Die uniformierten Mitarbeiter*innen des Kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes (KOS) versehen seit 2007 Dienst für die Stadtgesellschaft mit dem Ziel, die Lebens- und Aufenthaltsqualität aller Menschen zu verbessern. SPD, Grüne und FDP setzen nun ein zentrales Versprechen ihres Kooperationsvertrages in die Tat um: Der KOS wächst auf über 28 Stellen.
Kaum einer kennt das große Aufgabenspektrum der Bediensteten: Neben dem Einschreiten bei Lärmbelästigungen und anderem störenden Verhalten, ist es u.a. auch Aufgabe des KOS, Jugendschutz zu kontrollieren, Schulzuführungen durchzuführen, illegale Beschäftigung zu bekämpfen und an rund 35 Angsträumen im Stadtgebiet regelmäßig Präsenz zu zeigen.
Dienst für die Bürger*innen versehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOS montags bis samstags in der Zeit von 09:00 bis 24:00 Uhr.
„Wir reden nicht nur über den KOS, wir handeln auch. Mit dem Stellenzuwachs ist der KOS bald endlich in der Lage, die ihm vor 15 Jahren übertragenen Aufgaben zu bewältigen. Wichtig sind vor allem die Präsenz im Stadtgebiet und die Erreichbarkeit für die Anliegen der Bürger*innen.“, erklärt Tonda Löffler, Ratsherr und Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz (AFOK).
Die Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ratsfrau Angela Gunkel, stellt klar: „Den Menschen in unsere Stadt ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Ordnungsbehörde präsent und erreichbar ist. Die Arbeit des KOS trägt dabei maßgeblich zum Sicherheitsgefühl der Menschen bei und ist ein Baustein unseres ganzheitlichen Ansatzes von sozialpräventiven Maßnahmen.“
Schon im letzten Jahr hat die Ampel sechs neue Stellen für den KOS eingerichtet. Nun folgen 5,5 weitere.
„Der Ausbau des KOS ist notwendig, sowohl für die Bürger*innen als auch für die Beschäftigten, um der hohen Arbeitsbelastung entgegenzuwirken. Neben den weiteren Einstellungen wird auch ein weiteres Dienstfahrzeug angeschafft und das Personal zeitnah mit Funkgeräten und Bodycams ausgestattet.“, betont Moritz Mittendorf, stellvertretender Sprecher der FDP-Fraktion im Ausschuss.
Auch neue Räumlichkeiten sind langfristig für den KOS vorgesehen. „Ziel ist eine Zentralisierung aller Außendienstes des Ordnungsamtes – also des KOS, den Verkehrskontrolleuren und des zentralen Ermittlungsdienstes -, um eine einheitliche Erreichbarkeit zu erzielen und Synergieeffekte zu nutzen. Die Planungen der Verwaltung hierzu laufen.“, berichtet Löffler.
Neue Mitarbeiter*innen werden regelmäßig in einer Dauer von ca. einem halben Jahr vom KOS selber für den Außendienst qualifiziert. Voraussetzung ist ein Zugang zum Verwaltungsdienst. Seit neustem bietet die Stadt auch eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten für öffentliche Ordnung an.
Den Beschluss, die zusätzlichen Stellen für den KOS im kommenden Haushalt zu berücksichtigen, hat die Ampel heute im AFOK auf den Weg gebracht.
Der Bund erhöht den Druck in der Lösung der Altschuldenproblematik auf die Länder und stellt sich auf die Seite der finanzschwachen Kommunen. Dies versprachen heute Vertreter*innen von Bundesregierung und Bundestag dem Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, das nach Berlin reiste, um seine Forderungen nach einer drängenden Lösung in dieser Sache zum Ausdruck zu bringen.
Für die Stadt Mönchengladbach, seit Jahren Mitglied im Aktionsbündnis, in Berlin war Stadtkämmerer Michael Heck.
„Sie rennen bei uns sehr offene Türen ein“, sagte Wolfgang Schmidt, Chef des Kanzleramts, mit Blick auf eine Altschuldenlösung für finanzschwache Kommunen. Carsten Schneider, Staatsminister beim Bundeskanzler, erklärte, Ziel sei es, „dauerhaft die eigene Finanzkraft der Kommunen“ zu stärken. Werner Gatzer, Staatssekretär des Finanzministeriums, sagte den betroffenen Städten und Kreisen zu, dass eine Altschuldenlösung des Bundes ein Thema mit hohem Stellenwert im Finanzministerium sei und dass der Bund bereit sei, seinen Beitrag zu leisten: „Sie haben uns auf Ihrer Seite.“
40 Vertreter*innen von „Für die Würde unserer Städte“ waren im Bundeskanzleramt, im Finanzministerium und im Bundestag zu Gast. In allen Gesprächen verdeutlichten sie, wie dringend die ungerechte Finanzverteilung behoben werden muss und dass dies trotz der aktuellen Krisen nicht warten könne. Die Kommunen sind die Möglichmacher im Staat. Die besonderen Herausforderungen der vergangenen Jahre – die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine und 2015/16, die Bewältigung der Corona-Pandemie – wurden alle auf kommunaler Ebene gelöst. Die Städte und Kreise gingen dabei immer in Vorleistung und das, obwohl sie stark unter den Folgen der ungerechten Finanzverteilung leiden.
