Die interaktive Objekt-Säule „Tihange-AUS“, an der jeder Bürger „Tihange Aus-schalten“ kann – zumindest symbolisch –, wurde jetzt auch in Mönchengladbach aufgestellt.
Es ist die 10. Tihange-AUS-Säule, die im Umkreis des AKW Tihange aufgestellt wird.
An den neun bereits installierten Standorten in Aachen, im Aachener Umland, in der Eifel und auch an Standorten in Belgien und den Niederlanden, haben seit gut einem Jahr die Bürgerinnen und Bürger bereits die Möglichkeit, vom „Aus-Hebel“ regen Gebrauch zu machen.
Im Ortskern von Wickrath wurde die Säule nun erstmals auf Mönchengladbacher Stadtgebiet aufgestellt und dort einen Platz auf Zeit finden, um im Laufe des Jahres an weiteren öffentlichen Orten in der Stadt aufgestellt zu werden.
Der AUS-Hebel wurde erstmals durch Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt ausgelöst.
Reinerswies auf die Symbolik hin erhofft jedoch, dass die Wirkung auf die Verantwortlichen nicht ausbleibt.
Grußworte richteten auch Sebastian Hertl, Mönchengladbacher Bürger und Sponsor der Säule sowie Martin Heinen, Vorsitzender des Umwelt- und Feuerwehrausschusses an die anwesenden Bürger.
Ebenfalls vor Ort waren die Initiatoren der Säule, die Aachener Künstler Rolf Jägersberg und Lars Harmens.
Der Internationale Frauentag am 8. März steht in diesem Jahr unter dem Zeichen „Press for Progress“.
Das Weltwirtschaftsforum hat im vergangenen Jahr errechnet, dass es unter den jetzigen Umständen noch 100 Jahre dauern wird, bis die Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.
„Wir müssen weiter Druck machen. Auch wenn sich Frauen in den letzten Jahrzehnten schon viel erkämpft haben, gilt es, diese Erfolge immer wieder aufs Neue zu verteidigen“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, die sich als Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gezielt für die Rechte von Frauen einsetzt.
In den Koalitionsverhandlungen konnte die SPD zahlreiche gleichstellungpolitische Verbesserungen verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. „Wir werden betroffene Frauen stärken, indem wir ihnen den sicheren und geschützten Weg aus der Gewaltspirale ermöglichen: mit einem Aktionsprogramm zur Prävention von Gewalt, der Verbesserung des Hilfesystems und einer gesicherten Finanzierung von Frauenhäusern“, betont Yüksel.
Vor fast 100 Jahren haben Frauen das erste Mal gewählt und konnten gewählt werden. Sie selbst waren es, die für ihr selbstverständliches Recht auf die Straße gegangen sind und diesen bahnbrechenden Erfolg als ihren eigenen feiern konnten. Doch heute, fast ein Jahrhundert später, sind Frauen noch immer nicht angemessen in den Parlamenten beteiligt. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist – gerade wegen den konservativen und rechten Parteien – sogar gesunken: auf nunmehr 30 Prozent. „Fehlende Repräsentation führt zu fehlender Beachtung struktureller Probleme. So sind es gerade Frauen, die sich beispielsweise im Niedriglohnsektor durchkämpfen oder in Pflegeberufen den Notstand spüren. Umso mehr möchte ich mich für diese Anliegen einsetzen“, so Yüksel abschließend.
Amazon baut neues Logistikzentrum im Gewerbepark Rheindahlen
Mindestens 1.000 neue unbefristete Arbeitsplätze in Vollzeitbeschäftigung mit wettbewerbsfähigen Löhnen schafft Amazon im neuen Logistikzentrum in Rheindahlen.
Etwa 200 Kräfte, darunter auch zahlreiche Facharbeiter für die Bereiche Personalwesen, Management, EDV und Technik, werden als Erste ihre Arbeitsplätze in den ersten fertiggestellten Bauten auf dem 123.000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet Rheindahlen beziehen.
Neben wettbewerbsfähigen Löhnen bietet Amazon Zusatzleistungen wie leistungsbezogene Prämien, eine Sonderzahlung zu Weihnachten und Mitarbeiter-Aktien. Hinzu kommen eine kostenlose Lebens- und Berufsunfähigkeitsvericherung, ein Pensionsfonds und Personalrabatte.
„Die Ansiedlung wird einen positiven Effekt auf dem Mönchengladbacher Arbeitsmarkt erzielen. Die Arbeitslosigkeit ging auch an unseren Standorten in Koblenz, Dortmund und Winsen bei Hamburg deutlich nach unten. In Mönchengladbach setzen wir bei 1.000 Arbeitsplätzen an, erfahrungsgemäß könnten sie noch einmal um weitere 500 aufgestockt werden. Wir werden mit der Agentur für Arbeit eng zusammen arbeiten“, teilte Gregory Bryan, Regionaldirektor Amazon Deutschland heute mit.
„Über die Ansiedlung von Amazon als weiterer Global Player in Mönchengladbach freue ich mich vor allem mit Blick auf die neuen Arbeitsplätze sehr. Ich wünsche mir natürlich, dass möglichst viele Mönchengladbacher einen Arbeitsplatz im neuen Logistikzentrum finden und dass diejenigen, die von außerhalb kommen, nach Mönchengladbach ziehen“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.
„Unsere Stadt hat sich zu einem der Top-Standorte für Logistik in Deutschland entwickelt. Die Ansiedlung unterstreicht noch einmal die Bedeutung dieses Standortes in der Logistik-Branche“, unterstreicht Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördung Mönchengladbach (WFMG). Im vergangenen Jahr wurde die Stadt zum Logistikstandort des Jahres in NRW ausgezeichnet. „Und das wegen der hohen Arbeitsplatzintensität und der Qualifizierung der Arbeitsplätze. Die Logistik der Zukunft ist eine Kombination von Automatisierung und Beschäftigung“, ergänzt er mit Blick auf den Regiopark mit etwa 5.000 Arbeitsplätzen.
