Autor: Redaktion

  • „Herr Minister, erhalten Sie das Arbeitslosenzentrum“

    „Herr Minister, erhalten Sie das Arbeitslosenzentrum“

    Die Botschaft ist klar und sehr gut lesbar. Bei der Mai-Kundgebung am 1. Mai auf dem Rheydter Marktplatz werden zahlreiche Vertreter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ) für den Fortbestand der anerkannten Einrichtung protestieren. Und sie werden dabei unterstützt von Gewerkschaften und dem regionalen Bündnis für Menschenwürde und Arbeit.

    Schließlich geht es – wieder einmal – um die Existenz des Zentrums. Genau genommen sind alle über 150 Erwerbslosen- und Arbeitslosenzentren in NRW massiv in ihrer Existenz bedroht. Und zwar dann, wenn die schwarz-gelbe Landesregierung ab 2021 die zur Finanzierung der Einrichtungen dringend notwendigen Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ersatzlos streicht.

    Gladbachs ALZ-Leiter Karl Sasserath: „Wenn das so kommt, fehlen uns jährlich 65 000 Euro.“ Geld, das das Stadtmitte-Zentrum nicht auffangen kann. Folglich müssten eigentlich selbstverständliche Leistungen gestrichen und engagierte Mitarbeiter entlassen werden. Der Fortbestand des ALZ wäre massiv gefährdet.

    Mit Spruchband und Plakaten wird die Aktion „Rettet das ALZ“ ausdrucksstark unterstrichen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europa-Wahl steht auf einem der Plakate „Gut für Europa und NRW: ALZ erhalten, Landesförderung in NRW fortsetzen“.

    Die Aktion vor dem Rathaus ist zeitlich gut gewählt. Denn ausgerechnet der Minister, der die ESF-Mittel kappen will, spricht auf dem Rheydter Marktplatz: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Ihm dürfte der Protest nicht entgehen.

    Nicht nur Sasserath hofft, dass der Westfale Laumann auf dem Marktplatz mit den ALZ-Leuten spricht. Und vielleicht seine bislang starre Haltung in Sachen ESF erläutert. Bislang jedenfalls hat Laumann nicht offiziell zu seinem Streichkonzert Stellung genommen.

    Aus seinem Düsseldorfer Ministerium verlautet, dies wolle der „Herr Minister“ zum Jahresende 2019 tun.

    Ironischerweise ist Laumann im Thema. Bereits 2008 strich er, da ebenfalls Arbeitsminister, mit ausdrücklicher Billigung des damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) die ESF-Gelder – und sorgte für Kahlschlag und große Betroffenheit. Erst der rot-grüne Regierungswechsel unter Hannelore Kraft setzte das Geld aus Brüssel wieder ein.

    Das fließt noch bis Ende 2020.

    Mönchengladbach gehört wie die meisten Städte im Ruhrgebiet zu den Kommunen, in denen überdurchschnittlich viele Menschen auf Hartz IV angewiesen sind. 2018 nahmen im Gladbacher Jobcenter jahresdurchschnittlich 38 575 Menschen in 18 515 Bedarfsgemeinschaften die Hilfen des Sozialgesetzbuches II (SGB II) in Anspruch. Von dieser Gesamtzahl waren jahresdurchschnittlich 26 160 erwerbsfähige Personen und 11 598 nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte (darunter 11 071 Kinder unter 15 Jahren).

    Der Wegfall der ESF-Gelder käme einem „Todesstoß“ für das ALZ gleich – und es wäre eine schallende Ohrfeige für die vielen Menschen, die in der Einrichtung wertvolle Hilfe und Beratung erfahren. Das dürfe auch Laumann nicht gefährden, meint der Vorstand des Gladbacher ALZ.

    Termin: 1. Mai, Rheydter Marktplatz, Mai-Kundgebung, ab 12 bis gegen 16 Uhr.

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  • Demenzgesichter –  Berührende Begegnungen

    Demenzgesichter – Berührende Begegnungen

    Die Gebetsfahnen im zentralasiatischen Tibet knattern in den Wind-Böen. Es ist bitterkalt, aber die Kulisse  lässt das fast vergessen. Betörender Duftnebel der Räucherstäbchen in indischen Tempeln. Für die meisten von uns ein Abenteuer: Übernachtung in der Jurte, einem Nomadenzelt. Ein Kamel im ägyptischen Gizeh steht nicht willig auf, um einen Gast zu den Pyramiden zu tragen, sondern weigert sich einfach. Auch das gibt es, weiß mein Gesprächspartner.   Dass ein Staatsbesuch kommt, auch daran gewöhnt man sich.

     Ein beeindruckendes Leben. Er lässt mich daran teilhaben. Immer wieder. Bei jeder Gelegenheit erzählt er mit glänzenden  Augen. Nur hin und wieder sucht er nach dem passenden Wort. Beim Verabschieden sagt er: „Schön, dass Sie da waren; aber ich weiß, dass ich Sie in zehn Minuten vergessen habe.“

    Ab diesem Tag reden wir offen über die Veränderungen. die er bei sich beobachtet. Er spricht über seine Ängste und Sorgen, über seine Hilflosigkeit. Er will ehrliche Antworten auf viele Fragen. Er bekommt sie. Er ist zufrieden und vertrauensvoll. Die Schwierigkeiten, sich zu artikulieren, nehmen zu. Dann vor wenigen Wochen: „Meine Vergangenheit geht weg. Ich weiß, dass ich schöne Erinnerungen habe; aber mir fällt keine mehr ein. Jetzt verschwindet alles, was war?“ Tränen in den Augen, auch Panik.

    Ich mache einen Versuch. Wie wird er reagieren?  Begebenheiten aus seinem Leben nehmen den Weg zurück zu ihm, mit meinen Worten, aus meinem Mund. Ein Lächeln, den Kopf wiegen. Beim nächsten Besuch dasselbe. Am Ende ein klarer Moment.  Seine Hände auf meinen Schultern: „Meine Vergangenheit scheint bei ihnen zu sein. Schön, dass Sie mir davon abgeben.“ 

    An einem Fenster im Flur fällt mir eine Bewohnerin in ihrem Rollstuhl auf. Sonst lebhaft, heute matt. Ich gehe zu ihr. Wir schauen uns an. Normalerweise umarmen wir uns zur Begrüßung. Heute reicht ihre Kraft in den Armen nicht. Von oben herab auf den Rollstuhl gefällt mir nicht. Besser: In die Hocke gehen oder in die Knie, damit wir auf Augenhöhe sind. Die Bewohnerin legt ihren Kopf in meine Halsbeuge. So verbleiben wir wortlos, bis sie sich löst und mit ihrem Stuhl langsam wegrollt.