„Es ist höchste Zeit für eine Lösung in der Altschuldenproblematik, die längst überfällig ist, um endlich wieder mehr Handlungsspielraum für die Zukunftsfähigkeit auch unserer Stadt zu erhalten“, so Stadtkämmerer Michael Heck. „Wir brauchen angesichts der drängenden Aufgaben zwingend eine spürbare Schuldenentlastung, die uns und vor allem nachfolgende Generationen wieder in die Lage versetzt, die Fördergelder für wichtige Projekte zu beantragen. Darüber hinaus geht die Stadt bei den Kosten aus der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise in Vorleistung. Hier erwarten wir ebenso eine spürbare Unterstützung von Land und Bund“, betont Heck. „Die Zukunft unserer Stadt hängt vor allem von den finanziellen Möglichkeiten ab. Klimawandel, Mobilitätswende und Strukturwandel sind wesentliche Handlungsfelder unserer Gesamtstrategie, die nur dann gelingen können, wenn Bund und Länder uns entsprechend unterstützen“, führt Stadtkämmerer Michael Heck weiter aus. Mönchengladbach trägt aktuell eine Schuldenlast von 850 Millionen Euro.
Das Aktionsbündnis fasste die Lage der betroffenen Kommunen so zusammen: „Es ist nicht eine Minute vor zwölf. Zwölf Uhr ist durch. Wir haben keine Zeit zu warten. Wenn die EZB die Zinsen anhebt, werden wir als Kommunen nicht mehr handlungsfähig sein.“ Die volkswirtschaftlichen Verwerfungen in Folge des Ukraine-Kriegs werden die kommunalen Haushalte ebenfalls erheblich beeinträchtigen, beispielsweise durch Steuerausfälle. Inflation und Kostensteigerungen, insbesondere bei den Investitionen, werden durch die Kriegsfolgen verstärkt und belasten die Kommunen noch weiter.
Diese akuten Gefahren sind umso bedauerlicher, als die finanzschwachen Kommunen auf einem guten Weg waren. So auch die Stadt Mönchengladbach, die seit 2018 nach vielen Jahren im Nothaushalt dank erheblicher Sparanstrengungen wieder ausgeglichene Haushalte vorlegt und Schulden abbauen konnte.
„Für die Würde unserer Städte“ überreichte den Vertreterinnen und Vertretern aus Bundesregierung und Bundestag ein Positionspapier mit drei Kernforderungen:
Abbau der Altschulden aus Liquiditätskrediten und der Wohnungsbau-Altschulden ostdeutscher Kommunen Fairer Ausgleich der Kosten, die auf kommunaler Ebene entstehen, weil Bund und Länder die Städte und Kreise zu zahlreichen Aufgaben verpflichten Neue Förderpolitik für kommunale Investitionen, die dazu führt, dass nicht nur wohlhabende Kommunen eine Förderung wahrnehmen, sondern insbesondere die finanzschwachen Kommunen dadurch vorankommen – zum Beispiel bei den Zukunftsthemen Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung
Weitere Informationen
Die Städte und Kreise Im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 66 Kommunen aus acht Bundesländern zusammengeschlossen. In den Städten und Kreisen leben mehr als 8,5 Millionen Menschen – und damit mehr als zehn Prozent aller Deutschen. Die Kommunen waren besonders vom Strukturwandel betroffen, deshalb haben sie geringe Einnahmen aus Steuern und hohe Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich. Infolgedessen sind die Kommunen besonders benachteiligt durch die beschriebene Finanzverteilung und waren in besonderem Maße gezwungen, Schulden zu machen, um die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen zu können.
Mitglieder im Bündnis sind: Die Oberbürgermeister*innen, Bürgermeister*innen, Landräte und Kämmerer*innen aus Bochum, Bottrop, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Cuxhaven, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Frankfurt an der Oder, Geestland, Gelsenkirchen, Gera, Ginsheim-Gustavsburg, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberhausen, Obertshausen, Offenbach, Pasewalk, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Strasburg, Trier, Kreis Unna, Voerde, Völklingen, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Wismar, Witten, Worms, Wuppertal und Zweibrücken.
Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rund 60 Vertreter*innen aus verschiedenen Städten Deutschlands in das Schloss Bellevue geladen. Unter ihnen war auch der Mönchengladbacher Oberbürgermeister Felix Heinrichs.
