Der Fachbereich Geoinformation ist weiterer Zwischennutzer an der Theodor-Heuss-Straße.
Perspektivisch soll hier der Wissens- und Innovationscampus entstehen Mit dem Einzug von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ist weiteres Leben in das alte Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße gekommen. Im Frühjahr waren bereits die Texturelab GmbH und die WICMG GmbH eingezogen; und auch der Wissenscampus e.V. hat begonnen, sich Räume herzurichten. Seit Mai sind nun die achtzig Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Geoinformation im ersten Obergeschoss des zur Straße gelegenen Gebäuderiegels hinzugekommen. Bei einem Ortstermin verschafften sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz einen persönlichen Eindruck der neuen Arbeitsstätte.
Von links: Mitarbeiter Dieter Neuville gibt Einblicke in seinen neuen Arbeitsplatz für Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz, stv. Fachbereichsleiterin Jana Eujen sowie Ernst Bremberg (WICMG GmbH), Maurice Passage, Katja Becker-Lis und Peter Thomassen (alle gmmg). Gruppenfoto WICMG (Copyright: Stadt MG)
Der Ort der Interimsunterbringung ist diesmal aus Sicht der Stadt aber ein ganz besonderer. Denn das Areal des alten Polizeipräsidiums entwickelt die Stadttochter WICMG GmbH in den kommenden Jahren zu einem Wissens- und Innovationscampus – eines der größten Strukturwandelprojekte der Region. „Es passt sehr gut, dass fast zeitgleich mit dem WIC e.V. genau der Fachbereich Geoinformation hier auf den künftigen Campus zieht“, befand Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. „Denn auch die Stadtverwaltung investiert viel in Aus- und Weiterbildung. Als modern aufgestellter ausbildender Bereich steht der Fachbereich Geoinformation für die Wissensvermittlung und hat zudem ein hochinnovatives Arbeitsfeld – etwa durch den Digitalen Zwilling der Stadt, der hier aufgebaut wird.“
Die insgesamt 80 Beschäftigten des Fachbereichs Geoinformation haben ihre Büros nun in den Räumen des ehemaligen Polizeipräsidiums Gruppenfoto WICMG; Copyright: Stadt MG
Oberbürgermeister Felix Heinrichs sieht gleich zwei Ziele mit dem Umzug erreicht: „Mir ist es wichtig, dass wir das Mega-Strukturwandelprojekt Wissens- und Innovationscampus an den Start bringen und das Gelände mit Leben füllen. Zweitens müssen dringend die Beschäftigten der Stadtverwaltung bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Dieser Umzug wird uns auch viele Informationen und Erfahrungen liefern, wenn wir zukünftig Ansiedlungen auf dem WIC und Umzüge von Verwaltungseinheiten vornehmen.“
„Als Fachbereich sitzen wir erstmals zusammen“
Viele Mitarbeitende des Fachbereichs saßen aufgrund einer Schimmelproblematik in Teilen des Verwaltungstraktes im Rheydter Sparkassengebäude zuletzt sehr beengt oder machten vermehrt Home Office. Dafür konnte nun Abhilfe geschaffen werden. „Wir sitzen als Fachbereich erstmals alle zusammen auf einem Flur und haben eigene Sozialräume“, sagt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Jana Eujen. Mit viel Engagement hatten sich ihr Team, das Gebäudemanagement der Stadt (gmmg), der Fachbereich Organisation und IT und die zuständige WICMG GmbH als Vermieterin daran begeben, aus dem denkmalgeschützten Altbau einen modernen Arbeitsplatz auf Zeit zu machen.
Dazu wurden unter anderem eine neue Gasbrennwerttherme eingebaut und Gas- und Wasserleitungen im Keller verlegt. Auch Waschbecken und WCs wurden erneuert, Wände und Türen gestrichen eine Brandschutztüre versetzt. Im gesamten Trakt sind Elektro- und LAN-Leitungen gezogen worden, sodass der Standort ans Vitusnetz der Stadtverwaltung angeschlossen ist. Schwimmend verlegte Teppichfliesen sorgen in den Büros für mehr Behaglichkeit und eine bessere Akustik.
Über das Projekt Wissens- und Innovationscampus Die Wissens- und Innovationscampus GmbH (WICMG) ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit dem Verein Wissenscampus e.V., auf dem 3,5 Hektar großen Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums, mitten zwischen Gladbach und Rheydt und in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Niederrhein, einen Ort für den Wissenstransfer, für Innovationen und Gründerkultur zu schaffen. Feste Bausteine des Projektes sind etwa die Junior Uni, die Gründungsfabrik und das Bildungsprojekt für MINT-Fächer „SkillzUp“, die allesamt bereits ihre Arbeit aufgenommen haben – bislang an provisorischen Standorten. Während der mehrjährigen Planungsphase für den Campus, die nun begonnen hat, wird der lange Jahre leerstehende Gebäudekomplex in Teilen zwischengenutzt.
Keramikschaffende aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zeigen ihre Erzeugnisse aus Ton und Porzellan in ihrer ganzen Vielfalt.
Gefäße und Plastiken, Steinzeug und Porzellan, zum Anschauen oder zum Gebrauch, für die Wohnung oder den Garten, werden zum Kauf angeboten. Der Markt lädt zum Flanieren und Verweilen, zum Schauen und zum Kaufen auf den Innenhöfen von Schloss Rheydt ein.
Der Töpfermarkt findet am Samstag, 20. Juli, von 10 bis 18 Uhr und Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 17 Uhr unter freiem Himmel auf dem historischen Gelände des Schlosses statt, für Besucher wird kein Eintritt erhoben. Zudem können sie an beiden Tagen eintrittsfrei das eindrucksvolle Herrenhaus von Schloss Rheydt mitsamt der neugestalteten Dauerausstellung besuchen.
Neben der großen Auswahl bietet der diesjährige Töpfermarkt auch ein attraktives Programm für Kinder. Museumspädagogische Vermittlerinnen geben die Möglichkeit, aus dem Werkstoff Ton etwas Eigenes zu formen. Außerdem können in diesem Jahr zum ersten Mal bunte Samenkugeln gebastelt werden, um überall wilde Blumenwiesen anzupflanzen! Das Angebot ist für Kinder kostenfrei.
Auch für das leibliche Wohl des Publikums ist im besonderen Ambiente der historischen Schlosshöfe gesorgt. Weitere Informationen zu den Ausstellern und zum Markt gibt es auch auf der Internetseite des Museums Schloss Rheydt: https://schlossrheydt.de/toepfermarkt1/
Zum Start des Schuljahrs 2025/2026 wird es in Mönchengladbach zwei neue Grundschulen geben.
So wird der bisherige Teilstandort der Vitusschule „Am Ringerberg“ zu einer eigenständigen Grundschule. Außerdem wird an der Wilhelm-Strauß-Straße eine neue Grundschule entstehen. Die Beschreibung „neu“ trifft es bei beiden Grundschulen in unterschiedlichster Ausprägung nicht ganz. In beiden Fällen werden die Grundschulen in bereits bestehenden Gebäuden untergebracht. Außerdem bleiben bei der Grundschule Ringerberg die bisherigen Klassen und zum Teil auch die Lehrkräfte, die bisher an diesem Teilstandort der Vitusschule gewesen sind, dort auch im neuen eigenständigen System.
