Nachdem – wie bereits gemeldet – bislang unbekannte Täter heute Morgen in Mönchengladbach-Wickrath auf der Klosterstraße den Geldautomaten einer Filiale der Deutschen Bank gesprengt haben, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.
Zur Spuren- und Spurensicherung sind Spezialisten der hiesigen Kriminaltechnik und des Landeskriminalamtes im Einsatz. Dabei richten sich die Untersuchungen auch auf die Frage welches Sprengmittel eingesetzt wurde.
Mehrere Zeugen hatten sich – nachdem sie explosionsartige Geräusche gehört hatten und zum Teil aus dem Schlaf gerissen worden waren – bei der Polizei gemeldet. Übereinstimmend gaben sie an, mehrere Personen beobachtet zu haben, die mit einem dunklen, hochmotorisierten Auto den Tatort verließen, möglicherweise ein Audi oder ein BMW. Die Zeugen sprachen von drei bis vier tatverdächtigen Personen. Eine Person soll im Fahrzeug geblieben sein.
Das Täterfahrzeug sei mit hoher Geschwindigkeit über die Beckrather Straße in Richtung Wickrathberg / Autobahnanschluss A 61 geflüchtet.
Durch die Wucht der Explosion wurde das Bankgebäude erheblich beschädigt. Teile der Glasfront landeten auf einem vor dem Objekt stehendem Auto und beschädigten es dabei. Nach ersten Feststellungen ist die Statik des Gebäudes nicht beeinträchtigt.
Erste Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolgos.
Die Kriminalpolizei sucht weitere Zeugen, die in der Vortatphase oder der Nachtatphase verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die mit dieser Tat in Zusammenhang stehen könnten.
Ab sofort stehen im Geropark an verschiedenen Orten QR-Codes zur Verfügung, über die Interessierte ein digitales Bild abrufen können, wie der Park aus ihrer Perspektive nach dem aktuellen Stand der Planungen aussehen soll.
Die QR-Codes befinden sich auf dem Geroparkparkplatz, auf der Sonnenwiese und vor der Unterführung Hittastraße auf der Parkseite. Das Quartiersmanagement Gladbach & Westend macht so einen Blick in die Zukunft möglich.
Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich beispielsweise weiterhin direkt an das Quartiersmanagement wenden. Ansprechpartner und Kontaktdaten gibt es im Internet unter www.qm.mg.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs hofft jetzt auf eine rege Beteiligung: „Jeder hat so die Möglichkeit, sich auf den aktuellsten Stand zu bringen und über die QR-Codes Ideen und Anregungen mitzuteilen. Der Geropark soll ein Park für alle werden.“
Hintergrundinfo:
Die Maßnahme „Aufwertung des Geroparkes“ ist Bestandteil des am 15. Februar 2018 beschlossenen Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes Soziale Stadt Gladbach und Westend, das gemeinsam auch mit Bürger*innen Ende 2016 bis Ende 2017 erarbeitet wurde. Die Maßnahme wird aus dem europäischen Förderprogramm EFRE 2014-2020 sowie Bundes- und Landesmitteln mit einer Summe von ca. 4,6 Mio. Euro gefördert (anrechenbare Gesamtkosten des Projekts liegen bei 5,1. Mio. Euro). Voraussetzung für diese Gelder ist eine Umsetzungs- und Abrechnungsfrist bis zum 31. März 2023. Die Bau- und Abrechnungszeiten werden mit ca. 18 bis 20 Monaten kalkuliert.
Unbekannte haben eine Lärmschutzwand am Geistenbeckerring im Stadtteil Odenkirchen-West mit einem Hakenkreuz beschmiert.
Darauf hat eine Spaziergängerin die Polizei am Dienstagabend, 16. März, aufmerksam gemacht.
Hinter der Lärmschutzwand verläuft parallel zur Straße Geistenbecker Ring ein Fußweg, der den Stapper Weg mit der Straße Luisental verbindet. Von dieser Seite aus wurden das Hakenkreuz und ein Schriftzug mit roter und weißer Sprühfarbe aufgebracht.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet.
Sie bittet um Hinweise von Zeugen und fragt: Wer hat etwas Verdächtiges beobachtet oder kann Angaben zu möglichen Tätern machen? Hinweise werden unter der Rufnummer 02161-290 entgegengenommen. (jn)
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, dass sich in einem Gastronomiebetrieb in Wickrath regelmäßig Gäste aufhalten, hat der KOS des Ordnungsamtes die Gaststätte am Wochenende kontrolliert: Man traf den Wirt und acht Gäste an, die im Schankraum frisch gezapftes konsumierten und dabei rauchten.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Betreiber noch versucht, seine Gäste in die angrenzende Wohnung zu schicken, um der Kontrolle zu entgehen. Als dies nicht gelang, zeigte sich der Wirt einsichtig und kam der Aufforderung, den Betrieb umgehend einzustellen, unverzüglich nach. Gegen den Betreiber der Gaststätte wird nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen § 14 Coronaschutzverordnung eingeleitet. Nach dem Bußgeldkatalog des Landes NRW droht ihm ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Dass Ordnungsamt der Stadt weist darauf hin, dass die aktuelle Coronaschutzverordnung bis zum 28. März gültig ist. Auch wenn Bund und Länder weitere Öffnungsschritte in Aussicht gestellt haben, muss die Entwicklung des Infektionsgeschehens und die Entwicklung der Rechtslage abgewartet werden. Die Stadt Mönchengladbach versucht beim Land NRW zu erfahren, ob und zu welchem Zeitpunkt mit einer veränderten Rechtslage zu rechnen ist. Stand jetzt ist eine Öffnung der Gastronomie nicht zulässig.
