Schlagwort: Armut

  • Bei Armut kein Platz in  der Kita

    Bei Armut kein Platz in  der Kita

    Ärmere Familien ziehen häufig den Kürzeren, zeigt eine Studie.

    Das Arbeitslosenzentrum kämpft seit Jahren gegen diesen Missstand.

    Bei der Suche nach Kindergarten-Plätzen erhalten arme Eltern häufiger eine Abfuhr als Erziehungsberechtigte „mit mehr Geld“.
    Das verdeutlicht eine jüngst veröffentliche bundesweite Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Karl Sasserath, Leiter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ), meint dazu: „Leider bestätigt diese Erhebung das, was wir seit Jahren feststellen – und kritisieren.“ Vor allem die Kinder von Eltern mit Migrationsgeschichte bleiben auch in Gladbach viel zu oft unversorgt. Mit zum Teil fatalen Folgen für die weitere Entwicklung ihrer Kinder.

    Dem Bundesinstitut zufolge hatte 2020 nur etwa jedes vierte armutsgefährdete Kinder unter drei Jahren (23 Prozent) einen Platz in der Kita, während es bei Familien aus „nichtarmen“ Verhältnissen doppelt so viele waren. Der Betreuungswunsch von prekär lebenden Familien wird laut Institut in rund 17 Prozent nicht erfüllt, bei reicheren Lebensgemeinschaften werde nur jeder 10. Wunsch abgelehnt. Auf Gladbach bezogen dürften die Zahlen nicht anders sein, meint Sasserath.

    Und weiter heißt es in der Studie: „So nutzt beispielsweise unter jenen Familien, die zu Hause kein Deutsch sprechen und einen Betreuungsbedarf äußern, nur etwa jedes zweite Kind eine Kita. Dagegen können vier von fünf Kindern von Familien, in denen Deutsch gesprochen wird, auch eine Kita besuchen, wenn es seitens der Eltern einen Bildungs- und Betreuungsbedarf gibt.“ Diese Entwicklung führe dazu, „dass viele Kinder ihre Bildungspotenziale nicht entfalten können“. An die Politik gerichtet, erklären die Autoren: Um dies zu ändern, bedarf es unter anderem der Umsetzung weiterer Maßnahmen, den Zugang zur Kita zu vereinfachen und damit die Teilhabechancen aller Kinder unter drei Jahren zu verbessern.

    In der Praxis zeigt sich oft: Die aufwändige wie zumeist erfolglose Suche nach einem Kita-Platz ist sehr häufig das Problem alleinerziehender Frauen. Viele von ihnen – zumeist Migrantinnen – haben schon einen Marathon hinter sich, ehe sie im ALZ um Hilfe bitten. Hinzu kommt: Die meisten sprechen kaum Deutsch. Ohne Betreuungsplatz für ihre Kleinen sind aber der notwendige Besuch von Sprachkursen bzw. Qualifizierungskursen für einen späteren Job nahezu unmöglich.

    Sasserath und ein befreundeter Rechtsanwalt haben daher vor geraumer Zeit ein standardisiertes Verfahren (kann als PDF auf der Homepage des ALZ heruntergeladen werden) entwickelt, mit dem Eltern den seit zehn Jahren bestehenden Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz gegenüber der Stadtverwaltung durchsetzen können. Wichtig: die Erziehungsberechtigten müssen den Antrag auf Zuteilung eines wohnortnahen Kitaplatzes schriftlich an die Verwaltung stellen. Das Schreiben an die Stadtverwaltung enthält die Aufforderung, auf den Antrag einen schriftlichen Bescheid zu erteilen. Gegen einen ablehnenden Bescheid ist für die Erziehungsberechtigten die Klage vor dem Verwaltungsgericht möglich. Mit anderen Worten: der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz lässt sich auch gerichtlich gegen die Stadtverwaltung durchsetzen. „Weil es hier um einen Rechtsanspruch geht, würde ich den Eltern auch immer im Fall der Ablehnung raten, notfalls mit Hilfe juristischer Unterstützung den Anspruch auf dem Rechts- bzw. Klageweg durchzusetzen“, sagt Sasserath. Im ein oder anderen Fall reagierte die städtische Behörde ohne großes Aufsehen – zur Freude der gefrusteten Eltern bzw. Alleinerziehenden über den „plötzlichen Kita-Platz“.