„Bei der Vitusschule war dies auch ein ausdrücklicher Wunsch der Schulkonferenz“, erklärt Bildungsdezernentin Christiane Schüßler. „Insgesamt ist die Grundschule so gewachsen, dass es einfach Sinn macht, wieder zwei eigenständige Systeme daraus zu machen. So kann den jeweiligen Bedürfnissen an den unterschiedlichen Schulstandorten deutlich besser entsprochen werden.“
Aktuell sind es am jetzigen Teilstandort jeweils zwei Parallelklassen in einem Jahrgang. Und so sollen auch im Schuljahr 2025/2026 zwei erste Klassen an der Grundschule Am Ringerberg folgen. „Für die Lehrkräfte ist dies dann auch deutlich einfacher“, berichtet Schulamtsdirektoren Anke Paukovic. „Einige sind jetzt schon hauptsächlich am Teilstandort gewesen, aber es musste doch auch zwischen Hauptstandort und Teilstandort gependelt werden. Abstimmungen im Kollegium und ähnliches werden so in einem eigenständigen System nun natürlich deutlich einfacher.“
Auch an der Wilhelm-Strauß-Straße findet bereits Unterricht statt. Hier gehen aktuell die Kinder der noch dritten, im kommenden Schuljahr dann vierten Klassen der Grundschule Waisenhausstraße als Teilstandort zur Schule. Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird hier dann eine komplett eigenständige neue Grundschule öffnen. „Aktuell können hier ja bereits zwei Klassen unterrichtet werden und die Sanierung des Gebäudes läuft parallel weiter, so dass die jeweils nächsten ersten Klassen und die dann zweiten Klassen hier unterrichtet werden können“, berichtet Schüßler. Für die dann wachsende neue Grundschule stehen also mit den fortschreitenden Sanierungen auch die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung.
Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung der Errichtung der beiden Grundschulen zugestimmt. Neben der entsprechenden Ausstattung der Räumlichkeiten bedeutet dies unter anderem Personalkosten, die auf die Stadt zukommen. So stellt und finanziert die Stadt als Schulträger unter anderem das Personal für die Hausmeistertätigkeiten und das Schulsekretariat. Außerdem sollen beide Grundschulen Schulen des Offenen Ganztags werden.
Mit Blick auf die Entwicklung der Zahlen geht Schüßler dabei davon aus, dass noch weitere Grundschulen hinzukommen werden: „Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt noch weiter an. Die Entscheidung für die beiden Grundschulen ist deswegen wirklich notwendig gewesen, um den Bedarfen zu entsprechen. Ich gehe aber mit Blick auf die Prognosen davon aus, dass wir in den nächsten fünf Jahren noch zwei bis drei neue Grundschulen brauchen werden. Hier gilt gerade im Bereich der Grundschule, dass den Kindern kurze Wege ermöglicht werden sollen. Aber auch für die meist multiprofessionellen Teams an Schulen, zu denen zum Beispiel oft auch Sozialpädagoginnen und –Pädagogen zählen, ist es wichtig, dass sie sich wohlfühlen und einzelne Schulen nicht zu riesigen Systemen werden.“
Die Stadt Mönchengladbach wird zukünftig die Gedenkstätte für die Jüdische Gemeinde Mönchengladbach-Viersen finanziell unterstützen. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung (3. Juli) einstimmig beschlossen, dass ein noch zu gründender Förderverein für die Finanzierung der Nebenkosten sowie des Instandhaltungsbedarfs des historisch bedeutsamen Gebäudes „Rektoratstraße“ jährlich 10.000 Euro erhalten wird.
Das Gebäude mit der heutigen Anschrift „Rektoratstraße 10, 41747 Viersen“ wurde im Jahr 1862 erbaut. Nach dem Kauf durch Nathan Liefmann wurde es seit dem 11. März 1863 als jüdische Volksschule genutzt. Außerdem befand sich ein Betsaal in dem Haus. Am 13. März 1895 ging das Gebäude in das Eigentum der jüdischen Spezialgemeinde Viersen über.
Am 14. April 1942 erfolgte die öffentliche Enteignung. Die Stadtwerke Viersen wurden Eigentümer und Nutznießer von Haus und Grundstück, bevor sie die Immobilie an private Nutznießer weiterveräußerten, die dieses Haus dann als privates Wohnhaus nutzten. Eine an der Außenmauer des Hauses angebrachte Gedenktafel erinnert an die jüdische Vergangenheit des Hauses.
Da die derzeitigen Eigentümer aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände eine Verkaufsbereitschaft signalisiert haben, besteht erstmalig nach der Enteignung in der Zeit des NS-Regimes die Möglichkeit, dieses Gebäude anzukaufen und in Würdigung seiner historischen, kulturellen und religiösen Bedeutung künftig als Gedenkstätte und Ort der aktiven und öffentlich wahrnehmbaren Erinnerungskultur in der Region zu nutzen.
Die Ausgestaltung des Konzeptes einer an der Rektoratstraße möglichen Gedenkstätte legt räumlich und inhaltlich Anknüpfungspunkte mit regionalen Institutionen und Angeboten nahe. Die Jüdische Gemeinde Mönchengladbach-Viersen möchte dort als Ergänzung zu der Synagoge in Mönchengladbach dem kulturellen und historischen Teil der Erinnerungskultur für alle Opfergruppen der NS-Zeit eine Heimat geben.
Auch wenn der konkrete Ort auf dem Gebiet der Stadt Viersen liegt, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe für Menschen beider Städte. Denkbar sind beispielsweise die Durchführung von erinnerungskulturellen Angeboten für Schulklassen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Workshops.
Da die Jüdische Gemeinde ebenfalls für beide Gebietskörperschaften zuständig ist, bietet sich an, dass auch beide Kommunen das Projekt unterstützen. Die Jüdische Gemeinde arbeitet zurzeit an der Gründung eines Fördervereins für die Trägerschaft der Gedenkstätte, der dann auch Empfänger der Zuwendungen der beiden Städte werden sollte. Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs ist dies ein wichtiger Baustein in Bezug auf die Erinnerungskultur: „In der heutigen Zeit sind stärkere Ausprägungen von Nationalismus, Antisemitismus und allgemein eine zunehmende rechte und rechtsradikale Tendenz in Politik und Gesellschaft spür- und messbar. Die Städte Mönchengladbach und Viersen beziehen mit demokratiestärkenden und antifaschistischen Statements und Demonstrationen eindeutig Stellung. Eine Gedenkstätte, die Ursachen, Wirken und Folgen des nationalsozialistischen Systems (1933 bis 1945) im lokalgeschichtlichen Kontext und mit eindeutigem räumlichen Bezug darstellt, bietet die Möglichkeit, präventiv tätig zu werden, einen dauerhaft wahrnehmbaren Ort der Erinnerungskultur zu etablieren und zugleich für eine starke Gemeinschaft zwischen Mönchengladbach und Viersen einzutreten.“
Um in Krisenzeiten zukünftig keine Turnhallen mehr für die Unterbringung von Geflüchteten nutzen zu müssen, hatte die Verwaltung den Bau einer Erstaufnahmeeinrichtung für 150 Personen auf einem städtischen Grundstück in Mönchengladbach-Holt vorgeschlagen.
Über die Vorlage sollte im laufenden Ratszug beraten und diese Woche im Rat abschließend entschieden werden. Die intensiven Diskussionen in den Fachausschüssen blieben letztlich ohne Beschlussempfehlung.
Die Vorlage wird für die morgige Ratssitzung zurückgezogen.
„Die Diskussionen der vergangenen Wochen in den Ratsgremien und auch im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern haben gezeigt, dass es noch viele Fragen und sehr unterschiedliche Einschätzungen in den Fraktionen und in der Öffentlichkeit zu dem Projekt gibt. Da zudem aktuell die Unterkünfte nicht ausgelastet sind und daher kein akuter Handlungsdruck besteht, habe ich entschieden, die Vorlage in der aktuellen Fassung zurückzuziehen und dem Rat zu gegebener Zeit einen neuen Vorschlag zu unterbreiten“, begründet Oberbürgermeister Felix Heinrichs den Schritt.
„Sollte es zwischenzeitlich zu Zuweisungen von geflüchteten Menschen kommen, werden wir als Verwaltung – wie in den vergangenen zehn Jahren praktiziert – kurzfristig und pragmatisch handeln, um unserer gesetzlichen und humanitären Verpflichtung gerecht zu werden. Bedanken möchte ich mich für den sachlichen und fairen Austausch, insbesondere auch bei den Anwohnerinnen und Anwohner in Holt.“
Die Verwaltung habe in einer Phase, in der Mönchengladbach anders als viele andere Städte nicht unter dem akuten Druck stehe, geflüchtete Menschen in hoher Zahl unterbringen zu müssen, einen nachhaltigen Vorschlag zur Neuordnung der kommunalen Unterkünfte unterbreitet. Die kommunale Erstaufnahmeeinrichtung sollte geplant und umgesetzt werden, bevor die nächste Flüchtlingskrise die Stadt dazu zwingt, wieder Turnhallen belegen und unverhältnismäßig teure Notunterkünfte errichten zu müssen. „Bei den Kolleginnen und Kollegen, die zahlreiche Optionen geprüft und das Projekt mit großer Sorgfalt vorbereitet haben, möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, so Heinrichs.
