Autor: Harald Wendler

  • SPD: Der Bundestags-Wahlkampf 2021 rückt näher

    SPD: Der Bundestags-Wahlkampf 2021 rückt näher

    „Gekommen um zu hören“, mit diesem wohlklingenden Slogan startet eine Kampagne der SPD-Bundestagsfraktion quasi den Wahlkampf zum nächsten Bundestag in 2021.

    Die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel nutzte das fantastische Wetter und schlug ihr Zelt mitten auf dem Rheydter Markt auf.
    Welche Meldungen, Wünsche oder auch Kritiken die Bürger abgaben, ist nicht überliefert.

    Der Wahltermin für die turnusmäßig im Jahr 2021 stattfindende Bundestagswahl steht noch nicht fest. Mit der Bekanntgabe des Wahltermins durch den Bundespräsidenten ist Anfang 2021 zu rechnen.

    Die Wahlperiode des 19. Deutschen Bundestages hat mit ihrer konstituierenden Sitzung am 24. Oktober 2017 begonnen. Somit muss der Wahltermin innerhalb der Zeitspanne von Mittwoch, dem 25. August 2021 und Sonntag, dem 24. Oktober 2021 liegen.

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  • Forum Radverkehr –  Fünf OB-Kandidaten stellen sich vor

    Forum Radverkehr –
    Fünf OB-Kandidaten stellen sich vor

    Sehenswert war es allemal, 100 interessierte Mönchengladbacher waren in die Citykirche gekommen um live zu hören, wie sich die Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters den Radverkehr der Zukunft in unserer Stadt vorstellen.

    Nicht alle Ideen und Äußerungen kamen gut an bei den aufmerksamen Wählern, die im September den OB wählen werden.

    Im Video sind lediglich ansatzweise die Vorstellungen zu hören, konkretes weil durchführbar war eher Mangelware. Bei den beiden GroKo-Vertretern war die (noch) Rücksichtsnahme deutlich spürbar.

    Aufgrund von technischen Beschränkungen wurde nicht die kpl. Veranstaltung aufgenommen.
    Es reicht jedoch, um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen.

    Das kpl. Video gibt es vom ADFC auf Youtube unter:
    http://forum.adfc-mg.de

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  • Versprochen wurde eine Sonderprämie für Pflegepersonal. Mehr Geld gibt es jedoch nur für Altenpfleger

    Versprochen wurde eine Sonderprämie für Pflegepersonal.
    Mehr Geld gibt es jedoch nur für Altenpfleger

    Es ist erst wenige Wochen her, die ganze Republik klatschte Beifall, umjubelte sowohl Plegerinnen und Pfleger in unseren Krankenhäusern und Alteneinrichtungen.

    Politiker aller Parteien waren begeister vom Einsatz des Personals, waren einer Meinung im Urteil: Dies muss belohnt werden.

    Nur durch diesen fantastischen Einsatz war eine derart schnelle Bewältigung der Gesundheitskrise möglich geworden.
    Also schossen die Vorschläge der Vergütung in den Himmel.

    Das Ergebnis aus heutiger Sicht:
    Ein Bonus für das Pflegepersonal in Altenheimen ist geplant, verabredet, vom Personal in den Krankenhäusern spricht niemand mehr.

    Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am Dienstag, den 26. Mai 2020, die Aufstockung des sogenannten Pflegebonus für Beschäftigte in der Altenpflege auf bis zu 1.500 Euro beschlossen.

    Danach sind in Nordrhein-Westfalen folgende Prämienhöchstbeträge möglich:

    Beschäftigte, die hauptsächlich in der direkten Pflege oder Betreuung arbeiten: bis zu 1.000 Euro (Grundprämie) sowie bis zu 500 Euro Landesaufstockung)
    • Weitere Beschäftigte, die mindestens 25 Prozent der Arbeitszeit in der direkten Pflege und Betreuung mitarbeiten: bis zu 667 Euro (Grundprämie) sowie bis zu 333 Euro (Landesaufstockung)
    • Sonstige Beschäftige in den Pflegeeinrichtungen (z.B. Personal in der Verwaltung, Küche, Haustechnik, Gebäudereinigung. Empfangssicherheitsdienst, Garten- und Geländepflege, Wäscherei, Logistik sowie Personal, das nicht unmittelbar oder mindestens bis zu 25 Prozent in der direkten Pflege arbeitet): bis zu 334 Euro (Grundprämie) sowie bis zu 166 Euro (Landesaufstockung)
    • Auszubildende: 600 Euro ( Grundprämie) sowie 300 Euro (Landesaufstockung)
    • Freiwillige im freiwilligen sozialen Jahr:
    100 Euro (Grundprämie) sowie 50 Euro (Landesaufstockung)

    Wie und wann die Auszahlung erfolgt, steht noch nicht fest.

    Finanzminister Olaf Scholz unterstützte die Wertschätzung der Bevölkerung, die diesen Berufsgruppen Beifall klatschte, indem er
    Steuerfreiheit von bis zu 1.500,-€ für Prämien zusagte, die Arbeitgeber diesen Beschäftigten zukommen lassen würden, nach dem Motto: „Klatschen allein hilft nicht“.

    Die Minister Hubertus Heil (Arbeit und Soziales) und Jens Spahn (Gesundheit) verstärkten diese Stimmung, insbesondere für die Pflegekräfte.

    Spahn (laut dpa vom 02.04.2020):

    „Ich würde gerne zusammen mit den Arbeitgebern schauen, wie wir Wege finden, denjenigen, die jetzt Großartiges leisten jeden Tag, dafür noch mal eine besondere Anerkennung zu geben. Die Idee finde ich richtig- und darüber möchte ich gerne mit den Arbeitgebern in der Pflege reden „. Es sei sein „Ziel „, dass diejenigen, die jetzt .. mit anpacken und in schweren Zeiten einen wichtigen Dienst“ leisteten, dafür auch „eine finanzielle Anerkennung bekommen“.

    Einen sehenswerten Beitrag sendete der MDR, er ist zu sehen unter:
    Was wird aus der Sonderprämie für Krankenpfleger?

    So verspielt Politik insgsamt leichtfertig Vertrauen, dies wieder zu erlangen wird bis zur Bundestagswahl schwerfallen.

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  • „Night of Light“ – Ein flammender Appell / Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

    „Night of Light“ – Ein flammender Appell / Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

    Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!

    Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations (Special-Event- Locations, Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Tagungshotels und sonstige Spielstätten wie z.B. Theater, Philharmonien, Konzerthallen, Schauspielhäuser) in ganz Deutschland strahlten in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 bundesweit ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit  roter Beleuchtung an, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen.

