Autor: Redaktion

  • Betriebskantinen in Mönchengladbach dürfen wieder öffnen

    Betriebskantinen in Mönchengladbach dürfen wieder öffnen

    Grünes Licht für die Mittagspause in der Industrie: In Mönchengladbach dürfen Betriebskantinen nach einem Beschluss der Landesregierung unter Auflagen wieder öffnen.

    Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. „Die bisherige Corona-Verordnung schrieb die komplette Schließung der Kantinen vor. Doch in vielen Industriebetrieben ist der Verzehr von selbst mitgebrachten Speisen nur in diesen Räumen erlaubt. Jetzt herrscht endlich Klarheit: Wenn Mindestabstände eingehalten werden und ein Hygienekonzept vorliegt, darf auch wieder in der Betriebskantine gegessen werden“, sagt Ina Korte-Grimberg, Landesbezirkssekretärin der NGG NRW. Für die Neuregelung hatte sich die Gewerkschaft zusammen mit dem Arbeitgeberverband der Ernährungsindustrie Nordrhein-Westfalen bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) starkgemacht.

    In Mönchengladbach profitiere davon ein Großteil der rund 1.100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Lebensmittelindustrie. „Wer in stundenlanger Arbeit Kalorien verbrennt, muss auch irgendwann selbst welche aufnehmen. Schließlich sind es die Beschäftigten, die mit der Herstellung von Essen und Trinken dafür sorgen, dass die Supermarktregale in Pandemie-Zeiten voll bleiben“, betont Korte-Grimberg. Nun komme es in den Unternehmen darauf an, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen schlüssige Hygienekonzepte für die Betriebskantinen zu erarbeiten. Die unverzichtbare Essenspause im Job dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden, so die NGG.

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  • We remember!

    We remember!

    Das Hugo-Junkers-Gymnasium unterstützte den Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

    Der Jüdische Weltkongress rief anlässlich des internationalen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus weltweit dazu auf, sich an der Kampagne #WeRemember zu beteiligen, die sich gegen Antisemitismus und alle Formen von Völkermord, Hass und Fremdenfeindlichkeit richtet.

    Die Kampagne, die auch zur weiteren Aufklärung über den Holocaust beitragen will, wird bereits im fünften Jahr durchgeführt, um den Missbrauch sozialer Medien zur Verbreitung von Falschinformationen, Verschwörungsmythen, Rassismus und Holocaustleugnung zu bekämpfen.

    Unter dem Motto ‚Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft schützen‘ ermutigt die Kampagne Teilnehmende aus der ganzen Welt, Fotos in den sozialen Medien zu veröffentlichen, auf denen ein Schild mit der Aufschrift ‚#WeRemember‘ zu sehen ist.

    Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, setzten auch Schüler, Eltern und Lehrer der Schulgemeinde des Hugo-Junkers-Gymnasiums im Rahmen des Distanzunterrichtes über die Onlineplattform der Schule virtuell ein Zeichen gegen das Vergessen. Sie folgten damit einer Initiative von Catrin Ingerfeld und Dominik Zuk, die seit vielen Jahren die Schulkultur prägende Lehrerpersönlichkeiten der traditionsreichen Schule in Mönchengladbach-Rheydt sind.

    Ausgangspunkt für den Tag der Erinnerung ist der 27. Januar 1945. Damals befreite die Rote Armee in der Endphase des Zweiten Weltkrieg die den Massenmord überlebenden 7.500 Gefangenen des weitgehend geräumten Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Das Datum dieses Ereignisses wurde 1996 zum nationalen Gedenktag in der Bundesrepublik Deutschland erklärt und im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

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  • Neue Schulpolitik: –Vorbereitung auf eine digitale Lebenswirklichkeit

    Neue Schulpolitik: –
    Vorbereitung auf eine digitale Lebenswirklichkeit

    Deutschlands Schulen haben beim Thema Digitalisierung reichlich Nachholbedarf – das hat in Mönchengladbach wiederholt der coronabedingte Lockdown aufgezeigt.

    Es mangelt, von Schule zu Schule unterschiedlich, an ausreichend Geräten für digitalen Unterricht, an pädagogischen Konzepte oder ausgereiften Lernplattformen. Nun hatte die Stadt Mönchengladbach im Sommer 2019 immerhin einen ersten Impuls gesetzt, durch die Förderung von „Pilotschulen“ die Digitalisierung von Schule und Unterricht durch eigene Initiative zu fördern. Die Politik beschloss das Projekt Digitale Pilotschule, wonach das Gymnasium am Geroweiher und das Hugo-Junkers-Gymnasium unter den Gladbacher Schulen die Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung übernehmen sollten. Das war vor Corona.

    „Bund und Land haben uns zwischenzeitlich ausreichend Ausstattungsmittel zur Verfügung gestellt“, stellt Lena Zingsheim, schulpolitische Sprecherin der grünen Fraktion, fest. Dazu kämen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Für die Grünen-Politikerin ist klar: Der durch die Förderung der „Pilotschulen“ gesetzte Impuls muss auf eine sehr viel breitere Basis gestellt werden. „Nur mit Pilotschulen allein wird es nicht klappen“, glaubt Zingsheim. Kein Wunder: Der Bedarf an digitaler Ausstattung an den Schulen ist enorm, entsprechend schwierig sind die Möglichkeiten der Beschaffung. „Diese Situation darf aber doch nicht auf Kosten der Schüler*innen gehen“, sagt sie. „Als Politik sind wir in der Verantwortung, alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente zu nutzen, um die Digitalisierung so schnell wie möglich voranzutreiben.“ Das sieht auch SPD-Schulpolitiker Reinhold Schiffers so. „Die Digitalisierung von Schule und Unterricht ist eine herausfordernde Aufgabe“, sagt er. „Wir müssen nun die Chancen, die sich aus der rasant veränderten Situation ergeben, durch eine breit aufgestellte Zusammenarbeit der Akteure nutzen“, so Schiffers weiter.

