Autor: Redaktion

  • Bezahlbarer Wohnraum für Alle. Bündnispartner stärken bedarfsgerechten Wohnungsmarkt

    Bezahlbarer Wohnraum für Alle.
    Bündnispartner stärken bedarfsgerechten Wohnungsmarkt

    Vor dem Hintergrund, dass auch in Mönchengladbach die Grundstücke und Mieten immer teurer werden, nehmen SPD, Grüne und FDP die Stadt als Eigentümerin von bebaubaren Grundstücken in die Pflicht.

    Nach Meinung der Bündnispartner müssen jetzt die richtigen Ziele gesteckt werden, damit Wohnen für alle Zielgruppen in der Stadt erschwinglich bleibt. Dazu wird die Kooperation am 2. März einen entsprechenden Antrag im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung einbringen.

    „Die Menschen müssen immer größere Teile ihres Nettoeinkommens für das Wohnen ausgeben. Wir sehen nicht tatenlos zu, wie Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wohnungen und angestammten Quartiere verlassen müssen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können“, so die planungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Andrea Koczelnik. „Fakt ist: In Mönchengladbach fallen kontinuierlich Wohnungen aus der sozialen Bindung. So kann es nicht weitergehen, denn hohe Mietpreise und Wohnungsnot verfestigen und verstärken soziale Ungleichheit“, so Koczelnik weiter.

    Im letzten Jahr konnten Pandemie-bedingt nicht alle Fördermittel des Landes für den sozialen Wohnungsbau ausgeschöpft werden. Daher fordern die Ampel-Fraktionen, dass die Verwaltung prüft, wo möglichst kurzfristig öffentlich geförderter Wohnraum realisierbar ist, um in diesem Jahr die Fördermittel komplett auszuschöpfen.

    Neben Neubauvorhaben sollen auch Möglichkeiten der Modernisierung im Bestand genutzt werden. Hier fällt insbesondere der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft eine wichtige Rolle zu.

    Hierzu Andreas Wurff, planungspolitischer Sprecher der Grünen: „Ein größeres, nachfrageorientierteres Angebot an bezahlbaren Wohnungen ist dringend notwendig. Dabei ist der Neubau von öffentlich geförderten und mietpreisgedämpften Wohnungen auf in städtischer Hand befindlichen Grundstücken durch die städtischen Tochterunternehmen deutlich stärker voranzutreiben. Darüber hinaus ist allerdings auch dem Bestandserhalt und der Bestandspflege der vorhandenen kommunalen Wohnungsbestände vor allem in den Innenstadtlagen wesentlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen.“

    Auch Eigentumsbildung – insbesondere für junge Familien – soll neben dem notwendigen Mietwohnungsbau in Mönchengladbach möglich sein, denn gerade Eigentum schafft eine besondere Bindung zur Stadt. Deshalb darf bei der Vergabe von Grundstücken nicht allein der Preis entscheiden. Patrick Lademann-Peters, Sprecher der FDP im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung, ergänzt: „Um bebaubare städtische Flächen zu identifizieren, ist eine schnelle Überarbeitung des Baulückenkatasters der Stadt notwendig. Wir wollen eine sozial ausgewogene Struktur bei Wohnungsbauprojekten erreichen. Hierzu müssen sowohl die Wohnungsbaugesellschaft wie auch weitere Inverstor*innen, die bezahlbaren Wohnraum schaffen, Berücksichtigung finden können“.

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  • Vorstandswahlen: Eine neue Generation Jusos übernimmt Verantwortung

    Vorstandswahlen: Eine neue Generation Jusos übernimmt Verantwortung

    Bei den Jusos Mönchengladbach steht mit der Neuwahl des Vorstandes am kommenden Samstag ein Generationenwechsel an: Nach fünf Jahren an der Spitze stellt sich die bisherige Juso-Vorsitzende Josephine Gauselmann – inzwischen Erste Bürgermeisterin Mönchengladbachs sowie Vorsitzende des Kulturausschusses im Stadtrat – nicht mehr zur Wahl.

    Lin Großmann und Ibrahim Ahmad kandidieren als Doppelspitze für Gauselmanns Nachfolge. Auch die beiden Neuen versprechen, nicht für Langeweile zu sorgen.
    Josephine Gauselmann führte die Geschicke der Jusos seit 2016 als Vorsitzende der einflussreichen SPDJugendorganisation.
    Seit der Kommunalwahl im letzten Herbst ist sie (neben fünf weiteren Jusos) Mitglied im Stadtrat, zusätzlich erste Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses. „Die letzten Jahre – vor allem die Kommunalwahl – haben gezeigt, wie wichtig junge Stimmen in der Politik sind. Das macht es umso wichtiger, den Staffelstab zum richtigen Zeitpunkt an die nächste Generation weiterzugeben. Das gilt gerade auch für uns als politische Jugend: Bei den Jusos ist man schon mit 26 Jahren kurz davor, zur ‚alten Garde‘ zu gehören.“, scherzt sie. Bei der Mitgliederversammlung am kommenden Samstag (Corona-konform komplett digital durchgeführt) stellt sie sich dementsprechend nicht erneut zur Wahl.

    Für ihre Nachfolge kandidieren Lin Großmann (18) und Ibrahim Ahmad (21) als Doppelspitze.
    Auch für den weiteren Vorstand steht ein Generationenwechsel an: Insgesamt kandidieren viele Neumitglieder für den Vorstand, die Meisten davon sind im Laufe des Kommunalwahlkampfes eingetreten.
    „Es begeistert mich immer wieder, wie viel Power und Engagement wir Jusos uns dank des Neumitglieder-Ansturms über die Kommunalwahl hinaus beibehalten haben. Deshalb bin ich für die Juso-Zukunft extrem optimistisch.“, attestiert Gauselmann.
    Ihre potentiellen Nachfolger, Lin Großmann und Ibrahim Ahmad, teilen diesen Optimismus: „Wir freuen uns total darauf, gemeinsam einen so kreativen, bunten und extrem motivierten Verband zu führen!“.

