Nicht die großen Verluste der beiden Bundestagskandidaten Gülistan Yüksel (SPD) und Dr. Krings (CDU) waren heute Abend die Aufreger im Rathaus bei der Stimmenauswertung.
Der hohe Stimmenanteil der AfD-Wähler (ca. 12.000 Stimmen) verursachten bei allen Anwesenden geradezu einen Schock.
Nicht zuletzt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners war anzumerken, wie sehr er mit diesem Ergebnis zu kämpfen hatte.
Schaut man in die einzelnen Wahlbezirke, so ist nicht nachvollziehbar, dass es Bezirke mit 17-18,5% AfD-Stimmenanteil gibt.
Diese Entwicklung, bei einer niedrigen Wahlbeteiligung, gibt Anlass zu größter Sorge.
Da verblassen die in nicht ausreichenden Mengen vorhandenen Wahlunterlagen in einzelnen Wahllokalen zu einer verbesserungswürdigen Lappalie.
Der Aufsichtsrat der EWMG, ein politisch besetztes Gremium, hat die Gründung einer neuen Gesellschaft als hundertprozentige Tochter der EWMG beschlossen, der Stadtrat muß lediglich noch nicken.
Sie hat die Bewirtschaftung allgemein zugänglicher kommunaler Tiefgaragen und Parkhäuser zur Aufgabe.
Aus wirtschaftlichen und stadtplanerischen Gründen sollen konzerneigene Tiefgaragen und Parkhäuser in Eigenregie bewirtschaftet werden, um Entwicklungen besser steuern zu können.
(Anm. d. Red.): Dies könnte als Vorbild für weitere Stadttöchter dienen?
Ausgangspunkt ist die Bewirtschaftung der Tiefgarage Rheydt, die seit dem Umbau des Marktplatzes von der PPG Nordpark GmbH wahrgenommen wird. Dieser Managementvertrag läuft am 31. Dezember 2017 aus. Für 2019 steht nach Ablauf des Pachtvertrages die Übernahme der Tiefgarage Abteiberg am Haus Erholung an. Um eine Inhouse-Vergabe der Betriebsleistung zu gewährleisten, bedarf es einer hundertprozentigen Tochter/Enkeltochter der Stadt. Diese soll durch die Gründung der Parken MG GmbH geschaffen werden.
Vorausgesetzt, der Rat der Stadt stimmt zu, wird die neu geschaffene Parken MG GmbH als hundertprozentige Tochter der EWMG eingetragen.
Das neue Unternehmen wird zum 1. Januar 2018 die Bewirtschaftung der Tiefgarage Markt Rheydt übernehmen und soll im Nachgang auch weitere städtische Tiefgaragen und Parkhäuser bewirtschaften. Die Geschäftsführung soll zunächst in Personalunion durch den von der EWMG gestellten Geschäftsführer der PPG, Lothar Backes, erfolgen.
(Anm. d. Red.): nach Ausscheiden des Kämmerers in seiner heutigen Funktion, die CDU möchte einen „eigenen“ Mann inthronieren, könnte Bernd Kuckels die Geschäftsführung übernehmen?
„Mit der neuen Gesellschaft werden die Steuerungsmöglichkeiten im Konzernverbund Stadt Mönchengladbach in Bezug auf das Parken verbessert, zumal die Gesellschaft auch bei möglichen neuen städtischen Objekten, z.B. am Geroweiher, die Bewirtschaftung übernehmen kann“, erläutert Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG, die neue Gesellschaftsgründung.
Die CDU/FDP-geführte Landesregierung hat in ihrer Kabinettsitzung am 5. September 2017 den Entwurf des Nachtragshaushalts 2017 verabschiedet. Dort sind unter anderem 250 Millionen Euro höhere Investitionsfördermittel für die Krankenhäuser vorgesehen.
Diese an sich begrüßenswerte Maßnahme im Sinne der Krankenhausinfrastruktur führt zu einer Erhöhung der Krankenhausumlage für die Kommunen in Höhe von 100 Millionen Euro, die zudem noch in diesem Jahr ergebniswirksam wird. CDU-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Messlatte hoch gesetzt. Für Mönchengladbach bedeutet das Mehrausgaben von über 1 Million Euro noch in 2017.
