Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Mönchengladbach sucht volljährige Honorarkräfte für das Projekt “Bildungsfuchs” für die Hausaufgabenbetreuung und Deutschförderung in Kleingruppen an Grundschulen in Mönchengladbach.
Wer fließend Deutsch spricht und Freude daran hat, Kinder im Grundschulalter mit seinen sprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten zu unterstützen, erfüllt alle Voraussetzungen für diese Tätigkeit.
Wer Interesse an der Aufgabe hat, kann mit dem Kommunalen Integrationszentrum unter der Rufnummer 02161 25 53 784 oder per E-Mail an ki@moenchengladbach.de Kontakt aufnehmen. Weitere Infos gibt es auch unter “Aktuelles” auf der Webseite www.stadt.mg/ki
Die geplanten Streichungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB), die vor wenigen Tagen bekannt geworden sind, betreffen auch Mönchengladbach.
Konkret soll eine von zwei täglichen ICE-Direktverbindungen zwischen Mönchengladbach und Berlin bis mindestens Dezember entfallen. Oberbürgermeister Felix Heinrichs reagiert darauf mit Unverständnis. In einem Brief an den Konzernbevollmächtigten der DB für das Land Nordrhein-Westfalen weist Heinrichs darauf hin, dass Mönchengladbach als wachsende Großstadt ohnehin über eine “viel zu mangelhafte Anbindung an den überregionalen Schienenverkehr verfügt”.
Mönchengladbach sei Heimat von über 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Sitz von mehreren Großunternehmen und ein bedeutender Bundesliga-Standort, argumentiert Heinrichs. Statt temporärer Streichungen braucht es für den Oberbürgermeister deshalb eine grundsätzlich bessere Anbindung an den Fernverkehr. Die Deutsche Bahn fordert er in seinem Schreiben auf, “die zweite werktägliche ICE-Direktverbindung zwischen Mönchengladbach und Berlin baldmöglichst wieder zu aktivieren und darüber hinaus zu prüfen, an welche anderen ICE- oder überregionale Verbindungen Mönchengladbach zukünftig angebunden werden kann.”
Anmerkung der Redaktion: Eine Forderung nach verbesserten Servicleistungen in den beiden Hbf. stellt Heinrichs offensichtlich nicht.
Demenz ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.
Mehr als 1,8 Millionen Menschen mit Demenz leben laut aktuellen Schätzungen in Deutschland. Bis 2050 wird die Zahl auf ca. drei Millionen steigen. Für Angehörige und Alltagsbegleitende ist es oft herausfordernd, geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz zu finden. Hilfreich ist es da, wenn Einrichtungen und Initiativen im regelmäßigen Umgang mit Seniorinnen und Senioren spezielle Literatur und andere Medien zum Thema aus der örtlichen Bibliothek ausleihen und nutzen können. Aus diesem Anlass spendet der SingLiesel Verlag der Stadtbibliothek Mönchengladbach eine Auswahl von Büchern und Spielen für Menschen mit Demenz im Wert von 300 Euro. “Demenz geht uns alle an”, so Annette Röser, Verlegerin und Initiatorin des SingLiesel Verlags, die selbst viele Jahre ihre von Demenz betroffenen Eltern begleitet hat. “Unser Ziel ist es, Bücher und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Demenz zu schaffen, die ihnen Freude bereiten und Angehörige im nicht immer einfachen Umgang mit der Diagnose unterstützen.”
So ist in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten eine breite Palette an Büchern und Spielen entstanden. Viele Berichte aus der Praxis bestätigen den Erfolg der Titel: “Eine ganz tolle Sache. Das Memo-Spiel weckte sehr schöne Erinnerungen und es kam eine interessante Unterhaltung zustande. Ich kann es nur empfehlen”, so Charlotte Guerrein, die in einem Seniorenheim arbeitet, zum Nostalgie-Memo-Spiel “Schlagerstars der 70er-Jahre”.
Besonders beliebt sind zudem die Sprichwort-Geschichten, kurze Anekdoten, an deren Ende ein Sprichwort steht, das erraten werden kann. “Das Buch gefällt mir in seiner einfachen und ruhigen Art sehr gut. Es ist durch die Bilder und die Typographie mit den Kreuzstichen so wunderbar anheimelnd – toll gemacht!”, schwärmt Alexander Wippert, der die Bücher seiner 90-jährigen Tante im Heim vorliest. “Als Verlag freuen wir uns, die Stadtbibliothek Mönchengladbach zu unterstützen. Gerne stellen wir eine große Auswahl unserer Titel zur Verfügung. Unterstützungsangebote auf lokaler Ebene sind einer der Erfolgsschlüssel, um den Alltag Betroffener und Angehöriger trotz und mit Demenz erfolgreich zu meistern”, so Annette Röser.
Der SingLiesel Verlag wurde als Initiative betroffener Angehöriger gegründet. Ziel des Verlages ist es, Bücher und Spiele rund um das Thema Demenz zu schaffen, die Betroffenen vor allem Freude bereiten und Angehörige sowie Pflege- und Betreuungskräfte im nicht immer ganz leichten Umgang mit der Erkrankung unterstützen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Gerontologie, Neurologie, Psychologie und der Pflege ist inzwischen eine breite Produktpalette entstanden. Die Zentralbibliothek Carl Brandts Haus ist ab sofort Mo – Fr 10 – 22 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr und So 12 – 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter http://www.stadtbibliothek-mg.de
Am Donnerstag, 29. August, von 16 bis 18 Uhr bietet Oberbürgermeister Felix Heinrichs eine Sprechstunde im Rathaus Abtei an. Anmeldungen sind ab sofort bis zum 28. Juli möglich.