    Lin Großmann war die jüngste Kandidatin Mönchengladbachs zur Kommunalwahl im letzten Jahr und ist inzwischen Mitglied der Bezirksvertretung Nord, zusätzlich steht sie kurz vor ihrem Abitur.
    Ibrahim Ahmad (Student Mathematik und Informatik an der RWTH Aachen) ist seit der letzten Vorstandswahl bereits stellvertretender Juso-Vorsitzender. „Wir Jusos sind auf Basis unserer tollen Zusammenarbeit mit der SPD inzwischen in der Position, echte Veränderungen für junge Menschen nicht nur einzufordern, sondern auch tatsächlich im Stadtrat und den Bezirksvertretungen umzusetzen. Das werden wir weiterhin nutzen und das Sprachrohr der linken Jugend in der Politik sein!“, verspricht Lin Großmann.
    Ibrahim Ahmad ergänzt: „Bequem oder langweilig sind Adjektive, die man vielleicht mit anderen Jugendorganisationen verbindet – wir Jusos wollen mehr, wir wollen mit Schwung und Spaß junge Ideen in die Politik bringen und damit Abwechslung und echte Verbesserungen bewirken!“.

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  • Klaus Barthels ist neuer Leiter des Arbeitskreises „praktisch & ökologisch“

    Klaus Barthels ist neuer Leiter des Arbeitskreises „praktisch & ökologisch“

    Der grüne Baumexperte Klaus Barthels löst den langjährigen Leiter des Arbeitskreises „praktisch & ökologisch“ Hajo Siemes ab.

    Mit Klaus Barthels, Ingenieur für Landespflege, Experte für den Baumbestand in Siedlungsgebieten und jahrelang verantwortlich für die Grünerhaltung der Stadt Köln, übernimmt ein kompetenter Fachmann den Arbeitskreis.

    Der grüne Arbeitskreis praktisch & ökologisch legt Hand an. So konnten in der Vergangenheit ökologische Projekte wie das Anlegen einer „Benjeshecke“ oder dem Aufbau und der Pflege einer Obstwiese, in der Nähe des Naturdenkmals „Galgenberg“ auf der Kamphausener Höhe in Odenkirchen realisiert werden.

    „Wir wollen Schäden am städtischen Baumbestand aufzeigen und Wege erörtern, wie durch praktische Maßnahmen unsere Stadt lebensfreundlicher und gesundheitsfördernder gestaltet werden kann“, erklärt Klaus Barthels.

    Der Dipl. Ing. für Landespflege Klaus Barthels, ist geboren und aufgewachsen in Mönchengladbach und aus tiefster Überzeugung seit 40 Jahren grüner Umweltschützer.

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  • Stadtentwicklung und Naturschutz dürfen kein Widerspruch sein

    Stadtentwicklung und Naturschutz dürfen kein Widerspruch sein

    Die Motorsägen waren in den letzten Tagen und Wochen nicht zu überhören: In der Stadt Mönchengladbach werden derzeit einige Parks und öffentliche Flächen umgestaltet und erneuert.

    Was besonders auffällt: Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen werden oft Bäume gefällt, um sogenannte Angsträume zu beseitigen und neue Planvorhaben umzusetzen – unnötig viele Bäume aus Sicht der Grünen. „Bestehende alte Bäume spielen bei den Planungen immer noch eine nur untergeordnete Rolle“, stellt Bürgermeister Hajo Siemes fest. Er hat den Eindruck, es würden zunächst Ideen und Planentwürfe entwickelt und dann erst stelle man fest, dass der bestehende Baumbestand den neuen Planungen im Wege stehe.

    Hintergrund: Bereits drei Parks und öffentliche Plätze wurden in den letzten Monaten neu überplant: der Platz der Republik hinter dem Gladbacher Hauptbahnhof, der Hans-Jonas-Park in Stadtmitte und der des Geroweiher-Parks.

    Im Zuge der Neugestaltung des Platzes der Republik sollen mehr Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen und dadurch die Aufenthaltsqualität verbessert werden. „Wenn die so genannten Angsträume beseitigt werden, meint das oft, dass Bäume und Sträucher entfernen werden“, sagt Grünen-Politiker Siemes. Der Begriff ließ die Mitglieder der Bezirksvertretung Ost hellhörig werden: Widerstände aus Reihen der Bezirksvertreter bei der Vorstellung der Pläne führten dazu, dass eine Begehung des Platzes mit Planern, Verwaltung und Politik durchgeführt wurde. „Dabei“, so Siemes, „konnten immerhin noch etwa zehn Bäume von insgesamt gut 60 zur Fällung vorgesehenen Bäume erhalten und dennoch Angsträume beseitigt werden.“ Durch die zu weit fortgeschrittene Planung hätten leider nicht noch mehr Bäume vor der Fällung bewahrt werden können. 

    Auch im Hans-Jonas-Park sind die Arbeiten zur Neugestaltung längst im Gange, auch hier wurden großflächige Fällungen von teils gut erhaltenen alten Bäumen und wertvollen Sträuchern vorgenommen. „Bei den neuen Planungen wurden nach meinem Dafürhalten der alte Baumbestand nicht mit einbezogen, sondern es wurde vielmehr ein neuer Plan entwickelt, ohne dabei den bestehenden Baumgestand zu berücksichtigen“, sagt dazu Grünen-Fraktionssprecherin Lena Zingsheim. Die Fällungen im Hans-Jonas-Park kämen einem Kahlschlag nahe. „Es werden zwar demnächst Neuanpflanzungen vorgenommen, aber es wird viele Jahrzehnte dauern, bis der ökologische Wert wiederhergestellt ist“, stellt Zingsheim, zugleich Vorsitzende des Umweltausschusses, fest.

    Mit der aktuellen Umgestaltung des Geroweiher-Parks wird nun eine weitere für das Stadtklima ökologisch wichtige Fläche neugestaltet werden. Da unter anderem die Wasserfläche des Geroweihers vergrößert werden soll, gehe die Planung von massiven Baumfällungen aus, sagt Hajo Siemes. Aus seiner Sicht ein weiteres unsinniges Vorhaben, das massiv in den Baumbestand eingreifen wird. Immerhin seien die dortigen Planungen noch nicht abschließend entschieden, sodass die Politik hier noch nachjustieren könne. Die Grünen in der Bezirksvertretung Nord hätten vor diesem Hintergrund die Initiative ergriffen und zu einer neuen Planung aufgerufen, so Siemes. Danach soll der bestehende Baumbestand in den Planungen stärker berücksichtigt und Fällungen weitgehend verhindert werden. Dazu seien weitere Gespräche unter den Planern und Politikern notwendig.

    Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel des Mühlentorplatzes in Rheindahlen. „Hier sollte nach ersten Planungen ein Großteil der bestehenden Bäume gefällt werden“, erinnert Lena Zingsheim. Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung und Aktionen der Grünen gegen die Fällungen wurde der Platz neu überplant. Ergebnis: Die Bäume wurden in die neue Planung mit einbezogen und bleiben fast alle erhalten.

    „Bei allen zukünftigen Planvorhaben muss der Umweltaspekt im Vordergrund stehen. Gerade öffentliches Grün, Parks und Anlagen sind für das Stadtklima lebensnotwendig; Ökologie und Klimaschutz müssen in der Stadtplanung einen größeren Stellenwert erhalten und dürfen schon gar nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sind sich Lena Zingsheim und Hajo Siemes einig.  Die Grünen-Politiker würden es begrüßen, wenn Fördermittel nur dann noch zugesprochen werden, wenn ein Projekt klimagerecht geplant und umgesetzt wird: „Bestehende Bäume, Sträucher und öffentliches Grün müssen im Vorhinein mit in ein neues Planvorhaben integriert werden und dürfen nicht im Nachhinein einer neuen Planung unnötig zum Opfer fallen“, so Zingsheim und Siemes unisono.

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  • Green Deal – (Prof. Hans-Werner Sinn)

    Green Deal – (Prof. Hans-Werner Sinn)

    Deutschland betreibt die große Energiewende, denn es will den Klimawandel verlangsamen.

    Aber kann es dieses Ziel mit den gewählten Instrumenten der Politik überhaupt erreichen?
    Die Förderung von Wind- und Solarstrom, E-Autos und die meisten anderen Maßnahmen der deutschen Umweltpolitik sind Maßnahmen zur Verminderung der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen.
    Was, wenn die Anbieter nicht mitspielen und ihre fossilen Brennstoffe anderswohin verkaufen? Funktioniert die Politik überhaupt, oder wird Deutschland zum abschreckenden Beispiel für die Welt, indem es seine Industrie ruiniert, ohne der Umwelt helfen zu können?

    Das sind die Fragen, die Hans-Werner Sinn in seinem Vortrag diskutieren wird, der zu großen Teilen auf seinem Buch „Das Grüne Paradoxon“ basiert.
    Über die Volkshochschule ist am Freitag, 12. März, 19.30 bis 21 Uhr, die kostenloseTeilnahme an dem Vortrag per Livestraem möglich.

    Prof. Hans-Werner Sinn ist emeritierter Professor der LMU München. Von 1999 bis 2016 war er Präsident des ifo Institut für Wirtschaftsforschung.

    Information und Anmeldung: vhs-mg.de, Tel. 02161 / 25-6400

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  • Jugendliche beschädigen Feuerwache in Giesenkirchen – Zeugen gesucht

    Jugendliche beschädigen Feuerwache in Giesenkirchen – Zeugen gesucht

    Fünf noch unbekannte Jugendliche haben am Montag, 22. Februar, gegen 14 Uhr die Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Giesenkirchen an der Straße Am Sternenfeld beschädigt.

    Die Täter beschmierten die Eingangstür sowie ein Fenster der Wache mit einer unbekannten Substanz. Sie gelangten außerdem auf das Dach Gebäudes, wo sie Dachziegel entfernten und eine Kaminabdeckung verbogen. Als eine Passantin erschien und die Jugendlichen aufforderte, herunterzukommen, gelang ihnen die Flucht in unbekannte Richtung.

    Folgende Personenbeschreibungen liegen der Polizei vor:
    Alle fünf Täter waren männlich und im Alter von circa 16 bis 18 Jahren. Der erste ist 1,60 bis 1,70 Meter groß, hat blonde kurze Haare und trug einen weißen Pullover und eine Bauchtasche.

    Die vier weiteren Täter sind vom Erscheinungsbild südländischen Phänotyps. Einer von ihnen hat schwarze, lockige Haare und trug eine dunkle Bomberjacke. Ein anderer hat ebenfalls dunkle Haare und trug Jeans und eine rote Jacke. Auch der Vierte hat dunkle kurze Haare; er trug ein Helles Oberteil und eine dunkle kurze Hose. Der Fünfte war mit einer schwarzen Jacke und einer dunklen Hose bekleidet.

    Die Polizei fragt: Wer kann Angaben zu den fünf Tätern machen? Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden. (jn)

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  • HAYMATLOS und KANAKISTAN

    HAYMATLOS und KANAKISTAN

    Am Dienstag, 23. Februar, ab 19 Uhr moderiert die Ateliersstipendiatin Cana Bilir-Meier eine Lesung und ein anschließendes Gespräch mit spannenden Gästen.

    Mit dabei sind Bahati, Tamer Düzyol, Taudy Pathmanathan und von Semra Ertan gelesen von Süheyla Ünlü. Musikalische Begleitung gibt es von G Lady S.

    Das Gespräch findet in zoom und in deutscher Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Als „KANAKISTAN” organisierten Taudy Pathmanathan und Tamer Düzyol die (post)migrantischen Kunst- und Kulturreihen „Willkommen in KANAKISTAN“ (2016) und „KANAKISTAN 2.0“ (2017) in Erfurt, um (post)migrantische Perspektiven sichtbar zu machen. Eine Besucherin der KANAKISTAN-Reihen sendete ihnen ein Gedicht zu, was die eigenen Gedanken und Erfahrungen in der hiesigen Gesellschaft behandelte. Dieser „Aufschrei“ stellte einen Anfangsimpuls für „HAYMATLOS“ dar, ein Gedichtband, der sich mit Rassismus, Ausgrenzung sowie Migrationsgeschichten auseinandersetzt. Düzyol und Pathmanathan haben mit „HAYMATLOS“ eine Plattform geschaffen, die Perspektiven zusammenbringt und vereint. „HAYMATLOS“ ist politisch, widerständig, gefühlsstark, selbstermächtigend, authentisch und ein neues zu Hause. „HAYMATLOS“ ist ein Denkmal für eine Gesellschaft der Vielen.
    www.kanakistan.de/

    Anmeldung unter: https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=dTDWOCdqxE6V-Uc_XvLxtf5EActR_s1Pl9tnW59cjU9UQVkzSVhXMDhVRjdITEc5RDZCSEExM0RYTy4u

    Details zu den Mitwirkenden:

    Bahati ist eine afrodeutsche Poetin, Pädagogin und Sängerin, die bereits in ihrer Kindheit angefangen hat, Texte zu schreiben. Bislang wurden mehrere ihrer Gedichte in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, zuletzt erschien ihr Text „Kleinstadtblues“ im Missy Magazine.