Nicht nur die Höhe der kommunalen Mitfinanzierung, sondern auch die Kassenwirksamkeit zu einem so späten Zeitpunkt in der Haushaltsausführung stellt eine besondere Belastung der Städte und Gemeinden dar, die das Handeln des Landes auch in rechtlicher Hinsicht problematisch macht.
Um eine hohe Qualität und Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser sicherzustellen, ist eine ausreichende Finanzierung unerlässlich. Das Vorhaben der CDU/FDP-Koalition ist allerdings inakzeptabel. Sie verkauft der Öffentlichkeit hier auf unverfrorene Weise Wohltaten, die sie sich durch die Kommunen teuer bezahlen lässt, jedoch eigentlich durch das Land getragen werden müssten.
Felix Heinrichs, Vorsitzender der SPD-Fraktion Mönchengladbach erklärt dazu: „Das Vorhaben ist inakzeptabel. CDU und FDP wollen Wohltaten auf dem Rücken der Kommunen verteilen. Die Krankenhausfinanzierung muss Aufgabe des Landes sein. Für Mönchengladbach bedeutet dieser Griff in die kommunalen Kassen eine zusätzliche Belastung von 1,455 Mio. Euro noch im Jahr 2017. Während wenige Städte bei der Umlage für den Stärkungspakt entlastet werden, müssen auf der anderen Seite alle Kommunen zwangsweise eine höhere Krankenhausumlage zahlen, um das Wahlversprechen von CDU und FDP zu finanzieren. Das ist nicht gerecht.“
An der Hochschule experimentieren – vom Klassenzimmer oder von Zuhause aus:
Das möchten die TH Köln und die Universität zu Köln Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe ermöglichen und öffnen das für Studierende der TH Köln entwickelte E-Learning-Portal „Fernsteuerung von realen Experimenten über das Internet“ (FREI). Interessierte Lehrerinnen und Lehrer, die mit ihren Klassen physikalische Versuche auf hohem wissenschaftlichem Niveau durchführen möchten, können sich jetzt unter as@thp.uni-koeln.de melden.
Das zweijährige Projekt wird mit 200.000 Euro von der RheinEnergie Stiftung gefördert.
„Physikalische Experimente haben an den weiterführenden Schulen aus unserer Sicht häufig zu wenig Raum – zum Beispiel, weil die Schulen Versuche aus Kosten- oder Sicherheitsgründen nicht anbieten können, oder weil aufgrund der verkürzten Schullaufbahn die Zeit dafür fehlt. Hier setzen wir mit FREI an“, sagt Prof. Dr. Johannes Stollenwerk von der TH Köln.
Studierende der Hochschule können bereits seit einigen Semestern reale physikalische Experimente online ausführen. Die Versuchsaufbauten stehen dabei in einem Labor des Instituts für Physik der TH Köln. Die Studierenden steuern und messen über das Internet und können den Ablauf per Web-Cam verfolgen. Dieses System soll künftig auch Schulen zur Verfügung stehen.
In einem ersten Schritt sollen in enger Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern geeignete Versuche identifiziert werden. „Wir suchen nach Experimenten, die eine hohe Relevanz für den Schulunterricht haben und technisch umsetzbar sind. Besonders interessant sind dabei Versuche, die nicht mit den üblicherweise in den Schulen vorhandenen Mitteln realisiert werden können“, erläutert Prof. Dr. Andreas Schadschneider vom Institut für Physikdidaktik der Universität zu Köln. Das können zum einen Experimente sein, die an Schulen bislang gar nicht angeboten werden. Zum anderen aber auch solche, die bislang von den Lehrkräften als Demonstrationsexperimente durchgeführt werden, bei denen die Schülerinnen und Schüler nur Zuschauer sind.
Ziel der Partner in der Projektlaufzeit ist es, drei physikalische Experimente sowie die dazu gehörende Unterrichtsmaterialien zu entwickeln. „Gemeinsam mit den kooperierenden Schulen testen wir die Versuche dann im Unterricht. Der Lernerfolg und die Motivation werden dabei durch begleitende didaktische Studien erfasst“, sagt Dr. Mohamed Ait Tahar von der TH Köln.
Mönchengladbach hat ein neues Vorzeigeprojekt: Freie Fahrt für die „Blaue Route“.