Steinmeier betonte in seiner Rede und in der anschließenden Diskussion die große Rolle des Ehrenamtes und der Kommunalpolitik in der aktuellen Krisenlage: „Unsere Demokratie ist stark, weil sie auch – und ganz besonders – getragen wird von Ihnen, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Kommunalpolitikerinnen und -politikern und von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern! Deshalb ist es mir so wichtig, dass Sie heute hier sind, jetzt zu Beginn meiner zweiten Amtszeit.“
In der Debatte kamen die kommunalpolitisch Verantwortlichen zu Wort. Oberbürgermeister Heinrichs ging auf die Unterstützung des Ehrenamtes ein: „Die Menschen wollen helfen und sie wollen sich auch wieder begegnen. Weil wir aber über Jahre in den Städten immer mehr sparen mussten, sind viele Orte weggefallen. Jetzt können wir beispielsweise nur eine alte Schule zur Verfügung stellen, damit Ehrenamtliche Spenden sammeln. Und das tun sie mit großer Professionalität.“ Im Empfang nach dem offiziellen Teil nahm sich Bundespräsident Steinmeier Zeit zum persönlichen Gespräch. Heinrichs: „Unser Bundespräsident ist ein sehr nahbarer Politiker, der sich Zeit nimmt und den Dingen auf den Grund geht. Es war eine wundervolle Erfahrung, einmal selbst im Schloss Bellevue zu sein und ihm die Eindrücke aus der täglichen Praxis vor Ort zu schildern.“
Für den Bundespräsidenten beginnt nun seine Reise durch das Land, die unter der Überschrift „Ortszeit Deutschland“ steht. Der erste Halt ist die Stadt Altenburg in Thüringen: „Ich habe mir vorgenommen, an jedem dieser Orte mehrere Tage zu verbringen und meine Amtsgeschäfte von dort aus zu führen, von einem Hotel oder einem Gasthof aus. Ja, ich werde auch manche Schreibtischarbeit erledigen und politische Gespräche führen. Aber das Wichtigste ist mir, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Ich möchte mir Zeit nehmen für Begegnungen, in der Kneipe und in einem Theater, in einem Unternehmen und mit Schülern, beim Pfarrer und mit Flüchtlingshelfern.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier startet seine Reise „Ortszeit Deutschland“ mit Diskussion zum Thema „Zusammenhalt in Deutschland“.
Zum Thema „Zusammenhalt in Krisenzeiten“ in Zeiten der Pandemie und des Ukraine-Krieges hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Kommunalpolitiker*innen, unter anderem auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs, zu einem Erfahrungs- und Gesprächsaustausch für kommenden Freitag, 18. März, ins Schloss Bellevue eingeladen.
Mit seinen Gästen wird Steinmeier über die Versorgung ukrainischer Flüchtlinge vor Ort, über deutsch-ukrainische Brückenschläge in den Kommunen, über Perspektiven nach der Pandemie und gelungene Beispiele für ein gutes Miteinander diskutieren. Die Diskussionsrunde in Berlin ist Auftakt einer Reise des Bundespräsidenten unter dem Titel „Ortszeit Deutschland“ durch zahlreiche Regionen, bei der er verstärkt den direkten Austausch mit den Menschen im Land zu sucht.
„Ich freue mich sehr über diese persönliche Einladung und auf das Gespräch über die in allen Kommunen spürbaren Herausforderungen aktueller Krisen mit dem Bundespräsidenten“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Die Saalveranstaltung am kommenden Freitag, die mit einer Rede von Frank-Walter Steinmeier beginnt, wird ab 10 Uhr als Livestream auf www.bundespräsident.de übertragen.
Weil ausreichend Impfstoff für alle Altersgruppen zur Verfügung steht und der Andrang in der städtischen Impfstelle Am Nordpark 260 deutlich nachgelassen hat, stellt die Stadtverwaltung ihr Terminbuchungssystem für Impfungen am kommenden Freitag (11. März) ab.
Dann sind keine Terminreservierungen mehr notwendig und möglich. Schon gebuchte Termine behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Terminumbuchungen sind über die Bestätigungsmail allerdings ab Freitag nicht mehr möglich.
Wann können sich Bürgerinnen und Bürger in der städtischen Impfstelle Am Nordpark 260 impfen lassen?
Alle Personen ab 12 Jahren können sich montags, dienstags und mittwochs von 8:30 bis 16:00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 13:00 bis 20:30 Uhr impfen lassen. Kinder von 5 bis 11 Jahren werden donnerstags und freitags von 13:00 bis 20:30 Uhr geimpft. An den anderen Tagen finden keine Impfungen mit dem Kinderimpfstoff statt.
