Schlagwort: Volksverein

  • Volksverein Mönchengladbach bis zum 10.04.2021 größtenteils geschlossen.

    Volksverein Mönchengladbach bis zum 10.04.2021 größtenteils geschlossen.

    Der Volksverein Mönchengladbach hat sich dazu entschieden, den größtmöglichen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie durch Kontaktvermeidung zu leisten. Daher bleibt der Volksverein Mönchengladbach in der Zeit bis zum 10.04.2021 größtenteils geschlossen.

    Einerseits kann in den vorhandenen Strukturen nicht so schnell auf die Entscheidungen der Politik und deren Widerrufen reagieren wie sie derzeit fallen, es braucht Planbarkeit. Andererseits herrscht das Verständnis, die Einschränkungen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen zu der auch der Volksverein seinen Beitrag leistet.
    Dies bedeutet, dass die Geschäfte sowie die Spendenannahmen geschlossen bleiben. Die Geschäftsführung bittet die SpenderInnen und KundInnen um Verständnis.
    Soziale Begleitung und Beratung finden selbstverständlich weiterhin statt.
    Infos auch auf www.volksverein.de

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  • Der Volksverein: Wir bleiben in Kontakt!

    Der Volksverein: Wir bleiben in Kontakt!

    Ein besonderes Jahr geht zu Ende – doch der Jahresabschluss fehlt.

    Es fehlt die Gelegenheit danke zu sagen für´s Durchhalten in diesem Jahr, für den Einsatz trotz widriger Umstände und die Leidenschaft noch ein Schippchen drauf zu legen, wenn um uns herum alles anders ist, als wir es kennen.

    Wie schon so oft in diesem Jahr wollte der Volksverein trotzdem versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

    Das im Frühjahr erprobte Format der Live Videos via Facebook sollte wieder aktiviert werden. Aber mehr noch: Eine gemeinsame festliche Aktivität musste her!

    So wurden festliche Menus zum selber kochen in Tüten verpackt, an die MitarbeiterInnen des Volksvereins verteilt und gemeinsam im Live Video gekocht.

    Rund 120 Personen kamen in den Genuss dieses Menus, viele waren auch via Facebook mit dabei.

    Der Volksverein hält an seinem Motto „Teilen macht reich“ fest und hat in diesem Jahr bewiesen, wie man auch auf alternativen Wegen reich an Miteinander, Solidarität und Gemeinschaft sein kann.

    Live Videos wird es auch weiterhin geben, denn der Lockdown ist noch nicht überstanden.

    So wird es zu Beispiel weitere Kochangebote, Talk Time und Sportangebote geben. Alles für und mit den MitarbeiterInnen des Volksvereins!

    Die Videos des Volksvereins sind dauerhaft auf der Facebook Seite abrufbar. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, dort einmal reinzuschauen: www.facebook.com/volksverein.mg

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  • Stadt trauert um verstorbenen Preisträger der „Goldenen Blume“

    Stadt trauert um verstorbenen Preisträger der „Goldenen Blume“

    Die Stadt Mönchengladbach trauert um den gestern (11. März) im Alter von 81 Jahren verstorbenen Karl Kardinal Lehmann, zugleich Preisträger der Goldenen Blume.

    Der frühere Mainzer Bischof wurde im September 1995 als 15. Träger mit dem ältesten deutschen Umweltschutzpreis, der „Goldenen Blume von Rheydt“ in einem Festakt ausgezeichnet.
    Die Laudatio hielt in dem durch die Niederrheinischen Sinfoniker musikalisch gestalteten Festakt im Theater Mönchengladbach der damalige Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Gottfried Arnold.

    Der Preis selbst wurde durch den früheren Oberbürgermeister Heinz Feldhege überreicht. „Seine Ausführungen zum Thema ‚Das technisch Machbare und das ethisch Verantwortbare‘ zeugen von seinen Bemühungen, im Spannungsfeld zwischen Glauben, Gesellschaft und Staat den Menschen Antworten auf drängende Fragen zu geben und die Schöpfung einerseits zu behüten und sie andererseits voranzutreiben“, hieß es seinerzeit in der Begründung des Kuratoriums.