    Auf dem Sofa im Eingangsbereich ein vertrautes  Gesicht. Nach der Begrüßung will der Bewohner nur eine Hand festhalten und streicheln.  Seine Augen sind geschlossen. Nach ein paar Minuten  geht sein  Atem ruhig und gleichmäßig. Meine Hand ziehe ich langsam aus der Seinen zurück und gehe leise weg. Ruhige, berührende Begegnungen. Bei aller Professionalität: Jetzt braucht auch die Betreuungskraft, die Pflegende etwas, das ihr inneres Gleichgewicht wieder stabilisiert.

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  • Nachtrag zum Hauptausschuss am 19. März 2019

    Nachtrag zum Hauptausschuss am 19. März 2019

    LITANEI
     
    Hiaar, mer danke desch !
    Bes oss widder so jnädesch, Hiaar !
    Jott em Himmel, halt dinn Hank öffer se
    Beschötz de Dolle op Iaad
    Die net dofür könne, dat mer so send
    Die förr oss de Kuale ut em Füür holle
    Die förr oss de Hank en et Füür läje
    Die förr oss dur et Füür jonnt,
    Die förr oss de schwere Ärbeet donnt
    Die förr oss der Kopp hinhalde
    Die förr oss der Dress on Dreck fäje
    Die förr oss danze un sprenge
    Die förr oss Strank hannt
    Die förr oss der Hot trecke
    Die förr oss schuldig wiade
    Die förr oss dree Fenger hochhiave
    Die förr oss hungere un freere
    Die förr oss liafe un sterve
    Die förr oss der Himmel op Iaad bedüje
    Die förr oss drann jlöve mösse
    Leeve Hiaar, Du weeß
    Wie mer op die Dolle angewiese send
    Erbarm Dech
    Un lott se emm Joddes Welle net Utsterve

    AMEN

    Übersetzt von Helmut Winzen nach dem Original von Soumagne
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  • Demenz-Kranke – „Na, Jung“

    Demenz-Kranke – „Na, Jung“

    Aha, diesmal bin ich „der Jung“. Schon lange kenne ich die Bewohnerin. Bei jedem Besuch schlüpfe ich in eine andere Rolle. Gut, dass sie mich immer entsprechend begrüßt; dann habe ich eine Minute Zeit für die Verwandlung. Also heute „der Jung.“ Einen Sohn gibt es nicht. Keine Ahnung, wer gerade das Zimmer betreten hat. Allerdings ist das auch nicht wichtig. Welche Hinweise bekomme ich? Das allein zählt. Zeit zum Überlegen lässt sie mir nicht. Gebündelte gute Laune und quirliges Temperament finde ich bei ihr immer. „Weißte noch, bei der Hochzeit damals, vor dem Essen?“ Sie hält sich den Bauch vor Lachen. Jetzt mitlachen: „Du liebe Zeit, wer könnte das vergessen.“ „Wie das ganze Zeug da lag.“ Dabei werde ich lachend an der Schulter angestupst. „Ich seh’s noch, als wäre es gestern gewesen.“

    Keine Idee, wessen Hochzeit, wann, wo, was passiert ist. Zurückhaltend antworten, wohldosiert. Ich war dabei; dieser Eindruck soll entstehen und bleiben. Würde ich jetzt sagen, dass ich nicht weiß, wovon die Rede ist, wäre das Lachen schlagartig vorbei. Stattdessen Unsicherheit.  Schluss mit dem Spaß.

    Wir reden und lachen noch ein Viertelstündchen. Als ich mich verabschiede, lasse ich eine Bewohnerin zurück, die nur auf den „Jung“ gewartet und Tränen mit ihm gelacht  hat. Ich werde nie erfahren, was wirklich war.

    Auf dem Flur hakt sich eine andere Bewohnerin bei mir ein. So sei sie immer mit ihrem Mann spazieren gegangen. Unsere Schritte lenke ich in Richtung Speisesaal, weil ich dorthin wollte. Kurz bevor wir plaudernd mein Ziel erreichen, kommt uns die Tochter meiner Begleiterin entgegen. Ehe sie uns begrüßen kann, tritt die Bewohnerin einen Schritt vor, dreht sich zu mir um, mit einer entsprechenden Handbewegung: „Darf ich ihnen meine Mutter vorstellen?“ Ungläubigkeit auf dem Gesicht der Tochter. Das kannte sie noch nicht. Ich auch nicht. Den Augenblick der Sprachlosigkeit kann ich nutzen, der Tochter mit den Augen zu signalisieren,  dass sie mitmachen soll. Sie ergreift meine  Hand, schüttelt sie wortlos. Der Bewohnerin einen Arm um die Schultern legen, der „Mutter“ versichern, dass sie ein ganz liebes Mädchen hat, auf das sie stolz sein kann, beendet die Begegnung. Ein ausführliches Gespräch haben Tochter und ich später unter vier Augen. Angehörige von Dementen brauchen Begleitung. In manchen Situationen sogar mehr als die Erkrankten. Wenn Demenz eine Familie trifft, gibt es nur Betroffene.

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  • Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen – Teil 2

    Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen – Teil 2

    Kaum ein Wort kommt bei dementiell veränderten Menschen so oft vor wie „Mutter“ und der Ruf nach „Mama!“

    Auch heute wieder eine Begegnung, wie sie in der Form besonders häufig ist.

    Die Bewohnerin um die es geht, sitzt im Gemeinschaftsraum und kommt nach der Begrüßung mit in ihr Zimmer. Dort lässt sich ohne andere Ohren und Augen, entspannter miteinander umgehen.

    „Ich warte auf meine Mutter. Die kümmert sich einfach nicht.“ Tränen in Augen und Stimme. Welche Optionen gibt es? Die Wahrheit! Die Wahrheit ist, die Dame ist in den Neunzigern, die Frage nach Vater und Mutter ist somit für niemanden aus Pflege und Betreuung eine Überlegung. Die Bewohnerin sagt uns wo sie steht, wer sie ist. Vielleicht ein Kind, vielleicht eine junge Erwachsene. In jedem Fall in einem Alter, in dem es normal ist, daß die Mutter kommt. Was, wenn sie jetzt hört: „Wie alt sind sie denn selber? Und dann überlegen sie mal, wie alt ihre Mutter sein müsste. Ihre Mutter ist schon lange tot.“ Genau das habe ich einmal beobachten müssen.