In den Sprechstunden haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen und Anregungen persönlich an den Oberbürgermeister zu wenden.
Anmeldungen sind online unter www.stadt.mg/OB-Sprechstunde möglich. Telefonisch ist das Team Bürgerdialog unter der Rufnummer 02161 25 2557 erreichbar.
Im Vorfeld der Sprechstunde erhalten die Bürgerinnen und Bürger eine Rückmeldung, ob ihr Gesprächswunsch erfüllt werden kann.
Die Bezirksvertretung Süd hat beschlossen, in der nächsten öffentlichen Sitzung am 11.09.2024 wieder eine Anregungs- und Fragestunde durchzuführen, bei der Politik und Verwaltung Rede und Antwort stehen. Frageberechtigt sind alle im Stadtbezirk Süd wohnenden Einwohner*innen.
Die Bürger*innen werden gebeten, ihre Fragen oder Anregungen bis spätestens 09.08.2024 bei der Bezirksverwaltungsstelle schriftlich einzureichen (Postadresse: Stadtverwaltung, Bezirksverwaltungsstelle Süd, 41050 Mönchengladbach oder E-Mail: Bezirksverwaltung-Sued@moenchengladbach.de ).
Frageberechtigt sind die Einwohner*innen des Stadtbezirkes. Zulässig sind alle Fragen und Anregungen, die in die Zuständigkeit der Bezirksvertretung Süd fallen. Die Fragen müssen kurzgefasst sein. Sie dürfen keine Feststellungen oder Wertungen enthalten. Zu jeder Anfrage besteht die Gelegenheit, das Thema selber kurz vorzutragen. Der Wortbeitrag ist dabei auf fünf Minuten beschränkt. Auf die Antworten von Politik und Verwaltung sind bis zu zwei Rückfragen möglich. Fragen, die in der Sitzung nicht sofort beantwortet werden können, werden schriftlich beantwortet. Alle Bürger*innen des Stadtbezirks Süd sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Die Bezirksvertretung des Stadtbezirks Ost hat beschlossen, in ihrer nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, den 10.09.2024, erneut eine Einwohnerfragestunde abzuhalten.
Frageberechtigt sind alle Einwohner*innen des Stadtbezirks Ost. Zulässig sind alle Fragen, die in die Zuständigkeit der Bezirksvertretung fallen und deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk Ost hinausgeht.
Da die Dauer der Fragestunde zeitlich begrenzt ist, ist nur eine Anfrage pro Fragesteller zulässig. Die Frage muss kurzgefasst sein, darf keine Feststellungen oder Wertungen enthalten und kann bis zu zwei Zusatzfragen enthalten.
Wer eine Frage an das Gremium stellen möchte, kann diese bis zum 09.08.2024 schriftlich einreichen. Das geht per E-Mail an Bezirksverwaltung-Ost@moenchengladbach.de oder auf dem Postweg an die Bezirksverwaltungsstelle Ost, Liebfrauenstraße 52, 41066 Mönchengladbach.
Seit mehr als einem Jahr bereichert der umgebaute Spielplatz Beller Mühle die Mönchengladbacher Spielplatzlandschaft.
Seither wird der Spielplatz von Kindern aller Altersklassen und ihren Eltern sehr gut angenommen. Während Krabbelkinder beispielsweise erste Erfahrungen mit Sand, beim Rutschen oder mit dem Schwung einer Babyschaukel machen können, stehen größeren Kindern zum Auspowern und Austesten von Kraft und Geschicklichkeit unter anderem verschiedene Klettermöglichkeiten, eine Multisportanlage zum Fußball- und Basketballspielen sowie ein Fitnessbereich zur Verfügung. Auch ein Picknickbereich lädt zum Verweilen ein.
Zum Alltag einer Familie mit kleinen Kindern gehört aber ebenso das Wickeln, das nun durch das neu installierte Wickelboard erleichtert wird. Der speziell zum Einsatz im Freien gedachte und aus robusten Materialien gebaute Wickeltisch ist eine geschützte Liegefläche, die die Intimsphäre des Kindes wahrt, Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und einen bedürfnisgerechten Ort für die Körperpflege bietet. Das Windelwechseln gehört zu den elementaren Grundbedürfnissen von Säuglingen und Kleinkindern und stellt gleichermaßen einen intimen Moment zwischen dem Kind und der wickelnden Person dar.
Das Wickelboard ist ein weiterer Schritt hin zu einer familienfreundlichen Raumgestaltung in der Stadt und an öffentlichen Orten. Mönchengladbach ist seit 2019 als “stillfreundliche Kommune” vom Hebammenverband zertifiziert und weist neben Orten zum Stillen auch Wickelgelegenheiten im öffentlichen Raum aus. Durch die Kampagne des Landesverbandes der Hebammen NRW sollen das Stillen und auch die Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit gefördert werden. Denn Muttermilch ist die optimale Ernährung für Säuglinge und dient der Gesundheit von Mutter und Kind.
Am Sonntag, 21. Juli 2024, findet der letzte offene Sonntag im TextilTechnikum (13-17 Uhr) in den Sommermonaten statt.
Ab 14 Uhr gibt es eine kostenlose historische Führung für Erwachsene mit Magnus Brühl. Inhalt ist u.a. ein Überblick über die Geschichte der Textilindustrie und -herstellung. Die Dauer beträgt in der Regel 60 Minuten.
In der folgenden Woche bleibt das TextilTechnikum von Freitag, 26. Juli, bis einschließlich Sonntag, 18. August, aufgrund einer temperaturbedingten Sommerpause geschlossen. Im August findet daher kein offener Sonntag statt.