    Tamer Düzyol, in Mönchengladbach, trotz dass er in eine Hauptschule abgeschoben werden sollte, studierte er. Aktuell versucht er die Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und Literatur zu schlagen. Mit Taudy Pathmanathan veröffentlichte er den Gedichtband „HAYMATLOS“, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als eine Lyrik-Empfehlung 2019 benannt wurde.

    Taudy Pathmanathan, geboren als Niedersächsin, Tamilin und Tochter. Als studierte Erziehungswissenschaftlerin sensibilisiert sie leidenschaftlich gern junge Generationen durch kreative Aktionen. Aber auch ihre sonstige Umgebung bleibt vor ihrem Eifer nicht verschont. Bei gemütlichen Teegesellschaften werden zukünftige Schachzüge geplant.

    G Lady S, geboren auf den Philippinen und in Hamburg aufgewachsen, beschäftigt sich in ihren Rap- und Songtexten u.a. mit Fragen zu migrantischer Identität und Aktivismus. Sie arbeitet an einer demokratischen Grundschule als Ergotherapeutin und Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt Anti-Diskriminierungsarbeit und körperbezogenes Empowerment.

    Semra Ertan, geboren 1957 in Mersin/Türkei, zog 1972 zu ihren Eltern, die in der Bundesrepublik Deutschland als Arbeitsmigrant*innen lebten. Sie arbeitete als technische Bauzeichnerin, Schriftstellerin und Dolmetscherin und schrieb über 350 Gedichte und einige Satiren. 1982 starb sie in Hamburg.

    Süheyla Ünlü, gebürtige Berlinerin, studierte in Hannover Schauspiel (Diplom) an der HMTM und ist zurzeit am Staatstheater Nürnberg als Schauspielerin engagiert. Neben ihrem Engagement am Theater ist Sie auch politisch aktiv – sie ist Mitglied beim Stabiler Rücken e.V. und in der Vorbereitungsgruppe des Nürnberger Tribunals NSU-Komplex auflösen.

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  • In Zeiten der Pandemie: Mitgliederrückgang bei Mönchengladbacher Vereinen

    In Zeiten der Pandemie: Mitgliederrückgang bei Mönchengladbacher Vereinen

    In einem Gespräch der sportpolitischen Sprecher der Ratsfraktionen von FDP (Sascha Horn), SPD (Volker Küppers) und Bündnis 90/Die Grünen (Bernd Meisterling-Riecks) mit Wolfang Rombey und Johannes Gathen vom Stadtsportbund MG e.V. im Haus des Sports.wurden u.a. die aktuellen Auswirkungen der pandemischen Lage sowie der Corona-Schutzmaßnahmen auf den gesamten Sport in Mönchengladbach durchleuchtet.

    Es wurde anhand der alljährlichen Bestandserhebung festgestellt, dass viele eingetragene Vereine einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen haben. Die Situation sei derzeit noch nicht dramatisch, aber es ist ein Trend zu erkennen, nachdem vielen Vereinen – insbesondere im Schwimm- und Turnbereich – insgesamt rund 2500 Mitglieder verloren gegangen sind.

    Dies sei insbesondere durch die derzeitige Schließung der Sportanlagen und Schwimmbäder und der damit verbundenen Aussetzung des sportlichen Betriebs begründet.
    Eine weitere Befürchtung ist, dass insbesondere eine junge Generation dem Sport und insbesondere den Vereinen abhandenkommt. Diese ist jedoch essenziell für den weiteren Fortbestand aller eingetragenen Vereine in Mönchengladbach. Der Sport benötigt dringend geöffnete Sportanlagen auf denen Training stattfinden kann. Insbesondere Vereinssportler sind Regeln gewohnt und sind auch in der Zeit nach dem ersten Lockdown verantwortungsvoll mit den Regelungen umgegangen.
    Die Einstellung des Trainings- und Spielbetriebs hat große Auswirkungen insbesondere auf Kinder und Jugendliche. Die Vereine können ebenfalls auch nicht ihrer weiteren Aufgaben wie Sozialisation gerecht werden.

    Die Sprecher der FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen teilen diese Auffassung und möchten die Vereine auch weiterhin unterstützen.
    Nun gilt es insbesondere auf Landes- und Bundesebene Öffnungsstrategien zu schaffen mit denen den Kommunen und Sportvereinen eine positive Perspektive geschaffen werden kann.

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  • Engagierte Betriebsräte gesucht – Vorzeige-Betriebsräte aus Mönchengladbach gesucht

    Engagierte Betriebsräte gesucht – Vorzeige-Betriebsräte aus Mönchengladbach gesucht

    Arbeitnehmervertreter, die sich in Mönchengladbach während der Coronakrise besonders um die Belange von Beschäftigten verdient machen,
    sind preisverdächtig.

    Noch bis Ende April können sie sich um den Deutschen Betriebsräte-Preis 2021 bewerben. Dazu hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufgerufen. „Von der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes über einen wirksamen Gesundheitsschutz im Job bis hin zum Umgang mit einer drohenden Insolvenz – die Arbeit von Betriebsräten ist wichtiger denn je“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Uwe Orlob.

    Die Gewerkschaft appelliert zugleich an Beschäftigte in der Stadt, eine Arbeitnehmervertretung zu gründen, wo es bislang keine gibt. „Gerade in der Baubranche mit vielen kleinen Handwerksunternehmen ist in puncto Mitbestimmung noch viel Luft nach oben. Beschäftigte sollten sich aus Angst vor dem Chef aber nicht um ihr Recht bringen lassen und eine Vertretung wählen“, so Orlob.
    Ein Betriebsrat kann bereits in Firmen ab fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegründet werden und bringt nicht nur Beschäftigten,
    sondern auch Unternehmen viele Vorteile.

    Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurden zuletzt 41 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland von einem Betriebsrat vertreten. In der Bauwirtschaft liegt die Quote bei lediglich 15 Prozent.
    Außerdem ruft die IG BAU Düsseldorf die Bundestagsabgeordneten aus der Region dazu auf, das von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgelegte „Betriebsrätestärkungsgesetz“ zu unterstützen. Der Entwurf sieht vor, dass Beschäftigte, die eine Betriebsratswahl vorbereiten, schwerer kündbar sind. Nach Beobachtung der IG BAU werden Initiativen zur Gründung von Betriebsräten häufig mit allen Mitteln blockiert – mit zum Teil harten persönlichen Folgen für die engagierten Beschäftigten, die um ihren Arbeitsplatz fürchten müssten.
    Laut Gesetzentwurf sollen Arbeitnehmervertreter zudem bei Themen wie dem mobilen Arbeiten und Künstlicher Intelligenz mehr Mitsprache erhalten. Obwohl das Vorhaben im Berliner Koalitionsvertrag vereinbart worden war, stieß es zuletzt auf den Widerstand der Union.

    Der Deutsche Betriebsräte-Preis steht unter der Schirmherrschaft des
    Bundesarbeitsministeriums und ist eine Initiative der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“. Die Auszeichnung wird seit 2009 verliehen und zeichnet engagierte Interessenvertretungen unabhängig von Branche und Betriebsgröße aus.
    Bewerbungsschluss für den Preis ist in diesem Jahr der 30. April.
    Weitere Infos online unter: www.betriebsraetepreis.de.

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  • FDP-Bundestagskandidat Peter König fordert Umsetzung der Exit-Strategien

    FDP-Bundestagskandidat Peter König fordert Umsetzung der Exit-Strategien

    „Wir dürfen die Bevölkerung nicht länger einsperren.“ (Peter König, FDP)

    Es regt sich zunehmend Widerstand, nicht nur in der Bevölkerung. Vertreter der Wirtschaft und selbst einige Ministerpräsidenten zeigen sich unzufrieden mit dem weiterhin verordneten Stillstand im Land.

    Wurde dieses Mal des Volkes Stimme gehört, der Bundestag? Mitnichten. Statt 50 gilt plötzlich als möglicher Inzidenzwert zu Lockerungen des Lockdowns der Inzidenz von 35. Und danach? Perspektiven fehlen weiterhin. Nur der FDP-Vorsitzende Christian Lindner legte bei den anschließenden Diskussionen einen 7-Punkte-Plan zur Exit-Strategie vor.

    Peter König fordert die Verantwortlichen auf, nun endlich Vorschläge auf den Tisch zu legen. „Die Kanzlerin wäre gut beraten, unser Papier zur Umsetzung von Lockerungen mit heranzuziehen. Jetzt muss es jetzt heißen: Wir zünden das Licht bereits im Tunnel an, statt erst am Ende.“ Der Unterricht an Schulen hätte gemäß der FDP-Planungen bereits bei einem zwei Wochen stabil bleibenden Wert von unter 200 für den Wechselunterricht öffnen sollen. „Es ist nachgewiesen, dass Schulen keine Infektionsherde sind.“, resümiert Peter König.

    Doch was beinhaltet das gesamte Strategie-Papier, dessen Umsetzung der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner forderte? Peter König berichtet, seine Partei hätte bereits bei einem sieben Tage stabil bleibenden Inzidenzwert unter 50 den Regelbetrieb in Kindertagesstätten wiederaufnehmen lassen, Handel, Gastronomie sowie Hotels unter Auflagen geöffnet und ein eingeschränktes Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeheimen erlaubt. „Sobald der Wert an 21 Tagen stabil unter 50 ist, erwarten wir die Öffnung von Theatern und Kinos unter Auflagen und höhere Teilnehmerzahlen bei religiösen Veranstaltungen. Auch kontaktarme Sportarten dürfen wieder ausgeführt werden.“, so Peter König. Man müsse den Menschen jetzt endlich eine Perspektive geben. „Wir dürfen die Bevölkerung nicht länger einsperren.“

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  • Hitlergruß am Rande einer Versammlung im Gedenken an die Opfer von Hanau

    Hitlergruß am Rande einer Versammlung im Gedenken an die Opfer von Hanau

    Am Nachmittag waren bis zu 100 Menschen am Europaplatz zusammengekommen, um mit Transparenten und Kerzen der Opfer von Hanau zu gedenken.

    Die Bestimmungen der Coronaschutzverordnung wurden dabei eingehalten: Die Teilnehmer trugen Masken, Abstandsregeln wurden beachtet. Allerdings war die Versammlung nicht angemeldet worden.

    Am Rande der Veranstaltung zeigte laut Zeugenangaben ein Passant in Richtung der Teilnehmer den Hitlergruß.
    Polizisten schritten ein. Der Mann leistete bei der Personalienfeststellung Widerstand.
    Gegen den 27-Jährigen aus Mönchengladbach, der einen Platzverweis erhielt, wurde eine Strafanzeige gefertigt.
    (ds)

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  • CDU Mönchengladbach gedenkt der Opfer von Hanau und warnt vor politischem Missbrauch des Attentates

    CDU Mönchengladbach gedenkt der Opfer von Hanau und warnt vor politischem Missbrauch des Attentates

    Am 19. Februar vor einem Jahr wurden in Hanau zehn Menschen von einem rassistisch motivierten Attentäter kaltblütig ermordet. Zehn Leben mit individuellen Schicksalen, Geschichten und Biografien wurden von einen auf den anderen Moment ausgelöscht.

    Die Wunden, die dabei in die Familien und Angehörigen der Opfer gerissen wurden, sind noch nicht verheilt. Die Opfer wurden nicht zufällig ausgewählt, sondern wegen ihrer realen oder vermeintlichen Migrationsgeschichte.

    Unter dem Motto #saytheirnames wird eine Erinnerung an die grausame Tat gefordert, die die Opfer als Menschen sichtbar macht, statt den Täter in den Vordergrund zu rücken.

    Deshalb möchte die CDU Mönchengladbach heute, genau ein Jahr nach der grausamen Tat, den Opfern Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nessar Hashemi, Mercedes Kierpacz., Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Gabriele Rathjen, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov gedenken. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Ihnen und den Angehörigen der Opfer.

    „Die schreckliche Tat von Hanau hat uns erneut vor Augen geführt, wie real die Gefahr von rassistischen Anschlägen in Deutschland leider sein kann. Wir sind es daher den Opfern und ihren Angehörigen schuldig, dass sie Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder alles unternehmen, damit sich ein solches Ereignis nie mehr wiederholt“, stellt der Vorsitzende der Mönchengladbacher CDU, Staatssekretär Dr. Günter Krings, klar.