    In Mönchengladbach wurde das Theater Rheydt von 22:00 Uhr bis 01:00 Uhr angestrahlt.

    Ziel der Aktion ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann.
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  • CDU: Rheydt zur Wohnstadt von D´dorf, Köln und Aachen entwickeln

    CDU: Rheydt zur Wohnstadt von D´dorf, Köln und Aachen entwickeln

    Es wirkt, als habe die CDU-Rheydt eine Schublade geöffnet und ereignisgesteuert ein lange geplantes Zukunftsprojekt herausgeholt.

    In einer aktuell veröffentlichen Pressemeldung vom Samstag schlägt sie vor:

    Die CDU Rheydt hat die Entscheidung von Galeria Karstadt Kaufhof, das Kaufhaus am Rheydter Marktplatz in der Zukunft nicht weiter zu betreiben, mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.
    Insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Einbindung in den zukunftsweisenden Rathaus-Neubau ist das mangelnde Vertrauen des Unternehmens in den Standort Rheydt eine herbe Enttäuschung. Für die betroffenen Mitarbeiter müssen sozialverträgliche Angebote entwickelt werden .

    Für die CDU Rheydt gilt es daher nun, diese Entwicklung in ihre Gedanken zur Zukunft der Rheydter Innenstadt einzubeziehen. Im Rahmen eines zukunftsfähigen Konzeptes muss der bestehende, insbesondere der inhabergeführte Einzelhandel in der Innenstadt einen festen Platz haben. Darüber hinaus ist es entscheidend, das Potential Rheydts zu nutzen und neue Perspektiven für die verfügbaren innerstädtischen Flächen nicht nur aufzuzeigen, sondern auch zügig zu realisieren. Die fußläufige Erreichbarkeit des Rheydter Hauptbahnhofes mit seiner Anbindung an Städte wie Düsseldorf, Köln und Aachen bietet dabei einen chancenreichen Ansatz, den Stadtteil für attraktives Wohnen weiterzuentwickeln.
    Rheydt hat so die Möglichkeit, zukünftig in Mönchengladbach und darüber hinaus eine viel versprechende neue Rolle einzunehmen und seine eigene Identität und besonderen Stärken zu erhalten.

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  • FORUM STADTVERKEHR-Vorstellungs-Runde von fünf OB-Kandidaten in Mönchengladbach

    FORUM STADTVERKEHR-
    Vorstellungs-Runde von fünf OB-Kandidaten in Mönchengladbach

    Die Kandidaten der im Rat vertretenen Fraktionen für das Oberbürgermeister-Amt der Stadt Mönchengladbach stellen sich den Fragen von Experten und Bürgern.

    Thematischer Schwerpunkt wird die Entwicklung des Radverkehrs unserer Stadt nach der Kommunalwahl im September 2020 sein.

    Im Podium:
    • Frank Boss CDU
    • Felix Heinrichs SPD
    • Boris Wolkowski GRÜNE
    • Stefan Dahlmanns FDP
    • Sebastian Merkens LINKE

    Es können bis zu 100 Personen teilnehmen. Es gelten die bekannten Abstandregeln und alle Kontaktdaten werden notiert. Bitte Mundschutz mitbringen.
    Anmeldung und Platzreservierung ist möglich per E-Mail:
    anmeldung@adfc-mg.de.

    Wo: City Kirche, Alter Markt.
    Wann: 23. Juni 2020
    Einlass ab 18:30 Uhr
    Der Eintritt ist frei.
    Erstmals wird die Veranstaltung live und mit Chat unter: www.forum.adfc-mg.de übertragen.
    Auch Fragen aus dem Web werden an die OB-Kandidaten weitergegeben.

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  • Studienergebnis der Uni Bremen: „Zur Situation der Langzeitpflege in Deutschland während der Corona-Pandemie“

    Studienergebnis der Uni Bremen: „Zur Situation der Langzeitpflege in Deutschland während der Corona-Pandemie“

    Befragt wurden mehr als die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland.
    Auch Mönchengladbacher Einrichtungen wurden befragt, ihre Antworten sind in die Studie eingeflossen.

    Hier der Bericht der Uni Bremen:

    Ambulante Versorgung Pflegebedürftiger destabilisiert

    Pflegebedürftige gehören zu den am schwersten Betroffenen in der Corona-Krise. 60 Prozent aller Verstorbenen sind von Pflegeheimen oder Pflegediensten betreute Menschen. Deren Anteil an infizierten Personen beträgt aber nur 8,5 Prozent. Das ist Ergebnis einer Online-Befragung der Uni Bremen.

    „Nicht nur pflegebedürftige Menschen sind bei einer Infektion mit dem SARS-CoV2-Virus in besonderem Maße von schweren Krankheitsverläufen und einer hohen Sterblichkeit bedroht“, sagt  Karin Wolf-Ostermann, Professorin für Pflegewissenschaft, die die Studie geleitet hat. Gleichzeitig seien auch die sie versorgenden Pflegekräfte durch erhöhte Infektionsrisiken gefährdet. Sie könnten dabei ihre dringend notwendigen Dienstleistungen am Menschen häufig nicht unter Einhaltung der generellen Schutzmaßnahmen erbringen.

    Unter welchen Bedingungen aktuell die Pflege im häuslichen Umfeld und in stationären Einrichtungen erbracht wird und welche Folgen der Pandemie dort wirksam sind, war bislang noch unbekannt. Um die Situation zu analysieren, hat eine Forschergruppe unter Leitung von Pflegeprofessorin Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung und Gesundheitsökonom Professor Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik gemeinsam mit einem siebenköpfigen Team eine bundesweite Online-Befragung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Befragungsdaten von 824 Pflegeheimen, 701 Pflegediensten und 96 teilstationären Einrichtungen wurden dabei analysiert.

    Pflegebedürftige und Pflegende häufig von COVID-19 betroffen

    Sowohl in häuslicher als auch in stationärer Versorgung gibt es laut Studie starke Auswirkungen auf Pflegebedürftige. „Werden die Befragungsergebnisse auf die Bundesrepublik hochgerechnet, zeigt sich, dass rund 60 Prozent aller Verstorbenen von Pflegeheimen oder Pflegediensten betreute Pflegebedürftige sind, wobei deren Anteil an allen infizierten Personen nur insgesamt 8,5 Prozent beträgt. Pflegeheime sind damit der wichtigste Ort in Bezug auf mit COVID-19 Verstorbenen. Hier treten die Hälfte aller Todesfälle auf, obwohl nur knapp ein Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt. Die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen ist somit mehr als fünfzigmal so hoch wie im Rest der Bevölkerung“, sagt Professor Heinz Rothgang.

