Autor: PMG

  • Stadtverwaltung warnt vor teuren Online-Diensten

    Stadtverwaltung warnt vor teuren Online-Diensten

    Seit einigen Wochen landen beim Fachbereich Bürgerservice der Stadtverwaltung immer wieder Anträge auf Meldebescheinigungen und Führungszeugnisse, die von den Bürgerinnen und Bürgern über die Webseite eines privaten Anbieters gestellt wurden.

    Das Unternehmen bietet die Dienstleistung für 17,90 Euro (zzgl. Gebühren vom Einwohnermeldeamt) im Internet an und wirbt mit einer unkomplizierten Abwicklung nach dem Motto: “Wir kümmern uns um alles Weitere.”

    Klingt einfach, ist es aber nicht: Nach den Erfahrungen der Meldestelle Mönchengladbach werden die von den Kunden beim Dienstleister gestellten Anträge nur ausgedruckt und per Briefpost an die Verwaltung weitergeleitet. Die so bei der Meldebehörde eingehenden Anträge sind aus zweierlei Sicht problematisch:

    Die Anträge auf Führungszeugnisse dürfen von der Meldebehörde in dieser Form gar nicht bearbeitet werden. Die Anträge auf Meldebescheinigung könnten theoretisch bearbeitet werden, allerdings haben die antragstellenden Personen die Gebühr noch nicht entrichtet, was die Abwicklung verzögert.

    In beiden Fällen muss die Meldestelle Kontakt zu den Antragsteller*innen aufnehmen, um sie über die Probleme mit dem Antrag zu informieren. Da ist Frust auf beiden Seiten vorprogrammiert. Dabei ließe sich der Umweg über den privaten Dienstleister sparen. Denn eine einfache Meldebescheinigung kann online über das Serviceportal der Stadt (https://service.moenchengladbach.de) gebührenfrei beantragt und zu Hause ausgedruckt werden oder persönlich sowie per Brief mit beigefügter Ausweiskopie für 9 Euro beantragt werden. Ein Führungszeugnis kostet 13 Euro. Online können Führungszeugnisse beim Bundesamt für Justiz beantragt werden. Bei den Meldestellen kann das Führungszeugnis persönlich oder mit beglaubigter Unterschrift auch schriftlich beantragt werden.

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  • Neue Software soll Kommunikation zu Corona-Infektionen erleichtern

    Neue Software soll Kommunikation zu Corona-Infektionen erleichtern

    Die Kommunikation zwischen coronainfizierten Personen und dem Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach wird einfacher, sagt die Stadt.

    Denn das Gesundheitsamt führt am Montag (8. August) eine neue Software CISS  (Covid IT Solutions for SORMAS) zur Datenerhebung ein. Diese soll die Erfassung von Personen mit positivem PCR-Test erleichtern.

     Das Gesundheitsamt schickt künftig jeder von einem Labor gemeldeten positiv getesteten Person, für die eine Handynummer oder eine E-Mail-Adresse vorliegt, eine SMS oder eine E-Mail. Darin befindet sich ein Link, der die Betroffenen zu einem Fragebogen führt, den sie online ausfüllen und datenschutzkonform an die Stadt schicken können.
    Alle Angaben aus dem Online-Fragebogen werden automatisch in die Infizierten- und Kontaktpersonenmanagement-Software SORMAS übernommen.
    Der Fragebogen beinhaltet Daten, die bislang vom Corona-Management telefonisch erfasst werden mussten. Hierzu zählen unter anderem der Impfstatus, die Meldeadresse, zurückliegende Corona-Infektionen, das gesundheitliche Befinden, stationäre Aufenthalte oder Vorerkrankungen.

     Die Einführung von CISS soll die Datenerfassung und Informationsübermittlung deutlich erleichtern. Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet positiv getestete Personen, diese Informationen einzugeben. Daher appelliert das städtische Gesundheitsamt an die Mönchengladbacher*innen den Fragebogen zu nutzen, um die Informationen zu übermitteln.

    Zusätzlich erhalten die Betroffenen Informationen über die Notwendigkeit und Dauer einer Isolation oder Quarantäne.
    Die SMS oder E-Mails sind kein Spam und es handelt sich nicht um einen Hackerangriff.
    Absender der SMS ist “IhreStadtMG” und die Absenderadresse der E-Mail lautet “gesundheitsamt-hotline@moenchengladbach.de”.