    Der als erster Theologe mit dem Umweltschutzpreis der Stadt Ausgezeichnete sagte damals anlässlich der Preisverleihung, es stehe dem Menschen nicht zu, alles in unserer Zeit zu verbrauchen und so die Bedingungen des künftigen Lebens einzuschränken. Der Mensch könne seinen Lebensraum nicht nur bebauen, er müsse ihn auch bewahren. „Die Erde gehört uns nicht. Sie ist uns nur anvertraut, vergleichbar einer Lehen oder einer Fürsorgepflicht“, mahnte er in seiner damaligen Rede vor hunderten von Gästen.

    Fünf Jahre zuvor besuchte Lehmann schon einmal Mönchengladbach. Anlass war das 100-jährige Bestehen des Volksvereins am 28. Oktober 1990.

    Nach der Verleihung der Goldenen Blume kam Karl Kardinal Lehmann allerdings noch ein drittes Mal nach Mönchengladbach. Diesmal anlässlich des Festaktes zur Verleihung der Stadtplakette an Prof. Dr. Anton Rauscher, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle.

    (pmg/sp)

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  • Jazz we do! Benefizkonzert zu Gunsten des Volksvereins

    Jazz we do! Benefizkonzert zu Gunsten des Volksvereins

    Mit dem Motto „Jazz we do!“ präsentiert sich die Redhouse-Jazzband auf Ihrer Homepage. Jazz we do!  ist gleichzeitig Motto für ein Benefizkonzert, zu dem der Volksverein Mönchengladbach für Samstag, den 11. März 2017, um 19:30 Uhr  in den Möbelladen des Volksvereins auf der Geistenbecker Str. 107 in 41199 Mönchengladbach  einlädt.

    Die Besucher erwartet eine begeistert und begeisternd spielende Jazzband mit freundlichen Jazzinterpretationen. „Auch wenn die Titel oft aus der Zeit des Traditional Jazz kommen, wirken sie keineswegs unfashioned, sondern „cool“ gespielt, mit arrangierten Sätzen und Schlüssen“, so schreibt Peter Porten vom Börsencafe Neuss über die Musik der Band anlässlich der 8. Neusser Jazztage.

    Traditional Jazz ist die ursprüngliche Musik, die in den Straßen, später in den Bars und Lokalen Amerikas gespielt wurde, zu der man mit den Füßen wippte, den Fingern schnippte, die einen nicht ruhig sitzen ließ, so erzählt man.

    Diese Musik zu hören, sich begeistern zu lassen und mit dem Körper mitzugehen, dies bietet das Konzert, das wie „Mord auf der Couch“ oder  ein Blues-Konzert im vergangenen Sommer im Möbelladen des Volksvereins auf gebrauchten Couchen und Stühlen ein besonderes, nicht alltägliches Flair bietet.

    Einlass und Abendkasse ab 19:00 Uhr. Der Eintritt kostet 10 €. Für Getränke und Imbiss wird gesorgt.

    www.volksverein.de

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  • Josef Blum – Rheinische Frohnatur mit sozialem Herz  Stichtag: 6. Februar 1866 – vor 150 Jahren wurde Josef Blum geboren

    Josef Blum – Rheinische Frohnatur mit sozialem Herz
    Stichtag: 6. Februar 1866 – vor 150 Jahren wurde Josef Blum geboren

    Trotz seiner großen medizinischen Leistungen und seiner sozialpolitischen Verdienste gehört Josef Blum, geboren am 6. Februar 1866, zu den Vergessenen.
    Er studierte in Bonn und Greifswald Medizin und wurde mit 25 Jahren, 1891, zum Leiter der Inneren Abteilung des Mönchengladbacher Krankenhauses Maria-Hilf berufen.
    Zusätzlich war er von 1908 bis zu seinem Tod Chefarzt der St. Franziskus-Lungenheilstätte und von 1914 bis 1918 der Hardterwald-Klinik in Mönchengladbach.
    Außerdem betrieb er eine Privatpraxis und publizierte viele Beiträge über Lungenkrankheiten und Sozialmedizin.
    Er überzeugt die reiche Mönchengladbacherin Louise Gueury, ihr großes Vermögen für eine Lungenheilstätte zu stiften.

    Er war treibende Kraft bei dem 1896 in Mönchengladbach gegründeten gemeinnützigen Wohnungsverein, der sich zur Aufgabe gemacht hatte, durch geeignete Wohnungen und Mietzuschüsse „die Lage der arbeitenden Klasse in gesundheitlicher Beziehung zu heben.“
    Ebenso war er bei der Gründung eines Vereins zur Verpflegung Kranker und Genesender und bei der Errichtung einer städtischen Wohlfahrtsstelle für Lungenkranke beteiligt.