Persönliche Erklärung des Integrationsratsvorsitzenden und Ratsmitglieds Nasser Zeaiter über angebliche Kontakte des al-Ghadir-Kulturzentrums Mönchengladbach sowie persönliche Kontakte zu den Bewegungen von Amal und Hisbollah sowie zu Großajatollah Muhammad Hussein Fadlallah
Mönchengladbach, 16. März 2021
„Verehrte Mitglieder des Integrationsrats, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!
Es hat in der jüngsten Vergangenheit etliche Vorwürfe gegen mich persönlich, als Vorsitzenden des Integrationsrates, als Mitglied des Rates der Stadt Mönchengladbach und auch als Vorsitzenden des Vereins al Ghadir e.V. Mönchengladbach gegeben, die mich dazu bewogen haben, an dieser Stelle diese persönliche Erklärung abzugeben. Ursächlich für die im Raum stehenden Anschuldigungen, für die es aber tatsächlich keine Beweise gibt, sind Berichte einer Bloggerin aus Düsseldorf, unterstützt durch eine Anfrage der AfD im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.
Was wirft man mir und dem Verein al Ghadir e.V., bei dem ich Vorsitzender bin, vor?
Im Kern der insgesamt haltlosen Anschuldigungen stehen Fotos, die mich mit geistlichen Vertretern zeigen, unter anderem mit dem 2010 verstorbenen Großajatollah Muhammad Hussein Fadlallah. Für mich als Moslime war Fadlallah immer und zuallererst ein religiöses Oberhaupt, und als solches habe ich ihn getroffen, weil ich ein gläubiger Moslem bin. Bei den Treffen entstanden Fotos, die ich auf Facebook gepostet habe.
Um diese Fotos geht es:
Digital StillCamera
Digital StillCamera
Digital StillCamera
Digital StillCamera
Digital StillCamera
Eines davon zeigt mich im Jahr 2008 mit Großajatollah Mohammed Hussein Fadlallah im Rahmen einer Privataudienz, bei der es um die Klärung einer religiösen Frage ging.
Das Foto zeigt meine beiden Brüder sowie meinen Neffen und mich mit dem damals höchsten schiitischen Geistlichen des Libanons. Schiitische Muslime richten sich in religiösen Fragen, die bis in Details des Alltagslebens reichen, nach einem von ihnen erwählten Mardschaa.
Mardschaa, das ist der höchste Rang eines Religionsgelehrten bei den Schiiten.
Gegenstand meines Gesprächs mit dem Großajatollah war konkret die Klärung der Frage, wie ein Testament nach Grundsätzen der Religion auszulegen sei.
Damit kamen wir dem Wunsch meiner Mutter nach, die sehr gläubig war und kurz vor dem Treffen mit dem Großajatollah verstorben ist. Am gleichen Tag fand ebenfalls ein Treffen mit dem höchsten staatlich anerkannten Geistlichen der Schiiten im Libanon statt, um eine zweite Meinung der erhaltenen Auskünfte zu bekommen.
Ein anderes Foto zeigt mich im Jahr 2013 am Grab des Großajatollahs Mohammed Hussein Fadlallah in einer Moschee. Dort habe ich, wie es bei uns guter Brauch ist, die erste Seite aus dem Koran gelesen. Dazu wurde das Foto gemacht und gepostet.
Dann gab es ein Foto von mir mit dem iranischen Hochgelehrten Muhammad Ali Schirazi, es entstand bei einer Reise in den Iran, bei der ich die Grabstätte eines der hohen Imame, Ali Moussa Alrida, besuchte. Ich traf Muhammad Ali Schirazi dort zufällig in einer Buchhandlung, die sich an der Grabstätte befindet, wo dieser Schnappschuss entstand.
Die Bloggerin hat angegeben, dass auf diesem Foto Scheich Mohamad Yazbek zu sehen wäre, der zur Hisbollah gehört und dort ein hochrangiges Amt bekleidet. Diese Aussage ist falsch.
Ein weiteres Foto zeigt Ali Fadlallah, Sohn des Großajatollahs Mohammed Hussein Fadlallah und ebenfalls Geistlicher, als er uns in Mönchengladbach besuchte. Er ist Vorsitzender des Vereins Mabarrat, der sich vor allem um libanesische Waisenkinder kümmert. Mabarrat gibt es auch in USA, BRD.
Auch unser Verein al Ghadir engagiert sich sozial und zwar ausschließlich in Mönchengladbach. Es gibt absolut keine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen in der BRD oder im Ausland.
Wir unterstützen keinen Terror! Für einige unserer Vereinsmitglieder ist neben dem sozialen Engagement auch der Austausch mit schiitischen Geistlichen aus dem Heimatland wichtig.
Ich habe all diese Fotos vor einigen Wochen gelöscht, damit kein weiterer Anlass gegeben ist, diese Bilder, die rein religiös motiviert waren, zu nutzen, um meine Person oder den Verein al Ghadir Mönchengladbach in ein schlechtes Licht zu setzen und zu verleumden.
Die Bloggerin sieht in den Bildern dagegen Treffen mit Terrorunterstützern, zu denen ich mich nach ihrer Darstellung „bekannt“ hätte. Ich habe nachgeschlagen, was das genau bedeutet, denn Deutsch ist nicht meine Muttersprache: „Sich zu etwas oder jemandem bekennen“ bedeutet „sich für etwas oder jemanden zu entscheiden“, „zu etwas oder jemandem zu stehen“, „sich zu etwas oder jemandem offenbaren“.
Die Bloggerin unterstellt mir also, wenn ich das richtig verstehe, dass ich im Endeffekt Terroristen unterstütze und Terroranschläge zur Durchsetzung von politischen Zielen für richtig halte, dass ich die Vernichtung Israels wolle.