Rund 10 Jahre nach Beginn von Sanierung und Umbau der Schriefersmühle an der B57 zwischen Rheindahlen und Erkelenz sind jetzt alle Bauarbeiten abgeschlossen. Der Förderverein Schriefersmühle, der das 1747 erbaute Denkmal mit viel Engagement und finanzieller Unterstützung von Stadt Mönchengladbach, NRW-Stiftung, LVR Rheinland, Stadtsparkasse Mönchengladbach, der NEW AG und privater Spenden vor dem Verfall gerettet hat, freut sich, die Mühle als kulturellen Treffpunkt für die Öffentlichkeit öffnen zu können.
Schriefersmühle im Winter
Das Programm „Kultur und Kunst in der Schriefersmühle 2022“ startet am Samstag, 2. April, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) mit einem Konzert der Mönchengladbacher Akustik-Blues-Pop-Band „Hier geht was“. Die Band begeistert das Publikum mit deutschen Texten und Liedern über „Jott und die Welt“, die mal poetisch, mal schräg und humorvoll, mal leise, mal laut, aber immer intensiv und gefühlsecht daherkommen.
Deutsche Texte, niederrheinische Seele und bluesiger Herzschlag: Aus diesen Elementen zaubert die Band mit Sänger und Songwriter Stephan Schwiers, Manfred „Manna“ Meurer (Gitarre), Arnold Küsters (Bluesharp, Percussion) und Dirk Rütten (Percussion, Gitarre) einen Kosmos schräger Vögel, verliebter Jungs, schlauer und weniger kluger Damen, liebenswerter Typen und waschechter Arschkrampen. Sie alle begegnen sich in einem Roadmovie, das irgendwo zwischen Gerkerath, Mennrathhött, Kevelaer, dem Wiener Hauptfriedhof und einem thailändischen Billighotel spielt.
Der Eintritt kostet 10 Euro. Kartenreservierungen nimmt der Förderverein unter der E-Mail-Adresse f.woerndle@gmx.de oder Telefon 02161/584367 entgegen.
Rund 2.215 (Vorjahr 2.283) Kinder wechseln in diesem Jahr von den Grundschulen an die weiterführenden Schulen.
An den sechs Gesamtschulen der Stadt Mönchengladbach waren bereits im Februar 784 Kinder angenommen worden. Vom 19. Februar bis 23. Februar konnten Eltern ihre Kinder an einer Hauptschule, einer Realschule oder einem Gymnasium anmelden. Dabei ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, für die noch keine Anmeldung erfolgt ist, deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren. Die Schulverwaltung wartet hier nach dem regulären Anmeldeverfahren auf die Anmeldungen von nur noch rund 20 Schülerinnen und Schülern. Im letzten Jahr waren es nach dem regulären Anmeldeverfahren rund 100 Anmeldungen, die noch ausstanden.
Nach dem Anmeldeverfahren sind nun die Koordinierungen der Schulen nach Schulform erfolgt.
Hier die Anmeldeergebnisse im Einzelnen:
Hauptschulen:
An den sechs Mönchengladbacher Hauptschulen wurden bisher 147 (Vorjahr 185) Kinder angemeldet:
Schulorganisatorische Maßnahmen stehen für Realschulen und Gymnasien keine an. Allerdings stehen in Bezug auf zwei Gymnasien noch Genehmigungen für eine Überlast der Bezirksregierung Düsseldorf aus.
Christiane Schüßler
Ebenso wird nun das weitere Verfahren für die Hauptschulen mit der Bezirksregierung Düsseldorf abgestimmt, sagt die Beigeordnete Christiane Schüßler: „Betrachtet man die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen insgesamt und die geringe Zahl der Schülerinnen und Schüler, deren Eltern ihr Kind noch nicht an einer weiterführenden Schule angemeldet haben, ist dies ein gutes Signal, dass bei den Anmeldungen in weiten Teilen dem Elternwillen entsprochen werden konnte. Die verhältnismäßig geringe Anzahl der Anmeldungen an den Hauptschulen gibt ein Bild wieder, das sich bereits in den letzten fünf Jahren angekündigt hat. Hier wird es, wie es das Schulgesetz vorgibt, eine Veränderung geben müssen. Wie genau diese aussehen wird, werden die Gespräche mit der Bezirksregierung zeigen. Dies wird schnellstmöglich, aber auch mit der gebotenen Ruhe geklärt werden, um auch hier den Eltern und damit den Schülerinnen und Schülern zeitnah eine verlässliche Antwort geben zu können.“
Eine Information zur Aufnahme oder Ablehnung der Anmeldungen erfolgt nach Klärung aller Verfahren voraussichtlich Ende März.
Von den bundesweiten Warnstreiks (VERDI hat dazu aufgerufen, Anmerkung der Redaktion) – unter anderem in kommunalen Kindertagesstätten – ist auch die Stadt Mönchengladbach betroffen. Die Stadtverwaltung ist darüber informiert worden, dass am Dienstag 8. März Streikmaßnahmen in den städtischen Kindertagesstätten stattfinden werden.
