Autor: Redaktion

  • Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Das derzeit alles beherrschende Thema in der Öffentlichkeit ist die Corona-Pandemie.

    Doch auch abseits von Corona stehen im aktuellen Ratszug wichtige Entscheidungen an.
    In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord am 13.05.2020 wurde unter anderem eine Beratungsvorlage der Stadtverwaltung diskutiert, nach der das Projekt „Köntges – Raum für unser Viertel“ einen Zuwendungsbetrag von 17.050,00 EUR für Personalkosten erhalten soll.

    Diese Beratungsvorlage war Anlass genug für Ratsherrn Christoph Dohmen (CDU), sich mit dem im Köntges stattfindenden Programm zu beschäftigen. Dabei pickt er sich für seine Kritik am Köntges – nach eigener Aussage „wahllos“ – vier dezidiert linke Veranstaltungen im Köntges raus, eine davon mitorganisiert von der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken Ortsverband Mönchengladbach.

    Die Bildungsveranstaltung der Falken zu Polizeigewalt sei nicht das, was Herr Dohmen und die CDU sich unter Kultur- und Quartiersarbeit vorstellen.
    Die Botschaft an die Altstadtinitiave ist klar: Spielt nicht mit den Schmuddelkindern, sonst blockiert die CDU finanzielle Förderung für euer Projekt auf der politischen Ebene. Dabei hätte Ratsherr Dohmen sicherlich gut daran getan, nicht nur den Begriff „Anarchosyndikalismus“ in der Wikipedia nachzuschlagen. Im Eintrag zum Schlagwort „Kultur“ heißt es dort nämlich: „Kultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt – im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur.“1
    Es ist denkenden Le-ser*innen selbst überlassen, ob sie Politik eher als Kultur oder Natur betrachten…

    Dass die CDU in der Bezirksvertretung Nord die Gewährung von Personalmitteln daran knüpft, dass in Zukunft keine politischen Veranstaltungen mehr im Köntges stattfinden, ist für uns als nach § 75 SGB VIII anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der in Mönchengladbach über keine eigenen Räumlichkeiten verfügt, eine massive Einschränkung unserer Arbeit.

    „Dass die CDU über das Gewähren oder Nicht-gewähren finanzieller Zuwendungen beeinflussen möchte, was im Köntges geht und was nicht, ist nichts anderes als Erpressung. Unsere Bildungsreihe, das Café Clément, wird in der Regel von 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht, die dort ihre politische Bildung selbst in die Hand nehmen und organisieren. Dieser offensichtliche Versuch, unbequeme Jugendliche aus der Altstadt zu verdrängen, steht der Idee, mit dem Köntges einen Begegnungsort, an dem sich auch widerstreitende Weltanschauungen begegnen können, entgegen“, so Patrick Küppenbender, Ortsverbandsvorsitzender der Falken.

    Der Kreisvorsitzende der Falken, Martin Adrians, ergänzt: „Wir fordern den Sozialausschuss auf, in der am Dienstag anstehenden Sitzung des Sozialausschusses gegen die Auflage einer Selbstverpflichtung für die Altstadtinitiative zu stimmen und dem Köntges weiterhin Freiheiten in der Gestaltung des Programms zu lassen.

    Übrigens: in der aktuellen Spielzeit des Theaters Mönchengladbach-Krefeld wird das politische Tendenzstück „Die Dreigroschenoper“ des Kommunisten Bertolt Brecht aufgeführt – nicht, dass Herr Dohmen demnächst die Förderung des Stadttheaters streichen möchte…“

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  • Schillers „Wilhelm Tell“ wird heute gestreamt

    Schillers „Wilhelm Tell“ wird heute gestreamt

    Eigentlich hätten seit Wochen die Proben für das Schauspiel „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller laufen müssen.

    Die Premiere würde am 16. Mai im Theater Krefeld gefeiert, inszeniert von Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Eigentlich – dieses Wort begleitet die Theaterschaffenden seit vielen Wochen, wenn sie in ihre Spielpläne schauen, die schon feststanden, bevor die Corona-Krise alles auf den Kopf gestellt hat.

    Doch das Theater Krefeld und Mönchengladbach ist digital präsent – Künstlerinnen und Künstler schicken eigene Videoclips aus ihrem „Homeoffice“ oder sendeten, wie bei dem erfolgreichen Mehrteiler „BackenohneMehl“ mit Jannike Schubert, sogar live aus der eigenen Küche.

    Ein größeres Live-Projekt entsteht jetzt mit der szenischen Lesung von „Wilhelm Tell“: Am ursprünglichen Premierenabend, dem 16. Mai, wird um 19.30 Uhr direkt von der Krefelder Bühne gestreamt. Nach wie vor sind keine Zuschauer im Theater zugelassen, die Schauspieler konnten die Lesung aber unter den vorgeschriebenen Corona-Regelungen proben – mit dem nötigen Abstand, den sie auch während der Live-Übertragung am Samstagabend einhalten werden.
    Und weil nicht gespielt, sondern gelesen wird, braucht es hier und da Erläuterungen, damit die Zuschauer am Bildschirm die Handlung leichter nachvollziehen können. Deshalb hat Regisseur Matthias Gehrt einen Erzähler eingeführt, der die Regieanweisungen liest.
    „Insgesamt filmen fünf Kameras die Schauspieler aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass Wechsel zwischen Totale, Halbtotale und Nahaufnahme möglich sind“, erklärt Dramaturg Thomas Blockhaus.

    Das aufwändige Projekt wird in Zusammenarbeit mit KRähennest-TV
    realisiert. Regisseur Matthias Gehrt empfiehlt, die Lesung mit Kopfhörern zu genießen: „Dadurch kommt vor allem der Sound, den Jörg Ostermayer kreiert hat, gut rüber“.
    Der Live-Stream der szenischen Lesung ist am 16. Mai direkt auf der Startseite der Theater-Website www.theater-kr-mg.de abrufbar.

    Als Bühnenfassung soll „Wilhelm Tell“ in der Spielzeit 2020/21 nachgeholt werden, wenn ein regulärer Vorstellungsbetrieb wieder möglich ist.

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  • Seniorenrat für Mönchengladbach stellt sich vor

    Seniorenrat für Mönchengladbach stellt sich vor

    In der Corona-Krise wird noch einmal deutlich: Die Interessen von Senioren*Innen müssen auf der kommunalen Ebene eingebracht und gehört werden.

    Seit November 2019 befasst sich die Initiativgruppe Seniorenrat, ein Kreis aus Mönchengladbacher Bürger*Innen ab 60 Jahren, mit der Gründung eines Seniorenrates vor Ort. Diese Personen erklärten sich dazu bereit auf einer vorausgegangenen, sehr gut besuchten Informationsveranstaltung.

    Das Tätigkeitsgebiet eines Seniorenrates lässt kaum ein Gebiet der Stadtgesellschaft außen vor. Er sammelt die Interessen älterer Bürger*Innen und bringt sie in die entsprechenden Gremien von Rat und Verwaltung zur Entscheidung ein. Daneben berät der Seniorenrat ältere Menschen und leistet Hilfestellungen, unter anderem bei der digitalen Vernetzung und

    bindet sie aktiv in Fragen der Mobilität (Öffentlicher Nahverkehr, Straßenverkehr usw.) ein. Auch plant der Seniorenrat, bei weiteren kommunalen Gruppierungen aktiv an Quartiersentwicklungen und Nahversorgung mitzuwirken. Alle diese Aktivitäten werden von Vortragsveranstaltungen und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit begleitet, beispielsweise durch Infobriefe und einem aktuellen Internetauftritt.