Ich soll demnach weiter den politischen Herrschaftsanspruch der Hisbollah in meinen Funktionen als Vorsitzender des Integrationsrats und als Mitglied des Stadtrates Mönchengladbach, aber auch als Bürger dieser Stadt vorantreiben.
So etwas aus Fotos zu konstruieren, die auf Facebook gepostet wurden, ist schon ein starkes Stück!
Die Bloggerin hat bei ihrer Recherche noch nie auch nur ein Wort mit mir gewechselt, mich angerufen oder angeschrieben. Es gab keinerlei Kontakt zu mir. Ich dachte immer, es gehört zu einer seriösen Recherche, auch mit den Betroffenen, über die man schreibt, zu sprechen.
Wenn es der Bloggerin aber nicht um saubere Fakten geht, um was geht es ihr dann?
Auf Initiative der AfD, einer Partei, die das Bundesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremismus-Verdachtsfall eingestuft hat und sie deswegen beobachten will, gab es nach dem Blog-Bericht eine Anfrage im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags, die aber nichts ergab. Der Verfassungsschutz hat keinerlei Vorwürfe gegen mich oder den Verein al Ghadir Mönchengladbach erhoben.
Ich habe dennoch Akteneinsicht beantragt, um dies auch nach außen zu dokumentieren, denn die Vorhaltungen gegen mich, aber auch gegen den Verein sind völlig haltlos!
Ich habe es an anderer Stelle bereits gesagt – und ich will es hier wiederholen:
Die Vorwürfe gegen meine Person und den Verein, dem ich vorsitze, haben mich sehr betroffen gemacht, weil sie einfach falsch sind.
Ich bin 1984, nach einem Anschlag der Amal Bewegung gegen mich, vom Libanon nach Deutschland gekommen. In bin Deutschland sehr dankbar, dass es mir eine neue Heimat gegeben hat. Ich bekenne mich zum deutschen Grundgesetz, dessen Werte ich voll und ganz teile. Ich distanziere ich mich explizit von Hisbollah, Amal Bewegung sowie allen anderen antisemitischen oder islamistischen Gruppierungen. Wenn der deutsche Verfassungsschutz die Hisbollah als Terrororganisation einstuft und sie verbietet, dann akzeptiere ich das und richte mich danach. Kontakte zu terroristischen Organisationen aus dem Verein al Ghadir Mönchengladbach sind mir nicht bekannt, ich kann sie für mich, meine Familie und auch den Verein ausschließen.
Bei der Ausübung meines Ratsmandates und meiner Arbeit im Integrationsrat steht der Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischen Rassismus, Homo- und Transphobie, Sexismus und alle weiteren menschenverachtenden Ideologien an erster Stelle. Dies sind meine Werte. Wenn jemand wie ich, der für diese Werte seit Jahren einsteht, dafür als „Wolf im Schafspelz“ bezeichnet wird, dann ist das eine unwahre, ehrverletzende Behauptung. Ich tue nicht nur so, als wäre ich kein Terrorist. Ich bin keiner! Und ich unterstütze auch keine.
Es ist in vielen Ländern dieser Welt – auch in meinem Geburtsland Libanon, in dem noch ein Teil meiner Familie lebt – nicht selbstverständlich, ein Leben in Frieden und Freiheit zu führen wie dies in Deutschland möglich ist. Es ist in vielen Ländern nicht selbstverständlich, seine Religion zu leben, seine Meinung zu sagen, ohne dafür verfolgt, eingesperrt oder getötet zu werden. Ich bin Deutschland sehr dankbar, dass es mich, meine Familie und Freunde und viele andere Menschen aufgenommen hat.
Hier engagiere ich mich als Demokrat und trete unter anderem auch dafür ein, dass Menschen ihre Meinung sagen können, selbst wenn ich diese nicht teile.
Die Meinungs- und Pressefreiheit ist ein hohes Gut, das ich voll und ganz akzeptiere – gerade auch im Falle dieser Bloggerin, die ein falsches Bild von mir und dem Verein al Ghadir Mönchengladbach zeichnet. Welche Ziele sie mit diesem Zerrbild verfolgt, kann ich nicht sagen. Aber ich biete der Dame gern ein Gespräch an, damit sie es mir erklärt.
Wer wenig verdient, ist in der Corona-Krise noch ärmer geworden. Das zeigt der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung.
Zusammen mit Engagierten des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit sprach die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel darüber, wie gegen diese wachsende Ungleichheit angekämpft werden kann. Das Bündnis hat in einem Appell elf sozialpolitische Forderungen erhoben. „Ich freue mich, dass sich das Bündnis so vehement und lösungsorientiert für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Dieses gemeinsame Engagement von Zivilgesellschaft und Politik ist wichtig, um eine sozialpolitische Wende durchzusetzen“, betont Yüksel. „Wir begrüßen das Angebot von Gülistan Yüksel im Austausch zu bleiben, da es für die Bundesrepublik und nicht zuletzt für Mönchengladbach gut und notwendig ist, Hartz-IV zu überwinden“, betont der Sprecher des Bündnisses Wolfgang Fels. Zu den Forderungen des Bündnisses gehören zudem eine würdevolle Grundsicherung, berufliche Bildungsangebote, ein höherer gesetzlicher Mindestlohn sowie bezahlbarer Wohnraum. Yüksel teilte zahlreiche Forderungen des Bündnisses und machte in dem Gespräch deutlich, dass die SPD bereits einiges hiervon umsetzen konnte: „Mit dem Teilhabechancengesetz haben wir einen sozialen Arbeitsmarkt geschaffen, von dem schon über 56.000 Menschen profitieren. Sie haben dank der Förderung und dem Zuschuss zum Arbeitsentgelt den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geschafft.“ Yüksel war sich mit ihren Gesprächspartnern dennoch einig, dass diese Regierungserfolge nicht darüber hinwegtäuschen dürften, dass gegen die wachsende Ungleichheit in Deutschland weiter angekämpft werden muss. „Der Appell des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit für mehr soziale Gerechtigkeit bleibt wichtig. In unserem Zukunftsprogramm finden sich zahlreiche der Forderungen wieder. So wollen wir Hartz IV durch ein Bürgergeld ersetzen. Dabei setzen wir auf Befähigung und Bestärkung und nicht auf Zwang. Unwürdige Sanktionen schaffen wir ab“, zitiert Yüksel das kürzlich veröffentlichte Programm ihrer Partei. „Gerade jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinander geht“, Yüksel abschließend.
Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BuA) sind in Deutschland während der Pandemie über 9.000 Pflegekräfte aus Krankenhäusern und Pflegheimen ausgeschieden.
Der Verlust wiegt angesichts der strukturellen Probleme in der Pflege umso schwerer und erhöht nun den Druck auf bestehende Belegschaften in Krankenhäusern und Pflegeheimen, so Ilse Müller, Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation:
„Die Corona-Krise zeigt, dass Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor weit auseinanderklaffen, wenn es um bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung von Pflegekräften geht. Wer aus seinem Job aussteigt und gar die Branche verlässt wie es Tausende Pflegerinnen und Pfleger getan haben, stimmt mit den Füßen über seine Arbeitsbedingungen ab. Gerade Pflegekräfte haben während der zurückliegenden Monate bewiesen, dass unsere Gesellschaft in hohem Maße auf ihre tägliche Leistung angewiesen ist und dass wir uns auf ihren Einsatz verlassen können, wenn Not am Mann ist. Der drohende Exodus aus der Pflege führt uns nun vor Augen, dass wir als Gesellschaft gut beraten sind, uns über die hohe Bedeutung des Pflegeberufs Rechenschaft zu geben und die überfälligen politischen Schlüsse aus der Personalmisere zu ziehen. Das impliziert, dass ein Finanzrahmen geschaffen werden muss, der den Pflegeberuf über die verschiedenen Berufsfelder hinweg monetär wieder anschlussfähig macht und jungen Menschen eine berufliche Perspektive mit realistischen Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet. Es muss schnell gehandelt werden, wir benötigen kurzfristig zusätzliche Fachkräfte in der Pflege, um die klaffende Lücke zu schließen und eine schwere Krise im Pflegesektor zu verhindern.“
All dies spiegelt sich in der Verkehrsunfallbilanz für das vergangene Jahr wider. Das geringere Verkehrsaufkommen ging mit einer Reduktion der Zahl der Verkehrsunfälle einher. War bereits in den letzten fünf Jahren ein Abwärtstrend bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle erkennbar, konnten wir in 2020 einen eindrucksvollen Rückgang von 14,3 Prozent feststellen. Die Zahl der Schwerverletzten sank sogar um sage und schreibe 22 Prozent. In den Verkehrskommissariaten, in denen Ermittler Verkehrsunfälle bearbeiten, wurden ebenfalls Erfolge verbucht: Zwei von drei geflüchteten Verursachern von Unfällen, bei denen Menschen verletzt wurden, wurden in 2020 ermittelt und zur Verantwortung gezogen. Doch auch die Polizei stand durch die Pandemie vor besonde-ren Herausforderungen und tut es weiterhin. Die Regeln zum Schutz vor Infektionen haben unsere Arbeitsabläufe verändert und oft deutlich erschwert. Dennoch haben meine Kolleginnen und Kollegen durch ihre engagierte Arbeit den hohen Kontrolldruck aufrechterhalten. Denn beim Blick auf die Hauptunfallur-sachen ist festzustellen: Weiterhin setzen sich betrunkene oder durch Drogen berauschte Fahrer ans Steuer und verursachen Unfälle. Deutlich mehr Verkehrsunfälle geschahen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit oder zu geringen Abstands zum Vorausfahrenden. Umso wichtiger erscheinen unsere präven-tiven und repressiven Maßnahmen zur Verkehrssicherheitsarbeit. Unsere Marschroute ist und bleibt: Jeder Verkehrsunfall ist einer zu viel. Teilnahme am Straßenverkehr verlangt stets gegenseitige Rücksichtnahme. Besonders die schwächsten Verkehrsteilneh-mer − Kinder und Senioren, aber auch Fußgänger und Fahr-radfahrer − müssen besonders im Blick behalten werden. Achten Sie deshalb im Straßenverkehr auf sich und andere, damit wir alle gesund und wohlbehalten unser Ziel erreichen!
Am Karfreitag, 2. April 2021, bringt das Theater Krefeld und Mönchengladbach ab 19.30 Uhr „The Plague“ (Die Seuche) als Opernfilm in virtueller Realität in die Heimkinos.
Für diese neuartige filmische Umsetzung wurden die Sängerinnen und Sänger des Musiktheaterensembles von Regisseur Kobie van Rensburg im Bluescreen-Verfahren gefilmt und digital in ein aufwändig hergestelltes, virtuelles Phantasie-England des 17. Jahrhunderts transferiert. So sind Szenen entstanden, die in eindrucksvollen schwarz-weiß Bildern eine Geschichte der Pest erzählen. Dabei ist die Handlung gespickt mit schwarzem Humor und Situationskomik.