    Erstens weiß die alte Dame nicht wie alt sie ist. Außerdem kann sie der aufgezeigten Logik nicht mehr folgen. Und schließlich: KRISE!! Da erfährt sie, die gerade auf ihre Mutter wartet, daß die jetzt tot ist. Die Fassungslosigkeit der Bewohnerin kann man sich vorstellen. Ein Schock, wenn die Nachricht über den plötzlichen Tod eines Elternteils kommt. Und das sollten wir dieser alten Bewohnerin ohne Not antun?

    So dement die Bewohnerin ist, so braucht sie doch bei vielen Dingen eine für sie plausible Antwort auf ihre Fragen, wenn sie die auch wenig später wieder vollkommen vergessen hat.

    Es ist kurz nach dem Mittagessen. “ Schauen sie mal, es ist jetzt kurz nach 13:00h. Da hat Mutter einiges zu erledigen. Erst kochen, essen, abräumen, spülen, Küche aufräumen. Sie kennen das. Mutter konnte das bis jetzt nicht schaffen. Es ist ja noch früh.“ „Ja, jetzt wo sie’s sagen.“ 10 Minuten später dieselbe Frage, eine ähnliche Antwort. Und so vergeht der Tag mit einer ruhigen, zufriedenen Bewohnerin, denn das ist sie nach der Antwort jedesmal. Eine Mutter hat immer zutun. Notfalls kocht sie gerade Marmelade, wenn die Jahreszeit dafür passt. Unserer Phantasie sind nur insofern Grenzen gesetzt, als unsere Antworten nachvollziehbar und nicht übertrieben sein dürfen.

    Das Wichtigste, der Kernpunkt des Ganzen: Es geht nicht darum einen Menschen in seiner besonderen Lebenssituation möglichst clever zu belügen. Es geht darum ihn einfühlsam und respektvoll vor Ängsten, körperlichen und seelischen Schmerzen, Bedrohungen und Stress zu bewahren. Gerät ein dementer Mensch in eine Krise, wird er zu einer Gefahr für sich und Andere. Verletzungen kann er sich zuziehen oder anderen zufügen. Dieser außer sich geratene Mensch, der nicht mehr ansprechbar ist, kann in diesem Zustand sogar versterben, weil der Organismus dieses hohe Stresslevel nicht mehr kompensiert. Wird ihm sein „Krisenmedikament“ verabreicht, schläft er nach einer Weile in der Regel bis weit in den nächsten Tag hinein. Nach dem Erwachen ist er immer noch für einige Stunden schläfrig und verlangsamt, gerät schnell in ein Flüssigkeitsdefizit, weil Hunger und Durst nicht empfunden werden. Der Tag-Nacht Rhythmus ist meist gestört, das Sturzrisiko in dieser Phase liegt eklatant hoch, und es ist nicht möglich, eine Pflege- oder Betreuungskraft zur Begleitung abzustellen, bis der Bewohner seine gewohnte Befindlichkeit wiedererlangt hat.

    Gibt es eine Alternative in einer solchen Situation? Wahrheit um jeden Preis? Nein. Behüten und bewahren, immer die Würde und das Wohl des Betroffenen im Fokus, das ist ein gangbarer Weg.

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  • Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen

    Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen

    In den frühen Morgenstunden kommt eine Bewohnerin verschlafen und mit nackten Füssen aus ihrem Zimmer. Sie hinterlässt eine nasse Spur.  Das Malheur ist offensichtlich. „Gucken sie mal wie das regnet.“ Das ist ihre Aussage. Diese Art Unglück ist bisher nicht passiert.  Die Bewohnerin hat manchmal noch klare Augenblicke. Versucht sie auf diese Weise ihr Defizit zu verbergen, oder regnet es in ihrer Welt tatsächlich? Ich werde es nie erfahren. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Der Bewohnerin sagen, dass sie sich gerade einnässt? Ihr damit vielleicht den letzten Rest ihrer Würde nehmen und sie der vollen Peinlichkeit der Situation aussetzen? Weil es sich immer wieder als gut erweist, das anzunehmen was aus der „anderen Welt“ kommt, gehe ich dorthin. Die alte Dame an die Hand nehmen: „Das ist aber auch ein richtiges Sauwetter. Kommen sie. Schnell trockene Sachen anziehen, sonst gibt es noch einen Schnupfen.“

    Kleidungswechsel, Bett neu herrichten, ein Glas Wasser eingießen, den Kontakt mit einer Umarmung und einem freundlichen Wort beenden, das Licht löschen. Es folgten noch zwei ruhige Stunden bis zum Wecken.

    Eine andere Bewohnerin hatte in der gleichen Situation eine Nachbarin, die ihr Wasser in ihr Bett schüttete (Die Dame lebt in einem Einzelzimmer).

    “ Du liebe Zeit, solche Nachbarn braucht niemand. Die lassen wir einfach links liegen.“

    Krise oder Ruhe, das ist so häufig das Ergebnis einer Entscheidung aus unserer Welt, resultierend aus unseren Gedanken.

    Genau hinhören und hinsehen, fast immer sagt oder zeigt der Betroffene uns, wo und was er ist. Diesen Faden  aufzunehmen ist erlernbar, und das Lernen und erfahren geschieht jeden Tag im Umgang miteinander von Neuem. Wissen festigt sich.

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  • Demenz hat ihre eigene Ordnung

    Demenz hat ihre eigene Ordnung

    Lautes schimpfen und schrille Schreie sind schon vor der Etagentüre zu hören. Krise!
    Jeder der mit dementiell veränderten Menschen arbeitet, weiß was das bedeutet. Irgendetwas hat den Betroffenen aus dem Takt gebracht, seine Welt auf den Kopf gestellt. Er kann nur noch ausrasten. Was ist geschehen? Lässt sich die Situation retten?  

    Das Bewohnerzimmer sieht aus wie nach einem Bombenangriff. Kleider, Wäsche , Schuhe, Zeitschriften, Fotos, alles überall im Raum verteilt. Mittendrin ein Rollstuhl der auf der Seite liegt und eine  Bewohnerin die, schreiend auf dem Boden sitzend, einzelne Teile aus dem Chaos um sich herum zusammenklaubt. In der offenen Tür, mit hängenden Armen, Tränen in den Augen, die Praktikantin, die in der letzten Woche hier angefangen hat. Die alte Dame ist ausser sich, die Praktikantin irgendwie auch. Was hat zu dieser Situation geführt?