    Die derzeitige Arbeitsgruppe vertritt die Auffassung, dass der Seniorenrat von älteren Mönchengladbachern*Innen frei gewählt werden sowie politisch und religiös neutral sein muss. In vielen Diskussionsrunden wurden etwa 20 Grundlagen für Satzungen und Geschäftsordnungen von mittlerweile über 190 der in NRW-Kommunen erfolgreich agierenden Seniorenvertretungen analysiert. Daraus wurden eigene Vorstellungen auf Grund der aktuellen Rechtslage entwickelt.

    Die Initiativgruppe Seniorenrat fordert auch für Mönchengladbach eine verwaltungs- und parteiunabhängige Vertretung aller Bürger*Innen ab 60 Jahre in allen sie betreffenden Belangen. Der Flyer mit ersten Informationen zu einem zukünftigen Mönchengladbacher Seniorenrat wurde bereits eingestellt in der neuen Facebook-Seite „Initiative Seniorenrat“.

    Ansprechpartnerin ist Frau Daniela Schürgers, Fliethstraße 86–88, 41061 Mönchengladbach, Telefon 02161 25-6724, oder E-Mail: seniorenrat@moenchengladbach.de.

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  • Hochschule Niederrhein erhält als Spende 6000 Alltagsmasken von van Laack GmbH

    Hochschule Niederrhein erhält als Spende 6000 Alltagsmasken von van Laack GmbH

    Textilexperten der Hochschule Niederrhein haben das Mönchengladbacher Unternehmen van Laack GmbH dabei unterstützt, Infektionsschutzkittel und FFP2-Schutzmasken zu entwickeln.

    Von diesen zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigen Schutzartikeln wurden dem Land Nordrhein-Westfalen inzwischen zehn Millionen Stück zur Verfügung gestellt. Als Dankeschön für die schnelle und fachgerechte Hilfe spendete van Laack 6000 waschbare Alltagsmasken an die Hochschule Niederrhein.

    „Mit dieser Geste möchten wir uns bei der Hochschule Niederrhein für die prompte fachliche Unterstützung bei der Entwicklung von Infektionsschutzkitteln und FFP2-Schutzmasken mit Mehrwegkonzept bedanken“, sagte Christian von Daniels, Geschäftsführer des Hemdenherstellers van Laack gestern bei der Übergabe der Spende.

    Julian Wossack, Absolvent der Hochschule Niederrhein und Leiter Einkauf und Produktmanagement bei van Laack, hatte zu Beginn der Krise mit der Entwicklung von Alltagsmasken begonnen. Christian von Daniels: „Das hat uns aber nicht zufrieden gestellt, es musste doch in einem Konfektionsunternehmen mehr möglich sein. Dabei war uns der Aspekt der Wiederverwendung der Produkte sehr wichtig, damit der Schutz der Menschen auch mit einem Schutz der Umwelt einhergeht.“

    Auf seine Bitte hin wandte sich Julian Wossack an seine ehemalige Professorin Dr. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstituts für Textil- und Bekleidung der Hochschule Niederrhein. Diese stellte ein Expertenteam zusammen, das sich Gedanken über Materialzusammensetzung, Vliesstoffqualitäten, chemische Ausrüstungen, Filterwirkung, Schnittgestaltung und Schweißverfahren für virendichte Nähte machte. Mit an Bord waren die Professoren Dr. Lutz Vossebein, Dekan des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik und Leiter der Öffentlichen Prüfstelle für das Textilwesen, Dr. Robert Groten, Experte für Technische Textilien und Vliesstoffe, Dr. Kerstin Zöll, Expertin für Konfektionstechnologie sowie Stephanie Thoma, Mitarbeiterin im konfektionstechnischen Labor.

    „Wir alle waren froh, unser Fachwissen in dieser Krise zur Problemlösung einzusetzen. Anwendungstechnik und Transfer schreiben wir uns ja sowieso auf die Fahnen“, sagte Maike Rabe. Lutz Vossebein ergänzt: „Die Zusammenarbeit hat auch uns beflügelt, sie zeigt wie wichtig der Austausch zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft ist. Die Masken werden nun für den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie im Bedarfsfall der Studierenden eingesetzt.“

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  • Mädchen mit Fahrzeug touchiert: Polizei bittet um Hinweise

    Mädchen mit Fahrzeug touchiert: Polizei bittet um Hinweise

    Nach einem Vorfall in Beckrath im Bereich der Straßen Am Tömp / Im Buscher Feld bittet die Polizei Mönchengladbach um Hinweise aus der Bevölkerung.

    Ein 61-jähriger Autofahrer hatte sich am Montag, 11. Mai, telefonisch bei der Polizei gemeldet: Gegen 17.30 Uhr habe er an diesem Tag mit seinem Fahrzeug vom Typ Peugeot Expert die Straße Am Tömp in Fahrtrichtung Im Buscher Feld befahren.

    Dort sollen unvermittelt zwei Mädchen, etwa drei bis vier Jahre alt, mit Tretrollern auf die Fahrbahn gefahren sein. Er sei ausgewichen, habe jedoch erkennen können, dass er eines der Mädchen mit dem Heck seines Wagens touchiert habe, berichtete der Autofahrer. Beide Mädchen sollen sich anschließend umgehend von dieser Örtlichkeit entfernt haben, sodass eine persönliche Kontaktaufnahme nicht habe erfolgen können.

    Zur Klärung des Sachverhaltes bittet die Polizei Mönchengladbach um Hinweise unter der Rufnummer 02161-290.
    Es geht einerseits um Hinweise auf die beiden Mädchen, andererseits um Aussagen möglicher Zeugen. (ds)

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  • Mehrere Diebstähle und Einbrüche im Stadtgebiet

    Mehrere Diebstähle und Einbrüche im Stadtgebiet

    Ein Kiosk, eine Tankstelle, ein Büro und ein Vereinsheim waren am vergangenen Wochenende das Ziel von Einbrechern, die aber nur in einem Fall Beute machten.

    An der Straße Morr in Schrievers wurden in der Nacht zum Samstag, 9. Mai, gegen 4.30 Uhr zwei Unbekannte in der Nähe eines Kiosks beobachtet.
    Die Täter hatten die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen. Eine der beiden Personen – circa 1,85 Meter groß, bekleidet mit einer weißen Jacke mit Kapuze – kam mit Tüten aus dem Gebäude. Auf dem Parkplatz verlor dieser Täter eine Tüte mit Tabak.

    Am Landwehrweg in Schrievers wurde ein versuchter Einbruch in ein Vereinsheim verzeichnet. An Türen wurden Hebelspuren entdeckt, aus dem Vereinsheim wurde aber nichts entwendet. Die Tat muss irgendwann im Zeitraum zwischen Samstag, 9. Mai, 21 Uhr, und Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr, begangen worden sein.

    An der Speicker Straße in Gladbach wurde in der Nacht zum Samstag, 9.Mai, gegen4 Uhr eine offenstehende Tür am Hintereingang bemerkt. Eine Tür zum zweiten Obergeschoss war aufgehebelt. Bei der Tatortbegehung ergaben sich aber keinerlei Hinweise auf durchsuchte Räume oder fehlende Gegenstände.

    An der Kölner Straße in Odenkirchen haben unbekannte Täter zwischen Freitag, 8. Mai, 22 Uhr, und Samstag, 9. Mai, 6.10 Uhr, versucht, mit einem Gullydeckel die Glasscheibe der Eingangstür einzuwerfen. Die Scheibe war zwar gesprungen, jedoch nicht komplett zerstört. So konnten sich die Täter keinen Zutritt verschaffen.