    Was also lag für die Ampel-Schulpolitiker näher als sich mit einem Verein kurzzuschließen, dessen erklärtes Ziel es ist, die digitale Kompetenz voranzutreiben und Aktivitäten rund um die digitale Transformation zu unterstützen? Die Ampel-Akteure führten dazu intensive Gespräche und fühlten beim Verein Next MG vor, ob der eine Projektskizze präsentieren könnte, die als Grundlage für die Gestaltung des komplexen Kommunikations- und Entwicklungsprozesses genutzt werden kann.

    „Mit Next MG gewinnen wir eine Zusammenarbeit mit Menschen, die uns die Perspektive von außen aus der Wirtschaft schenken. Das sind wichtige Impulse für beste Bildung in unserer Stadt“, erklärt Sina Behrend, Sprecherin der Liberalen im Schulausschuss

    Reinhold Schiffers erinnert daran, dass in der Vergangenheit über die Grenzen der Stadt hinaus die eigenen Anstrengungen der Stadt anerkannt wurden, mehrere hundert Lehrer*innen aus allen Schulen der Stadt, alle Schulleitungen bei der Entwicklung von Schule und Unterricht durch die „Mönchengladbacher Akademie“ zu unterstützen. Daran wolle man anknüpfen.

    Erklärtes Ziel des Ganzen: Insbesondere für die Arbeitsfelder Lehrerfortbildung, Cloud-Lösungen und Administration könnten mit Unterstützung von Next MG relativ schnell Umsetzungsvorschläge entwickelt werden, die auf die Besonderheiten in Mönchengladbach eingehen. „Wir wollen Verwaltung und Schulaufsicht der Stadt bitten, sich in dieses Projekt aktiv mit allen fachlichen und sächlichen Ressourcen einzubringen und es entsprechend zu unterstützen“, sagt Lena Zingsheim. Die Schüler*innen müssten zeitnah auf eine digitale Lebenswirklichkeit vorbereitet werden, sagt die Grünen-Politikerin.

    Das Kooperationsbündnis von SPD, Grünen und FDP har heute im Schulausschuss einen entsprechenden Antrag eingebracht. Mit Mehrheit, gegen die Stimmen der CDU, wurde er angenommen.

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  • Eine neue Spielwiese der CDU: eine MINT-Pilotschule für Mönchengladbach

    Eine neue Spielwiese der CDU: eine MINT-Pilotschule für Mönchengladbach

    Sie, die CDU, brachte nichts auf den Weg als sie es konnte und will nun offenbar mit einer neuen Gangart Boden gut machen:

    Im Rahmen der Haushaltsberatungen fordert die CDU-Ratsfraktion mit einem Antrag, die Bildungspolitik in Mönchengladbach neu zu denken. Strukturwandel, MINT-Lücke und voranschreitende Digitalisierung müssen zu einem Umdenken der Schul- und Bildungsorganisation der kommunalen Schulträger führen. Schulen sollen darauf ausgerichtet werden, den Digital Mindset, Mut und Veränderungsbereitschaft junger Menschen zu fördern. Langfristig soll dies zum Aufbau einer neuen Schule in Mönchengladbach mit einem MINT-Schwerpunkt führen, deren Pädagogik auf die Ansprüche von heute maßgeschneidert ist, und ein Modellprojekt für das ganze Land sein könnte. Die Finanzierung soll über Fördermittel aus den Töpfen des Braunkohle-Strukturwandels sowie über freiwerdende Mittel im Haushalt erfolgen,.

    „Der Fachkräftemangel ist mit das größte Problem der lokalen Betriebe und Unternehmen. Schon jetzt werden viel zu wenige junge Menschen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Mönchengladbach gefördert und ausgebildet (MINT-Lücke). Um die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft zu stärken und vor allem unseren jungen Menschen eine gute Zukunft zu ermöglichen, muss die schulische Ausbildung auf das Leben und die Berufswelt in 10-15 Jahren ausgerichtet sein und nicht auf eine Arbeitswelt, die es bis dahin nicht mehr gibt.“, sagt die Vorsitzende des Schul- und Bildungsausschusses, CDU-Ratsfrau Petra Heinen- Dauber.

    Der neue Weg in der Bildungspolitik würde auf die schon vorhandenen digitalen Pilotschulen und Schulverbände aufbauen.

    „Das wirklich Zukunftsgerichtete an dieser Idee ist der Kern. Ein Modellprojekt, das die MINT-Fächer in der gesamten Pädagogik in den Mittelpunkt stellt. Die Schülergemeinschaft würde ein überdurchschnittliches Digital Mindset erhalten, das sich durch flexible Lern- und Projektkompetenz äußert und auch integrativ-soziale Werte stützt. Wir müssen die Entscheidungsfreudigkeit und Entscheidungsverantwortung junger Menschen an allen Schulformen fördern, denn diese werden in absehbarer Zeit die entscheidenden Erfolgsfaktoren bei der zukünftigen Ausbildung und dem Berufseinstieg sein. Eine Modell-Schule für den MINT-Bereich und digital gut aufgestellte Berufskollegs wären die perfekte Ergänzung zum eingeschlagenen Weg der Wissensgesellschaft mit Wissenscampus und Junior-Universität in Mönchengladbach.“, so CDU-Ratsherr Markus Spinnen, Sprecher des Schul- und Bildungsausschusses.

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  • Erst Busfahrer beleidigt, dann in die Kasse gegriffen

    Erst Busfahrer beleidigt, dann in die Kasse gegriffen

    Ermittlungen wegen Beleidigung, Diebstahl und versuchter Sachbeschädigung laufen nach einem Vorfall, der sich am Montag, 25. Januar, gegen 19 Uhr in und an einem Linienbus in Rheydt auf dem Marienplatz abgespielt hat.

    Nach Angaben des Busfahrers waren ihm kurz vor der Abfahrt des Busses der Linie 016 drei Fahrgäste aufgefallen, die lediglich Stoffmasken trugen. Nachdem er sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass ab diesem Tag FFP2-Masken oder OP-Masken beziehungsweise vergleichbare medizinische Masken im öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden müssten, und sie auf die Frage nach ihren Fahrkarten keine hätten vorweisen können, habe er sie aufgefordert, den Bus zu verlassen.
    Daraufhin habe eine der drei männlichen Personen ihn beleidigt, beim Aussteigen nach der Kasse gegriffen und Kleingeld entwendet sowie schließlich den Bus mit einem unbekannten Gegenstand beworfen.
    Auf den ersten Blick sei aber kein Schaden am Fahrzeug entstanden. Alle drei Personen seien dann in Richtung Gracht weggelaufen.