So werden neben den über 1.000 Beschäftigten auch bis zu 4.000 Roboter in dem zum Teil dreistöckigen Gebäudekomplex mit einer Grundfläche von insgesamt 55.000 Quadratmetern ihre Arbeit aufnehmen.
„Die Roboter bilden das Bindeglied zwischen den Regalen und den Mitarbeitern, die für Verpackung und Versand zuständig sind“, so Amazon-Chef Gregory Bryan. Amazon, das derzeit aufgrund steigender Kundennachfrage deutschlandweit sein Logistiknetzwerk ausbaut, hat für das Logistikzentrum mit dem Hamburger Projektentwickler Ixocon als Eigentümer des Geländes, einen Mietvertrag über eine Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.
Mit den vorbereitenden Erdarbeiten wurde auf dem Grundstück an der Erkelenzer Straße bereits begonnen. Ende des Jahres soll ein erster Bauabschnitt bereits stehen, in dem dann auch die ersten Kräfte ihre Arbeit aufnehmen.
Mit Blick auf die Auswirkungen auf die verkehrliche Situation hatte Amazon ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das von einer Worst-Case-Betrachtung ausgeht. Demnach weisen Maximalzahlen zum Weihnachtsgeschäft täglich 430 Lastwagen, darunter 50 Sprinter, auf, die von der A 61 (Ausfahrten Holt und Rheydt) sowie aus dem Raum Heinsberg, wo Amazon-Partner Hermes bereits angesiedelt ist, das Gewerbegebiet im Westen Rheindahlens ansteuern.
„Diese Spitzenwerte beziehen sich auf die Wochen vor Weihnachten. Im Normalbetrieb liegen die Zahlen 50 bis 60 Prozent darunter. Außerdem erlaubt uns der Betrieb in vier Schichten, den Pkw-Verkehr der Mitarbeiter zu reduzieren. Durch flexible Schichtzeiten sollen die üblichen Berufsverkehre nicht zusätzlich belastet werden.“, so Regionaldirektor Gregory Bryan.
Für die Mitarbeiter entsteht an der Erkelenzer Straße ein Parkhaus mit 1.000 Stellplätzen, das zugleich als Lärmschutzriegel für die etwa 400 Meter entfernte Wohnbebauung dient. „Verkehrsinfrastruktur und Lärmschutz haben wir im Blick. So soll an der Erkelenzer Straße zusätzlich eine Lärmschutzwand errichtet werden“, betont Thomas Stricker, Leiter Projektentwickung bei Ixocon. Darüber hinaus sind Anpassungen der Infrastruktur notwendig, wie etwa beim ÖPNV zur optimalen Anbindung für die Beschäftigten.
„Eine gute Nachbarschaft ist uns wichtig. Wir wollen Teil der Gemeinde sein“, unterstreicht Amazon-Chef Bryan und führt weiter aus: „Wir unterstützen rund um unsere Standorte mit Sach- und Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, mit ehrenamtlichem Engagement von unseren Mitarbeitern und durch Bildungsinitiativen für Kinder und Jugendliche“.
Darüber freute sich insbesondere Bezirksvorsteher Arno Oellers, in dessen Bezirk sich das Unternehmen ansiedelt. „Mit der Ansiedlung macht das Gewerbegebiet Rheindahlen einen wichtigen Schritt nach vorne. Ich begrüße natürlich die Zahl der Arbeitsplätze und die Tatsache, dass auch Behinderten eine Chance auf einen Arbeitsplatz gegeben werden soll. Die Ansiedlung bedeutet eine Belebung des Ortskerns und Wohnungsmarktes in Rheindahlen und Umgebung“, so Arno Oellers.
„Einige Bürger machen sich bereits Sorgen über die Verkehrsauswirkungen. Da ist die Ankündigung von Amazon gut, dass es für die ankommenden Lieferverkehre keine Wartezonen außerhalb des Geländes, sondern nur auf dem Gelände geben wird, gut und wichtig“, so Arno Oellers. „Was den Anlieferverkehr angeht, sollte man sofern möglich, die Nutzung des vorhandenen Bahngleises als eine Möglichkeit zur Entzerrung der Verkehre prüfen“. Dafür sei allerdings die direkte Anbindung des Geländes notwendig. An den Bahnverkehr angeschlossen sind bereits die zukünftigen Beschäftigten von Amazon, die von Mönchengladbach über Rheydt zum Haltepunkt Rheindahlen fahren können. Mit dem privaten Betreiber der Regionalbahn steht die WFMG schon in Kontakt.
(pmg)
Am Montagabend kam es gegen 19:00 Uhr auf der Stresemannstraße an der Bushaltestelle Marienplatz zu einem versuchten Raub, bei dem der Geschädigte mit einem Messer an einer Hand verletzt wurde.
Der 49-jährige Geschädigte wartete an der Haltestelle auf die Linie 97, die in Richtung Jüchen fährt.
Er wurde von zwei Unbekannten angesprochen und aufgefordert, ihnen Geld und Zigaretten zu geben. Als er angab, nicht dabei zu haben, wurde er von den Männern geschubst und im Laufe einer kurzen Rangelei mit einem Springmesser an einer Hand verletzt.
Die beiden Räuber flüchteten anschließend in Richtung kleiner Marienplatz.
Sie werden von dem Geschädigten wie folgt beschrieben:
1. 20-25 Jahre alt, Südländer, vermutlich Araber, 1,80m groß und von schmaler Statur. Bekleidet mit einer dunklen Jacke und einer blauen Jeans, führte einen dunklen Rucksack mit.
2. Ebenfalls 20-25 Jahre alt, ebenfalls vermutlich Araber, mit geschätzten 1,70m Körpergröße kleiner als sein Mittäter, kräftige Statur, dunkel gekleidet.
Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls und Hinweisgeber zu den beiden Tatverdächtigen. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei unter Telefon 02161-290.
Bündnis90/Grüne, Linke und die FDP forderten gestern im Planungs- und Bauausschuss die Rückkehr zur alten Regelung: Busverkehr bergauf und bergab auf der Hindneburgstraße. Die Grünen wollten lediglich eine Ausdünnung der Linienanzahl, sodass im Ergebnis der Busverkehr stark reduziert würde.
Außerdem wurde die Einführung von Elektrobussen gefordert oder zumindest die Untersuchung dieser Möglichkeit erwartet.
Mit ihrer Stimmenmehrheit setzte sich die GroKo durch, die Busse werden nun im Regelbetrieb bergauf über die Hindenburgstraße und bergab über die Steinmetzstraße geführt.
E-Busse wird es nach dem Willen der Groko und der NEW noch lange nicht geben, Beispiele aus dem Nachbarland Niederlande wurden kurzerhand beiseite geräumt. Argumente: sie sind nicht lieferbar, teuer und energierpolitisch noch nicht zukunftsweisend.
Hohe Kosten von mehr als einer Million Euro insgesamt halten unsere Politiker nicht von ihrem Vorhaben ab.
In diesen Kosten sind etwa 500.000 Euro rückzahlbare Fördergelder enthalten, mit diesen wurde die Infrastruktur für die Busse auf dieser Straße seinerzeit gebaut.
Kommentar:
Es ist nicht der erwartete große Wurf gelungen.
Wieder einmal werden halbe Sache als toller Erfolg dargestellt. Es ist wohl der Kompromiss, der die Gemüter der Kritiker beruhigen soll. Tatsächlich jedoch fehlt den GroKo-Politikern auch hier die Kraft, der Wille, eine echte Fußgängerzone zu schaffen, die Aufenthaltsqualität stärker zu erhöhen.
Warum fordert die Verwaltung einerseits, es den vergleichbaren Kommunen bei einer echten Füßgängemeile nachzumachen, um dann im Ernstfall einzubrechen, ja zu kneifen. Klare Struktur geht anders.
Es wird weiter gewurschtelt, um später wieder zu einer neueren Erkenntnis zu kommen:
Der Start in die E-Mobilität im ÖPNV wäre möglich, mutig und sinnvoll gewesen.
Die SPD möchte den Start einer umfangreichen Prozedur wagen, den Koalitionspartner CDU und wohl auch die anderen Parteien und auch die Verwaltung überzeugen, den Weg mitzugehen.
Seit 2012 existiert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ in Deutschland. Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.
Ratsherr Oliver Büschgens brachte die Idee aus Köln mit: „Seit dem Start des Programms im Jahr 2012 tragen mittlerweile 10 Städte in der ganzen Republik das Siegel, darunter auch Köln. Kommunen, die sich beteiligen, werden von Experten analysiert. Welche Angebote und Planungen gibt es bereits? Wo besteht im kommunalen Handeln noch Optimierungspotential, um kinder- und jugendfreundlicher zu werden? Für diese Standortbestimmung werden auch Kinder und Jugendliche direkt eingebunden. So soll ermittelt werden, ob sich Kinder und Jugendliche wohl und sicher fühlen, ob sie Mitsprachemöglichkeiten haben oder was sie sich wünschen würden. Im Anschluss an die Analyse wird ein Aktionsplan erstellt, der dann auch vom Rat beschlossen werden muss. Erfüllt der Aktionsplan die Anforderungen und wird er aktiv umgesetzt, erhält die Stadt das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ für drei Jahre. Nach dieser Phase muss ein neuer Aktionsplan erarbeitet werden, um wiederum für drei Jahre anerkannt zu werden.“
…als Borussia-Anhänger sowieso und wenn man zu (fast) jedem Heimspiel mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln von Stuttgart anreist, fragt man sich zum Teil, warum man das immer wieder auf sich nimmt. Aber man tut es, keine Frage. Als Fan, der stolzer Besitzer einer begehrten Dauerkarte ist, möchte man so viele Spiele wie möglich live sehen. Wenn dann aber so, wie am letzten Freitag, alles zusammenkommt, dann wird die Geduld eines Fans schon arg überstrapaziert und großer Unmut macht sich breit. Aus diesem Grund habe ich mich für diesen offenen Brief entschieden in der Hoffnung, dass zumindest der eine oder andere Verantwortliche zum Nachdenken angeregt wird.
Am vergangenen Freitagabend stand also ein Heimspiel gegen Bremen auf dem Programm. Um zu diesem pünktlich zu sein, musste ich um halb 3 mein Büro in Stuttgart verlassen, zum Bahnhof fahren und von dort ging es mit dem ICE nach Köln. Hier erfolgte dann der Umstieg in den Regio nach Mönchengladbach. Der Regio fährt planmäßig um 18:25 Uhr ab, eine Zeit, zu der an einem Freitag also auch noch eine ganze Menge Berufs- und Wochenendpendler unterwegs sind. Hinzukommen kamen die Bremer und Gladbacher Anhänger. Man kann also durchaus mit einigen Reisenden rechnen. Dem Regio fehlten laut Bahn-App ein paar Wagen, genauer gesagt, kam ein Kurzzug. Es wurde also kuschelig, aber zumindest lief alles nach Plan.
In Rheydt angekommen, begrüßte uns fetter Schneefall. Wir fuhren mit dem Shuttlebus zum Stadion und nahmen und waren tatsächlich pünktlich am Platz. Über den Verlauf des Spiels muss man an dieser Stelle nicht sprechen, aber wenn man nach einer 2:0 Führung am Ende doch mit einem Unentschieden aus dem Stadion geht, ist die Laune der meisten Fans eher nicht überschwänglich. Nun begann aber erst das eigentlich Drama.