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  • Armut in der Stadt

    Armut in der Stadt

    Es ist schon sehr traurig, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht und die Armut der Menschen sieht.

    Noch nie habe ich so viele Menschen in den Mülleimern wühlen sehen wie in dieser Zeit. Wie viele werden es noch werden? Warum sind so viele Menschen davon betroffen in so einem reichen Land? 

    Viele Frauen versuchen zu verbergen, dass sie arm sind und scheinen auf ewiger Einkauftour zu sein. Mit ihren Taschen ziehen sie immer wieder umher und versuchen möglichst nicht aufzufallen, wenn sie nach Flaschen oder Pfanddosen suchen. Heute ging in einer Nebenstraße ein großer Mann mit gesenktem Haupt vor mir her. Er hatte nur einen Schlappen und zwei zerfetzte Socken an den Füßen.  Dieser Anblick ist schon sehr befremdlich, wenn man im Hintergrund die Kinder Sankt Martinslieder singen hört.

    Schon im Sommer kamen Mittbürger spät an private Haustüren, um im Schutz der Dunkelheit Lebensmittel bei der Organisation „Save The Food“ zu erbitten. Viele schämen sich für diesen Gang.

    Ob Rentner oder  Familien in Not werden hier auch ohne Nachweise nicht abgewiesen. Solange man etwas geben kann. Denn die Spenden der Supermärte gehen zurück. Die evangelische Kirche in unserer Stadt erweitert Ihr Angebot.  Die Gemeinde der Friedenskirche ist für ihr weitreichendes Netzwerk und die vielseitigen Angebote vor Ort bekannt.

    Seit langem schon ist in Pesch, im Paul Schneider Haus eine Hausaufgabenhilfe mit Mittagessen eingerichtet.  Hier im PSH oder auch liebevoll Paule genannt, werden genau wie in Bettrath,  im Karl Immer Haus sowie in der Friedenskirche auf der Margaretenstraße in Eicken nun Wärmestuben eingerichtet. Ein warmes Mittagessen wird bei Bedarf auch gerne gereicht.

    Wegen der besseren Planbarkeit wird um Anmeldung gebeten. Weitere Gäste sind herzlich willkommen. Informationen finden Sie unter EKIMG.de

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  • „Betroffene in NRW können nicht länger warten!“

    „Betroffene in NRW können nicht länger warten!“

    Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen appelliert an die Landesregierung, sich über den Vermittlungsausschuss dafür einzusetzen, dass das Bürgergeld zum 1. Januar 2023 in Kraft tritt.

    „Laut Paritätischem Armutsbericht ist der Bedarf für diese Leistung in NRW besonders groß und viele Menschen rechnen bereits fest mit den höheren Auszahlungsbeträgen, die für den Jahreswechsel angekündigt wurden“, erklärt der Vorsitzende Horst Vöge. „Hinzu kommen Haushalte aus der Mittelschicht, die aufgrund der gestiegenen Preise und der Rekord-Inflation vor finanziellen Herausforderungen stehen, wie sie vor wenigen Monaten noch gar nicht denkbar gewesen wären.“

    Gerade in solchen Krisen müsse der Sozialstaat die Menschen unterstützen und ihnen Sicherheit geben. „Dazu gehört für uns auch, dass das Bürgergeld eine zweijährige Karenzzeit beim Wohnen und für Vermögen vorsieht“, betont der VdK-Landesvorsitzende. „Nur so kann verhindert werden, dass Bezieherinnen und Bezieher unmittelbar auf ihre Ersparnisse zurückgreifen oder ungewollt umziehen müssen.“

    Als Vizepräsident auf Bundesebene mahnt Horst Vöge ferner mehr Sachlichkeit in den Verhandlungen um die Reform an, der nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die zukünftige Arbeits- und Wirtschaftspolitik eine entscheidende Rolle zukommt. „Aktuell sehen wir leider die Gefahr, dass in der öffentlichen Diskussion ein Zerrbild des Bürgergelds entsteht – obwohl es sich dabei ganz einfach um ein soziales Netz für benachteiligte Personen handelt, die dringend Hilfe benötigen!“

    Dazu zählen in NRW zum einen Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und aufstocken müssen. „Außerdem wird man Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Alleinerziehenden und Älteren nicht gerecht, wenn man ihnen in den Debatten vorwirft, sie würden es sich auf Kosten der Allgemeinheit in einer Art Hängematte gemütlich machen“, so der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen.

