Die alltägliche Mobilität der Bevölkerung in Stadt
Mönchengladbach steht im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die von der
Technischen Universität Dresden zu Beginn des Jahres 2019 gestartet wird. Die
Untersuchung ist als Sondererhebung 2019 Teil des Forschungsprojektes
“Mobilität in Städten – SrV 2018”, das in mehr als 120 deutschen
Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt liefert wichtige
Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung.
Die Befragung richtet sich an Bürgerinnen und Bürgern aus
allen Bevölkerungsschichten. Es geht unter anderem darum, ob und mit welchen
Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei
zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr
unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz,
Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege
gefragt.
Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert
ein aktuelles Bild der stadt- bzw. gemeindespezifischen Verkehrsentwicklung. Es
wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten bzw. Gemeinden ähnlicher
Größenordnung. Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen
erlaubt darüber hinaus die Analyse stadtübergreifender Trends, die von der
Verkehrsplanung zu berücksichtigen sind. Hierzu gehört beispielsweise auch die
allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern.
Die Befragung beginnt im Januar 2019 und läuft über zwölf
Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus
dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein
Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre
Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig.
Die Erhebung wird als telefonisch-schriftliche Befragung
durchgeführt. Für die komfortable Erfassung der Antworten steht am Telefon
geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Alternativ besteht die Möglichkeit,
die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Auch eine
Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.
Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das
Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst,
anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben.
Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist
gewährleistet.
Das als “System repräsentativer
Verkehrsbefragungen” (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden
bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung diese Untersuchung
im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über
einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass
Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede
aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung durch
regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen.
Die Stadtverwaltung Mönchengladbach und die TU
Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu
beteiligen. Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten
Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung
möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen
werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind.
Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden
ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten
Wohnbevölkerung erfasst werden soll.
Allen Teilnehmenden sei schon jetzt für ihre Mitwirkung
herzlich gedankt.
Weiterführende Informationen sind unter
tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 / 830 1 830
ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.
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