Kobie van Rensburg verknüpft für sein außergewöhnliches Opernpasticcio „The Plague“ (Die Seuche) Daniel Defoes Chronik „Die Pest zu London“ (1722) mit Barockmusik vorranging von Henry Purcell. „Die Musik wurde von Yorgos Ziavras, dem musikalischen Leiter der Produktion, mit den Niederrheinischen Sinfonikern aufgenommen. Sämtliche Musiknummern wurden vor Beginn der Dreharbeiten von der Tontechnik des Theaters im Mehrkanalverfahren aufgenommen und abgemischt. Die Sängerinnen und Sänger haben bei den Dreharbeiten Lippen-synchron zu ihren eigenen Einspielungen gesungen“, erklärt Musiktheaterdramaturgin Ulrike Aistleitner.
Und so geht es:
Den Link zum Video on demand können Interessierte ab dem 2. April um 19.30 Uhr auf www.theater-kr-mg.de/plague anklicken. Darüber bezahlt man eine einmalige Gebühr von 10 Euro und kann den Film dann beliebig oft anschauen – er ist bis zum 4. Juli 2021 verfügbar. Über den Link ist außerdem ein kostenloses Programmheft erhältlich. Für die technische Umsetzung kooperiert das Theater Krefeld und Mönchengladbach mit dembach mediaworks. „Der Interessierte klickt auf das Symbol ,Ausleihen 10,00€‘. Danach wird er aufgefordert, sich mit einer E-Mail-Adresse, einem Facebook- oder Google-Account bei Vimeo zu registrieren oder, falls bereits ein Vimeo-Konto vorhanden ist, anzumelden. Nach der Registrierung wird der Interessierte darum gebeten, einen Zahlungsweg für die Ausleihe anzugeben. Hier hat der Zuschauer die Wahl entweder mit Paypal oder mit Kreditkarte zu bezahlen. Daraufhin wird das Video freigeschaltet und steht direkt zur Verfügung. Bis zum 4. Juli kann der Zuschauer das Video dann in seiner eigenen Vimeo-Bibliothek jederzeit anschauen“, erläutert Marketingleiter Philipp Peters das einfache Prozedere. Auch eine DVD des Opernfilms wird zum Preis von 10 Euro an der Theaterkasse zu erwerben sein. Das Projekt „The Plague – Opernpasticcio in einer virtuellen Realität“ wird großzügig unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Krefelder Theaters e.V. und den Freunden des Theaters in Mönchengladbach e.V. „The Plague“ (Die Seuche) wird in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln präsentiert.
Besetzung:
Künstlerische Gesamtleitung (Konzeption, Regie, Kamera, Schnitt, Ausstattung): Kobie van Rensburg („Die Zauberflöte“, „Figaros Hochzeit“, „Der Barbier von Sevilla“, „Carmen“, „The Gods must be Crazy“, „Der seltsame Fall des Claus Grünberg“) Musikalische Leitung und Cembalo/Orgel: Yorgos Ziavras Neun Sängerinnen und Sänger: Maya Blaustein, Antigoni Chalkia, Chelsea Kolic, Boshana Milkov, Susanne Seefing; Guillem Batllori, Robin Grunwald, Woongyi Lee, Matthias Wippich Acht Musikerinnen und Musiker (Niederrheinische Sinfoniker + 1 Gast): 2 Violinen, 1 Viola, 1 Cello, 1 Kontrabass, 1 Laute, 1 Schlagwerk, Cembalo/Orgel
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 36 Millionen Euro für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote im Rahmen des Programms „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ zur Verfügung.
Die vom Schulministerium veröffentlichten Förderrichtlinien ermöglichen eine weitere zeitliche Flexibilisierung und erweitern den Kreis der möglichen Anbieter der Angebote.
„Damit können auch in Mönchengladbach Angebote gemacht werden, um die Pandemiefolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern“, erklärt der Landtagsabgeordnete Terhaag (FDP). Bereits seit dem Sommer 2020 können außerschulische Bildungsangebote in den Ferien im Rahmen der Corona-Pandemie über ein Förderprogramme des Landes unterstützt werden. „Das Programm ist eine großartige Chance, um den Schülerinnen und Schülern in Mönchengladbach außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote zu ermöglichen und dadurch die Zeit des Distanzlernens aufzuarbeiten. Dabei geht es nicht nur um inhaltliche Lerndefizite, sondern auch um die Erfahrungen der vergangenen Wochen. In außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten können diese beiden Elemente verbunden und aufgearbeitet werden“, sagt Andreas Terhaag MdL. Die Anträge können ab sofort bei den Bezirksregierungen von privaten oder öffentlichen Trägern gestellt werden. Durch die schnelle Umsetzung und Konkretisierung der Landesregierung können erste Programme bereits vor oder in den Osterferien stattfinden. Die Laufzeit der Richtlinie ist bis zum Ende des Sommers 2022 vorgesehen. Die Landesregierung geht besonders bedacht mit der aktuellen Situation um. So können die außerschulischen Bildungsangebote auch mit guten Distanzlernkonzepten angeboten werden, falls das Infektionsgeschehen vor Ort phasenweise keine Präsenzangebote zulässt. Das bietet eine langfristige Planungssicherheit für alle Beteiligten. Als weitere antragsberechtigte Träger sind nach den Förderrichtlinien des Ministeriums die Hochschulen hinzugekommen, die ebenfalls zur Aufarbeitung der Pandemiefolgen im Bildungsbereich beitragen und Förderanträge stellen können. „Die „Extra-Zeit zum Lernen“ soll allen Schülerinnen und Schülern, in allen Jahrgangsstufen und Schulformen zugutekommen. Für Schülerinnen und Schüler mit intensivpädagogischem Förderbedarf, also Schülerinnen und Schüler mit einer körperlichen oder geistigen Schwerbehinderungen, können darüber hinaus auch individuelle Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen im häuslichen Umfeld stattfinden. Die Konkretisierung der Förderrichtlinien macht deutlich, dass es sich dabei nicht nur um Ferienprogramme handeln kann, sondern auch um Angebote im Nachmittagsbereich oder am Wochenende. So können zahlreiche und individuelle Angebote zur gezielten Förderung der Schülerinnen und Schüler in Mönchengladbach angeboten werden“, erklärt Terhaag.