Wir mussten nach dem Spiel nach Korschenbroich, bekanntlich zwei S-Bahn-Haltestellen in Richtung Düsseldorf von Mönchengladbach entfernt, wo wir ein Zimmer für die Spieltage haben. Das Spiel endete gegen 22:20 Uhr, in unserem Zimmer waren wir schließlich zwei Stunden später, also um 0:20 Uhr, obwohl wir weder etwas trinken noch feiern waren, sondern versucht haben, auf dem direkten Weg nach Hause zu kommen. Was war also passiert?
Zunächst gingen wir zum Shuttlebus und konnten nach kurzer Wartezeit zum Gladbacher Hauptbahnhof starten. Allein diese Fahrt kann auch schon eine richtige Odyssee bedeuten, denn die Stadt bekommt es einfach nicht in den Griff, den Busverkehr vernünftig zu regeln. Diesmal haben wir „nur“ eine gute halbe Stunde gebraucht für eine Strecke von 5 km, die man bei wenig Verkehr in weniger als 15 Minuten schaffen kann. Wir erreichten den Hauptbahnhof an diesem Abend also um ca. 22:55 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sind sowohl die erste Sonder-S-Bahn um 22:45 Uhr, als auch die reguläre S-Bahn um 22:54 Uhr Richtung Düsseldorf bereits abgefahren. Aber es sollte ja eine weitere Sonder-S-Bahn um 23:13 Uhr geben. Durch das Baustellenchaos am Gladbacher Hauptbahnhof hindurch begaben wir uns also zu Gleis 8, wo die Sonder-S-Bahn laut Bahn-App abfahren sollte. Eine Anzeigetafel im Bahnhof existiert derzeit nicht. Am Gleis wurde die Sonder-S-Bahn auch angezeigt und so warteten wir mit einer ganzen Reihe weiterer Fans, bis gegen 23:10 Uhr eine Bahn einfuhr. Wir stiegen alle ein, wurden aber recht unmittelbar vom Zugführer aufgefordert, den Zug zu verlassen, da dieser Zug hier enden würde. Also stiegen alle wieder aus, die Bahn löschte das Licht und fuhr davon. Auf Gleis 7 sah man eine verdächtigte Bahn (sie wurde weder auf der Gleistafel näher bestimmt noch stand am Zug ein Ziel) herumstehen und ein paar Gladbach Fans winkten uns zu, als diese um 23:13 Uhr abfuhr. Direkt danach erlosch auf unserer Anzeigetafel an Gleis 8 die Information zur Sonder-S-Bahn. Es war weder eine Durchsage erfolgt, noch auf der Anzeigetafel oder in der Bahn-App darauf hingewiesen worden, dass diese Bahn abweichend von Gleis 7 fahren würde.
Man kann sich die Laune der Fans am Bahnhof vorstellen: Es hat nach wie vor heftig geschneit, es war windig und eiskalt und die einzig erreichbare Sonder-S-Bahn hatte man gerade auf dem Nachbargleis davon fahren sehen. Wartezeit bis zur nächsten regulären S-Bahn etwa 40 Minuten. Die Toilette am Bahnhof hatte bereits um 22 Uhr geschlossen, was die Freude nicht gerade verstärkte. Schließlich fuhr die reguläre S-Bahn zur Abfahrt um 23:54 Uhr ein. Es handelte sich um einen Kurzzug! Ein lautes Raunen ging durch die über 500 Fans, die mit dieser S-Bahn fahren wollten. Es wurde geschubst und gedrängelt, damit man nur ja auch hineinkommt, denn bei diesem Wetter wollte niemand noch länger am Bahnhof warten. Dies führte natürlich dazu, dass die S-Bahn heillos überfüllt war, der Zugführer kaum zu seinem Platz kam und sich die Türen zur Abfahrt nicht schließen konnten. Wir standen also weitere 20 Minuten nach planmäßiger Abfahrt am Gleis und warteten darauf, dass schließlich einige Polizeikräfte dafür sorgten, dass die nachrückenden Fans die Türbereiche der Bahn freigaben. Das Verhalten der Fans in diesen 20 Minuten war knapp vor der Eskalation, es wurde gepöbelt und beleidigt und hier und da geschubst. Dass keine Schlägerei entstand oder jemand vor den zu kurzen Zug geschubst wurde, grenzt eigentlich an ein Wunder.
Mehr als eine Stunde nach Abfahrt der so unglücklich verpassten 2. Sonder-S-Bahn waren wir dann schließlich in Korschenbroich angekommen. Dieses Organisationschaos hat mich dazu veranlasst, diesen offenen Brief schreiben zu wollen. Für uns als Fans gehört zu einem Stadionbesuch eben auch eine geordnete An- und Abreise und diese ist nun zum wiederholten Mal durch die schlechte Organisation des ÖPNV stark erschwert worden. Im Interesse aller bitte ich daher die Verantwortlichen, Folgendes zu überdenken:
Kann man für die Fahrt mit den Shuttlebussen durch den Gladbacher Stadtverkehr nicht eine Straße absperren, die nur von den Bussen befahren werden darf und den Autoverkehr durch eine andere Straße umleiten? So würde es für alle schneller vorangehen.
Eine Sonder-S-Bahn 25 Minuten nach Abpfiff ist bei Benutzung der Shuttlebusse nur zu erreichen, wenn man das Stadion schon eine Weile vor Spielende verlässt. Das kann m.E. nicht Sinn der Sache sein.
Eine abweichende Abfahrt von Zügen (egal ob regulär oder Fußball-Sonderverkehr) muss deutlich kommuniziert werden. Dass eine Sonder-S-Bahn, die vom größten Teil der mit den Bussen ankommenden Fans genutzt werden würde (da die erste kaum zu erreichen war) mit nur einer Handvoll Fans abfährt, weil diese von einem anderen Gleis als angezeigt startet, ist schlicht ein Unding.
Vor und nach einem Fußballspiel sollten grundsätzlich solange keine Kurzzüge eingesetzt werden, wie diese noch für den Abtransport der Fans benötigt werden.
