Autor: Redaktion

  • Aufarbeitung von sexuellem Mißbrauch erfordert Handlung, nicht nur Haltung

    Aufarbeitung von sexuellem Mißbrauch erfordert Handlung, nicht nur Haltung

    Stellungnahme des kfd Diözesanverband Aachen zur Pressekonferenz des Bistums Aachen am 18.10.2023.

    Der Diözesanverband Aachen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) begrüßt grundsätzlich die Nennung von überführten und mutmaßlichen Tätern sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen.
    Dies sei ein wichtiger Schritt, um Licht ins Dunkelfeld zu bringen.

    Wenn sich aber das Bistum Aachen der Vergangenheit wirklich stellen möchte und sich wirksam für die Betroffenen einsetzen will, seien darüber hinaus weitere ernsthafte Anstrengungen erforderlich.
    „Der formulierte Selbstanspruch einer konsequenten, transparenten und lückenlosen Haltung ist aus unserer Sicht bei weitem nicht eingelöst. Aufarbeitung ist nicht nur eine Frage der Haltung, sondern vor allem des Handelns“, betonte Marie-Theres Jung, Vorsitzende des kfd-Diözesanvorstands.
    Ansonsten bleibe der neue Leitfaden ein Strategiepapier der Kommunikationsabteilung, die ihn herausgegeben hat.
    Es sei nicht nachvollziehbar, dass lediglich die Aufarbeitung einer „vergangenen Epoche“ thematisiert werde. „Die Aussage, dass vergleichbare Verbrechen heute nicht mehr unbemerkt und ohne Konsequenzen möglich seien, lässt die nötige Demut vor diesem Versagen der Kirche schmerzlich vermissen. Sowohl sexueller als auch geistlicher Missbrauch ist ein Problem von heute, nicht nur von gestern und darf nicht verharmlost werden“, warnte Jung.
    Statistiken der Kriminalbehörden belegen, dass sexueller Missbrauch und sexualisierte Gewalt auch heute bittere Realität sind, im privaten wie im institutionellen Umfeld und quer durch alle sozialen Schichten, mit steigender Tendenz.
    Um den Tätern innerhalb der Kirche den Boden zu entziehen, muss aus Sicht der kfd nun alles daran gesetzt werden, den Klerikalismus hinter sich zu lassen, noch vorhandene patriarchale Machtverhältnisse zu überwinden und eine ernste Kultur des kritischen Hinsehens und Mitentscheidens zu schaffen. Das vorhandene gute Präventionskonzept müsse überall konsequent umgesetzt und das Netz der Anlaufstellen ausgebaut werden.
    Dabei müssten auch erwachsene Betroffene in den Blick und in die Interventionsordnung aufgenommen werden, forderte die Vorsitzende: „Bisher haben sexueller und spiritueller Missbrauch sowie Machtmissbrauch an Frauen kaum Beachtung gefunden, auch hier ist noch ein großes Dunkelfeld aufzuarbeiten.“
    Der ernsthafte Dialog mit den einschlägigen Expertengremien bleibe dafür auch weiterhin unverzichtbar, so Jung weiter.
    Die kfd werde sich auch zukünftig aktiv für die ehrliche Aufarbeitung und den wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt einsetzen.
    „Wir fordern weiterhin: Macht Licht an – auch im Bistum Aachen!

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  • Workshop „Rhetorik gegen Rechts“ bei Bündnis 90/ Die Grünen Mönchengladbach

    Workshop „Rhetorik gegen Rechts“ bei Bündnis 90/ Die Grünen Mönchengladbach

    Dieser Workshop mit Trainer Jürgen Schlicher, Romeo Franz (MEP) und 20 Teilnehmenden, darunter Interessierte Bürger*innen und Parteimitglieder, startete am vergangenen Donnerstag um 17 Uhr.
    Ziel des drei stündigen praxisbezogenen Trainings war es, eine Strategie gegen pauschalisierende Parolen zu entwickeln und so die Schlagfertigkeit in Alltagssituationen zu verbessern.

    Der Workshop ist eine Antwort der Grünen auf vielschichtige Herausforderungen.

    Denn die steigende Beliebtheit der AfD-Mandatsträger*innen, die populistische Meinungsmache, die gezielte Verbreitung von Falschinformationen und die steigende Feindlichkeit gegen Minderheiten erfordern nicht nur eine tiefere Auseinandersetzung mit Inhalten sondern auch eine verbesserte methodische Analyse. Denn eine gute Methodik ist die Grundlage um leere Phrasen erkennen und mit ihnen umgehen zu können.

    Im Workshop haben die Teilnehmenden einen Werkzeugkasten entwickelt, mit dem sie im Alltag schlagfertig auf pauschale Aussagen reagieren können.
    Zum Abschluss wurden die gelernten Strategien in einem Stammtischszenario themenspezifisch angewendet.

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  • VdK: „Absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger bezahlen“

    VdK: „Absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger bezahlen“

    Sozialticket zu teuer und zu spät.

    Ab 1. Dezember 2023 gibt es in NRW das „Deutschlandticket Sozial“ zum Preis von 39 Euro.
    Wir als Sozialverband VdK NRW haben uns in diesem Jahr mehrfach, auch per Brief an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, für die Einführung eines solchen Sozialtickets eingesetzt – allerdings zu einem deutlich günstigeren Preis, wie der Landesvorsitzende Horst Vöge kommentiert:

    „Für die 3,2 Millionen von Armut bedrohten Menschen in unserem Bundesland sind 39 Euro einfach zu viel. Wir als VdK halten 29 Euro für angemessen, gerade im Hinblick auf andere Sondertarife des normalen Deutschlandtickets. Es ist doch absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger für ihr Ticket bezahlen als beispielsweise ein Bezieher von Grundrente. Statt einer bundesweiten wäre eine landesweite Lösung auch absolut vertretbar. Im Zuge der aktuellen Diskussion um Preissteigerungen beim Deutschlandticket wird es zudem nicht lange bei 39 Euro bleiben. Und darüber hinaus kommt selbst dieses für Dezember angekündigte Sozialticket erst mit siebenmonatiger Verspätung. Die Landesregierung ist von ihrer ursprünglichen Strategie ‚schneller‘ ‚unbürokratischer‘ und ‚wirksamer‘ zu werden, weit entfernt.“

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  • St. Martins-Umzüge 2023 in Mönchengladbach

    St. Martins-Umzüge 2023 in Mönchengladbach

    Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir – dieses und weitere Martinslieder werden bald wieder fleißig von Kindern in Mönchengladbach gesungen.