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  • „Verarmtes Leben – prekäres Leben. Was müssen wir dagegen tun?“ – mit aktualisiertem Video der Veranstaltung

    „Verarmtes Leben – prekäres Leben. Was müssen wir dagegen tun?“ – mit aktualisiertem Video der Veranstaltung

    Selten gab es eine aktuellere Vortrags- und Diskussionsrunde in der Citykirche in Mönchengladbach.

    Das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit hatte dazu zwei hochrangige Professoren eingeladen.

    Sie, der Ökonom Professor Heinz-Josef Bontrup von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie Professor Nico Dragano, der Sozialmediziner lehrt an der Uni Düsseldorf, redeten Klartext.

    Moderiert wurde die Veranstaltung launig und ernsthaft von Herbert Baumann vom Arbeitslosen-Zentrum.

    Bontrup schlug einen weiten, nachvollziehbaren Bogen der geschichtlichen Abläufe und nahm kein Blatt vor den Mund wenn es darum ging, warum es zu millionenfachen prekären Verhältnissen in Deutschland gekommen ist. Er sprach die Schwäche der Gewerkschaften an, deren Unvermögen, die Interessen der Arbeitnehmerschaft kraftvoll zu vertreten. Die Schuldigen sieht Bontrup in der Politik, keine Partei hat in seinen Augen den Willen oder Mut zur Änderung. Alles richte sich am Kapital aus, so sein Resümee.
    „Die Menschen müssen auf die Straße gehen“, ist seine einleuchtende Empfehlung an die Teilnehmer.

    Professor Nico Dragano

    Welche Auswirkung prekäre Verhältnisse auf die Gesundheit haben, das zeigte Professor Nico Dragano nicht nur anhand wissenschaftlicher Untersuchungen auf. Tatsächlich sinkt die Lebenserwartung um Jahre für von Armut Betroffene.

    Die gesamte. aktualisierte Veranstaltung ist zu sehen auf Youtube unter:
    Verarmtes Leben – prekäres Leben | Was müssen wir dagegen tun? – YouTube

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  • Warum müssen so viele in Armut leben? –  Veranstaltung in der Citykirche will Gründe und Wege aus prekärem Leben aufzeigen

    Warum müssen so viele in Armut leben? –
    Veranstaltung in der Citykirche will Gründe und Wege aus prekärem Leben aufzeigen

    „Verarmtes Leben – prekäres Leben. Was müssen wir dagegen tun?“ ist Thema einer Vortrags- und Diskussionsrunde am kommenden Donnerstag, 2. Juni, in der Citykirche neben dem St. Vith. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Stark steigende Preise – denken wir an Produkte des alltäglichen Bedarfs – haben die Dynamik der Verarmung beschleunigt. Das klingt nach Binsenweisheit, ist aber bittere Realität für Millionen Menschen.

    Referenten des Abends sind der Ökonom Professor Heinz-Josef Bontrup von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie Professor Nico Dragano. Der Sozialmediziner lehrt an der Uni Düsseldorf. 

    Beide, betont Wolfgang Fels vom regionalen Bündnis für Menschenwürde und Arbeit, wollen Ursachen und Wirkung prekärer Lebenslagen darstellen. Warum sind so viele Menschen „arm“, warum haben wir uns quasi damit arrangiert, dass so viele Menschen am Arbeitsplatz ausgebeutet werden, weil man sie nicht für ihre Arbeit gerecht (be-)ent-lohnt. Thema werden auch die Folgen der Verarmung auf persönliche wie familiäre Gegebenheiten sein. Menschen in Armut sind häufiger krank, sie werden von der Gesellschaft mit ihrem Wohlstandsgehabe ausgegrenzt, sind weniger wert, wie Experten beklagen. 

    Die Veranstaltung, zu der alle eingeladen sind, „will aber vor allem Wege aufzeigen, die aus dieser Armutsspirale herausführen“, so Fels. Und fügt hinzu: „Wir können etwas ändern, wir haben Rezepte, aber wir setzen sie nicht um, weil der Wille dazu fehlt.“

    Zu den Veranstaltern gehören neben dem Bündnis die Stiftung Volksverein, das katholische Forum für Familien- und Erwachsenenbildung, die Philippus-Akademie des ev. Kirchenkreises und der Rosa-Luxemburg-Club.