    Anmerkung der MG-Heute-Redaktion:
    Dieser Pressemitteilung ist eine Kritik angehängt, welche sich in der Kürze der Zeit nicht überprüfen oder recherchieren läßt.
    Deshalb beteiligt sich MG-Heute nicht an der Verbreitung dieser ungeklärten Kritik, bis seitens der CDU-Mönchengladbach nachprüfbare Fakten bekanntgegeben werden.

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  • ZWISCHENZEIT in St. Helena

    ZWISCHENZEIT in St. Helena

    Zum dreißgsten Mal: 30 Minuten Musik und Wort

    Am kommenden Wochenende beginnen in St. Helena wieder die Gottesdienste. Am Freitag vorher findet deshalb unsere nächste ZWISCHENZEIT statt:

    Freitag, 19. Februar 2021 um 15.30 Uhr in St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen
    Texte und Musik zu „Traurigkeit und Hoffnung“.
    Andrea Richter, Sprecherin – Reinhold Richter spielt an der Seifert-Orgel Werke von C. Franck, A. E. Batiste, J. Rheinberger u. a.

    Gönnen Sie sich einmal im Monat während des Rheindahlener Wochenmarktes in St. Helena eine halbstündige Auszeit.

    Der Besuch des Marktes lässt sich mit einem kurzen Besuch der St. Helena-Kirche wunderbar verbinden, um – gerne zwischen gefüllten Einkaufstaschen – auszuruhen, den Texten und Klängen der Musik zu lauschen.

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  • Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen startet traditionelle Aktion Autofasten

    Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen startet traditionelle Aktion Autofasten

    Die Coronakrise wird gehen, die Menschheitsherausforderung Klimawandel bleibt.

    Mit dieser Botschaft startet am heutigen Aschermittwoch der Aachener Diözesanrat der Katholiken die traditionsreiche Aktion Autofasten. Pandemiegerecht ohne Begleitveranstaltungen, ruft er gleichwohl dazu auf, bewusst Kilometer einzusparen im persönlichen Mobilitätsverhalten.
    Wer mitmachen möchte, kann sich über www.autofasten-im-bistum-aachen.de anmelden.

    Die Idee: Gezielt ein anderes Verkehrsmittel als das Auto nutzen, für kurze Wege, für Wege, bei denen es eine gute Anbindung mit Bus und Bahn gibt. Zu Fuß oder mit dem Rad Strecken zurückzulegen, stärkt Gesundheit und Wohlbefinden. Das kann man auch als Familie tun.

    Wer sich anmeldet, setzt zum einen das Zeichen, dass Klimaschutz und Verkehrswende nicht nur eine Sache der Politik sind, sondern eine persönliche Aufgabe. Zum anderen nimmt man an einer Verlosung attraktiver Preise teil.
    Auf diese Weise gelang es im vergangenen Jahr, 27.000 Autokilometer auf dem Gebiet des Bistums Aachen einzusparen.
    Mehr Infos unter www.autofasten-im-bistum-aachen.de.

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  • Öffentliche Toilette in Odenkirchen wird zum privaten Abstellraum

    Öffentliche Toilette in Odenkirchen wird zum privaten Abstellraum

    In vielen Großstädten gibt es die „Nette Toilette“, Geschäftsleute ermöglichen die Benutzung ihrer Toiletten für Alle und erhalten im Gegenzug einen Unterhaltszuschuss von den jeweiligen Stadtverwaltungen aus dem öffentlichen Haushalt.

    In Mönchengladbach hatten alle bisherigen Versuche zur Einrichtung der „Netten Toilette“ mäßigen Erfolg, viele Unternehmer in der Stadt waren nicht bereit dazu. Für sie gab es offensichtlich zu große Nachteile.
    Der Masterplan Nahmobilität sieht dieses Konzept jedenfalls vor und empfiehlt es.
    Zur Zeit werden auf der Smartphone App lediglich etwa 30 Toiletten im gesamten Stadtgebiet angezeigt, ob sie allerdings alle genutzt werden können, ist nicht geprüft.

    Eine aktuell geplante (gewünschte) öffentliche Toilette auf dem Rheydter Markt wird zur Teit diskutiert, man wird sehen, wie die Entscheider demnächst damit umgehen.

    Thema heute ist die vorhandene Toilette in Odenkirchen im Pavillon auf dem Marktplatz.

    Die Partei DIE LINKE hat nun herausgefunden, dass diese Toilette nicht mehr sachgerecht genutzt werden kann.
    Nachstehend die Pressemeldung dazu:

    Odenkirchen hatte mal eine öffentliche Toilette am Markt, wann diese aber verschwand und warum war für Stadtverwaltung und städtische Unternehmen nicht einfach zu beantworten. Zuerst Bürger*innenanfragen, dann weitere Nachfragen der Linken, bringen nun folgendes Ergebnis: Im Dezember sah die Verwaltung nach mehreren Monaten Nachforschung die Entwicklungsgesellschaft (EWMG) zuständig, diese hielt nach weiteren Recherchen den Fachbereich 66 der Verwaltung sowie das Rechtsamt für verantwortlich. Einig war man sich aber in einem: Es gibt eine sogenannte Reallast im Grundbuch, die den Inhaber des Pavillons verpflichtet, die von außen zugängliche Toilette öffentlich zu betreiben. Und wie die Hauptbetroffenen – die Händler*innen und Marktbesucher*innen – leidlich berichten können, ist dies seit längerem nicht der Fall.

    Der Linken wurde weiter von der EWMG berichtet, „dass es wohl bereits im Jahr 2010 eine rein mündliche Vereinbarung mit dem Pächter gab, dass man die öffentlich zugängige Toilette schließt.“ Der Verkauf durch die Kreisbau AG an einen privaten Investor fand sechs Jahre später statt, beinhaltete aber auf dem Papier weiter die Verpflichtung zur öffentlichen Toilette, die aber mittlerweile als Abstellraum genutzt wurde. Zugespitzt hat sich die Situation seit Mitte letzten Jahres. Der Pächter des Pavillons verweigerte den Marktbeschicker*innen die Toilette im Pavillon selbst. Ein als Ersatz aufgestelltes Dixi-Klo war meist wegen Verunreinigungen nicht nutzbar.

