladbacher Unternehmen – gemeinsam mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser im letzten Jahr den Ausbau im Kreis Heinberg begonnen.

O-Ton Februar 2013
Ralf Poll, Geschäftsführer der NEW-Vertriebstochter NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH „Wir möchten den Kreis Heinsberg an die Technik der Zukunft anschließen. Es liegt nun an den Bürgerinnen und Bürgern, ob das schnelle Internet kommt oder nicht.“

Stellt sich an dieser Stelle nicht zwangsläufig die Frage, warum die NEW solche Bemühung nicht in der eigenen Heimatstadt zeigen kann?
In Mönchengladbach leben Bürger, die ein Recht auf Information haben, Steuern zahlen und an die Telekommunikationsunternehmen monatliche Beiträge für einen unzureichenden Internetzugang entrichten.

Vielleicht gibt das Ratsinformationssystem der Stadt Mönchengladbach Auskunft, welche Ratsmitglieder im Aufsichtsrat der NEW tätig sind. Diese wiederum könnten gegebenenfalls Auskunft zur Motivation der NEW geben.

Hier der Link zum  Ratsinformationssystem 

 

2 Kommentare zu "Schnelles Internet für ganz Mönchengladbach"

  1. Warum sollten die E-Konzerne etwas von sich aus tun?

    Solange die Gewinne sprudeln, gibt es keinen Grund.

    Außer: Die Fördertöpfe des Bundes, des Landes werden geöffnet und es gibt einen weiteren Geldregen für diese gierigen Mäuler.

    Sozialer Zusammenhalt war gestern.

  2. Wenschuh Burkhard | 25. April 2014 um 23:36 |

    In der Vergangenheit haben Bürger die gegen etwas waren viel erreicht.
    Es wird Zeit, dass auch die erhört werden, die für etwas sind und etwas verbessern wollen.
    Versprechen war gestern. Machen ist fällig!

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