    Denn das Martinsfest steht vor der Tür, und ab dem 2. November ziehen mehr als 130 Martinszüge von Schulen, Kindergärten und Vereinen durch die Straßen unserer Stadt.

    Im Anhang finden Sie als PDF eine Liste aller Martinszüge, die bis zum 30. Oktober 2023 bei der Stadtverwaltung angemeldet wurden.
    Darüber hinaus lädt Borussia Mönchengladbach für Montag, 6. November, 17:30 Uhr, zum Martinszug rund um den Borussia-Park ein.

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  • Mönchengladbacher Seniorenrat fordert die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet

    Mönchengladbacher Seniorenrat fordert die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet

    Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach legte Ende Juli den ersten Hitzeschutzplan für den Sommer vor.

    Dessen Ziel ist, die Bevölkerung zu sensibilisieren, insbesondere die vulnerablen Gruppen, Schutzmaßnahmen bei auftretender Hitze vorzunehmen. Der Seniorenrat griff das Thema in seiner dritten Sitzung auf. Die Verantwortlichen der Stadt sowie der mags werden angehalten, mit Trinkwasserbrunnen den ersten Schritt des Hitzeschutzplans umzusetzen.

    Die Stadtverwaltung Mönchengladbach bereitet derzeit eine Ausschreibung für die Umsetzung zum Hitzeschutzkonzept vor.
    Mit der Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an verschiedenen öffentlichen Orten würde auch ein Punkt der EU-Trinkwasser-Richtlinie umgesetzt, die die Bundesregierung Anfang des Jahres in deutsches Recht übernahm.
    Die Mitglieder des Seniorenrats begründen ihre Sichtweise, innerstädtische Trinkwasserbrunnen zügig zu installieren, mit dem derzeitigen Klimawandel und den gesundheitlichen Folgen insbesondere für ältere Menschen. Bereits im Frühjahr können ihnen höhere Temperaturen zu schaffen machen.

    Bekannt ist, dass insbesondere Menschen mit zunehmendem Alter ein geringeres Durstgefühl entwickeln. Chronische Krankheiten, die Einnahme von verschiedenen Arzneimitteln etc. reduzieren vermehrt die Fähigkeit des Körpers, die Körpertemperatur zu regulieren. Im Außenbereich sind Trinkwasserbrunnen daher geeignet, Seniorinnen und Senioren an die regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit zu erinnern.

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  • Anträge von Menschen mit Behinderung zügig bearbeiten statt Personal abbauen!

    Anträge von Menschen mit Behinderung zügig bearbeiten statt Personal abbauen!

    Wir Sozialverbände sind das Sprachrohr für Menschen mit Behinderung und als solche wehren wir uns gegen Kürzungspläne in der kommunalen Versorgungsverwaltung.

    Wer in NRW einen Schwerbehindertenausweis oder etwa die Anerkennung eines Behinderungsgrades beantragen will, der muss sich an ein Versorgungsamt wenden. Dass die Anliegen dieser Menschen dort zügig bearbeitet werden sollten, liegt auf der Hand.
    Doch ausgerechnet hier will die Landesregierung Stellen kürzen.
    Als Grund dafür wird angeführt, dass die Zahl der Anträge in den letzten Jahren zurückgegangen ist – und tatsächlich kam es im Aufgabenbereich Schwerbehindertenrecht in den Jahren 2019 bis 2021 zu einem Rückgang um fast 16 Prozent. Der alle drei Jahre stattfindenden Personalbedarfsrechnung zufolge würde dies nun zu einem Wegfall von landesweit 120 „Vollzeitstellen“ führen.

    „Der für alle ersichtliche Corona-Effekt wurde hier einfach nicht mit einbezogen“, kritisiert der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge: „2019 lagen die Fallzahlen noch viel höher. Erst danach gab es durch die Pandemie dann einen logischen Knick – die Menschen hatten eben Angst, irgendwo hinzugehen. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass die Anträge in den Ämtern bereits seit 2022 wieder enorm zugenommen haben. Statt den coronabedingten Rückgang zu bewerten, hätte das Land den Durchschnittswert ab dem Jahr 2020 nehmen müssen.“

    Das Land NRW hat zwar angekündigt, sich die Fallzahlen für 2023 vorzeitig anzuschauen und den Personalbedarf gegebenenfalls anzupassen, für die Sozialverbände VdK NRW und SoVD NRW kommt diese Maßnahme jedoch viel zu spät: „Das führt frühestens im Frühjahr oder Sommer 2024 zu einer verbesserten Personalsituation bei den Versorgungsämtern“, sagt Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD NRW. „Die Verfahren dauern doch schon jetzt viel zu lang. Der Stellenabbau geht zu Lasten der schwerbehinderten Menschen. Und es ist deren gutes Recht, dass ihre Anträge auch innerhalb eines zumutbaren Zeitraums bearbeitet werden.“

    Die Sozialverbände fordern deshalb die zuständigen Kreise und kreisfreien Städte auf, dass sie mit Blick auf die angekündigte Anpassung des Belastungsausgleichs versuchen, die Zeit bis dahin mit dem bestehenden Personal zu überbrücken und keine Stellen abzubauen beziehungsweise in andere Aufgabenbereiche zu verschieben.

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  • Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!

    Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!

    In seinem aktuellen Weihnachtsspecial präsentiert Jürgen B. Hausmann wieder wunderbare Geschichten rund ums Christfest: wenn Weihnachtsduft die Luft erfüllt, Besinnlichkeit und Harmonie einkehren, die Familie friedlich zusammen feiert – oder doch wieder alles ganz anders kommt und die Nerven blank liegen. In der Kaiser-Friedrich-Halle Mönchengladbach legt Hausmann seine schönsten Anekdoten unter den Tannenbaum – am Mittwoch, 22. November 2023.

    Mit „Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!“ stimmt der Kabarettist das Publikum schon mal auf die Festtage ein. Denn zwischen Plätzchenbacken, Weihnachtsgans und Silvesterpunsch darf natürlich auch eine gute Portion Humor nicht fehlen.