    Ort: Citykirche Alter Markt, Beginn 18.30 Uhr, kein Eintritt.

    Wenn Sie mehr über das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit erfahren oder gar aktiv mitmachen wollen: www.menschenwuerde-und-arbeit.de
    und bma@stiftung-volksverein.de

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  • „Ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.“Arm sein in einem reichen Land

    „Ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.“
    Arm sein in einem reichen Land

    Peter Josef Dickers engagiert sich zeitlebens für Menschen, die aus der Mitte der Gesellschaft herausgefallen sind. Als ehemaliger Priester, Seelsorger und Lehrer kennt er die Nöte und Sorgen der Menschen im Alltag.

    Seine Gedanken und Texte zum Thema wird er im Erzählcafé vorstellen.

    Das Erzählcafé wird musikalisch begleitet am E-Piano von Heinz Flesser.

    Wir freuen uns mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
    Zum Erzählcafé ist keine Anmeldung erforderlich!
    Für den Einlass gilt 2Gplus!

    Termin: Mittwoch, den 27.04.2022
    Zeit: 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
    Ort: Arbeitslosenzentrum
    Lüpertzender Straße 69 / Neben der Musikschule
    41061 Mönchengladbach
    Die Veranstaltung befindet sich im 2. Stock, das Haus ist nicht barrierefrei!

    Eintritt frei, Spenden willkommen!

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  • Aktionskongress gegen Armut – mit ALZ Beteiligung

    Aktionskongress gegen Armut – mit ALZ Beteiligung

    Das Arbeitslosenzentrum beteiligt sich an einem bundesweiten Pilotprojekt. Dabei geht es um die digitale Teilhabe von  Menschen, die von Armut betroffen sind

    „Es war ermuntert für mich, mal als `armer Mensch´ etwas über Armut sagen zu können und dabei gehört zu werden“, berichtete Hannelore Schulz nach der Teilnahme am „Kongress gegen Armut“. Als eine von rund 80 bundesweiten Organisationen im Bereich sozialer Arbeit  beteiligte sich das Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ) an dem Pilotprojekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
    Das Ziel: Von Armut betroffene Menschen schalteten sich während des virtuellen, vom 10. bis 12. Juni stattfindenden Kongresses ein, sagten ihre Meinung und schilderten oft berührend ihre Situation. Die Teilnehmer*innen des Kongresses (Motto: “Armut? Abschaffen!”) formulierten Ziele zur Beseitigung von Armut. Und gerade hier lieferten die betroffenen Menschen „anschauliches Praxismaterial“. Die Politik – der Bundestagswahlkampf ist bereits in vollem Gange – erhält den „Katalog gegen Armut“. 

    Um am Kongress teilnehmen zu können, stellten der Paritätische Gesamtverband die Laptops und Gladbachs Rotarier Geldmittel für den mobilen Internetanschluss zur Verfügung.

    Durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie war der Zutritt für Besucher*innen im ALZ lange eingeschränkt. Die Teilnahme am digitalen Kongress gegen Armut ermöglichte ein Stück Normalität. Der gemeinsame Austausch und das Beisammensein habe allen Beteiligten gut getan.

    “Armut bedeutet Mangel und Ausgrenzung. Die Corona-Krise hat die soziale Kluft in Deutschland und die Not der Betroffenen einmal mehr schmerzlich vor Augen geführt. Durch fehlende digitale Hardware und Internetzugang werden arme Menschen noch weiter abgehängt”, sagt Franjo Schiller. Er gehört dem ALZ-Vorstand an.
    Hier versucht das ALZ Abhilfe zu schaffen.
    Konkret: Nach dem Kongress können die Laptops von dem infrage kommenden Personenkreis geliehen und befristet mit nach Hause genommen werden. Interessenten melden sich bei ALZ-Leiterin Justine Krause (Kontakt siehe unten). 
    Der Kongress mit Diskussionsrunden, Vorträgen und Workshops zeigte die unterschiedlichen Formen von Armut auf. Krause gab am zweiten Kongresstag einen Input zu strukturellen Problemen des Hartz-VI-Systems, die in der Erwerbslosenberatung des ALZ immer wieder aufträten.