    Hohe Infektionsraten zeigten sich auch für das Pflegepersonal. Der Anteil infizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei in ambulanten Pflegediensten doppelt so hoch wie in der Normalbevölkerung, in stationären Einrichtungen sogar sechsmal so hoch, so die Autoren der Studie. Dennoch hätten drei Fünftel der Pflegedienste und drei Viertel der Pflegeheime noch keinen COVID-19-Fall zu verzeichnen. Dies zeige, dass Schutzmaßnahmen bisher erfolgreich sind. Dort, wo eine erste Infektion auftrete, seien die Folgen jedoch schnell gravierend. Deshalb müssten das Einschleppen erster Infektionen konsequent vermieden werden und Schutzkonzepte die Verbreitung unter den Pflegebedürftigen und Mitarbeitenden verhindern.

    Schnelle Testungen und Schutzmaterialien nicht ausreichend verfügbar

    Dass eine Eindämmung der Infektion möglich ist, zeigen die Infektionen von Mitarbeitenden und Pflegebedürftigen: So weisen jeweils mehr als die Hälfte der Einrichtungen mit infizierten Mitarbeitenden keine infizierten Klienten oder Bewohner aus. Schlüssel hierbei sind allerdings schnelle Testergebnisse zur Identifikation von potenziellen Infektionsherden und ausreichende Schutzmaterialien zur Vorbeugung der Übertragung, mahnen die Autoren. Wenngleich die anfangs mangelnde Versorgung mit Schutzmaterialien an Bedeutung verloren hat, berichten immer noch jeder vierte Pflegedienst und jede sechste stationäre Einrichtung von diesbezüglichen Engpässen. Zudem seien Tests teilweise noch schwer zugänglich. „Die Übermittlung der Ergebnisse erfolgt erst nach drei bis vier Tagen – zu spät, um ihr Potential als Teil eines wirkungsvollen Schutzkonzeptes voll zu entfalten“, so Karin Wolf-Ostermann. Erforderlich sind daher Reihentests, deren Ergebnisse schneller zur Verfügung stehen.

    Instabile Pflegearrangements gefährden Versorgungssicherheit

    Im Hinblick auf die quantitative Versorgung berichtet knapp die Hälfte aller Pflegedienste von deutlichen Veränderungen, die dadurch entstehen, dass Leistungen von den Pflegebedürftigen nicht mehr in Anspruch genommen werden und teilstationäre Angebote oder Betreuungskräfte in den Haushalten nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies führt dazu, dass einerseits vier von zehn Pflegediensten unter wirtschaftlichen Folgen zu leiden haben und andererseits die Versorgung von Klientinnen und Klienten gefährdet, instabil oder sogar aktuell nicht sichergestellt ist. Hier besteht dringender Unterstützungsbedarf, der zu einer Stabilisierung der oft äußerst fragilen privaten Pflegearrangements und somit zur Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung im häuslichen Bereich erforderlich ist.

    Dauerhaftes Schutzkonzept als pflegepolitische Konsequenz

    Der Langzeitpflege durch ambulante Pflegedienste und in stationären Einrichtungen muss – auch mit Blick auf eine mögliche zweite Welle der Pandemie – eine höhere Aufmerksamkeit zukommen, so das Fazit von Professorin Wolf-Ostermann und Professor Rothgang. Richte sich der Blick von Politik und Öffentlichkeit im medizinische und pflegerischen Bereich derzeit vornehmlich auf Kapazitäten einer klinischen und intensivmedizinischen Versorgung der akut Infizierten, werde die dauerhafte Versorgung der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppe zunehmend prekärer. Während in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen sehr schnell Hotspots der Erkrankung entstehen können, da viele hochbetagte und multimorbide Menschen auf engem Raum leben, werden ambulante Versorgungssituationen destabilisiert. Damit sei die tägliche Versorgung der Pflegebedürftigen gefährdet.

    Fazit

    Und das schlussfolgern die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Um über die akute Pandemiesituation hinaus Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, muss den Forderungen der Pflegedienste und stationäre Einrichtungen nachgekommen werden. Dazu gehören bundesweite und praktikable Handlungsempfehlungen, eine dauerhafte ausreichende Bereitstellung von Schutz- und Desinfektionsmitteln, die systematische und regelmäßige Testung von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Personal, sowie eine bessere Vergütung der Pflegekräfte und eine bessere Personalausstattung.

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  • „Beethoven: Opus 111 / Dr. Faustus / Pas de deux“

    „Beethoven: Opus 111 / Dr. Faustus / Pas de deux“

    Im Rahmen des Sonderspielplans Juni präsentiert das Theater Krefeld und Mönchengladbach am 20.6. in Mönchengladbach und am 26.6. in Krefeld „Beethoven: Opus 111 / Dr. Faustus / Pas de deux“.

    Dieser Abend vereint Musik, Literatur und Tanz – und  verspricht ein ebenso geistreiches wie sinnliches Theatererlebnis.

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  • 10 Jahre Family of Peace Gospel Singers

    10 Jahre Family of Peace Gospel Singers

    Vor zehn Jahren wurde der Chor der Family of Peace Gospel Singers gegründet. Es war viel geplant für das Jubiläumsjahr 2020: Eine kleine, feine Konzertreihe, eine Chorfahrt, Unterstützung in zahlreichen Gottesdiensten und auf dem Gemeindefest, die eine oder andere Überraschung für Fans und Freunde.

    Es kam bekanntermaßen alles anders. Und so begeht der Giesenkirchener Gospelchor sein Jubiläum entgegen seiner Gewohnheit gezwungenermaßen eher still, denn an Auftritte der üblichen Art ist aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen COVID-19 derzeit nicht zu denken. Selbst Proben finden bis auf weiteres online statt.
    Dennoch blickt die Family of Peace zuversichtlich in die Zukunft. Spätestens im kommenden Jahr – so die vorherrschende Überzeugung im Chor – wird nachgefeiert.
    Noch vor elf Jahren hätte es vermutlich niemand für möglich gehalten, dass in der evangelischen Kirchengemeinde in Rheydt-Giesenkirchen überhaupt einmal ein Gospelchor zur festen Einrichtung werden könnte. Damals – im Spätsommer 2009 – hatten der Pfarrer der Gemeinde, Albrecht Fischer, und der erfahrene Gospelchorleiter Gabriel Vealle die Idee, einen Projektchor zu bilden, der über einige Monate hinweg unter Vealles Leitung Gospelsongs einüben würde. Ziel war, das erlernte Repertoire im Rahmen eines Weihnachtskonzertes zu präsentieren. Damit würde das Projekt auch gleichzeitig enden. Mitsingen konnte, wer wollte – ganz gleich, ob sie oder er Chorerfahrung mitbrachte oder nicht. Der Spaß stand von Anfang an im Vordergrund, und dank Vealles unnachahmlicher Gabe, stets motivierend auf alle Sängerinnen und Sänger einzuwirken, warfen auch die Unsichersten schnell ihre Zweifel über Bord und sangen mit aller Kraft mit. Das Abschlusskonzert im Dezember wurde ein voller Erfolg; das Publikum war begeistert.