Die WC-Anlage am Bahnhof sollte nach einem Fußballspiel zumindest solange geöffnet haben, wie der Großteil der abreisenden Fans sich dort noch aufhält. Dass diese bereits vor Spielende um 22 Uhr geschlossen hat, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Der Einsatz von Polizeikräften oder Ordnern sollte gerade auch dort erfolgen, wo er notwendig ist, nämlich nicht nur vor dem Bahnhof oder in einer aufgrund von Bauarbeiten im absoluten Chaos befindlichen Bahnhofshalle, sondern auch an den Gleisen, wo durch ein- oder durchfahrende Züge eine große Gefahr für alle
Solange der Verein, die Stadt und die Bahn diese Punkte nicht gemeinsam vernünftig regeln, ist es kein Wunder, dass Mönchengladbach kein Austragungsort für eine EM oder WM sein kann, denn die Infrastruktur ist nicht einmal zweitklassig, sondern einfach unterirdisch.
Wie steht es eigentlich um die Gleichstellung von Frauen und Männern in unserer Stadtverwaltung?
Diese Frage bewegt Grünen-Ratsfrau Ulla Brombeis schon länger. Deshalb fordern die Grünen mit einem entsprechenden Antrag im nächsten Hauptausschuss (15. März) einen Bericht der Gleichstellungbeauftragten über die Zusammensetzung der Verwaltung, aufgeteilt nach Geschlechtern sowie über die geschlechterspezifische Besetzung der Fachbereichs-, Stabstellen- und Abteilungsleitungen.
Zugleich soll der Gleichstellungsplan vorgestellt werden.
Hintergrund: Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. So darf niemand wegen seines Geschlechtes benachteiligt oder bevorzugt werden.
„Der Gleichstellungsgedanke spielt auch in der Stadtverwaltung Mönchengladbach eine wesentliche Rolle im Bereich des Personalmanagements und beinhaltet auch eine wichtige Aufgabe für alle Führungskräfte und Entscheidungsbefugten“, sagt Ulla Brombeis. Die Verpflichtung zur Umsetzung dieses Gedankens besteht somit nicht nur im Personalbereich und bei der Gleichstellungsbeauftragten, sondern bei jeder Führungskraft in allen Bereichen.
Die Stadt ist übrigens verpflichtet nach dem Landesgleichstellungsgesetz NRW, einen Gleichstellungsplan aufzustellen. Dieser soll Benachteiligungen und Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern abzubauen bzw. gar nicht erst entstehen lassen.
Noch immer sind in Mönchengladbach 70 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in Frauenhand.
Bei den rund 25.600 Teilzeit-Stellen in der Stadt liegt der Frauenanteil nach Angaben der Arbeitsagentur sogar bei 79 Prozent.
Gerade in Hotels, Restaurants und Bäckereien seien Minijobs und Teilzeit-Verträge stark verbreitet. „Die Kellnerin in Vollzeit ist die Ausnahme“, so Manja Wiesner von der NGG. Wer jedoch 20 oder 25 Stunden arbeite, habe es beim beruflichen Aufstieg deutlich schwerer. Das gehe aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Danach sind für Teilzeit-Beschäftigte auch Teilzeit-Verträge und Beförderungen seltener.
„Bei der Bezahlung stehen Frauen allgemein weiterhin deutlich schlechter da als Männer“, kritisiert Wiesner. So verdienten Frauen in Deutschland zuletzt 21 Prozent weniger als Männer. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Im EU-Durchschnitt lag der so genannte „Gender Pay Gap“ dagegen lediglich bei 16 Prozent. „Es kann nicht sein, dass Paula nur deshalb auf bis zu mehrere Hundert Euro pro Monat verzichten muss, weil sie nicht Paul heißt.“
Zwar gebe es für Frauen in Mönchengladbach seit diesem Jahr erstmals einen Rechtsanspruch darauf zu erfahren, was ein männlicher Kollege in ähnlicher Position verdient. Doch das Lohntransparenzgesetz gilt lediglich in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten. „Davon hat kaum eine Köchin oder Bäckereifachverkäuferin im Kleinbetrieb etwas“, bemängelt Gewerkschafterin Wiesner. Hier müsse die künftige Bundesregierung dringend nachbessern.
Positiv wertet die NGG Krefeld-Neuss, dass sich immer mehr Frauen gegen Ungerechtigkeiten im Arbeitsleben zur Wehr setzten. Dabei könnten sie auf die Hilfe der Gewerkschaft zählen – per Rechtsschutz lasse sich etwa der übergriffige Kollege abmahnen.
Mit Blick auf das 100-jährige Bestehen des Frauenwahlrechts sagt Manja Wiesner: „Nach der rechtlichen Gleichstellung muss auch eine vollständige Gleichbehandlung im Job kommen. Unterschiedliche Löhne für Männer und Frauen darf es heute nicht mehr geben.“
2016 erhielt der Niederländer Ben Feringa gemeinsam mit dem Franzosen Jean-Pierre Sauvage und dem gebürtigen Briten Fraser Stoddart den Nobelpreis für Chemie für „das Design und die Synthese von molekularen Maschinen“.
Diese molekularen Maschinen – es sind die kleinsten Maschinen der Welt – sollen in der Zukunft etwa im Körper Medikamente an den Ort bringen, an dem sie benötigt werden, oder gar Krebszellen aufspüren.
„Die diesjährigen Preisträger haben extrem kleine Maschinen gebaut und sind in eine neue Dimension der Chemie vorgedrungen“, hieß es von den Juroren. „Sie haben Moleküle entwickelt, deren Bewegungen man kontrollieren kann und die eine Aufgabe erfüllen, wenn sie die dafür nötige Energie bekommen.“
Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet rund 830.000 Euro (acht Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Jean-Pierre Sauvage forscht an der Universität von Straßburg, Fraser Stoddart an der Northwestern University in Evanston im US-Bundesstaat Illinois und Ben Feringa an der Universität von Groningen.