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  • Umbau der Spielflächen im Freizeitpark Dahl startet

    Umbau der Spielflächen im Freizeitpark Dahl startet

    Mitte August beginnen die Bauarbeiten für die Spielbereiche im Freizeitpark Dahl.
    Für rund 257.000 Euro werden die Spielplätze im Park umgebaut.

    Der Umbau ist eines von insgesamt elf Projekten, die im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms “Soziale Integration im Quartier” mit einer Gesamtsumme von 2,7 Millionen Euro gefördert werden. In einer Kinder- und Bürgerbeteiligung, organisiert vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit mags, wurden Ideen zur Umgestaltung der Spielbereiche gesammelt.
    Die Vorschläge der Kinder wurden von den Grünplanerinnen der mags aufgenommen und sind Grundlage für die Gestaltung des Entwurfes, der nun bis Ende des Jahres umgesetzt werden soll.

    Für die Bauarbeiten werden die Spielbereiche ab Mitte August gesperrt.
    Als Erstes wird die große Seilkletteranlage mit Rutsche vorbereitet und aufgebaut. Danach geht es weiter mit den Bauarbeiten am Spielplatz in der Nähe der Brunnenstraße. Der Spielplatz teilt sich auf in einen Spielbereich für Kleinkinder und einen für die Größeren. Der Kleinkindbereich wird um eine Spielanlage und Wipptiere erweitert.

    Im Bereich für die Schulkinder gibt es ein Drehkarussell und verschiedene Schaukelmöglichkeiten für Groß und Klein, wie Nestschaukel, Doppelschaukel und Eltern-Kind-Schaukel.

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  • Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Die Pläne für ein zentrales und nachhaltiges Rathaus der Zukunft mg+ sind ambitioniert, aber auch nach heutigem Stand wirtschaftlich sinnvoll.

    Und sie erscheinen angesichts der aktuellen Energiekrise wichtiger denn je. So lässt sich der aktuelle Blick auf das geplante zentrale Verwaltungsgebäude im Rheydter Zentrum zusammenfassen.
    Einen Sachstandsbericht zu dem Vorhaben hat die Verwaltung heute (27. Juli) dem Ausschuss für Betriebe und Vergabe vorgelegt.

    Zuletzt hatte der Rat sich im Dezember 2021 mit dem Projekt befasst und dabei wichtige Festlegungen für das weitere Vorgehen getroffen. Etwa, dass die Stadttöchter EWMG, WFMG und WohnBau Mönchengladbach bei den Planungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter berücksichtigt werden. Oder, dass das Karstadt-Gebäude in seiner Grundsubstanz – reduziert um ein Geschoss – erhalten bleiben soll, während das Sparkassengebäude zurückgebaut wird. Diese Entscheidungen haben wesentliche Auswirkungen auf die weiteren Grundlagen des Projekts.

    Klimaneutral und zu großen Teilen energetisch autark Durch den Abbruch des Sparkassengebäudes werden unter dem dortigen Baufeld III zum Beispiel Bohrungen für Tiefengeothermie ermöglicht, mit deren Hilfe später der gesamte Gebäudekomplex mit Wärme und Kälte versorgt werden kann. “Mit dem geplanten Neubau machen wir uns bei der Gebäudeheizung und -kühlung unabhängig von fossilen Energieträgern wie Gas und setzen mit der Erdwärme zu 100 Prozent auf eine umweltfreundliche und regenerative Energiequelle”, betont Stadtdirektor, Bau- und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin. “Das ist nicht nur vor dem Hintergrund der Klimakrise geboten, sondern macht uns auch unabhängiger von Energieimporten, zum Beispiel aus Russland.” Bereits Anfang April haben Geotechniker ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersuchen die Beschaffenheit des Baugrunds und leisten damit wichtige Vorarbeit für die späteren Tiefenbohrungen. Auch in puncto Strom wird die Selbstversorgung beim neuen Rathaus mit einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach gestärkt. Der verbleibende Energiebedarf soll mithilfe von Ökostrom gedeckt werden, sodass das künftige Rathaus der Zukunft mg+ vollständig klimaneutral betrieben wird. Auch in anderer Hinsicht sollen beim Rathaus-Neubau Ressourcen geschont werden, etwa indem so weit wie möglich auf recycelte Materialien gesetzt wird oder Baustoffe so gewählt und eingesetzt werden, dass sie sortenrein wieder voneinander getrennt und wiederverwendet werden können.