    Herrlich überdreht und doch wie aus dem Leben gegriffen – Hausmann hat seine Beobachtungen und Erfahrungen wieder einmal in urkomische Anekdoten verpackt. Sein Kabarett entspringt direkt den Wohnzimmern, Vereinsheimen und Hobbymärkten unseres Landes, seine Figuren stammen aus der Familie, von nebenan oder laufen ihm zufällig über den Weg. Und die Reaktionen im Publikum offenbaren, dass sich wohl der ein oder andere wiedererkennt …

    Gerade darin liegt die große Stärke von Jürgen B. Hausmann. Denn dank seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe und seines Gespürs für Komik verwandelt der Kabarettist alltägliche Situationen und Menschen wie Du und ich in treffsichere, amüsante Geschichten und echte Originale. Oder verarbeitet sie in seinen herrlichen Gesangsnummern, bei denen ihn sein langjähriger musikalischer Partner Harald Claßen unterstützt.

    Tickets sind erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02405 / 40 8 60 oder online unter www.meyer-konzerte.de.

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  • Die 60 muss bleiben!

    Die 60 muss bleiben!

    Finger weg von der Altersgrenze der Feuerwehren –
    Gemeinsame Mahnwache von komba nrw und ver.di NRW.

    Am morgigen Donnerstag (26. Oktober) rufen die komba gewerkschaft nrw und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) zu einer Mahnwache vor dem Landtag auf.

    Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr werden rund 300 Feuerwehrleute aus ganz NRW in Düsseldorf erwartet. Hintergrund sind die Pläne der Landesregierung, die Altersgrenze bei den NRW-Feuerwehren zukünftig auf bis zu 62 Jahre anzuheben.
    Begründet wird die geplante Anhebung mit dem Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung. Der Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr in den Landtag eingebracht werden.
    Komba und ver.di fordern, dass die Altersgrenze von 60 Jahren bestehen bleibt.
    „Eine Anhebung der Altersgrenze macht den Beruf für Anwärterinnen und Anwärter unattraktiver und verschärft die Personalprobleme. Schon heute haben zahlreiche Feuerwehren mit Personalproblemen zu kämpfen. Vor allem für die Feuerwehren im Grenzbereich zu Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wird sich die Personalsituation verschärfen. In den genannten Ländern bleibt die Altersgrenze von 60 Jahren bestehen. Aus diesem Grund ist ein Wechsel der NRW-Feuerwehrbeamtinnen und -beamten nicht auszuschließen. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus Baden-Württemberg. Dort wurde die Altersgrenze 2016 von 62 auf 60 Jahre gesenkt“, so Andreas Winter, komba gewerkschaft nrw.

    „Die gesundheitlichen Belastungen der Feuerwehrbeamtinnen und Beamten im Einsatzdienst sind anerkanntermaßen sehr hoch. Nach unserer Einschätzung wird die Zahl der Personen ansteigen, die durch die wachsenden Belastungen im Einsatzdienst dienstunfähig werden. Außerdem muss mit einem Anstieg der vorzeitigen Pensionierungen gerechnet werden. Eine längere Lebensarbeitszeit bedeutet, dass Planstellen vielfach länger durch dienstunfähige Beschäftigte belegt werden und demzufolge nicht durch junge Kolleginnen und Kollegen besetzt werden können. Dieser Umstand kann zu einer eingeschränkten Einsatzfähigkeit der Feuerwehren führen“, erklärt Tjark Sauer, ver.di NRW.
    Zur Mahnwache sind die Sprecherinnen und Sprecher des Innenausschusses der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP eingeladen.

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  • Rechtspopulismus kontern

    Rechtspopulismus kontern

    Einladung zum Argumentationstraining „Rhetorik gegen rechts“.
    Wann: 26. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr.
    Wo: Brandenberger Straße 36, 41065 Mönchengladbach.

    Das Entsetzen war groß als der erste Rechtspopulist den Landrat in Sonneberg (Thüringen) stellte.

    Warum gelang es den demokratischen Parteien nicht, deutlich zu machen, dass es im Wahlprogramm der sogenannten Alternative so gut wie keine kommunalpolitischen Themen gab. Warum gab es keinen Aufschrei, als sowohl der alte Landrat als auch die sich in Interviews gegen den Rechtstrend stellenden Bürger*innen der Öffentlichkeit entzogen wurden?
    In Brüssel machte das den Europaabgeordneten Romeo Franz sehr nachdenklich. Als Sinto, der allein sechs Angehörige seiner Familie im Holocaust verloren hatte, war für ihn klar: Wir müssen was tun.

    „Wir müssen dahin und wir müssen diejenigen stärken, die dem Terror der Populisten etwas entgegensetzen wollen.“
    Romeo Franz erinnerte sich, dass er vor vielen Jahren von den Trainern Gülcan Yoksulabakan Üstüay und Jürgen Schlicher ausgebildet wurde und rief kurzerhand bei ihnen an. Nur zwei Wochen später begann der Auftakt des Argumentationstrainings: „Rhetorik gegen rechts“ in Sonneberg.

    Zunächst mit einem Kreisverband und nun auch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. Dem ersten Training folgten inzwischen weitere in Frankfurt, Dresden, Lüb eck, Berlin und Kiel. Die Reise geht weiter nach Flensburg, Hannover, Bielefeld, Düren, Leverkusen und Suhl.
    „Solange es weitere Anfragen für das Argumentationstraining gibt, werde ich das Training anbieten, denn die destabilisierenden und zersetzenden Äußerungen von AFD Mandatsträgern können nicht ohne Gegenreaktionen bleiben. Zusätzlich müssen wir geschlossen auftreten und klar zeigen: Rechtspopulistische Politik hat in unseren Reihen nichts zu suchen.“

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  • Hat unser Wald eine Zukunft?-Unser Wald hat Zukunft

    Hat unser Wald eine Zukunft?-
    Unser Wald hat Zukunft

    Wie wird unser Wald zukunftsfähig?

    Wir leben in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Auch unser   Wald ist  in Mitleidenschaft gezogen.
    Auf der anderen Seite wird der Wald sowohl für den Schutz der biologischen Vielfalt wie auch für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels eine große Rolle spielen. Dies gilt nicht nur für den Regenwald sondern auch für den deutschen Wald.

    Das wirft die Frage auf: Wie können wir mit Wald umgehen, damit aus ihm ein anpassungsfähiger Zukunftswald wird?
    Wie kann ein widerstandfähiger, sog. klimaresilienter Wald aussehen, der ein Höchstmaß an CO 2 speichert, weiterhin unsere Luft reinhält, den Wasserkreislauf regelt, unsere Umgebung abkühlt, das Wasser im Boden speichert, uns Menschen als Erholungsraum dient und den Rohstoff Holz liefern soll?