Die zur Verfügung stehenden Mittel inklusive der Sonderzuweisung in Höhe von 9,7 Millionen Euro werden in jedem Fall für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten benötigt und eingesetzt. Mit Blick auf die hohen finanziellen Belastungen, die den Kommunen in dem Bereich entstehen, mahnt Heinrichs mehr Unterstützung durch Bund und Länder an: „Es bedarf endlich einer kostendeckenden Dauerfinanzierung der Kommunen, damit wir nicht nur die Unterbringung, sondern auch die Integration besser ermöglichen können.“
Beim Sommerferienprogramm des Museums Schloss Rheydt gibt es noch freie Plätze. In verschiedenen Kursen gibt es die Möglichkeit, auf Zeitreise zu gehen. Genauso können Kinder und Jugendliche kreativ werden und die Natur um das Schloss erkunden. Eine Übersicht über alle Kurse gibt es auf der Internetseite des Museums: https://schlossrheydt.de/ferienprogramm-fuer-kinder/
Eine Machbarkeitsstudie zeigt, was im Karstadtgebäude möglich sein könnte.
Die Stadt ist auf dem Weg zu einem neuen Verwaltungsgebäude in Rheydt zwei wesentliche Schritte weiter. Mit Abschluss der sogenannten Leistungsphase II wurde die Vorplanung für das Bauteil A (Altes Rathaus) bis Ende Mai abgeschlossen. Dabei wurde der bisher abgesteckte Kostenrahmen zur Kostenschätzung ausgearbeitet – und dabei eingehalten. Darüber hinaus liefert eine Machbarkeitsstudie für das Karstadt-und Verwaltungs-Gebäude (Bauteil B) die Basis für ein zukünftiges Nutzungskonzept. In dem 2023 neu aufgesetzten Planungsprozess wurden wesentliche Bausteine des Vorgängerprojektes aufgegriffen. Moderne Arbeitswelten, nachhaltiges Bauen und gelungener Bürgerservice sind weiterhin wesentliche Pfeiler des Projekts. Gleichzeitig ist es dem Projektteam im Rathaus, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Neues Verwaltungsgebäude Rheydt“ (EäE NVR) und sop Architekten gelungen, diese Anforderungen deutlich effizienter und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt Mönchengladbach abzubilden und dazu belastbare Ergebnisse vorzulegen.
„Nach nur neun Monaten machen die aktuellen Meilensteine deutlich, dass sich der Re-Start des Projektes auszahlt. Auf nur zwei statt ehemals drei Baufeldern können wir im Alten Rathaus und perspektivisch wohl auch im Karstadt-Gebäude moderne Arbeitswelten für genauso viele Beschäftigte schaffen wie bei der vorangegangenen Planung. Auch eine KiTa sehen wir dabei vor. Gleichzeitig bleibt das neue Rathaus durch die geplante Bürgerhalle – auch ohne vorgelagerten Glasriegel – das transparente und freundliche Gesicht der Verwaltung für ihre Bürgerinnen und Bürger“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Er unterstreicht: „Dass wir bei dieser Lösung deutlich unter den prognostizierten Maximalkosten liegen und ohne aufwendige Bebauungsplanänderung auskommen, beweist den richtigen Kurs, den wir eingeschlagen haben. Ich bedanke mich bei allen, die hieran mitgewirkt haben!“
Da das Sparkassengebäude nicht mehr Bestandteil der Planungen ist, erstreckt sich die Planung auf die Bauteile A und B im Karree zwischen Limitenstraße und Marktstraße, Stresemannstraße und Marktplatz. Der ursprünglich geplante, zum Markt ausgerichtete, gläserne Riegel weicht einer zurückhaltenden Bebauung, die sich in der Gebäudetypologie den denkmalgeschützten Gebäudeteilen anpasst. Über eine Brücke über der Gasse Am Neumarkt werden die Gebäudeteile A und B miteinander verbunden. Mit den Abrissarbeiten für das Bauteil A soll in 2025 begonnen werden. Mit dem Umzug von Verwaltungseinheiten aus der Wilhelm-Strauß-Straße (Fachbereiche 10 und 11 im August) und der Sandradstraße (Dezernat II, Fachbereich 20 und II/B im Dezember) in die beiden von der Santander Bank angemieteten Gebäudeblöcke im Nordpark nimmt auch das Thema „Interim“ deutlich an Fahrt auf. Damit unternimmt die Stadt kurzfristig wichtige erste Schritte, um die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.
Insgesamt markiert die aktuelle Planung eine deutliche Trennung zwischen Service- und Verwaltungsbereich. Dank Desk Sharing sollen Bauteil A und B zusammen einmal offene Arbeits- und modernen Bürowelten für bis zu 1.900 Mitarbeitende bieten – in etwa so viel, wie bei der vorangegangenen Planung auf drei Baufelder verteilt wurden. Der Raum dafür ergibt sich vor allem aus der veränderten Architektur und der angepassten Gebäudekubatur. Konkret sieht die Vorplanung für Bauteil A 629 Schreibtische für bis zu 900 Mitarbeitende vor. Zum Vergleich: In den aktuell genutzten Teilflächen des Baufelds A (Kommandantur bis hist. Rathaus, ohne Karstadt) arbeiten rund 250 Beschäftigte. Im Bauteil B könnten laut Machbarkeitsstudie einmal bis zu 746 weitere Schreibtische für rund 1.000 Mitarbeitende hinzukommen.
Zwischennutzung im Karstadt-Gebäude
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Rathaus-Planung ist es, dass das Projekt in Bauabschnitten realisiert wird. Für den Bauteil A soll die Politik Ende Juni zunächst die nun fertiggestellte Vorplanung verabschieden. Voraussichtlich für Dezember wird der finale Bau- und Investitionsbeschluss durch den Rat angestrebt, bevor 2025 erste Abrissarbeiten beginnen. Für den Bauteil B zeigt die aktuelle Machbarkeitsstudie auf, was perspektivisch möglich ist. In einem ersten Schritt soll hier für die nächsten vier bis fünf Jahre zunächst eine Zwischennutzung in Anlehnung an die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie realisiert werden. Nach den Sommerferien möchte die Verwaltung gemeinsam mit ihrer Entwicklungsgesellschaft EWMG einen Plan für die Zwischennutzung des Erdgeschosses vorlegen, um den Leerstand schnellstmöglich zu beenden.
„Mit dem Rathaus-Neubau erfüllen wir ganzheitliche Ansprüche an moderne Arbeitswelten, effizienten Service und die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. „Gleichzeitig bleibt es eines der wichtigsten Ziele, einen Impuls für den Standort Rheydt zu setzen. Deshalb wurde auch bereits eine Machbarkeitsstudie für das ehemalige Karststadtgebäude erstellt. Hier könnte zum Beispiel die Stadtteil- und Familienbibliothek ins Erdgeschoss an die Marktseite ziehen und ein Konferenz- und Veranstaltungsbereich eingerichtet werden. Außerdem könnte durch den Bereich für die Fahrradmobilität im Erdgeschoss zur Stresemannstraße hin sichergestellt werden, dass dieser moderne Verwaltungs- und Begegnungsstandort für alle sehr gut zu erreichen ist.“
Ein wesentlicher Bestandteil der Neubau-Planungen ist neben den modernen Arbeitswelten, die entstehen sollen, die nachhaltige Bauweise, die bei dem Vorhaben zugrunde gelegt wird. Merkmale sind etwa die Nutzung von Geothermie zur Wärme- und Kälteversorgung, die nachhaltige Auswahl von recycleten oder recyclefähigen Baustoffen im Sinne des kreislaufwirtschaftlichen Cradle-to-Cradle-Prinzips sowie die natürliche Belüftung des Gebäudes über Ansaugbauwerke. Indem die Verwaltung in einem nachhaltigen Neubau konzentriert wird, kann die aufwändige energetische Sanierung bestehender Standorte eingespart werden. Somit zahlt sich das Vorhaben langfristig auch wirtschaftlich für Mönchengladbach aus. Mit dem Projekt setzt die Stadt zudem wichtige Punkte der städtischen Gesamtstrategie um, in der sie sich unter anderem auferlegt hat, die Verwaltung auf die Zukunft auszurichten und Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihrem Handeln zu priorisieren.
