Autor: Harald Wendler

  • Stadtteilkonferenz Rheydt lädt ein

    Die Stadtteilkonferenz ist eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Neben kurzen Vorträgen steht insbesondere im Vordergrund, dass Rheydter Bürgerinnen und Bürger mit den zuständigen Ansprechpartnern (Quartiersmanagement, Stadtverwaltung u. Gäste zu den verschiedenen Themen) ins Gespräch kommen.

    Auf der Tagesordnung steht u.a. das Thema Modellprojekt „Rheydt-Ost“ des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, der Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, Klaus Röttgen, wird da sein und dieses Projekt erläutern.

    Weitere Themen: Vorstellung des Integrations- und Jugendprojektes „Ich zeige Dir meine Welt“ und die „Nette Toilette“.
    Wie immer gibt es Aktuelles aus dem Quartier und der Aktivitätengruppe Hey!Rheydt und natürlich die Themen der BürgerInnen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen!
    Die Veranstaltung findet dieses am Donnerstag, 27. September, 18 bis 20 Uhr dieses Mal im Haus Emmaus statt – Eingang über Familienbildungsstätte, Odenkirchener Str. 3a.

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  • Die alte Landwehr um Hardt

    Die alte Landwehr um Hardt

    Kaum jemand kennt sie noch, die verwunschenen Reste der alten Landwehren um Hardt und um Mönchengladbach herum. Sie verlaufen durch Wälder und Felder, sind Rückzugsgebiete für Fauna und Flora und fallen immer wieder Zerstörungen zum Opfer. Früher wurden die Landwehren noch gehegt und gepflegt, heute werden die Gräben der Landwehren teilweise  mit Baumresten und Grünschnitt zugeschüttet und die Wälle  als Mountainbikergelände genutzt.

    Zum eigenen Schutz verstecken sich die Landwehrreste daher manchmal in kleinen Waldarealen, oftmals  verlaufen sie unerkannt entlang von Wegen und Straßen und kaum jemand, der auf den Wegen läuft,  ahnt wohl, an welchem kulturhistorisch bedeutenden Baudenkmal er gerade entlangwandert.

    Seit menschliche Jägergesellschaften sesshafte Bauern geworden waren, schützten sie ihre Häuser und Felder gegen Eindringlinge von außen durch Hecken, Zäune und Wälle.

    Dies zeigt sich sehr schön an der bei Erkelenz-Kückhoven ausgegrabenen  frühzeitlichen Bandkeramikersiedlung. Die ältesten dort aufgefundenen und genau datierbaren Stücke waren Reste einer sehr alten hölzernen Einfassung eines Brunnengrundes. Die Holzteile wurden auf ein Alter von ca. 5000 Jahren v.Chr. datiert. Bei den oberirdischen Ausgrabungen  des Dorfes wurden Reste einer Wallanlage sicher gestellt  .

    In Caesars „De bello gallico“ verweist der Feldherr und Autor auf die Nervier, einen keltisch-germanischen Stamm, der in unserer Gegend wohnte und die keine Reiterei besaßen, ihre Häuser und Fluren aber mit dicht gewachsenen Hecken schützten. Unsere Vorfahren wussten sich eben immer schon gut zu verteidigen. Seit der fränkischen Zeit  wurden nicht nur die einzelnen Gehöfte, sondern mehr und mehr  das gesamte Territorium mit Wällen und Gräben gesichert.

    Die erste  urkundliche Erwähnung der Hardter Landwehr soll  im Jahre 1172 erfolgt sein. Es heißt in einer alten Urkunde der Abtei Gladbach: „allodium Rakhesleide quod dicitur ad fossam“ (neuhochdeutsch übersetzt:: Besitz Rasselner Lehen, welcher beim Graben liegend genannt wird“. Mit Graben kann natürlich der Graben einer dort befindlichen Landwehr gemeint gewesen sein.

    Man darf aber wohl davon ausgehen, dass die Hardter Landwehr im erhalten gebliebenen Zustand vermutlich im 14./15. Jahrhundert errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der inneren Viersener Landwehr  erfolgte nämlich im Jahre 1359.

    Die Landwehren um Hardt herum bestanden entweder aus einem Wall mit 2 Gräben oder aus zwei bis drei Wällen mit drei oder vier Gräben. Der mittlere Graben war oftmals breiter und tiefer als die äußeren Gräben. Auf dem Wall wurden meist Rot- und Hainbuchen, Weißdorn und Schlehen angepflanzt. Damit das Ganze zu einem undurchdringlichen Gestrüpp werden konnte, „lemmte“ man die Bäume und Büsche. Dabei wurden die unteren Zweige zu Boden gedrückt, mit Erde bedeckt und beschwert. Der Zweig schlug dann neue Wurzeln und wurde später vom ursprünglichen Baum getrennt und konnte sich zu einem neuen Baum weiter entwickeln. Auch schnitt man die jungen Bäume in Mannshöhe ab, so dass sich der Stamm mit weiteren Ästen verzweigen konnte.

    Innerhalb der Landwehren gab es an besonderen Stellen gesicherte Durchgänge. Diese waren entweder durch Schlagbäume, Tore oder Holzbretter (Planken)  verschließbar. Heute erinnern daran noch Straßen- und Ortsbezeichnungen wie „Am Kirschbaum“ oder „“Schomm“ (Planke).