    In einem Neubaugebiet in Rheindahlen an der Thomas-Merkelbach-Straße haben unbekannte Täter an mindestens drei Objekten Diebstähle begangen, vermutlich im Zeitraum zwischen Freitag, 8. Mai, 22 Uhr, und Samstag, 9. Mai, 6.30 Uhr.

    Die Täter drangen in Rohbauten ein oder brachen Container auf. Zur Beute gehörten Werkzeugmaschinen, Kabel und einige Schokoriegel.

    Ein Diebstahl aus einer Wohnung ist der Polizei Mönchengladbach am Sonntag, 10. Mai, angezeigt worden. Tatort war ein Einfamilienhaus in Lürrip an der Neusser Straße.
    Vermutlich gelangte der unbekannte Täter oder die unbekannte Täterin bereits am Samstag, 9. Mai, zwischen 15 und 16 Uhr durch ein unverschlossenes Gartentor auf das Grundstück und anschließend durch eine offene Terrassentür in die Wohnung.
    Der Täter entwendete ein Portemonnaie mit Ausweispapieren und Geldkarten sowie ein Mobiltelefon.
    Der Diebstahl wurde erst am Sonntag gegen 8 Uhr bemerkt. Bereits am Samstag nach 16 Uhr wurde die erste von mehreren Abbuchungen von einem Konto der Betroffenen vorgenommen, ehe die Karten am Sonntagmorgen gesperrt wurden.

    Möglicherweise wurde der Tatort ausbaldowert: Dem Bewohner des Hauses war am vergangenen Donnerstag, 7. Mai, gegen 17 Uhr eine verdächtige Person vor dem in zweiter Reihe liegenden Haus aufgefallen. Die Frau habe gesagt, sie gehe nur spazieren, dies sei ihm aber komisch vorgekommen. Die Beschreibung der Frau: vom Alter her Ende 50 / Anfang 60, osteuropäisches Erscheinungsbild, ausländischer Akzent, anthrazit gekleidet, unter anderem mit einem „platt gedrückten“

    Hinweise, die auf die Spur der Täter führen könnten, sollten an die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290 erfolgen. (ds)

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  • Caritas: Kritik an Informationsverhalten des Ministeriums

    Caritas: Kritik an Informationsverhalten des Ministeriums

    Zum Internationalen Tag der Pflege (12. Mai) dankt Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa allen Mitarbeitenden in Pflege und Betreuung und kritisiert NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Gleichzeitig erinnert Polixa an den versprochenen „Pflegebonus“.

    Foto: Caritasverband

    „Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Altenheimen gerade in den vergangenen Tagen zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit gestemmt haben, ist außerordentlich und verdient allerhöchsten Respekt“, sagt Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach. Die äußerst kurzfristige Ankündigung des NRW-Gesundheitsministers, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenheimen bereits zum Muttertags-Wochenende unter strengen Auflagen wieder Besuch empfangen durften, habe die Mitarbeitenden erneut stark belastet.

    „So wichtig es ist, dass die Senioren wieder besucht werden dürfen, und so sehr wir alle das im Grundsatz begrüßen: Was wir vor dem vergangenen Wochenende seitens des Ministeriums erlebt haben, kann man nur als chaotisch bezeichnen“, kritisiert Polixa. Fast im Stundentakt seien Mails mit neuen Informationen und Regeln eingegangen. „Es war schon schwierig genug, dies alles in der Kürze der Zeit zu lesen und zu verstehen – geschweige denn rechtzeitig umzusetzen.“

    Der Caritas-Geschäftsführer dankt nicht nur den Mitarbeitenden in Pflege und Betreuung, die am Wochenende zum Teil Extra-Schichten geschoben hätten, sondern auch den Bewohnern und Angehörigen für das durchweg gezeigte Verständnis. „Ich äußere mich bewusst erst nach dem Wochenende, weil wir uns vorher darauf konzentriert haben, den neuen Regeln zu entsprechen. Wie hier mit uns umgegangen worden ist, war nicht in Ordnung“, erklärt Polixa.

    Sowohl in den Altenheimen als auch in den ambulanten Pflegediensten machten sich die Mitarbeitenden um die Pflege und Betreuung von hilfebedürftigen Menschen verdient – natürlich nicht erst seit Corona, so der Caritas-Geschäftsführer. Ihnen sei schon vor Wochen der „Pflegebonus“ von bis zu 1.500 Euro als Zusatzleistung versprochen worden. Leider sei die Finanzierung in NRW weiter nicht klar.

    Nach der Einigung auf Bundesebene sieht es so aus, dass die Pflegekassen zwei Drittel der Kosten für die Pflege-Prämien übernehmen. Die Länder sollen die Finanzierung des fehlenden Drittels klären. Dazu habe die Landesregierung noch keinen Vorschlag gemacht. „Ich kann verstehen, dass Mitarbeitende enttäuscht sind. Umso wichtiger wäre es, dass der Pflegebonus zeitnah ausgezahlt wird“, erklärt Polixa. Der Caritasverband Region Mönchengladbach hat seinerseits bereits den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Altenheimen, die im ständigen direkten Kontakt mit Bewohnern stehen, eine Bonuszahlung gewährt. „Als Dankeschön und Anerkennung für ihre besondere Leistung in dieser schwierigen Zeit erhalten sie für April und Mai für jede geleistete Arbeitsstunde einen sogenannten Corona-Euro zusätzlich“, berichtet Frank Polixa. „Wir freuen uns, wenn sich Mitarbeitende damit einen kleinen Wunsch erfüllen und etwas Gutes tun können“, erklärt der Caritas-Geschäftsführer.

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  • Einbrüche im Stadtgebiet

    Einbrüche im Stadtgebiet

    Auch bei statistisch sinkenden Einbruchszahlen bereiten die aktuellen Vorkommnisse doch große Verunsicherung bei den Menschen.

    1. Am Freitag, 08.05.2020, und am Samstag, 09.05.2020, wurden zwei Einbrüche in eine Grundschule auf der Lochnerallee festgestellt. In beiden Fällen kletterten die Täter über den Zaun und weiter auf ein Vordach, von wo sie ein auf Kipp stehendes Fenster erreichten. Dieses wurde gewaltsam geöffnet. Im Gebäudeinneren wurde die Glasfüllung einer Tür eingetreten. So gelangten die Täter in das Hausmeisterbüro, wo sie verschiedene Schlüssel vorfanden. Mit diesen öffneten sie dann weitere Räume, aus denen u.a. Computer entwendet wurden. Im zweiten Fall wurde eine Kabeltrommel aus dem Hausmeisterbüro gestohlen.

    2. Am Samstagvormittag führten Ermittlungen nach einem Einbruch in eine Laube auf der Marienburger Straße, bei dem u.a. ein Laptop entwendet wurde, die Beamten der Schutzpolizei in ein benachbartes, leer stehendes Haus. Dort wurden zwei 14 und 16 Jahre alte Brüder angetroffen und vorläufig festgenommen. Beide waren im Besitz verschiedener Laptops, Geldkassetten usw., die u.a. den Einbrüchen in die Schule auf der Lochnerallee und der genannten Laube stammen.

    Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere die Zuordnung der sichergestellten Gegenstände zu weiteren, bekannt gewordenen Straftaten, übernommen.

    3. Unbekannte versuchten in der Nacht zu Freitag vergeblich, eine Terrassentür zu einer Erdgeschoßwohnung in einem Mehrfamilienhaus am Römerbrunnen aufzuhebeln, nachdem sie vorher die Jalousie hoch geschoben hatten.