Die „Blaue Route“, eine erste Fahrradstraße, verbindet die Innenstädte von Mönchengladbach und Rheydt und führt vom Berliner Platz über die Viktoriastraße zur August-Oster-Straße, Buscher Straße, Richard-Wagner-Straße sowie Brucknerallee hin zum Marktplatz in Rheydt. Die an den blauen Fahrbahnrandmarkierungen und Beschilderungen erkennbare Route gilt als attraktive innerstädtische Schnellverbindung und Alternative zu den Hauptverkehrsachsen Friedrich-Ebert-Straße/Rheydter Straße und Theodor-Heuss-Straße/Gartenstraße.
„Wir setzen ein klares Zeichen für den Radverkehr“,“ so Dr. Gregor Bonin bei der Eröffnung der Fahrradstraße, „denn auf der „Blauen Route“ hat der Radverkehr Vorfahrt“. Die Förderung des Radverkehrs und die Stärkung des Radverkehrs im Modal Split sind dabei erklärtes Ziel der Stadtentwicklungsstrategie, die für eine nachhaltige und umweltfreundliche sowie gesunde Stadtentwicklung mit wachsender Qualität steht. Die steigende Bedeutung der elektrisch unterstützten Fahrräder mit hohen Geschwindigkeiten stellt weiterhin einen guten Grund dar, warum eine attraktive innerstädtische Schnellverbindung eingeführt wird.
Das Projekt wurde im Rahmen des Crowdfundings der Volksbank Mönchengladbach durch zahlreiche Spenden der Bürger unterstützt.
„Auf diese Initiative sind wir sehr stolz“, lobt Dr. Gregor Bonin alle Beteiligten und bedankt sich für die Unterstützung.
In der Straßenverkehrsordnung gibt es eine entsprechende Beschilderung, die eine Fahrradstraße kennzeichnet. „Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und Fahrradfahrer dürfen nebeneinander fahren. Außerdem herrscht Vorfahrt auf der ganzen Route natürlich für alle Verkehrsteilnehmer. Die Gehwege bleiben den Fußgängern vorbehalten“, erläutert Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt. Weitere Fahrradstraßen sollen nach Information der Verwaltung folgen. Zeitpunkte wurden nicht genannt.
Wie in vielen NRW-Städten meldet auch Mönchengladbach einen Rekord bei der Briefwahl.
Bis gestern Vormittag sind insgesamt 32.689 Briefwahl-Anträge für die Bundestagswahl eingegangen.
Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2013 waren es insgesamt 27.000 Anträge. „Wir haben ganz klar einen Rekord geknackt. Bis jetzt haben immerhin 17 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben“, so der für die Organisation der Wahlen zuständige Fachbereichsleiter Hardy Drews.
Die Stadt geht davon aus, dass voraussichtlich 26 Prozent der abgegebenen Stimmen per Briefwahl erfolgen wird. Briefwahl kann noch bis morgen (Freitag, 22. September, 18 Uhr) in den Wahlscheinbüros im Rathaus Rheydt und im Vitus-Center beantragt werden. „Die Flut an Briefwahlanträgen veranlasst uns zu einer internen organisatorischen Veränderung. Wir werden daher die Auszählung für die Briefwahl zentral in der Krahnendonkhalle in Neuwerk vornehmen, die angesichts der Masse an Briefwahlunterlagen ausreichend Platz bietet“, erläutert der zuständige Beigeordnete Matthias Engel.
Bei den vergangenen Wahlen wurden die Auszählungen der Briefwahlunterlagen zwar auch an zentraler Stelle im Rathaus Rheydt sowie zuletzt bei der Landtagswahl im Vitus-Center vorgenommen, allerdings dürfte angesichts der eingereichten Anträge diesmal die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. So sind am Sonntag etwa 200 Kräfte in der Krahnendonkhalle im Einsatz, um ab 18 Uhr die 33 Briefwahlbezirke abzuarbeiten. (pmg/sp)
In den Räumen der städtischen Kita „Mühlenkinder“, am Güdderather Mühlenweg 2, findet am 14.10.2017 die siebte Kinderkleider- und Spielzeugbörse statt.
In der Zeit, von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen zu stöbern und sich in der Cafeteria bei selbstgebackenen Waffeln zu stärken.
Das Besondere, der Verkauf findet durch ein Verkaufsteam statt und es gibt keine einzelnen Stände. Der Erlös kommt dem Förderverein zugute.