    Die Hardter Landwehr bestand früher aus einer inneren und äußeren Landwehr. Von der inneren Befestigung ist nichts mehr vorhanden. Der Rest der heute noch erhaltenen äußeren Landwehr verläuft heutzutage durch das Gebiet der Herzpark Klinik, knickt später westlich am Waldrand nach Leloh ab und zieht sich entlang des Hardter Waldes über Fischeln nach Hardt-Tomp. Auch nördlich Piperlohof und bei Wey befinden sich noch gut erhaltene Landwehrteile im Wald.

    Die Hardter Landwehr verbindet sich im Nordosten von Wey mit der Viersener Landwehr und verläuft dann über das Wasserwerk Rasseln und Winkeln zurück zur Herzpark Klinik.

    Unternehmen Sie  eine Rundwanderung entlang der alten Landwehr um Hardt. Die Rundwanderstrecke beträgt ungefähr 18 km.  Tauchen Sie  ein in ein Stück alter Hardter Heimatgeschichte.

    Der Verfasser dieses Artikels hat im Jahr 2016 eine ausführliche Dokumentation über die Hardter Landwehr erstellt. Sie  ist im Stadtarchiv der Stadt Mönchengladbach einsehbar.

     

    Karlheinz Büchner, 18.09.2018

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  • „Es ist Zeit, für Europa zu kämpfen!“- Martin Schulz in der Aula des Franz-Meyers-Gymnasiums

    „Es ist Zeit, für Europa zu kämpfen!“-
    Martin Schulz in der Aula des Franz-Meyers-Gymnasiums

    Anlässlich der Europawahl im kommenden Jahr wählt die SPD Mönchengladbach im Rahmen einer offenen Mitgliederversammlung eine Delegierte/einen Delegierten für die Landesdelegierten-Konferenz.

    Was sich zunächst nach einer trockenen und bürokratischen Sache anhört, ist als eine informative und diskursive Veranstaltung ausgelegt, bei der über die Zukunft eines weltoffenen und sozialen Europa debattiert wird. Als Hauptredner konnte der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Herr Martin Schulz, MdB gewonnen werden.
    Am Mittwoch, den 19. September 2018 um 19 Uhr spricht Schulz in der Aula des Franz-Meyers-Gymnasiums (Asternweg 1 in 41238 Mönchengladbach) über seine Vorstellung für ein soziales, demokratisches, handlungsfähiges und zukunftsgewandtes Europa.
    „Heute müssen wir deutlicher denn je herausstellen, dass nur eine starke EU Garant für eine Zukunft in Frieden, Sicherheit und Wohlstand ist. Sie ist unsere Antwort auf die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Ich möchte ein soziales Europa, das für die Menschen da ist. Ein Europa, in dem die Menschen solidarisch und nicht in Konkurrenz miteinander leben“, so die Mönchengladbach SPD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
    Die SPD Mönchengladbach lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger gerne dazu ein, an der Veranstaltung teilzunehmen.

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  • Wallrafen in das Präsidium der DGGG gewählt

    Wallrafen in das Präsidium der DGGG gewählt

    Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH, ist jetzt einstimmig als Sekretär in das Präsidium der Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) gewählt worden.

    Die DGGG, der rund 1.200 Mitglieder aus Forschung und Praxis angehören, unterstützt Gerontologen und Geriater aktiv in der Alternsforschung und alle in diesem Arbeitsfeld beteiligten Berufsgruppen bei der praktischen Umsetzung der Ergebnisse.

    In den Jahren 2004 bis 2008 war Wallrafen bereits im Vorstand der Sektion IV – Soziale Gerontologie und Altenarbeit der DGGG tätig.
    Der 62-jährige Wallrafen ist anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Altenpflege. Seit 1996 leitete er das Amt für Altenhilfe der Stadt Mönchengladbach.
    Er kämpft seit Jahren für ein besseres Image des Pflegeberufes. Pflege ist anspruchsvoll, spannend und gut bezahlt – das ist seine Botschaft und die der städtischen Sozial-Holding an potentielle Mitarbeiter. „Der Pflegeberuf kämpft trotz manchmal schwieriger Rahmenbedingungen zu Unrecht mit dem Image, wenig attraktiv zu sein. Dabei sind finanzielle Vorteile wie Ausbildungsvergütungen ab 1.100 Euro, Einstiegsgehälter von 2.800 Euro oder die zusätzliche Altersversorgung wichtige, aber lange nicht die einzigen Argumente, in der Altenpflege zu arbeiten“, sagt Helmut Wallrafen.

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  • Störung: Friedhofsverwaltung von mags telefonisch nicht zu erreichen

    Aufgrund einer Störung ist die Friedhofsverwaltung von mags aktuell telefonisch nicht zu erreichen.

    Noch lässt sich nicht abschätzen, wie lange die telefonische Erreichbarkeit beeinträchtigt bleibt. Wir versuchen die Störung so schnell es geht zu beheben.

    Bei aktuellen Anfragen wenden Sie sich bitte an unser Servicetelefon unter 02161 49 10 10.

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  • ERSTAUNLICHES SCHAFFEN… „Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte“

    ERSTAUNLICHES SCHAFFEN…
    „Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte“

    Innovativ. Kreativ. Anders als Andere.
    So wird m@chingGenerations gerne gesehen. Auch auf das neue Aktionsangebot „Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte“ –zusammen mit der Rheydter Kunstmalerin Elgin Heisig geplant auf Anregung von Erich Nikolaus vom  „Forum für Menschen mit und ohne Sehbehinderung“ – treffen diese Eigenschaften voll und ganz zu.