    4. Auch in Bettrath scheiterten unbekannte Täter an einer gut gesicherten Eingangstür zu einem Einfamilienhaus am Hauweg und gaben dann die weitere Tatausführung auf. Die Tat wurde am Donnerstag, 07.05.2020, entdeckt.

    5. Am Freitag, 08.05.2020, gegen 20.30 Uhr, staunten Bewohner eines Hauses auf der Bylandtstraße nicht schlecht, als zwei Unbekannte mit Koffern voller Diebesgut aus ihrem Keller kamen. Diese hatten sich vorher Zugang zum Haus verschafft, Keller aufgebrochen und u.a. Lebensmittel und Werkzeug in vorgefundene Koffer gepackt. Die beiden ebenfalls in Rheydt wohnenden Tatverdächtigen, wurden bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, dann festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt.

    6. Am Samstagabend gegen 22.30 Uhr bemerkten die Bewohner eines Hauses auf der Hoemenstraße in Odenkirchen einen Einbruch. Nach ersten Feststellungen wurde Bargeld entwendet.

    Zeugen, die ermittlungsrelevante Feststellungen zu den geschilderten Einbrüchen gemacht haben, werden gebeten, die Polizei Mönchengladbach unter der Tel. 02161/290 zu informieren.
    (so)

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  • Covid-19: Statusbericht vom 10. Mai 2020 (Stand: 10 Uhr)die Zahl der positiv Getesteten steigt wieder

    Covid-19: Statusbericht vom 10. Mai 2020 (Stand: 10 Uhr)
    die Zahl der positiv Getesteten steigt wieder

    Aktuell sind 111 (Vortag: 111) Personen in Mönchengladbach mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert.

    Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach verzeichnet am Sonntag, 10. Mai (Stand: 10 Uhr), sieben neue positive Nachweise.
    Insgesamt ist die Zahl der seit März nachgewiesenen Fälle auf 535 (Vortag: 528) gestiegen.
    Die Zahl der beim Gesundheitsamt bekannten negativen Nachweise hat sich auf 3864 (Vortag: 3845) erhöht.
    24 Laborergebnisse stehen derzeit aus.

    Aktuell befinden sich 367 Personen (Vortag: 359) in Quarantäne,
    davon werden 17 im Krankenhaus behandelt.
    Die Zahl der genesenen Patienten ist auf 387 (Vortag: 380) gestiegen.

    Die Zahlen im Überblick:
    Neuinfektionen der letzten 7 Tage/100.000 EW: 13,8* (*Quelle RKI, auf Basis einer angenommenen EWZ von 261.454)

    Bestätigte Fälle insgesamt: 535
    – aktuell infizierte Personen: 111
    – davon genesene Personen: 387
    – davon verstorbene Personen: 37
    (an Covid-19 verstorben: 34, mit Covid-19 verstorben: 3)

    Aktuell in Quarantäne: 367
    – davon in häuslicher angeordneter Quarantäne: 350
    – davon im Krankenhaus: 17

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  • Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Schuman-Erklärung finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem Europa vor seiner schwierigsten Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht: einer gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Krise, die durch den Ausbruch von COVID‑19 ausgelöst wurde.

    Mit der Schuman-Erklärung, die den Grundstein unserer Europäischen Union legte, wurde ein einzigartiges und authentisches politisches Projekt in Angriff genommen, mit dem Frieden und Wohlstand gesichert und die Lebensbedingungen aller Bürger Europas verbessert werden sollten. Bereits vor 70 Jahren kam in der Schuman-Erklärung der Gedanke zum Ausdruck, dass sich „Europa […] nicht mit einem Schlage herstellen [lässt] und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Dieser schrittweise Ansatz führte zur Europäischen Union, wie wir sie heute kennen.

    Von Anfang an ging es bei dem europäischen Aufbauwerk darum, eine politische und wirtschaftliche Gemeinschaft aufzubauen, die auf den Werten beruht, die sich aus unserer gemeinsamen europäischen Geschichte ergeben: Dazu gehören Solidarität, Offenheit, Freiheit, Toleranz, Gleichheit in der Vielfalt und Achtung der Rechtsstaatlichkeit.

    Jean Monnet, der Urheber der Schuman-Erklärung, sagte, dass die Menschen den Wandel nur akzeptieren, wenn sie vor der Notwendigkeit stehen, und die Notwendigkeit nur anerkennen, wenn sie sich in einer Krise befinden. Jede Krise bietet auch die Möglichkeit, einen Schritt nach vorne zu machen. Und die derzeitige Krise verschärft die Dringlichkeit, dass die Europäische Union darauf hinarbeitet, effektiver, demokratischer und bürgernäher zu werden.

    Im Laufe der vergangenen 70 Jahre hat sich die Welt dramatisch verändert, und die Europäische Union spielt eine entscheidendere Rolle denn je. In einer sich herausbildenden neuen geopolitischen Ordnung und im Kontext eines ökologischen Notstands stehen wir in der Verantwortung, eine globale Kraft zu werden, die für Stabilität und Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit und Multilateralismus eintritt.

    Diese Krise hat auf äußerst schmerzliche Weise Folgendes gezeigt: Das europäische Aufbauwerk ist noch nicht vollendet, und die Debatten über das Unvermögen, Solidarität zu organisieren oder den anhaltenden Angriffen auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit entgegenzutreten, sind keinesfalls nur theoretischer Natur.

    Wir stehen auf den Schultern von Riesen. Daher sollte die Fähigkeit der europäischen Organe und aller Mitgliedstaaten, auf die aktuellen gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, sicherheitspolitischen und institutionellen Herausforderungen zu reagieren, zumindest dem in der Schuman-Erklärung zum Ausdruck gebrachten politischen Ehrgeiz gerecht werden. Wir müssen die demokratische Legitimität der Europäischen Union stärken und vertiefen und dabei sicherstellen, dass ihre Politik und ihre Führungsrolle Ausdruck des Willens der Bürger Europas sind und einer vollwertigen europäischen parlamentarischen Demokratie entspringen.

    Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, gemeinsam mit den Unionsbürgern und allen Akteuren eine ehrgeizige Debatte über die Zukunft Europas zu führen, damit wir gemeinsam die Union gestalten, in der wir leben wollen, und unter den Unionsbürgern einen Konsens darüber finden, was die politischen Grundlagen sein sollen, auf die sich der Aufschwung auf dem europäischen Kontinent stützen kann. Solidarität ist zur wichtigsten Bedingung für unseren zukünftigen gemeinsamen Erfolg geworden.

    In diesem Zusammenhang sind wir nach wie vor der Auffassung, dass das geplante europaweite Projekt der „Konferenz über die Zukunft Europas“ das geeignete Forum ist, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Konferenz muss so bald wie möglich einberufen werden. Und sie muss im Zuge einer unmittelbaren und sinnvollen Zusammenarbeit mit den Bürgern zu klaren Vorschlägen führen, mit denen eine tiefgreifende Reform der Union herbeigeführt und sie vor allem in die Lage versetzt wird, Entscheidungen im gemeinsamen europäischen Interesse zu treffen, was die EU effizienter, geeinter, demokratischer, souveräner und widerstandsfähiger machen wird.

    Wir bekräftigen die Haltung des Parlaments und nehmen den Standpunkt der Kommission zur Kenntnis, wonach der Ablauf der Konferenz, ihr Konzept, ihre Struktur, ihr Zeitplan und ihr Umfang von den drei Organen gemeinsam vereinbart werden sollten. Daher fordern wir den Rat auf, einen ehrgeizigen Standpunkt zur Konferenz vorzulegen.