    Der Lübecker Stadtwald gilt als Vorreiter der naturnahen Waldbewirtschaftung.
    Dieses  seit gut 30 Jahren dokumentierte Modell, kann hervorragend als Referenz für einen Mehrzweckwald genutzt werden.

    Herr Dr. Fähser sieht sich als Vermittler dieses Modells und auch Vermittler der sich scheinbar zu widersprechenden Anforderungen an den Wald. 

    Zur Person:
    Dr. Lutz Fähser, Dipl. Forstwirt, Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre , leitender Forstdirektor i.R., Leiter von Forstämtern im Staats-, Kommunal- und Privatbesitz, Mitarbeit in zahlreichen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität Kiel, (ehrenamtliche Funktion im BUND auf Bundes-, Landes- und Kreisebene).

    Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Fähser uns im Kreis Heinsberg besucht, und am 20.10. einen öffentlichen Vortrag im Forum Wegberg hält und am 21.10. gibt es einen Spaziergang im Buchholzer Wald,  zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind.

    Erst einmal etwas Grundsätzliches zum Thema Wald; Warum ist der Wald wichtig?
    Wälder sind wertvoll. Sie versorgen uns mit lebenswichtigen Dingen wie z.b.  frischer Luft und Wasser, Kühlung und verhindern Bodenabnutzung bis hin zu Erdrutschen. (Erosionsschutz).
    Weiterhin sind  Wälder  Heimat  einer Vielzahl  von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Sie liefern Holz und bieten uns einen wunderbaren Raum, in dem wir uns erholen können. 
    Im Klimawandel soll der Wald auch eine wichtiger Co 2 Senker sein und in heißen Sommern ist er in der Lage, seine Umgebung herunterzukühlen .

    Diese kostenlosen Gaben des Waldes werden auch als Ökosystemleistungen bezeichnet.
    An unseren Wald werden also einerseits viele Anfordernisse gestellt, andererseits ist er durch mehrere Faktoren wie z.B. den Klimawandel und Übernutzung selbst sehr  in Mitleidenschaft gezogen, wie es auch der Waldzustandbericht der Bundesumweltamtes von 2022 zeigt.

    Daher  stellt sich die Frage:
    Welche Art von Wald wird diesen unterschiedlichen Anforderungen am besten gerecht und wie passt hier die Idee einer naturnahen Bewirtschaftung hinein?
    Es ist klar geworden, dass naturferne Forste wie z.b. Fichten- oder andere Monokulturen dem Klimawandel nicht gewachsen sind, denn sie sind während der letzten heißen Sommer abgestorben.

    In der Forstwirtschaft spricht man nun häufig von der Notwendigkeit des Umbaus des Waldes in naturnahe Laub-, Misch- Wälder oder man spricht von nachhaltiger  Forstwirtschaft. Allerdings gibt es auch Unterschiede in der Auslegung des Begriffs „Naturnähe“.
    (Für manche Fachleute reicht es schon, wenn viele unterschiedliche Bäume angepflanzt werden, für die anderen ist der ganze Wald incl. des Bodens ein komplexes Ökosystem, bei dem der Mensch letztendlich nicht weiß, wie sich seine Eingriffe auswirken.)

    Herr Dr. Fähser und inzwischen viele andere Kollegen vertreten die naturnahe Waldbewirtschaftung, wie sie 1994 im Lübecker Stadtwald eingeführt wurde. Seitdem ist das sog. „Lübecker Modell“ eines  der intensivst forstwirtschaflich untersuchten Konzepte, welches zunehmend auch an anderen Orten in Deutschland eingeführt wird.

    Im Juni 23 erließ die EU Wald-Richtlinien namens „closer to nature forest management“. In diesen wird das Konzept aus Lübeck als als „best practice“, also als ein besonders gutes  Beispiel aus der Praxis erwähnt. (S. 65 ff)
    In diesem eher ökosystemorientieren Umgang mit Wirtschaftswäldern bedeutet es z.B., dass man nicht einfach bestimmte von uns Menschen auserkorene „Zukunftsbäume“ irgendwo hin pflanzt, sondern man beobachtet die Natur, in der viele miteinander verbundenen Faktoren eine Rolle spielen, die uns nicht immer bekannt sind.
    Zugrunde liegt die Beobachtung, dass höchste Produktivität in Wäldern die eher natürlichen „Waldgesellschaften“ haben. Das bedeutet, dass die höchste ökonomische Ertragsfähigkeit in naturnahen Wirtschaftswäldern zu erzielen ist. Ganz nach dem Grundsatz: Ökologie sichert Ökonomie.
    Denn tatsächlich schneidet das Konzept betriebswirtschaftlich besser ab als die meisten derzeit praktizierten Vorgehensweisen. Diese Erkenntis stellt einiges des „gesicherten“ forstwirtschaftlichen Wissens in Frage und scheint sie gar zu widerlegen.

    Die Erfahrungen im Lübecker Stadtwald haben auch viele Förster zu der Auffassung ermutigt, dass naturnahe, wenig gestörte Wirtschaftswälder ein hohes Maß zur Anpassung an Veränderungen und als Senke für das Klimagas CO 2 entwickeln.

    In seinem Vortrag am 20.10. um 18. 00 Uhr im Forum Wegberg, (Stadthalle, Burgstraße), und beim Spaziergang am 21.10. um 10.00 Uhr im Buchholzer Wald ( Parkplatz Wickrathberg) zeigt Dr. Lutz Fähser leitender Forstdirektor i.R. zeigt wie es gehen kann.

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  • 4.250 Euro für den Brunnenhof übergeben

    4.250 Euro für den Brunnenhof übergeben

    Spendensammlung anlässlich der Verabschiedung von Stadtdirektor Bonin.

    „Wer diese Stadt liebt und etwas für Ihre positive Entwicklung tun möchte, hat dazu hier im Brunnenhof eine schöne Möglichkeit“, findet der scheidende Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin.

    Die Gäste seiner Verabschiedung Mitte September hatte er deshalb um Spenden für den Brunnenhof statt um Abschiedsgeschenke gebeten. Und die waren seinem Vorschlag rege gefolgt. Den gesammelten Spendenbetrag in Höhe 4.250 Euro konnte Bonin jetzt an den Münsterbauverein übergeben, der den Brunnenhof am Münster St. Vitus derzeit neugestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich macht.