    „Insbesondere Menschen mit Sprachbarrieren, Migrations- oder Fluchthintergrund haben große Probleme bei der Antragstellung von Hilfen und mit der Bürokratie. Wir im ALZ versuchen strukturelle Probleme auch immer zu benennen und an die lokale Politik zu tragen. Es war schön, das nun auch auf Bundesebene tun zu können“, so Krause. 

    Außerdem berichtete die neue Leiterin über das Engagement der Einrichtung zur Armutsbekämpfung. Dazu gehören der seit „Corona“ stehende Gabenzaun mit Essbarem vor dem ALZ-Haus, Gesundheitsangebote und der Mittagstisch. Letzterer öffnet übrigens wieder regulär zum Essen im Haus am 16.06.2021.
    „Wir versuchen, unsere Besucher*innen und Ratsuchenden ganzheitlich zu betrachten, dazu sind wir als soziale Einrichtung auf finanzielle und ehrenamtliche Ressourcen angewiesen“, betont Vorstandssprecher Karl Boland.

    Einrichtungen wie das ALZ und Wohlfahrtsverbände wie der  Paritätische bildeten „eine Lobby für Menschen mit sozial schwacher Herkunft“. Oft sind es – im Gegensatz zur Politik – die Häuser vor Ort, die die tatsächlichen Probleme der Menschen mitbekommen und ihnen konkrete Hilfen anbieten. 

    Was viele nicht wissen, die SGB-II-Quote (Hartz IV) in Mönchengladbach  liegt mit ca. 17 Prozent auf Ruhrgebietsniveau.

    Das Arbeitslosenzentrum MG e. V. ist ein gemeinnütziger Träger, Mitglied im Paritätischen Landesverband NRW und aktiv in der Erwerbslosen- und Sozialberatung seit 1983.

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  • „Privatisierung der Armut ist keine Lösung“

    „Privatisierung der Armut ist keine Lösung“

    Bundesweiter Protest für höhere Regelsätze und einen einmaligen Corona-Aufschlag – weil die Armen ärmer werden.

    Karl Sasserath spricht von „Mitleids-Ökonomie“. Konkret meint der Leiter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ) damit: „Die Politik verdrängt seit Jahren, dass die Beträge für Hartz-IV-Bezieher nicht reichen. Es ist ungerecht und fördert die Ungleichheit, wenn der Staat die zahlreichen armen Menschen auf die Angebote gemeinnütziger Träger und privater Wohltätigkeit verweist.“ Um so von der politischen Verantwortung für bedarfsdeckende Regelsätze abzulenken. „Wir helfen gerne, aber der Zweck z.B. unseres preiswerten Essens und unseres Gabenzaunes ist nicht, die Fehlbedarfe für die zu gering bemessenen Beträge der Grundsicherung damit auszugleichen. Diese Privatisierung der Armut kann nicht die Lösung sein“, betont Sasserath.

    Der ALZ-Leiter und das überregionale Bündnis „AufRecht bestehen“ fordern daher von der Bundesregierung und den Bundesländern nicht nur eine „deutliche Erhöhung“ der Sätze, sondern auch einen einmaligen „Corona-Aufschlag“ von 100 Euro.

    Gerade wegen der anhaltenden und sich verschärfenden Pandemie würden die „Armen noch ärmer“. Beispiel Bildungs- und Teilhabepaket. Das sieht für Bedürftige vor, dass der Staat das Essen in Kitas/Schulen stark subventioniert. Als dort wegen des Lockdowns nichts lief, zahlten Erziehungsberechtigte das tägliche Essen alleine – von einem zu niedrigen Regelsatz. Durch steigende Lebensmittelpreise, den Mehrbedarf an Hygieneartikeln (Desinfektionsmittel, Maske) „sind aber viele von uns in ihrer nackten Existenz bedroht“, stellt Heike Wagner („AufRecht“) fest. Allein in Gladbach sind rund 40 000 Menschen von Hartz-IV abhängig.