Die Initiative Hey!Rheydt macht am 20. Juli TamTam zur Marktzeit auf dem Rheydter Wochenmarkt. Zusammen mit Kindern suchen sie von 11 bis 13 Uhr den Rhythmus und probieren tolle Draußen-Spiele vom Gummi-Twist bis zum Schwungtuch aus der mitgebrachten Spielekiste aus. Um Spuren und Strukturen geht es dann noch beim Erstellen von Frottagen mit Wachsmalstiften auf Papier.
Kinder und Familien sind eingeladen mitzumachen und eine gute Zeit zu haben.
Hey! Rheydt macht immer wieder mit kleinen Aktionen wie dem TamTam in Parks auf den öffentlichen Raum für Kinder aufmerksam und fordert eine kinderfreundliche Gestaltung des Stadtraums.
Innerhalb der Sommerferien verwandelt mags in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familien eine der Rasenflächen auf dem Marktplatz Rheydt in einen Niedrigseilparcours.
Auf einem Seil balancieren, wackelnde Elemente überqueren, hangeln und klettern – diese Möglichkeiten bietet bald ein Niedrigseilparcours, der auf dem Rheydter Markt Einzug hält. Die ersten Vorbereitungen haben bereits begonnen. Auf der Rasenfläche in unmittelbarer Nähe zum Brunnen sind die Enzis verschwunden. Ein Teil der Möbelelemente verbleibt auf der Rasenfläche zur Kirche, drei Stück stehen inzwischen im Hugo-Junkers-Park. Jetzt heißt es Fläche frei und die Erdarbeiten können beginnen. Im Anschluss folgt der Einbau des neuen Spielgeräts. Läuft alles nach Plan, dann können sich Kinder ab Ende August/Anfang September auf dem Rheydter Marktplatz ordentlich austoben. Bei der Umsetzung der Maßnahme arbeitet die mags-Spielplatzunterhaltung mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Hand in Hand. Für das Spielgerät und den Fallschutz investiert die Stadt gut 50.000 Euro.
Um weitere Kosten zu sparen, stellt mags eine Kolonne und übernimmt Bauzaun, Erdarbeiten, Schottereinbau und Flächenanschluss/-wiederherstellung und die sicherheitstechnische Prüfung.
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in unser aller Alltag.
Doch rund die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland fühlt sich von ChatGPT und Co. überfordert, wie eine repräsentative Umfrage zum bundesweiten Digitaltag 2024 ergeben hat. Um Berührungsängste zu überwinden, greifen Volkshochschulen in NRW das Thema Künstliche Intelligenz und Anwendungen wie ChatGPT deshalb zunehmend in ihren Kursen auf. Zudem hat der vhs-Landesverband an einer Taskforce “Künstliche Intelligenz im Bildungswesen” mitgewirkt. Koordiniert vom Center for Advanced Internet Studies (CAIS) wurden Empfehlungen an die Landesregierung formuliert, wie ein verantwortungsbewusster und nachhaltiger Umgang mit Künstlicher Intelligenz in Schulen, Hochschulen und in der Weiterbildung gestaltet werden sollte.
“Künstliche Intelligenz bietet große Chancen, wenn wir möglichst viele Menschen dazu befähigen, die Technologie verantwortungsvoll zu nutzen”, sagt Celia Sokolowsky. Die Vorstandsvorsitzende des vhs-Landesverbands hat in der Task-Force die Perspektive der gemeinwohlorientierten Weiterbildung vertreten.
Aus Sicht der Volkshochschulen sollten Menschen in jedem Alter und ungeachtet ihrer Vorkenntnisse die Gelegenheit haben, die vielfältigen Einsatzgebiete von KI zu verstehen, aber auch KI-Tools kennenzulernen und sie sinnvoll einzusetzen. Die Innovationen im Bereich KI setzen lebenslanges Lernen voraus, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Gleichzeitig kann KI aber auch das Lehren und Lernen selbst unterstützen. “Die Teilnehmenden in unseren Kursen sind sehr verschieden und das gilt auch für unsere Dozentinnen und Dozenten. Und häufig sind sie bisher nicht auf KI vorbereitet. Wir brauchen daher unterschiedliche Kursangebote und auch Qualifizierungen. Das Spektrum reicht von KI-Grundlagenkenntnissen über spezifisches Anwendungswissen bis hin zu fundierten Data-Science-Kompetenzen. Wir freuen uns über die Unterstützung der Landesregierung, um bedarfsgerechte Kursangebote zu konzipieren und unsere Lehrkräfte fortzubilden”, betont Celia Sokolowsky.
Auch die Volkshochschule Mönchengladbach greift das Thema Künstliche Intelligenz auf. Das Programm für Herbst/Winter 2024 enthält folgende Kurse:
KI-Schreiblabor für Kreatives Schreiben und Storytelling Sa., 7.9., 11:00 Uhr
Der elektronische Spiegel: Menschliches Denken und Künstliche Intelligenz So., 3.11., 19:30 Uhr
Crashkurs Midjourney: Bildgenerierung mit Künstlicher Intelligenz Sa., 16.11., 11:00 Uhr
KI im Unternehmen – wie gelingt ein vertrauenswürdiger Einsatz? Di., 3.12., 19:30 Uhr
Alle weiteren Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.vhs-mg.de
Der Fachbereich Geoinformation ist weiterer Zwischennutzer an der Theodor-Heuss-Straße.
Perspektivisch soll hier der Wissens- und Innovationscampus entstehen Mit dem Einzug von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ist weiteres Leben in das alte Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße gekommen. Im Frühjahr waren bereits die Texturelab GmbH und die WICMG GmbH eingezogen; und auch der Wissenscampus e.V. hat begonnen, sich Räume herzurichten. Seit Mai sind nun die achtzig Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Geoinformation im ersten Obergeschoss des zur Straße gelegenen Gebäuderiegels hinzugekommen. Bei einem Ortstermin verschafften sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz einen persönlichen Eindruck der neuen Arbeitsstätte.