Der Innenausschuss des Landtages NRW beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit einem Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines Periodischen Sicherheitsberichts. Dieser wurde von den Regierungsfraktionen von CDU und FDP mehrheitlich abgelehnt.
„Mit der Einrichtung eines Periodischen Sicherheitsberichts wollen wir sicherstellen, dass wir mehr Licht ins Dunkel der Kriminalität in NRW bringen. Die jährlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik gibt nämlich kein vollständiges Bild über die Kriminalitätsentwicklung wieder. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Tätigkeitsnachweis über polizeilich registrierte Vorgänge aus der Vergangenheit. Viele Straftaten werden hierbei nicht erfasst. Und auch das ‚Dunkelfeld‘ wird eben nicht berücksichtigt.
Durch die Einführung eines regelmäßigen, einmal in der Legislaturperiode erscheinenden umfassenden Periodischen Sicherheitsberichts würden auch diese bisher nur unzureichend erfassten Bereiche eingehender durchleuchtet worden. Auf der Grundlage der hierdurch gewonnenen Erkenntnisse könnte die Polizei mittelfristig zielgerichteter vorgehen und ihre Strategien zur Verbrechensbekämpfung optimieren. Dies gilt insbesondere auch für schwere Verbrechen, wie beispielsweise bei der Organisierten Kriminalität. In Kreisen der Polizei und bei Sachverständigen hat die Idee eines Periodischen Sicherheitsberichts deshalb starken Zuspruch gefunden. Auch die von der Landesregierung eingesetzte sog. Bosbach-Kommission hatte in ihrem Abschlussbericht die Einführung eines entsprechend regelmäßigen Berichts empfohlen. Umso unverständlicher ist die jetzige Entscheidung der Regierungsfraktionen, den Hinweisen der Experten nicht zu folgen und unseren Antrag abzulehnen. Sie vergibt damit offenbar aus parteipolitisch motivierten Gründen eine Chance, den Sicherheitsbehörden mehr und bessere Erkenntnisse an die Hand zu geben. Damit wird eine verbesserte Kriminalitätsbekämpfung unnötig erschwert,“erklärt Hartmut Ganzke, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW dazu.
Drei Abschlüsse in zehn Semestern: Das kann erreichen, wer sich für den Bachelorstudiengang Handwerksmanagement – Betriebswirtschaftslehre am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein entscheidet.
Der Studiengang ist für junge Menschen im Handwerk entwickelt worden, die sich neben ihrer Spezialisierung im Gewerk umfangreiche betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen wollen.
Am 18. März, 15. April und 19. Juni gibt es digitale Informationsveranstaltungen für den trialen Studiengang, der in dieser Form nur an der Hochschule Niederrhein angeboten wird. Eine Bewerbung für das Wintersemester 2021/22 ist zwischen dem 1. Mai und dem 15. Juli möglich.
Der Studiengang beginnt mit Aufnahme der Ausbildung im Handwerk. Nach dem Gesellenbrief wird parallel zum Studium der Abschluss des Meisters angestrebt. Nach fünf Jahren endet das Studium mit dem Bachelorgrad (B.A.), dem Gesellenbrief und mit dem Meisterbrief.
Gestern ist es erneut zu einem Betrug gekommen, bei dem die Täter einem 84-jährigen Mann einen schweren Unfall seiner Tochter vorgaukelten, um ihn um sein Erspartes zu bringen. Eine zweite Übergabe fand mit dem Hugo-Junkers-Park im öffentlichen Raum statt. Die Polizei sucht Zeugen.
Der 84-Jährige war gegen 10.40 Uhr in seiner Wohnung auf der Sperberstraße, als das Telefon klingelte. Am anderen Ende war ein unbekannter Mann, der sich als Mitarbeiter des Amtsgerichtes ausgab. In einem längeren Gespräch überzeugte er ihn davon, dass seine Tochter einen schlimmen Verkehrsunfall verursacht hätte und er nun 40.000 Euro zahlen müsse, um das im Sinne seiner Tochter zu regeln.
Der in Sorge geratene Mann gab an, dass er nicht so viel Geld besitze, willigte aber ein, das, was er gespart hatte, als „Kaution“ für seine Tochter zu übergeben. Gegen 11.15 Uhr erschien dann ein Unbekannter bei ihm zu Hause, gab sich als „Kurier für das Gericht“ aus und nahm das Geld in einer eher niedrigen fünfstelligen Höhe entgegen.
Damit gab sich der Unbekannte aber nicht zufrieden: In einem perfiden Spiel mit der Angst um die Tochter brachte er ihn dazu, im Anschluss weiteres Geld bei einer Bank zu besorgen, da der Betrag als Kaution nicht reiche, und auf weitere Anweisungen am Telefon zu warten.
Der 84-Jährige, überzeugt von der Not seiner Tochter, tat wie ihm geheißen und hob weitere 5.000 Euro bei der Bank ab. Per Handy wurde er dann erst zur Brucknerallee und von dort dann in den Hugo-Junkers-Park bestellt. Hier erschien dann gegen 13 Uhr der vorige Kurier und nahm das Bargeld entgegen.
Ein Anwohner, bei dem der 84-Jährige zuvor irrtümlich geklingelt hatte, wurde misstrauisch und sprach den Herrn erneut an. Er beschrieb auch eine verdächtige Person, die sich in der Nähe befunden hatte. Polizisten stellten diesen Mann nachdem sie informiert worden waren und nahmen ihn vorläufig fest. Im Zuge der weiteren Sachverhaltsklärung und polizeilichen Maßnahmen wurde jedoch klar, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen dem Festgenommenen und der Straftat gibt. Er wurde entsprechend im Anschluss wieder entlassen.