    Danach kam die große Leere. „Schade, dass schon alles vorbei ist!“, hieß es aus den Reihen des Chores. “So etwas müsste es hier öfter geben!“, hörte man aus der Gemeinde. „Gabby“ Vealle und Albrecht Fischer nahmen die positive Resonanz zum Anlass, über weitere Möglichkeiten nachzudenken. Zum Jahreswechsel präsentierten sie das erfreuliche Ergebnis: Der Chor wurde zu einer Dauereinrichtung!
    Im Januar 2010 starteten die Proben der „Family of Peace Gospel Singers“ – so der Name, den sich der Chor gegeben hatte. Im Mai 2010 – also ziemlich genau vor zehn Jahren – war die Gründungsversammlung für den Verein, der dem Ganzen den rechtlichen Rahmen gab.
    Glücklicherweise fand gleichzeitig eine kleine Band mit professionellen Musikern zusammen, die fortan die Gospelsängerinnen und -sänger musikalisch unterstützte.
    In den zehn Jahren seines Bestehens hat der Giesenkirchener Chor nicht nur zahlreiche Konzerte gegeben, sondern darüber hinaus als Chorgemeinschaft auch viel erlebt. Auf den Gospelkirchentagen, die alle zwei Jahre in unterschiedlichen Städten Deutschlands stattfinden, wurde nicht nur gesungen, sondern in Workshops gelernt. Als Teil des rund 2500
    Sängerinnen und Sänger starken Backgroundchor nahmen die Family of Peace Gospel Singers an dem großen Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ in Düsseldorf teil. Ein weiteres Highlight war die Kooperation mit den Niederrheinischen Sinfonikern im Rahmen von „Gospel goes Classic“ 2018 und 2020. Benefizkonzerte gehören ebenso zur festen Einrichtung für den Chor wie die Teilnahme am alljährlichen Konfirmationsgottesdienst, am
    Gemeindefest sowie am Weihnachtsgottesdienst am zweiten Weihnachtstag. Ob „Gospelday“ oder „Nachtmusik in der Lutherkirche“ – auch hier tritt Gabby Vealle mit „seiner Family of Peace“ immer gerne auf.
    Waren es im Sommer 2010 noch rund 30 Sängerinnen und Sänger, kamen im Laufe der Jahre immer mehr Interessierte hinzu. Rund 100 Mitglieder in der Altersspanne zwischen 19 und 80 Jahren zählt der Gospelchor heute.
    Wann die Family of Peace Gospel Singers als Ganzes endlich wieder in der Öffentlichkeit singen kann, ist derzeit noch ungewiss. Momentan werden Konzepte geprüft, nach denen vielleicht Kleingruppen im Freien auftreten können; Details werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

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  • Bürgerservice informiert: 4.500 Ausweisdokumente liegen zur Abholung bereit

    Bürgerservice informiert: 4.500 Ausweisdokumente liegen zur Abholung bereit

    Wie der Fachbereich Bürgerservice mitteilt, liegen in den Meldestellen der Stadtverwaltung rund 4.500 Ausweisdokumente zur Abholung bereit.

    Gerade jetzt im Hinblick auf die gelockerten Reisemöglichkeiten ist es wichtig, auf gültige Reisedokumente zu achten.
    Zwar hat Deutschland mit einigen Europäischen Staaten vereinbart, dass deutsche Reisedokumente bis zu einem Jahr nach Ablauf der Gültigkeit grundsätzlich als Identitätsnachweis anerkannt werden sollen, damit ist jedoch keine Reisegarantie verbunden.
    Um etwaige Schwierigkeiten bei der Reise mit abgelaufenen Dokumenten zu vermeiden, wird daher empfohlen, nur mit gültigen Dokumenten zu reisen.

    Zur Frage, ob und inwieweit in ausländischen Reisezielen Einreisebeschränkungen gelockert wurden, sollten die Bürgerinnen und Bürger vor Antritt der Reise Informationen einholen. Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen des Ziellandes erhalten sie zum Beispiel in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes.

    Durch die eingeschränkte Öffnung der Meldestellen konnte ebenfalls eine hohe Anzahl von Anmeldungen neuer Wohnsitze nicht erfolgen. Die aktuellen Meldedaten sind auch im Kontakt mit anderen öffentlichen Stellen wichtig (z.B. KFZ-Anmeldung).

    Der Fachbereich Bürgerservice weist hier besonders auf die Kommunalwahlen am 13. September hin. Das Wählerverzeichnis, das für die Stimmabgabe maßgeblich ist, wird am 09. August aus dem Melderegister erstellt. Spätestens bis dahin sollten alle noch ausstehenden Anmeldungen erfolgt sein.

    Um den Bürgerinnen und Bürgern die Abholung von Ausweisdokumenten und die Anmeldung von Umzügen innerhalb von Mönchengladbach zu erleichtern, bietet der Fachbereich Bürgerservice in der Meldestelle Vitus-Center folgende Sonderöffnungszeiten an:

    Freitag 19. Juni 2020: 13.30 – 17.30 Uhr;
    Samstag 20. Juni 2020: 09.00 – 15.00 Uhr;
    Freitag 26. Juni 2020: 13.30 – 17.30 Uhr;
    Samstag 27. Juni 2020: 09.00 – 15.00 Uhr

    Wichtiger Hinweis: Auch füt die Sonderöffnungszeiten muss telefonisch ein Termin vereinbart werden.
    Den Termin für das Abholen von Ausweisdokumenten erhält man unter der Rufnummer (02161) 25 53175, für die Anmeldung (nur Umzüge innerhalb von Mönchengladbach) gibt es unter der Rufnummer (02161) 25 53152.