    „Über diese Spende freuen wir uns sehr. Weil Sie die Wertschätzung von Dr. Bonin für unsere Arbeit zeigt, aber auch weil Spenden trotz der sichtbaren Fortschritte, die wir schon gemacht haben, weiter essentiell für uns sind“, betont Anne Baus, die Vorstandsvorsitzende des Münsterbauvereins, die die Spende gemeinsam mit ihrer Vorstandskollegin Annette Bonin entgegennahm. Sichtlich erfreut war auch der Urheber der Spendensammlung, Gregor Bonin selbst: „Dass wir diese Summe zusammenbekommen haben finde ich richtig klasse und danke allen Spenderinnen und Spendern von Herzen!“

    Über den Brunnenhof

    Der Brunnenhof wird eingerahmt vom Münster St. Vitus, dem Rathaus Abtei, der Schatzkammer und dem Studienhaus an der Abteistraße.
    Seit Abteigründung im Jahre 974 bis zum Auszug der letzten Benediktinermönche im Jahr 1802 bildete dieser Ort den mit Kreuzgang ausgestatteten Klosterhof der Abtei. Mit der Neugestaltung und Öffnung des Brunnenhofs will der Münsterbauverein den seit dem 20. Jahrhundert brachliegenden und verschlossenen Brunnenhof wieder mit Leben erfüllen. Hier sollen Kultur und spirituelle Ruhe einen Platz mitten in der Gladbacher Innenstadt finden. Dazu werden unter anderem der historische Brunnen in Szene gesetzt, der ehemalige Kreuzgang mit beleuchteten Stehlen nachempfunden, Grün- und Pflanzbereiche angelegt, eine Veranstaltungsfläche eingerichtet und der Durchgang zum Innenhof des Rathaus Abtei wieder geöffnet.
    Nach der Aufwertung ermöglicht der Brunnenhof darüber hinaus einen barrierefreien Zugang zum Münster St. Vitus.
    Das Projekt bildet neben Maßnahmen wie den Umgestaltungen im Gero- und im Hans-Jonas-Park oder dem geplanten Durchstich am Museum Abteiberg einen weiteren Baustein bei der Aufwertung der Gladbacher Innenstadt.
    Neben Spenden wird die Baumaßnahme vollständig aus Fördermitteln des Landes sowie Eigenmitteln des Vereins finanziert.

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  • Krimi und Blues in der Ev. Hauptkirche Rheydt

    Krimi und Blues in der Ev. Hauptkirche Rheydt

    Benefizveranstaltung zugunsten des Bauvereins Ev. Hauptkirche Rheydt

    Arnold Küsters und seine Freunde kommen am Donnerstag, dem 26. Oktober, um 19.30 Uhr mit Lesungen aus Arnold Küsters neuestem Krimi und Musik in die Hauptkirche.

    „Hier geht was“ ist eine Akustik-Blues-Pop-Band mit deutschen Liedern über Gott und die Welt, die mal poetisch, mal schräg, mal leise, mal laut, aber immer intensiv und gefühlsecht daherkommen.

    Niederrheinische Seele und bluesiger Herzschlag: Aus diesen Elementen zaubert die Band einen Kosmos schräger Vögel, verliebter Jungs, schlauer (und weniger schlauer) Damen, liebenswerter Typen und waschechter Arschlöcher. 

    Der Eintritt ist frei, alle Spenden gehen an den Bauverein Ev. Hauptkirche Rheydt. 

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  • Rhetoriktraining gegen rechte Parolen

    Rhetoriktraining gegen rechte Parolen

    Am 26. Oktober wird der grüne EU-Abgeordnete Romeo Franz nach Mönchengladbach reisen und mit dem Argumentationstrainer Jürgen Schlicher den Workshop „Rhetorik gegen rechts“ anbieten.

    Gemeinsam mit dem Grünen Kreisverband MG werden interessierte von 18:00 bis 21:00 Uhr ins Grüne Büro, Brandenberger Straße 36 in 41065 Mönchengladbach, eingeladen.

    Die Herausforderungen sind vielschichtig: Zunahme an AFD-Mandatsträgern, populistische Meinungsmache im politischen Diskurs, Blockade von politischen Entscheidungen durch Falschnachtrichten und rechtsradikal motivierte Feindlichkeit gegenüber Minderheiten.

    Das praxisbezogene Argumentationstraining zielt darauf ab, die Basis bei ihrer politischen und gesellschaftlichen Arbeit in der Argumentation gegen Stammtischparolen und plakativen Äußerungen zu unterstützen.

    Jürgen Schlicher, Trainer bei Democracy Works, bietet einen dreistündigen Workshop an, bei dem eigene Erfahrungen und Begegnungen mit plakativen Äußerungen besprochen und durch Rollenspiele praxisnah nachgestellt werden. Im Nachgang werden Strategien und Argumentationshilfen erarbeitet und geübt. Alle Teilnehmer*innen erhalten somit verbale Werkzeuge, um bei populistischen und rechtsextremen Äußerungen nicht zu verstummen.

    „Die destabilisierenden und zersetzenden Äußerungen von AFD-Mandatsträgern können nicht ohne Gegenreaktionen bleiben. Zusätzlich müssen wir geschlossen auftreten und klar zeigen: Rechtspopulistische Politik hat in unseren Reihen nichts zu suchen.“

    Neben der Rhetorikschulung durch die Argumentationstrainings bezweckt Romeo Franz langfristig, dass die Zivilgesellschaft, aber auch Entscheider*innen und Parteiinterne sich stärker vernetzen und zusammenarbeiten, um rechter Hetze geschlossen und gefestigt entgegenzutreten. Dabei sind regionale Verbände und Vereine eine wichtige Ressource und Anlaufstelle im Kampf gegen Menschen- und Demokratiefeindlichkeit. Wichtige Aufklärungs- und Präsenzarbeit leisten meistens die lokalen, ehrenamtlich Engagierten.