Ein Teil der Kindertageseinrichtungen ist komplett geschlossen, andere bieten aufgrund der Streiks nur eine Notbetreuung an. Die Eltern der betroffenen Einrichtungen sind vorab über die Streikmaßnahmen informiert worden.
Diese städtischen Einrichtungen sind betroffen:
Altenbroicher Straße 44 (Notbetreuung Am Hockstein 70 (Notbetreuung) Am Beekerkamp 110 (Notbetreuung) Ferdinand-Strahl-Str. 9 (geschlossen) Friedhofstraße 37 (Notbetreuung) Gartenkamp 16 (geschlossen) Gatherskamp 98 (geschlossen)
245 (geschlossen / Notbetreuung an der Altenbroicher Str.) Höfgenweg 22 (Normalbetrieb in der Kita, Lena-Gruppe Berthold Brecht geschlossen) Hoemenstraße 34 (Notbetreuung) Hülserkamp 3 (geschlossen) Josef-Drauschke-Str. 50 (Notbetreuung) Kammgarnstraße 26 (geschlossen) Kamphausener Straße (Notbetreuung) Kommer Weg 150 (Notbetreuung) Leibnizstraße 45 a (Notbetreuung) Mühlenstraße 47 (Notbetreuung)
Nikolausstraße24 (geschlossen) Pahlkestraße 10 (geschlossen) Pestalozzistraße 12 (geschlossen) Rüdigerstraße 38 (Notbetreuung) Seidenweberstraße 83 (geschlossen) In allen anderen städtischen Kindertageseinrichtungen läuft der Betrieb am Dienstag ohne Einschränkungen.
Die Stadt Mönchengladbach bietet geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern im Impfzentrum, Am Nordpark 260, ab sofort kostenlose Coronaschutzimpfungen an.
Möglich sind Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen. Das Impfzentrum ist montags bis mittwochs von 08:30 bis 16:00 Uhr, donnerstags und freitags von 13:00 bis 20:30 Uhr geöffnet.
Termine können auf der Webseite www.notfallmg.de gebucht werden.
Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und nach Möglichkeit ein Nachweis über bereits durchgeführte Impfungen.
Am Mittwoch, 23. März, bietet Oberbürgermeister Felix Heinrichs von 16 bis 18 Uhr seine nächste monatliche Telefonsprechstunde unter dem Motto „Im Dialog mit dem Oberbürgermeister“ an.
In den Sprechstunden haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen und Anregungen direkt an den Oberbürgermeister zu wenden. Gesprächswünsche sind zur Vorbereitung der Sprechstunde mit Benennung des konkreten Themas in einem im Internet unter www.stadt.mg/Tel-Sprechstunde hinterlegten Formular oder telefonisch unter 25 4 25 57 bis zum 06. März an die Abteilung Bürgerdialog zu richten.
Im Vorfeld der Telefonsprechstunde erfolgt eine Rückmeldung, ob das Thema aufgenommen werden kann. Oberbürgermeister Felix Heinrichs wird in der Bürgersprechstunde telefonisch Kontakt zum Gesprächspartner aufnehmen.
Musik erleben, Instrumente ausprobieren, sich informieren!
Am Samstag, den 12. März 2022 findet der Schnuppertag für Instrumente, Gesang und Tanz statt. In der Zeit von 14 – 17 Uhr sind alle Interessierten eingeladen.
Los geht es um 14 Uhr mit einem ca. 45minütiges Konzert der Lehrkräfte. In kleinen Ensembles spielen die Musiker*innen kurze, unterhaltsame und „Lust auf mehr“-machende Stücke und stellen schon einmal alle Instrumente vor, die im Anschluss von kleinen und großen Interessierten ausprobiert werden dürfen. In allen Räumen kann man einzeln anspielen und sich beraten lassen. Selbstverständlich werden entsprechende Hygienemaßnahmen für ein sicheres Musikerlebnis getroffen.
Im Foyer gibt es eine allgemeine Beratung rund um die Angebote der Musikschule.
Übrigens ist auch Gelegenheit, das neue Buch „25 Liebeserklärungen – Die Instrumente der Musikschule Mönchengladbach“ zu erhalten. Die Besucher*innen erhalten das Buch gegen eine kleine Spende in Höhe von 5,- € an den Förderverein der Musikschule.
Viele Informationen, Anekdoten, Bilder und QR-Codes, die zu Instrumentenvideos leiten, sind in dem Buch enthalten und geben weitere Inspirationen dazu, die Liebe zur Musik und zu einem Instrument oder zum Gesang zu finden.