Ben Feringa gilt unter Kollegen als Redner, den man gerne auf einer Tagung erlebt, denn er setzt alles daran, Forschung lebendig zu präsentieren, um sie seinen Zuhörern begreifbar zu machen. Dafür schlüpft er auch schon einmal in die Rolle des Animateurs, der das scheinbar Unverständliche im Rahmen eines populären Vortrags für sein Publikum nachvollziehbar macht.
Stefan Grimme, Professor für Theoretische Chemie an der Universität Bonn, war bei einigen solcher Vorträge von Ben Feringa schon dabei. Er berichtet, dass er sich für die Auftritte des Niederländers geradezu begeistert. Er mache nicht nur tolle Wissenschaft, sondern auch eine ganz tolle Show: „Feringas Credo ist: Sieh zu, dass die Leute Deine Forschung auch begreifen!“ Und das sei für einen molekularen Maschinenbauer gar nicht so einfach, so Stefan Grimme weiter.
Ben Feringa unterfüttert seinen Vortrag auch mit animierten Filmen. Am Abend des 25. April darf man sich also im Audimax der Hochschule Niederrhein auf den spannenden Vortrag des Nobelpreisträgers freuen. Auch Studenten der Hochschule Niederrhein sowie Schüler weiterführender Mönchengladbacher Schulen möchten sich die Ausführungen Ben Feringas am Vormittag desselben Tages nicht entgehen lassen: Die knapp 500 verfügbaren Plätze waren innerhalb von wenigen Tagen gebucht. Der Nobelpreisträger wird ab 11 Uhr eine Stunde lang erklären, wie er und sein Team es geschafft haben, aus unbelebter Materie synthetische Moleküle zu produzieren, die sich autonom bewegen können.
Mit Ben Feringa empfängt der Initiativkreis Mönchengladbach in den 15 Jahren seines Bestehens den 31. Nobelpreisträger.
Moderiert wird die Abendveranstaltung von n-tv-Chefmoderator Christoph Teuner. Der Journalist wurde bereits für den Bambi-Publikumspreis nominiert. Neben den täglichen Hauptnachrichten moderiert Christoph Teuner für n-tv sämtliche Großereignisse.
The Art of Building Small – Simultan aus dem Englischen ins Deutsche übersetzter Vortrag, 25. April 2018, 20 Uhr,
Audimax der Hochschule Niederrhein, Webschulstraße 41-43, 41065 Mönchengladbach
Ticketpreis für die Abendveranstaltung: 20 Euro, www.adticket.de, Tel. 0180 60 50 400, und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Preise jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühren.
Für die Unterrichtsstunde am Vormittag können keine Tickets erworben werden. Die Studenten wurden eingeladen, die Schulen angeschrieben.
Nein, wir brauchen keine Änderung unserer Nationalhymne. Das jedoch ist lediglich meine ganz persönliche Meinung.
Keinen Einwand werde ich haben, sollte mein singender Nachbar neben mit stehend einmal etwas anderes als Vaterland singen. Soll er doch.
Die Deutsche Hymne gab´s mit Vaterland und wird es für mich weiter geben.
Niemand kommt auf die Idee, unsere Muttersprache in Heimatsprache umbenennen zu wollen.
Oder vielleicht doch? Ist das die nächste Forderung von unzufriedenen Sprachakrobaten?
So ein Blödsinn! Herrschaften, es gibt auch Grenzen.
Bei der Karate Bezirksmeisterschaft gelang es allen angetretenen Sportlern des Vereins Kanazawa Mönchengladbach e.V. einen Erfolg zu verbuchen.
Annika Hecker erkämpfte sich den dritten Platz in der Disziplin Kumite Juniorinnen U18.
Gwen Kottge erkämpfte sich in der Disziplin Kumite (Kampf) in der Gruppe U14 -41 kg den zweiten Platz.
In der Disziplin Kata gelang es ihr den dritten Platz zu erreichen.
Tino Mestrovic erreichte den dritten Platz im Kumite in der Gruppe U14 -44 kg.
Sein Bruder Dario Mestrovic gelang es sich einen zweiten Platz im Kumite der Jugend U16 -45 kg und in der Disziplin Kata Jugend U16 einen dritten Platz zu sichern.
Die Stadt Mönchengladbach ist am Freitag in einer Feierstunde im Rathaus Abtei dem Riga-Komitee beigetreten.
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners hat gemeinsam mit der ehemaligen Regierungspräsidentin und Bezirksvorsitzenden des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK), Anne Lüttkes, die Urkunde zur Mitgliedschaft unterzeichnet.
Der Rat hatte im Mai letzten Jahres dem Beitritt zum Komitee, das durch den VdK zusammen mit mehreren deutschen Großstädten gegründet wurde, zugestimmt.
Das Riga-Komitee kümmert sich um das Gedenken an die Opfer, die zur Zeit des Naziregimes nach Riga deportiert und dort ermordet wurden. Mehr als 30.000 Menschen aus dem damaligen Deutschen Reich – auch aus Mönchengladbach – wurden 1941/42 ins Baltikum, vor allem aus Riga, verschleppt. Nur drei Prozent kehrten nach dem Krieg zurück. Allein in Riga kamen etwa 25.000 deutsche Juden ums Leben. Die meisten wurden im Wald von Bikernieki erschossen. Im Jahr 2000 gründeten 13 deutsche Großstädte und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Berlin das „Deutsche Riga Komitee“. Anderthalb Jahre später, rund 60 Jahre nach den Deportationen, wurde die Gräber- und Gedenkstätte im Wald von Bikernieki eingeweiht.