Der „Kurier“ wurde als ca. 1,90m großer Mann beschrieben, der dunkel gekleidet war und weiße Schuhe sowie eine helle Mund-Nasen-bedeckung trug.
Die Polizei fragt: Wem sind verdächtige Personen oder auch Fahrzeuge in dem Bereich der Sperberstraße bzw. zum Tatzeitpunkt am Hugo-Junkers-Park aufgefallen? Hinweise bitte an 02161-290. (cw)
Die Bündnispartner SPD, Grüne und FDP begrüßen die geplante Erweiterung der Radstation am Hauptbahnhof Rheydt und wünschen sich eine möglichst schnelle Realisierung.
„Dafür,“ so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi, „brauchen wir jetzt Klarheit über die finanziellen Auswirkungen der Erweiterung und der von den Planern vorgesehenen Integration in den geplanten Neubau des Rheydter Hauptbahnhofs.“ „Eine Erweiterung der Radstation kann man sich auch auf dem Außengelände vorstellen, so ergänzend der Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Boris Wolkowski, „auch dafür brauchen wir belastbare Zahlen zu den Kosten.“ Achim Wyen (FDP) hat als Vorsitzender des Finanzausschusses besonders im Blick, dass Fördermittel eine schnelle Umsetzung der Planung deutlich erleichtern könnten. „Hier muss die Verwaltung aufzeigen, ob und unter welchen Voraussetzungen es Fördermöglichkeiten gibt, z.B. im Programm „Nahmobilität.“
Einig sind sich die Partner des Ampelbündnisses auch darin, dass die Verzahnung mit dem Projekt Neubau des Hauptbahnhofes Rheydt, dessen aktuellen Fortschritt sie ausdrücklich begrüßen, es auch erforderlich machen könnte, die bisher für 2025 veranschlagten Planungskosten für die Erweiterung der Radstation deutlich vorzuziehen. Auch dazu erbitten sie mit ihrem Antrag, den der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 11. März beraten wird, klare Aussagen der Verwaltung.
In Wegberg, Erkelenz und Gelsenkirchen haben sich jüngst die politischen Mehrheiten gegen das Streaming von Ratssitzungen ausgesprochen[1]. Anders in Mönchengladbach, hier wird seit 2017 durch einstimmigen Beschluss jede Sitzung Live ins Internet übertragen und bleibt danach für einige Zeit ‚On-Deamand‘ abrufbar[2]. Die letzte Evaluation der Zuschauer*innen und Abruf-Zahlen fand im Februar 2018 statt, damit zusammen wurde die dauerhafte Einführung beschlossen[3]. Für DIE LINKE ist nun die Zeit gekommen einen erneuten Blick auf die Zahlen zu werfen, doch damit einher gehen mehrere Forderungen das Rats-TV zu verbessern und barrierefreier zu machen[4].
Gerade während der Pandemie ist Rats-TV der einzige sichere Zugang für die Bürgerschaft Politik zu erleben. Die Digitalisierung ist durch Corona deutlich voran geschritten und dies wird nach Ansicht der Linksfraktion auch nach der Krise anhalten. „Somit wird ein Angebot wie Rats-TV immer mehr an Bedeutung gewinnen und der Erfolg von Rats-TV kann nicht nur anhand der Einschaltquoten bewertet werden“, meint der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Vielmehr muss es Ziel sein, diese Zahlen zu steigern. Dazu gab es mit einer Ausweitung auf Rats-Radio und der Integration in die Sozialen-Medien bereits einen Arbeitsauftrag dessen Ergebnisse noch ausstehen. Uns ist es aber wichtiger auch das Thema Barrierefreiheit anzugehen, ob nun über Gebärdendolmetscher*innen oder einen per Transcription-Software (Spracherkennung) erzeugten Untertitel gilt es zu prüfen.“
Weiter möchte DIE LINKE die Möglichkeit schaffen, dass auch Ausschüsse und Bezirksvertretungen übertragen werden können. In einem ersten Schritt wird vorgeschlagen die Bürger*innen je Ratszug abstimmen zu lassen welche zusätzliche Sitzung im Rats-TV gezeigt wird. „Die finanzielle Belastung hält sich mit maximal 1200,- Euro je Ratszug in Grenzen und wenn wir so weitere Zielgruppen Fach oder Bezirks bezogen erreichen ist viel gewonnen“, endet Schultz nicht ohne zu erwähnen: „Und wer weiß, ob wir nicht über eine interkommunale Zusammenarbeit Kosten wieder einsparen können. Aber selbst wenn nicht: Die Transparenz demokratischer Prozesse sollte uns das Wert sein!“
Eine erste Beratung des Antrags findet am Donnerstag den 11.3.2021 im Finanzausschuss statt, die Entscheidung fällt dann zwei Wochen später am 25.3.2021 im Rat.
Leider mussten wir den „Ökumenischen Kreuzweg für Gerechtigkeit“ im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen lassen. Der Veranstaltergemeinschaft stellte sich nun die Frage: Was sollen wir in diesem Jahr machen?
Gerade oder auch in der Zeit der Pandemie ist es wichtig, Gesicht zu zeigen für die Menschen, die in unserer Stadt Mönchengladbach leben und benachteiligt sind, sei es durch Arbeitslosigkeit, Armut im Alter, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Kinderarmut oder die Situation, Kinder allein großziehen zu müssen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen von Einsamkeit betroffen sind. Aufgrund der Pandemie ist es uns in diesem Jahr leider nicht möglich, unseren Kreuzweg durch die Mönchengladbacher Innenstadt zu gehen. Daher gibt es den Ökumenischen Kreuzweg für Gerechtigkeit 2021 digital.