    Seit geraumer Zeit wurde diese neue Aktion von m@chingGenerations, Elgin Heisig und Erich Nikolaus vorbereitet. Bei den im Rheydter m@chingPoint geführten Vorgespräche war man sich schnell einig: Ein Workshop namens „Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte“ sollte erarbeitet werden, bei dem die Blinden und Sehbehinderten eigene Kunstwerke auf Leinwand gestalten können.

    Die Aktion, für die noch einzelne Plätze verfügbar sind, ist gekennzeichnet von einer idealen Kombination sozialer Zielsetzungen:

    Die Motivation von Menschen zur kreativen generationenübergreifenden Aktivität wird gefördert und die Ausrichtung auf Menschen mit Handicap ist ein Beispiel gelebter Integration. Und nicht zuletzt soll das gemeinsame Überschreiten scheinbarer Grenzen auch andere zu mehr Lebensmut anregen.

    „Wir sind einmal mehr ‚etwas anders‘ als Andere „, sagte Dipl.-Ing. Ulrich Wateler, Gründer/Geschäftsführer der Agentur m@chingGenerations und Leiter des sozialen Projektes ‚m@chingPoint‘ in der Rheydter Passage am Ring, Friedrich-Ebert-Str, 53 -55.
    „Wenn unser ‚Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte‘ geplant für Samstag, den 22. September 2018 von 10:00 bis 15:00 Uhr auch nur auf eine ähnlich gute Resonanz stößt, wie unsere letzten Aktionen und Workshops sind wir sehr zufrieden und werden dann unser Workshop-Angebot auch gerne weiter ausbauen“.

    Dabei spricht vieles für einen Erfolg des „Malerlebnis für Blinde und Sehbehinderte“, schließlich ist die Geschichte der m@chingGenerations gekennzeichnet von vielen kleinen und größeren Erfolgen. Gegründet im Jahre 2014, nutzte das Soziale Unternehmen geschickt Lücken im sozialen Angebot und entwickelte Projekte, Aktionen und Servicedienste, für die eine zunehmende Nachfrage bestand.
    Auch Erich Nikolaus vom „Forum für Menschen mit und ohne Sehbehinderung“ ist mit seinen bemerkenswerten Aktionen für Blinde, wie z.B. Museumsführungen, Theaterbesuche oder Zooführungen in der Stadt und der Region wohlbekannt und beliebt.

    Kontaktdaten für eine Voranmeldung und für weitere Informationen:

    Erich Nikolaus,  Telefon: 02161 – 4988679

    (jeden dritten Montag des Monats kann man Erich Nikolaus und das Forum auch in den Räumen des „Paritätischen“ auf der Friedhofstraße in Rheydt treffen).

    und:

    c/o m@chingPoint RY, Passage am Ring, Friedrich-Ebert-Str. 53-55, 41236 Mönchengladbach

    Telefon: 0177- 8682524

    Email: uli@matchingGenerations.de

    Internet: http://www.matchingGenerations.de

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  • Gülistan Yüksel fordert Rücktritt des Mönchengladbacher Maaßen

    Gülistan Yüksel fordert Rücktritt des Mönchengladbacher Maaßen

    „Der Präsident des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen hat sich als Verfassungsschützer disqualifiziert. Sein Rücktritt ist überfällig“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
    Der aus Mönchengladbach stammende Maaßen hatte durch unbelegte Vermutungen in den Medien Nebelkerzen geworfen und sich damit zum Stichwortgeber auch für rechte Verschwörungstheoretiker gemacht. Er hat laut Yüksel die Gewalt von Neonazis verharmlost und steht zudem im Verdacht, geheime Informationen an die rechtspopulistische AfD weitergegeben zu haben.
    „Alle, die Verantwortung für unsere Sicherheitsdienste übernehmen, müssen über jeden Zweifel erhaben sein. Die Zweifel an Maaßen sind mittlerweile auf ein unerträgliches Maß gewachsen“, sagt Yüksel. Mit Blick auf die innere Sicherheit von Deutschland empfindet Yüksel es als beunruhigend, dass die Bundeskanzlerin und der Verfassungsschutzpräsident nach den Ereignissen in Chemnitz öffentlich konträre Lageeinschätzungen vertreten haben.
    Wer weiterhin an Maaßen als Verfassungsschützer festhält, nimmt nach Yüksels Einschätzung in Kauf, dass eine wichtige Institution unseres demokratischen Rechtsstaates weiter Schaden nimmt. „Ich hätte erwartet, dass Innenminister Seehofer als Dienstherr durchgreift und Maaßen entlässt. Dass er das nicht getan hat, lässt auch an Seehofers Verantwortungsbewusstsein zweifeln“, sagt Yüksel. Jetzt müsse Merkel als Kanzlerin der Forderung der SPD folgen, um weiteren Schaden von unserem Land abzuwenden.

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  • Jeder Mensch braucht ein Zuhause – In Mönchengladbach fehlen Sozialwohnungen

    Jeder Mensch braucht ein Zuhause – In Mönchengladbach fehlen Sozialwohnungen

    Eine Couch, ein Sessel, Teppiche, ein Esstisch, Stühle, ein Bücherregal: Unter den großen Bäumen am Adenauerplatz stand für drei Stunden das Wohn- und Esszimmer des Caritasverbandes. Passanten und Gäste ließen sich hier häuslich nieder und kamen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas über die Wohnungssituation in Mönchengladbach ins Gespräch. Die von Gemeindesozialarbeiterin Brigitte Oltmanns organisierte Aktion fand statt im Rahmen der Caritas-Jahreskampagne unter dem Titel „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“. Die Möbel stellte der Volksverein zur Verfügung.