     Konzerne wie die Lufthansa werden mit Milliarden vom Staat unterstützt. Kleine Firmen, Erwerbstätige und andere Gruppen bekommen wenigstens kleine Hilfen oder Kurzarbeitergeld. Dagegen fehlt bei den Ärmsten eine Unterstützung in der Krise gänzlich. MinijobberInnen erhalten nicht einmal Kurzarbeitergeld. 

    Die Bundesregierung hat zwar angekündigt, den Hartz-IV-Regelsatz um 14 auf 446 Euro/Monat für Alleinstehende zu erhöhen – bei 30 Tagen im Monat ganze 47 Cent täglich. Auch Wagner verlangt „im Namen Millionen Betroffener“ bundesweit: „Wir fordern die Zurücknahme aller politisch motivierten Streichungen beim Existenzminimum! Wir fordern somit eine sofortige Erhöhung des Regelsatzes auf mindestens 600 Euro!“ Die Forderung nach einer Erhöhung der Regelsätze betrifft deutschlandweit rund acht Millionen Menschen, ALG II- und Sozialhilfe-Berechtigte, AufstockerIinnen, Menschen, die Geld aus der Altersgrundsicherung oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Hinzu kommen mindestens vier Millionen Menschen, die einen Anspruch auf Leistungen hätten, diesen aber nicht geltend machen. Profitieren würden auch sehr viele Menschen mit niedrigen Einkommen.

    Die Zeit des gegeneinander Ausspielens sei vorbei. „AufRecht“ und viele Bündnis-Partner wie das Gladbacher ALZ tragen ihren Protest am 30. und 31. Oktober in ganz Deutschland in die Öffentlichkeit. ALZ-Vorstandssprecher Karl Boland: „Es muss Schluss damit sein, dass sich der Staat der vollen Verantwortung gegenüber den Armen entzieht und zum ,Ausgleich‘ auf die Angebote der freien Träger verweist.“ Womit wir wieder bei der „Mitleids-Ökonomie“ sind, die über Spenden ermöglicht wird.

    Mehr dazu unter:
    www.arbeitslosenzentrum-mg.de
    www.erwerbslos.de

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  • Verbesserungen bei Rente und Grundsicherung gefordert – Damit Ältere nicht von der Hand in den Mund leben müssen

    Verbesserungen bei Rente und Grundsicherung gefordert –
    Damit Ältere nicht von der Hand in den Mund leben müssen

    In Nordrhein-Westfalen sind nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts immer mehr ältere Menschen von Armut bedroht.

    Demnach ist der Anteil der über 64-Jährigen, die armutsgefährdet sind, im bevölkerungsreichsten Bundesland besonders stark gestiegen – seit 2005 um 7,1 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. „Auch bei den Beziehern von Grundsicherung im Alter ist NRW mit 4,3 Prozent trauriger Spitzenreiter unter den westlichen Flächenländern. Hinzu kommt nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung eine Dunkelziffer von rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten, die beispielsweise aus Scham keine Leistungen beantragen“, macht der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge deutlich.

    „Altersarmut ist ein Massenphänomen. Deshalb muss die Bundesregierung das Vertrauen in die gesetzliche Rente stärken“, so Vöge, der zugleich als Vizepräsident des VdK Deutschland aktiv ist. „Diese erreicht hier zwar den zweithöchsten Wert im Bundesvergleich. Wir dürfen aber nicht außer Acht lassen, dass gerade Frauen, die sich ein Leben lang um ihre Familien gekümmert haben, nicht annähernd von ihren Altersbezügen leben können. Mit 59,2 Prozent ist ihr Anteil an den mehr als 155.000 Personen, die in NRW Ende 2019 zusätzlich staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen mussten, besorgniserregend hoch.“

    Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen spricht sich demzufolge ausdrücklich gegen mögliche Nullrunden aus. „Um die Altersversorgung zukunftsfest zu machen, sind grundsätzliche Veränderungen dringend notwendig.“ Zudem dürfen die Einkommen aus der gesetzlichen Rente nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet werden, fordert Vöge. „Und nicht zuletzt brauchen wir einen armutsfesteren Mindestlohn von 13 Euro, damit alle Versicherten im Alter die Chance auf eine Rente oberhalb des Existenzminimums erhalten.“

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  • Arm trotz Arbeit: 17.500 Vollzeit-Beschäftigte arbeiten in Mönchengladbach zum Niedriglohn

    Arm trotz Arbeit: 17.500 Vollzeit-Beschäftigte arbeiten in Mönchengladbach zum Niedriglohn

    40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Portemonnaie: Aktuell arbeiten in Mönchengladbach 26 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor.

