Seniorenratswahl: noch im Dezember 2022
mit Aufruf zur Bewerbung

Die Wahl zum Seniorenratswahl in Mönchengladbach wird noch in diesem Jahr, nämlich am Freitag, 9. Dezember von 12:00 – 16:00 Uhr im Rathaus Rheydt durchgeführt – ein Umstand, der Anita Hoffmann von der parteiübergreifenden „Initiative Seniorenrat Mönchengladbach“ sehr froh stimmt.

„Mit dem Seniorenrat haben wir die älteren Menschen dann endlich unser eigenes politisches Gremium, das Beschlüsse fasst, die schlussendlich zur Entscheidung an den Stadtrat weitergeleitet werden“, sagt sie. Der Stadtrat hatte in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen der Ratsmehrheit von SPD, Grünen und FDP die Satzung für den Seniorenrat und die Wahlordnung für die Wahl der stimmberechtigten Mitglieder dieses Gremiums beschlossen.

Die erste Wahl der stimmberechtigten Mitglieder – sie müssen das 60. Lebensjahr vollendet haben und in Mönchengladbach wohnen – soll durch eine Delegierten­wahl erfolgen. Vorgesehen ist, dass neun stimmberechtigte, neun vertretende und sieben beratende Mitglieder gewählt werden. Die Ratsfraktionen benennen dann jeweils eine Person als beratendes Mitglied für den Seniorenrat. Die stimmberechtigten Mitglieder dürfen weder dem Rat noch einer Bezirksvertretung oder einem Ausschuss angehören. Weiter dürfen sie hauptberuflich nicht einem Verein, einer Organisation oder Vereinigung angehören, die sich vor Ort für die Belange älterer Menschen einsetzen.

„Der demografische Wandel hat bereits eingesetzt; um ihn erfolgreich zu gestalten, werden die Interessen der älteren Menschen verstärkt in den Fokus rücken“, schätzt Martin Wirtz, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes in Mönchengladbach. Mit dem Seniorenrat verfügte die Stadt künftig über ein schlagkräftiges Instrument, das die Belange und Interessen älterer Menschen identifiziere und in die politische Willensbildung einbringe. „Das“, so Wirtz weiter, „ist eine ebenso notwendige wie gute Sache.“

2 Kommentare zu "Seniorenratswahl: noch im Dezember 2022
mit Aufruf zur Bewerbung"

  1. Karin Stämmer | 2. Oktober 2022 um 13:48 |

    Die Alten sollen uns gefälligst wählen. Das reicht. Die müssen wirklich nicht noch irgendwo reinreden. Das werden wir von Vornherein unterbinden Jetzt haben wir sie erst mal ruhiggestellt, so etwa.
    Ich kann von mir sagen, daß ich durchaus Interesse hatte mitzumachen, aber nachdem ich die Bedingungen begriffen habe… NEVER !!! Ich will nicht nach jeder Versammlung mit „einem Hals“ nach Hause kommen, und in der Sache bewegt sich trotzdem nichts.
    Betreutes beraten brauche ich nicht. Ich bin schon groß. Schade, die Idee ist sehr gut.

  2. H. Dohmen | 2. Oktober 2022 um 13:26 |

    Ein Seniorenrat ist, angesichts des demographischen Wandels, erst einmal eine lobenswerte, überfällige Sache.
    Allerdings sollte niemand vergessen, daß dieser Rat sich überhaupt nur installieren darf, weil er der Teilhabe an „Parteipolitik“ bei seinen Zusammenkünften zugestimmt hat. Was das soll?
    Im günstigsten Fall, beginnt da ein Prozess zwischen Politik und Seniorenrat, der fruchtbar sein kann.
    Im ungünstigsten Fall, gibt es dauerhafte Konflikte, weil sich der Seniorenrat nicht ohne „Ohren“, untereinander offen und vertraulich austauschen kann. Da müssen Ergebnisse nicht weitergeleitet werden, weil Politiker bei deren Findung schon anwesend sind.
    Wurde jetzt lediglich eine große Gruppe der Bevölkerung, endlich öffentlich abgebildet, und wie würde der Rat die Politiker wieder los? Gäbe es ihn dann eben wieder nicht mehr?

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