    Eine eigene Wohnung als Rückzugsort und privater Lebensmittelpunkt gehöre zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sagte Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa. Aber: „Wir erfahren in unseren Beratungen und Gesprächen immer wieder, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen, mit körperlichen, psychischen und geistigen Beeinträchtigungen sowie mit Migrationshintergrund zum Teil große Probleme haben, die steigenden Mieten zu zahlen oder eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Sicher sei Mönchengladbach nicht München, Hamburg oder Köln. „Aber auch bei uns verschlechtert sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt zunehmend.“ Deutschlandweit fehlen derzeit etwa eine Million Wohnungen, so die Caritas.

    Ein wesentlicher Grund für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum sei der Verlust sozial gebundener Wohnungen. Die Zahl der Sozialwohnungen sei auch in Mönchengladbach rapide gesunken. Ende letzten Jahres habe es in der Stadt 7.122 öffentlich geförderte und somit preisgebundene Mietwohnungen gegeben – 1.700 und somit fast ein Fünftel weniger als noch fünf Jahre zuvor. Hinzu kamen 1.457 Sozialwohnungen als selbst genutztes Wohneigentum. Insgesamt mache der soziale Wohnungsbau nur noch etwas mehr als sechs Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Mönchengladbach aus. Fachleute gehen davon aus, dass mehr als 37.600 Haushalte einen Wohnberechtigungsschein bekommen könnten.

    Zwar sei es erfreulich, dass der mietpreisgebundene Wohnungsbau in Mönchen-gladbach im vergangenen Jahr mit knapp 7,9 Millionen Euro gefördert wurde und somit neue 85 Sozialwohnungen für Menschen mit wenig Geld entstehen sollten, sagte Polixa. Die Zahl sei jedoch insgesamt viel zu gering. In den nächsten Jahren würden viele weitere Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen. Polixa: „Die sind zwar nicht weg, aber der Eigentümer könnte die Mieten erhöhen, wenn es der Markt hergibt.“

    Derzeit bietet der Caritasverband in der Region Mönchengladbach (mit Korschenbroich) mehr als 90 Wohnungen an, die meist von älteren Menschen genutzt werden. Fast zwei Drittel davon sind Sozialwohnungen. Demnächst kommen in Holt 19 öffentlich geförderte Wohneinheiten in Form von zwei ambulant betreuten Wohngruppen hinzu. Weitere Projekte auf kirchlichen Grundstücken seien angedacht, so Polixa. Er kritisiert jedoch, dass sozialer Wohnungsbau zu bürokratisch sei und die Beantragung einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand erfordere. Zudem dauerten Genehmigungen zu lange. „Bezahlbares Wohnen gehört aus unserer Sicht neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen“, betonte der Caritas-Geschäftsführer. Hier seien Kirche und Caritas gefordert.

    „An vielen Stellen in der Stadt fördern wir ein gutes Zusammenleben in den Quartieren und unterstützen die Menschen darin, ihr Umfeld mitzugestalten und ihre Lebensbedingungen zu verbessern“, berichtete Hildegard van de Braak, Leiterin des Bereiches Soziales und Familie beim regionalen Caritasverband. Als Beispiele nannte sie die „Waldhausener Gespräche“ oder das gemeinsame Engagement von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa in Eicken oder im Bereich der Rheydter Pfarre St. Johannes.

    An der Aktion „Zimmer auf der Straße“ beteiligte sich auch die Stadtbibliothek. Sie bot Mal- und Bastelaktionen für Kinder und Jugendliche an, die sich kreativ mit dem Thema auseinandersetzen und ihr „Traumzimmer“ gestalten konnten. „Wir sind als Bibliothek das Wohn- und Arbeitszimmer der Stadt und stellen sowohl klassische Medien als auch Internet-Arbeitsplätze für die Wohnungssuche zur Verfügung. Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiges Thema – wir möchten dazu beitragen, es sichtbar zu machen“, sagte Stadtbibliothek-Leiterin Brigitte Behrendt.

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  • Unfall mit Müllfahrzeug – GEM bittet um Geduld

    „Wir sind alle sehr betroffen über das Schreckliche, das passiert ist. Wir werden sehr gründlich untersuchen, wie es dazu kommen konnte. Wir werden uns als Geschäftsführung persönlich darum kümmern, dass der Vorfall gründlich analysiert wird“, sagte die GEMGeschäftsführung.
    „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und unseren Mitarbeitern.“

    Gegen 9.30 Uhr kam es am Freitagmorgen auf der Quadtstraße in Wickrath zu einem Unfall mit einem Müllfahrzeug der GEM. Dabei wurde eine 78-jährige Fußgängerin frontal erfasst und tödlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist bislang unklar.
    Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in dieser Sache die Ermittlungen der Polizei abwarten.
    Es wird etwas dauern, alles gründlich zu untersuchen. Wir werden aber zeitnah über jede neue Erkenntnis informieren. So lange bitten wir um Geduld.