    Der Neubau ist wirtschaftlicher, als den Bestand zu erhalten

    Das Fundament für das Rathaus der Zukunft mg+ ist seine Wirtschaftlichkeit. Nicht umsonst ist das Projekt als Maßnahme des Haushaltssanierungsplanes (HSP) bereits in 2017 in ersten Ansätzen auf den Weg gebracht worden. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Themas aktualisiert und plausibilisiert die Verwaltung die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Vorhaben regelmäßig mithilfe externer Beratungsunternehmen. Die aktuelle Fortschreibung von Anfang Juni hat auch die letzten Entscheidungen des Rates zum weiteren Vorgehen berücksichtigt. Am Ergebnis der bisherigen Analyse hat sich dabei nichts verändert. Der Rathaus-Neubau wird – gerechnet bis zum Jahr 2046 – unter den gesetzten Rahmenbedingungen wirtschaftlicher sein als die weitere notwendige Unterhaltung, Sanierung und Modernisierung von mehr als 20 Verwaltungsstandorten. Externe Wirtschaftsprüfer bestätigen, dass die Kalkulationen zutreffen und plausibel sind. Nicht monetäre Faktoren sind hierin noch nicht berücksichtigt.

    “Gerade unter schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen scheint das Rathaus der Zukunft mg+ für die Stadt auch weiterhin ein lohnenswertes Projekt zu sein. Hieraus kann man schließen, dass die zentrale Neubauvariante, gerade mit Blick auf die zukünftige Nutzung, wirtschaftlich auf festen Beinen zu stehen scheint. Die Annahmen aus der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gilt es nun, im Rahmen der weiteren Planungen zu konkretisieren und bis Mitte 2023 final zu überprüfen”, erklärt Stadtkämmerer Michael Heck. Gestiegene Baupreise und die aktuell anziehenden Kreditzinsen stellen bei der Finanzierung durchaus nennenswerte Risiken dar, die bis zum Bau- und Investitionsbeschluss weiter beobachtet werden. Bleiben die aktuell stark steigenden Energiepreise dauerhaft hoch, besteht demgegenüber die Chance, dass das Rathaus der Zukunft mg+ durch seine nachhaltige Bauweise den städtischen Haushalt wohl in Zukunft noch deutlich stärker entlasten könnte, als momentan angenommen. 

    Immer mehr Fachplaner an Bord

    Insgesamt 14 Leistungen für Fachplanungen und externe Beratungsleistungen sind derzeit für den zentralen Verwaltungsneubau am Rheydter Marktplatz zu vergeben. Für den Großteil der Aufträge möchte die städtische eigenbetriebsähnliche Einrichtung Rathaus der Zukunft mg+ (EäE) bis Ende August Planer und Dienstleister verpflichtet haben. Zuletzt konnten neben der Geotechnik etwa die Gewerke Tragwerksplanung und Bauphysik vergeben werden.

    Parallel sucht die Stadt auch eine sogenannte “Baustellenkümmerung”, die eng angedockt an das Rheydter Quartiersmanagement eine wichtige Schnittstellen- und Koordinationsfunktion zwischen allen Interessensgruppen rund um das Projekt ausübt, von Politik und Verwaltung über Einzelhändler bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern. Nachdem eine Ausschreibung auf dem Vergabemarktplatz Rheinland ohne Ergebnis blieb, prüft die Verwaltung derzeit, auf welchem Weg am besten Baustellenkümmerer mit der nötigen Portion Herzblut für das Projekt gefunden werden können.