    Insgesamt rund 17.500 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.350 Euro brutto im Monat (Wert für Westdeutschland). Darauf hat die Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.

    „Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend“, sagt Uwe Orlob, Bezirksvorsitzender der IG BAU Düsseldorf. In der Region zählten unter anderem die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen, in denen besonders wenig gezahlt werde. Grund dafür sei auch die schwindende Tarifbindung. „Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten haben die Beschäftigten. Es droht eine immer tiefere Spaltung des Arbeitsmarktes“, warnt Orlob. Diese werde durch die Corona-Pandemie teils verschärft: Beschäftigte im Handwerk könnten nur selten Homeoffice machen. Wegen hoher Mieten in den Städten müssten sie zudem oft weite Pendelwege in Kauf nehmen.

    Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen in der Stadt dazu auf, sich zu Mitbestimmung und Tarifautonomie zu bekennen: „Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, das den Beschäftigten – und den Betrieben – über Jahrzehnte wachsenden Wohlstand beschert hat. Sie darf nicht unter die Räder kommen.“ Nach Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung profitieren davon auch die Firmen. In tarifgebundenen Unternehmen steige die Produktivität, Mitarbeiter seien motivierter.

    „Aber auch die Politik ist am Zug. Sie sollte mehr für die Tarifbindung tun“, erklärt Orlob und nennt das Beispiel des Maler- und Lackiererhandwerks: Dort haben Gesellen Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Diese Lohnuntergrenze wurde von der Politik für die ganze Branche zur Pflicht gemacht. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,35 Euro pro Stunde.

    „Klar ist aber auch: Je mehr Menschen sich in den Gewerkschaften engagieren, desto mehr lässt sich gegenüber den Arbeitgebern herausholen“, so Orlob.

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  • VdK-NRW: Soziale Spaltung stoppen!Nachhaltige Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen gefordert

    VdK-NRW: Soziale Spaltung stoppen!
    Nachhaltige Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen gefordert

    Die Ende August veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts zur Armutsgefährdung bleiben aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen alarmierend.

    Der Vorsitzende Horst Vöge macht in Düsseldorf deutlich: „Trotz guter Konjunktur und hoher Beschäftigung werden vor allem immer mehr Kinder, Ältere, Arbeitslose, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung abgehängt. Steigende Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung, Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge bei den Renten, ein wachsender Niedriglohnbereich, explodierende Wohnkosten und Sozialleistungen, die kaum zum Leben reichen – eine gerechte Politik sieht anders aus!“

    So bezog Ende 2015 beispielsweise jeder achte NRW-Bürger Mindestsicherungsleistungen. „Gerade der Anteil von Kindern und Jugendlichen sowie der 18- bis 29-Jährigen, die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, hat über einen Zeitraum von vier Jahren deutlich zugenommen“, sagt Vöge. „Wirksame Armutsbekämpfung muss daher bereits im Kindesalter beginnen – mit einem bedarfsgerechten Hartz-IV-Regelsatz, Initiativen für mehr Bildungsgerechtigkeit sowie flächendeckenden Infrastrukturangeboten und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien.“

    Darüber hinaus macht sich der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen für einen dauerhaft geförderten Arbeitsmarkt stark: „Wer sich aufgrund von Niedriglöhnen, Minijobs, Leih- oder Zeitarbeit schon in jungen Jahren nur mit Mühe über Wasser halten kann, wird später zwangsläufig auf Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Dabei steigt die Zahl der Leistungsempfänger hierzulande bereits seit Jahren – auf zuletzt knapp 150.000“, so Vöge. „Solange die Politik nicht genügend Mittel für nachhaltige Programme zur Wiedereingliederung bereitstellt, haben insbesondere die rund 324.000 Langzeitarbeitslosen in NRW so gut wie keine Chance, der Armutsspirale zu entkommen.“

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  • Mehr Hilfe für Demenzkranke gefordert

    Mehr Hilfe für Demenzkranke gefordert

    Der BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt die geplante Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der künftig auch mentale Beeinträchtigungen wie Demenz oder geistige Behinderung Pflegebedürftiger bei der Pflegebedürftigkeitseinstufung besser erfasst.