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  • Tödlicher Verkehrsunfall in Mönchengladbach-Wickrath

    Tödlicher Verkehrsunfall in Mönchengladbach-Wickrath

    Am Freitag, 14. September 2018 gegen 9:30 Uhr, ist eine 78-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall mit einem Müllfahrzeug tödlich verletzt worden.
    Der Unfall ereignete sich in der Fußgängerzone in Mönchengladbach – Wickrath (Quadtstraße).
    Ein 41-jähriger Mönchgladbacher befuhr mit dem Müllfahrzeug die Quadstraße (Einbahnstraße) von der Poststraße kommend und führte dort mit seinen Kollegen im Bereich der Fußgängerzone die Müllabfuhr durch.
    Kurz vor dem Lindenplatz erfasste das Müllfahrzeug frontal die Seniorin aus Mönchengladbach. Sie geriet unter das Fahrzeug und wurde überrollt. Dabei zog sie sich tödliche Verletzungen zu.
    Der unter Schock stehende Fahrer wurde medizinisch versorgt. Ein Notfallseelsorger betreute ihn und auch anwesende Passanten.

    Bislang haben sich keine unbeteiligten Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben, bei der Polizei gemeldet. Die polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Die Fußgängerzone war für die Zeit der Unfallaufnahme im Bereich des Unfallortes gesperrt.

    Hinweise bitte an die Polizei Mönchengladbach 02161-29-0.

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  • KFH-Gastronomie: Investoren ziehen Bewerbung zurück-
    das Team Anthony Sarpong, Dr. Behrus Salehin und Patrick Herrmann wirft hin

    Auf Basis eines europäischen Ausschreibungsverfahrens war in der Aufsichtsratssitzung vom 6. Februar 2018 das Team Anthony Sarpong, Dr. Behrus Salehin und Patrick Herrmann als zukünftige Gastronomen für die Kaiser-Friedrich-Halle ausgewählt worden.
    Im Fokus hierbei stand die Konzeption für eine moderne Gastronomie in der KFH.
    Die MGMG hat auftragsgemäß gemeinsam mit der Vorgründungsgesellschaft der Gewinner des Ausschreibungsverfahrens einen entsprechenden Vertrag ausgehandelt.

    Es hatten sich neun ernsthafte Bewerber auf die Ausschreibung beworben, von denen fünf in das engere Auswahlverfahren kamen. Alle Kandidaten erhielten Führungen durch die Halle und die Möglichkeit für Kennenlerngespräche. Nach intensiven Diskussionen im Aufsichtsrat wurden fünf der Teilnehmer zu einem Gesprächstermin zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, OB Hans Wilhelm Reiners, dem Geschäftsführer der MGMG und dem Gastgewerbe Beratungs Service der DEHOGA eingeladen.

    Nach den Gesprächen und eingehenden Diskussionen um die Anforderungen sowie Prüfung im Aufsichtsrat hatten sich zwei hochkarätige Kandidaten gemeinsam mit ihren Investoren bei der Aufsichtsratssitzung am 24. Januar 2018 vorgestellt. Es ging darum, einen langfristigen Partner für die Kaiser-Friedrich-Halle zu finden, der Summen in das Restaurant investiert, um dieses als einen besonderen gastronomischen Ort unserer Stadt zu machen. Ergänzend dazu war es wichtig, dass auch die Hallengastronomie den breiten Anforderungen (von Pausengastronomie bis zur Gesamtversorgung der Halle) entspricht.

    Die Investorengruppe konnte nun wider Erwarten abschließend intern keine Einigkeit über die Finanzierung und das gastronomische Konzept erzielen.
    Daher hat die Gruppe die Bewerbung in dieser Woche zurückgezogen. Anthony Sarpong prüft, ob er die Finanzierung seines Konzeptes auf einem anderen Weg umsetzen kann.

    Die MGMG bedauert, dass es zu dieser Entscheidung kam. Sollte kurzfristig kein anderer Gastronom gefunden werden, würde die MGMG die Gastronomie erneut europaweit ausschreiben, damit die Wiedereröffnung des Restaurants in der KFH zeitgerecht erfolgen kann.

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  • Verkauf oder Erbpacht? Mönchengladbach beabsichtigt „gute Stube“ zu verkaufen

    Verkauf oder Erbpacht?
    Mönchengladbach beabsichtigt „gute Stube“ zu verkaufen

    Es war ein erster Aufschlag, kein festgezurrtes Ergebnis.

    In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord stellte heute David Bongartz von der Stadttochter EWMG den Bericht der Verwaltung vor. Demzufolge sollen die Liegenschaften Haus Erholung und Haus Zoar verkauft werden.

    Gesucht werden über ein Auswahlverfahren bestgeeignete Investoren, möglicherweise ein Finanz-Konsortium. Es soll das Hotel Nr.1 in Mönchengladbach werden, so Bongartz. Über Preisvorstellungen kann/will noch niemand öffentlich sprechen, so der EWMG-Mitarbeiter und Leiter des Projektes.

    Es war nicht anders zu erwarten: aus allen Fraktionen gab es eine Menge Nachfragen, teils zum Verfahren, teils vehement zur Absicht des Verkaufs. SPD, FDP und vor allem Bündnis90/Grüne lehnen dies ab. So argumentiert SPD-Vertreter Michael Hildemann mit der gängigen Praxis in Amsterdam. Dort werden ausschließlich Erbpachtverträge abgeschlossen. In Mönchengladbach gibt es dazu ein durchaus erwähnenswertes positives Beispiel.