    Fertigstellungstermin hat Bestand, Zeitplan wird angepasst

    Voraussichtlich in den nächsten Tagen wird ein Büro beauftragt, das die Technische Gebäudeausrüstung planen soll. Damit wird dieses Gewerk gewissermaßen in der “Verlängerung” vergeben, denn im ursprünglichen Vergabezeitraum hatte von den vier Wettbewerbsteilnehmern zunächst keiner ein Angebot abgegeben. Da die Technische Ausrüstung ein zentrales Planungsgewerk ist, wurde der Zeitplan angepasst. Der Bau- und Investitionsbeschluss wird vermutlich Mitte 2023 dem Rat vorgelegt. Die Verzögerung soll durch optimierte Abläufe im Projektplan aufgefangen werden. Indem andere Planungsgewerke Detailplanungen wo möglich vorziehen, wird die Zwischenzeit zudem produktiv genutzt. So bleibt es nach heutigem Stand beim avisierten Fertigstellungstermin zum Jahreswechsel 2026/2027.

    Parallel zu den Planungen bereitet die Stadt mithilfe der städtischen Entwicklungsgesellschaft EWMG den Kauf des Karstadt- und des Sparkassengebäudes sowie einer weiteren für das Baufeld benötigten Immobilie an der Stresemannstraße vor. Weitere Ankäufe und Anmietungen werden erforderlich sein, um rund 600 Mitarbeitende während der Bauphase in Interimsflächen unterzubringen. Damit ist das städtische Gebäudemanagement beauftragt, das derzeit geeignete Immobilien sucht.

    Über das Rathaus der Zukunft mg+

    Durch Erweiterungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll im Zuge des Projekts “Rathaus der Zukunft mg+” in Rheydt ein zentraler Standort für rund 1.700 Verwaltungsmitarbeiter*innen entstehen und damit ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Rheydter Innenstadt gesetzt werden. Das Projekt bezieht neben dem Alten Rathaus auch das benachbarte Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes mit ein. Die größtmögliche Nutzung der Bestandsgebäude ist ein wesentlicher ökologischer Baustein des Projektes. Aber auch durch Geothermie, Photovoltaik oder die geplanten Dach- und Fassadenbegrünungen trägt das Vorhaben eine nachhaltige Handschrift.

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  • Schwingendes Licht – Bienenfarben sehen

    Schwingendes Licht – Bienenfarben sehen

    Bienen sehen anders als wir Menschen.

    Sie können zum Beispiel nach oben, unten und zu den Seiten gleichzeitig sehen.
    Auch Farben nehmen sie anders wahr – und haben ein besonderes Faible für Blau und Gelb.
    Außerdem erkennen Bienen die Schwingungen des Lichts und nutzen diese zur Orientierung.

    In zwei Kursen des Museums Abteiberg lernen Kinder und Jugendliche nun, durch die Augen der Bienen zu sehen. Sie gehen rund um das Museum auf die Suche nach blühenden Pflanzen und fangen in Zeichnungen ein, was Bienen sehen: zum Beispiel Bienengrau und Bienenpurpur oder die Muster der verschiedenen Blüten.

    SCHWINGENDES LICHT – Bienenfarben sehen, 2. bis 5. August, 6 bis 10-Jährige: 11 bis 14 Uhr / 32 Euro (Ermäßigung 16 Euro) ab 11 Jahren: 14 bis 17 Uhr / 48 Euro (Ermäßigung 24 Euro)

    Anmeldung: service.museum-abteiberg.de / 02161 252636 / robert@museum-abteiberg.de

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  • Was tun bei extremer Sommerhitze?  Das Gesundheitsamt informiert

    Was tun bei extremer Sommerhitze?
    Das Gesundheitsamt informiert

    Vor dem Hintergrund der von den Wetterdiensten angekündigten extremen Hitzewelle in den kommenden Tagen wendet sich das Gesundheitsamt der Stadt mit einer Reihe von Tipps und Informationen an die Öffentlichkeit, wie sich insbesondere ältere Menschen verhalten sollten.

    Für gesunde Erwachsene gibt es in Deutschland auch bei längeren Hitzeperioden bei normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme keine gesundheitlichen Gefahren. Ältere Personen und Menschen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit können aber durch Hitze in Gefahrensituationen geraten. Es ist deshalb anzuraten, sich bei Hitzewarnungen entsprechend zu verhalten, vor allem, wenn ein erhöhtes Risiko besteht.

    Wann gibt es eine Hitzewarnung und wie werden Sie darüber informiert?