    Der Vormittag verlief ruhig. Alles war gut, bis die Bewohnerin ihre Schränke ausräumte, scheinbar einfach so. Danach lief sie eine Runde über den Flur, traf bei ihrer Rückkehr die hilfsbereite Praktikantin beim Aufräumen an. Die junge Frau wird fest am Arm gepackt und mit Kraft aus dem Zimmer gezogen. Mittagessen, Siesta, die ersten Bewohner werden zum Kaffeetrinken aus ihren Zimmern geholt. In einem bestimmten Raum ist wieder das Unterste zu Oberst gekehrt. Unsere junge Mitarbeiterin beginnt geduldig erneut damit, Ordnung zu schaffen. Und genau jetzt bricht der Orkan los. Treten, schlagen, schreien. Eine alte Dame im Ausnahmezustand.

    Eine Begebenheit, wie sie in jedem Heim jeden Tag passiert, oft mehrmals.

    Mehrmals geschieht das, weil Pflegende/Betreuende es gut meinen. Hält doch jeder eine gewisse Grundordnung mit seinen Dingen, also im Dienst auch in der Einrichtung.

    Ein dementer Mensch macht kein „dummes Zeug!“ In seinem Kopf findet seine Welt statt, nicht unsere. Er hat seine Vorstellungen und Ideen, unsere sind anders. Kompatibel ist das oft nicht.

    Ein dementer Mensch kann sich nicht mehr anpassen, er kann vielleicht nicht einmal mehr sagen, dass ich ihn in Ruhe lassen soll. Er lebt in seiner Welt und kann das nicht ändern. Wir müssen uns bewegen. Wir müssen uns in seine Welt hineindenken und fühlen.

    Warum räume ich meine Schränke aus? Vielleicht will ich aussortieren? Vielleicht will ich aufräumen?

    Das ist bei einem dementen Menschen nicht anders, sieht aber anders aus. Um im o.g. Beispiel zu bleiben: In diesem Fall werden wir immer wieder Krisen auslösen, wenn wir uns verhalten, wie wir das in unserer Welt tun. Wo steht geschrieben, dass im Zimmer eines Heimbewohners immer alle Schränke eingeräumt sein müssen? In unseren Köpfen steht das. Es ist unsere Vorstellung.
    Lassen wir den Raum doch einmal wie er ist. Wenn ich merke, dass der Bewohner seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge gelenkt hat, kann ich mich an das Einräumen machen, vielleicht auch erst wenn er schläft, wenn das Schrankthema vergessen ist.

    Hier sorgte diesmal eine große Tasse vom geliebten Kakao mit einem Sahneberg für Ablenkung und Ruhe. Manchmal muß es ein vom Arzt für Krisenfälle verordnetes Beruhigungsmittel sein.

    Nicht jede Krise lässt sich ohne Medikament lösen, aber wir bräuchten weniger Chemie, wenn wir in unserem Denken „umsteigen.“
    Und doch hatte diese Situation etwas Gutes. Unsere Praktikantin hat gelernt, was man nur durch erfahren lernen kann. Sie wird es nicht mehr vergessen und weitergeben. Keiner von uns kann von Anfang an alles, aber wir müssen bereit sein uns einzulassen, zuzulassen, auszulassen, stehenzulassen, auch wenn es einmal ein Zimmer auf dem Kopf ist. Es gibt mehr als unsere eigene Sicht der Dinge. Nicht wir geben unseren Ton an.

    Wir passen uns den Gegebenheiten an, auch wenn sie sich innerhalb einer Schicht mehrmals ändern. Mit Druck gelingt uns nichts. Natürlich müssen wir in Gefahrensituationen eingreifen. Ansonsten gilt, dass es wirklich nichts gibt, was es nicht gibt

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  • Jeder Demenz-Kranke ist anders

    Jeder Demenz-Kranke ist anders

    Es ist still. Die Sonne scheint in den Raum. In einem Ohrensessel ist eine Bewohnerin eingenickt, schläfrig nach dem Mittagessen. Am Nachbartisch wird eine Obstschale  mit Konzentration aus- und wieder eingeräumt. Diese Konzentration störe ich nicht.

    Der Tisch am Gang wird gründlich und ausdauernd gewischt, mit bloßer Hand. Ein sauberes, angefeuchtetes Wischtuch in die fleißige Hand gedrückt, macht das einen Unterschied? Allerdings! Wenn das Wischen auch ohne Tuch unaufhörlich weitergeführt wird, so wirkt der Bewohner mit dem Tuch in der Hand wesentlich entspannter. Sein Gesichtsausdruck ist weicher, seine Bewegungen und seine Atmung langsamer. Meistens mag er nicht sprechen, auch meinen Gruß erwidert er nicht, aber ich denke, er nimmt ihn wahr; denn er schaut auf, und wir haben kurzen Augenkontakt und damit Gelegenheit, einen freundlichen Blick zu wechseln.

    Aus einer anderen Richtung des Flures höre ich ein immer wiederkehrendes Geräusch, das ich  kenne. Ein Herr hat sich mit seinem Rollator in der Ecke neben der Etagentüre festgefahren.  Ein Schritt zurück, Rollator aus der Ecke lenken, fertig. Eigentlich keine Überlegung wert. Aber der Kopf des Bewohners kann ihm diese simple Lösung nicht mehr anbieten. Einfache Dinge des Alltags hat eine dementielle Veränderung vergessen gemacht. Worte, die er spricht, verstehe ich nicht, aber ich kann ihren Ton deuten und die Mimik lesen. Hilflos schaut er jetzt drein. Manchmal kann ich meine Hand auf den Rollator legen, eine kleine Kurve fahrend die Ecke verlassen. Der Mann folgt mir, während er meinen ruhigen, deutlichen Worten zuhört.

    Heute ist das anders. Ich darf sein Gefährt nicht anfassen. Eine abwehrende Handbewegung zeigt mir das deutlich. Das Stehen in der Ecke muss aber auch bald vorbei sein. Die Beine können es nicht mehr lange aushalten. Weil wir uns kennen, weiß ich, was immer gelingt.

    Unsere Bewohner werden natürlich mit „Sie“ angesprochen, bis auf einige Ausnahmen. Eine davon ist diese Situation. Etwa einen Meter vom Bewohner entfernt, Arm und Hand ausstrecken, mit leichter Kopfbewegung zur Seite hin und lockender Stimme :“ Komm, na komm, gehen wir zusammen. Komm.“ Der alte Herr lässt vorsichtig den Rollator los und streckt mir langsam eine Hand  entgegen. Gemächlich  lässt er sich zu seinem Platz führen. Ich spreche dabei mit ihm, verstehe seine Antworten nicht. Das ist jetzt nicht wichtig. Wir gehen eingehakt gemeinsam den Flur entlang. Das gefällt ihm. Er kann das mimisch verständlich machen.  Den Rollator hole ich später nach. Dieser alte Mensch ist einem Impuls gefolgt. Das Locken hat er als Kind bei Vater und Mutter kennen gelernt. Dieser Impuls ist in seinem Urvertrauen zu Hause.

