Freitag ist Streiktag

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Am Freitag, den 15.09.2023 um 14:00 Uhr werden Fridays For Future wieder eine Demonstration in Mönchengladbach auf dem Platz der Republik starten.

Aushänge dazu finden Sie in den Häusern der evangelischen Friedenskirchen.

Für eine Großstadt wie Mönchengladbach war die Beteiligung bisher überschaubar.
Es kann einen nur verwundern, da gerade vor den Toren Mönchengladbachs weiter ein riesiges Loch in die Erde gegraben wird, das unserer Region Wohlstand gebracht hat, nun aber nachhaltig an der Klimakrise mitwirkt, die nicht so leicht umkehrbar ist. Gerade die jungen Menschen werden lange mit den verschiedensten Ereignissen zu kämpfen haben, die wir heute noch größtenteils bestaunen und anschließend ignorieren.
Gladbach selbst ist bisher noch nicht stark betroffen.
Bis auf ein paar vollgelaufenen Keller, die unsere Heizungssysteme bedrohen und eventuell ein paar Hitzewellen sowie Dürren, sind größere Schäden ausgeblieben. So nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass jeder Einzelne von uns an dem Rädchen des Klimas drehen kann.
Es verwundert, dass gerade viele der älteren Generation sich sträuben dies anzuerkennen und weiter machen wie bisher. Ja, es gibt auch viele junge Menschen, die nicht in Askese leben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Alle Menschen wollen das Leben genießen. Dass dies zu Lasten aller geht, merkt man in dem Moment nicht.  Doch die Hauptschuld liegt auf dem Konto der älteren Generation. Das ist Fakt. Das ist nicht nur historisch bedingt. Man darf sich fragen, welche Erholung der gut gestellte Rentner braucht und somit weiterhin fröhlich in den Wintermonaten in den Süden fliegt, oder auf Dampfern durch die Weltmeere tuckert.
Gut, dass das Enkelkind für den Urlaub noch schnell einen Zehner in die Hand gedrückt bekommt, damit es sich noch ein Eis kaufen kann bei der Hitze, die uns alle in manchen Jahren quält.

Oft wird die bewährte Gasheizung als Neuanschaffung auch gerne dem Urlaub vorgezogen. Herzlichen Dank an die, die demnächst durch die von der vorherigen Regierung beschlossene CO²-Steuer einen saftigen Ausgleich für diese Art zu heizen zahlen müssen.

Natürlich sind nicht alle gleich. Dass sich viele bemühen, kann man an den wachsenden Anteilen der Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sehen. Auch ein paar der umstrittenen Elektroautos sind in der Stadt unterwegs. Beim Einkauf soll es viele geben, die auf nachhaltigere Ware Wert legen.

Im Großen und Ganzen darf man sich bei manchen Medien bedanken, die, um Auflagen zu steigern, sehr gerne hetzten.
Doch sollte es nicht anders sein? Die Kinder sollen es doch mal besser haben!
Wenn Vater Staat schon, gerichtlich angemahnt, seinen Aufgaben nicht nachkommt, die Lasten der Klimakrise gerecht zu verteilen, sollte man dann nicht zusammenhalten?
Menschen, die das Arbeitsleben verlassen haben, brauchen nicht mehr um einen Arbeitsplatz zu bangen, wenn sie sich den Protesten anschließen. Es ist Zeit in einer Demokratie die Möglichkeiten auszuschöpfen und die eigene Stimme zu erheben, um sich für eine bessere Zukunft für uns alle einzusetzen.
Ärzte und Wissenschaftler sind schon lange dabei.  Wir können eine sozial gerechtere Welt auf einem gesunden Planeten einfordern und auch erschaffen. Hand in Hand können Menschen allen Alters dafür kämpfen, diesen Planeten und seine Natur wieder gesund zu pflegen.
Warum tun wir es nicht alle gemeinsam? Last die Kinder nicht allein!

8 - 4

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1 Kommentar zu "Freitag ist Streiktag"

  1. Ctefan Lauer | 9. September 2023 um 19:14 |

    Entrüstet und auf das Entschiedenste verbitte ich mir, alleine gutgestellte Rentner auf diese schrecklichen Kreuzfahrt“pötte“ zu setzen. Das entspricht so nicht den Tatsachen!!!
    Ansonsten hat die Verfasserin des Textes durchaus die richtige Sichtweise. Ob sich die bereits zerstörten Bereiche der Natur, wieder „gesundpflegen“lassen, sei dahingestellt, was aber in keinem Fall bedeutet, nicht jede Anstrengung zu unternehmen, das unheilvolle Geschehen wenigsten zu verlangsamen. Niemand wird getauten Permafrost jemals wieder ins Gestein zurückbringen, und mit den daraus resultierenden Folgen müssen wir umzugehen lernen.

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