    Hitzewarnungen werden vom Deutschen Wetterdienst ausgegeben und vom Lagezentren über Radio und Fernsehen verbreitet. Kriterien für eine Hitzewarnung sind: “Gefühlte Temperatur” an zwei Tagen in Folge über etwa 32 Grad C, zusätzlich nur geringe nächtliche Abkühlung (Starke Wärmebelastung), oder “Gefühlte Temperatur” über 38 Grad C (Extreme Wärmebelastung). Informationen erhalten Sie auch über das Internet auf Seite http://www.dwd.de Welche Gesundheitsrisiken entstehen bei großer Hitze?

    Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folge sein. Diese Warnzeichen des Körpers müssen Sie ernst nehmen: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, ein ungewohntes Unruhegefühl. Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge und kleine Kinder, Personen mit einer psychischen Krankheit, behinderte Menschen oder chronisch kranke Personen, besonders bei Herzkrankheit oder Bluthochdruck, und vor allem für ältere, pflegebedürftige Menschen.

    Warum besteht für ältere Menschen ein erhöhtes Risiko?
    Im Alter nimmt das Durstgefühl ab. Ältere Menschen trinken deswegen oft weniger. Dadurch verringert sich die Schweißmenge und vermindert damit eine Möglichkeit der Wärmeabgabe. Auch nimmt die Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab. Grunderkrankungen können zu eingeschränkter Beweglichkeit und damit ebenfalls zu mangelnder Wärmeabgabe führen. Bestimmte Medikamente, insbesondere Psychopharmaka können die körpereigene Temperaturregelung beeinträchtigen oder die Schweißdrüsenfunktion beeinflussen.
    Steigt die Körpertemperatur über 41 Grad, können Verwirrtheit und Bewusstseinstrübung hinzukommen. In diesem Zustand sind Sie nicht mehr in der Lage, sich der Hitze anzupassen. Sie brauchen dann dringend Hilfe.

    Was können Sie bei einer Hitzewelle tun?
    Schützen Sie sich vor der Hitze. Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an.
    Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Mittagshitze und beschränken Sie Tätigkeiten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden.
    Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport. Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks.
    Bleiben Sie draußen nach Möglichkeit im Schatten.
    Tragen Sie einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille.
    Benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher.
    Lassen Sie niemals Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen in einem geparkten Fahrzeug zurück, auch nicht für kurze Zeit.
    Trinken Sie reichlich und essen Sie auch etwas Trinken Sie reichlich alkoholfreie Getränke – auch ohne Durst: Wasser, Fruchtsaftschorlen.
    Meiden Sie Getränke mit Alkohol, Koffein oder viel Zucker – sie können den Körper austrocknen.
    Meiden Sie sehr kalte Getränke – sie können zu Magenbeschwerden führen. Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.

    Kühl bleiben
    Bleiben Sie in einem möglichst kühlen Raum.
    Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
    Verschaffen Sie sich Abkühlung durch eine kühle Dusche oder ein kühles Bad.
    Tragen Sie leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (Baumwolle).

    Hitzschlag – eine ernste Gefahr

    Ein Hitzschlag entsteht, wenn der Organismus wegen der hohen Außentemperaturen mehr Wärme aufnimmt als er wieder an die Umgebung abgeben kann. So gerät die Körpertemperatur außer Kontrolle und steigt rasch an. Zeichen eines Hitzschlags sind:

    Ungewöhnliche Unruhe, eine heiße, rote, trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, starkes Durstgefühl, Verwirrtheit, Krampfanfälle, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich! Verständigen Sie sofort einen Arzt! Bringen Sie die betroffene Person bis zum Eintreffen des Arztes an einen kühlen Ort.

    Wenn noch keine Bewusstseinseintrübung vorliegt, geben Sie ihr zu trinken. Lockern Sie enge Bekleidung, machen Sie kühle und feuchte Umschläge, sorgen Sie für Luftzug!

    Worauf ist bei häuslicher Pflege älterer Personen zusätzlich zu achten?

    Kontrollieren Sie die Raumtemperaturen mehrmals pro Tag. Die Raumtemperatur sollte 26 Grad nicht übersteigen.
    Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
    Reduzieren Sie künstliche Beleuchtung und Elektrogeräte als Wärmequelle.
    Hängen Sie feuchte Tücher im Zimmer auf.
    Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Bekleidung und Bettwäsche. Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke.