Der Titel des diesjährigen Kreuzweges lautet: „Wo bleiben wir? – GEMEINSAM Zukunft gestalten!” Die einzelnen Stationen werden in Eigenverantwortung von Vertretern der Veranstaltungsgemeinschaft durchgeführt und per Video aufgezeichnet.
Der Auftakt wird in diesem Jahr vom Ökumene-Ausschuss Stadtmitte (St. Vitus, St. Michael Holt, Ev. Christuskirchengemeinde, Ev. Friedenskirchengemeinde) gemeinsam mit Pfr. Peter Blättler und Pfr. Dirk Sasse gestaltet.
Die Stationen sind: 1. kfd-Regionalverband zum Thema: „Volle Gleichberechtigung für alle – In Kirche und Gesellschaft“ 2. Volksverein Mönchengladbach, Treff am Kapellchen und SKM Rheydt zum Thema: „Den Mensch in die Mitte holen“ 3. Aktion Friedensdorf zum Thema: „Horizonte weiten – Gemeinsam stark für Kinder in der EINEN WELT“ 4. GdG Rheydt-West zum Thema: „Zukunft gestalten – den Wandel gestalten“ 5. Sant´ Egidio zum Thema: „Keiner rettet sich allein!“ 6. Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach zum Thema: „Eine warme Mahlzeit am Tag – eine Frage der Gerechtigkeit!?“
Weitere Schulen in Mönchengladbach erhalten in den kommenden Tagen Leih-Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm. Rund 2.000 weitere Tablets sind angekommen und werden verteilt. Insgesamt sind alle Schulen über alle Schulformen hinweg dann mit 5.400 Leih-Geräten ausgestattet. Die Geräte werden in Abhängigkeit von Schülerzahl, Sozialindex und Schulform verteilt. Bestellt wurden sie bereits im September letzten Jahres.
Die Schulen können die Geräte an Schülerinnen und Schüler für das Lernen auf Distanz verleihen. Sobald es wieder Präsenzunterricht gibt, verbleiben die Geräte in den Schulen und stehen dort für die Einbindung in den Unterricht zur Verfügung. Sollten die Geräte widerrechtlich entwendet werden, kann die Stadt dabei reagieren, sagt Harald Weuthen, Fachbereichsleiter Schule und Sport: „Sollten die Geräte entwendet oder verloren gehen, können sie geortet, umgehend abgeschaltet werden und sind für Dritte unbrauchbar und wertlos.“
Wenn an einer Schule keine Leihgeräte mehr zur Verfügung stehen sollten, besteht außerdem die Möglichkeit, beim Jobcenter zweckgebunden einen Mehrbedarf anzumelden. Hier werden bei Bedarf für Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften dann die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt, um Endgeräte für pandemiebedingten Distanzunterricht anschaffen zu können. Die Schulen sind ebenfalls über diese Möglichkeit informiert und können im Bedarfsfall beraten sowie die nötige Bescheinigung ausfüllen.
In den letzten Wochen ist trotz –oder gerade wegen – des Saisonabbruchs viel bei den Handballern der Turnerschaft Lürrip 1901 e.V. passiert.
Nach sechs Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit trennte sich der Verein von seinem Erfolgstrainer Robert Bosnjak. Der Vertrag wurde zum 31.03.2021 vereinsseitig aufgelöst. „Trotz zahlreicher Erfolge unter Robert Bosnjak als Trainer, die 2019 mit dem Double aus Verbandsligaaufstieg und Pokalsieger ihren Höhepunkt hatte, kam das Gefühl bei uns auf, dass wir eine strategische Veränderung herbeiführen möchten“, so der 1.Vorsitzende Tobias Heupts.
„Wir danken Robert für seine erfolgreiche und intensive Arbeit mit unserer Mannschaft und für den Gesamtverein und wünschen ihm alles Gute für seine nächste Station.“
Ab 01.04.2021 startet die Turnerschaft dann in eine (coronabedingt) noch ungewisse Zukunft mit Tobias Elis als Trainer. „Mit Tobi haben wir einen hervorragenden Menschen und Handballfachmann von unserem Konzept überzeugen können. Als Privatmensch ist er seit vielen Jahren Fan und Freund der Turnerschaft. Nun ist es uns gelungen ihn auch sportlich einzubinden. Dass dies in der enorm wichtigen Position des 1. Herrentrainers geschehen ist, macht uns noch ein bisschen glücklicher und sehr stolz“, so Sportwart Martin Kuhlen, der gute zehn Jahre mit Elis gemeinsam in der Regionalliga Handball gespielt hat. Tobias Elis hat viele Jahre sehr erfolgreich bei den Handballern von Borussia Mönchengladbach, bis zur Regionalliga Nordrhein, gearbeitet. „Tobi war von Anfang an unser Wunschtrainer. Ab dem Zeitpunkt, als die Stelle frei war haben wir gemeinsam intensive Gespräche über ihn, den Handballsport und den Verein geführt. Jetzt freuen wir uns auf die neuen Aufgaben, die wir gemeinsam angehen werden“, so Tobias Heupts.
Arbeit wartet direkt bei der Turnerschaft. Drei Spieler aus der 1.Herren haben altersbedingt ihre aktiven Karrieren beendet, zwei weitere Spieler wechseln zu höher spielenden Vereinen. „Wir arbeiten daran neue Spieler zu holen und führen viele Gespräche. Leider gestaltet sich dies aufwendiger durch Corona, aber wir sind überzeugt, dass wir in der neuen Konstellation noch interessanter für Verbandsligaspieler sind, als wir es ohnehin schon waren“, so Tobias Heupts.