    „Die Unwissenheit über Verpflichtungen und das Chaos über Zuständigkeiten innerhalb der ‚Familie Stadt‘ ist schon schwer zu ertragen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Dass aber nun nach Vorliegen aller Fakten ein bestehendes Recht der Öffentlichkeit nicht durchgesetzt wird, grenzt an Arbeitsverweigerung. Dabei war das Problem bekannt und mit öffentlichen Geldern wurde eine mobile Toilette angemietet. Deutlich wird so vor allem, wie Privatisierung die Öffentlichkeit schleichend beraubt!“

    Die Linksfraktion erwartet nun, dass die Verwaltung die im Grundbuch festgeschriebenen Vereinbarungen durchsetzt und auch Schadensansprüche prüft. „Wichtig ist, dass die Marktbeschickenden und Besucher*in schnell wieder eine richtige, öffentliche Toilette haben“, endet Schultz, „Aber die Verwaltung muss auch darlegen, wie sie für die Zukunft verhindert, dass sich Private schleichend ihren Verpflichtungen entbinden und die Öffentlichkeit zahlt. Genauso gilt es zu verhindern, dass mündliche Vereinbarungen zu Rechtsunsicherheit führen. Was wissen wir, an wie vielen Stellen ähnliches passiert ist?“

    Details wie sich der Ablauf nach derzeitigen Antworten darstellt:

    1995: Die Stadt Mönchengladbach verkauft den Pavillon (Gemarkung Odenkirchen Flur 38 Flurstück 148) an Kreisbau AG, im Grundbuch wird die Reallast zur Unterhaltung der Toilette eingetragen.

    2010: Nach Auskunft der EWMG meint das Ordnungsamt, dass bereits im Jahr 2010 rein mündlich eine Vereinbarung mit dem damaligen Pächter getroffen wurde, dass man die öffentlich zugängige Toilette schließt, da sich hier regelmäßig Drogenkonsument*innen eingefunden haben. Die von außen erreichbare Toilette könne der Pächter demnach als Lagerraum nutzen und verschließen. Toilettenbesucher*innen müssten dann die Toilette nutzen, die nur innerhalb der Gastronomie zu erreichen ist. Hierdurch sei grundsätzlich eine bessere Kontrolle der Toilettenbesucher*innen gegeben. Aufgrund der aktuell durch Corona bedingten Schließung der Gastronomie ist an dieser Stelle aber eben nun die Toilette gar nicht mehr erreichbar. Für Marktbeschicker*innen wurde offenbar eine Lösung über eine mobile Dixi-Toilette gefunden.

    2016: Die Kreisbau AG verkauft den Pavillon  an einen privaten Investor, die Verpflichtung der Reallast im Grundbuch zur Unterhaltung der Toilette bleibt erhalten.

    2020: Im Dezember bittet die Verwaltung die ihrer Meinung nach zuständige EWMG zur Durchsetzung der Ansprüche.

    2021: Im Februar teilt die EWMG mit, dass beim FB 66 bei Bedarf weitere Informationen eingeholt werden können und sonst auch das Rechtsamt für die Durchsetzung von Rechten zugunsten der Stadt Mönchengladbach infrage kommt. Die EWMG als seinerzeitige geschäftsbesorgende Verkäuferin des Grundstücks ist jedoch nicht zuständig. Der Vorgang ist mit Vereinbarung des Rechts im Kaufvertrag und entsprechender Sicherung, wie der Reallast im Grundbuch, für die EWMG abgeschlossen.
    Ende der Pressemeldung.

    Mit Interesse werden wir verfolgen, ob und in welcher Form unsere Stadtverwaltung diese Meldung zum Wohle der Bürger annehmen wird und wann diese Toilette wieder genutzt werden kann.

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  • Red Hand Day am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Red Hand Day am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Auch wenn das Motto für die Schüler am Hugo-Junkers-Gymnasium nach wie vor ‚Hugo@Home‘ lautet, also der Unterricht der 16 Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 und der rund 250 Oberstufenschüler über die digitale Schulplattform läuft, beteiligten sich am 12. Februar mehr als 80 Schüler der achten Klassen am diesjährigen Red Hand Day.

    Dieser internationale Aktionstag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten ist seit über zehn Jahren fester Bestandteil der vielen Veranstaltungen, die die besondere Atmosphäre des schon 1827 gegründeten Gymnasiums in Mönchengladbach-Rheydt ausmachen.

    Im Politikunterricht beschäftigten sich die Schüler mit ihren engagierten Politiklehrerinnen Viola Schmitt, Jana Sindern und Catrin Ingerfeld im Distanzunterricht mit dem grauenhaften Alltag von Kindersoldaten in aller Welt und setzten mit ihren Zeichnungen von roten Händen ein sichtbares Zeichen gegen das Unrecht und den Missbrauch von Kindern. Bei einer in der Zukunft folgenden digitalen Übergabe der gesammelten ‚Roten Hände‘ werden die politisch Verantwortlichen in Deutschland aufgefordert, mehr und weitere Schritte zu unternehmen, um den Einsatz von Kindersoldaten weltweit zu ächten.

    Bereits im Vorfeld des Red Hand Days nahmen acht besonders politisch interessierte Schüler mit ihrem Geschichtslehrer Dominik Zuk an einer digitalen Konferenz mit Landtagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Experten der Kindernothilfe, dem Jugendrotkreuz und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge teil.

    Organisiert hatte die Onlinekonferenz Günter Haverkamp von der Initiative Friedensband – und der einführende, erschütternde Bericht von Dr. Jean-Gottfried Mutombo über die Situation von Kindersoldaten im Kongo berührte die jungen Friedensaktivisten zutiefst. Der Geistliche, der im Kongo geboren wurde, lebt seit 2006 in Deutschland und arbeitet als Regionalpfarrer im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen.

    Bei der anschließenden Diskussion mit dem Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges und der Vizepräsidentin des NRW-Landtages Carina Gödecke wurde auch die Verantwortung Deutschlands und Nordrhein-Westfalens deutlich, weil deutsche Kleinwaffen noch immer weltweit von skrupellosen Verbrechern in die Hände von Kindern gegeben werden.

    Möglich wurden und werden die zahlreichen Veranstaltungen mit vielen Akteuren in den schwierigen Corona-Zeiten, weil sich das Kollegium des Hugo-Junkers-Gymnasiums zur richtigen Zeit intensiv auf die Digitalisierung des Schulalltages vorbereitet hat.

