Wird sich die kernsanierte Tiefgarage in Rheydt wirtschaftlich rechnen – haben wir ausreichenden Parkraum?

Zwei Fragen mit einer Antwort.
Die CDU-Fraktion beantwortete die Fragen im gestrigen Planungs- und Bauausschuss mit einem deutlichen „Nein“.
Ihre Begründung war denkbar simpel.
Einerseits wird das Gesamtprojekt möglicherweise um ca. 800.000 Euro teurer als geplant.
Das beeinflusst natürlich die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung besonders stark, negativ.

 

Außerdem werden ca. 100 PKW-Stellplätze weniger als bisher zur Verfügung stehen.
Jeder Pächter wird sich schwer tun, mit gleichen Parkgebühren wie bisher, gewinnbringend zu arbeiten.

Seitens der Verwaltung glaubt z.Z. niemand an eine wirkliche Verteuerung des Projektes, im Gegenteil.
Folgt man den Ausführungen des Planungsdezernenten Andreas Wurff und seinen Mitarbeitern, so könnte am Ende sogar eine schwarze Null für die Stadt herauskommen.
Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Planung, Jürgen Beckmann, machte geltend, dass es sich um qualitativ wesentlich verbesserte Parkplätze handeln werde.

Nicht nur die Größe und Breite werde den heutigen Anforderungen angepasst, auch die gesamte Infrastruktur sowie Plätze für Behinderte, ein Aufzug und die gesamte Ausstattung werde hochwertig.
Es wird insgesamt 225 PKW-Stellplätze geben, auch für Fahrradfahrer und Motorradfahrer werden Plätze ausgewiesen.
Beckmann konnte außerdem verdeutlichen, es gibt insgesamt mehr als genug Parkplätze in den Rheydter Parkhäusern.
Die Auslastung der Parkhäuser ist allerdings schlecht, die Statistiken sprechen für sich. 10-60 Prozent Auslastung können darauf hinweisen, dass die Preise den Menschen einfach zu hoch sind. Sie meiden die Parkhäuser und suchen billigeren Parkraum am Straßenrand.

Der Vorschlag der CDU, es doch beim bisherigen Zustand zu belassen, keine neue Zufahrt zur städtische Tiefgarage zu bauen und kein Verbindungsbauwerk zwischen öffentlicher Tiefgarage / städtischer Tiefgarage zu erstellen, keine breiteren Stellplätze auszuweisen, wurde mit Mehrheit des Ausschusses abgelehnt und der Entwurf angenommen.

Letztlich wird der Stadtrat am 7. November eine Entscheidung treffen.