    Trinken und Essen

    Halten Sie verschiedene kühle (nicht kalte) Getränke bereit: z. B. Kräuter- oder Früchtetee, Saftschorle, Mineralwasser, Leitungswasser. Meiden Sie koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Tee. Wenn unbedingt Kaffee gewünscht wird, dann nur in stark verdünnter Form.

    Bieten Sie so oft wie möglich Flüssigkeit zum Trinken an, am besten in jeder Stunde ein bis zwei Gläser. Die tägliche Trinkmenge sollte wenigstens 1,5 bis 2 Liter betragen.

    Bei Fieber erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf des Körpers um etwa einen halben Liter für jedes Grad, um das die Körpertemperatur 37 Grad übersteigt (Beispiel: Körpertemperatur 38 Grad = ein halber Liter zusätzliche Trinkmenge pro Tag). Geben Sie entsprechend mehr zu trinken.

    Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, den Salzverlust auszugleichen. Verwenden Sie natriumreiches Mineralwasser (>20mg/l), um einem Natriumverlust infolge starken Schwitzens vorbeugen zu können.

    Generell sollten Sie natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee, Kaffee etc. nur dann reichen, wenn eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege gesichert ist.

    Bieten Sie leichte Kost an: Viel Gemüse, Salate, wasserreiches Obst.
    Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen, wie z.B. Wurstplatten.

    Kühlen Sie Lebensmittel oder brauchen Sie diese schnell auf! Angebrochene Packungen (z.B. Joghurt, Flüssignahrung) oder angebrochene Fruchtsaftflaschen etc. können bei großer Hitze schnell verderben, weil der darin enthaltene Zucker bei Hitze auch das Bakterienwachstum fördert. Sie können so beispielsweise zu Durchfallerkrankungen führen.

    Weitere pflegerische Maßnahmen

    Benutzen Sie eine kühlende Körperlotion, evtl. ein Thermalwasserspray.
    Bereiten Sie ein kaltes Fußbad.

    Kontrollieren Sie täglich, bei großer Hitze auch mehrmals täglich, die Körpertemperatur (möglichst mit dem Ohrthermometer). Die Körpertemperatur sollte nicht über 36,9 Grad steigen.

    Achten Sie auf Symptome, die auf eine Überhitzung des Körpers hinweisen wie, Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitig hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In diesem Fall sollte ein Arzt verständigt werden.

    Wechseln Sie eine durchgeschwitzte Bettwäsche öfter als üblich. Benutzen Sie, wenn möglich, eher eine Netzhose mit Einlage anstelle einer Einwegwindel mit Plastikfolie.

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  • Ehemaliger Bürgermeister Hans Segschneider verstorben

    Ehemaliger Bürgermeister Hans Segschneider verstorben

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Er gehörte zu den großen Köpfen unserer Stadt“

    Im Alter von 100 Jahren ist am vergangenen Freitag (8. Juli) der ehemalige Bürgermeister Hans Segschneider verstorben.
    Er war von 1984 bis 1994 Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach, seit 1960 bis 1994 Mitglied des Rates und zuvor seit 1956 als sachkundiger Bürger in Ausschüssen tätig, von 1984 bis 1985 Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion und seit langem deren Ehrenfraktionsvorsitzender.

    Zu seinem 100. Geburtstag am 14. Dezember gratulierte ihm Oberbürgermeister Felix Heinrichs persönlich. “Hans Segschneider gehörte unbestritten zu den großen Köpfen unserer Stadt. Und das liegt vor allem an seinem großen Herzen für die Anliegen der Menschen in Mönchengladbach. Ich war immer beeindruckt von seiner Lebensleistung und seiner Lebensfreude”, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Alle Ämter, die er zeit seines Lebens ausfüllte, würden Seiten füllen. Nur so viel: Er war von 1964 bis 1983 Präsident des Stadtsportbundes, 16 Jahre Vorsitzender der Schwimmsportvereinigung Rheydt, 25 Jahre Vorsitzender des Sozialverband VdK Mönchengladbach, acht Jahre im Vorstand des VdK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und vier Jahre Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Mönchengladbach.