    Über Erlebnisse, Wahrnehmungen und Empfindungen, die ein Mensch sogar schon vor seiner Geburt im Mutterleib gemacht hat, bleibt er auch bei weit fortgeschrittener Demenz bis zum Ende erreichbar. Techniken, die uns in den Stand setzen, diese Mechanismen zu kennen und zu nutzen, sind hilfreich für Betreuende und segensreich für Betroffene.

    Der Schlüssel für alles, was wir mit und für diese schützenswerten Menschen tun, ist die Fähigkeit, uns in das Wesen des Anderen, mit all seinen Eigenheiten hineinversetzen zu können.

    Mehr über Alltäglichkeiten mit ihren „Normalitäten“ und heiklen Momenten in einer Mönchengladbacher Pflegeeinrichtung demnächst wieder an dieser Stelle.  

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  • Kennen Sie’s schon?

    Kennen Sie’s schon?

    Ich meine das Museum „KampsPitter“ im  Willicher Stadtteil Schiefbahn. Nein?

    Na, dann nichts wie hin – es ist ein Heimatmuseum zum Anfassen und zum Genießen!

    Jeden 2. Sonntag im Monat öffnen die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich e. V. ihre Pforte von 14 bis 18 Uhr.
    Auch gibt es an diesen Nachmittagen immer etwas Besonderes, zum Beispiel eine Lesung, ein Film, eine besondere Ausstellung zum Handwerk oder zur Geschichte.
    Eine Herzensangelegenheit ist den Heimatfreunden die Brauchtumspflege. So gibt es mehrere Mundartnachmittage im Jahr, ein Kartoffelfest, einen Kappes-Sonntag zum Schaben und Einlegen des Weißkohls und natürlich einen Sonntag zum Probieren des rheinischen Gerichtes.
    Traditionell wird am 1. Mai gefeiert. Beginnend mit einem Gottesdienst in Mundart um 10 Uhr im Forum (ehem. Klosterkirche) der Schule an der Albert-Oetker-Straße in Schiefbahn findet rund um „KampsPitter“ im Oetkerpark (hinter dem St.-Bernhard-Gymnasium) ein Fest der Begegnung mit Musik und Handwerk statt.

    In diesem Jahr zeigt Marianne Vormann aus Hagen eine eher seltene Freizeitbeschäftigung, das Klöppeln. Eine gewisse Fingerfertigkeit erfordert diese handwerkliche Kunst – Sie dürfen es auch selbst ausprobieren!
    Außerdem fallen zahlreiche Patchwork und Quilt-Arbeiten aus bunten farbigen Stoffen und ausgefallenen Mustern ins Auge, die Ihnen Christiane Gabler zeigt.

    „Ein gelungener Auftritt für Hals und Arm“ – Glasperlen kunstvoll verarbeitet Frau T. Thömmes aus Krefeld. Schauen Sie den Hobbyhandwerkerinnen über die Schulter bzw. auf die Hände. Ihre Kinder dürfen sich in der aufgestellten Hüpfburg austoben oder machen eine Planwagenfahrt mit unseren Heimatfreunden.
    Bei einer Stärkung – süß oder deftig – darf „geklönt“ werden. Die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich heißen Sie herzlich willkommen!

    Sie wollen mehr erfahren, bitte schauen Sie nach unter  www.heimatverein-willich.de
    e-Mail: info@heimatverein-willich.de

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  • Deutsche Burgenvereinigung traf sich zum Neujahrsempfang

    Deutsche Burgenvereinigung traf sich zum Neujahrsempfang

    Im Januar fand wieder der Neujahrsempfang der Landesgruppe Rheinland der Deutschen Burgenvereinigung statt, diesmal in Bonn.
    Im Akademischen Kunstmuseum, mit seiner berühmten Sammlung antiker Gipsabdrücke (ein Eldorado für Studenten), traf man sich zunächst bei Kaffee, Kuchen und Sektempfang um anschließend in zwei Gruppen zunächst die Sammlung zu betrachten und später zum Rheinufer hinabzusteigen, um sich das Geburtshaus und seine Büste anzuschauen: Peter Joseph Lenne´.
    Dann folgte  im „100 Jahre alten Klassenzimmer“ ein  Vortrag des früheren Landeskonservators der Berliner Schlösser und Gärten Dr. Klaus von Krosigk zum früheren Generaldirektor der Königlich Preußischen Gärten in Berlin und Potsdam – Peter Joseph Lenne´, der leider im Rheinland nur sehr wenige Gärten/Parks konzipiert hat – u.a. die Parkanlagen rund um die Schlösser in Brühl.

    Etwa 60 Mitglieder der Landesgruppe lauschten aufmerksam dem Vortrag, der mit Lichtbildern aus Berlin und Potsdam untermalt wurde und auch zeigte, wie schnell sich die Gartenanlagen unter den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wandeln können.
    Dann folgten noch kurze Hinweise zu Tagesexkursionen im ersten Halbjahr und der Abend endete mit einer zünftigen Gulaschsuppe und intensiven Gesprächen zwischen den Mitgliedern.

    Text und Fotos:
    Klaus Cörstges, Mitglied der DBV (Deutsche Burgenvereinigung e.V. , mit Sitz auf der Marksburg)

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  • St. Vitus-Laurentius-Bruderschaft ist nun eingetragener Verein mit Satzung

    St. Vitus-Laurentius-Bruderschaft ist nun eingetragener Verein mit Satzung

    Vor einigen Tagen wurde im Mönchengladbacher Münster der neue König der St. Vitus-Laurentius-Bruderschaft Mönchengladbach-Stadtmitte,
    gegr. 1422, gekrönt. In einem sehr feierlichen Gottesdienst übergaben Präses Probst Dr. Peter Blättler und Präsident Eberhard Boekers das Königssilber an Willi Kempers und die Brudermeisterplaketten an Detlef Robens und Klaus Cörstges.

    Zur Proklamation spielten die Dudelsackspieler von „Pipes and Drums“, die auch zur Kommunion gemeinsam mit der Orgel die Zuschauer begeisterten.
    Nach dem Gottesdienst gingen die Mitglieder zum angrenzenden Pfarrheim, wo dann die Generalversammlung auf dem Programm stand.