    Neben der Begeisterung und Dankbarkeit dafür, dass wir seit 75 Jahren friedlich vereint sind, dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass die Solidarität nicht an unseren Grenzen endet. Die derzeit grassierende Pandemie ruft uns die Bedeutung des Multilateralismus ins Gedächtnis, wenn es gilt, gemeinsame Herausforderungen und Krisen auch gemeinsam zu bewältigen. Statt in nationalen Egoismus zurückzufallen, sollte es vielmehr eine gestärkte und stärker integrierte Europäische Union sein, die in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Geiste gegenseitiger Fairness und Verständigung den Weg in die Zukunft weist.

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  • Kein regulärer Spielplan mehr für 2019/20

    Kein regulärer Spielplan mehr für 2019/20

    Das Theater Krefeld und Mönchengladbach sagt die noch bis Ende der Saison geplanten Vorstellungen ab und strebt für Juni kleine Formate an.

    Der reguläre Vorstellungsbetrieb des Theaters Krefeld und Mönchengladbach ruht Corona-bedingt seit Mitte März und ist aktuell bis einschließlich 17. Mai ausgesetzt.
    Da die Künstlerinnen und Künstler während dieser Zeit auch nicht regulär proben können, konnten Neuproduktionen wie beispielsweise das Schauspiel „Wilhelm Tell“ und das Musical „Sunset Boulevard“ nicht für die Bühne erarbeitet werden. Viele Stücke, die bereits „stehen“, können aber aufgrund der Corona-Maßnahmen wie der Abstandsregel, die ja auch für die Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer gilt, ebenfalls nicht gespielt werden.
    Der Spielplan des Theaters Krefeld und Mönchengladbach kann deshalb nicht bis zum Ende der Saison 2019/20 in der angekündigten Form stattfinden. Alle bisher geplanten und veröffentlichten Vorstellungen
    und Konzerte werden bis Ende der Spielzeit, also Ende Juni, abgesagt. Stattdessen strebt das Theater für den Monat Juni einen neuen, unter Corona-Bedingungen realisierbaren Spielplan an – mit kleineren Formaten und Vorstellungen überwiegend an den Wochenenden für eine stark reduzierte Anzahl an Besuchern, um den Sicherheitsabständen Rechnung zu tragen.

    Als kleines Entgegenkommen hat das Theater folgende Regelungen für Umtausch-Scheine und den Preis des Abonnements aufgestellt:
    • Umtausch-Scheine bleiben mindestens für die Dauer der Spielzeit 2020/21 gültig.
    • Sie können auch für Sonderveranstaltungen wie beispielsweise unsere Operngala eingelöst werden. Gerne können die Umtausch-Scheine auch dem Theater gespendet werden.
    • Das Theater plant in der Spielzeit 2020/21 besondere Angebote für Abonnenten.
    • Die Umtausch-Scheine der Spielzeit 2019/20 können auf die Abo-Rechnungen 2020/21 angerechnet werden. Der Preis des Abos verringert sich jeweils um den Betrag der Umtausch-Scheine.
    • Der Preis der Abos 2020/21 wird automatisch reduziert, wenn die regulär geplante Anzahl an Vorstellungen in Ihrem Abo nicht stattfinden kann.
    Ab Montag, dem 18. Mai ist die Theaterkasse wieder zu den bekannten Öffnungszeiten für den Publikumsverkehrt geöffnet.


    Bis dahin sind die Mitarbeiterinnen der Theaterkasse unter 02166/6151-100 (MG), 02151 / 805-125 (KR) oder per E-Mail unter theaterkasse-kr@theater-kr-mg.de montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr zu erreichen.

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  • Yüksel: „Wir brauchen einen Schutzschirm für unsere Kommunen“

    Yüksel: „Wir brauchen einen Schutzschirm für unsere Kommunen“

    „Wir dürfen unsere Kommunen mit der finanziellen Bewältigung dieser Krise nicht alleine lassen.

    Der Bund und das Land NRW müssen gemeinsam die Handlungsfähigkeit unserer Kommunen sichern. Die Verantwortlichen und Beschäftigten verdienen Respekt und Dank – und ganz sicher keine Schuldzuweisungen des Ministerpräsidenten“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.

    Die NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion hat deshalb den Beschluss: „Wir brauchen einen Schutzschirm für unsere Kommunen“ verabschiedet.
    Im Beschlusstext heißt es: „Auf der einen Seite brechen bei allen Steuerarten, vor allem der Gewerbesteuer, die Einnahmen weg, während gleichzeitig die Ausgaben für Sozialleistungen oder Gesundheitsschutz steigen. Aktuellen Berechnungen zufolge drohen den Kommunen Steuermindereinnahmen von rund 18 Milliarden Euro und zusätzliche Ausgaben von rund 6 Milliarden Euro. Diese Entwicklung für das Jahr 2020 wird sich in den Folgejahren in erheblicher Größenordnung wiederholen“.

    Die NRW-Landesgruppe fordert deshalb ein Sofortprogramm für Kommunen. In erster Linie ist dies die Aufgabe der Länder, aber auch der Bund steht in der Verantwortung.
    „Außerdem brauchen wir gerade jetzt eine nachhaltige Regelung der Altschulden. Wir unterstützen deshalb Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auf seinem Weg, hochverschuldeten Städten und Gemeinden die Schulden zu erlassen. Ministerpräsident Laschet muss endlich seinen Worten im eigenen Land Taten folgen lassen und dem Widerstand in Reihen von CDU und CSU in NRW und im Bund entgegentreten“, so Yüksel.

    Die Länder seien verfassungsrechtlich besonders in der Pflicht. Für NRW heißt dies aus Sicht von Yüksel: „Die Kommunen brauchen jetzt kurzfristig Mittel aus dem Sondervermögen des Landes und eine bessere finanzielle Ausstattung über das Gemeindefinanzierungsgesetz. Das Land NRW muss zudem die Kosten für das Aussetzen von Betreuungsgebühren übernehmen, um Kommunen und Eltern nicht noch stärker zu belasten und seiner Pflicht zur Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen vor Ort durch eine verstärkte Förderung Rechnung tragen“.

    Ein besonderes Augenmerk legt der Beschluss der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion auch auf die Lage der kommunalen Unternehmen und die Folgen für die Wirtschaft. Yüksel: „In Abstimmung mit dem Bund muss das Land den Kommunen und den kommunalen Unternehmen einen neuen und einfachen Weg zur Kreditversorgung und Liquiditätssicherung ermöglichen“.
    „Als SPD Mönchengladbach arbeiten wir auf allen Ebenen – Bund, Land, Kommune – eng zusammen, um das Beste für unsere Stadt zu erreichen“, so Yüksel abschließend.

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  • Kurzarbeit hilft: Jetzt Beschäftigung weiter sichernFür über 28.000 Beschäftigte wurde in Mönchengladbach Kurzarbeit angezeigt

    Kurzarbeit hilft: Jetzt Beschäftigung weiter sichern
    Für über 28.000 Beschäftigte wurde in Mönchengladbach Kurzarbeit angezeigt

    Die neuen Arbeitsmarktzahlen zeigen empfindliche Folgen der aktuellen Einschränkungen. Nie zuvor gab es so viel Kurzarbeit in der Arbeitsmarktgeschichte der Bundesrepublik.

