So zerstört man Existenzen und Vertrauen

Klaus Johann Barthelmes bangt um die Weiterexistenz seines Lebenswerkes.

Es passiert zur Zeit in Mönchengladbach Giesenkirchen:
Nach vielen Jahren, in denen die Stadt Mönchengladbach keinen Cent in die Pflege und Unterhaltung der Stadtstraßen Konstantinstraße und Bahner investiert hat, das allein ist schon ein Skandal, wird nun eine grundhafte Sanierung durchgeführt.

Beschlossen hat dies der Planungs- und Bauausschuss der Stadt einstimmig, nachdem die Bezirksvertretung Ost eine Empfehlung dazu abgegeben hatte.

Den politischen Gremien wurde eine Planung des Fachbereiches vorgelegt, diese schließt mit einer geplanten Bausumme von 2.000.000 Euro.
Auf dieser Grundlage würden die Anlieger der Straße mit ca.740.000 Euro zur Kasse gebeten werden. So die Planung und der Beschluss an die Verwaltung zur Umsetzung.
Heute, ein Jahr später, sehen die Fakten und Zahlen ganz anders aus.

Die Kosten sollen nun etwa 4.200.000 Euro betragen, eine nicht nachvollziehbare Steigerung um ca. 110%.
Die Anlieger sollen sich aktuell schon mit 1.800.000 Euro beteiligen, eine skandalöse und ruinöse Steigerung um sage und schreibe ca. 150 %.
Für den Reiterhof Barthelmes bedeutet das Anlieger-Gebühren (nach KAG) in Höhe von über 90.000 Euro. Das ist nur eins von etlichen Beispielen.
Informiert wurden die Anlieger nicht vor der Planung, nein, erst kurz vor Beginn der Bauarbeiten flatterte das erste Schreiben der Stadtverwaltung Mönchengladbach ins Haus.
Auch in diesem Schreiben wurden keine Zahlen der Anliegerkosten mitgeteilt.
Bei Bedarf könne sich der interessierte Bürger an zwei angegebene Mitarbeiter der Verwaltung wenden, so der unzumutbare Tenor.

Ein Schock angesichts der Umgangsformen von Verwaltung mit den Bürgern in unserer Stadt.
Diese Fakten alleine sind Grund genug, die Kompetenz einer Fachverwaltung zu hinterfragen.
Erklärungen dazu gibt es seitens der Verantwortlichen unserer Stadt bisher nicht. Sie verweisen in diversen Schreiben, in denen sie nicht Bezug nehmen auf die unzumutbare und nicht angekündigte, auch nicht legitimierte Kostensteigerung, auf Urteile, sie verbergen sich hinter Gesetzen.

Mancher der von Betroffenen angesprochene Politiker, sie sitzen in der Bezirksvertretung Ost und im Mönchengladbacher Stadtrat, wollen sich offensichtlich nicht mit diesem Thema, das sie selbst veranlasst haben, befassen. Sie ducken sich weg, wie man so schön am Niederrhein sagt.
Betroffene Bürger aus Giesenkirchen wollen und werden das so nicht hinnehmen und sich zusammenschließend dagegen protestieren mit allen gegebenen Möglichkeiten.

2 Kommentare zu "So zerstört man Existenzen und Vertrauen"

  1. Harald Wendler | 6. November 2016 um 12:04 |

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  2. Wilfried Schultz | 5. November 2016 um 16:44 |

    Angeblich durch Sachzwänge hervorgerufene Kosten und Kostensteigerungen in dieser Größenordnung und dann noch die Verweigerung der Angabe von plausiblen Gründen. Das stinkt zum städtischen Himmel und zwar gewaltig. Da fängt man fast zwangsläufig an, darüber nachzudenken, wer davon profitieren könnte.
    Vor den letzten Kommunalwahlen haben CDU und SPD mehr Bürgernähe versprochen und die Arroganz der vormaligen Koalition und der Verwaltung heftig kritisiert. Insbesondere der jetzige Oberbürgermeister H.W. Reiners hat dies zu seinem Anliegen gemacht. Nun sieht man, übrigens nicht nur in diesem Fall, was davon zu halten ist.Der rechtzeitige Dialog mit Bürgern, die von Entscheidungen der Stadt betroffen sind, wird nach wie vor nicht nur nicht gesucht; das Gespräch wird sogar vermieden und im Grunde herrscht fast eine Kontaktsperre für die Bürger. Man muss schon Teil der herrschenden Netzwerke in der Stadt sein, um eine Gesprächs- oder eine Beteiligungsmöglichkeit zu erlangen. Ansonsten gilt: Arroganz, Rückzug auf angeblich formal erforderliche und deshalb für legitim gehaltene Halsstarrigkeit und wenn es ganz dicke kommt, Abtauchen,Wegducken und die Schuld auf andere schieben. Das trifft auf kommunale Politiker genau so zu, wie auf Teile der Verwaltung, insbesondere auf die Verwaltungsspitze. Kennen wir alles. Es hat sich nichts zum Besseren hin geändert und manches ist noch schlimmer geworden. Leider!

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