    Es wurde ein ‚eingetragener Verein‘ gegründet und gleich auch eine neue Satzung verabschiedet. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden auch den neuen Verein unter gleichem Namen begleiten. Ziel ist es, die Bruderschaft im Stadtzentrum bekannter zu machen, wozu sicher auch der  „aktive Einsatz für die Nachbarschaft“ zählt.

    Am 10 . Juni findet das Schützenfest in der Gladbacher City statt, wozu sich schon etliche Gäste angemeldet haben.

     

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  • Nikolausfeier im Pfarrheim Abteistraße

    Nikolausfeier im Pfarrheim Abteistraße

    Bereits am 1. Adventsonntag besuchte der Nikolaus die Mitglieder der St. Vitus-Laurentius-Bruderschaft Stadtmitte zu ihrer Nikolausfeier im Pfarrheim Abteistraße.
    Auch Präses Dr. Blättler freute sich, zumal die Mitglieder vorab die Sonntagsmesse besucht hatten. Alle ließen sich einen großen Weckmann mit Butter, Marmelade und Käse gut schmecken und durften nach dem Besuch des Nikolaus (Präsident Eberhard Boekers) auch noch einen kleinen Weckmann mit nach Hause nehmen.

    2016_niko2Zwischendurch wurde das neu gestaltete Königssilber bewundert, welches Vizepräsident Willi Kempers (der im neuen Jahr auch das Silber tragen wird) eigenhändig mittels vorhandener Silberplatten zusammengestellt hat. Er hat auch das umfangreiche Archiv in vielen Ordnern zusammengetragen.

    Etliche Teile und Bilder lagen jahrelang unter Staub und Dreck begraben im Speicher eines Pfarrgebäudes. Die Mitglieder von Jung bis Alt waren von dem Neubeginn der Bruderschaft – passend zum 1. Advent – sehr angetan. Frohe Festtage und guten Rutsch – man sieht sich am 15. Januar zur Königskrönung im Münster wieder.

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  • Übergabe des Angela Tillmann Ehrenpreises an Kleingartenanlage Spielkaulenweg übergeben

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    Angela Tillmann MdL begleitete dieses Jahr die Jury zur Auswahl der besten Kleingartenanlagen in Mönchengladbach. Hierbei stellte sie fest, dass es Anlagen gibt, deren Vorstände eine erstaunliche Dynamik in der Weiterentwicklung ihrer Anlage entwickeln.

     

     

     

     

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    Dies war der Anlass für Frau Tillmann einen Ehrenpreis für derartige Kleingartenanlagen ins Leben zu rufen. Ein Name musste gefunden werden und so wurde auf Anraten u. a. des Kreisverbandsvorsitzenden Johannes Kernbach der Preis nach der Stifterin benannt und heißt nun Angela Tillmann Ehrenpreis.

     

    Am Samstag den 15.10.2016 beim Ehrenfest der Kleingartenanlage Spielkaulenweg e. V. wurde diese Anlage mit dem neugeschaffenen Ehrenpreis durch die Stifterin bedacht. Sie übergab im Beisein vom Kreisverbandsvorsitzenden Johannes Kernbach und Vorsitzenden Sasch Luettgens einen Scheck in Höhe von 200 Euro und die Ehrenurkunde an den Vorsitzenden des Kleingartenvereins.

     

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    Die Kleingartenanlage sollte noch ein weiteres freudiges Ereignis an diesem Tage feiern können. Ihr wurde ein neues, geschnitztes Namensschild von Ingo Buschüter gespendet.

    Da Angela Tillmann MdL zu gegen war wurde sie gebeten dieses feierlich zu enthüllen. Dieser Bitte kam sie gerne nach.

    Weiterhin wurden auch langjährige Mitglieder und Gartenfreunde mit Ehrennadeln und Ehrenurkunden vom Kreisverbandsvorsitzenden geehrt.

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  • Männerchor Giesenkirchen veranstaltete den 16. Sängertag

    Männerchor Giesenkirchen veranstaltete den 16. Sängertag

    Der 16. Sängertag des Männerchors Giesenkirchen am 28. August 2016 war wieder eine gelungene Veranstaltung.

    Um 12:00 Uhr war die Technik bereit und der Männerchor Giesenkirchen mit den ihn unterstützenden Sängern des MGV Melodia Hardt/Winberg nahmen Aufstellung um den Gesangsreigen zu eröffnen. Nachdem das Eröffnungslied „Musik erfüllt die Welt“ verklungen war begrüßte der Sänger Manfred Schnabel die erschienen Gäste, Ehrengäste und ganz besonders den Schirmherrn der Veranstaltung Herrn Hans-Willi Körfges MdL und übergab ihm das Mikrofon.
    Körfges machte in seiner Begrüßungsrede deutlich, dass er sich freue dem Sängertag als Schirmherr beiwohnen zu können und wünschte Gästen und Sänger einen harmonischen und schönen Tag bei guter Chormusik.

    Nach der Eröffnung brachte der Männerchor noch zwei weitere Gesangsstücke zu Gehör. Ihm schlossen sich die Damen vom Chor der ev. Kirchengemeinde Mönchengladbach Großheide an und erfreuten die Zuhörer mit drei toll vorgetragenen Liedern. Der Männerchor und auch der Kirchenchor werden beide von Astrid Dichans geleitet. Als der Applaus verklungen war betraten die Sänger des MGV Germania Schelsen unter Leitung von Gregor-Maria Heidel die Bühne und trugen ihre  Gesangsstücke, wozu der Sänger Herny Ferl erklärende, einleitende Informationen gab, vor. Nachdem die Sänger der Germania unter gebührenden Applaus die Bühne verlassen hatten  wurden die ersten Verlosungen mit dem traditionellen Hauptpreis, einem Geschenkkorb, durchgeführt.

    Im Anschluss betrat die Chorgemeinschaft Constantia Dohr/Eintracht Hoppers die Bühne und erfreuten das Publikum mit 4 teilweise lustigen Liedern. Die Männer des Gesangsvereins Wickrathberg kamen im Anschluss auf die Bühne und brachten ihr Repertoire unter der Leitung ihres Chorleiters Heinz-Josef Fröschen zu Gehör. Nach ihnen erklangen nochmals die Stimmen des Männerchores Giesenkirchen mit Unterstützung der Sänger von Melodia Hardt/Windberg unter Leitung von Astrid Dichans. Es schlossen sich wieder zwei Verlosungsrunden an, bevor der Männerchor die letzten Lieder vortrug und mit allen noch anwesenden Sängern der Gastchöre das Lied „Aus der Traube in Tonne“ als Abschluss sang.

    Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Frauen der Sänger Kuchen gebacken die während des Tages von ihnen an die Gäste verkauft wurden. Der Kuchen ist, aus Tradition ein Anziehungspunkt für das Giesenkirchener Publikum um den Sängertag zu besuchen. Es ist mittlerweile bekannt, dass dort besondere Köstlichkeiten zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

    Am Sonntagnachmittag endete die Veranstaltung und alle konnten zufrieden auf ein harmonisch abgelaufenes Sängerfest zurückblicken und die Männer des Männerchores Giesenkirchen können die Planung für weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Adventkonzert in der Lutherkirche am zweiten Advent in Angriff nehmen.

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  • Gülistan Yüksel erneut für die Bundestagswahl nominiert

    Gülistan Yüksel erneut für die Bundestagswahl nominiert

    Bereits am 1. September hatte der SPD Unterbezirk Mönchengladbach zur Nominierung der/des Kandidatin/Kandidaten zur Bundestagswahl 2017, die Delegierten in das Haus Erholung eingeladen.

    Nachdem Hans-Willi Körfges MdL die Konferenz eröffnet und die 90 Delegierten und Gäste begrüßt hatte, ließ er das Präsidium wählen. Alle vom Unterbezirksvorstand vorgeschlagenen wurden mehrheitlich ins Präsidium gewählt.
    Angela Tillmann, MdL, als stellvertretende Leiterin der Konferenz, verlas die Regularien für die Durchführung dieser Wahlkreiskonferenz. Hieran schloss sich die Wahl der Mandatsprüf- und –zählkommission an.

    Nachdem diese organisatorischen Dinge erledigt waren, erteilte Körfges der einzigen Kandidatin für die Bundestagswahl für den Wahlkreis 109, Gülistan Yüksel, MdB, das Wort.

    Yüksel ging in ihrer Rede auf die in den letzten Jahren geleistete Arbeit der SPD Bundestagsfraktion ein. Sie bedankte sich bei ihren Genossen für die Unterstützung und ist froh, der Bundestagsfraktion anzugehören.
    Sie hob nochmals das bereits erreichte in der Koalition hervor und machte auch deutlich, dass es noch viel für die Menschen in Deutschland zu tun gebe. Sie machte deutlich, dass sie auch nach 2017 bereit ist, für die Menschen in Deutschland für ein gerechteres Leben alles in ihrer Macht stehende tun zu wollen. Sie bedankte sich nochmals für die Unterstützung, die sie während der letzten Jahre erfahren durfte. Sie bat die Delegierten ihr für eine weitere Kandidatur das nötige Vertrauen zu schenken.

    Der sich anschließende Wahlgang erbrachte ein sehr gutes Ergebnis, von den abgegebenen Stimmen entfielen 85 Ja-Stimmen auf sie. Dies entspricht einer Zustimmung von mehr als 95%.
    Gülistan Yüksel bedankte sich bei den Delegierten für dieses große Vertrauen.

    Die SPD Mönchengladbach hat nun für die Kandidaten für die Wahlen im nächsten Jahr nominiert, es sind Angela Tillmann und Hans-Willi Körfges für die Landtagswahl am 14.05.2017 und Gülistan Yüksel für Bundestagswahl im September 2017.

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  • Richard Ahrendt verstorben

    Richard Ahrendt verstorben

    Anfang August starb plötzlich, nach längerer Krankheit ein Hehner Urgestein, Richard Ahrendt.

    Richard Ahrendt
    bei der Verleihung des Dahlener Schöffensiegels in 2011

    Über 30 Jahre lang war Ahrendt im Kirchenvorstand und bis vor wenigen Jahren auch Stellv. Vorsitzender. Sein Hauptanliegen war der Umbau der Pfarr-/Wallfahrtskirche und der Friedhof.
    Er kümmerte sich um alles im Ort Hehn  und so wirkte er auch nach aussen in der Politik mit, indem er 30 Jahre als Bezirksvertreter in Rheindahlen aktiv war.

    In jungen Jahren war er Vorsitzender der DJK Sportfreunde Hehn, die er immer unterstützte.
    Über 50 Jahre lang Mitglied der Hehner St. Michaels-Bruderschaft und der einzige Kaiser (3 mal König). Er war jahrzehntelang als Vorbeter bei den zahlreichen Prozessionen im Wallfahrtsort dabei, organsierte fröhliche und traurige Festlichkeiten mit.
    In Hinterbichl, dem Feriendomizil durch Pfr. Leo Eißen gegründet, wirkte er lenkend mit.
    Vor wenigen Jahren gründete er mit Freunden die Hehner St. Mathias-Pilgerbruderschaft und kümmerte sich bis vor wenigen Jahren weiter um alles „rund um den Wallfahrtsort Hehn“.  Nicht umsonst wurde er des öfteren scherzhaft der „Hehner Bürgermeister“ genannt.
    Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen wurden ihm verliehen.
    Und so wunderte es niemanden, dass seine Beerdigung viele Menschen nach Hehn brachte, welche den Worten  von Pfr. Harald Josephs lauschten und anschließend seiner Beisetzung im neu eröffneten Memoriam Garten beiwohnten.
    Alle sagten Dank und versprachen:  Richard werden wir nicht vergessen.

    Klaus Cörstges

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  • Aus dem Stadtbetrieb (AÖR) wird „mags“ – MG mags sauber

    Aus dem Stadtbetrieb (AÖR) wird „mags“ – MG mags sauber

    mags – der Name steht für „Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetrieb“ als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR).
    Ab dem 1.7. ist dieser Stadtbetrieb zuständig für „ich mags sicher“ die Unterhaltung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze.
    Zuständig für rund 950 Kilometer Straßen, wo demnächst im ersten Aufschlag 50 Straßen einen neuen Decküberzug erhalten sollen, für rund 2,8 Millionen Euro, „ich mags sauber“, die sauberen Straße und Plätze und eine geordnete Abfallabholung und Entsorgung.
    Seit dem 1. Januar ist die GEM eine Stadttochter und auch eine Tochter von  mags.

    „ich mags grün“ die Parkanlagen im Stadtgebiet (130 Quadratkilometer Grünfläche), die Sport- und Spielplätze, sowie die städtischen Friedhöfe.

    Hinzu kommt als Symbol ein Herz (dreiteilig für die oben genannten Fachbereiche) und mit dem Gedanken:
    „ein Herz für unsere Stadt – MG im Herzen“.

