CDU fordert: Sportpauschale soll in voller Höhe dem Sport zur Verfügung stehen

SportEin Zeichen für den Sport in Mönchengladbach will CDU-Ratsherr Frank Boss, Vorsitzender des Freizeit-, Sport- und Bäderausschusses, noch vor Beginn der politischen Beratungen über den städtischen Haushalt 2014 setzen. Seine Forderung: Die vom Land gewährte Sportpauschale soll zukünftig in voller Höhe für Investitionen in Sportanlagen zur Verfügung stehen.
Boss kennt den verabschiedeten Sportstätten-Entwicklungsplan, kennt die Finanzierungen die für die Sportstätten verabschiedet wurden, auch unter seiner Regie im Sportausschuss. Boss weiß um die finanzielle Not der Kommune.

Und trotzdem:
„Wir sollten nicht nur davon reden, dass Mönchengladbach eine Sportstadt ist, sondern auch entsprechend handeln“, sagt Boss.
Er hält  die bisherige Praxis des Umgangs mit der Sportpauschale für überholt. Danach ist bisher lediglich die Hälfte des Gesamtbetrages – zum Beispiel im Jahr 2013 knapp 700.000 Euro – für Investitionen in Sportanlagen freigegeben und die andere Hälfte als Einnahme im allgemeinen Haushalt verbucht worden.

„Das entspricht nicht der Idee, die das Land mit der Bereitstellung der Sportpauschale verbindet“, so Boss. Eine Vielzahl von Kommunen, die teilweise ebenfalls in einer schwierigen Haushaltssituation seien, nutze die Sportpauschale in voller Höhe, um ihre Sportanlagen zu modernisieren oder sogar neue Sportanlagen zu bauen.

Genau das will Boss auch in Mönchengladbach erreichen. Er sagt: „Der Bedarf ist ohne Zweifel da. Es gibt dringenden Handlungsbedarf, damit wir auch in Zukunft unseren Schulen und unseren Vereinen gute Sportanlagen zur Verfügung stellen können. Dabei geht es nicht um Luxus-Angebote, sondern um zweckmäßige Anlagen in einer guten Qualität. Die Bereitstellung der Sportpauschale in voller Höhe würde uns diesem Ziel schneller näher bringen.“

Die Investitionen in die Sportanlagen dürfe man auch nicht, so Boss, ausschließlich unter dem Kostenaspekt sehen. Diese Investitionen seien nachhaltig, weil sie Mönchengladbach für die Sport treibenden Bürgerinnen und Bürger attraktiver machten. Aspekte wie Gesundheitsvorsorge und soziales Miteinander dürften bei Erwachsenen und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen nicht außer Acht gelassen werden.

Boss: „In vielen anderen Bereichen schaffen wir es trotz der Sparzwänge, die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Was dort gilt, muss auch für den Sport gelten.“

2 Kommentare zu "CDU fordert: Sportpauschale soll in voller Höhe dem Sport zur Verfügung stehen"

  1. Bei dieser Darstellung entsteht immer schnell der Eindruck, als würde nur die Hälfte der Pauschale in den Sport gesteckt und der Rest verschwindet irgendwie zweckentfremdet im Haushalt. Dabei ist doch klar, dass die Ausgaben für Bau, Unterhaltung und Betrieb von Sporthallen, -Plätzen und Bädern die 700.000 Euro deutlich übersteigen. Schon der Betrieb der Bäder kostet mehrere Millionen im Jahr.

  2. Harald Wendler | 5. September 2013 um 10:58 |

    Ratsherr Boss trägt Verantwortung.
    Er weiß, dass die Stadt eben nicht in der Lage ist , für alle „Bereiche“ die notwendigen Mittel bereit zu stellen.
    Er selbst begrüßt aktuell die nach Jahren in Aussicht gestellte Ampelanlage an der Mülforter Straße.
    Scheuklappen sind hinderlich.

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