    Dazu DGB-Stadtverbandsvorsitzender Emrah Bektas: „Die hohe Zahl der Kurzarbeit schockiert. Sie macht aber auch deutlich, dass sich das Netz der Kurzarbeit einmal mehr bewährt. Überall da, wo Kurzarbeit angemeldet wird, soll Beschäftigung gehalten werden. So gelingt es zu verhindern, dass die Arbeitslosenzahlen durch die Decke schießen. Der Damm `Kurzarbeit` hält, wir müssen alles dafür tun, dass er nicht bricht.“

    Weil der Schutz durch Kurzarbeiter-Regelungen kein Selbstläufer ist, hat sich der DGB bei der Bundesregierung massiv dafür eingesetzt, die soziale Folgen der Corona-Krise besser sozial abzusichern: „Dazu zählen zum Beispiel der grundsätzlich verbesserte Zugang zu Kurzarbeit, die neuen Hinzuverdienstmöglichkeiten, der jüngst erzielte Kompromiss zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, ein verlängerter krisenbedingter
    Arbeitslosengeldanspruch, Verbesserungen beim Kinderzuschlag oder die fairere Behandlung in der Grundsicherung durch die Aussetzung der
    Vermögensanrechnung und Prüfung der Angemessenheit der Wohnung“, sagt Bektas.

    Und weiter: „Es war dringend nötig, dieses Netz der Sicherung zu spannen, wenngleich wir bei der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und
    der Absicherung von Eltern deutlich mehr Unterstützung erwarten. Viele Arbeitnehmer machen sich existenzielle Sorgen. Für diejenigen, die bereits
    seit Wochen Einkommensausfälle von bis zu 40 Prozent schultern, müssen die Hilfen schneller kommen. Gerade bei niedrigen Löhnen und dann,
    wenn eine tarifliche Aufstockung Fehlanzeige ist, reicht das Geld oft kaum.“

    Neben dem enormen Anstieg der Kurzarbeit ist auch die Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach auf 13.874 Personen gestiegen.
    Zudem ist die Zahl der von Hartz IV betroffenen Menschen allein in Stadt Mönchengladbach von 36.995 im März auf 37.476 Personen in Bedarfsgemeinschaften (einschließlich Kinder) im April angewachsen. Gerade in den Branchen mit überdurchschnittlich vielen Minijobs, niedrigen Löhnen sowie fehlender Tarifbindung verdichten sich die Probleme, Arbeitslosigkeit und Hartz-IV-Bezug steigen.

    „Jetzt muss alles dafür getan werden, um zu verhindern, dass sich die steigende Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit verfestigt. Dazu zählt sowohl die Vorbereitung einer Weiterbildungsoffensive als auch die Investition in neue Ausbildungsplätze. Außerdem kämpfen wir auch für den Erhalt bestehender Ausbildungsplätze. Jeder braucht eine Chance, auch nach der Krise am Arbeitsmarkt in Guter Arbeit wieder Fuß zu fassen.
    Das in der letzten Woche vom Bundestag beschlossene ‚Arbeit-von-morgen-Gesetz‘ muss hierzu seinen Beitrag leisten“, erklärt Emrah Bektas abschließend.

    Eckwerte zum Arbeitsmarkt: Mönchengladbach

    Ausgewählte MerkmaleApril 2020März 2020
    Bestand an Arbeitslosen,
    beide Rechtskreise
    13.87412.384
    davon im Schutz der Arbeitslosenversicherung (SGB III)3.9583.365
    Stadt Mönchengladbach
    Bestand an Personen in
    Bedarfsgemeinschaften
    37,47536,995
    Zahl der Kurzarbeit in Mönchengladbach28.315 
    Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
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  • Ab morgen werden städtische Außensportanlagen und Bolzplätze geöffnet

    Ab morgen werden städtische Außensportanlagen und Bolzplätze geöffnet

    Nachdem seit heute wieder alle rund 226 Kinderspielplätze genutzt werden können, öffnet die Verwaltung ab morgen, 8. Mai, auch alle 36 städtischen Außensportanlagen und über 80 Bolzplätze/ Kleinspielfelder sowie Skateranlagen.

    Die aktuellen Änderungen in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW erlauben einen kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel unter strikter Berücksichtigung der strengen Vorkehrungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz sowie zur Abstandsregelung von 1,5 Metern.

    Umkleiden, Duschräume und Gemeinschaftsräume bleiben geschlossen.

    Entsprechende Hinweisschilder machen auf die entsprechenden Regeln aufmerksam.
    Die Stadt bittet um strikte Einhaltung der Regeln und appelliert in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung der Nutzer.

    „Die Lockerungen finde ich gut und richtig, wenn wir dabei weiter Vorsicht walten lassen und die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten“, betont Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Wir haben es nun in der Hand, den Weg in Richtung Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens in der Corona-Pandemie zu gehen“, ergänzt er.
    Sollten sich Nutzer nicht an die Auflagen halten, behält sich die Verwaltung vor, die Anlagen wieder unverzüglich zu schließen.

    Die Turn- und Sporthallen bleiben weiterhin geschlossen.
    Am Montag, 11. Mai, werden dann im nächsten Zug die städtischen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie die Abenteuerspielplätze wieder geöffnet.

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  • Mönchengladbacher Grüne klar für Feiertag „8. Mai“

    Mönchengladbacher Grüne klar für Feiertag „8. Mai“

    Soll der 8. Mai ein bundesweiter Feiertag werden, ist er der „Tag der Befreiung“ oder ein Tag der Niederlage, den man daher nicht feiern sollte?

    Eine Frage, auf die Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees der Bundesrepublik Deutschland, längst eine Antwort gefunden hat.  Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges wird sie dem deutschen Bundestag die Petition „8. Mai zum Feiertag“ übergeben. Die Petition mit rund 100.000 Unterschriften werden die Vizepräsidentinnen des deutschen Bundestages Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und Petra Pau (Linke) von der 95-jährigen Holocaust-Überlebenden entgegennehmen.   

    Esther Bejarano:

    „Ich überlebte als Mitglied des Mädchenorchesters das Vernichtungslager Auschwitz und konnte auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden. Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit von NS-Regime gefeiert werden kann.“

    Wie die grüne Vizepräsidentin des Bundestags Claudia Roth unterstützt auch der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach diese Forderung der 1924 geborenen Esther Bejarano.

    Anita Parker, Sprecherin des Vorstands: „Wir haben in unserem Programm für die Kommunalwahl 2020 die Vielfalt und den Zusammenhalt in Mönchengladbach als eine wichtige Forderung und setzen uns gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung ein. Ein Feiertag „8.Mai“ wäre konsequent.“

    Gerd Schaeben, Vorstandsmitglied, ergänzt: „ Antisemitische und rassistische Straftaten haben in letzter Zeit wieder zugenommen. Auch deshalb ist es für uns eine Verpflichtung, an die grausamen und menschenverachtenden Ereignisse des Naziregimes ständig zu erinnern. Ein bundesweiter offizieller Feiertag würde die Erinnerungskultur zusätzlich stärken.“

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  • Armin Laschet stellt neuen „NRW-Plan“ vor

    Armin Laschet stellt neuen „NRW-Plan“ vor

    Mit einem maßvoll abgestuften Plan sollen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen und Wochen die Anti-Corona-Maßnahmen geöffnet werden.