    Die Beschreibung des Täters: etwa 16 bis 18 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, vermutlich arabischer Herkunft, dunkel gekleidet. Die Polizei Mönchengladbach bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 02161-290. (ds)

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  • Soziale Straßenzeitungen in Deutschland richten Petition an MinisterpräsidentInnen und Stadtoberhäupter

    Soziale Straßenzeitungen in Deutschland richten Petition an MinisterpräsidentInnen und Stadtoberhäupter

    Seit Monaten schlägt die Wohnungslosenhilfe bundesweit Alarm:
    die Verelendung obdachloser Menschen hat sichtbar zugenommen, mit der Pandemie hat sich ihre ohnehin prekäre Lage weiter verschärft: Essenausgabestellen, Tagesaufenthaltsstätten, Arztpraxen und viele Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe haben ihr Angebot reduziert.

    „Das hat dazu geführt, dass der Akku vieler Wohnungsloser schon im Sommer leer war“, sagt Volker Macke, Redaktionsleiter des Straßenmagazins „Asphalt“ in Hannover und Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen im Internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen (INSP). Sie leben und sie sterben auf der Straße, und das mache deutlich: „Obdachlose brauchen mehr Unterstützung als je zuvor. Sie brauchen Schutz, und zwar in Einzelunterbringungen.“

    An Räumen mangelt es nicht: Zur Zeit stehen viele Hotelzimmer leer, in denen Wohnungslose sofort untergebracht werden können. „In Hamburg, Hannover oder London gibt es mit dieser Lösung bereits gute Erfahrungen“, so Bastian Pütter, Redaktionsleiter des Straßenmagazins „bodo“ (Bochum, Dortmund) und ebenfalls Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen. „Gleichzeitig ist das bestmögliche Wirtschaftsförderung: Hotels verdienen ihr Geld mit echten Gästen, statt allein auf Nothilfen angewiesen zu sein.“

    Mit der Petition, die bisher mehr als 1.700 Menschen unterzeichnet haben, fordern die Straßenzeitungen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder sowie die OberbürgermeisterInnen der Städte dazu auf, in diesem Pandemie-Winter Obdachlose endlich sicher und in Einzelzimmern unterzubringen. Sie fordern außerdem mehr aufsuchende Sozialarbeit bei denjenigen, die jetzt auf der Straße sind. Denn, so der Petitionstext:

    „Wir dürfen es nicht zulassen, dass noch mehr Menschen auf unseren Straßen sterben.“

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  • „Beuys‘ Küche“: Uraufführung wird live gestreamt

    „Beuys‘ Küche“: Uraufführung wird live gestreamt

    Am 30. Januar hätte das neue Stück Premiere im Theater Krefeld. Stattdessen kommt es nur via Internet direkt zu den Zuschauern nach Hause.

    In Krefeld ist Joseph Beuys am 12. Mai 1921 zur Welt gekommen. Einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der in seinem Werk permanent die Kunst wie das Leben befragt und die Grenzziehungen zwischen Kunst und Leben permanent in Frage gestellt hat, als Zeichner, Bildhauer, Aktionskünstler, Redner, Poet, humorvoller und unermüdlicher Streiter für mehr Demokratie. Sein 100ster Geburtstag im Jahr 2021 wird in seiner Geburtsstadt groß gefeiert. Im Kaiser-Wilhelm-Museum am Joseph-Beuys-Platz, aber etwa auch am Kresch-Theater, für das Helmut Wenderoth ein Beuys-Stück schreibt.

    Das Theater Krefeld und Mönchengladbach gratuliert mit einer Uraufführung im Großen Haus, mit „Beuys‘ Küche“.
    Mit Texten des Lyrikers, Librettisten und Erzählers Christoph Klimke sowie aus anderen Quellen, konzipiert der Regisseur, Choreograph und Theatererforscher Sebastian Blasius mit den Schauspieler*innen Nele Jung, Eva Spott, Philipp Sommer, Paul Steinbach, Ronny Tomiska und Bruno Winzen einen Theaterabend, der sich mit Beuys‘ Wirken auseinandersetzt. An der Konzeption beteiligt ist der Bühnenbildner Caspar Pichner.

    Entstehen soll kein biographisches Stück, sondern eine Inszenierung, die etwas vom Beuys’schen Spirit einfangen möchte.
    Gefragt, ob Beuys‘ Küche nur etwas für Beuys-Kenner, für ‚Kunstauskenner‘, werden würde, antwortet Sebastian Blasius mit der Rückfrage, ob denn Beuys nur etwas für Kunstauskenner sei: Mein Eindruck ist, so Blasius weiter, man kommt seinen Arbeiten durchaus nah, wenn man ihnen mit offenen Sinnen begegnet und nachvollzieht, was man dabei erfährt und assoziiert. Da strömen zum Beispiel zahlreiche Schlitten aus einem VW-Bus, lassen an ein Rudel oder an Nomadisches denken und sind zugleich wie eingefroren. So bin ich schon mitten im Beuys’schen Kosmos.