    Hildemann:“ Unsere Großväter haben die Liegenschaft Maria Hilf seinerzeit in Erbpacht vergeben. Heute können wir Dank dieser Weitsicht das Gebiet neu überplanen und tun dies auch.“

    Boris Wolkowski von den Grünen machte auf die Unabänderbarkeit eines Verkaufes aufmerksam. Er lehnt ebenfalls die Verkaufsabsicht ab. In einer separaten Meldung werben die Grünen für ein Werkstattverfahren mit Beteiligung der Bürger. Weitere Anfragen will Wolkowski im Bauausschuss stellen.

    Interessante neue Aspekte ergeben sich bezüglich der möglichen Zufahrt zu einem Hotel der 4-Sterne-Kategorie, der evtl. neuen Tiefgaragensituation. Wie könnte der Lieferantenverkehr für das Hotel aussehen? Soll dieser täglich über den Kreisverkehr des Sonnenhausplatzes geführt werden oder wird eine komplett neue Zufahrt geplant? Wird es eine neue oder erweiterte Tiefgarage geben? Wird die angrenzende Sporthalle an anderer Stelle neu gebaut werden und das Grundstück der Liegenschaft Haus Zoar zugerechnet?

    Sicherlich werden sich noch viele weitere Fragen ergeben und zu beantworten sein.

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  • Haus Erholung: Grüne wollen Werkstattverfahren

    Haus Erholung: Grüne wollen Werkstattverfahren

    Plänen, wonach das „Haus Erholung“ verkauft und zu einem „hochwertigen Hotel- und Tagungsstandort“ umgebaut werden soll, erteilen Mönchengladbachs Grüne eine Absage. „Diejenigen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hauses Erholung und dem Rahmenplan Abteiberg von einem „kulturellen Herzstück“ sprechen, sollten bei der Präsentation ihrer Verkaufs­pläne ehrlicher sein. Denn wenn es sich hier um ein Herzstück handelt, dann darf man doch nicht die alte Planung von Prof. Hans Hollein einfach so ausblenden“, sagt der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Boris Wolkowski. Der Star-Architekt Hollein hatte die Idee verfolgt, den Abteiberg über eine Gesamt­idee städtebaulich zu entwickeln und dabei das historische Stadtbild mit der Abtei sowie die extreme Hangsituation des Abteigartens berücksichtigt. Holleins Planung für das Museum wurde 1985 mit dem internationalen Architekturpreis, dem „Pritzker Award”, ausgezeichnet. Für die Grünen folgt aus der Idee Holleins zunächst die Frage, welchen vielfältigen Bedürfnissen und Funktionen dieser wichtige Stadtraum Rechnung tragen muss. „Letztlich geht es um die Idee von Stadt“, sagt Dr. Boris Wolkowski. „Bevor man jetzt daran geht, Haus Erholung mit dem angrenzenden Grundstück des ehemaligen Hauses Zoar zu verkaufen, sollte für den Abteiberg doch erst einmal ein Werkstattverfahren mit allen angrenzenden Akteuren durchgeführt werden“, sagt der Grünen-Ratsherr.

    Er möchte Vertreter des Stiftisch Humanistischen Gymnasiums, des Münster Bauvereins, des Museumsvereins, des Arbeitslosenzentrums, der Kirchenge­meinde der Pfarre Sankt Vitus sowie die Anwohner in das Planungsverfahren mit einbeziehen. Ziel des Werkstattverfahrens sollte es sein, die konzeptionellen Grundlagen für die weiteren Entwicklungen des Abteibergs zu legen. Das städte­bauliche und freiraumplanerische Gesamtkonzept müsse unter Berücksich­tigung des teils historischen Gebäudebestandes erarbeitet werden, sagt Wolkowski.
    „Die Entscheidung, wie der Abteiberg in den nächsten Jahren geprägt wird, sollte transparent, mit Bedacht und vor allem unter Mitwirkung der genannten Akteure aus dem Umfeld des Abteibergs erfolgen“, meint auch Monika Halverscheid, Sprecherin der Grünen in der BV Nord. „Das darf nicht einigen übereifrigen Prota­gonisten überlassen werden, die meinen, an dieser Stelle der Stadt auf die Schnelle ein Projekt zu realisieren, von dem nur wenige profitieren.“

    Immerhin würden mit dem Verkauf von Haus Erholung und Haus Zoar auf dem Abteiberg neue private Grundstücksflächen geschaffen. Bisher verfügt die Stadt dort durch­gängig über Grundstückseigentum, von der Stepgesstraße bis zum Münster.

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  • Keine 10 Cent mehr im Portemonnaie: Küchenhilfen  in Mönchengladbach zwangsweise auf „Lohn-Diät“

    Keine 10 Cent mehr im Portemonnaie:
    Küchenhilfen in Mönchengladbach zwangsweise auf „Lohn-Diät“

    Schuften auf Hochtouren, verdienen auf Sparflamme: In der Gastronomie in Mönchengladbach gibt es rund 3.580 Mini-Jobs. Allerdings lassen Hotels, Restaurants und Gaststätten einen Großteil der Mini-Jobber für Niedriglöhne arbeiten, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele Spülkräfte, Küchenhilfen, Zimmerfrauen und Aushilfskellner werden zwangsweise auf ‚Lohn-Diät‘ gesetzt – Hilfskräfte verdienen in der Gastronomie in Mönchengladbach oft nur ‘nen Appel und ‘n Ei“, sagt Manja Wiesner von der NGG Krefeld-Neuss. Mit 9,25 Euro pro Stunde liege eine angelernte Kraft „schon jetzt im Lohnkeller“.