    Darüber hinaus weist der Fachbereich Bürgerservice darauf hin, dass Ausweisdokumente auch weiterhin bequem und umweltfreundlich gegen eine Gebühr von 6 bis 8 Euro per Fahrradkurier an Ihren Wohnsitz oder Ihre Arbeitsstelle in Mönchengladbach zugestellt werden können. Wer den Kurierdienst nutzen möchte, kann sich unter der Telefonnummer (02161) 25 56789 melden. 

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  • Zwei Demonstrationen in der Rheydter Innenstadt verlaufen störungsfrei

    Zwei Demonstrationen in der Rheydter Innenstadt verlaufen störungsfrei

    Auf dem Marktplatz in der Rheydter Innenstadt wurden heute (14. Juni) wieder zwei Demonstrationen abgehalten („Freiheit statt neue Normalität“ und „Es bleibt dabei: Gladbach nazifrei!“).

    Zur Versammlung „Freiheit statt neue Normalität“ erschienen statt der angemeldeten 250 Personen etwa 60 Teilnehmer. Die Versammlung startete gegen 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung.
    Es folgte ein Aufzug (mit Abstandsregelungen im Sinne der Coronaschutzverordnung) über eine kooperierte Strecke durch die Rheydter Innenstadt.
    Die Versammlung endete wieder mit Rede- und Musikbeiträgen auf dem Rheydter Marktplatz.

    Die Versammlung „Es bleibt dabei: Gladbach nazifrei!“ hatte einen Zulauf von 120 Teilnehmern, angemeldet waren 150 Personen.

    Beide Versammlungen endeten störungsfrei gegen 17 Uhr.
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  • Eine „kleine“ SommerMusik im Rheydter Schloss

    Eine „kleine“ SommerMusik im Rheydter Schloss

    Auch in diesem Jahr wird es einen Festivalsommer im Rheydter Schloss geben.

    Es gab viel zu tun für SommerMusik-Veranstalter Günter vom Dorp und sein Team in den vergangenen Tagen. Hygienekonzepte erarbeiten, Lagepläne zeichnen und logistische Herausforderungen lösen. Aber nun ist es amtlich. Vom 14. August bis in den September hinein werden Orchester, Comedians, Schauspieler und Bands live auf der Bühne stehen.

    „Die kleine SommerMusik wird ein großes Erlebnis sein.“ ist sich auch Dr. Wiegmann, Leiter des Museum Schloss Rheydt sicher. Im malerischen Innenhof vor der Kulisse des Herrenhauses ist ausreichend Platz für jeweils 250 Besucher. An den insgesamt 11 Konzertabenden dürfen sich die Besucher auf kulturelle Vielfalt und beliebte Künstler freuen.

    Den stimmungsvollen Auftakt macht am 14.8. das Europäische Festivalorchester. Dirigent Alexander Steinitz lädt ein zu Mozartklängen mit der kleinen Nachtmusik. Kabarettist Wilfried Schmickler hat am Samstag (15.8.) in seinem neuen Programm jede Menge Redebedarf zur aktuellen Lage.

    Mit Graceland kommt am 16.08. Deutschlands erfolgreichste Simon & Garfunkel-Tribute Show nach Mönchengladbach.

    Delta Mouse sind Renè Pütz und Sängerin Chris Schmitt. Das Duo gastiert mit chilligen Pop-Balladen am 21.8. im Schloss.

    Das Theater bezaubert am 22.08. unter dem Motto „Amor y Zarzuelas“ mit spanischen Klängen und macht Hoffnung auf den nächsten Urlaub am Mittelmeer.

    Der beliebte Kabarettist Jürgen B. Hausmann kommt mit seinem brandaktuellen Programm „Nix Virus“ zur SommerMusik (23.08.).

    Gedichte, Geschichten und Lieder von Heinz Erhardt stehen auf dem Programm unter dem Titel „Warum der Heinz mit Erhardt lacht“ (23.08.) und am Samstag, 29.08. wird FUN mit einem unplugged Konzert die Fans begeistern.

    Die Niederrheinischen Sinfoniker kommen am Sonntag, 30.08. zur „Sommernachtsklassik“ ins Rheydter Schloss.

    Der Freitag (04.09.) liefert eine Hommage an Frank Sinatra. Schauspieler Michael Ophelders macht einen musikalisch-literarischen Streifzug durch die Höhen und Tiefen des Entertainers. Volker Weininger, bekannt in seiner Paraderolle als Sitzungspräsident liefert zum Abschluss der diesjährigen „kleinen“ SommerMusik sein Solo-Programm ab.

    Für alle Konzerte gibt es ab sofort Tickets unter voilakonzerte.de.
    Wegen der besonderen Auflagen sind Karten nur im Vorverkauf und maximal 4 Stück pro Bestellung möglich.

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  • Mönchengladbacher Schulen sammelten erfolgreich Kupfercent gegen Kinderlähmung.

    Mönchengladbacher Schulen sammelten erfolgreich Kupfercent gegen Kinderlähmung.

    Mönchengladbacher Schulen sammelten erfolgreich Kupfercent gegen Kinderlähmung. 300.000 Impfdosen können finanziert werden.

    Anlässlich des Welt Polio Tages 2019 hat das Bündnis „Kupfercent für eine Welt ohne Kinderlähmung“ unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Mönchengladbach Hans Wilhelm Reiners den Aufruf gestartet, Kupfercent an Schulen gegen Kinderlähmung zu sammeln. Die Rotary Clubs in Mönchengladbach haben versprochen, jeden gesammelte Cent zu verdoppeln. Über Rotary Internationale und die Gates Stiftung wird die Endsumme nochmal verdreifacht.

    Diesem Aufruf wurde von vielen Grund- und weiterführenden Schulen gefolgt. Der Sammelgeist war außerordentlich hoch, auch während des Unterrichtsausfalls infolge Corona. Die Ergebnisse sind überwältigend und unterstreichen das besondere Engagement der Mönchengladbacher Schülerinnen und Schüler für Kinder anderer Länder.

    Aus knapp 200 Sammelboxen können 50.000 Impfdosen finanziert werden. Mit der Verdoppelung durch Spenden der Rotary Clubs sind es 100.000 Impfdosen. Durch die Unterstützung der Gates Stiftung können somit 300.000 Kinder einmalig geimpft werden.

    Mit dieser Aktion setzen Mönchengladbacher Schülerinnen/Schüler ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit Kindern auf der ganzen Welt, um Krankheit und Leiden zu mindern. Dies ist auch ein Akt des Selbstschutzes, denn Infektionskrankheiten kennen keine Grenzen und müssen weltweit bekämpft werden. Daran hat die Corona-Krise uns schmerzlich erinnert. 