Der Theaterpark wird am Donnerstag, 10. März, mit einer „Mittagspause“ für jedermann offiziell eröffnet. Von 12:15 bis 14 Uhr haben Anwohner*innen, interessierte Bürger*innen und natürlich auch alle Kinder die Möglichkeit, das neue Freizeit- und Spieleareal unter die Lupe zu nehmen und auszuprobieren.
Um 12:15 werden Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Stadtdirektor und Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin gemeinsam mit Frank Baumann, Geschäftsführer am Theater Mönchengladbach und Krefeld, den Theaterpark offiziell eröffnen. Die Eröffnung wird auch vom Theater musikalisch begleitet.
Die Neugestaltung der Parkanlage ist ein Teilprojekt des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt Rheydt und spricht gezielt Familien und unterschiedliche Nutzergruppen an. „Es ist richtig schön geworden. Mitten im Herzen von Rheydt wurde eine Aufenthaltsqualität geschaffen, die ganzjährig, aber vor allen Dingen im Sommer, eine Anlaufstelle nicht nur für Familien mit Kindern sein wird“, ist sich der erste Bürger der Stadt sicher. Für den Planungsdezernenten ist der Theaterpark ein gutes Beispiel, wie die Innenstädte gezielt gestärkt werden können: „Das ist ein Ort der Begegnung, der mit seinen Grünflächen und attraktiven Spielmöglichkeiten ein neuer Treffpunkt im Quartier ist, zumal hier in direkter Nachbarschaft zum Theater mit Freiflächen und den erforderlichen Versorgungsanschlüssen auch kulturelle Angebote im Außenbereich möglich sind.“ Auch eine Terrasse für Außengastronomie ist vorhanden.
Anmerkung der Redaktion: In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd wurde bekannt, Gelder für die Herrichtung des Fußgängertunnels am Bahnhof Rheydt wurden zweckentfremdet für den Theaterpark eingesetzt.
Der Theaterpark spiegelt urbane Lebensqualität wider. Mit modernen Spielbereichen für jüngere und ältere Kinder sowie einem Calisthenics- und Parcours-Treffpunkt für Jugendliche, attraktiven Sitz- und Ruheflächen und einer Terrasse für die Gastronomie spricht der neue Theaterpark unterschiedliche Nutzergruppen an. Das neue Herzstück des Parks ist ein Kinderspielplatz mit Wasserspiel, Rutsche, Trampolin, Klettergerüst und Schaukel sowie spielerischen Elementen wie Podeste, Findlinge und Baumstämmen. Im Zuge der Neugestaltung wurden schlecht beleuchtete Ecken und „Angsträume“ gezielt beseitigt. Um 13 Uhr wird es einen begleiteten Rundgang durch den Park geben.
Die Bürgerschaft war im Planungsprozess über Stadtteilkonferenzen und Bürgerinformationsveranstaltungen sowie einem Workshop mit Mitarbeitern und Förderern des Theaters intensiv eingebunden. Maßgeblichen Anteil an der kindgerechten Gestaltung hatte auch die Aktivitätengruppe Hey!Rheydt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro, der Förderanteil im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt Rheydt liegt bei 80 Prozent.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat heute den für den 10. März geplanten landesweiten Warntag abgesagt. Auch die Stadt Mönchengladbach wird auf den monatlichen Probealarm am 5. März verzichten.
„Seit dem 24. Februar haben wir in Europa eine Zeitenwende erlebt, die uns alle bis ins Mark erschüttert und entsetzt. Die völkerrechtswidrige Invasion der Russischen Föderation in die Ukraine stellt eine historische Zäsur unserer Friedensordnung dar, die wir noch vor kurzem für nicht möglich gehalten hätten. Mit der neuen Realität eines russischen Angriffskrieges auf ein souveränes und friedliches Land müssen wir nun auf zahlreichen Ebenen von Politik und Verwaltung in Bund und Ländern angemessen umgehen und prüfen, ob bestimmte Prozesse aktuell wie geplant durchgeführt werden können. Im Rahmen dieser akuten Revision habe ich beschlossen, dass der landesweite Sirenenprobealarm am 10. März nicht stattfinden wird“, betont Landesinnenminister Herbert Reul in einem Schreiben an die Kommunen.
Innenminister Reul befürchtet, dass die Bevölkerung durch die Probealarme in der derzeitigen Lage verunsichern und ängstigen könnte. Die Stadt Mönchengladbach schließt sich dieser Auffassung an. In den vergangenen Tagen haben sich bereits zahlreiche Bürger:innen bei der Verwaltung gemeldet und darum gebeten, den Probealarm in der aktuellen Lage auszusetzen.
Die Volkshochschule Mönchengladbach nimmt den russischen Angriff auf die Ukraine zum Anlass für ein spontanes Zusatzangebot in ihrem Programm. Am Sonntag, 6. März 2022, bietet sie um 19:30 Uhr einen fachkundigen Vortrag zur Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen an.