Gesamtkosten liegen im Rahmen – und auch die „Umweltbilanz“ stimmt Die Gesamtkosten des Neuen Verwaltungsgebäudes Rheydt (Bauteil A) liegen selbst nach Erweiterung des Raumprogramms mit rund 108 Millionen Euro unter den im August vergangenen Jahres prognostizierten Maximalkosten einschließlich Risikozuschlag von rund 120 Millionen Euro. In den Gesamtkosten enthalten sind die Kosten für den Neubau auf dem Baufeld A (rund 98 Millionen Euro), die Kosten für die Teilsanierung der unter Denkmalschutz stehenden Bestandsbauten Altes Rathaus und Kommandantur (voraussichtlich 8,6 Millionen Euro) sowie für die Errichtung einer KiTa (rund 1 Millionen Euro) und für die gläserne Verbindungsbrücke zwischen den Gebäudeteilen A und B (rund 380.000 Euro).
Das zweite bis vierte Geschoss in beiden Bauteilen soll ausschließlich für die Arbeitswelten der Verwaltungsfläche genutzt werden. Auffälligstes Architekturmerkmal der Vorplanung für Bauteil A ist eine Glasfront zwischen den beiden denkmalgeschützten Bereichen, der früheren preußischen Bezirkskommandantur und dem historischen Rathaus. Die Glasfassade zwischen den Denkmälern bildet zugleich den Hauptzugang in einen dahinterliegenden und neu zu errichtenden Gebäudetrakt: die über zwei Geschosse offene Bürgerhalle. Hier empfängt die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger und bietet Ihnen Serviceleistungen an. Im Sinne einer Begegnungsstätte werden hier auch Veranstaltungen stattfinden. Wesentliche Bestandteile der „Bürgerhalle“ sind geschützte Beratungsboxen und Servicepoints. Der lichtdurchflutete Bauteil setzt sich über eine breite Treppe im ersten Obergeschoss in Richtung Karstadt-Gebäude fort und soll über eine Brücke mit diesem verbunden werden.
Auch eine KiTa für zwei Gruppen ist im Bauteil A geplant, und zwar im Erdgeschoss des Eckbereichs der Stresemannstraße und der Gasse Am Neumarkt. Ebenso soll im Bereich der heutigen Toreinfahrt in den Innenhof des alten Rathauses an der Limitenstraße die Infrastruktur für ein Bistro geschaffen werden. Im Bauteil B (Karstadt) skizziert die Machbarkeitsstudie im ersten Obergeschoss marktseitig weitere Flächen für Beratungsboxen, zu denen man aus dem Bauteil A kommend über die geplante Verbindungsbrücke gelangt. Hier sieht die Studie also eine potentielle Erweiterung der Bürgerhalle aus Bauteil A. Im rückwärtigen Bereich könnten sich Flächen für Veranstaltungen und Konferenzräume mit separatem Zugang von der Stresemannstraße aus anschließen. Im Erdgeschoss des ehemaligen Karstadt-Gebäudes wären analog zu den Überlegungen einer Zwischennutzung ein Bereich für Fahrradmobilität und zum Markt hin die Stadtteil- und Familienbibliothek gute Optionen. An dieser Stelle könnte auch ein zweiter Haupteingang in den gesamten Gebäudekomplex entstehen, bei dem die Rolltreppe ins Gebäudeinnere erhalten bliebe. Hervorzuheben ist, dass die aktuelle Machbarkeitsstudie die obersten Geschosse des Karstadt-Gebäudes deutlich weniger massiv ausprägt als zuletzt und stattdessen Flächen für Stadtgrün und eine begehbare Terrasse vorschlägt.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs verlieh ihr den besonderen Titel in einem Festakt im Rathaus Abtei: „Sie prägte die Kultur unseres Zusammenlebens.“
Die frühere Oberbürgermeisterin der Stadt Mönchengladbach wurde am vergangenen Sonntag (23.06.2024) nach einem zurückliegenden Ratsbeschluss in einem Festakt im Rathaus Abtei die Würde der Ehrenoberbürgermeisterin verliehen. Zuletzt trug Heinz Feldhege von 1997 bis zu seinem Tod 2021 den Ehrentitel. Vorgeschlagen für diesen besonderen Titel wurde Monika Bartsch durch Oberbürgermeister Felix Heinrichs, der auch die Verleihung persönlich vornahm und die Urkunde überreichte. Der Rat hatte im Februar beschlossen, Monika Bartsch in Würdigung ihrer herausgehobenen Verdienste um das Wohl und Ansehen der Stadt während ihrer Amtszeit und auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt die Ehrenbezeichnung Ehrenoberbürgermeisterin zu verleihen.
Unter den zahlreichen Gästen konnten Bartsch und Heinrichs neben den Mönchengladbacher Bundestags- und Landtagsabgeordneten unter anderem auch die früheren Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Norbert Bude sowie den letzten Oberstadtdirektor Jochen Semmler, die ehemaligen Beigeordneten Beate Zielke und Helmut Hormes und Wolfgang Rombey sowie frühere Mitarbeiter*innen aus dem Büro der Oberbürgermeisterin begrüßen. „Man kann über Monika Bartsch nicht sprechen, ohne Superlative zu verwenden. Sie ist quasi ein „Superlativ in persona“, denn ihr Engagement ist nicht steigerungsfähig. Sie hat wichtige Kapitel in der Stadtgeschichte geschrieben als erste und bislang einzige Frau im Amt“, so OB Felix Heinrichs.
Monika Bartsch war von 1997 bis 2004 als zunächst ehrenamtliche, im Oktober 1998 dann als erste hauptamtliche Oberbürgermeisterin der Stadt Mönchengladbach tätig. In ihrer Amtszeit fielen die Weichenstellungen für die Erschließung und Entwicklung des ehemals militärisch genutzten Nordparks zu einem Innovations- und Dienstleistungszentrum, der Bau des BorussiaParks, der 2004 eröffnet wurde, und der Hockey-Arena, die zu den modernsten Hockey-Spielstätten Europas zählt. Monika Bartsch verfolgte die Bewerbung der Stadt als ein Austragungsort für die Olympischen Spiele 2012 im Rhein-Ruhr-Gebiet. Als Folge wurde Mönchengladbach im September 2001 als Austragungsort der Hockey-Wettkämpfe der Herren nominiert. Ende 2002 setzte sie sich persönlich gemeinsam mit dem DHB im australischen Perth erfolgreich dafür ein, die Hockey-WM 2006 der Herren nach Mönchengladbach zu holen, die schließlich Weltmeister wurden.
Weitere Meilensteine in ihrer Amtszeit waren die erfolgreiche Teilnahme an der EUROGA 2002 und die dezentrale Landesgartenschau, der Bau des Vitusbades in der City Ost sowie die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen „Wienands-Geländes“ an der Dahlener Straße in Rheydt zu einem Dienstleistungszentrum.
Bereits in ihrer aktiven Dienstzeit schätzte sie das ehrenamtliche Engagement des Vereins Mönchengladbacher Tafel e.V., wurde nach ihrer Amtszeit 2005 Mitglied und ist seit 2007 Vorsitzende der Tafel. „Sie stehen für unsere Stadt, und auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt hat das nicht aufgehört. Ihr berufliches, familiäres und gesellschaftliches Engagement ist beeindruckend. Sie haben durch Ihr Vorbild auch vielen Frauen den Mut gegeben, sich für Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik zu bewerben. Man braucht diese guten Beispiele und die Sichtbarkeit von Frauen, auch dieses Selbstverständnis, dass Frauen alles erreichen können. Sie waren Ihrer Zeit voraus“, betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Und weiter hob er hervor: „Auf die erste Bundeskanzlerin musste Deutschland bis Ende 2005 warten. Da waren Sie schon Mitglied und zwei Jahre später Vorsitzende der Mönchengladbacher Tafel. Wer sich wie Sie sozial engagiert, ist für mich auch ein Kulturmensch, denn Sie prägen wie kaum eine andere Frau in Mönchengladbach die Kultur unseres Zusammenlebens“.