    Sie kritisiert, dass „die Gastro-Chefs keine Anstalten machen, an diesem Zustand etwas zu ändern“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe in NRW hätten die Arbeitgeber „auf stur geschaltet“ und für ungelernte Kräfte lediglich ein Prozent mehr Lohn im ersten Jahr angeboten und ein weiteres Prozent im Folgejahr. Manja Wiesner reagiert darauf wütend: „Das wären fürs erste Jahr nicht einmal 10 Cent pro Stunde mehr. Der Stundenlohn würde dann bei 9,35 Euro liegen – und damit nur 16 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro, der ab kommenden Januar ohnehin gilt. Das ist einfach nur unverschämt. Denen, die die Küchen und Restaurantbetriebe in Mönchengladbach am Laufen halten, wird hier – ums in der Küchensprache zu sagen – ein ‚Mager-Lohn‘ serviert.“

    Das Lohnangebot der Arbeitgeber bezeichnet NGG-Geschäftsführerin Wiesner als „schlechten Küchenwitz“. Damit werde nicht einmal die Inflation aufgefangen. Dies bedeute einen Reallohn- und damit auch Kaufkraftverlust. Wenig besser sehe es bei Köchen, Kellnerinnen und Rezeptionistinnen aus: Für Fachkräfte hätten die Arbeitgeber lediglich 2,5 Prozent Lohnerhöhung im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten. „Das ist mit der NGG nicht zu machen“, sagt Wiesner. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Nordrhein-Westfalen gehen Mitte Oktober in die nächste Runde.

    Wiesner kündigt jetzt an, bis dahin eine „Gastro-Offensive“ zu starten. Die NGG will dabei Flugblätter mit Tarif-Infos auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Mönchengladbach verteilen und gezielt Aktionen machen. „Bei erweiterten Frühstückspausen und über Betriebsräte werden wir die Belegschaften informieren und den Gastro-Protest formieren“, so Wiesner.

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  • Bürgerbegehren für Stolpersteine erfolgreich

    Bürgerbegehren für Stolpersteine erfolgreich

    In Viersen haben Hausbesitzer in Zukunft kein Vetorecht mehr, wenn vor ihren Häusern Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Opfer der Nazi-Diktatur verlegt werden sollen. Der Rat der Stadt hat sich gestern einem Bürgerbegehren angeschlossen, das die Aufhebung dieses Vetorechts forderte. Noch im April hatte sich der Rat mehrheitlich dafür ausgesprochen, Hausbesitzern ein Vetorecht zu geben.

    Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

    In den Viersener Stadtteilten Alt-Viersen und Dülken weisen 28 Stolpersteine auf Wohnorte der unter der Nazi-Diktatur vom nationalsozialistischen Regime verfolgten, vertriebenen und ermordeten Bürger hin. 26 Stolpersteine sollten zwar im Dezember 2017 hinzukommen, doch bei nur knapp der Hälfte war die Verlegung bisher sicher. Bei den 13 anderen hatten Hausbesitzer sich dagegen ausgesprochen, die Steine auf der Straße zu verlegen.

    In Viersen fielen insgesamt 214 Menschen jüdischen Glaubens dem nationalsozialistischen Regime zum Opfer. Weitere von Deportationen und Repressionen Betroffene anderer Glaubensrichtungen oder ethnischer Gruppen kommen hinzu.

    Die Bürgerinitiative „Stolpersteine für Viersen“ argumentiert, dass die Verlegung von Stolpersteinen von allgemeinem Interesse sei. Sinn und Zweck der europaweiten Stolpersteinverlegung sei das Gedenken an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Regimes. Das Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürger sei wichtiger als die Befindlichkeiten von Eigentümern. Zudem erfolge die Verlegung im öffentlichen Raum, welcher der Stadt und damit allen Bürgern gehöre.

    Mit dem Bürgerbegehren in Viersen hat sich laut Zahlen der Initiative „Mehr Demokratie“ zum 120. Mal ein Rat einer direkt-demokratischen Initiative angeschlossen. Auf diesem Weg sind Bürgerbegehren damit erfolgreicher als durch Bürgerentscheide. Bei 228 Abstimmungen in Städten, Gemeinden und Kreisen waren 87 Bürgerbegehren erfolgreich. 100 weitere Begehren erhielten zwar ebenfalls eine Mehrheit, wurden jedoch durch die Abstimmungshürde zu Fall gebracht. Für die Verbindlichkeit eines Bürgerentscheids ist in NRW eine Mehrheit von je nach Gemeindegröße zehn, 15 oder 20 Prozent aller Stimmberechtigten für oder gegen ein Bürgerbegehren erforderlich. Diese Hürde ist für viele Bürgerbegehren zu hoch.

    Mehr Informationen: Bürgerbegehren für Stolpersteine in Viersen www.nrw.mehr-demokratie.de/themen/buergerentscheid/aktuell/viersen

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  • Wo waren Sie Herr Spahn?

    Wo waren Sie Herr Spahn?

    Kolumne

    Ort des Geschehens:
    a) Käthe-Stroetges-Haus am Sonntag,
    b) die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach am Sonntag.