    Ein vorgesehener Festakt zur Ehrung der Schülerinnen/Schüler musste verschoben werden. Die Rotary Clubs in Mönchengladbach freuen sich, in Anwesenheit des Schirmherrs Oberbürger Hans Wilhelm Reiners und der teilnehmenden Schulen symbolisch am 15. Juni, um 12 Uhr, im Innenhof des Rathaus Abtei eine Sammelbox mit Impfmaterial an Herrn Ulrich Harnacke als Vertreter des Rotary Gemeindienstes Deutschland zu überreichen.

    Die Mönchengladbacher Sammelaktion ist über die Grenze von Mönchengladbach hinaus bekannt. Die Arbeit des Bündnisses zur Aufklärung über Impfung ist wichtig und wird in Zusammenarbeit mit dem Impfbündnis gegen Masern um den Kinderarzt Köllges fortgesetzt.

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  • Verschwörungsideologien sind Gefahr für die Demokratie

    Verschwörungsideologien sind Gefahr für die Demokratie

    Reul: „Das Netz ist die Dunkelkammer eines extremistischen Weltbildes und die Reifekammer für Terroristen.“

    Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz sieht die Digitalisierung des Extremismus als größte Herausforderung für alle Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen.

    Mönchengladbach wird oftmals im Verfassungschutzbericht konkret erwähnt. Der Ratsherr Dominik Roeseler spielt eine unrümliche Rolle.

    Dies geht aus dem heute (9. Juni 2020) von Minister Herbert Reul vorgestellten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2019 hervor. „Das Netz ist die Dunkelkammer eines extremistischen Weltbildes und die Reifekammer für Terroristen. Es ist die Radikalisierungsmaschine des 21. Jahrhunderts. Hier wird Hass gesät, hier verbreitet er sich, hier werden Extremisten zu Terroristen und hier gedeihen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Reul.

    Ein besonderes Augenmerk legte der Minister auf den Bereich der Verschwörungsideologien, die mitverantwortlich dafür sind, dass extremistische Ansichten über das Internet in die Mitte der Gesellschaft sickern und sich sogenannte „Mischszenen“ aus ganz unterschiedlich motivierten und sozialisierten Menschen bilden. „Da finden sich dann Hooligans, Rocker, Rechtsextremisten und Wutbürger. Aber eben auch ganz normale Leute, die sich Sorgen machen, nachdem sie so viel im Netz über die vermeintlich schlimmen Verhältnisse gelesen haben“, so Reul. Aus ihren Reihen kommen dann die sogenannten Einzeltäter, die im Namen einer „höheren Sache“ handeln, eine vermeintliche Wahrheit erkennen und sich als aufrichtige Kämpfer gegen eine internationale Verschwörung sehen. Reul verwies bei der Vorstellung des Berichts beispielhaft auf den Attentäter von Halle, der sich als ein „unfreiwillig im Zölibat lebender“ Mann sah, dem sein „Recht“ auf Fortpflanzung durch den Feminismus genommen wurde. Außerdem wies er auf den Attentäter von Hanau hin, der am 19. Februar 2020 zehn Menschen tötete und in seiner Schriftensammlung beschreibt, wie er angeblich als Kind Opfer einer Chip-Einpflanzung wurde. „Wir sprechen hier von einer echten Gefahr für unsere Demokratie. Jemand, der glaubt, dass die Corona-Pandemie eine große Lüge sei, um Bürgerrechte einzuschränken, wird sich kaum mehr durch Bürgerengagement und Teilnahme an Wahlen in den demokratischen Prozess einbringen. Zumal wenn er glaubt, dass die Medien diese große Lüge kollektiv mittragen“, so Reul.

    Im Vergleich zum Vorjahr ist die Politisch Motivierte Kriminalität in Nordrhein-Westfalen insgesamt zurückgegangen. So wurden im Jahr 2019 6.032 Politisch Motivierte Straftaten bekannt (2018: 6.238). Das ist ein Rückgang um 206 Delikte beziehungsweise 3,3 Prozent. Die Anzahl der Straftaten im Phänomenbereich der Politisch Motivierten Kriminalität von rechts ist mit 3.661 Straftaten (2018: 3.767) im Vergleich zum Vorjahr um 106 Straftaten gesunken. Propagandadelikte und Volksverhetzungen machen mit 79,7 Prozent (2.917 von 3.661 Straftaten) den überwiegenden Anteil aus (2018: 75,1 Prozent). Die Anzahl der Gewaltdelikte durch rechtsmotivierte Tatverdächtige ist mit 158 Straftaten gegenüber dem Vorjahr um 27,2 Prozent gefallen (2018: 217 Straftaten). Überwiegend handelte es sich hierbei um Körperverletzungen (138 Straftaten bzw. 87,4 Prozent).

    Die Anzahl der Straftaten im Phänomenbereich Links ist leicht gestiegen, um rund zwei Prozent auf 1.424 (2018: 1.394). Ein starker Rückgang ist bei den linksextremistisch motivierten Gewaltdelikten zu verzeichnen, was auf die veränderte Lage im Hambacher Forst zurückzuführen ist. Alleine dort wurden 2018 rund viermal so viele Gewaltstraftaten wie im Jahr 2019 verübt. Die Anzahl der gesamten Gewaltdelikte durch Linksextremisten in Nordrhein-Westfalen hat sich auch deshalb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte verringert. Hier zählten die Verfassungsschützer im vergangenen Jahr 200 Straftaten, 2018 waren es noch 447 Straftaten gewesen. „Diese Zahlen sind gut, aber sie sind kein Grund zur Entwarnung. Denn was uns Sorgen macht, ist nicht so sehr die Quantität, sondern die Qualität. Und das bei rechts und links motivierten Straftaten. So verzeichnen wir etwa bei antisemitisch motivierten Straftaten einen Rückgang von 350 in 2018 auf 315 in 2019. Vor dem Hintergrund der Ereignisse von Halle und dem Versuch, in der Synagoge Menschen zu erschießen, wäre es aber eben fahrlässig, so zu tun, als sei hier alles im ‚grünen Bereich‘“, so der Minister.