Horst Thoren, Bezirksbundesmeister des Bundesverbandes Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, unterstrich in seiner Laudatio: „Monika Bartsch hat sich um diese Stadt und ihre Menschen verdient gemacht. Wenn andere sagten, was geht mich das an, hat sie gehandelt und geholfen, war ihre Antwort auf die Fragen der Zeit: Das schaffen wir schon!“. Und weiter in seiner Beschreibung dessen, was sie leistet betonte er: „Offen auf Menschen zugehen, ihnen ein Lächeln und damit Aufmerksamkeit schenken, zuhören und verstehen. Wer auf Monika Bartsch trifft, darf sich angenommen fühlen, erfährt ehrliche Zugewandtheit.“
Monika Bartsch machte in ihren Dankesworten deutlich, dass weder das Amt der Oberbürgermeisterin noch die Führung des Vereins Mönchengladbacher Tafel als ‚One Woman Show‘ missverstanden werden dürfen: „Wenn wir etwas erreichen wollen in der Politik, in der Verwaltung oder im Ehrenamt, ist das immer Gemeinschaftsarbeit. Die Gemeinsamkeit ist das Salz in der Suppe der Gesellschaft. Deshalb ist mein Wunsch: Tuen Sie gemeinsam etwas für die Stadt und die Menschen, die hier Leben, und werden Sie dabei glücklich. Ich bin es.“ Festlich musikalisch umrahmt wurde der Feierstunde vom BrassClub der Musikschule der Stadt Mönchengladbach
Infoveranstaltung am 4. Juli im Wandelsaal der Zentralbibliothek | Anmeldung erforderlich.
Seit Januar gilt das Bundesgesetz, das die Kommunen zur Aufstellung eines Wärmeplans für ihr Stadtgebiet verpflichtet – eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Mönchengladbach. Inzwischen hat die Stadt den Entwurf der kommunalen Wärmeplanung vorgelegt und unter https://stadt.mg/waerme veröffentlicht. Noch bis Mitte Juli ist die Öffentlichkeit aufgerufen, Stellung zu nehmen. Auf einer Informationsveranstaltung im Wandelsaal der Zentralbibliothek wird die Stadt die Wärmeplanung der interessierten Öffentlichkeit vorstellen und mit ihr diskutieren. Fragen sollen, soweit zum jetzigen Zeitpunkt möglich, beantwortet und die Informationsbedarfe der Bürgerinnen und Bürger für den weiteren Prozess aufgenommen werden. Im Oktober soll die Wärmeplanung dann als Teil eines übergeordneten Energiekonzeptes verabschiedet und mit weiteren Informationsangeboten flankiert werden.
Die zweistündige Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, 4. Juli, um 18:30 Uhr im Wandelsaal der Zentralbibliothek, Blücherstraße 6 in 41061 Mönchengladbach, statt.
Aufgrund der begrenzten Kapazitäten ist eine vorherige Anmeldung unter der E-Mail-Adresse waermeplan@moenchengladbach.de bis zum 27. Juni erforderlich.
Vier Jahre sind seit dem ersten vom Verein Wissencampus e.V. initiierten Gutachten für das ehemalige Polizeipräsidium vergangen.
In dieser Zeit sind nicht zuletzt dank ehrenamtlicher Arbeit wesentliche Meilensteine erreicht worden, um das zentral gelegene Grundstück mit seiner denkmalgeschützten Bausubstanz als Wissens- und Innovationscampus neu zu entwickeln. 2022 konnte das Gelände an der Theodor-Heuss-Straße durch die Stadt erworben werden, im Sommer 2023 folgte der Förderbescheid des Landes. Dieses Jahr konnte bereits das Team der neu gegründeten Wissens- und Innovationscampus GmbH (WICMG) besetzt werden. Nach und nach ziehen erste Zwischennutzungen auf das Gelände. Nun hat der ehrenamtliche Wissenscampus Mönchengladbach e.V. das Nutzungskonzept für den Wissens- und Innovationscampus fortgeschrieben und am Mittwoch, den 12. Juni, der Stadt übergeben.
Mitglieder des Vereins Wissenscampus e.V. überreichten das Nutzungskonzept 2.0 an Vertreter der Stadt. Mit dabei v.l.: Fritz Otten (Mitglied), Norbert Bienen (Vorstand), Claudia Schwan-Schmitz (Technische Beigeordnete), Felix Heinrichs (Oberbürgermeister), Susanne Feldges (nextMG), Dr. Gregor Bonin (Vorstand), Hartmut Wnuck (Vorstand), Eva-Maria Heiß (Geschäftsführerin WICMG), Dr. Thomas Grünewald, Dr. Norbert Miller
Oberbürgermeister Felix Heinrichs nahm das Konzept zusammen mit der Technischen Beigeordneten Claudia Schwan-Schmitz und WICMG-Geschäftsführerin Eva-Maria Heiß entgegen. Heinrichs: „Anfang dieses Jahres konnten wir durch intensive Beratung des Landes einen neuen Kurs für den Wissens- und Innovationscampus einschlagen. Während wir zuerst von einer geschlossenen Gesamtmaßnahme ausgegangen sind, haben wir jetzt die Möglichkeit, das Areal Schritt für Schritt in Teilbauabschnitten zu realisieren. Auf diesem Weg wollen wir nun die Voraussetzungen für StartUp-Förderung und spätere Nutzer wie die Junior-Uni herstellen. Dafür ist das Nutzungskonzept wichtig, das jetzt in Kooperation mit dem Verein Wissenscampus MG e.V. fortgeschrieben worden ist. Hier zeigt sich einmal wieder, wie eng und konstruktiv in Mönchengladbach die Zusammenarbeit zwischen freier Wirtschaft, engagierten Unternehmer*innen und der Stadt ist. Das zeichnet unseren Standort aus und trägt dazu bei, den Strukturwandel zum Gelingen zu bringen.“
Dr. Norbert Miller, Co-Vorsitzender des Vereins Wissenscampus, überreichte das Werk gemeinsam mit den Vorstandskollegen Hartmut Wnuck, Dr. Thomas Grünewald, Dr. Gregor Bonin und Norbert Bienen sowie Susanne Feldges von nextMG e.V. an die Stadt. Unterstützt worden waren sie im Vorfeld unter anderem von den Vereinsmitgliedern Fritz Otten und Ralf Jüngermann. Miller: „Wir haben uns der gemeinsamen Sache verschrieben, den Strukturwandel zu nutzen, um die Stadt nach vorne zu bringen. Dafür ist es besonders wichtig, Kinder früh für MINT-Themen zu begeistern, Gründungen zu fördern und neue Projekte in den Bereichen Textil, Aviation und Cyber Security zu starten. Für all das kann und soll der Wissenscampus ein Ort werden. Wir zeigen nun auf, dass die verschiedenen Nutzungen mit ihren jeweiligen Ansprüchen neben- und miteinander auf dem Gelände unterkommen können. Mit dem Nutzungskonzept stecken wir hier einen groben Rahmen ab, der im Hinblick auf die tatsächlichen Bedarfe konkretisiert werden wird, die sich in den kommenden Jahren entwickeln. Denn eins ist klar: Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen starten. Dieser Gedanke verbindet die mittlerweile 71 Mitglieder des Vereins.“
Auch für WICMG-Geschäftsführerin Eva-Maria Heiß bildet das fortgeschriebene Nutzungskonzept eine wertvolle Arbeitsgrundlage. „Das fortgeschriebene Nutzungskonzept stellt für uns einen guten Rahmen dar, um zeitnah in Teilentwicklungen eintreten zu können. Die vorbereitenden Gutachten zum Boden- und Gebäudezustand, der Vermessungen und der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) werden zurzeit erstellt und bilden die Basis, auf der wir den Projektsteuerer und den Generalplaner ausschreiben, sowie einzelne Teilförderanträge stellen können, um Schritt für Schritt den Campus zu entwickeln.“ Die WICMG ist eine eigens gegründete GmbH der Stadt, die für die Unterhaltung des Geländes, für Zwischennutzungen sowie primär für die Beantragung von Fördermitteln und deren Umsetzung zuständig ist.