Genauere Informationen sind erhältlich unter der Tel.: 02166 997263 oder unter kkb-guedderath@gmx.de
„Wir brauchen stärkere Kinderrechte. Ein wichtiger Schritt dafür wäre die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz.“ Das fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel auch zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September. „Kinder haben eigene Rechte. Dazu gehören die Rechte auf Förderung, Bildung, Partizipation, kindgerechte Lebensverhältnisse und gewaltfreies Aufwachsen“, betont Yüksel, die das diesjährige Motto des Weltkindertages als Aufforderung an die Politik verstanden wissen will: „Kindern eine Stimme geben!“
Die SPD will die Wahrnehmung der Rechte von Kindern weiterentwickeln. In der auslaufenden Legislaturperiode konnte es in einer entscheidenden Frage allerdings nicht zur Einigung kommen. „Die Union hat unsere Forderung nach Kinderrechten im Grundgesetz stets abgelehnt“, kritisiert Yüksel den Noch-Koalitionspartner.
Ausdrücklich stimmt Yüksel der Position des Deutschen Kinderhilfswerks zu. Dieses fordert die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestags- und Europawahlen auf 16 Jahre und die Abschaffung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im allgemeinen Bildungsbereich.
Yüksel ist es besonders wichtig, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben: „Der soziale Status der Eltern darf nicht mehr über den Bildungserfolg der Kinder entscheiden. Kostenlose Bildung von der Kita bis zur Uni und zur Meisterausbildung schafft Chancengleichheit, verbessert die Bildungs- und Integrationsmöglichkeiten und beugt Armut vor.“
Laut einer aktuellen Presse-Mitteilung: „Am Mittwoch den 20.09.2017 veranstaltet die Kolpingfamilie Mönchengladbach eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl. Eingeladen sind alle Direktkandidat*innen der demokratischen Parteien außer der Kandidat der Partei DIE LINKE. Bei einem Telefonat bestätigte Herr Lauth als Vorsitzender der Kolpingfamilie dem Kandidaten der LINKEN, dass es sich dabei nicht um ein Versehen handeln würde, sondern bewusst auf die Teilnahme einer demokratischen Partei verzichtet werden würde, um sowohl der LINKEN als auch der AFD keine Plattform geben zu müssen. Auf die Nachfrage hin, ob ihm bewusst sei, welch seltsames Demokratieverhältnis er mit dieser Entscheidung offenbaren würde, die stärkste Oppositionspartei des derzeitigen Bundestages nicht zu beteiligen, antwortete Herr Lauth, dass ihm dies egal sei.“
TEN SING ist eine 25 köpfige Jugendgruppe, die eigen verantwortlich eine Show mit den Elementen Chor, Band, Tanz und Theater auf die Beine stellt. Hier passiert wertvolle Jugendarbeit, künstlerische Entfaltung, Kreativität und Partizipation von jungen Menschen. Dieses Jahr lautet das Showmotto: Luther bei die Fische. Angelehnt an das Reformationsjubiläum, haben sich die Jugendlichen ganz modern mit diesem Thema auseinander gesetzt.
Gerne dürfen wir Sie am 23.09.2017 in der Aula des Hugo-Junkers-Gymnasium als unsere Gäste begrüßen.
18:30 Uhr beginnt der Einlass und um 19:00 Uhr beginnt die Show.
Vergangenen Samstag war der „Danke Polizei“-Tag. Erfahren hat das die Polizei Mönchengladbach spätestens durch den Besuch einer Mönchengladbacherin.
Sie hatte unter anderem die Polizeiwache in Rheydt aufgesucht, um sich bei den Beamtinnen und Beamten für ihren „Rund-um-die-Uhr-Einsatz“ in Mönchengladbach zu bedanken. Und das tat die Dame dann auch in Wort und Bild.
Als Bürgerin unserer Stadt und zugleich als Mitglied eines Vereins, der sich gegen Gewalt gegen Polizisten engagiert, überreichte sie eine gerahmte Collage mit persönlichen Dankesworten.
Natürlich fand sich auch die Zeit für ein ausführliches Gespräch – zumindest mit Beamten aus dem Innendienst der Wache, da zahlreiche Einsätze zu bewältigen und die meisten Polizisten entsprechend gebunden waren. Diesen Besuch erhielt ebenfalls die Polizeiwache am Alten Markt.