    Für den Bereich Islamismus stellen laut des Berichtes ausländische Kämpfer, verurteilte Jihadisten, die ihre Haft verbüßt haben, und Rückkehrer weiterhin ein besonderes Risiko dar. Sie werden von der Polizei in Abstimmung mit dem Verfassungsschutz als „Gefährder“ eingestuft und mit Überwachungsmaßnahmen belegt. Die große Missionierungswelle im Bereich des Salafismus scheint derweil zu stagnieren. So verzeichnet der Verfassungsschutz 2019 nur noch einen leichten Anstieg bei der Anzahl extremistischer Salafisten um 100, von 3.100 im Jahr 2018 auf 3.200 im Jahr 2019. Allerdings befinden sich die Zahlen weiterhin auf hohem Niveau. „Wir müssen unsere repressiven wie präventiven Anstrengungen auf diesem Gebiet unvermindert fortsetzen. Dies im Übrigen nicht nur im Islamismus, sondern auch gegenüber Terrororganisationen wie der PKK“, sagte Reul.

    Der Minister nutzte die Vorstellung zudem für einen Appell. „Ich verstehe, wenn sich Bürgerinnen und Bürger angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie Sorgen machen und demonstrieren wollen. Man kann auch unterschiedlicher Meinung darüber sein, welche Maßnahmen gerechtfertigt oder überzogen sind. Aber jeder sollte sich anschauen, wer links und rechts neben ihm auf dieser Demonstration steht. Und ob er sich damit gemein machen will.“

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  • Zwei Demonstrationen in Mönchengladbach – Verlauf größtenteils störungsfrei

    Zwei Demonstrationen in Mönchengladbach – Verlauf größtenteils störungsfrei

    Heute haben auf dem Marktplatz in Mönchengladbach-Rheydt zwei angemeldete Versammlungen („Freiheit statt neuer Normalität“ und „Kein Platz für Nazis“) stattgefunden.

    Der polizeiliche Einsatz verlief weitestgehend störungsfrei.

    Die Versammlung „Freiheit statt neuer Normalität“ startete etwas früher als ursprünglich geplant, um 13.45 Uhr.
    Durch den Anmelder wurden 250 Teilnehmer erwartet, etwa 70 Menschen nahmen tatsächlich teil (bei der letzten Versammlung am 17. Mai 2020 waren 250 Personen angemeldet, ca. 150 nahmen teil).
    Sie bestand heute aus einer Auftaktkundgebung, einem genehmigten Aufzug (mit Abstandsregelungen im Sinne der Coronaschutzverordnung) über eine kooperierte Strecke und endete dann wieder mit weiteren Rede- und Musikbeiträgen auf dem Rheydter Marktplatz.

    Die Versammlung „Kein Platz für Nazis“ war mit 300 Personen angemeldet, etwa 200 Personen nahmen daran teil.
    (Bei der letzten Versammlung am 17. Mai 2020 waren 100 Personen angemeldet, ca. 380 nahmen teil).
    Sie begann, eine Stunde später als ursprünglich angemeldet, gegen 14 Uhr und blieb den gesamten Zeitraum über stationär an der vereinbarten Fläche am Marktplatz Rheydt.

    Bei der Versammlung „Freiheit statt neuer Normalität“ kam es während eines Musikbeitrages zum Einsatz von Pyrotechnik durch einen Teilnehmer.
    Ein anderer Teilnehmer der Versammlung fiel durch einen „Hitlergruß“ auf, den er in Richtung der Gegendemonstranten zeigte.
    Polizisten fertigten entsprechende Strafanzeigen.

    Beide Versammlungen endeten um 17 Uhr ohne weitere Störungen.
    (cw)

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  • Neue Polizeiwache soll 2024 im Hauptbahnhof Rheydt einziehen

    Neue Polizeiwache soll 2024 im Hauptbahnhof Rheydt einziehen

    Es wurde viel spekuliert und darüber berichtet.
    Nun einigten Stadt und Polizei mit der Unterzeichnung des Mietvertrages auf den Neubau einer modernen Polizeiwache im Rheydter Hauptbahnhof. Mit dem Abriss des maroden Bahnhofsgebäude wird endlich ein täglich sichtbarer Schandfleck beseitigt.

    SPD-Fraktionschef Felix Heinrichs: „Der Kauf der Immobilie durch die städtische Entwicklungsgesellschaft von der Deutschen Bahn vor einigen Jahren war der erste wichtige Schritt für eine bessere Entwicklung in eigener Hand. Nun kommt in einem neuen Bahnhofsgebäude die Polizeiwache Rheydt an prominenter Stelle als Ankermieter neben weiteren Bahnhofsaffinen Nutzungen wie Bäcker, Zeitungsladen und Büro des Kommunalen Ordnungsdienstes unter. Damit wird ein gruseliger Angstraum endlich beseitigt und wir gewinnen mehr Sicherheit in der Rheydter Innenstadt. Die Radstation ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen.“

    Die Polizei soll von der Wache an der Vierhausstraße ab Anfang 2024 in das neue Gebäude als Mieter einziehen. Baubeginn erfolgt Anfang 2022.
    Zur Nutzfläche mit ca. 1.700 qm kommen noch ca. 30 Tiefgaragenstellplätze und weitere Stellplätze im Freien für die Polizei hinzu.

    Infolge der komplexen Aufgabenstellung zwischen der öffentlichen Nutzung als Bahnhof, den Zugängen zum Busbahnhof und der Radstation, die an gewohnter Stelle bleiben wird, war die finale Planung schwierig. Denn diese musste auch den polizeitaktischen Vorgaben gerecht werden.

    Die Mietdauer von 20 Jahren plus weiterer Optionsrechte für eine Verlängerung machen eine nachhaltige Lösung zum Nutzen für Rheydt deutlich.

    SPD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters: Felix Heinrichs

    Felix Heinrichs, Oberbürgermeisterkandidat der SPD: „Wenn die DB jetzt auch noch ihre im April uns gegenüber gemachten Zusagen für neue Bahnsteige und Aufzüge einhält, wird der Rheydter Hauptbahnhof endlich auch baulich seiner Funktion als wichtiger Knotenpunkt für Pendler gerecht. Im nächsten Schritt ist dann das gesamte Ensemble des Bahnhofsvorplatzes bis zur Post auch in seiner Funktion als wichtiger Busbahnhof zu überarbeiten. Hier erwartet die SPD-Fraktion ein bürgerorientiertes Wettbewerbsverfahren. Mit der neuen Entwicklung des gesamten Umfeldes werden dann auch die wichtigen Verknüpfungen aus dem Projekt „Soziale Stadt Rheydt“ Realität.“

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  • Am Montag öffnen die Kitas wieder für alle Kinder – mit Stundenreduzierungen und weiteren Einschränkungen

    Am Montag öffnen die Kitas wieder für alle Kinder – mit Stundenreduzierungen und weiteren Einschränkungen

    Für die rund 10.000 Kinder, die in Mönchengladbacher Kitas und Tagespflegestellen betreut werden, endet am kommenden Montag (8. Juni) eine lange Durststrecke.