    Der Nordrhein-Westfalen-Plan sieht für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Stufen mit Zieldaten vor, die abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens umgesetzt werden sollen. Dieses Vorgehen bietet den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen gleichzeitig Gesundheitsschutz sowie Planbarkeit und Verlässlichkeit für das wirtschaftliche und öffentliche Leben. Die Landesregierung bezieht alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens sowie die regionale Entfaltung in die stufenweise Öffnung ein. Die zentralen Ziele der Strategie bleiben die Eindämmung der Ausbreitung des Virus und der Ausbau der Kapazitäten des Gesundheitssystems. Wir setzen auf die Eigenverantwortung der Menschen. Öffnungen finden unter stetiger Evaluierung des Infektionsgeschehens statt. Ministerpräsident Armin Laschet hat den Nordrhein-Westfalen-Plan am Mittwoch, 6. Mai 2020, nach den Beratungen mit der Bundesregierung und den anderen Ländern in Düsseldorf vorgestellt. 
     
    Ministerpräsident Armin Laschet: „Ich freue mich, dass Bund und Länder heute gemeinsam den Weg in die verantwortungsvolle Normalität eingeschlagen haben. Ich habe immer dafür geworben, auch die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgeschäden der Pandemie-Bekämpfung im Blick zu behalten. Unsere Regelungen müssen zielgerichtet und verhältnismäßig sein und das regional höchst unterschiedliche Infektionsgeschehen anerkennen und abbilden. Diese Auffassung war heute Konsens.
     
    Die stabile Lage unseres Gesundheitssystems und die wenigen Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen erlauben uns nun eine verantwortungsvolle Öffnung, die wir stufenweise und mit besonderem Blick auf die einzelnen Lebensbereiche umsetzen. Unser Grundprinzip ist, dass Erleichterungen überall dort erfolgen können, wo Abstand und Hygiene oder geeignete Schutzregeln zu gewährleisten sind. Damit gehen wir weitere große Schritte in eine verantwortungsvolle Normalität bei gleichzeitigem Gesundheits- und Infektionsschutz.
     
    Die gute Entwicklung der Infektionszahlen heute ist der Verdienst des verantwortungsvollen Handelns der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen, denen ich hierfür danke. Aber es ist leider noch keine Garantie für die Zukunft. In diesem Geist setzen wir in Nordrhein-Westfalen den verantwortungsvollen Kurs der stufenweisen Öffnung in den kommenden Wochen fort.
     
    Der Nordrhein-Westfalen-Plan ist eine klare Handlungsstrategie, um die Corona-Pandemie in all ihren Dimensionen gemeinsam zu bewältigen. Mit seinen konkreten Zeitkorridoren und klaren Vorgaben steht er für Planungssicherheit und Flexibilität. Dabei setzen wir auch auf die Vernunft und das Vertrauen der Menschen in unserem Land. Es geht um weniger Reglementierung bei immer mehr Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.“

    Der Nordrhein-Westfalen-Plan im Einzelnen

    Folgendes stufenweises Vorgehen sieht der Nordrhein-Westfalen-Plan der Landesregierung für Nordrhein-Westfalen vor, der in seiner Umsetzung jeweils unter dem Vorbehalt der Entwicklung des Infektionsgeschehens steht:
     
    Kontaktverbot und Verhaltensregeln

    Mit Zieldatum ab dem 11. Mai 2020 sollen die bestehenden Kontaktbeschränkungen so weiterentwickelt werden, dass es möglich ist, dass die Angehörigen zweier Haushalte sich im öffentlichen Raum treffen (in Anpassung an Bund-Länder-Regelung). Die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern gilt fort, auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Bereichen.

    Gastronomie, Hotels, Tourismus

    Für die Gastronomie, Hotellerie und den Tourismus wird eine stufenweise Öffnung angestrebt.
    Ab dem 11. Mai 2020 sollen wieder möglich sein:

    • Gastronomisches Angebot in Speisegaststätten, sofern im Innen- und/oder Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleistet ist und ein Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept durch die Betriebe vorliegt.
      Buffet-Angebote mit offenen Lebensmitteln bleiben nicht zulässig.
    • Touristische Nutzung und Aufenthalt in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen (unter Wahrung der Kontaktbeschränkungen).
    • Öffnung von Freizeitparks, Ausflugsschiffen (mit Hygienekonzept), Touristinformationen, Fahrrad- und Bootsverleihen. 

    An Christi Himmelfahrt werden Hotels auch für Touristen wieder geöffnet. Dafür gelten strenge Auflagen analog zur Gastronomie mit einem verpflichtenden Hygieneschutzkonzept sowie der Gewährleistung von Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen.
     
    Mit Zieldatum ab Pfingsten (30. Mai 2020) sollen auch Thermen und Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Einrichtungen unter passgenauen Infektionsschutzkonzepten wieder öffnen.
     
    Ausgenommen von den Öffnungen bleiben bis auf Weiteres Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe.

    Handel und Dienstleistungen 

    Geschäfte sollen unabhängig von ihrer Größe unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln (1 Person pro 10 qm Verkaufsfläche) ab 11. Mai 2020 wieder öffnen dürfen.
    Für „körpernahe Dienstleistungen” wie Massagestudios, Kosmetiker und Tattoo-Studios werden passgenaue Infektionsschutzkonzepte im Austausch mit den Berufsvertretungen erarbeitet, um auch hier eine schrittweise Zulassung zu ermöglichen.
     
    Großveranstaltungen und Versammlungen 

    Großveranstaltungen bleiben bis 31. August 2020 untersagt. Für Versammlungen gelten die bestehenden Abstandsregelungen.

    Mit Zieldatum ab 30. Mai 2020 sollen Fachmessen und Fachkongresse mit Schutzkonzepten und unter Beschränkung der Besucher- und Teilnehmerzahlen wieder stattfinden können.
     
    Sport und Freizeit 

    Für den Sport- und Freizeitbereich gelten folgende Stufen:
     
    Ab Donnerstag (7. Mai 2020) ist der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt – sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet.
    Ein Abstand zwischen Personen von 1,5 Metern und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen müssen gewährleitstet sein. Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume dürfen nicht genutzt werden. Zudem sind Zuschauerbesuche vorerst untersagt. Bei Kindern unter 12 Jahren ist jedoch das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.
     
    Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen zulässig.
     
    Ab 11. Mai ist die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich.
     
    Freibäder dürfen ab 20. Mai unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen – ausgenommen sind reine Spaßbäder.
     
    Ab 30. Mai soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern.
    Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.
     
    Kulturangebote 

    Ab 11. Mai sind kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen sind unter freiem Himmel zulässig – oder mit strengen Regelungen, Mund-Nase-Bedeckung und einem von der örtlichen Behörde abgestimmten Konzept auch in Gebäuden.
    In Musikschulen sind auch Ensembles mit maximal sechs Teilnehmern möglich.
    Der Probenbetrieb in Kultureinrichtungen ist unter Schutzauflagen zulässig, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln.
     
    Ab dem 30. Mai ist die Öffnung von Kinos, Theatern, Opern und Konzerthäusern zu ermöglichen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Durch den verstärkten Einsatz von Ordnern sind Ansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.

    Kinderbetreuung 

    Auf Basis der heutigen Beschlüsse wird Familienminister Dr. Joachim Stamp den von seinem Ministerium bereits vorbereiteten Fahrplan zur schrittweisen Öffnung von KiTas und Tagespflege mit den Trägern und Kommunen final abstimmen und noch in dieser Woche vorstellen.
     
    Schulen 
    Für die Viertklässlerinnen und Viertklässler gibt es ab dem morgigen Donnerstag, 7. Mai, bereits wieder Präsenzunterricht.
     
    Ab Montag, 11. Mai, werden die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im tageweisen Wechsel wieder unterrichtet.
     
