Pflege braucht Zeit für den Menschen

Franjo Schiller, Landtagskandidat der ÖDP aus Mönchengladbach; Bildquelle: ÖDP EIN

Die ÖDP stellte ihr Pflegekonzept auf dem Infostand in Rheydt vor

„Pflege brauch respektvolle Behandlung der Pflegekräfte“ so der Landtagskandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Franjo Schiller am Samstag in Rheydt. „Klatschen allein ist viel zu wenig.“

Das gesamte Gesundheitssystem hat nach Vorstellung der ÖDP dem Menschen zu dienen. Gesundheit ist keine Ware. Die ÖDP wird nicht müde, dies immer wieder an-zumahnen.
Für alle Berufsgruppen sind die Bedingungen so zu gestalten, dass die Arbeitsplätze in der Pflege wieder attraktiver werden und eine Work-Life-Balance möglich wird.
Pflegekräfte sind bei der Organisation ihrer Arbeitsrechte und Interessen zu unter-stützen, damit ihre Stimme bei Entscheidungsträgern und Gesetzgebern Gehör findet.

In Wirtschaftsfragen setzt die ÖDP auf die Gemeinwohl-Ökonomie. Im Pflegesektor könnte eine Gemeinwohl-Bilanzierung schnell zu Verbesserungen führen. Das bestätigen Erfahrungen der bereits gemeinwohlbilanzierten Unternehmen.

Für die Pflege zuhause ist eine gute Sozial- und Familienpolitik entscheidend. Auch deshalb fordert die ÖDP schon lange das Pflegegehalt für pflegende Angehörige.

Franjo Schiller, Landtagskandidat der ÖDP aus Mönchengladbach; Bildquelle:
ÖDP EIN

Die ÖDP stellte auf einem Infostand ihre Forderungen zur Verbesserung der Pflege vor:
✔ verpflichtend höhere Personalschlüssel
✔ Mitarbeiterfreundliche Arbeitsbedingungen: max. 6- statt 12-Tage-Wochen; keine geteilten Dienste;
✔ verlässliche Schichtdienstplanung mit Ausfallmanagement
✔ Flexibilisierung der Arbeitszeiten (z. B. Eltern-freundliche Schichten)
✔ Zeit für Kommunikation mit Patienten; Team-bildung fördern; Etablierung von Supervision
✔ Wiedereingliederungsmaßnahmen (z. B. nach Elternzeit)
✔ mehr Kompetenzen für Pflegekräfte und Heilmittelerbringer
✔ Einsatz von Pflegehilfskräften beibehalten (bezahlte Zeit für Zuwendung!)
✔ Reinigungskräfte als wichtigen Bestandteil der Hygiene und Patientensicherheit begreifen
✔ Ausbildung von Quereinsteigern: altersgerechte, an Lebensreife angepasste Ausbildungsgänge
✔ Beschleunigung und Erleichterung der Berufsanerkennung ausgebildeter Einwanderer

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