Claudia Schwan-Schmitz, Technische Beigeordnete der Stadt und Mitglied im Aufsichtsrat der WICMG ergänzt: „Mir war es wichtig, die guten Kontakte zum Bauministerium zu nutzen, um pragmatische Wege auszuloten. Bei der Begehung vor Ort sind direkt eine ganze Reihe Ideen für schnelle Umsetzungsschritte entstanden, die bei arbeitsintensiven Folgeterminen vertieft werden konnten. Da der Wissenscampus ein Ort für Forschung, Innovation und Lehre werden soll, ist die Zusammenarbeit mit den lokalen Unternehmen, der Hochschule und bereits gestarteten Projekten wie der JuniorUni oder der Gründungsfabrik MG nebst SkillzUp unerlässlich.“ Dr. Miller versicherte, dass der Verein Wissenscampus e.V. seine Rolle auch im weiteren Prozess darin sieht, sein Wissen um komplexe Prozesse und konkretes Handeln zur Verfügung zu stellen, die unterschiedlichen Akteure zu verbinden und mit dazu beizutragen, dass der Wissens- und Innovationscampus so schnell wie möglich sicht- und erlebbare Gestalt zum Nutzen der Stadt und der Region annimmt. „Die Vision beginnt – nach Jahren der nötigen und mühsamen Vorarbeit – zu leben“, so Miller.
Rund 900 Termine bei Sonderöffnung am vergangenen Freitag.
Wie bereits angekündigt wird die freie Sprechzeit in der Meldestelle Vitus-Center von Dienstag auf Donnerstag verlegt. Die nächste Möglichkeit, ohne Terminvereinbarung im Vitus-Center Meldeangelegenheiten zu erledigen, ist am Donnerstag, 6. Juni, von 9 bis 17 Uhr. Die Ausgabe der Wartemarken startet um 8 Uhr. Die Meldestelle Rheydt ist weiterhin montags von 8 bis 15:30 ohne Terminvereinbarung geöffnet.
Am vergangenen Freitag (31. Mai) hatten sechs Meldestellen am Brückentag geöffnet, damit die Bürgerinnen und Bürger fertige Ausweisdokumente abholen konnten. Von den 1.000 zur Verfügung stehenden Terminen wurden 900 genutzt.
Um das Personal effektiver einsetzen zu können, konzentriert die Stadtverwaltung die Meldestellen ab dem 10. Juni auf fünf Standorte: Vitus-Center, Rathaus Rheydt, Neuwerk, Giesenkirchen und Wickrath. In Odenkirchen werden dann nur noch fertige Ausweisdokumente nach Terminvergabe ausgegeben, die Standorte Hardt und Rheindahlen bleiben für sechs Monate geschlossen. Noch in Hardt und Rheindahlen beantragte Dokumente können dann im Vitus-Center abgeholt werden.
In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass Außenstellen wegen Personalausfällen ungeplant tage- oder wochenlang geschlossen werden mussten. Dies soll mit der Bündelung der Kräfte zukünftig vermieden werden. Der Fachbereich Bürgerservice weist darauf hin, dass man nicht persönlich in die Meldestelle kommen muss, um sein Dokument abzuholen. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann dies auch von einer bevollmächtigten Person erledigen lassen. „Sollte das auch nicht möglich sein, finden wir im Einzelfall eine Lösung“, sagt Fachbereichsleiter Hardy Drews.
Anmerkung der Redaktion: Damit dürften die Quengeleien der Opposition gegen die Person Felix Heinrichs in den letzten Wochen endgültig erledigt sein. Scharfmacher wie Martin Heinen (CDU), sollten sich auf die Politikverdrossenheit der Bürger in der Kommune konzentrieren und nicht wie bisher Öl ins Feuer gießen.
Wie wichtig ehrenamtlich tätige Menschen für die Stadt sind, das stellt die Kampagne „Ehrensache“ mit vielfältigsten Aktionen heraus.
Ohne sie gäbe es kein Vereinsleben, sie unterstützen wohltätige Organisationen und leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Um dies erneut zu würdigen und für das Ehrenamt zu werben, ist ein Graffiti an der Fassade des Hauses Rathenaustraße 10 entstanden.
Anhand einer Umfrage unter den Ehrenamtlichen wurden die daraus gewonnen Ergebnisse vom Künstler Philipp Kömen zur Erarbeitung der Graffiti Vorlage genutzt. Das Graffiti ist durch den zentralen Ort, der ebenfalls von der Bahnlinie aus zwischen den Stationen Mönchengladbach Hbf und Rheydt Hbf zu sehen ist, für einen langen Zeitraum sichtbar gemacht.
Ende Mai hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs das Graffiti symbolisch enthüllt: „Ich möchte mich natürlich bei allen bedanken, die dieses Projekt ermöglicht haben, selbstverständlich beim Künstler Philipp Kömen, bei der Inhabergemeinschaft, die die Häuserwand kostenfrei zur Verfügung gestellt hat und bei den Kolleginnen und Kollegen des Kommunalen Integrationszentrums, die die Kampagne Ehrensache betreuen. Aber vor allem möchte ich mich an dieser Stelle auch noch bei all den Menschen bedanken, auf die dieses Graffiti aufmerksam machen soll, den ehrenamtlich tätigen Menschen. Egal in welchem Bereich, Kultur, Sport, Bildung, Politik, Umwelt, in Vereinen, Organisationen oder manchmal auch einfach als Einzelkämpferin oder Einzelkämpfer, sie sind wichtige Stützen dieser Gesellschaft und sind Vorbilder im Miteinander und vor allem Füreinander.“
In 2020 haben das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Viersen und der Stadt Mönchengladbach den Start der Kampagne „Ehrensache“, die Kampagne zur Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements ins Leben gerufen,unter der Beteiligung anderer Fachbereiche sowie dem Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach (FWZ). So wurden unter anderem bereits ehrenamtliche Tätige Menschen aus Mönchengladbach in einer Webgalerie vorgestellt oder waren auf Bussen sowie auf Großplakaten zu sehen.
Schrecken und Bestürzung hat bei der Stadt Mönchengladbach die Nachricht ausgelöst, dass eine Einrichtung der Lebenshilfe Opfer eines mutmaßlich rechtsextremen Angriffs geworden ist.
Bereits gestern hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs dem Geschäftsführer der Lebenshilfe Unterstützung in dieser für Mitarbeitende und Bewohner:innen belastenden Situation angeboten.
Gleichzeitig haben sich heute zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt gemeldet, die sich ebenso schockiert über den Angriff auf die Lebenshilfe zeigten.
Felix Heinrichs: „Mönchengladbach ist eine offene und tolerante Stadt, eine Stadt in der ganz unterschiedliche Menschen zusammen leben und ihre Stadt gestalten. Die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen ist eine wichtige Stütze für viele und Bestandteil unseres sozialen Zusammenlebens. Alle, die einen Angriff darauf verüben, müssen mit der geschlossenen Gegenreaktion der Mehrheit in Mönchengladbach rechnen. Wir stehen solidarisch zusammen.“
Stadtdirektorin Dörte Schall ergänzt: „Es gibt kein so genanntes ‚unwertes‘ Leben, wie es die Nationalsozialisten in der dunkelsten Zeit unseres Landes vertreten haben. Ganz im Gegenteil: Die Würde des Menschen – aller Menschen – ist unantastbar. Die Lebenshilfe, ihre Beschäftigten, die Bewohner*innen, Klient*innen und deren Familien müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen können.“ „Wir rufen alle auf, sich solidarisch an die Seite der Lebenshilfe und aller zu stellen, die für unsere vielfältige Gesellschaft eintreten“, so Heinrichs in einem Appell an die Zivilgesellschaft.