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  • MdB Gülistan Yüksel lädt zur Doppelsprechstunde ein

    MdB Gülistan Yüksel lädt zur Doppelsprechstunde ein

    Da die Resonanz bei der Telefonsprechstunde seit Monaten hoch ist, viele aber auch das persönliche Gespräch bevorzugen, bietet Yüksel im Oktober eine zweifache Sprechstunde an:
    Am Dienstag, dem 24. Oktober, findet von 16:00 bis 17:00 eine persönliche Sprechstunde im Wahlkreisbüro in Rheydt statt.
    Eine weitere telefonische Sprechstunde bietet die SPD-Politikerin am selben Tag, von 17:30 bis 18:30 Uhr, an.
    „Die Meinungen und Sichtweisen der Menschen in Mönchengladbach zu bundesweiten Politikthemen sind für mich von großer Wichtigkeit. Seit Jahren lege ich Wert darauf, stets in engem Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu sein und ihren Anliegen in Ruhe zuzuhören“, betont die Politikerin.
    Um die persönliche und die telefonische Sprechstunde vorab zu organisieren, bittet Yüksel um vorherige Anmeldung mit Nennung des Gesprächsthemas unter 02166-8559766.
    Der Anmeldezeitraum läuft vom 16. bis 20. Oktober 2023.
    „Ich möchte alle Menschen in meinem Wahlkreis herzlich einladen, mit mir in Kontakt zu treten. Wer persönlich vorbeikommen möchte, ist herzlich willkommen. Wer ein Telefonat bevorzugt, den rufe ich am 24. Oktober gern an“, fasst Yüksel ihr Sprechstundenangebot zusammen. „Wie in den vergangenen Sprechstunden freue ich mich auf interessante Diskussionen und konstruktive Gespräche „, blickt Yüksel dem Termin entgegen.

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  • Einfluss auf die politische Meinungsbildung durch Suchmaschinen

    Einfluss auf die politische Meinungsbildung durch Suchmaschinen

    TH Köln wertet Millionen von Web-Daten aus

    Auf welche Weise beeinflussen Suchmaschinen, wie Politiker*innen vor Wahlen wahrgenommen werden? Wissenschaftler*innen der TH Köln und der Universität zu Köln haben Millionen von Suchvorschläge zu deutschen Parlamentarier*innen ausgewertet. Die Daten liefern Rückschlüsse auf die ihnen zugeschriebenen beruflichen und persönlichen Eigenschaften.

    „Nicht erst seit den Erfolgen von Barack Obama und Donald Trump sowie populistischen Parteien in Europa wird über den Einfluss der sozialen Medien auf den Verlauf und Ausgang von Wahlen intensiv diskutiert. Die Rolle von Suchmaschinen und besonders die von Suchvorschlägen wurde bisher unzureichend untersucht. Dabei nutzen viele Menschen diesen Weg, um sich Informationen zu beschaffen und ihre Meinung zu politischen Themen oder Personen zu bilden“, erklärt Prof. Dr. Philipp Schaer vom Institut für Informationswissenschaft der TH Köln.

    Geben Nutzer*innen ihre Anfragen in das Suchfeld der Suchmaschinen ein, machen diese automatisch Vorschläge, wie die Anfrage vervollständigt werden könnte. Dabei werden vor allem die Wortkombinationen angezeigt, die häufig in die Suchmaske eingegeben wurden. Vorurteilsbehaftete Suchanfragen anderer Nutzer*innen können so beeinflussen, welche Informationen zu politischen Themen zu finden sind. Die Untersuchung möglicher Verzerrungen in diesen Suchvorschlägen war das Ziel des Forschungsprojektes EUSOPOL der TH Köln und der Universität zu Köln. Dafür arbeiteten Expert*innen aus Informatik, Informationswissenschaft und Politikwissenschaft zusammen.

    Muster in Datenbergen erkennen
    Die Wissenschaftler*innen erhoben zwischen den Bundestagswahlen 2017 und 2021 Millionen von Web-Daten aus den drei Suchmaschinen Google, Bing und DuckDuckGo. Der zweimal täglich abgefragte Datensatz enthielt die Namen aller aktiven Parlamentarier*innen des Bundestages sowie von Spitzenpolitiker*innen aus den Bundesländern – in der Summe rund 1000 Suchanfragen. Mithilfe maschineller Sprachverarbeitung ordneten die Forscher*innen die automatischen Vorschläge drei Kategorien zu – geografische Angaben wie Stadt, Bundesland oder Wahlkreis; Wörter im politischen und wirtschaftlichen Kontext wie „Steuer“ oder „Abgasskandal“ sowie persönliche Informationen wie „Frisur“, „Kinder“ oder „Ehe“. Anschließend wandte das Projektteam statistische Methoden an, um Themenverteilungen und Muster zu erkennen.

    Berufs- und personenorientierte Zuschreibungen
    Bei der Analyse der Ergebnisse stellten die Forscher*innen einen sogenannten Bias fest – die systematisch verzerrte Darstellung von Informationen. „Unsere Untersuchungen legen dar, dass Verzerrungen vor allem bei den zuerst angezeigten Suchvorschlägen auftreten. Vor allem Nutzer*innen mit ungefestigtem Informationsbedürfnis orientieren sich bei ihrer Suche an diesen Vorschlägen. So können verzerrte oder vorurteilsbehaftete Informationen Meinungsbildung beeinflussen. Biases in Suchvorschlägen können auch durch selbstverstärkende Effekte Phänomene wie zum Beispiel gesellschaftlich verankerte Rollenbilder oder Klischees festigen”, erläutert Fabian Haak, der im Projekt promoviert.

    Ausgehend von einer gleichen Verteilung bei den zugeschriebenen beruflichen und persönlichen Eigenschaften ergaben die Auswertungen, dass männlich identifizierte Politiker mehr Suchvorschläge zu ihrer beruflichen Rolle in Politik und Wirtschaft erhielten als zu biographischen Merkmalen. Bei den Suchanfragen zu weiblich identifizierten Politikerinnen ist ein gegenteiliges Bild festzustellen. Hinsichtlich des Alters lässt sich sagen, dass bei unter 50-jährigen Parlamentarier*innen mehr Informationen aus dem privaten als aus dem politischen Bereich aufgeführt waren. Ebenfalls wurden die Parteizugehörigkeit und das Bundesland des Wahlkreises auf Biases untersucht – allerdings mit deutlich geringerem Einfluss. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass in den Vorschlägen der Suchmaschinen männliche und ältere Politiker*innen tendenziell eher mit politischer Kompetenz assoziiert werden, als jüngere und weibliche“, berichtet Schaer.

    Die aktuelle Folgeforschung im Team beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit statistische Sprachmodelle genutzt werden können, um sowohl einen Bias zu erkennen als auch besser erklärbar zu machen. Erste Versuche hierzu mit einem großen Datensatz aus der US-amerikanischen Nachrichten-Plattform AllSides.com zeigen, dass sich mit Hilfe dieser Sprachmodelle systematische Verzerrungen reproduzieren und simulieren lassen. „Ein erster Schritt zu einem besseren Verständnis dieser Technologien und zur Schaffung von Transparenz und Fairness in der Informationssuche“, so Schaer abschließend.