Darin zeichnet die Historikerin Prof. Ricarda Vulpius den Konflikt nach und nimmt dabei das Narrativ Wladimir Putins in den Blick, nach dem die Ukraine schon immer ein Teil Russlands gewesen sei. Tatsächlich reicht der Konflikt um die ukrainische Unabhängigkeit bis ins Mittelalter zurück. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter Telefon 02161 / 25-6400 Ricarda Vulpius ist Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Münster. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die russische Imperiumsgeschichte sowie die Geschichte der Ukraine und ihre Verflechtungen.
Der Vortrag findet als kostenloser Livestream per Zoom statt. Den Teilnahme-Link erhalten angemeldete Teilnehmer:innen kurz vor der Veranstaltung per E-Mail.
Termin: Sonntag, 06.03., 19:30 bis 21:00 Uhr Anmeldefrist: Freitag, 04.03., 12.00 Uhr Kosten: 0,00 € Anmeldung: Telefon 02161 / 25-6400
Die Stadtverwaltung Mönchengladbach hat mit dem Aufbau von Strukturen zur Unterbringung und Versorgung ankommender Flüchtlinge aus der Ukraine begonnen. Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat dazu am Wochenende einen Einsatzstab installiert, der die Voraussetzungen für die Aufnahme der vom Krieg betroffenen Menschen schafft.
Für ankommende ukrainische Staatsbürger:innen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, stehen derzeit rund 350 Plätze in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung. Die ersten Geflüchteten wurden bereits untergebracht.
OB Felix Heinrichs sagte dazu am Dienstag (1. März): „Wir sind darauf vorbereitet, Geflüchteten in unserer Stadt Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat zu bieten. Dabei können wir auf die Strukturen und Erfahrungen aus den Jahren 2015/2016, vor allem aber auch auf das Engagement aller Beteiligten zurückgreifen.“
Derzeit ist auch für die Stadt Mönchengladbach noch unklar mit welcher Anzahl von geflüchteten Menschen aus der Ukraine hier vor Ort gerechnet werden muss. Tatsächlich sind bereits die ersten Flüchtlinge in Mönchengladbach angekommen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Menschen, die einen persönlichen Kontakt zu Bürger:innen der Stadt haben. Diese werden zum großen Teil von ihren Freunden und Angehörigen bei sich untergebracht und versorgt.
Die Stadt Mönchengladbach hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Hilfeersuchen und Hilfsangebote freigeschaltet. Sie lautet ukrainehilfe@moenchengladbach.de . Telefonische Anfragen von Hilfswilligen und ankommenden Ukrainern nimmt die Stadtverwaltung unter den Rufnummern (02161) 25-42512 und -42513 entgegen. Die Rufnummern sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.
Infos für Hilfswillige:
Derzeit erreichen die Stadt bereits zahlreiche Anfragen von Menschen, die Sachspenden leisten möchten. Davon wir derzeit – auch in Absprache mit dem Deutschen Roten Kreuz – abgeraten. „Wir sind in Kontakt mit Hilfsorganisationen und unseren Nachbarkommunen, die Kontakt in die Krisenregion haben. Sollten sich konkrete Hinweise ergeben, welche Hilfsgüter benötigt werden, geben wir dies rechtzeitig bekannt“, so OB Felix Heinrichs.
Wer Hilfe bei der Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen anbieten möchte, kann sich an die angegebene E-Mail-Adresse wenden. Wer konkrete Unterstützung leisten will, kann dies auch mit Geldspenden tun, zum Beispiel über die „Aktion Deutschland Hilft“ (IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600, BIC: COBADEFFXXX, Commerzbank, Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine, www.spendenkonto-nothilfe.de) „Aktion Deutschland Hilft“ ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, darunter action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP – Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische.
Infos für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine:
Ukrainische Staatsangehörige können visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen ohne Aufenthaltstitel aufhalten. Daran anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von längstens 90 Tagen beim Fachbereich Bürgerservice, Ausländerangelegenheiten Goebenstraße 4-8, 41066 Mönchengladbach beantragt werden. Die Antragstellung kann montags, mittwochs, freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr erfolgen. Im Vorfeld wird um Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde unter der Rufnummer 02161/2553180 oder 02161/2556789 oder per Mail an auslaenderwesen@moenchengladbach.de gebeten.
In den nächsten Tagen werden weitere Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen der Bundesregierung erwartet, durch die sich eventuell weitere Möglichkeiten ergeben könnten.
Alternativ kann auch ein Asylantrag gestellt werden. Für die Antragstellung ist die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum zuständig: Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600).
Ob eine Antragstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Es können sich daraus unterschiedliche Rechtsfolgen ergeben. Mehr Infos: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
Oberbürgermeister Felix Heinrichs zur bedrohlichen Situation in der Ukraine.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in der vergangenen Nacht, wendet sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs an die 656 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit, die in Mönchengladbach leben und für die die Situation besonders belastend ist.