    Trotz heftigen Widerstands aus Pädagogenkreisen setzte Blum einen schulärztlichen Dienst durch.
    Außerdem arbeitete er im Verband Arbeiterwohl mit, der in das Umfeld des deutschen Sozialkatholizismus gehört und ein indirekter Vorläufer des Volksvereins für das katholische Deutschland gewesen ist.

    Josef Blum war ein tiefreligiöser Mann, der die Kraft zu seinem Wirken und sein tiefes Mitleiden mit seinen Patienten und ihrer oft verzweifelten sozialen Lage aus dem Glauben schöpfte.

    Blum, eine rheinische Frohnatur, gehörte zu den Mitbegründern des Mönchengladbacher Zirkels des Kartellvereins katholischer deutscher Studenten.

    Josef Blum starb am 1. Februar 1924 in Mönchengladbach.
    In einem Nachruf hieß es: „Wegen seiner vorzüglichen Unterhaltungsgabe und seines schlagfertigen Witzes war er ein überall gern gesehener und geschätzter Gesellschafter.“

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  • Bombendrohung beim Volksverein MG Geistenbecker Straße

    Bombendrohung beim Volksverein MG Geistenbecker Straße

    In den Räumlichkeiten des Volksvereins Mönchengladbach auf der Geistenbecker Straße werden Sachspenden für Bedürftige gesammelt und ausgegeben.

    Im Vorraum wurde heute Morgen kurz nach 10:00 Uhr eine Tasche festgestellt, die dort von einer unbekannten Person abgestellt worden war.

    In der Tasche wurde ein handschriftlicher Zettel aufgefunden, auf dem sinngemäß stand: Hört auf, Flüchtlinge zu unterstützen. Deshalb ist in der Halle auch eine Bombe.

    Das Gebäude des Volksvereins wurde daraufhin evakuiert und abgesperrt. Rund 70 Personen wurden zeitweilig während der Durchsuchung des Gebäudes in Bussen der NEW untergebracht.

    Die Räumlichkeiten des Volksvereins wurden mit Hilfe vier Sprengstoffspürhunden, die landesweit zusammen gezogen wurden, durchsucht. In einem Fall schlugen die Hunde auch an einem Karton an.
    Zwischenzeitlich zusätzlich eingetroffene Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes konnten diesen Karton aber sofort röntgen und dann Entwarnung geben.

    Die Durchsuchung endete gegen 14:00 Uhr, wobei sich kein Hinweis auf eine tatsächliche Bombe ergab.

    Der Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach hat ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.

    Sachdienliche Hinweise bitte an Telefon 02161-290.

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  • 125 Jahre Volksverein – Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung

    125 Jahre Volksverein – Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung

    Vor 125 Jahren wurde der Volksverein für das katholische Deutschland gegründet.
    1890 vom Mönchengladbacher Unternehmer Franz Brandts ins Leben gerufen, entwickelte sich der Volksverein mit mehr als 800.000 Mitgliedern am Vorabend des Ersten Weltkriegs zur größten katholischen Laienbewegung in Deutschland.

    Die Bedeutung des Volksvereins für die Entstehung sozialstaatlicher Strukturen war für die Konrad-Adenauer-Stiftung Grund genug, das Jubiläum im Rahmen des Franz-Meyers-Forum zu würdigen. Für die mit mehr als 100 Teilnehmern sehr gut besuchte Veranstaltung unter dem Titel „Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung – 125 Jahre Volksverein für das katholische Deutschland“ hatte der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings erneut die Schirmherrschaft übernommen.

    Als Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung konnte Dr. J. Christian Koecke als Referenten den ehemaligen Leiter des Mönchengladbacher Stadtarchivs Dr. Wolfgang Löhr und Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach, im Haus Erholung begrüßen.