    Über das Projekt
    Das Forschungsprojekt „ESUPOL – Einfluss von Suchmaschinen auf die politische Meinungsbildung“ wurde unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Philipp Schaer vom Institut für Informationswissenschaft der TH Köln sowie von Prof. Dr. Sven-Oliver Proksch vom Cologne Center for Comparative Politics der Universität zu Köln durchgeführt. Die Laufzeit betrug dreieinhalb Jahre. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW unterstützte das Vorhaben im Rahmen der Fördermaßnahme „Standortübergreifendes Graduiertenkolleg Digitale Gesellschaft“ mit 175.000 Euro.

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  • Mönchengladbach auf der EXPO REAL: Der Zurückhaltung der Baubranche mit Ausdauer, Mut und neuen Ideen begegnen

    Mönchengladbach auf der EXPO REAL:
    Der Zurückhaltung der Baubranche mit Ausdauer, Mut und neuen Ideen begegnen

    Die Immobilien- und Baubranche steht vor immensen Herausforderungen; landauf, landab stocken Entwicklungsprojekte.

    Wie setzt man also Impulse in schwierigen Zeiten? Mit Ausdauer, Mut und neuen Ideen, im engen Schulterschluss von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft – und mit einem zusätzlichen Fokus auf Investitionen in „Köpfe“. Auf der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen EXPO REAL bewirbt Mönchengladbach den Wohn- und Wirtschaftsstandort am Niederrhein. Vom 4. bis 6. Oktober steht in München diesmal neben aktuellen Bauprojekten wie dem Rheydter Hauptbahnhof etwa auch der geplante Wissenscampus als Keimzelle für Innovationen und Kaderschmiede für die Fachkräfte von morgen auf der Agenda.

    „Die Zeiten sind wahrlich keine leichten“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFMG und der EWMG . „Das gilt für die gesamte Branche. In Mönchengladbach stehen wir sogar noch verhältnismäßig solide da, da noch keine der bei uns aktiven Projektentwickler in Schieflage geraten sind. Trotzdem heißt es für die gesamte Bau- und Immobilienwirtschaft momentan ehrlich gesagt: Augen zu und durch. Es werden wieder bessere Zeiten kommen.“
    Dieses Unterfangen geht man in Mönchengladbach jedoch zumindest im engen Schulterschluss an. Daher ist es als positives Zeichen zu werten, dass WFMG, EWMG und Stadt Mönchengladbach die bewährten Partner aus den Vorjahren – darunter Bienen + Partner, Dornieden Gruppe, Dr. Schrammen Architekten, Otten Architekten, Oberdörfer Meurer Planungsgesellschaft und die Stadtsparkasse Mönchengladbach – wieder für die Beteiligung am Gemeinschaftsstand der Standort Niederrhein gewinnen konnten.

    Wohnstandort Mönchengladbach
    Generell gilt: Die großen Stadtentwicklungsprojekte wie Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen und REME-Gelände bleiben im Fokus.
    Jedoch schreitet der Wohnbau in Mönchengladbach durchaus unterschiedlich voran. Während es bei einigen innerstädtischen Quartiersentwicklungen zu Verzögerungen kommt, nehmen die Wohnentwicklungen im Croonsquartier und an der Steinmetzstraße Fahrt auf. Auch die Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Eicken nehmen Gestalt an. „Das sind gute Nachrichten und wichtige Zeichen für Mönchengladbach in schwierigen Zeiten. Wir setzen alles daran, die geplanten Projekte weiter voranzutreiben, denn wir brauchen private und gewerbliche Investoren, um Wohnen für alle in der Stadt zu schaffen“, betont Dr. Schückhaus für die EWMG. „Wir müssen in den Startlöchern stehen, wenn der Immobilienmarkt wieder anzieht.“ Die Zahlen unterstreichen die Aussage: Die EWMG investierte im vergangenen Jahr insgesamt 7,3 Millionen Euro in Bau- und Erschließungsmaßnahmen.

    Ein wichtiges Impulsprojekt für Familien: Die EWMG baut zwei Kindertagesstätten mit insgesamt 140 Betreuungsplätzen. Die energieeffizienten, funktionalen und architektonisch ansprechenden Gebäude können in modularer Holzkonstruktion an verschiedenen Stellen in der Stadt schnell errichtet werden. Mit der Zimmermann Haus GmbH wurde ein Totalunternehmer gefunden, der das Kitakonzept auf zwei städtischen Flächen in diesem Jahr umsetzt. Die Eröffnung ist für Anfang 2024 geplant.

    Impulse für die Gladbacher City
    Am Mönchengladbacher Bahnhof entsteht bis Ende 2024 der neue ZOB (Zentrale Omnibus-Bahnhof) – ein moderner, leistungsstarker und bedarfsgerechter Mobilitätshub. „Das ist ein wichtiger Schritt, um den Europaplatz als Ganzes neu auszurichten und damit gerade an dieser prominenten Stelle Stadtreparatur zu betreiben“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem Projekt „19 Häuser“, das in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen soll – auch wenn die langjährigen Verhandlungen mit dem Investor BEMA abgebrochen wurden. Erklärtes Ziel der städtischen Akteure ist es nach wie vor, eine städtebaulich hochwertige Entwicklung umzusetzen. Denkbar ist demnach auch eine getrennte Entwicklung auf den städtischen und den BEMA-Flächen. Das Ziel dahinter: Ein attraktives gemischtes Quartier in direkter Nähe zum Hauptbahnhof als neues Eingangstor für Gladbach strahlt auf das Image der Gesamtstadt aus.