    Ebenfalls ab Montag, 11. Mai, kehren zunächst die Schülerinnen und Schüler an die Schulen zurück, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen. An den Schulformen der Sekundarstufe I (z.B. Haupt-, Real-, Sekundar-, PRIMUS- und Gemeinschaftsschulen) kehren zudem die Jahrgänge 5 bis 9 in einem tageweise rollierenden System zurück.
     
    An Gesamtschulen und Gymnasien beginnt der Präsenzunterricht für die Jahrgänge 5 bis hin zu den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen ab dem 26. Mai ebenfalls in einem tageweise rollierenden System.
     
    Hochschulen 

    Für den Lehr- und Prüfungsbetrieb wird ab dem 11. Mai die Einschränkung der Zulässigkeit von Präsenzveranstaltungen „auf besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige besondere Rahmenbedingungen“ aufgehoben.
     
    Der Lehr- und Prüfungsbetrieb an den Schulen des Gesundheitswesens und an den der Berufsausbildung im Öffentlichen Dienst dienenden Schulen, Instituten und ähnlichen Einrichtungen ist weiter unter Auflagen zulässig.
    Die Hochschulen führen den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester prinizipiell digital durch.
     
    Außerschulische Bildungseinrichtungen 

    Ab 11. Mai sind Veranstaltungen in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungs-einrichtungen inkl. Prüfungswesen auch in großen Räumen zulässig, wenn es zusätzlich zu Abstands- und Hygieneauflagen unter 100 Teilnehmer gibt.
    Ebenfalls wieder möglich sind sportliche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit.
     
    Ab dem 30. Mai sind auch Angebote der Gesundheitsbildung in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen zulässig. Ebenso sind ein einschränkter Regelbetrieb der Jugendarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz möglich.
    Ferienmaßnahmen können vornehmlich ortsnah aufgenommen werden, ebenso Gruppenfahrten (z.B. der Jugendverbände).
     
    Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen 

    Ab Muttertag (10. Mai 2020) sind Besuche in Seniorenheimen unter strengen Hygienevorgaben wieder möglich. Ab dem 11. Mai gilt dies auch in Krankenhäusern und Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe. Über mögliche weitere Öffnungen zum 30. Mai wird im Lichte der ersten Erfahrungen mit den nun eingeführten Erleichterungen beraten.
     
    Gottesdienste 

    Unter Berücksichtigung der Hygiene- und Schutzkonzepte der Kirchen und Religionsgemeinschaften finden Gottesdienste seit 1. Mai wieder statt.

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  • Kapazitätserweiterung? Nein Danke!

    Kapazitätserweiterung? Nein Danke!

    Ist es angemessen, ist es demokratisch, wenn die Bezirksregierung Düsseldorf die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für die Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf öffentlich auslegt werden, während die Bevölkerung durch die Corona-Pandemie doch nach wie vor arg eingeschränkt ist?

    Foto: Siemes

    Hajo Siemes, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Ost, beantwortet diese Frage mit einem klaren Nein.
    „Vielen Bürgerinnen und Bürgern, die von einer Kapazitätserweiterung des Flughafens betroffen wären, ist es doch wegen der Corona-Beschränkungen gar nicht möglich, die Unterlagen einzusehen, das gilt vor allem für Angehörige von Risikogruppen“, sagt Siemes.
    Der Grünen-Politiker genießt momentan die Zeit ohne die Belästigung durch die vielen Flieger: „Was für eine Wohltat, bei Ostwind nicht alle zwei Minuten den Fluglärm ertragen zu müssen“, meint er.
    Hajo Siemes – so, wie etliche Bewohner des Mönchengladbacher Ostens – stört sich daran, dass die Flughafengesellschaft Düsseldorf an der Kapazitätserweiterung des Flughafen Düsseldorf festhält, obwohl eine Reduzierung der Flugbewegungen für Anwohner und Umwelt dringend notwendig und auch möglich wäre.

    „Nach der Corona-Krise wird es auf dem Gebiet der Luftfahrt nicht wieder so werden wie vorher“, hofft Hajo Siemes. Billigflüge in alle Städte der Welt für wenige Euro zu Lasten des Klimas hält er für komplett überflüssig. „Der Flugverkehr muss dringend reduziert werden, und dass dies möglich ist, zeigt die derzeitige Krise uns allen doch sehr deutlich“, sagt er. Auch Geschäftsflüge könnten in Zeiten von Video- und Telekommunikation auf das nötigste begrenzt werden, so Siemes. Aus seiner Sicht ist es höchste Zeit, auf eine umwelt- und menschenfreundliche Verkehrspolitik hinzuarbeiten. Der Flugverkehr ist die umweltschädlichste Art der Fortbewegung. Die Schäden, die der Flugverkehr an der Umwelt und den Menschen verursache, müssten endlich voll in die Kosten und damit in die Flugpreise mit eingerechnet werden. Dadurch würde sich der Flugverkehr automatisch reduzieren. Das müsse auch das Ziel der Politik sein, um nach der Corona-Pandemie der Klimakrise entgegenzuwirken.

    Angesichts dessen hält Siemes die Durchführung der erneuten Auslegung der Pläne für eine Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf seit Beginn dieser Woche für den absolut falschen Weg.

    Hajo Siemes: „Das Verkehrsministerium NRW müsste eine Erweiterung allein schon aus verkehrspolitischen Erwägungen grundsätzlich ablehnen, auf alle Fälle aber erst einmal das Ende der Corona-Krise abwarten, bevor man hier Entscheidungen fällt, die nicht mehr in die Zeit passen.“

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  • Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller kommt am 27. Januar nach Mönchengladbach

    Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller kommt am 27. Januar nach Mönchengladbach

    Der Ersatztermin für die ursprünglich für den Mai geplante Veranstaltung ist gefunden:
    Herta Müller wird am Mittwoch, 27. Januar 2021, 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle einen Einblick in ihre Werke geben.

    Sie ist im Rahmen der Nobelpreisträger-Reihe die erste Literaturnobelpreis-Trägerin, die der Einladung des Initiativkreises nach Mönchengladbach folgt. „Wir freuen uns sehr, dass es Frau Müller trotz ihres engen Terminkalenders wichtig war, den Termin in Mönchengladbach so schnell wie möglich nachzuholen“, sagt Peter Schlipköter, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft.
    Der ursprüngliche Termin musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.
    Am 27. Januar 2021 wird Müller im Gespräch mit dem Schriftsteller und langjährigen Leiter des Literaturhauses Berlin, Ernest Wichner, einen Einblick in ihr Werk geben. Zwischen den Gesprächspassagen liest Müller ausihren Büchern. In „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ erzählt sie im Gespräch mit der Journalistin Angelika Klammer ihre Lebensgeschichte. In „Atemschaukel“ schreibt sie über den jungen Hermannstädter Leopold Auberger, der 1945 mit 17 Jahren in ein sowjetisches Arbeitslager deportiert wurde, über Hunger, Kälte und Einsamkeit. Mit diesem erschütternden Hauptwerk hat Herta Müller all denen ein Denkmal gesetzt, die als Zwangsarbeiter in sowjetischen Lagern für die Verbrechen der Nationalsozialisten büßen sollten.
    Schirmherr des Abends ist Franz Dierk Meurers (Vorstand der Volksbank Mönchengladbach eG).
    Bereits gekaufte Karten sind für den neuen Termin gültig. Tickets gibt es noch unter www.adticket.de, Telefon 0180 6050400.

    Auch für die ebenfalls verschobene Veranstaltung mit Thomas Gottschalk wird es einen Ausweichtermin geben.
    Der Initiativkreis hofft, diesen in Kürze bekannt geben zu können.

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