Von links: Mitarbeiter Dieter Neuville gibt Einblicke in seinen neuen Arbeitsplatz für Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz, stv. Fachbereichsleiterin Jana Eujen sowie Ernst Bremberg (WICMG GmbH), Maurice Passage, Katja Becker-Lis und Peter Thomassen (alle gmmg). Gruppenfoto WICMG (Copyright: Stadt MG)
Der Ort der Interimsunterbringung ist diesmal aus Sicht der Stadt aber ein ganz besonderer. Denn das Areal des alten Polizeipräsidiums entwickelt die Stadttochter WICMG GmbH in den kommenden Jahren zu einem Wissens- und Innovationscampus – eines der größten Strukturwandelprojekte der Region. “Es passt sehr gut, dass fast zeitgleich mit dem WIC e.V. genau der Fachbereich Geoinformation hier auf den künftigen Campus zieht”, befand Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. “Denn auch die Stadtverwaltung investiert viel in Aus- und Weiterbildung. Als modern aufgestellter ausbildender Bereich steht der Fachbereich Geoinformation für die Wissensvermittlung und hat zudem ein hochinnovatives Arbeitsfeld – etwa durch den Digitalen Zwilling der Stadt, der hier aufgebaut wird.”
Die insgesamt 80 Beschäftigten des Fachbereichs Geoinformation haben ihre Büros nun in den Räumen des ehemaligen Polizeipräsidiums Gruppenfoto WICMG; Copyright: Stadt MG
Oberbürgermeister Felix Heinrichs sieht gleich zwei Ziele mit dem Umzug erreicht: “Mir ist es wichtig, dass wir das Mega-Strukturwandelprojekt Wissens- und Innovationscampus an den Start bringen und das Gelände mit Leben füllen. Zweitens müssen dringend die Beschäftigten der Stadtverwaltung bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Dieser Umzug wird uns auch viele Informationen und Erfahrungen liefern, wenn wir zukünftig Ansiedlungen auf dem WIC und Umzüge von Verwaltungseinheiten vornehmen.”
“Als Fachbereich sitzen wir erstmals zusammen”
Viele Mitarbeitende des Fachbereichs saßen aufgrund einer Schimmelproblematik in Teilen des Verwaltungstraktes im Rheydter Sparkassengebäude zuletzt sehr beengt oder machten vermehrt Home Office. Dafür konnte nun Abhilfe geschaffen werden. “Wir sitzen als Fachbereich erstmals alle zusammen auf einem Flur und haben eigene Sozialräume”, sagt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Jana Eujen. Mit viel Engagement hatten sich ihr Team, das Gebäudemanagement der Stadt (gmmg), der Fachbereich Organisation und IT und die zuständige WICMG GmbH als Vermieterin daran begeben, aus dem denkmalgeschützten Altbau einen modernen Arbeitsplatz auf Zeit zu machen.
Dazu wurden unter anderem eine neue Gasbrennwerttherme eingebaut und Gas- und Wasserleitungen im Keller verlegt. Auch Waschbecken und WCs wurden erneuert, Wände und Türen gestrichen eine Brandschutztüre versetzt. Im gesamten Trakt sind Elektro- und LAN-Leitungen gezogen worden, sodass der Standort ans Vitusnetz der Stadtverwaltung angeschlossen ist. Schwimmend verlegte Teppichfliesen sorgen in den Büros für mehr Behaglichkeit und eine bessere Akustik.
Über das Projekt Wissens- und Innovationscampus Die Wissens- und Innovationscampus GmbH (WICMG) ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit dem Verein Wissenscampus e.V., auf dem 3,5 Hektar großen Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums, mitten zwischen Gladbach und Rheydt und in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Niederrhein, einen Ort für den Wissenstransfer, für Innovationen und Gründerkultur zu schaffen. Feste Bausteine des Projektes sind etwa die Junior Uni, die Gründungsfabrik und das Bildungsprojekt für MINT-Fächer “SkillzUp”, die allesamt bereits ihre Arbeit aufgenommen haben – bislang an provisorischen Standorten. Während der mehrjährigen Planungsphase für den Campus, die nun begonnen hat, wird der lange Jahre leerstehende Gebäudekomplex in Teilen zwischengenutzt.
Keramikschaffende aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zeigen ihre Erzeugnisse aus Ton und Porzellan in ihrer ganzen Vielfalt.
Gefäße und Plastiken, Steinzeug und Porzellan, zum Anschauen oder zum Gebrauch, für die Wohnung oder den Garten, werden zum Kauf angeboten. Der Markt lädt zum Flanieren und Verweilen, zum Schauen und zum Kaufen auf den Innenhöfen von Schloss Rheydt ein.
Der Töpfermarkt findet am Samstag, 20. Juli, von 10 bis 18 Uhr und Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 17 Uhr unter freiem Himmel auf dem historischen Gelände des Schlosses statt, für Besucher wird kein Eintritt erhoben. Zudem können sie an beiden Tagen eintrittsfrei das eindrucksvolle Herrenhaus von Schloss Rheydt mitsamt der neugestalteten Dauerausstellung besuchen.
Neben der großen Auswahl bietet der diesjährige Töpfermarkt auch ein attraktives Programm für Kinder. Museumspädagogische Vermittlerinnen geben die Möglichkeit, aus dem Werkstoff Ton etwas Eigenes zu formen. Außerdem können in diesem Jahr zum ersten Mal bunte Samenkugeln gebastelt werden, um überall wilde Blumenwiesen anzupflanzen! Das Angebot ist für Kinder kostenfrei.