An den ersten beiden Samstagen im Juni bieten die Polizei Mönchengladbach und der Kommunale Ordnungs- und Servicedienst (KOS) der Stadt allen Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbachern auf den Wochenmärkten in Rheydt (1. Juni) und dem Alten Markt (8. Juni) die zusätzliche Möglichkeit, mit ihren Kräften ins Gespräch zu kommen.
Von 10 bis 13 Uhr freuen diese sich darauf, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern über alle möglichen Themen rund um Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt auszutauschen.
Die Polizei Mönchengladbach wird mit Beamten des Bezirksdienstes aus den jeweiligen Stadtvierteln und Polizistinnen und Polizisten des Kommissariats Kriminalprävention und Opferschutz vertreten sein. Der KOS schickt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Zentren unserer Stadt unterwegs sind.
Über was können Interessierte sich mit Polizei und KOS unterhalten? Egal ob Tipps gegen Trickbetrüger oder zum Einbruchsschutz, Fakten zur Arbeit der Polizei und des KOS oder Informationen zur Sauberkeit gefragt sind, alle Anliegen sind willkommen. Auch für Ihre Sorgen, Nöte oder Hinweise haben die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ein offenes Ohr.
Um digitale Verwaltungsleistungen zukünftig einfacher und einheitlicher zugänglich zu machen, ersetzt das Land Nordrhein-Westfalen das Servicekonto.NRW durch die deutschlandweit eingeführte BundID.
Auch die Stadt Mönchengladbach wird ihr Service Portal auf die BundID umstellen. Im Laufe der nächsten Tage finden die dafür notwendigen technische Arbeiten statt.
Mit der Umstellung ändert sich für die Nutzerinnen und Nutzer die Anmeldung am städtischen ServicePortal. Zukünftig können sie sich mit der BundID am ServicePortal anmelden und die bereitgestellten Onlinedienste in Anspruch nehmen.
Die BundID ermöglicht den einheitlichen Zugang zu digitalen Verwaltungsdiensten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Mit der Umstellung wird auch die bisherige Anmeldemöglichkeit über das Servicekonto.NRW abgelöst. Das Servicekonto.NRW wird zum 01.07.2024 abgeschaltet.
Wer bereits das Servicekonto.NRW nutzt, kann sich mit derselben E-Mail-Adresse wie zuvor nun über die BundID anmelden. Die Daten werden automatisch übertragen und die persönlichen Informationen und Nachrichten bleiben erhalten.
Um den Einstieg in die BundID zu erleichtern, bietet die Stadtverwaltung im Rahmen der bundesweiten Digitalwoche zwei Workshops zur BundID und ihrer Online Ausweisfunktion an. Weitere Informationen zu den Workshops gibt es unter:
04.06.2024: Die Online Ausweisfunktion – Onlinedienste der Stadt Mönchengladbach einfach, sicher und schnell von zu Hause aus nutzen
06.06.2024: Die Online-Ausweisfunktionen, Führungszeugnis bestellen, Einblick in das Rentenkonto?…Online-Dienste einfach, sicher und schnell von zuhause nutzen
Goldene Ehrennadel für Markus Effertz und Reinhold Richter, Verdienstmedaille des Bundes an Andreas Lehmann.
In einer kleinen Feierstunde im Rathaus Abtei hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs vorgestern (22.05.) Markus Effertz und Reinhold Richter mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Mönchengladbach ausgezeichnet. Die Ehrennadel wird Persönlichkeiten verliehen, deren Verdienste über den üblichen Rahmen einer beruflichen, ehrenamtlichen oder nicht amtlichen Tätigkeit für soziale, kulturelle, gesellschaftliche oder sportliche Zwecke hinausgehen und den Interessen der Stadt besonders dienen. Außerdem überreichte Oberbürgermeister Felix Heinrichs in der Feierstunde eine Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Andreas Lehmann.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Markus Effertz, Andreas Lehmann und Reinhold Richter (v.l.n.r.) bei der Verleihung im Rathaus Abtei. Foto: Stadt MG
Markus Effertz ist seit fast 40 Jahren Schützenbruder im Bürgerschützenverein St. Hermann-Josef Speick, davon über 30 Jahre im Vorstand tätig und seit acht Jahren Präsident des Vereins. Sein außerordentlicher persönlicher Einsatz hat dazu beigetragen, dass die Mitgliederzahl kontinuierlich ansteigt und besonders der Nachwuchs gefördert wird. Seit mehreren Jahren gibt es daher regelmäßig Jugendmajestäten wie Kinderschützenkönig und Schülerprinz im Bürgerschützenverein Speick. Der Bürgerschützenverein ist als feste Säule in Speick unverzichtbar geworden, organisiert über das traditionelle Volks- und Heimatfest hinaus Veranstaltungen für die Gemeinschaft und unterstützt das ganze Jahr karitative Zwecke. Auch als Mitglied des Bruderrats im Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften unterstützt er den Bezirksverband bei allen anstehenden Veranstaltungen wie etwa dem Stadtschützenfest sowie bei der Planung des in 2025 anstehenden Bundesschützenfestes in Mönchengladbach. Während der Corona Pandemie organisierte Markus Effertz Hilfsleistungen wie Einkaufshilfe, Arztbesuche, Apothekengänge und Impftermine für die Bürger*innen Mönchengladbachs und arbeitete eng mit dem Gesundheitsamt sowie dem Freiwilligenzentrum zusammen. Alljährlich wird von ihm ein Seniorenkaffee in Speick organisiert, der für Menschen ab 60 Jahren kostenlos ist.
„Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine half er mit zwei Busladungen voller Hilfsgüter an der polnisch-ukrainischen Grenze und brachte von beiden Touren insgesamt 90 ukrainische Kriegsflüchtlinge -überwiegend Frauen und Kinder- nach Mönchengladbach in Sicherheit. Die Unterstützung dauert bis heute an, damit diese Menschen hier Fuß fassen und eigene Wohnungen beziehen können“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Darüber hinaus organisiert er gemeinsam mit seiner Familie Kleidersammlungen und ein jährliches Grillfest für obdachlose und bedürftige Menschen im Café Pflaster und hilft schnell und unkompliziert, wenn dort Not am Mann ist oder Dinge fehlen.
Reinhold Richter verantwortete vier Jahrzehnte lang als Kantor die Musik in St. Helena, Rheindahlen. Ende Mai 2023 verabschiedete er sich in den Ruhestand, blieb der Pfarrgemeinde jedoch verbunden und ist in Rheindahlen wohnen geblieben. „Weit über die vertraglichen Verpflichtungen der Grunddienste in der Liturgie der Pfarrgemeinde hinaus hat er mit viel Kreativität und mit einem großen Netzwerk ein breit gespanntes Feld musikalischer Angebote, besser Highlights für den Stadtteil Rheindahlen, für die Stadt Mönchengladbach und über deren Grenzen hinaus geschaffen“, betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs in der Feierstunde.
In seine Dienstzeit fallen unter anderem zahlreiche kulturelle Highlights wie verschiedene große Requien (Mozart, Duruflé und Verdi sowie die Schöpfung von Haydn, die Aufführung großer bekannter Werke zu Ostern, Weihnachten und anderen Festen sowie Projekte mit verschiedenen Musikgruppen in Rheindahlen, zu denen der Chor Quodlibet, das Blockflötenensemble St. Helena, die Mädchenschola St. Helena, der Gospelchor Inspiration Rheindahlen oder die Nacht der Chöre in Rheindahlen zählen. Durch den Aufbau des „Förderkreises Geistliche Musik“ wurde auch der Aufbau eines kleinen Orchesters möglich, das immer wieder besondere Gottesdienste mitgestaltete. Der Kontakt zur Musikszene des Stadttheaters erleichterte die Besetzung des Orchesters und der Sologesangsstimmen. Außerdem führte Reinhold Richter zahlreiche Kulturprojekte mit dem Museum Abteiberg und dem WDR durch, zu denen die internationale Muzikbiennale Niederrhein, die Ensemblia sowie Sofagespräche im Stadttheater Mönchengladbach zählten. Außerdem initiierte er die erfolgreiche Konzertreihe „Orgel trifft…“, Orgelkonzerte mit Kindern Konzerte mit Amarcord (Leipzig) und Opus4 (Leipzig) sowie Neujahrskonzerte und Konzerte zu den Orgeljubiläen. Neben geselligen Studienreisen mit dem Kirchenchor nach Rom, Oberammergau oder in die Wachau leistete er Projektchorarbeit in Zusammenarbeit mit dem Cornelius-Burgh-Chor aus Erkelenz.
Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Parkinson-Selbsthilfe wurde Andreas Lehmann mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seit 2004 ist er Mitglied der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. und wurde 2008 von der Parkinson Selbsthilfegruppe Mönchengladbach zum Gruppenleiter gewählt. „Andreas Lehmann, dessen Frau selbst unheilbar an Morbus Parkinson erkrankte, ist besonders daran gelegen, die Erkrankten zusammenzuführen und trotz gesundheitlicher Einschränkungen eine Gemeinschaft zu bilden, die viel miteinander unternimmt“, betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs bei der Überreichung der Verdienstmedaille. So organisiert Andreas Lehmann einmal im Monat ein Treffen aller rund 140 Mitglieder zum geselligen Beisammensein und Austausch. Zu seinen Aktivitäten zählen auch Besuche der Uni-Klinik Düsseldorf mit informativen Fachvorträgen. Musikalisch wurde die Feierstunde durch das Musikschul-Duo Vincent Pernot (Fagott) und Waldemar Lutz (Akkordeon) gestaltet, die an Pfingsten beim Bundeswettbewerb von Jugend musiziert erfolgreich mit dem 2. und 3. Platz abschnitten.
Verwaltung rüstet sich für mögliche stärkere Zuweisungen
Die Stadt plant auf einem städtischen Grundstück im Bereich Monschauer/ Hehner Straße den Neubau einer Unterkunft zur Erstaufnahme von Geflüchteten und hat dazu eine Beratungsvorlage erstellt, die mit der Sitzung der Bezirksvertretung West am kommenden Dienstag, 28. Mai, in die politische Beratung eingebracht wird.
Ziel soll es sein, künftig auf die Nutzung von Turnhallen für die Unterbringung von Geflüchteten in Krisenzeiten weitestgehend zu verzichten. Deutlich wird diese Notwendigkeit zuletzt im Rückblick auf die Folgen der Ukraine-Krise ab März 2022, als aufgrund mangelnder Kapazitäten für die Erstaufnahme zwei städtische Sporthallen an Schulen für bis zu sechs Monate als Flüchtlingserstaufnahme- und Noteinrichtung genutzt werden mussten. Zusätzlich wurden verschiedene Ersatzeinrichtungen wie etwa der SMS-Campus an der Aachener Straße eingerichtet und zeitlich befristet betrieben.
Die Erfahrungen aus den letzten Jahren machen einen Platzbedarf von insgesamt 1.100 Geflüchteten deutlich. Diese verhältnismäßig geringe Zahl ist durch die Zurechnung der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes im ehemaligen JHQ auf die Zuweisungsquote begründet. Durch verschiedene Faktoren, u.a. durch die Aufnahme einer hohen Anzahl Ukrainegeflüchteter im Jahr 2022 ist Mönchengladbach in der Verteilstatistik des Landes immer noch in der Übererfüllung. Da die Anzahl der Geflüchteten in NRW in den letzten neun Monaten um 25.000 gestiegen ist und weiter steigt, muss eine Vorbereitung auf die nächste möglicherweise sehr hohe Zuweisung von Geflüchteten erfolgen. Die vorhandenen Kapazitäten für die Unterbringung Geflüchteter haben sich bereits durch die erforderliche Umwidmung verschiedener Einrichtungen verringert und werden sich durch den Fortfall der Nutzbarkeit der Einrichtung „Am Nordpark“ im Juni 2026 weiter verringern. Eine Einrichtung, die für die krisenhafte Aufnahme geeignet ist, ist derzeit nicht vorhanden. Nach ergebnisloser Prüfung einer Vielzahl an Bestandsgebäuden und Mietangeboten kam schließlich als einzige bebaubare Option das städtische Grundstück im Bereich Monschauer/ Hehner Straße in Betracht. Der maximale Kostenrahmen zur Finanzierung der Einrichtung beläuft sich auf 9,7 Millionen Euro. Diese Summe erhält die Stadt aus Landesmitteln des Sondervermögens „Bewältigung der Krisensituation in Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine“.
Geplant ist die Einrichtung für bis zu 150 Personen von drei in Hufeisenform angeordneten eingeschossigen Modulanlagen mit Mehrbettzimmern für vier bis sechs Personen sowie ein Modulbau für Catering, Hausmeister, Büro und Security. Als Standort der Anlage ist das Gelände im hinteren Bereich des Grundstücks nahe des Trampolinparks angedacht. Der Fachbereich Soziales und Wohnen hat im Zuge der anstehenden Beratungen Anliegerinformationen und eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant.
Straßenumbenennung im Herzen der Stadt soll deutliches Zeichen setzen.
Informationsabend für die Anwohnenden zur Umbenennung eines Teils der Blücherstraße in Hilde Sherman-Zander Straße.
Termin: Donnerstag, 6. Juni, 18.30 Uhr in der Zentralbibliothek (Blücherstraße 6, 1. OG – Wandelhalle)
Hilde Sherman-Zander – das Schicksal und die Geschichte der gebürtigen Mönchengladbacherin stehen stellvertretend für das abertausender systematisch deportierter Jüdinnen und Juden aus Deutschland. Sie zählt zu den wenigen, die den Holocaust überlebt haben. Und damit das Grauen dieser Zeit nicht in Vergessenheit gerät, hat sie ihre Erinnerungen daran niedergeschrieben.
Daran anknüpfend und um das Andenken von Hilde Sherman-Zander zu ehren möchte der Kulturausschuss eine Straße nach ihr benennen. Hier ist nun von Seiten der Stadt zusammen mit dem Oberbürgermeister Felix Heinrichs ein Vorschlag erarbeitet worden: „In den vergangenen Monaten hat es erste Sondierungsgespräche mit der Politik und der jüdischen Gemeinde sowie fachliche Rücksprachen mit meinem für die Benennung und Umbenennung von Straßen zuständigen Fachbereich Geoinformation gegeben. Angesichts des ehemaligen Standortes der jüdischen Synagoge gegenüber der heutigen Zentralbibliothek ist bei diesen Vorgesprächen das zwischen der Regentenstraße und der Kaiserstraße gelegene Teilstück der Blücherstraße verstärkt für eine Umbenennung in Betracht gezogen worden.“ Bei dem Straßenabschnitt zwischen Parkstraße und Regentenstraße soll der Name Blücherstraße beibehalten werden. Eine Entscheidung über die Umbenennung trifft letztlich der Rat der Stadt.
Um diesen Vorschlag und dessen Hintergründe gezielt den rund 45 Anwohnerinnen und Anwohnern näher zu erläutern, hat der Oberbürgermeister zu einem Informationsabend für Anfang Juni eingeladen: „In erster Linie ist es mir neben aller Information unsererseits aber vor allem ein Anliegen, die Meinung der Anwohnerinnen und Anwohner zu solch einem Vorhaben zu hören. Denn selbstverständlich haben wir größtes Verständnis dafür, dass eine solche mögliche Veränderung auch mit Sorgen und Bedenken einhergeht. Dem möchten wir mit der größtmöglichen Unterstützung und Hilfe Seitens der Stadt begegnen.“ Alle haben eine Einladung per Posteinwurf erhalten. In der Umbenennung liegt für Heinrichs aber auch eine große Chance: „Aktuell wird immer wieder klar, dass unsere freiheitlichen demokratischen Werte nichts Selbstverständliches sind. Mit der Umbenennung an dieser Stelle im Herzen unserer Stadt können wir noch einmal ein deutliches Zeichen dafür setzen: „Nie wieder“ ist jetzt! Wir vergessen nicht und wollen uns immer wieder daran erinnern, damit wir allem, was unser respektvolles, friedliches und freiheitliches Miteinander in Gefahr bringt, rechtzeitig begegnen.“