    In seinem einführenden Beitrag ging Dr. Günter Krings auf die Wirkungsgeschichte des Volksvereins ein, dessen zentrale Anliegen unverändert zum programmatischen Kern der CDU gehören:
    „Wir können stolz sein auf die soziale Tradition unserer Stadt, welche in der Arbeit des Volksvereins begründet ist. In Mönchengladbach sind Konzepte entstanden, die bis in die Gegenwart dem allgemeinen Verständnis von Sozialstaatlichkeit zuzurechnen sind.“
    Geradezu revolutionär erscheint dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern insbesondere die Zuwendung des Volksvereins zu den Arbeitern: „Die Gründer des Volksvereins waren nicht nur daran interessiert, die Lebenswirklichkeit der Arbeiter zu verbessern. Ihr zentrales Anliegen war es, die Arbeiter durch Bildung zu mündigen Bürgern zu machen. In der streng hierarchischen Klassengesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts war es mehr als fortschrittlich, den Arbeitern als Partner auf Augenhöhe zu begegnen. In dieser Wertschätzung kommt das christliche Menschenbild in vorbildlicher Weise zum Ausdruck.“
    Dieser Überzeugung entspreche, so Krings, die bewusste Entscheidung, den christlichen Glauben durch das Engagement für die Arbeiterschaft zu praktizieren: „Vor 125 Jahren hatte sich der Volksverein das Ziel gesetzt, zeitgemäße Antworten auf die Soziale Frage zu finden. Diese Aufgabe ist jedoch nie abgeschlossen, bringt doch jede Zeit neue Herausforderungen mit sich.“ Die Gründung des ‚neuen‘ Volksvereins im Jahre 1983 als gemeinnützige Gesellschaft gegen Arbeitslosigkeit war eine solche Reaktion, Dr. Günter Krings konnte stellvertretend Edmund Erlemann beim Franz-Meyers-Forum begrüßen: „In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit ist die überragende Bedeutung der Arbeit für ein Leben in Würde besonders deutlich geworden. Das Engagement für Langzeitarbeitslose verdient unseren Respekt und unsere Unterstützung.“

    Dr. Wolfgang Löhr stellte in seinem Vortrag nicht nur die prägenden Persönlichkeiten des Volksvereins für das katholische Deutschland, sondern auch die strukturellen Besonderheiten der Bewegung vor.

    Die Gründer legten größten Wert auf die Unabhängigkeit des Vereins, dessen Errichtung nicht nach Kirchenrecht erfolgte. Insofern war die Entscheidung für eine Vereinsdemokratie Ausdruck von Autonomie. Verbunden mit dem Bekenntnis zum Parlamentarismus war die Auseinandersetzung mit konkurrierenden Weltanschauungen. Aufgrund des engen Bezuges zur Arbeiterklasse stand vor allem die Abgrenzung zur Sozialdemokratie im Fokus: „Für das historische Verständnis ist es wichtig zu wissen, dass die SPD eine pointiert atheistische Position vertrat; August Bebel setzte diese Haltung mit gesellschaftlichem Fortschritt gleich. Dies musste zum Konflikt mit überzeugten Katholiken führen. Dennoch wandte sich der Volksverein gegen die Sozialistengesetze – durchaus mit dem Selbstverständnis, im freien Kampf der Meinungen bestehen zu können.“
    In diesem Spannungsfeld widmete sich der Volksverein der Bildung der Arbeiter und setzte seine in Mönchengladbach beheimateten wissenschaftlichen Kapazitäten für christliche Sozialreformen ein. Diese Konzepte entfalteten, so Dr. Löhr, in der Weimarer Zeit und der frühen Bundesrepublik prägende Wirkung für die Sozialstaatlichkeit in Deutschland. Der langjährige Leiter des Mönchengladbacher Stadtarchivs skizzierte abschließend die Gründe für den schwindenden Rückhalt des Volksvereins in der Endphase der Weimarer Republik: „Das gesellschaftliche Umfeld veränderte sich zusehends, der politische Katholizismus hatte seinen Höhepunkt überschritten. Ein nicht zu unterschätzender Faktor war aber auch, dass der Volksverein einen Großteil seiner sozialpolitischen Zielsetzungen verwirklichen konnte.“

    Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg thematisierte in seinem Referat die christliche Soziallehre und die christliche Demokratie in der Gegenwart.

    Ausgehend von der Lehre des griechischen Philosophen Platon arbeitete der Direktor der Katholischen Wissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach die Eckpfeiler der christlichen Soziallehre heraus.
    Über ausgesuchte Passagen der Bibel, das Staatsverständnis des Augustinus und die Entstehung der Glaubens- und Gewissenfreiheit bis hin zum II. Vatikanischen Konzil spannte Prof. Dr. Schallenberg den Bogen.
    In diesem Prozess verfestigte sich die Überzeugung von der Personalität des Menschen, welche im Grundgesetz als Garantie der Menschenwürde in Artikel 1 an exponierter Stelle Ausdruck gefunden hat.