Auch für das leibliche Wohl des Publikums ist im besonderen Ambiente der historischen Schlosshöfe gesorgt. Weitere Informationen zu den Ausstellern und zum Markt gibt es auch auf der Internetseite des Museums Schloss Rheydt: https://schlossrheydt.de/toepfermarkt1/
Zum Start des Schuljahrs 2025/2026 wird es in Mönchengladbach zwei neue Grundschulen geben.
So wird der bisherige Teilstandort der Vitusschule “Am Ringerberg” zu einer eigenständigen Grundschule. Außerdem wird an der Wilhelm-Strauß-Straße eine neue Grundschule entstehen. Die Beschreibung “neu” trifft es bei beiden Grundschulen in unterschiedlichster Ausprägung nicht ganz. In beiden Fällen werden die Grundschulen in bereits bestehenden Gebäuden untergebracht. Außerdem bleiben bei der Grundschule Ringerberg die bisherigen Klassen und zum Teil auch die Lehrkräfte, die bisher an diesem Teilstandort der Vitusschule gewesen sind, dort auch im neuen eigenständigen System.
“Bei der Vitusschule war dies auch ein ausdrücklicher Wunsch der Schulkonferenz”, erklärt Bildungsdezernentin Christiane Schüßler. “Insgesamt ist die Grundschule so gewachsen, dass es einfach Sinn macht, wieder zwei eigenständige Systeme daraus zu machen. So kann den jeweiligen Bedürfnissen an den unterschiedlichen Schulstandorten deutlich besser entsprochen werden.”
Aktuell sind es am jetzigen Teilstandort jeweils zwei Parallelklassen in einem Jahrgang. Und so sollen auch im Schuljahr 2025/2026 zwei erste Klassen an der Grundschule Am Ringerberg folgen. “Für die Lehrkräfte ist dies dann auch deutlich einfacher”, berichtet Schulamtsdirektoren Anke Paukovic. “Einige sind jetzt schon hauptsächlich am Teilstandort gewesen, aber es musste doch auch zwischen Hauptstandort und Teilstandort gependelt werden. Abstimmungen im Kollegium und ähnliches werden so in einem eigenständigen System nun natürlich deutlich einfacher.”
Auch an der Wilhelm-Strauß-Straße findet bereits Unterricht statt. Hier gehen aktuell die Kinder der noch dritten, im kommenden Schuljahr dann vierten Klassen der Grundschule Waisenhausstraße als Teilstandort zur Schule. Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird hier dann eine komplett eigenständige neue Grundschule öffnen. “Aktuell können hier ja bereits zwei Klassen unterrichtet werden und die Sanierung des Gebäudes läuft parallel weiter, so dass die jeweils nächsten ersten Klassen und die dann zweiten Klassen hier unterrichtet werden können”, berichtet Schüßler. Für die dann wachsende neue Grundschule stehen also mit den fortschreitenden Sanierungen auch die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung.
Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung der Errichtung der beiden Grundschulen zugestimmt. Neben der entsprechenden Ausstattung der Räumlichkeiten bedeutet dies unter anderem Personalkosten, die auf die Stadt zukommen. So stellt und finanziert die Stadt als Schulträger unter anderem das Personal für die Hausmeistertätigkeiten und das Schulsekretariat. Außerdem sollen beide Grundschulen Schulen des Offenen Ganztags werden.
Mit Blick auf die Entwicklung der Zahlen geht Schüßler dabei davon aus, dass noch weitere Grundschulen hinzukommen werden: “Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt noch weiter an. Die Entscheidung für die beiden Grundschulen ist deswegen wirklich notwendig gewesen, um den Bedarfen zu entsprechen. Ich gehe aber mit Blick auf die Prognosen davon aus, dass wir in den nächsten fünf Jahren noch zwei bis drei neue Grundschulen brauchen werden. Hier gilt gerade im Bereich der Grundschule, dass den Kindern kurze Wege ermöglicht werden sollen. Aber auch für die meist multiprofessionellen Teams an Schulen, zu denen zum Beispiel oft auch Sozialpädagoginnen und –Pädagogen zählen, ist es wichtig, dass sie sich wohlfühlen und einzelne Schulen nicht zu riesigen Systemen werden.”
Die Stadt Mönchengladbach wird zukünftig die Gedenkstätte für die Jüdische Gemeinde Mönchengladbach-Viersen finanziell unterstützen. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung (3. Juli) einstimmig beschlossen, dass ein noch zu gründender Förderverein für die Finanzierung der Nebenkosten sowie des Instandhaltungsbedarfs des historisch bedeutsamen Gebäudes “Rektoratstraße” jährlich 10.000 Euro erhalten wird.
Das Gebäude mit der heutigen Anschrift “Rektoratstraße 10, 41747 Viersen” wurde im Jahr 1862 erbaut. Nach dem Kauf durch Nathan Liefmann wurde es seit dem 11. März 1863 als jüdische Volksschule genutzt. Außerdem befand sich ein Betsaal in dem Haus. Am 13. März 1895 ging das Gebäude in das Eigentum der jüdischen Spezialgemeinde Viersen über.
Am 14. April 1942 erfolgte die öffentliche Enteignung. Die Stadtwerke Viersen wurden Eigentümer und Nutznießer von Haus und Grundstück, bevor sie die Immobilie an private Nutznießer weiterveräußerten, die dieses Haus dann als privates Wohnhaus nutzten. Eine an der Außenmauer des Hauses angebrachte Gedenktafel erinnert an die jüdische Vergangenheit des Hauses.