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners erinnerte in seiner Ansprache an zwei Personen, die am Tag der Unterzeichnung der Mitgliedsurkunde Geburtstag hätten: Am 2. März 1880 wurde in Odenkirchen Julius Frenkel geboren. Fünf Jahre später, am 2. März 1885 erblickte Meta Geisenberg das Licht der Welt. Beide wurden am 11. Dezember 1941 zusammen mit weiteren 178 Männern, Frauen und Kindern von Düsseldorf aus nach Riga deportiert. „Sie alle starben an Kälte und fehlender Nahrung auf der Fahrt, an Krankheiten und sogenannten medizinischen Versuchen, Folterungen und Erschießungskommandos.
Verscharrt wurden sie in Massengräbern im Wald von Bikernieki“, erinnerte OB Reiners an die traurigen Schicksale. „Erinnern ist aber nicht alles. Wir müssen aber auch in die Zukunft blicken und diese gestalten. Den Weg, den das Riga-Komitee und der VdK beschreiten, nämlich die Pflege der Anlage durch lettische und deutsche Jugendliche im Rahmen von Ferien- und Bildungsmaßnahmen durchzuführen und hierdurch ein band der Erinnerung und der Begegnung zu knüpfen, erscheint mir der richtige“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners weiter.
Auch in Mönchengladbach tragen engagierte Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern wie im Hugo-Junkers-Gymnasium oder am Gymnasium Odenkirchen das Erinnern über die heutige Generation hinaus.
„Die Gräber- und Gedenkstätte im Wald von Bikernieki leistet – nun auch dank Hilfe der Stadt Mönchengladbach und ihrer Bürger – einen wesentlichen Beitrag dazu, den Opfern ihre Identität zurückzugeben. Zwar macht die Anlage die Mordtaten nicht ungeschehen, hebt erlittenes Unrecht nicht auf, trocknet nicht die Tränen der Opfer und kann ihre verzweifelten Rufe nach Hilfe nicht mehr erhören. Aber die Gräber- und Gedenkstätte dokumentiert am Ort der Tat das volle Ausmaß des Rechtsbruchs und die Dimension des zugefügten Unrechts für alle nachfolgenden Generationen“, so Anne Lüttkes, Bezirksvorsitzende des Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge, in ihrer Ansprache.
„Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mönchengladbach engagieren sich bereits dafür, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu bewahren. So ist es folgerichtig, dass die Stadt Mönchengladbach heute dem Deutschen Riga-Komitee beitritt. Sie leistet damit einen bedeutenden zeitgeschichtlichen Beitrag für ihre ehemaligen Bürgerinnen und Bürger, die im Wald von Bikernieki ermordet wurden“, sagte sie weiter.
„Wer der Opfer angemessen gedenken will, muss ihnen ihre Menschlichkeit zurückgeben“, betonte sie.
Die Feier wurde musikalisch umrahmt durch die 14jährige Schülerin am Stift. Hum. Gymnasium, Marie Lina Henke, Bundespreisträgerin im Wettbewerb Jugend musiziert, und Münster-Kantor Klaus Paulsen. (pmg
Die Erfolgsgeschichte des FAUST-Gasthörerprogramms an der Hochschule Niederrhein bekommt ein weiteres Kapitel: Das neue Programm für das Sommersemester 2018 ist erschienen.
Mittlerweile besuchen mehr als 300 bildungsinteressierte Bürgerinnen und Bürger aus Mönchengladbach, Krefeld und der Region Niederrhein jedes Semester Seminare und Vorlesungen aus acht Fachbereichen.
Das durch das Kompetenzzentrum Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung –REAL initiierte Gasthörerprogramm FAUST hat zum Ziel, Bildung und lebenslanges Lernen zu fördern. Bildung im Alter ist eine wesentliche Ressource für eine selbstbestimmte Lebensführung, sie wirkt sich positiv auf die Lebenszufriedenheit, auf die Gesundheit aus und steigert das physische und psychische Wohlbefinden. So können Interessierte am regulären Studienbetrieb der Hochschule Niederrhein teilnehmen – freiwillig und ohne Prüfungsleistung. In den Sprachveranstaltungen können sie eine neue Sprache erlernen oder sie frischen die vergessenen Vokabeln wieder auf.
Besonders beliebt sind die Veranstaltungen im Rahmen des FAUSTplus-Programms. Das Plus steht für zusätzliche Seminare zu philosophischen, kunsthistorischen, ethischen, gesundheitlichen, kreativen und alternsrelevanten Themenstellungen.
Unter anderem geht Prof. Dr. Josef Kopperschmidt in seiner Vortragsreihe des FAUSTplus-Programms der Frage nach, ob es wirklich die Urkatastrophe der Menschheit war, aus dem Paradies vertrieben worden zu sein.
Kunsthistorisch wird Dr. Dirk Tölke sich mit Land-Art und der Expansion der Kunst in Bezug auf Naturbild und Umweltbewusstsein seit den 60er Jahren beschäftigen.
Die Anmeldung beginnt am Montag, 19. März 2018, und endet am Freitag, 6. April 2018. Eine persönliche Anmeldung ist in Mönchengladbach jeweils montags, dienstags und mittwochs zwischen 9 und 12 Uhr (Richard-Wagner-Str. 101, 41065 Mönchengladbach, Raum R109) sowie donnerstags und freitags zwischen 9 und 12 Uhr in Krefeld (Reinarzstr. 49, 47805 Krefeld, Raum B220) möglich.
Aufzüge sind an beiden Standorten vorhanden. Berufstätige können gesonderte Anmeldetermine vereinbaren.
Das Programm kann im Internet unter www.hs-niederrhein.de/fb06/faust abgerufen werden.
Alternativ kann eine Druckversion schriftlich (Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen, FAUST-Büro, Richard-Wagner-Str. 101, 41065 Mönchengladbach) oder telefonisch bestellt werden.
Zudem ist das FAUST-Programm in Buchhandlungen und Bibliotheken in Mönchengladbach und Krefeld kostenlos erhältlich.