    Allerdings gelingt es der Politik nicht, das gefährliche Abdriften einer wachsenden Zahl Pflegebedürftiger in die Grundsicherung nachhaltig zu begrenzen: „Fast eine halbe Million Pflegebedürftige bezieht „Hilfe zur Pflege“. Die Zahl stieg damit in den vergangenen zehn Jahren um fast die Hälfte. Das ist unakzeptabel. Setzt sich diese Entwicklung fort, bedeutet Pflegebedürftigkeit gleichzeitig Armut und soziale Ausgrenzung. Damit sei das Versicherungsprinzip ausgehebelt“, warnt die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller.

    Die Pflegeversicherung müsse so aufgestellt werden, dass das bröckelnde Rentenniveau, das vielfach zur Altersarmut führt, kompensiert werden kann. Es sei unbedingt erforderlich, die Pflegeleistungen mit der tatsächlichen Kostenentwicklung im Pflegesektor zu synchronisieren. Gelinge dies nicht, drohten die Pflegekosten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer wachsenden Zahl Betroffener und Angehöriger fortzueilen, so Müller.

    „Politisches Oberziel der Pflegeversicherung ist es zu verhindern, dass Pflegebedürftige zum Sozialfall werden. Mit den eingeleiteten Reformschritten stärkt die Bundesregierung zwar die Pflegeversicherung. Es gelingt ihr allerdings nicht, die besonders betroffenen Gruppen wie die über 1,5 Millionen Demenzkranken und ihre Angehörigen wirksam zu entlasten. Hier ist bislang im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes zu wenig getan worden. Was wir als Träger und Facheinrichtung von Rehabilitationskliniken im besonderen Maße bemängeln, ist die zögerliche Haltung der Bundesregierung im Bereich der Prävention und medizinischen Rehabilitation. Gerade eine alternde Erwerbsbevölkerung muss Instrumente zur gesundheitlichen Prävention in der Breite verankern, um die Menschen möglichst lange fit und im Erwerbsleben zu halten.“

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  • Erwerbsminderungsrente: Abschläge streichen – Krankheit darf nicht zu Armut führen

    BDH LogoDie Entwicklungen im Bereich der Erwerbsminderungsrente bereiten nach Ansicht der Vorsitzenden des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, erheblichen Grund zur Sorge.
    Ursächlich für die Probleme seien vor allem die Abschläge von 10,8 Prozent, die zuletzt auch der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Karl-Josef Laumann kritisierte. (mehr …)

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  • 1. Mai 2013 – So war der Tag der Arbeit in Mönchengladbach

    1. Mai 2013 – So war der Tag der Arbeit in Mönchengladbach

    _DSC0101 (Kopie) Die bundesweit mehr als 400 Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) standen unter dem Motto:
    „1. Mai: Unser Tag – Gute Arbeit, Sichere Rente, Soziales Europa“.
    Den Missbrauch der Arbeitnehmer durch Niedriglöhne, Werkverträge und Leiharbeit kritisierten Redner auch in Mönchengladbach.
    „Relevant für unsere Gesellschaft ist es, dass Menschen, die die ganze Woche hart arbeiten, am Monatsende auch einen Lohn haben, von dem sie menschenwürdig leben können.“ (mehr …)

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  • Sozialverband VdK fordert Lösungen für Inklusion, Armutsbekämpfung und soziales Europa

    Karl-Heinz Fries  Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK NRW und  Vizepräsident des Sozialverbands VdK DeutschlandBeim Neujahrsempfang des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf äußerte der Vorsitzende Karl-Heinz Fries heute seine Sorge, dass sich der Rechtsanspruch auf einen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülern in unserem Bundesland weiter verzögern wird.
    Vor rund 140 Gästen aus Politik, Verwaltung und sozialem Leben in NRW wies der VdK-Landesvorsitzende darauf hin, dass inzwischen beinahe vier Jahre seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention vergangen seien: „Für ein ‚Jahrhundertprojekt‘, wie es die Landesregierung genannt hat, mag das ein kleiner Zeitraum sein. Für ein behindertes Kind, das im Jahre 2009 eingeschult wurde, ist die Grundschulzeit aber mittlerweile fast schon beendet.“ (mehr …)

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