    Müssen die Zuschauerinnen etwas wissen von Beuys? Sebastian Blasius: Nein, mir schwebt ein Theaterabend vor, der für sich stehen kann und eher implizit auf Beuys Bezug nimmt. Ich würde klar sagen: Ich brauche kein Vorwissen. Im Sinne von Beuys kann es aber hilfreich sein, eigene Seherwartungen und Sehkonventionen befragen zu lassen. Beuys ging es ja immer darum, ein anderes Wahrnehmen zu initiieren und Gegenbilder zum Bestehenden zu schaffen. Was sind die leitenden Gedanken für Ihre Arbeit an dem Projekt Beuys‘ Küche? Sebastian Blasius: Ich nähere mich Beuys weniger über seine Themen, wie etwa Ökologie oder die Aufhebung von Entfremdungsphänomenen. Ich möchte an seine künstlerischen Prinzipien andocken und sie für das Theater fruchtbar machen: Zum Beispiel, Bilder als etwas Nomadisches denken, das sich stetig modifiziert und sich nicht scharfstellen lässt. Oder mit Materialien arbeiten – bestimmten Texten etwa –, die man eher nicht auf einer Bühne erwartet, weil sie aus alltäglichen, kunstfremden Kontexten stammen. Warum sollten wir Heutige uns für Beuys interessieren, im 21. Jahrhundert? Sebastian Blasius: Man muss mit Beuys weltanschaulich nicht übereinstimmen, um an seinen Fragen teilzuhaben – nach der Möglichkeit zu gesellschaftlicher Veränderung, nach einem anderen Verhältnis zu unserer Umwelt, nach Alternativen zu Prinzipien der Rationalität und Ökonomie. Ich bewundere, wie er diese Fragen aufgeworfen hat, als sie noch lange nicht konsensfähig waren. Ähnliches gilt für seinen Kunstbegriff: Etwa die Öffnung der Kunst auf soziale Praktiken hin oder das fast ausschließliche Arbeiten mit damals noch nicht als ‚Kunst‘ konnotierten Materialien, wie etwa Margarine oder Filz. Das ist für heutige Künstlerinnen ja recht gängig, im Nachkriegsdeutschland war es das definitiv nicht.

    Die Uraufführung ist am Samstag, den 30. Januar um 19.30 Uhr kostenlos als Live-Stream zu erleben. Der Link dazu ist über die Startseite der Theaterhomepage www.theater-kr-mg.de abrufbar.
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  • Erster digitaler Schülervertretungstag am 3. Februar

    Erster digitaler Schülervertretungstag am 3. Februar

    Das städtische Projekt „youthbeyond“ zur Stärkung der Jugendpartizipation in Mönchengladbach veranstaltet für Schülersprecher*innen und SV-Lehrkräfte am Mittwoch, den 3. Februar, von 9:30 bis 16:00 Uhr einen Schülervertretungstag (SV-Tag). Dieser findet digital auf der Plattform ZOOM statt.

    Ziel der Veranstaltung ist ein Austausch der Mönchengladbacher Schülervertretungen, der zur Vernetzung, zur Weiterbildung und zur möglichen Reaktivierung der Bezirksschülervertretung (BSV) Mönchengladbach beitragen soll. Dazu hat youthbeyond Gäste, wie Bezirksschülerverter*innen aus Aachen, und spannende Dozent*innen für Workshops über verschiedene Themen einer guten SV-Arbeit eingeladen.

    Für „youthbeyond“ bietet der SV-Tag die Chance, Interesse an gemeinsamen Aktionen zu wecken. „Wir wollen in Mönchengladbach für Jugendliche etwas bewegen und uns mit vielen jungen Menschen darüber austauschen, wie sie sich in unserer Kommune aktiv einbringen wollen und dafür Mitstreiter*innen gewinnen können“, sagt Lasse Stadeler, einer der beiden Freiwilligen im Sozialen Jahr im Projekt. Mia Vinca ist die zweite FSJlerin und ergänzt, „die Corona Pandemie erschwert unseren Job, am liebsten würden wir uns persönlich mit vielen Jugendlichen treffen, quatschen und etwas anfangen, was auch über unsere Zeit im Projekt hinaus wirkt. Das digitale Format hat aber auch seine Vorteile. Wir können noch mehr Teilnehmende für den SV-Tag annehmen, und freuen uns auf Anmeldungen von Schülervertreter*innen per Mail an jugendpartizipation@moenchengladbach.de.“

    Auf diesem Weg und telefonisch (02161- 253376) ist youthbeyond für alle Fragen rund um das Partizipation von Jugendlichen zu erreichen. Bei Instagram ist das Projekt mit Aktionen und Informationen unter @youthbeyond zu finden.

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  • Linksjugend unterstützt Schüler:innen in Zeiten von Homeschooling

    Linksjugend unterstützt Schüler:innen in Zeiten von Homeschooling

    Die Mönchengladbacher Basisgruppe des Jugendverbandes „Linksjugend [‚solid]“ bietet Schülerinnen und Schülern technische Unterstützung für den Distanzunterricht an und stellt gratis Scanner, Drucker und Internet für Schulaufgaben zur Verfügung.

    Nach den aktuellen Corona-Verordnungen werden der Shutdown und damit auch die Schulschließung bis zum 14. Februar verlängert. Distanzunterricht steht daher für viele Schülerinnen und Schüler weiterhin auf dem Stundenplan. Doch die Linksjugend Mönchengladbach bemängelt, dass nicht alle Familien ausreichend für den Heimunterricht vorbereitet sind. Oft mangelt es an Equipment wie Drucker, Computer oder aber einer stabilen Internetverbindung, um an Videokonferenzen teilzunehmen oder Schulaufgaben hoch- und herunterzuladen. Auch das Geld zum Drucken im nächsten Copyshop ist bei vielen knapp. Doch genau hier will die Linksjugend ansetzen und Abhilfe schaffen!

    „Homeschooling muss man sich leisten können!“, beklagt die Gruppe. „Diejenigen, die es sich eben nicht leisten können, werden mit dem Thema Schule völlig allein gelassen und so noch mehr ausgegrenzt als ohnehin schon.“ Mit dem DigitalPakt Schule und einem Corona-Sofortprogramm versucht der Bund die Digitalisierung kurzfristig nach vorne zu treiben. Schüler:innen, die zu Hause auf kein Endgerät zugreifen können, können demnach u.a. Tablets & Co. seitens der Schulen gestellt bekommen. Justin Peters, Mitglied der Linksjugend MG, kritisiert: „Computer sind nicht das Einzige, was vielen Kindern und Jugendlichen fehlt. Es sind auch Drucker, Scanner und eine Anbindung an das Internet, welche für die Distanzbeschulung in der Regel erforderlich sind.“

    Hier setzt die Linksjugend an: Im Kreisverbandsbüro der Partei DIE LINKE Mönchengladbach (Hauptstr. 2, 41236 MG) bietet sie ab sofort technische Unterstützung für den Schulalltag. „Download, Scannen, Kopieren, Drucken – alles kein Problem! Auf Anfrage via Social Media oder E-Mail, nehmen wir Aufträge kostenlos entgegen und vereinbaren mit den jeweiligen Personen einen Termin zur kontaktlosen Übergabe von Materialien.“, so die Gruppe. Erreichbar sind sie unter der E-Mail-Adresse info@linksjugend-moenchengladbach.de.