    So fanden an dem von der Stadt Mönchengladbach im Jahr 2019 zur ‚Digitalen Pilotschule‘ erklärten Gymnasium von den Weihnachtsferien bis zum Beginn der Karnevalstage 1832 Videokonferenzen über die digitale Lernplattform statt – das bedeutet 366 Onlinestunden in der Woche oder rund 70 am Tag. Hinzu kommen etwa 10.000 Emails und Chat-Nachrichten pro Schultag und weitere 4000 am Wochenende, also in Summe rund 54.000 pro Woche, die sich Schüler und Lehrer im Rahmen des Unterrichtes schickten.

    In Zeiten des Homeschoolings gelingt es der Schulgemeinde so, während der Jahrhundert-Herausforderung einen Weg zu gehen, um zum einen den Unterrichtstoff zu den Schülern des Hugo-Junkers-Gymnasiums zu bringen und zum anderen den sozialen Kontakt zu den jungen ‚Hugoianern‘ zu halten.

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  • Blaue Route: „Ampel“ bringt Verbesserungen auf den Weg

    Blaue Route: „Ampel“ bringt Verbesserungen auf den Weg

    Die Radweg-Verbindung „Blaue Route“, die die Innenstädte von Mönchengladbach und Rheydt verbindet, soll nach den Plänen der „Ampel“-Kooperation aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP weiter ausgebaut und verbessert werden.

    Dazu wird die Kooperation am 17. Februar einen entsprechenden Antrag zunächst in die Bezirksvertretung Süd einbringen.
    „Wir wollen die Blaue Route bis zu den beiden Hauptbahnhöfen verlängern und die Verwaltung beauftragen zu prüfen, wie das am besten gehen kann“, erläutert Melissa Laws, Sprecherin der Grünen im Ausschuss für Umwelt und Mobilität die weitere Planung. „Im Rahmen der Mobilitätsentwicklung Radwege hat sich die „Blaue Route“ etabliert und als sinnvolle und vielgenutzte Verbindungsstrecke für Radfahrer zwischen Rheydt und der Mönchengladbacher Innenstadt erwiesen. Das wollen wir ausbauen“, ergänzt Oliver Büschgens, Sprecher der SPD im Ausschuss für Umwelt und Mobilität. Nach gut fünfjähriger Nutzung werde es Zeit, die Strecke sowohl zu vervollständigen wie auch auf Basis der gesammelten Erfahrungen zu optimieren.

    Im Lauf der Zeit hatten sich Beschwerden darüber gehäuft, wonach die Strecke von Autofahrern gern als Ausweichroute genutzt wird. „Insbesondere der Bereich der Kreuzungen Hofstraße und am Buscherplatz sowie der Abschnitt zwischen Markt und Fischerturm stand im Fokus der Beschwerden, weil dort die Autofahrer häufig zu schnell unterwegs sind und das Überholverbot nicht einhalten“, sagt Stefan Dahlmanns, Sprecher der FDP im Ausschuss für Umwelt und Mobilität.

    Auf die Vorwürfe will die Ampel-Koalition nun reagieren. „Wir haben dazu alle konkreten Vorschläge einvernehmlich mit dem ADFC abgestimmt“, so Dahlmanns.
    Mit den Verbesserungen an der „Blauen Route“ baut die rot-gelb-grüne Kooperation das Radwegenetz weiter aus und treibt die Lärmminderung in den entsprechenden Bereichen sowie die Feinstaubreduzierung in Wohngebieten voran. Und natürlich hofft man auch, das Unfallrisiko durch die Maßnahmen weiter zu reduzieren.
    Nach der Bezirksvertretung Süd wird der Antrag dann auch am 24. Februar in der Bezirksvertretung Nord beraten und abschließend im zuständigen Fachausschuss, dem Ausschuss für Umwelt und Mobilität, am 4. März diskutiert und beschlossen.

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  • Spielpätze im Beller-Mühle-Park und im Dahler Freizeitpark werden umgebaut –Kinder und Familien können ihre Ideen bis zum 7. März digital einbringen

    Spielpätze im Beller-Mühle-Park und im Dahler Freizeitpark werden umgebaut –
    Kinder und Familien können ihre Ideen bis zum 7. März digital einbringen

    Gute Nachrichten für alle kleinen und großen Besucher*innen der Spielplätze im Beller-Mühle-Park und im Dahler Freizeitpark: Aus dem Förderprogramms „Soziale Integration im Quartier NRW“ erhält die Stadt Geld zur Sanierung und Verbesserung der Spielplätze. Für diese und neun weitere Spielparks stehen rund 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.  

    Die Vorplanungen laufen bereits auf Hochtouren: So haben die Planer*innen der mags ihre Arbeitspläne umgestellt, um dieses zusätzlichen Projekt umzusetzen; Zeitpläne wurden erstellt, Vorgespräche zu örtlichen Besonderheiten geführt und erste Planungsideen entwickelt.

    Aber wer weiß schon besser als die Spielplatznutzer*innen, die Kinder, die Jugendlichen und ihre Familien, wie sie sich „ihren“ neuen Spielpark vorstellen, welche Geräte und Spielideen sie dort finden möchten?

    Leider ist es in der Pandemie nicht möglich, vor Ort Veranstaltungen oder Planungsworkshops durchzuführen. Deshalb können alle großen und kleinen Besucher*innen der Parks ihre Ideen und Wünsche digital oder per Post an den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie übermitteln.

    Und das funktioniert so: Auf der Webseite www.stadt.mg/spielplatz gibt es eine Darstellung der Spielplätze samt Daten, Bildern und ersten Ideen für Spielgeräte.

    Eigene Ideen und Anmerkungen in Text oder Bild können per Mail (Name, Straße und Alter nicht vergessen) an Spielplatz@moenchengladbach.de oder als Brief an Stadt Mönchengladbach, Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, 51.24 Partizipation, 41050 Mönchengladbach geschickt werden.
    Anregungen und Ideen können auch per Internet auf der Beteiligungsplattform padlet gepostet werden.
    Der Link zum Dahler Freizeitpark ist: www.stadt.mg/dahl,
    der Link zum Beller-Mühle-Park ist www.stadt.mg/bell        

    Bis zum 7. März können noch Vorschläge und Ideen – gebastelt, gezeichnet oder geschrieben eingereicht werden. Stadt und mags werden die Ideen sichten, beurteilen und eine Reihenfolge der meistgewünschten Anregungen erstellen. Dann geht es an die Entwürfe, die der Bezirksvertretung Süd am 21. April vorgestellt und diskutiert werden.

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