Da die derzeitigen Eigentümer aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände eine Verkaufsbereitschaft signalisiert haben, besteht erstmalig nach der Enteignung in der Zeit des NS-Regimes die Möglichkeit, dieses Gebäude anzukaufen und in Würdigung seiner historischen, kulturellen und religiösen Bedeutung künftig als Gedenkstätte und Ort der aktiven und öffentlich wahrnehmbaren Erinnerungskultur in der Region zu nutzen.
Die Ausgestaltung des Konzeptes einer an der Rektoratstraße möglichen Gedenkstätte legt räumlich und inhaltlich Anknüpfungspunkte mit regionalen Institutionen und Angeboten nahe. Die Jüdische Gemeinde Mönchengladbach-Viersen möchte dort als Ergänzung zu der Synagoge in Mönchengladbach dem kulturellen und historischen Teil der Erinnerungskultur für alle Opfergruppen der NS-Zeit eine Heimat geben.
Auch wenn der konkrete Ort auf dem Gebiet der Stadt Viersen liegt, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe für Menschen beider Städte. Denkbar sind beispielsweise die Durchführung von erinnerungskulturellen Angeboten für Schulklassen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Workshops.
Da die Jüdische Gemeinde ebenfalls für beide Gebietskörperschaften zuständig ist, bietet sich an, dass auch beide Kommunen das Projekt unterstützen. Die Jüdische Gemeinde arbeitet zurzeit an der Gründung eines Fördervereins für die Trägerschaft der Gedenkstätte, der dann auch Empfänger der Zuwendungen der beiden Städte werden sollte. Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs ist dies ein wichtiger Baustein in Bezug auf die Erinnerungskultur: “In der heutigen Zeit sind stärkere Ausprägungen von Nationalismus, Antisemitismus und allgemein eine zunehmende rechte und rechtsradikale Tendenz in Politik und Gesellschaft spür- und messbar. Die Städte Mönchengladbach und Viersen beziehen mit demokratiestärkenden und antifaschistischen Statements und Demonstrationen eindeutig Stellung. Eine Gedenkstätte, die Ursachen, Wirken und Folgen des nationalsozialistischen Systems (1933 bis 1945) im lokalgeschichtlichen Kontext und mit eindeutigem räumlichen Bezug darstellt, bietet die Möglichkeit, präventiv tätig zu werden, einen dauerhaft wahrnehmbaren Ort der Erinnerungskultur zu etablieren und zugleich für eine starke Gemeinschaft zwischen Mönchengladbach und Viersen einzutreten.”
Um in Krisenzeiten zukünftig keine Turnhallen mehr für die Unterbringung von Geflüchteten nutzen zu müssen, hatte die Verwaltung den Bau einer Erstaufnahmeeinrichtung für 150 Personen auf einem städtischen Grundstück in Mönchengladbach-Holt vorgeschlagen.
Über die Vorlage sollte im laufenden Ratszug beraten und diese Woche im Rat abschließend entschieden werden. Die intensiven Diskussionen in den Fachausschüssen blieben letztlich ohne Beschlussempfehlung.
Die Vorlage wird für die morgige Ratssitzung zurückgezogen.
“Die Diskussionen der vergangenen Wochen in den Ratsgremien und auch im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern haben gezeigt, dass es noch viele Fragen und sehr unterschiedliche Einschätzungen in den Fraktionen und in der Öffentlichkeit zu dem Projekt gibt. Da zudem aktuell die Unterkünfte nicht ausgelastet sind und daher kein akuter Handlungsdruck besteht, habe ich entschieden, die Vorlage in der aktuellen Fassung zurückzuziehen und dem Rat zu gegebener Zeit einen neuen Vorschlag zu unterbreiten”, begründet Oberbürgermeister Felix Heinrichs den Schritt.
“Sollte es zwischenzeitlich zu Zuweisungen von geflüchteten Menschen kommen, werden wir als Verwaltung – wie in den vergangenen zehn Jahren praktiziert – kurzfristig und pragmatisch handeln, um unserer gesetzlichen und humanitären Verpflichtung gerecht zu werden. Bedanken möchte ich mich für den sachlichen und fairen Austausch, insbesondere auch bei den Anwohnerinnen und Anwohner in Holt.”
Die Verwaltung habe in einer Phase, in der Mönchengladbach anders als viele andere Städte nicht unter dem akuten Druck stehe, geflüchtete Menschen in hoher Zahl unterbringen zu müssen, einen nachhaltigen Vorschlag zur Neuordnung der kommunalen Unterkünfte unterbreitet. Die kommunale Erstaufnahmeeinrichtung sollte geplant und umgesetzt werden, bevor die nächste Flüchtlingskrise die Stadt dazu zwingt, wieder Turnhallen belegen und unverhältnismäßig teure Notunterkünfte errichten zu müssen. “Bei den Kolleginnen und Kollegen, die zahlreiche Optionen geprüft und das Projekt mit großer Sorgfalt vorbereitet haben, möchte ich mich ausdrücklich bedanken”, so Heinrichs.
Die zur Verfügung stehenden Mittel inklusive der Sonderzuweisung in Höhe von 9,7 Millionen Euro werden in jedem Fall für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten benötigt und eingesetzt. Mit Blick auf die hohen finanziellen Belastungen, die den Kommunen in dem Bereich entstehen, mahnt Heinrichs mehr Unterstützung durch Bund und Länder an: “Es bedarf endlich einer kostendeckenden Dauerfinanzierung der Kommunen, damit wir nicht nur die Unterbringung, sondern auch die Integration besser ermöglichen können.”