Weitere Informationen sowie das Programm erhalten Sie bei Sigrid Verleysdonk-Simons und Nicole Klösges unter Tel.: 02161/186-5637; E-Mail: faust@hs-niederrhein.de
Der FDP-Ortsverband Süd hat gestern auf dem Ortsparteitag Ratsherr Reiner Gutowski zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Ihm stehen Peter König und Daniel Winkens als Stellvertreter zur Seite. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Hermann Klammer, Oliver Faller, Alexander Winkens, Martin Behrens und Ratsfrau Natascha Stephan.
„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und möchte insbesondere die Freien Demokraten weiter modernisieren. Wir werden daher unseren Social Media Auftritt weiter ausbauen und mein Herzensthema Digitalisierung als Schwerpunkt setzen.
Das Team im OV Süd ist nun durch einen Generationsmix aus älteren und erfahren Mitgliedern sowie Jungen Liberalen und Neumitgliedern gut für die nächsten zwei Jahre aufgestellt,“ so der neue Vorsitzende Reiner Gutowski. Der Ortsverband Süd bedankt sich herzlich bei Peter E. Dörrenberg für die Arbeit in den letzten Jahrzehnten und die Staffelübergabe an die neue Generation.
Am 01.03.2018 fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Mönchengladbach die
Wahl des neuen Sprecher*Innenteams statt.
Nach intensiven und konstruktiven Debatten über eine inhaltliche und personelle Ausrichtung des Kreisverbandes, wurden fünf Genossinnen und Genossen von den anwesenden Mitgliedern mit der Umsetzung der Arbeit beauftragt.
Zum Sprecher des
Kreisverbandes wurde Sebastian Merkens gewählt.
Im Rahmen der Parteiarbeit ist Sebastian Merkens insbesondere durch die Kandidatur im vergangenen Bundestagswahlkampf, seine Mitarbeit in der AGQueer und seine Rolle als Vertreter im Jugendhilfeausschuss für die Fraktion bekannt.
Mit ihm wurde Erik Jansen zum Kreisschatzmeister bestätigt. Mit seiner langjährigen Vorstand- und
Schatzmeistererfahrung ist Jansen eine Konstante des Mönchengladbacher Kreisverbandes und Garant
an die gute Arbeit der vergangenen Zeit anknüpfen zu können. Nicht besetzt werden konnte die Funktion
der Kreissprecherin. In den kommenden Wochen wird der neue Sprecher*Innenrat intensiv für die
Komplettierung des Gremiums werben.
Zu Beisitzern wurden Gülizar Yilmaz, Michael Steffens und Sofia Moerer gewählt.
Mit Gülizar Yilmaz wurde ebenfalls ein erfahrenes Vorstandsmitglied erneut bestätigt. Durch ihre starke Präsenz im Parteibüro und ihr Engagement auf Landesebene, ist Yilmaz bekannte Ansprech- und Vertrauensperson für viele alte und neue Mitglieder der Partei.
Sofia Moerer, die derzeitige Sprecherin der Solidgruppe Mönchengladbach-Viersen, wird die Arbeit der Partei mit ihren Erfahrungen aus der aktiven Jugendarbeit und ihrem religionspolitischen Schwerpunkt ergänzen.
Ein in Parteistrukturen bisher unbeschriebenes Blatt ist Michael Steffens, dem es jedoch gelungen ist, durch seine aktive Mitarbeit in Arbeitskreisen und während des Wahlkampfes gut in die Partei hinein zu wachsen.
Eine Hauptaufgabe des neuen Sprecher*Innenrates wird die Schaffung von Strukturen werden, welche
die demokratische Mitbestimmung aller Mitglieder*Innen und Interessierten begünstigt und vereinfacht.
Die Partei „DIE LINKE“ ist die einzige demokratische Kraft, welche den Menschen und seine Umwelt
in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns stellt. Sie dient nicht dem Kapital und dem Zwang der
Wirtschaftslobby, sondern versteht sich als Plattform aller Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit
haben, ihre Interessen nachhaltig zu vertreten ohne diese für irgendeine Art des Machterhalts zu
verraten, so Merkens.
Seit drei Jahren haben junge Menschen die Möglichkeit, ihr Freiwilliges Soziales Jahr am Theater Krefeld und Mönchengladbach zu absolvieren.
Auch in der kommenden Spielzeit 2018/19 bieten die Abteilungen Kommunikation und Marketing (mit dem
Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Fotografie/Visuelle Gestaltung wieder entsprechende Stellen an.
Wer ausgiebig Theaterluft schnuppern, den Alltag an einem Drei-Sparten-Haus kennenlernen und in die vielfältigen Aufgaben von Pressereferentin Sabine Mund und Fotograf Matthias Stutte eingebunden werden möchte, kann sich noch bis zum 31. März 2018 unter www.fsjkultur.de bewerben oder sich direkt an die Ansprechpartner am Theater Krefeld und Mönchengladbach wenden:
sabine.mund@theater-kr-mg.de
matthias.stutte@theater-kr-mg.de
Aufruf für die Mitbestimmung: Wer die Entscheidung darüber, wie der eigene Arbeitsplatz aussieht, nicht allein dem Chef überlassen will, der soll jetzt bei der Betriebsratswahl mitmachen.
Dazu ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte in Mönchengladbach auf.
„Ob Pausenzeiten, Lohnzuschläge oder Unfallprävention – Betriebsräte gestalten den Berufsalltag in fast allen Bereichen mit“, sagt Manja Wiesner. Die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss ist überzeugt: „Jede Stimme im Betrieb zählt.“
Die Betriebsratswahl ist neben der Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahl eine der größten Abstimmungen überhaupt. Nach Schätzung der NGG werden zwischen Anfang März bis Ende Mai bundesweit gut 180.000 Arbeitnehmervertreter gewählt – nahezu so viele, wie es Kommunalpolitiker gibt.
Wiesner: „Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat auch in Mönchengladbach Folgen für viele Branchen. Damit Jobs gesichert und für die Zukunft fit gemacht werden, sind Betriebsräte unverzichtbar.“