    Das Käthe-Stroetges-Haus, ein kleineres Alten- und Pflegeheim wurde gerade durch die Heimaufsicht der Stadt geschlossen, 47 Männer und Frauen verlieren ihre Bleibe von Heute auf Morgen.
    Grund: fehlendes Pflege-Fachpersonal, Mängel in der Pflege etc.. Berechtigte Gründe.
    Ein Praxisbeispiel für unseren ambitionierten Gesundheitsminister Jens Spahn. Er will Pflege verbessern.
    Dachte ich. Ich dachte falsch.

    Gesundheitsminister Spahn freute sich zur gleichen Zeit wenige Kilometer weiter in Mönchengladbach bei seinen Freunden von der CDU auf deren Jahresempfang über eine gelungene und mit großem Applaus belohnten Rede vor den geladenen Gästen.
    Dort, im Krankenhaus wird sicher das ein und andere Gespräch über Themen eines Krankenhausbetriebes geführt worden sein.
    Über die Probleme der Menschen des Käthe-Stroetges-Hauses wurde wohl nicht gesprochen. Hat man Jens Spahn überhaupt darüber informiert? Warum nicht? Spahn ist belastbar, das zeigt er beredt in jeder Talk-Show.
    Es gab Zeiten, in denen sich hochrangige Politiker und Altenforscher die Klinke im Pflegeheim in die Hand gaben. Käthe Stroetges wurde oft für ihre Verdienste ausgezeichnet und 1976 bekam sie das Bundesverdienstkreuz. 1997 erhielt sie den Landesorden NRW, überreicht vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau.
    Und Heute? Alles vergessen.

    Positives: Ohne Mitwirkung unseres Gesundheitsministers werden alle Menschen der Alteneinrichtung eine neue Bleibe in Mönchengladbach finden. Dies versicherte  Sozialdezernentin Dörthe Schall (SPD) gegenüber dem WDR-Fernsehen.

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  • Neonazis in Robe? SPD-Fraktion verlangt von der Landesregierung Aufklärung

    Neonazis in Robe?
    SPD-Fraktion verlangt von der Landesregierung Aufklärung

    Anfang des Jahres haben nach Medienberichten AfD, NPD und Pegida ihre Anhänger dazu aufgerufen, sich in ihren Kommunen als ehrenamtliche Richterinnen und Richter zur Wahl zu stellen und so die Justiz zu infiltrieren.

    Diese Ankündigung haben die NRW-Fraktionen von SPD und Grünen zum Anlass genommen, um das Thema im Rechtsausschuss zu diskutieren. Die Landesregierung NRW wiegelte damals ab. In dem hierzu vom Ministerium der Justiz vorgelegten Bericht (Vorlage 17/798) führte das Ministerium noch aus, dass ihm keine Erkenntnisse vorliegen, „wonach es zu einem tatsächlichen Anstieg entsprechender Bewerbungen gekommen wäre.“

    Heute wird in einer großen deutschen Tageszeitung unter der Überschrift „Rechte jetzt auf Schöffen-Liste“ darüber berichtet, dass Personen auf der Schöffenwahlliste stehen, die Organisationen angehören, die der Verfassungsschutz wegen Rechtsextremismus beobachtet. Weiter heißt es in dem Bericht, unter Berufung auf eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums: „Die Problematik ist dem Verfassungsschutz bekannt, der in jedem Einzelfall die zuständigen Behörden informiert.“

    Die Landesregierung hat also doch entgegen dem Bericht im Rechtsausschuss Kenntnis von Versuchen rechtsextremistischer Kreise, die Gerichte zu infiltrieren.

    Sonja Bongers, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
    „Wir verlangen, dass das Parlament und die Öffentlichkeit sofort umfassend darüber informiert werden, welche Erkenntnisse die Landesregierung hier bislang verschwiegen hat. Neonazis in Robe sind eine große Gefahr für unseren Rechtsstaat. Warum schweigt die Landesregierung? Wenn die Medien diesen Skandal nicht enthüllt hätten, wüssten wir bis jetzt nichts davon. Deswegen haben wir beantragt, das Thema mit besonderer Eilbedürftigkeit schon an diesem Mittwoch im Rechtsausschuss zu behandeln.“

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  • „SINGET DEM HERRN“ –  Konzert mit den musikalischen Gruppen von St. Helena

    „SINGET DEM HERRN“ – Konzert mit den musikalischen Gruppen von St. Helena

    Der Kirchenchor St. Helena (Ltg.: Reinhold Richter), das Blockflötenensemble und der Frauenschola St. Helena (Ltg.: Andrea Richter), sowie der Gospelchor “Inspiration” (Ltg.: Petra Maaßen) laden zu einem Konzert am Sonntag, 16. September 2018 um 17.00 Uhr sehr herzlich in die Pfarrkirche St. Helena in Rheindahlen ein.

    Unter dem Titel „Singet dem Herrn“ musizieren die verschiedenen Gruppen unter ihren Leitern Chor- und Instrumentalwerke querbeet aus ihrem Repertoire.
    Eine Fülle unterschiedlichster musikalischer Weisen erwarten die Zuhörer und Zuhörerinnen an diesem Nachmittag und geben so auch einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Musikgruppen.
    So erklingt Musik vom Barock, über Mozart bis in unsere Zeit hinein, wie z. B. Gosepelgesänge oder Teile aus der Jazz-Messe von Johannes M. Michel.

    Weitere Informationen unter www.helenamusik-rheindahlen.de

    Die Ausführenden freuen sich, Sie zu diesem Konzert begrüßen zu dürfen.
    Der Eintritt ist frei.
    Spenden am Ende des Konzerts werden gerne entgegengenommen.

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