    Linksjugend [‚solid] Mönchengladbach ist eine von Schüler:innen, Studierenden und jungen Erwerbstätigen gegründete Basisgruppe des gleichnamigen Jugendverbandes. Sie verstehen sich als eine feministische, antifaschistische, sozialistische und basisdemokratische Plattform, wo junge Menschen selbst Politik machen können. Mit 22.500 Mitglieder bundesweit gehört die Linksjugend zu den größten politischen Jugendverbänden Deutschlands.

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  • Frank Boss MdL zum Vorsitzenden des Ausschusses für digitale Entwicklung und Mobilität der Landschaftsversammlung Rheinland gewählt

    Frank Boss MdL zum Vorsitzenden des Ausschusses für digitale Entwicklung und Mobilität der Landschaftsversammlung Rheinland gewählt

    In ihrer ersten Sitzung nach der Kommunalwahl bestimmte die politische Vertretung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) Boss MdL (CDU) für die nächsten fünf Jahre in dieses Amt. Er vertritt dort die Stadt Mönchengladbach.

    Vorsitzende der 15. Landschaftsversammlung ist Anne-Henk-Hollstein aus Köln. Ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter im „Rheinischen Rat“ sind Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Karin Schmitt-Promny und Ursula Mahler. Neben dem zentralen Beschlussorgan, dem Landschaftsausschuss, wurden weitere 18 Ausschüsse gebildet.

    Die 15. Landschaftsversammlung Rheinland spiegelt die Zusammensetzung der Wahlergebnisse der Kommunalwahl im Rheinland wider.

    Zwischen dem 1. November und dem 14. Dezember 2020 hatten der Städteregionstag Aachen, die Räte der 13 kreisfreien Städte und die 12 Kreistage im Rheinland ihre Vertreterinnen und Vertreter für die 15. Landschaftsversammlung Rheinland gewählt.

    Die Versammlung setzt sich wie folgt zusammen: Stärkste Fraktion ist die CDU mit 43 Sitzen, gefolgt von der SPD mit 30 Sitzen.
    Drittstärkste Kraft ist Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die 28 Sitze erringen konnten, darauf folgen die FDP und die Alternative für Deutschland mit jeweils sieben Sitzen.
    Mit fünf Sitzen zieht die Fraktion Die Linke. in die Landschaftsversammlung ein, FREIE WÄHLER/Volt kommen auf drei Sitze, die Fraktion „Die FRAKTION“ ist mit drei Sitzen vertreten.
    Damit umfasst die Landschaftsversammlung Rheinland acht Fraktionen.

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  • Ermittler hatten „das richtige Näschen“: Cannabis-Plantage sichergestellt und drei Männer vorläufig festgenommen

    Ermittler hatten „das richtige Näschen“: Cannabis-Plantage sichergestellt und drei Männer vorläufig festgenommen

    Wochenlange Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach, die dadurch begannen, dass ein Kriminalbeamter im Zuge eines anderen Verfahrens aus einem Gebäude heraus Cannabisgeruch wahrnahm, endeten gestern mit dem Aufdecken einer Cannabisplantage und drei vorläufigen Festnahmen.

    Die Ermittler waren am Dienstag, 17. November 2020, dienstlich im Bereich der Straße „Am Steinberg“ unterwegs, als einem der Beamten ein leichter Cannabisgeruch in die Nase wehte. Sie machten sich auf die Suche nach der Quelle. Diese endete vorläufig auf dem Dach, genauer an einem Schornstein, eines Hallenkomplexes auf der Klagenfurter Straße.

    Zurück im Büro nahmen sie Ermittlungen auf, die den Verdacht des illegalen Cannabisanbaus soweit erhärteten, dass sie verdeckte Ermittlungen einleiteten. Während dieser gerieten ein 46-jähriger Mann, der eine der Hallen für seine Firma nutzt, sowie ein 70-Jähriger und ein 62-Jähriger in den konkreten Verdacht, dort den illegalen Anbau der Pflanzen zu betreiben.

    Die Ermittler regten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss an, den sie erhielten und am gestrigen Mittwoch (20.01.21) vollstreckten. Neben der besagten Halle durchsuchten sie fünf weitere Objekte; darunter auch die Wohnungen der Tatverdächtigen. Sie nahmen alle drei vorläufig fest.

    In der Halle auf der Klagenfurter Straße fanden die Polizistinnen und Polizisten nach einigem Aufwand eine Plantage. Sie war durch Regalaufbauten und Zwischenwände aufwändig versteckt. Insgesamt stellten sie 430 Cannabispflanzen sicher, die in voller Blüte und kurz vor der Ernte standen. Bei den weiteren Durchsuchungen wurden keine weiteren Pflanzen festgestellt. Ermittler stellten weiteres Beweismaterial sicher, deren Auswertung nun Teil der Ermittlungen ist.

    Die drei Tatverdächtigen des illegalen Anbaus sowie Handels von Cannabis in nicht geringen Mengen wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an. (cw)

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  • S28-Verlängerung und Radschnellverbindung schließen sich nicht aus -vs.-  Kreis Viersen fordert Mönchengladbach auf, die Planung der S28 nicht zu torpedieren

    S28-Verlängerung und Radschnellverbindung schließen sich nicht aus -vs.- Kreis Viersen fordert Mönchengladbach auf, die Planung der S28 nicht zu torpedieren

    Wollen und meinen beide Seiten das gleiche? Oder sind alles nur kryptische Aussagen?
    Fast zeitgleich wurden beide Statements veröffentlicht.