„Die Nachrichten und Bilder aus der Ukraine erschüttern mich. Moderne Staaten dürfen keinen Krieg gegeneinander führen. Die Zuspitzungen der vergangenen Wochen haben uns alle in Besorgnis versetzt. Trotzdem war immer die Hoffnung da, dass es nicht zu militärischen Angriffen kommen wird. Nun erschüttern Explosionen ukrainische Städte und Menschen fliehen. Das ist ein düsterer Tag in der europäischen Geschichte.
Unsere Regierung darf jetzt nicht aufhören, gemeinsam mit den Partnern in Europa und der Welt für Frieden einzutreten. Auch in Mönchengladbach lebende hunderte Menschen, die eine ukrainische Staatsangehörigkeit haben und die Familienangehörige in der Ukraine haben. Die vielen Rückmeldungen aus der Stadt zeigen mir, dass wir alle gemeinsam für Solidarität mit der Ukraine und Frieden in der Welt einstehen. Die Angriffe müssen sofort aufhören“.
Hans Leifhelm wurde 1891 auf dem Hermges geboren und starb 1947 einsam in seinem Exil am Gardasee. Dazwischen liegen Jahre des Unterwegsseins: als Redakteur politischer und kultureller Zeitschriften in Berlin und München, als Arbeitsvermittler und Berufsberater beim Arbeitsamt in Graz, als Leiter einer Wirtschaftsschule in Düsseldorf und schließlich als Lektor für deutsche Sprache an den Universitäten von Palermo und Padua.
Anders als sein Freund aus frühester Jugend, der Kesselschmied Heinrich Lersch, hatte Leifhelm stets Distanz zu den Nationalsozialisten gewahrt. Wegen seiner Nähe zu den Gewerkschaften 1933 entlassen, stand er auch in der Steiermark und in Italien, wohin er sich mit seiner Familie zurückgezogen hatte, unter der ständigen Beobachtung durch die Gestapo. 1947 erlag er in Riva den Folgen einer Hirnhautentzündung. Leifhelms Gedichte und Erzählungen sind von einer erstaunlichen Aktualität. Sie preisen die Schönheit der Natur und mahnen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihr; sie betonen den Wert der Arbeit und fordern ihre gerechte Verteilung ein.
Mit Hans Leifhelm stellt der Vortrag eine der bedeutendsten literarischen Persönlichkeiten Mönchengladbachs aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg vor. Er schlägt den Bogen von den Orten seiner Kindheit zu seinen letzten Lebensjahren in Italien und zeigt an ausgewählten Texten, dass es sich auch heute noch lohnt, Leifhelm zu lesen.
Den Vortrag hält am Sonntag, 6. März, um 11.30 Uhr Prof. Dr. Ralf Georg Czapla, Universität Heidelberg.
Eine Veranstaltung der Otto von Bylandt-Gesellschaft
Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat jetzt 49 Mönchengladbacher Feuerwehrleute, die seit 25 oder 35 Jahren Dienst für die Feuerwehr leisten, mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber oder Gold des Landes NRW ausgezeichnet.
Roland Theis wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen mit Goldkranz ausgezeichnet. (Foto: Stadt MG)
Eine ganz besondere Ehrung konnte Roland Theis von der Freiwilligen Feuerwehr, Einheit Rheydt, in Empfang nehmen: Der Unterbrandmeister, der im September 1971 in die Feuerwehr eingetreten ist, erhielt das Goldene Ehrenzeichen mit Goldkranz für 50 Jahre im Dienst der Feuerwehr.
„Die Feuerwehren gehören zu den wichtigsten Einrichtungen unserer Stadt, denn Brände, Unglücke und Unfälle gehören leider zur Tagesordnung. Feuerwehrleute sind nicht nur Brandbekämpfer und Retter, sondern auch Techniker, Katastrophenexperten, Sicherheitsfachleute, Berater im vorbeugenden Brandschutz, Helfer in höchster Not und bisweilen auch psychologischer Beistand für Betroffene und deren Angehörigen. Dafür haben sie Respekt und Dank verdient“, betonte OB Felix Heinrichs bei der Verleihung im Rathaus Abtei.
Zu den ersten Gratulanten gehörten Ratsfrau Verena Rhein, Vorsitzende des Ausschusses für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz, Feuerwehrdezernent Matthias Engel, und Feuerwehrchef, Dirk Schattka. Um dem Infektionsschutz gerecht zu werden, fanden die Ehrungen für 2020 und 2021 in zwei aufeinander folgenden Feierstunden statt.
Alle Angehörigen von Freiwilligen Feuerwehren, Werkfeuerwehren sowie Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst können mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet werden, wenn sie mindestens 25 Jahre lang aktiv im Feuerschutz pflichttreu ihren Dienst getan haben.