CDU-Antwort auf Zensus 2011: Negativtrend entgegenwirken mit „mehr Einwohner mit guten Einkommen“

opa_enkel[1] „Das Ergebnis der Volkszählung 2011 ist für die CDU Ansporn, sich mehr denn je für die Attraktivität unserer Stadt einzusetzen und im Wettbewerb der Kommunen um jeden Einwohner zu kämpfen. Das wird nur gelingen, wenn wir in allen Bereichen auf Qualität setzen und besser sind als die Konkurrenz.“

So reagierte CDU-Fraktion-Vorsitzender Dr. Hans Peter Schlegelmilch, auf die nsus 2011Veröffentlichung der Zensungsergebnisse, die für Mönchengladbach ein Minus von 2.326 Einwohnern bedeuten. Die Stadt hatte zum Stichtag 9. Mai 2011 statt der bis dahin laut amtlicher Landesstatistik ausgewiesenen 261.455 nur noch 255.188 Einwohner.

 

Auch wenn der statistische „Verlust“ mit 0,9 Prozent im Vergleich zu anderen Kommunen noch gering ist, will sich die CDU-Fraktion mit sinkenden Einwohnerzahlen nicht abfinden. „Wenn man den Statistikern von IT NRW glaubt, dann soll die Einwohnerzahl Mönchengladbachs aufgrund der demographischen Entwicklung bis 2030 um etwa 5,1 Prozent auf knapp 247.000 sinken“, sagt Schlegelmilch und weist daraufhin, dass gleichzeitig für die Stadt Düsseldorf bei der Einwohnerzahl ein Plus von 11,1 Prozent vorhergesagt wird.

In dieser Situation reicht es aus Sicht der CDU-Fraktion nicht, mit den Schultern zu zucken und sich in sein Schicksal zu fügen. Denn die Kosten der vorzuhaltenden Infrastruktur werden nicht im gleichen Maß sinken wie die Einwohnerzahl. Anders ausgedrückt: Wenn nicht gegengesteuert wird, müssen immer weniger Menschen die Kosten tragen, individuell also mehr zahlen müssen.

Ansatzpunkte, dem Negativtrend entgegenzuwirken, gibt es für die CDU-Fraktion viele: Ziel muss zum Beispiel sein, in Mönchengladbach möglichst viele Arbeitsplätze anzubieten und dabei zu beachten, dass auch gut qualifizierte Menschen vor Ort ein Angebot finden. Schlegelmilch: „Wir brauchen mehr Einwohner mit guten Einkommen, die hier auch einkaufen und Dienstleistungsangebote nutzen.“ In diesem Zusammenhang muss auch Ziel sein, weiterhin gute Bildungsangebote zu machen und so die Grundlage für eine qualifizierte Berufstätigkeit zu legen.

Und Ziel muss nicht zuletzt sein, auch an den so genannten „weichen“ Standortfaktoren zu arbeiten. Schlegelmilch: „Dazu gehört für uns vor allem das Thema Sauberkeit. So, wie viele öffentliche Bereiche unserer Stadt derzeit aussehen, darf es auf keinen Fall bleiben. Das macht die Stadt unattraktiv und schreckt die Menschen davon ab, unbedingt hier wohnen zu wollen. Darüber wird auch bei den Haushaltsberatungen wieder zu reden sein.“

1 Kommentar zu "CDU-Antwort auf Zensus 2011: Negativtrend entgegenwirken mit „mehr Einwohner mit guten Einkommen“"

  1. Stefan Mueller MG | 1. Juni 2013 um 15:19 |

    Die Stadt attraktiver zu machen sollte immer ein Ziel der Verantwortlichen sein – dann sprudeln auch Steuern…..

    Aber was mich bewegt:

    Warum sollte die Auswertung / Fortschreibung des Einwohnermelderegisters so extrem ungenauer sein als diese hochgerechnete STICHPROBENANALYSE?

    Bei den Häuslebauern wurden doch nur die angeschrieben die auch vorher schon bekannt waren – aber eventuelle „unbekannte“ bzw. vergessen anzugebende“ wurden dabei logischerweise auch nicht festgestellt.

    Noch lustiger empfinde ich, das aus einem Pool von Bürgern diese angeschrieben und um Auskunft gebeten wurden.

    Nun erlaube ich mir zu fragen, wer glaubt denn das bei diesen Angaben nicht geschummelt wird, wenn man sonst auch schon „Schwierigkeiten“ hat vollständig und wahrheistgemäss Auskunft zu erteilen?

    Auch wenn es offensichtlich politisch unkorrekt ist: Ich möchte meine Frage von gestern wiederholen:

    Hat auch der Anteil der Bürger die Sozialleistungen empfangen – und das meine ich vollkommen wertfrei in Bezug auf Geschlecht, Nationalität, Bildung etc. – auch entsprechend abgenommen? Falls nicht – dann komme ich automatisch wieder zu meiner Ausgangsfrage des Wahrheitsgehaltes zurück…..

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