Der aufrichtige Dank hat alle Beschäftigten der Polizei Mönchengladbach erreicht. Eine tolle Geste der Anerkennung, Wertschätzung und Rückendeckung aus der Mitte der Menschen, für die die Polizei in unserer Stadt 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche arbeitet. Die Polizei Mönchengladbach sagt ebenfalls „Danke dafür“.
(cw)
Es mutet schon sehr merkwürdig an, wenn die Bitte um Prüfung der Verkehrssituation der einen Straße per Abstimmung positiv entschieden wird, eine noch wesentlich stärker vom LKW-Verkehr befahrene Straße wenige Meter weiter nicht geprüft werden soll.
Als Begründung fällt unseren Bezirkspolitikern lediglich das Argument der „Alternativlosigkeit“ ein?
Schaut der Nichtfachmann auf einen Stadtplan, entdeckt er gleich mehrere Alternativen, sind die Ablehnungspolitiker also blind?
Mitnichten, sie können jedoch nicht zulassen, dass auch berechtigte Anträge von Oppositionsparteien positiv beschieden werden. Also werden sie lieber im Keim erstickt, bereits in der Bezirksvertretung abgelehnt.
So wird Politik aktuell im Mönchengladbacher Stadtbezirk Ost praktiziert.
Die Bezirksvertretung Ost befasste sich auf der jüngsten Sitzung mit einem gemeinsamen Antrag von den Fraktionen DIE LINKE. und Bündnis90/Die Grünen mit der Verkehrssituation auf der Dömgesstraße in Giesenkirchen.
Anwohner/innen zu Folge entwickelt sich die Dömgesstraße zu einer Hauptdurchfahrtsstraße durch den Stadtteil. Dies ist auch den angrenzenden Gewerbegebieten und Einkaufszentren auf der Mülforter Straße geschuldet.
Gerade der Schwerlastverkehr, so die Anwohner, führe zu einer verstärkten Lärm- und Immissionsentwicklung. Ebenso würde durch den Schwerlastverkehr Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Die dichte Bebauung der Dömgesstraße verstärkt diese Lärmentwicklung. Auch berichten Anwohner/innen, dass es in Folge der Ampelphasen zu einer erhöhten Geschwindigkeit kommt.
Daher haben die Fraktionen von DIE LINKE. und Bündnis90/Die Grünen in der BV Ost und im Planungs- und Bauausschuss den Antrag gestellt, die Stadt möge das Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Lärm- und Immissionsentwicklung der Dömgesstraße in Mönchengladbach – Giesenkirchen erfassen.
Entsprechend der Ergebnisse wird die Stadtverwaltung weiter beauftragt verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Dömgesstraße zu veranlassen.
Dieser Antrag wurde von CDU, SPD und der FDP abgelehnt. Als Begründung zur Ablehnung wurde aufgeführt, dass die Dömgesstraße einen wichtigen Stellenwert im LKW-Routenkonzept habe und außerdem als Landesstraße ausgewiesen sei. Es gäbe keine alternative Routenführung.
Beide Fraktionen sehen in dieser Ablehnung eine Missachtung der Bürgerinteressen.
Ein Antrag von CDU/SPD zur Verkehrsführung auf der Heukenstr. wurde angenommen, die Verwaltung beauftragt das Verkehrsaufkommen zu prüfen.
Dort soll ggf. die Einbahnstraßen-Regelung eingeführt werden.
Er mag einer der ältesten Umweltpreise sein, der gestern im Rheydter Theater von Bettina Gräfin Bernadotte entgegen genommen wurde. An Aktualität hat der dahinterstehende Sinn des Preises nicht eingebüßt.
Eingeladene Schulklassen könnten zukünftig neben den vielen Würdenträgern und Honoratioren der Stadt eine solche Veranstaltung zusätzlich bereichern. Die Weitergabe der Preisinhalte würde noch stärker gewährleistet und sicher im Sinne der diesjährigen Preisträgerin sein.
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners begleitete Bettina Gräfin Bernadotte vor der Verleihung des Preises beim obligatorischen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.