    Kreis Viersen fordert Mönchengladbach auf, die Planung der S28 nicht zu torpedieren. Landrat Dr. Andreas Coenen: „Die Menschen wollen raus aus dem Stau“

    Viersens Landrat Dr. Andreas Coenen fordert die Stadt Mönchengladbach auf, an der gemeinsam geplanten Streckenführung des Radschnellwegs festzuhalten und damit die Irritationen um die geplante Verlängerung der S28 aufzulösen.

    Der jetzt ohne Abstimmung mit dem Kreis und den anderen Beteiligten vorgelegte Bebauungsplan für den Radschnellweg überplant teilweise die Trasse, die für die Streckenverlängerung der Regiobahn S28 vom Kaarster See nach Viersen vorgesehen ist.

    „Die Umsetzung des Bebauungsplans würde das für die Menschen in der Region so bedeutsame Infrastrukturprojekt der S28 auf lange Zeit verhindern“, erklärt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Das können wir nicht zulassen. Die Menschen wollen raus aus dem Stau und rein in die Bahn. Die Verkehrswende muss kommen.“

    Dr. Coenen weist darauf hin, dass die Wegführung für die Trasse des Radschnellweges mit der Stadt Mönchengladbach im vergangenen Frühjahr verabredet wurde. In der gemeinsam abgestimmten Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg sei explizit auf die Notwendigkeit hingewiesen worden, dass dabei die vorgesehene Streckenverlängerung der S28 berücksichtigt werden muss. Ohnehin sei die Trasse eisenbahnrechtlich gewidmet. Dies müsse auch im Bebauungsplan gekennzeichnet werden. Im Übrigen sei die Streckenverlängerung der S28 auch im Regionalplan Düsseldorf als Schienenweg festgelegt. Aktuell sei die Regiobahn mit Unterstützung des Kreises Viersen dabei, einen Antrag auf Förderung der Planungskosten für die Verlängerung der S28 auf den Weg zu bringen. „Der Versuch, diese Wirklichkeit zu ignorieren und die Verlängerung der S28 mit neuen Plänen klammheimlich zu torpedieren, wäre ein Vertrauensbruch, der die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Mönchengladbach und dem Kreis Viersen in Zukunft erheblich belasten würde. Das mit dem Bebauungsplan der Stadt Mönchengladbach geschaffene Hindernis muss aus dem Weg geräumt werden. Ich setze hier auf den neuen Oberbürgermeister und eine Koalition der Vernunft und der guten Nachbarschaft im Rat“, so Landrat Dr. Andreas Coenen. 

    S28-Verlängerung und Radschnellverbindung schließen sich nicht aus. OB Heinrichs reagiert auf offenen Brief des Fahrgastverbandes und VCD-Verkehrsclubs

    Eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich bis nach Mönchengladbach schließt eine Verlängerung der S28-Bahnlinie nicht aus.

    Das hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs schriftlich dem Fahrgastverband PRO BAHN und VCD Verkehrsclub Deutschland mitgeteilt, die in Form eines offenen Briefes vor einer Priorisierung der in weiten Teilen auf oder entlang der ehemaligen Bahntrasse geplanten Radschnellverbindung warnen. „Die Bahnfläche wird im Zuge des Planfeststellungsverfahrens auch auf die Bedarfe einer zukünftigen S 28-Verlängerung beplant. Das bedeutet also nicht, dass zukünftig kein Bahnverkehr mehr möglich ist, insofern werden mit dieser Entscheidung keine Fakten geschaffen“, so der Oberbürgermeister. Das sei das übliche Verfahren.

    Zur Realisierung der Radschnellverbindung ist im Mönchengladbacher Stadtgebiet der Grunderwerb von Flächen der Deutschen Bahn AG erforderlich. Der zuständige Ausschuss für Planen, Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Mönchengladbach hatte die städtische Tochter EWMG beauftragt, die für eine Realisierung des Radschnellweges erforderlichen Flächen von der Deutschen Bahn AG zu erwerben. „Dieser Sachverhalt ist allen Projektpartnern bekannt und wurde auch in diversen Planungsbesprechungen zur Machbarkeitsstudie ausführlich thematisiert“, erklärt der erste Bürger der Stadt. Mönchengladbach sucht auch weiterhin den Schulterschluss mit den beteiligten Kreisen und Kommunen und setzt auf ein ganzheitliches Maßnahmenpaket. Gerade im Hinblick auf die Klimaziele 2050 soll der Modal Split verbessert und Defizite im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) abgebaut werden. Die S28-Verlängerung ist Teil dieses Maßnahmenpaketes. Heinrichs hofft auf einen engen Austausch in Form von Arbeitskreisen, die die für eine Mobilitätswende erforderlichen Maßnahmen definieren. Darauf aufbauend könnten die beteiligten Kommunen und Kreise einen „Letter of Intent“ unterschreiben. „Alleingänge helfen keinem weiter. Nur gemeinsam können wir die Mobilitätswende nachhaltiger und attraktiver gestalten. Wir wollen in konstruktiver Zusammenarbeit eine gemeinsame Lösung finden, die die Interessen aller berücksichtigt.“

    Gemeinsam mit den Städten Krefeld, Willich und Mönchengladbach, dem Kreis Viersen und der BahnflächenEntwicklungsgesellschaft des Landes NRW (BEG) wird eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich nach Mönchengladbach geplant. Die unter Federführung der BEG initiierte Projektgruppe hat mit einem externen Gutachter eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzbarkeit der Radschnellverbindung erarbeitet. Dabei wurde die Verlängerung der Regiobahn S 28 nach Viersen ausdrücklich berücksichtigt. Laut Studie ist sowohl die Realisierung der Radschnellverbindung als auch die S 28-Verlängerung als Linienbündelung nebeneinander umsetzbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand verläuft die Trasse der Radschnellverbindung nördlich parallel neben der Trasse der Regiobahn S 28 und quert diese im Bereich nordöstlich der Donker Straße. Die Machbarkeitsstudie wurde im Frühjahr 2020 in den politischen Gremien der Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach sowie des Kreises Viersen vorgestellt und beraten. Aus allen politischen Gremien kam der gleichlautende Beschluss, die Planung für die Radschnellverbindung fortzuführen. Im Laufe der nun anstehenden Planungsschritte werden die beteiligten Kommunen sowie die politischen Gremien wie üblich weiterhin in den Prozess einbezogen.