    IMG_20160629_150331Ab sofort ist das Logo und der Slogan auf den Fahrzeugen der mags-Tochter GEM und den weiteren Fahrzeugen des Betriebs zu sehen. Neben den bereits 350 GEM-Mitarbeitern kommen zum 1.7. noch rund 450 Mitarbeiter der Verwaltung in die AöR. Hauptsitz ist im Gebäude der GEM:  Am Nordpark 400.

    Und da bekanntlich „neue Besen gut kehren“ gibt es demnächst auch fünf Mülldetektive, die zunächst einmal um Aufklärung bemüht sein werden, später jedoch auch „Knöllchen“ schreiben werden. Und dies wird nicht billig. Wer eine Mülltüte illegal entsorgt, ist schnell mit 100 Euro dabei, und wer Sperrmüll wild entsorgt, der darf dann schnell mit 800 euro rechnen.

    Und auch Grillscouts (die es z.B. auch schon in den Nachbarstädten gibt) sollen helfen, dass die Parkanlagen nach den Grillfesten sauber zurück bleiben. Auch hier gilt zunächst die Aufklärung.

    Die Hotline zur Meldung von Fehlverhalten, aber auch Aufklärung zu Abfall, Entsorgung, Grünanlagen usw. ist Montags bis Samstags in der Zeit von 6 bis 22 Uhr unter  02161-491010,  per Mail  an   service@mags.de erreichbar.

    Und selbstverständlich ist das Unternehmen auch im Internet vertreten und will hier auch  mögkichst transparent sein. www.mags.de

    Auch auf facebook ist mags vertreten unter  mags.mg.
    IMG_20160629_150504Ziel des ganzen ist natürlich die Bündelung aller bisherigen Abteilungen der Stadt und der GEM zum Wohle der Bürger, damit unsere Stadt – wie auf allen Ebenen immer wieder betont wird –  sauberer zu machen, damit nicht nur die eigenen Bewohner, sondern auch die Gäste bemerken, wie sauber unsere Stadt  ist (oder werden will).

    Die Vorstandsmitglieder  von  mags  Hans Jürgen Schnaß (Vorsitzender) , Gaby Teufel und Hans-Günter Petry sind optimistisch die Ziele erreichen zu können, und auch OB Hans Wilhelm Reiners (Vorsitzender mags-Verwaltungsrat) und Fred Hendricks (GEM Aufsichtsrat) unterstützen den Betrieb nach Kräften.

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  • Spaziergang auf dem neuen „Altstadtrundweg“ ermöglicht Eintauchen in die Stadtgeschichte

    Spaziergang auf dem neuen „Altstadtrundweg“ ermöglicht Eintauchen in die Stadtgeschichte

    Wer weiß schon, wo sich einst das Markttor, der Kapuzinerturm, das Judentor oder der Hoppenturm befand und dass es einen Lauffenbergturm, einen Wyenturm und einen Kampenturm gab?

    „Nachhilfe“ in Sachen Stadtgeschichte bietet jetzt ein „Altstadtrundweg“, der zukünftig an 23 Stationen an historische Bauwerke erinnert, an denen sich die Stadtgeschichte ablesen lässt.

    IMG_20160627_103840Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners stellte heute die ersten Stelen am Fuße des Abteiberges im Geropark vor. „Nicht nur die Mönchengladbacher, auch auswärtige Gäste bekommen so ein Gefühl für den Umfang der mittelalterlichen Stadtgrenze der Stadt und lernen die Überreste der Geschichte im Zusammenhang besser kennen“, so der Oberbürgermeister, der sich insbesondere beim aufgelösten Bürgerverein Mönchengladbach bedankte, der die Idee eines „Stadtmauerprojektes“ hatte und seinen Erlös für diesen Zweck einsetzte. „Das Projekt ist ein kleiner, aber hervorragender Baustein bei den Themen Altstadt, Innenstadt Mönchengladbach sowie Masterplan und Wachsende Stadt, in denen sich die Stadt mit den Qualitäten der Stadt befasst“, so der Oberbürgermeister weiter.

    Aus der ursprünglichen Idee, die 1488 vollendete Stadtmauer, die heute nur noch in Teilen erhalten ist, stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen, ist schließlich in der Zusammenarbeit von Stadtplanung, Stadtarchiv und Denkmalschutz der „Altstadtrundgang“ geworden, bei dem auch auf Bauten wie das Rathaus Abtei, das Gladbacher Münster, die ehemalige Hauptpfarrkirche und die Gaststätte St. Vith hingewiesen wird.

    IMG_20160627_105112 Dabei zeigen die Stelen das Bauwerk nicht nur in einer Abbildung, sondern auch jeweils einen kurzen erläuternden Text, eine Karte mit Standortangabe und einen QR-Code, der zu weitergehenden Informationen führt.

    „Das System der Wegweisung und Informationsvermittlung an einer Stele ist ein Prototyp, der sich durchaus auch an anderen Stellen im Stadtgebiet fortsetzen lässt“, so Kulturdezernent Dr. Gert Fischer.

    Zum Hintergrund: Die Stadt Mönchengladbach geht auf das im Jahr 974 gegründete Kloster und die dazugehörige benachbarte Siedlung zurück. Nachdem die Siedlung das Marktrecht erlangt hatte, erhielt sie 1364/66 auch das Stadtrecht. An die Stadtrechtsverleihung war die Verpflichtung gebunden, eine Stadtmauer zu errichten. Deren Bau wurde 1488 mit drei Toren und zwölf Türmen vollendet.

    Als die mittelalterliche Stadtmauer aufgrund des Fortschritts der Waffentechnik militärisch bedeutungslos geworden war, übernahm sie den Schutz der Stadt vor Verbrechern und die Tore waren die Erhebungsstelle städtischer Abgaben. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Stadttore abgebrochen, Teile der Stadtmauer und der Türme wurden abgerissen oder unter anderem als Wände und Teile von Häusern weiterverwendet. Die Bombenangriffe des zweiten Weltkriegs führten zu weiterem Substanzverlust, so dass weite Teile der Befestigungsanlage nicht mehr existieren. Diese Relikte der mittelalterlichen Stadtmauer sind heute im Stadtbild kaum mehr wahrzunehmen. Sichtbar erhalten blieben ein Stück Stadtmauer im Geropark und am Abteigarten sowie die Reste des Kampenturms, des Pulverturms (Dicker Turm), des Wyenturms und des Bornefeldschen Turms.

    [pmg]

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