    Das christliche Menschenbild war dann auch der Anknüpfungspunkt, um den Kern der christlichen Demokratie in den Blick zu nehmen.
    Prof. Dr. Schallenberg verwies in diesem Kontext auf ein Interview, welches die Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel unlängst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegeben hat: „Angela Merkel spricht von fünf Säulen, auf denen unser Staat nach ihrem Verständnis basiert: Das Grundgesetz, die Europäische Union, die NATO, die Soziale Marktwirtschaft und das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels. Eine derart präzise Beschreibung der essentiellen Elemente unseres Staates besitzt in diesen Tagen Seltenheitswert.“

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  • 125 Jahre Volksverein: Pontifikalamt im Münster

    125 Jahre Volksverein: Pontifikalamt im Münster

    In diesem Jahr jährt sich zum 125. Mal die Gründung des Volksvereins für das Katholische Deutschland. Bis zu seinem Verbot 1933 durch die Nationalsozialisten hatte der Volksverein seine Zentralstelle in Mönchengladbach. Damit wurde Mönchengladbach zur Wiege des sozialen und politischen Katholizismus.

    Gewürdigt wird dieses Jubiläum unter anderem mit einem Pontifikalamt am 24. Oktober 2015 um 10.00 Uhr im Mönchengladbacher Münster. Zelebrieren wird dies der Bischof des Ruhrbistums Essen und Vorsitzender der Sozialkommission der Deutschen Bischofskonferenz Dr. Franz-Josef Overbeck. Außerdem wird unter anderem der Generalvikar des Bistums Aachen Dr. Andreas Frick das Hochamt mit zelebrieren.

    Zum Hintergrund:
    Der Volksverein für das katholische Deutschland wurde am 24. Oktober 1890 als Gegengewicht zur atheistisch revolutionären Sozialdemokratie gegründet. Erster Vorsitzender wurde der Mönchengladbacher Textilfabrikant Franz Brandts. Die Zentralstelle wurde in Mönchengladbach eingerichtet und somit galt die Stadt bald als Heimat des sozialen und politischen Katholizismus.

    Zweck des Vereins war laut Satzung „die Bekämpfung der Irrtümer und Umsturzbewegungen auf sozialem Gebiet, sowie die Verteidigung der christlichen Ordnung in der Gesellschaft.“ Dementsprechend engagierte sich der Verein in der Bekämpfung der Sozialdemokratie und stellte dem die Propagierung der christlichen Sozialreform gegenüber.

    Lesesaal des Volksvereins im Jahr 1925(Foto: Stadtarchiv)
    Lesesaal des Volksvereins im Jahr 1925(Foto: Stadtarchiv)

    Zu den weiteren Aufgaben des Volksvereins zählte die allgemeine Volks- und Erwachsenenbildung. Ziel war eine aktive Teilnahme der Katholiken am politischen und wirtschaftlichen Leben bis hin zur Einflussnahme auf die sozialpolitische Gesetzgebung mittels der Zentrumspartei, deren führendes Mitglied Ludwig Windhorst den Volksverein, trotz Widerständen innerhalb der Partei, mit begründet hatte.

    Dabei machte sich der Volksverein unter anderem auch für den verstärkten Ausbau der Sozialversicherung- und Arbeiterschutzgesetzgebung stark und setzte damit wegweisende Impulse für die christliche Arbeiterbewegung, für Volksbildung, Sozialpolitik und Sozialreform. Letztlich strebte der Volksverein eine allmähliche Demokratisierung an, ohne aber an den Grundfesten der Monarchie zu rütteln.

    Die Geschichte des Volksvereins war gekennzeichnet durch den Kampf um die Frage: nähert man sich der Sozialdemokratie und den Demokraten an, um gemeinsame Ziele zu erreichen oder bleibt man in seiner selbstgewählten Isolierung? Während bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges der Volksverein über 800.000 Mitglieder zählte, führte diese Unsicherheit und die Konzentration auf die Mittelschicht und das Handwerk, nach dem Krieg zu einem zunehmenden Mitglieder- und Einflussverlust.

    In den Jahren 1920-28 beschäftigte die Frage nach der eigentlichen Aufgabe des Volksvereins dessen Führung und blockierte so den nötigen Wandel. Das führte zum rapiden Mitgliederverlust seit 1922 und dem finanziellen Zusammenbruch 1928. Der Einflussverlust setzte sich stetig bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten 1933 fort.

    (pmg)

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