Die anschließende Feierstunde wurde musikalisch begleitet von dem hervorragenden “Gega Trio“ mit Werken von Mozart, Gardel und Piazzolla, in der Besetzung Ervis Gega, Violine; Alberto Castillo, Viola; Giedrius Daunoravivius, Violoncello.
In seiner Ansprache führte Reiners das Publikum in einem Rundgang zurück in die Geschichte des Preises.
Reiners: „Der Grundgedanke, für den die Goldene Blume steht, lautet: Jeder Mensch kann mit seinem Handeln, seinen Entscheidungen, mit bewusstem Konsum oder bewusstem Verzicht, mit Achtung, Aufmerksamkeit und Verantwortung den eigenen Lebensraum gestalten,“ und weiter: „Die heutige Preisträgerin ist das beste Beispiel dafür, wie man sich souverän zwischen Tradition und Moderne, zwischen Herkunft und Zukunft bewegen kann.“
Ansprache des Oberbürgermeisters:
Die Laudatio verlas Reiners in Vertretung des erkrankten Dr. Karl Hans Arnold, Vorsitzender des Direktoriums “Kuratorium für die Verleihung der Goldenen Blume von Rheydt“ e.V.
Die Laudatio als Audio-Datei:
Bettina Gräfin Bernadotte, bedankte sich für Verleihung des Ordens in einer Nachdenkens werten Rede.
„Ihr Handeln, ein bißchen Mainau, täte der Erde an vielen Stellen gut“.
Hier sind die Dankes-Worte der Preisträgerin im O-Ton zu hören.
Das “Gega Trio“beendete die Feierstunde würdig mit Libertango von Astor Piazzolla.
Angekündigt war eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Arbeitslosigkeit und die Folgen für die Betroffenen“ im Mönchengladbacher Arbeitslosenzentrum an der Lüpertzender Str. .
Teilnehmer sollten sein: die Bundestagskandidaten aus Mönchengladbach.
Auf dem Podium nahmen Platz:
Gülistan Yüksel, MdB (SPD, MG) ,
Sebastian Merkens (Die Linke, MG)
Stephan Dahlmanns (FDP,MG)
Bernhard Stein (CDU „integrationspolitischer Sprecher“ der CDU-Stadtratsfraktion), in Vertretung des Dr. Krings, MdB
sowie Markus Kurth, MdB (Bündnis-Grüne, Dortmund)
Moderator: Karl Sasserath, (Bündnis-Grüne, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Leiter des Arbeitslosenzentrums)
Die Dauer der Veranstaltung hatte Sasserath auf 120 Minuten limitiert.
Schon diese Konstellation läßt ein Ungleichgewicht erahnen. Genau so kam es während dieser Veranstaltung.
Moderator Sasserath stimmte als Sozial-Fachmann dieses Podium mittels Grün-Färbung in das Thema ein, die Diskutanten konnten daraufhin ein Politstatement abgeben. Schon hier wurde deutlich, die Redezeit der einzelnen würde wesentlich verkürzt werden durch die langen Redezeiten der beiden Grünen-Politiker Markus Kurth aus Dortmund und eben Moderator Sasserath.
Der Mönchengladbach Bundestagskandidat der Grünen, Peter Walter, saß derweil unter den Zuschauern, beteiligte sich nicht einmal aktiv am Geschehen.
Erst wenige Tage vor der Veranstaltung wurde entschieden, an seiner Stelle die gebündelte Grünen-Kompetenz aus Dortmund auf seinen Platz zu setzen.
Zu den eigentlichen Themen:
Natürlich waren Linke, SPD und Grüne gegen befristete Arbeitsverträge, CDU und FDP sahen die Vorteile für die Wirtschaft in flexiblen Verträgen.
Auch beim Thema gleicher Lohn für gleiche Arbeit plädierte lediglich der CDU-Vertreter für unterschiedliche Entlohnung.
Nicht nur einige brüskierte Teilnehmer auf dem Podium äußerten sich unzufrieden mit den nicht abgesprochenen Änderungen der Organisation des Abends.
Die wenigen (ca.10 nicht zum Hause gehörend) Zuhörer waren beim Verlassen des ALZ nicht informierter als beim Betreten.
Die berechtigte Frage einer Besucherin: “ Wie finde ich als hochqualifizierte Fachkraft, flexibel, 46 Jahre alt, alleinerziehende Mutter zweier erwachsenen Kinder ein Festanstellung?“ Sie erhielt an diesem Abend keine wirkliche Antwort auf ihre Frage, niemand in der Runde konnte weiterhelfen.