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  • Polizei stellt jugendliche Garagenaufbrecher auf frischer Tat

    Polizei stellt jugendliche Garagenaufbrecher auf frischer Tat

    Ein Polizeiteam hat am Dienstag, 19. Januar, um 21 Uhr bei seiner Streifenfahrt durch den Stadtteil Mülfort an der Straße Am Römerlager zwei Jugendliche bei dem Versuch, eine Garage aufzubrechen, nach kurzer Flucht gestellt und festgenommen.

    Die beiden 15 und 17 Jahre alten Jungen kommen auch für den Aufbruch einer weiteren Garage an derselben Straße sowie mehrere am selben Tag festgestellte Garagenaufbrüche an der Kranichstraße im Stadtteil Hockstein als Täter in Betracht.

    Im Vorbeifahren sahen die Polizisten den 15-Jährigen und den 17-Jährigen, wie sie mit einem Werkzeug versuchten, ein Garagentor an der Straße Am Römerlager aufzuhebeln. Als sie sich ihnen näherten, ergriffen die Jugendlichen die Flucht.

    Das Streifenteam konnte die beiden einholen und festnehmen. Das bei der Flucht weggeworfene Werkzeug stellten sie sicher. Zwei Garagen hatten sie an der Straße Am Römerlager aufgehebelt und dadurch beschädigt; gestohlen hatten sie daraus noch nichts.

    Zeitgleich bemerkten Anwohner der Kranichstraße im Stadtteil Hockstein, dass dort in einem Garagenhof mehrere Garagentore aufgebrochen und mindestens zwei E-Bikes entwendet worden waren. Sechs Garagentore hatten unbekannte Täter zwischen 17.30 und 21 Uhr durch Hebeln mit einem Werkzeug gewaltsam geöffnet; ein weiteres hatte dem Versuch standgehalten. Die Polizei stellte Spuren fest, die auf die Verwendung eines solchen Werkzeugs hinwiesen, wie es die beiden Festgenommenen in Mülfort verwendet hatten. Ob die Taten miteinander in Zusammenhang stehen, ist Gegenstand der noch andauernden polizeilichen Ermittlungen.

    Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden.
    (jn)

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  • Neue Bewohner im Niers-Oberlauf

    Neue Bewohner im Niers-Oberlauf

    Was vor wenigen Wochen nur dem geschulten Auge aufgefallen ist, wird nun offensichtlich: Der Biber hat sich an der Niers auf Höhe des Bresgesparks niedergelassen.

    Wurden anfangs nur vereinzelt Fraßspuren gesichtet, fühlt sich dort der Biber anscheinend so wohl, dass er mit dem Bau einer Biberburg begonnen hat. Der stark frequentierte Bereich des Bresgesparks und die benachbarten Rodungsarbeiten für die Renaturierung der Niers scheinen den Biber dabei überhaupt nicht zu stören. Die Geräusche und Erschütterungen der Baumfällungen halten die üblicherweise ab der Dämmerung aktiv werdenden Tiere nicht davon ab, Nacht für Nacht die Burg etwas weiter aufzutürmen.

    Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach beobachtet der Niersverband die Entwicklung und stimmt sich bzgl. evtl. zu ergreifender Maßnahmen und eines Bibermanagements ab. Hierzu kontrolliert die Behörde regelmäßig die betroffenen Bereiche.

    Zum Schutz des Bibers wird in diesem Zusammenhang darum gebeten, Hunde nicht frei laufen zu lassen und die Tiere möglichst nicht zu stören.

    Biber an der Niers
    Bereits seit mehreren Jahren breitet sich der Biber, von der Mündung in die Maas kommend, flussaufwärts entlang der Niers aus. Begünstigt wurde diese positive Entwicklung durch die zunehmend bessere Wasserqualität und die fortschreitende Renaturierung der Niers. Den ein oder anderen renaturierten Niersabschnitt hat der Biber mittlerweile zu seinem zu Hause erklärt

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  • IG BAU kritisiert fehlende Schutzmasken für Reinigungskräfte in Mönchengladbach

    IG BAU kritisiert fehlende Schutzmasken für Reinigungskräfte in Mönchengladbach

    Sie kümmern sich um die Hygiene in Büros, Schulen und Krankenhäusern – müssen sich aber um die eigene Gesundheit Sorgen machen: Nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stehen einem Großteil der Reinigungskräfte in Mönchengladbach nicht genügend kostenlose Atemschutzmasken zur Verfügung.

    Immer wieder komme es vor, dass Reinigungsfirmen beim Arbeitsschutz knausern und Beschäftigte den dringend benötigten Mund-Nasen-Schutz aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, so die Gewerkschaft. „Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben. Besonders schwer ist es für Teilzeitkräfte und Minijobber.
    Das muss sich schnell ändern“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Uwe Orlob. Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es in Mönchengladbach rund 2.300 Beschäftigte in der Gebäudereinigung.

    Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zähle zu den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers, betont Orlob. Daran dürfe nicht gespart werden – „das Tragen einer Atemschutzmaske ist aktuell Pflicht und erst recht notwendig, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz einer erhöhten Infektionsgefahr aussetzen“.
    Die IG BAU Düsseldorf ruft die Reinigungsfirmen in der Region dazu auf, umgehend für ausreichend Atemschutzmasken zu sorgen, am besten nach dem FFP2-Standard. „Betroffene berichten davon, dass sie bislang – wenn überhaupt – nur eine einfache OP-Maske kostenlos bekommen. Wenn es nach dem Arbeitgeber geht, soll die dann mehrere Tage halten. Wer den Mundschutz mehrmals täglich wechselt, muss
    dafür selbst aufkommen“, berichtet der Gewerkschafter. Dieser Missstand müsse dringend behoben werden.