Beim Sommerferienprogramm des Museums Schloss Rheydt gibt es noch freie Plätze. In verschiedenen Kursen gibt es die Möglichkeit, auf Zeitreise zu gehen. Genauso können Kinder und Jugendliche kreativ werden und die Natur um das Schloss erkunden. Eine Übersicht über alle Kurse gibt es auf der Internetseite des Museums: https://schlossrheydt.de/ferienprogramm-fuer-kinder/
Eine Machbarkeitsstudie zeigt, was im Karstadtgebäude möglich sein könnte.
Die Stadt ist auf dem Weg zu einem neuen Verwaltungsgebäude in Rheydt zwei wesentliche Schritte weiter. Mit Abschluss der sogenannten Leistungsphase II wurde die Vorplanung für das Bauteil A (Altes Rathaus) bis Ende Mai abgeschlossen. Dabei wurde der bisher abgesteckte Kostenrahmen zur Kostenschätzung ausgearbeitet – und dabei eingehalten. Darüber hinaus liefert eine Machbarkeitsstudie für das Karstadt-und Verwaltungs-Gebäude (Bauteil B) die Basis für ein zukünftiges Nutzungskonzept. In dem 2023 neu aufgesetzten Planungsprozess wurden wesentliche Bausteine des Vorgängerprojektes aufgegriffen. Moderne Arbeitswelten, nachhaltiges Bauen und gelungener Bürgerservice sind weiterhin wesentliche Pfeiler des Projekts. Gleichzeitig ist es dem Projektteam im Rathaus, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung “Neues Verwaltungsgebäude Rheydt” (EäE NVR) und sop Architekten gelungen, diese Anforderungen deutlich effizienter und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt Mönchengladbach abzubilden und dazu belastbare Ergebnisse vorzulegen.
“Nach nur neun Monaten machen die aktuellen Meilensteine deutlich, dass sich der Re-Start des Projektes auszahlt. Auf nur zwei statt ehemals drei Baufeldern können wir im Alten Rathaus und perspektivisch wohl auch im Karstadt-Gebäude moderne Arbeitswelten für genauso viele Beschäftigte schaffen wie bei der vorangegangenen Planung. Auch eine KiTa sehen wir dabei vor. Gleichzeitig bleibt das neue Rathaus durch die geplante Bürgerhalle – auch ohne vorgelagerten Glasriegel – das transparente und freundliche Gesicht der Verwaltung für ihre Bürgerinnen und Bürger”, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Er unterstreicht: “Dass wir bei dieser Lösung deutlich unter den prognostizierten Maximalkosten liegen und ohne aufwendige Bebauungsplanänderung auskommen, beweist den richtigen Kurs, den wir eingeschlagen haben. Ich bedanke mich bei allen, die hieran mitgewirkt haben!”
Da das Sparkassengebäude nicht mehr Bestandteil der Planungen ist, erstreckt sich die Planung auf die Bauteile A und B im Karree zwischen Limitenstraße und Marktstraße, Stresemannstraße und Marktplatz. Der ursprünglich geplante, zum Markt ausgerichtete, gläserne Riegel weicht einer zurückhaltenden Bebauung, die sich in der Gebäudetypologie den denkmalgeschützten Gebäudeteilen anpasst. Über eine Brücke über der Gasse Am Neumarkt werden die Gebäudeteile A und B miteinander verbunden. Mit den Abrissarbeiten für das Bauteil A soll in 2025 begonnen werden. Mit dem Umzug von Verwaltungseinheiten aus der Wilhelm-Strauß-Straße (Fachbereiche 10 und 11 im August) und der Sandradstraße (Dezernat II, Fachbereich 20 und II/B im Dezember) in die beiden von der Santander Bank angemieteten Gebäudeblöcke im Nordpark nimmt auch das Thema “Interim” deutlich an Fahrt auf. Damit unternimmt die Stadt kurzfristig wichtige erste Schritte, um die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.
Insgesamt markiert die aktuelle Planung eine deutliche Trennung zwischen Service- und Verwaltungsbereich. Dank Desk Sharing sollen Bauteil A und B zusammen einmal offene Arbeits- und modernen Bürowelten für bis zu 1.900 Mitarbeitende bieten – in etwa so viel, wie bei der vorangegangenen Planung auf drei Baufelder verteilt wurden. Der Raum dafür ergibt sich vor allem aus der veränderten Architektur und der angepassten Gebäudekubatur. Konkret sieht die Vorplanung für Bauteil A 629 Schreibtische für bis zu 900 Mitarbeitende vor. Zum Vergleich: In den aktuell genutzten Teilflächen des Baufelds A (Kommandantur bis hist. Rathaus, ohne Karstadt) arbeiten rund 250 Beschäftigte. Im Bauteil B könnten laut Machbarkeitsstudie einmal bis zu 746 weitere Schreibtische für rund 1.000 Mitarbeitende hinzukommen.
Zwischennutzung im Karstadt-Gebäude
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Rathaus-Planung ist es, dass das Projekt in Bauabschnitten realisiert wird. Für den Bauteil A soll die Politik Ende Juni zunächst die nun fertiggestellte Vorplanung verabschieden. Voraussichtlich für Dezember wird der finale Bau- und Investitionsbeschluss durch den Rat angestrebt, bevor 2025 erste Abrissarbeiten beginnen. Für den Bauteil B zeigt die aktuelle Machbarkeitsstudie auf, was perspektivisch möglich ist. In einem ersten Schritt soll hier für die nächsten vier bis fünf Jahre zunächst eine Zwischennutzung in Anlehnung an die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie realisiert werden. Nach den Sommerferien möchte die Verwaltung gemeinsam mit ihrer Entwicklungsgesellschaft EWMG einen Plan für die Zwischennutzung des Erdgeschosses vorlegen, um den Leerstand schnellstmöglich zu beenden.