    Impulse für die Rheydter City
    Am Hauptbahnhof in Rheydt investiert die EWMG selbst. Im April feierte sie mit allen Mitstreitern des neuen Empfangsgebäudes Richtfest. „Es ist schön zu sehen, dass die Entwicklung am Hauptbahnhof Rheydt nach vielen Jahren der Verhandlung, Diskussion und Vorarbeit nun wirklich Gestalt annimmt“, so Schückhaus. Zudem sei das Projekt trotz der aktuell schwierigen Zeiten in der Baubranche im Zeitplan. „Wir setzen ein sichtbares Zeichen für den Stadtteil Rheydt und damit für die Gesamtstadt.“ Hier entstehen zudem einzigartige Arbeitsplätze – moderne, helle Büroräume und Handelsflächen, ein begrünter Innenhof, Einzelhandel vor der Tür und die perfekte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

    Gewerbeimmobilienstandort Mönchengladbach
    Weiterhin investitionsbereit zeigt sich der Mittelstand, beispielsweise auf den Premiumflächen des Gewerbeparks Nordpark. „Hier sind nach Corona-bedingter Zurückhaltung wieder mehrere konkrete Projekte in Planung oder bereits in der Umsetzung“, so Schückhaus. Inhaltlich dient der Nordpark als Business-Standort für Büronutzer mit Schwerpunkten in der Dienstleistungsbranche, IT-Services, Finanzbranche sowie einem noch relativ neuen Kern der Gesundheitswirtschaft.
    Daran anknüpfend gibt es spannende Möglichkeiten z.B. für Life-Science- und Laborstandorte. Mit der zukünftigen Erweiterung des Areals im Bereich der Lilienthalstraße, welcher durch die EWMG erworben wurde, bestehen zudem eine langfristige Perspektive und Wachstumsmöglichkeiten.

    Flughafenstandort Mönchengladbach
    Der Flughafen Mönchengladbach ist Wachstumstreiber für den Wirtschaftsstandort. Hier sollen moderne Büro- und Hallenflächen entstehen, teils mit Flugfeldanbindung. Entsprechende Planungen für die Areale des Parkplatzes und der Trabrennbahn wurden auf den Weg gebracht.

    Wissensstandort Mönchengladbach
    Die generelle Zurückhaltung im Bausektor ermöglicht es den Akteuren in Mönchengladbach zudem, den Fokus verstärkt auf Investitionen in „Köpfe“ zu setzen.
    „Der Umbau in Richtung der Wissenswirtschaft ist in vollem Gange“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Und mit der Gründungsfabrik und dem Wissenscampus kommen die ersten Strukturwandelprojekte nun endlich in die Umsetzung.“ Projekte, die ebenso wie die kürzlich angelaufene Junior-Uni nicht zuletzt dazu dienen, die Fachkräfte von morgen für den Arbeitsmarkt der Zukunft aufzustellen. Auch bei weiteren Zukunftsprojekte wie der Textilfabrik 7.0 geht es voran.

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  • Mönchengladbacher Initiative: Mit Bürgerantrag gegen hindenburg

    Mönchengladbacher Initiative: Mit Bürgerantrag gegen hindenburg

    Seit Anfang Oktober sammelt die Mönchengladbacher Initiative „Mönchengladbach ohne hindenburg*“ Unterschriften unter einen Bürgerantrag, mit dem die Initiative den Namen „hindenburg“ aus dem Stadtbild verbannen will.

    Erklärung der Initiative zum Antrag:

    In Mönchengladbach, Geburtsort von joseph goebbels*, trägt ausgerechnet die bekannteste Straße den Namen hindenburg*. Zur Erinnerung: paul hindenburg hat den ersten Weltkrieg wider jede Vernunft verlängert und verschärft und nach Kriegsende jegliche Verantwortung für Hunderttausende Tote verweigert.

    Mit Notverordnungen und wiederholten Reichstagsauflösungen hat er auf das Ende der Weimarer Republik hingearbeitet. Mit der Unterzeichnung des Ermächtigungsgesetzes schaltete er schließlich den Reichstag aus und hat aus freiem Willen und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte adolf hitler zum Reichskanzler ernannt und ihn bis zu seinem Lebensende bei allen terroristischen und antisemitischen Verbrechen vorbehaltlos unterstützt.

    Wir meinen, Mönchengladbach sollte aufhören, hindenburg weiter diese Ehre zukommen zu lassen. Die Ehrung hindenburgs provoziert alle Menschen, die ihre Angehörigen und Vorfahren durch die Nazis verloren haben. Wenn wir gute Beziehungen zu unseren Nachbarn wollen, sollten wir mit einer Umbenennung der hindenburgstraße ein Zeichen setzen.

    Der Antrag der Initiative, die bisher 20 Unterschriften gesammelt hat, findet sich auf deren Homepage im Downloadbereich unter:

    www.moenchengladbach-ohne-hindenburg.de

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  • Photovoltaikanlage für das Finanzamtszentrum Mönchengladbach

    Photovoltaikanlage für das Finanzamtszentrum Mönchengladbach

    700 Quadratmeter groß ist der neueste Baustein für das Projekt klimaneutrale Landesverwaltung:

    Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat auf dem Dach des Finanzamtszentrums Mönchengladbach eine Photovoltaikanlage realisiert. Sie ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Solar-Initiative des Landes und ein weiterer Beitrag der Finanzverwaltung für Nordrhein-Westfalen.
    396 hocheffiziente Solar-Module wurden auf dem Flachdach des Finanzamtszentrums Mönchengladbach auf rund 700 Quadratmetern installiert. Sie sind Teil der neuen Photovoltaikanlage, die der BLB NRW für das Finanzamt am Niederrhein errichtet hat. Diese wird jährlich für ungefähr 130.000 Kilowattstunden grünen Strom sorgen. Diese Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von rund 35 Vier-Personen-Haushalten. Im Vergleich zu einer konventionellen Stromversorgung spart die neue Photovoltaikanlage jährlich knapp 62 Tonnen CO2-Emissionen ein. „Die Finanzverwaltung für Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Partner der Energiewende“, erklärt Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen und Vorsitzender des BLB NRW-Verwaltungsrates. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Potenziale für Energieeinsparung und -erzeugung in unseren Gebäuden aufzudecken und zu erschließen. Jedes Solarmodul, das wir auf unsere Dächer bauen, steigert den Anteil der klimafreundlichen Eigenstromerzeugung.“
    Mit der Anlage in Mönchengladbach setzt die Duisburger Niederlassung des BLB NRW den Photovoltaikausbau auf ihren Liegenschaften fort. „Das gesamte Immobilien-Portfolio des BLB NRW soll nachhaltig und zukunftsfest aufgestellt werden“, berichtet Niederlassungsleiter Till Neschen und sagt: „Ein weiterer großer Schritt zur umweltfreundlichen Energiegewinnung.“ Bärbel Dahmen, Dienststellenleiterin des Finanzamts Mönchengladbach, ergänzt: „Als Mieter vor Ort sind wir stolz, mit der Photovoltaikanlage einen Teil zum Umweltschutz beizutragen.“

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