    Wichtig sei, dass die Firmen die besten Masken für die Sicherheit der Beschäftigten zur Verfügung stellen und über den richtigen Gebrauch der sogenannten Aerosol-Filter informierten. „Vom Verformen des Nasenclips bis hin zum Aufsetzen mit vier Fingern, damit die Maske an der Haut abschließt – hierfür sollte es im Betrieb eine Anleitung geben“, so Orlob.
    Aus Sicht der IG BAU muss für das Tragen der Atemschutzmaske der
    Erschwerniszuschlag im Rahmentarifvertrag gezahlt werden. „Viele Firmen verweigern diese Zulage. Wer stundenlang unter einer Maske körperlich schwer arbeitet, hat den Lohnaufschlag verdient.“

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  • OB Felix Heinrichs kritisiert Informationspolitik des Gesundheitsministeriums in NRW scharf

    OB Felix Heinrichs kritisiert Informationspolitik des Gesundheitsministeriums in NRW scharf

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs kritisiert den Umgang des Landes mit den Kommunen, mit den Menschen, die dringend auf die Impfung warten, und allen, die in den Einrichtungen oder Impfteams Verantwortung übernommen haben scharf:

    „So kann die Zusammenarbeit nicht funktionieren. Wenn feste Zusagen mit einem Federstrich nichtig gemacht werden, erschüttert die Regierung jedes Vertrauen der Betroffenen in die Handlungsfähigkeit des Staates. Natürlich ist das Land nicht für Lieferengpässe beim Hersteller verantwortlich. Dann sollte man aber für einen schnellen PR-Erfolg nicht mehr versprechen als man halten kann.“

    Die Stadt Mönchengladbach erwartet jetzt unverzüglich eine verbindliche Aussage des Landes darüber, ob und wie sich die Lieferengpässe auf den Start des Impfzentrums auswirkt.

    Per Mail hatte das Landesgesundheitsministerium am gestrigen Abend (19. Januar) den Städten und Kreisen mitgeteilt, dass für den 20. und 21. Januar bereits bestellte Impfstoffe nicht ausgeliefert werden können. Diese waren für Impfungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bestimmt.

    Ein weiteres Ärgernis steht im Raum:
    Die Übernahme von Transportkosten zum Impftermin muss sichergestellt werden.
    Wie werden die über 80-zigjährigen zum Imfzentrum im Nordpark gefahren, wie wird die Kostenfrage geregelt und wer informiert wann die betroffenen Menschen?

    Berlin ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen und hat zwischen dem DRK Berlin, der Senatsverwaltung für Gesundheit und der Innung des Berliner Taxigewerbes eine Vereinbarung zur Übernahme der Kosten für entsprechend anfallende Taxifahrten geschlossen.

    Auch das Land NRW muss jetzt einen klaren Weg für eine Fahrtkostenübernahme aufzeigen, damit dieser Start der Verimpfung nicht aufgrund organisatorischer Hürden verschleppt wird.
    Die Einbindung von Taxiunternehmen in die Logistik der Verimpfung wäre ein solcher Weg und würde für eine unbürokratische Entlastung sorgen. Eine generelle Übernahme der Kosten ist durch Rundschreiben vom GKV Spitzenverband bereits gewährleistet.

    Das Ziel muss es sein, die betroffene Personengruppe jetzt schnellstmöglich über die Möglichkeiten der unkomplizierten Transportlösung und die Kostenübernahme zu informieren. Ein weiteres Informationschaos dazu darf es nicht geben.

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  • Digitale Diskussionsveranstaltung mit Finanzpolitiker Lothar Binding

    Digitale Diskussionsveranstaltung mit Finanzpolitiker Lothar Binding

    Die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel veranstaltet kommenden Dienstag, den 26. Januar um 17.30 Uhr eine digitale Diskussionsveranstaltung.

    Zusammen mit dem Finanzpolitiker Lothar Binding wird sie der Frage nachgehen, wie gute Finanzpolitik auch in der Krise zu mehr Gerechtigkeit beitragen kann. Dabei haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen.

    „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, mit uns über die finanzpolitischen Aspekte der aktuellen Krisenpolitik zu diskutieren. Ich freue mich, dass mein Kollege Lothar Binding Rede und Antwort steht. Er ist nicht nur ein ausgewiesener Fachexperte, er hat auch das Talent, komplexe Sachverhalte einfach zu erklären“, so Yüksel. 

    Ob Kurzarbeitergeld, Soforthilfen oder Überbrückungshilfen – mit zahlreichen Maßnahmen hat die Bundesregierung die schlimmsten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abgemildert. All das ist teuer und preiswert zugleich, denn Nichtstun wäre viel teurer.

    Mit diesem Argument erklärt Finanzminister Olaf Scholz die Notwendigkeit seiner Krisenpolitik. „In der digitalen Diskussionsveranstaltung wollen wir darüber sprechen und klären, was gute Krisenbewältigung mit guter Haushaltspolitik zu tun hat. Wir werden uns zudem anschauen, warum sich die Ungleichheit durch die Corona-Krise verstärkt hat und viele Superreiche noch reicher geworden sind, während Millionen Menschen um ihre Existenz bangen. Zudem wollen wir Ideen vorstellen und diskutieren, wie die Kosten der Krise bezahlt werden sollten“, fasst Yüksel die Themen der Onlineveranstaltung zusammen. Die anderthalbstündige Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 26. Januar um 17.30 Uhr.

    Interessierte könnten sich mit einer kurzen E-Mail an guelistan.yueksel@bundestag.de anmelden. 

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  • Thomas Fegers geht

    Thomas Fegers geht

    Wechsel in der Geschäftsführung der SPD-Ratsfraktion.

    Auf eigenen Wunsch hört Thomas Fegers nach 16 Jahren als Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion Mönchengladbach auf und geht in die Landesverwaltung zurück.
    Seine kommunalpolitische Arbeit als Ratsherr setzt Thomas Fegers fort.

    Zum 01.02.2021 wird der bisherige Mitarbeiter von Gülistan Yüksel (MdB), Tobias Paszek, die Aufgaben als Fraktionsgeschäftsführer für die neue Wahlperiode übernehmen. Im Dezember hat sich die Fraktion für Tobias Paszek ausgesprochen.

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