    Seitdem am 16. März wegen der Corona-Pandemie ein landesweites Betretungsverbot für die Kitas verhängt wurde, war in den Einrichtungen nur eine Notbetreuung möglich.

    Über Wochen wurde der Kontakt zu den meisten Kindern und Eltern nur über Telefonate, elektronischer Post oder wenn nötig Hausbesuche gehalten.

    Während Ende März rund 170 Familien die Notbetreuung nutzten, können wegen der Lockerungen inzwischen wieder rund 2.500 Kinder die Einrichtungen besuchen.

    Kommenden Montag geht es dann für alle in den so genannten eingeschränkten Regelbetrieb.
    Was das bedeutet, erklärten jetzt Beigeordnete Dörte Schall, Bärbel Braun und Nathalie Schmetz vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie gemeinsam mit Barbara Bücheleres, Leiterin der Kita Güdderather Mühlenweg.

    Nach der Vorgabe des Landes NRW wird der Umfang der Betreuung zunächst noch für jedes Kind um 10 Stunden reduziert. „Wir wissen, dass das für manche berufstätigen Eltern, die in den vergangenen Wochen schon einige Herausforderungen meistern mussten, ein Problem ist, sind aber an die Vorgabe des Landes gebunden“, erläutert Mönchengladbachs Sozial- und Jugenddezernentin Dörte Schall.

    In den Kindertageseinrichtungen bedeutet das: Die Kinder kommen 15 Stunden statt vertraglich vereinbarter 25 Stunden, 25 Stunden statt 35 Stunden, 35 Stunden statt 45 Stunden.

    Für die Umsetzung dieser Betreuungszeiten hat die Stadt als Kitaträger Betreuungskorridore erarbeitet. Diese lassen sich aber wegen der unterschiedlichen personellen und räumlichen Gegebenheiten nicht starr auf alle städtischen Einrichtungen übertragen. Die einzelnen Kitas können davon abweichen, individuelle und am Bedarf der Eltern orientierte Betreuungskorridore gestalten. Gestaffelte Bring- und Abholzeiten helfen dabei, den Andrang am Morgen und Nachmittag zu entzerren. Denkbar ist aber auch, dass die Eltern ihr Kind an drei Tagen ganztags bringen und zwei Tage weiter selbst betreuen.

    Zur eingeschränkten Normalität in der Kita gehört auch, dass strenge Infektionsschutz- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen.
    Rund 30 Seiten stark ist die „Handreichung zum eingeschränkten Regelbetrieb“, die in allen rund 170 Mönchengladbacher Kitas umgesetzt werden muss.
    So soll es die übliche offene Betreuung mit Mischung der Gruppensettings erst einmal nicht geben. Das heißt, die Kids bleiben in ihrer Gruppe und unternehmen auch nur mit ihrer Gruppe Spaziergänge oder Aktionen im Außenbereich.
    Auch in den Gemeinschaftsräumen ist einiges neu: Das gemeinsame Frühstücksbuffet fällt zunächst flach, die offenen Spielbereiche wurden zurückgebaut, in den Mehrzweck- und Bewegungsräumen gilt das „Gruppensetting“ ebenso wie in Ruhe- und Waschräumen.
    Zudem wurden die Gruppen mit Spielzeug, das sich leicht reinigen und desinfizieren lässt, ausgestattet.

    Neu für die Eltern: Wenn sie ihr Kind in die Kita bringen, müssen sie unterschreiben, dass es keine für COVID-19 typische Krankheitssymptome und keinen Kontakt zu COVID-Patienten in der häuslichen Umgebung hat.

    Die Erwachsenen müssen in der Einrichtung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Die Kinder, die regelmäßig in der Notbetreuung waren, kennen die Prozeduren schon und kommen auch gut damit zurecht. Und damit die U3-Kinder ihrer Bezugsperson auch ins Gesicht schauen können, haben wir extra für unser Team durchsichtige Gesichtsschilde angeschafft“, berichtet Barbara Bücheleres. Die Kita-Leiterin, die sich mit ihrem Team gut auf die neue Situation vorbereitet hat, freut sich schon auf die kommende Woche.

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  • Jetzt wird es ernst: Strukturwandel– SPD befürwortet weiteren Autobahnbau – BUND widerspricht

    Jetzt wird es ernst: Strukturwandel
    – SPD befürwortet weiteren Autobahnbau – BUND widerspricht

    Das Ende der Kohleförderung in Deutschland ist absehbar, schreibt die SPD. Bund, Länder und Gemeinden stehen vor einer Herkulesaufgabe. Jetzt legt der Bundeswirtschaftsminister den Entwurf für ein Strukturstärkungsgesetz vor. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich die Grundlage für Investitionen in den kommenden rund zwanzig Jahren.

    Eindeutig geklärt wird dadurch auch die regionale Koordination:
    „Im Entwurf heißt es, dass die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) für den Strukturwandel im Rheinischen Revier zuständig ist. Es war also genau richtig, dass wir uns gegen Widerstände für den Beitritt der Stadt Mönchengladbach zur ZRR starkgemacht haben.“

    Für Mönchengladbach stehen auch ganz konkrete Infrastrukturprojekte im Entwurf.
    „Die S-Bahn-Verbindung Köln – Mönchengladbach und der zweigleisige Ausbau zwischen Rheydt Hbf und Rheydt Odenkirchen sowie der Neubau von drei Haltepunkten bringen uns voran.
    Dasselbe gilt für den Ausbau der A52 und der A61, den wir schon lange erwarten“, so der Fraktionschef.

    Das sieht der BUND ganz anders. In einer Stellungnahme widersprechen sie diesem Mammutbauvorhaben:
    „Der 6-streifige Ausbau der A 52 sowie der A 61 wird abgelehnt. Die entgegenstehenden Belange zum Schutz von Natur und Landschaft sind grundsätzlich nicht mit dem Vorhaben zu vereinbaren.“

    Unter dem nachfolgenden Link ist der Beitrag in seiner gesamten Länge nachlesbar.
    https://bund-mg.de/kein-beitrag-zur-verkehrswende-ausbau-der-a61-und-a52/

    Die Stellungnahme der Naturschutzverbände lesen sie hier.


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