Trotz Regen waren am vergangenen Freitag sehr viele Gäste zum SPD Bürgerfest zum Rheydter Marktplatz gekommen.
Auf der Bühne spielte die Mönchengladbacher Coverband „BAFF“ und begeisterte das Publikum.
Für die kleinen Gäste gab es neben Kinderriesenrad, Luftballons, so genannte „Gülistaler“, auch Zuckerwatte und Popcorn, wobei letzteres auch bei den Erwachsenen sehr gut ankam.
Unter den vielen SPD Zelten wurde es schnell eng, sodass im Laufe der Veranstaltung noch ein weiteres großes Zelt aufgestellt wurde. Die Stimmung war trotz des wechselhaften Wetters bis zum Schluss sehr gut.
„Es hat mich sehr gerührt, dass auch so viele Kinder gekommen sind“, so Gülistan Yüksel.
Eröffnet wurde das Bürgerfest vom Wahlkampfleiter Hans-Willi Körfges.
Im Mittelpunkt stand an diesem späten Nachmittag die SPD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
Sie wurde in einer großen Interviewrunde von aktuellen und ehemaligen Weggefährten vorgestellt. Die Moderation dieser Talkrunde übernahm der SPDFraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.
Überraschungsgast war die ehemalige Lehrerin von Gülistan Yüksel, Frau Salmingkeit.
Sie erinnerte sich an die erste Begegnung mit Gülistan Yüksel in der Schule: „Sie ist schon damals mit ihrer Hilfsbereitschaft und großen Einsatz in der Klasse aufgefallen“. Bis heute hält die Bundestagsabgeordnete mit vielen ihrer damaligen Mitschülerinnen und Mitschülern, aber auch mit den Lehrerinnen Kontakt.
Emrah Bektas, Mönchengladbacher DGB-Vorsitzender, lobte ihren hiesigen Einsatz für Integration. Nicht nur er habe sie als stetige Ansprechpartnerin vor Ort wahrgenommen, die bei Problemen hilft. Auch als langjährige Vorsitzende des Integrationsrates habe sie schon immer Politik mit dem Herzen gemacht. Dies hält sie bis heute bei und beeindruckt dadurch mit ihrer offenen Art, so Bektas. Der Höhepunkt ihrer integrationspolitischen Arbeit war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande 2007 durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler im Schloss Bellevue.
Bürgermeister Ulrich Elsen lobte, dass Gülistan Yüksel „den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt und die Menschen nimmt, wie sie sind – unabhängig von Herkunft oder Religion.“
Moderatorin Ursula Gormanns ließ anschließend Gülistan Yüksels sehr eindrucksvollen Lebensweg Revue passieren.
Den emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Satz ihrer fast 80jährigen Lehrerin: „Gülistan Yüksel ist Geschenk für die Stadt. Sie sollte auch in Zukunft die Interessen Mönchengladbachs im Deutschen Bundestag vertreten.“
Mit großer Enttäuschung haben Vertreter der Stadt Mönchengladbach heute die Entscheidung des Präsidiums des Deutschen Fußballbundes entgegen genommen, Mönchengladbach und den BORUSSIA-PARK nicht als einen von zehn Spielorten für die Bewerbung des DFB um die Austragung der UEFA EURO 2024 zu benennen.
„Wir sind heute kurz vor der Pressekonferenz des DFB vom DFB-Präsidium informiert worden, dass wir nicht dabei sind. Natürlich sind wir darüber sehr enttäuscht, denn wir haben eine blitzsaubere Bewerbung vorgelegt und mit unserer Kampagne für Mönchengladbach viele Sympathien gewonnen. Unser Dank gilt allen Menschen, die sich für unsere Bewerbung eingesetzt haben, den Bürgerinnen und Bürgern von Mönchengladbach und den vielen Fans der Borussia“, so Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Unsere Enttäuschung ist groß“, sagt auch Borussias Präsident Rolf Königs. „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass der BORUSSIA-PARK eine perfekte Spielstätte für internationale Begegnungen ist und waren großer Hoffnung, dass der DFB Mönchengladbach diesmal berücksichtigt.“