“Mit dem Rathaus-Neubau erfüllen wir ganzheitliche Ansprüche an moderne Arbeitswelten, effizienten Service und die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger”, erklärt die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. “Gleichzeitig bleibt es eines der wichtigsten Ziele, einen Impuls für den Standort Rheydt zu setzen. Deshalb wurde auch bereits eine Machbarkeitsstudie für das ehemalige Karststadtgebäude erstellt. Hier könnte zum Beispiel die Stadtteil- und Familienbibliothek ins Erdgeschoss an die Marktseite ziehen und ein Konferenz- und Veranstaltungsbereich eingerichtet werden. Außerdem könnte durch den Bereich für die Fahrradmobilität im Erdgeschoss zur Stresemannstraße hin sichergestellt werden, dass dieser moderne Verwaltungs- und Begegnungsstandort für alle sehr gut zu erreichen ist.”
Ein wesentlicher Bestandteil der Neubau-Planungen ist neben den modernen Arbeitswelten, die entstehen sollen, die nachhaltige Bauweise, die bei dem Vorhaben zugrunde gelegt wird. Merkmale sind etwa die Nutzung von Geothermie zur Wärme- und Kälteversorgung, die nachhaltige Auswahl von recycleten oder recyclefähigen Baustoffen im Sinne des kreislaufwirtschaftlichen Cradle-to-Cradle-Prinzips sowie die natürliche Belüftung des Gebäudes über Ansaugbauwerke. Indem die Verwaltung in einem nachhaltigen Neubau konzentriert wird, kann die aufwändige energetische Sanierung bestehender Standorte eingespart werden. Somit zahlt sich das Vorhaben langfristig auch wirtschaftlich für Mönchengladbach aus. Mit dem Projekt setzt die Stadt zudem wichtige Punkte der städtischen Gesamtstrategie um, in der sie sich unter anderem auferlegt hat, die Verwaltung auf die Zukunft auszurichten und Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihrem Handeln zu priorisieren.
Gesamtkosten liegen im Rahmen – und auch die “Umweltbilanz” stimmt Die Gesamtkosten des Neuen Verwaltungsgebäudes Rheydt (Bauteil A) liegen selbst nach Erweiterung des Raumprogramms mit rund 108 Millionen Euro unter den im August vergangenen Jahres prognostizierten Maximalkosten einschließlich Risikozuschlag von rund 120 Millionen Euro. In den Gesamtkosten enthalten sind die Kosten für den Neubau auf dem Baufeld A (rund 98 Millionen Euro), die Kosten für die Teilsanierung der unter Denkmalschutz stehenden Bestandsbauten Altes Rathaus und Kommandantur (voraussichtlich 8,6 Millionen Euro) sowie für die Errichtung einer KiTa (rund 1 Millionen Euro) und für die gläserne Verbindungsbrücke zwischen den Gebäudeteilen A und B (rund 380.000 Euro).
Das zweite bis vierte Geschoss in beiden Bauteilen soll ausschließlich für die Arbeitswelten der Verwaltungsfläche genutzt werden. Auffälligstes Architekturmerkmal der Vorplanung für Bauteil A ist eine Glasfront zwischen den beiden denkmalgeschützten Bereichen, der früheren preußischen Bezirkskommandantur und dem historischen Rathaus. Die Glasfassade zwischen den Denkmälern bildet zugleich den Hauptzugang in einen dahinterliegenden und neu zu errichtenden Gebäudetrakt: die über zwei Geschosse offene Bürgerhalle. Hier empfängt die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger und bietet Ihnen Serviceleistungen an. Im Sinne einer Begegnungsstätte werden hier auch Veranstaltungen stattfinden. Wesentliche Bestandteile der “Bürgerhalle” sind geschützte Beratungsboxen und Servicepoints. Der lichtdurchflutete Bauteil setzt sich über eine breite Treppe im ersten Obergeschoss in Richtung Karstadt-Gebäude fort und soll über eine Brücke mit diesem verbunden werden.
Auch eine KiTa für zwei Gruppen ist im Bauteil A geplant, und zwar im Erdgeschoss des Eckbereichs der Stresemannstraße und der Gasse Am Neumarkt. Ebenso soll im Bereich der heutigen Toreinfahrt in den Innenhof des alten Rathauses an der Limitenstraße die Infrastruktur für ein Bistro geschaffen werden. Im Bauteil B (Karstadt) skizziert die Machbarkeitsstudie im ersten Obergeschoss marktseitig weitere Flächen für Beratungsboxen, zu denen man aus dem Bauteil A kommend über die geplante Verbindungsbrücke gelangt. Hier sieht die Studie also eine potentielle Erweiterung der Bürgerhalle aus Bauteil A. Im rückwärtigen Bereich könnten sich Flächen für Veranstaltungen und Konferenzräume mit separatem Zugang von der Stresemannstraße aus anschließen. Im Erdgeschoss des ehemaligen Karstadt-Gebäudes wären analog zu den Überlegungen einer Zwischennutzung ein Bereich für Fahrradmobilität und zum Markt hin die Stadtteil- und Familienbibliothek gute Optionen. An dieser Stelle könnte auch ein zweiter Haupteingang in den gesamten Gebäudekomplex entstehen, bei dem die Rolltreppe ins Gebäudeinnere erhalten bliebe. Hervorzuheben ist, dass die aktuelle Machbarkeitsstudie die obersten Geschosse des Karstadt-Gebäudes deutlich weniger massiv ausprägt als zuletzt und stattdessen Flächen für Stadtgrün und eine begehbare Terrasse vorschlägt.