    Vor sieben Jahren hat er sich aus allen Ämtern zurückgezogen, seitdem wurden ihm vielfach Ehrenpräsidentschaften zugetragen, wie etwa beim Stadtsportbund und bei der FDP.
    Für Hans Segschneider war rückblickend die Zeit als Bürgermeister an der Seite des im vergangenen Jahr verstorbenen Ehren-Oberbürgermeisters Heinz Feldhege das Schönste, was er erleben durfte:” Ich habe unendlich viel gelernt und tolle Begegnungen gehabt”, erinnerte er sich an seinem 100. Geburtstag augenzwinkernd mit einem Schmunzeln, unter anderem an Prinz Charles und Prinz Philip bei ihren Besuchen im Rathaus Abtei.
    Sein feinsinniger Humor war ihm bis zuletzt genauso geblieben wie seine tiefe Überzeugung, “dass im Zeitalter der Digitalisierung das Zwischenmenschliche nicht verloren gehen darf. Man muss zuhören und miteinander reden”, betonte er und verriet in dem Zusammenhang seine Lebensformel: “Ich war ein ganzes Leben immer für andere Menschen da”.
    Die Stadt Mönchengladbach wird Hans Segschneider ein ehrendes Andenken bewahren.

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  • Mönchengladbach zeigt Flagge gegen Atomwaffen

    Mönchengladbach zeigt Flagge gegen Atomwaffen

    Zahlreiche Städte des weltweiten Netzwerkes “Mayors for Peace” (Bürgermeister für den Frieden) setzen am Freitag, 8. Juli, gemeinsam ein sichtbares Zeichen ihrer Solidarität mit der Ukraine und gegen Atomwaffen.

    Auch in Mönchengladbach weht deshalb an diesem Tag die Flagge des Netzwerks vor dem Rathaus Abtei.

    “Die atomare Bedrohung ist gerade in dieser schwierigen Zeit so präsent wie lange nicht mehr. Mehr als 12.700 Atomwaffen auf neun Staaten verteilt gibt es weltweit. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch”, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs. “Mit dem Hissen der Flagge setzen wir ein weithin sichtbares Zeichen für Gewaltfreiheit, Völkerverständigung und in diesem Jahr besonders für unsere Solidarität mit der Ukraine. Es darf keinen Stillstand in der nuklearen Abrüstung geben! Deshalb ist es wichtig, dass der Atomwaffenverbotsvertrag mehr Unterstützung findet und weitere Staaten – auch Deutschland – dem Vertrag beitreten.”

    Mönchengladbach ist seit 2007 Mitglied im Netzwerk Die Stadt Mönchengladbach ist seit 2007 Mitglied des Netzwerkes “Mayors for Peace”, das am Flaggentag an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996 erinnert. In einem Rechtsgutachten stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung bestehe, “in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.” Der 1982 vom Oberbürgermeister von Hiroshima gegründete Zusammenschluss Mayors for Peace setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Rund 8.000 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 800 Städte in Deutschland.

    Weitere Informationen zum Netzwerk unter www.mayorsforpeace.de.

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  • OB vor Ort: Am Freitag, 8. Juli auf dem Wochenmarkt in Eicken

    OB vor Ort: Am Freitag, 8. Juli auf dem Wochenmarkt in Eicken

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs setzt am Freitag, (8. Juli) sein Bürgerdialog-Format “OB vor Ort” fort und ist von 10:00 bis 11:30 Uhr gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Monika Halverscheid und seinem Team auf dem Eickener Markt anzutreffen.
    Als mobiler Treffpunkt dient dabei wieder das mit Wetterschutz und Sitzmobiliar ausgestattete Lastenfahrrad von Norbert Krause.

    Dass die Bürger*innen in vielen Bereichen Gesprächsbedarf haben, zeigte sich schon bei den Terminen auf dem Wochenmarkt Stadtmitte, in Rheindahlen und Giesenkirchen.
    Am 10. August und 03. September findet OB vor Ort auf dem Wochenmarkt in Rheydt statt.

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  • 1.100 Freizeitradler und WDR 4 Sommer Open Air auf dem Rheydter Marktplatz

    1.100 Freizeitradler und WDR 4 Sommer Open Air auf dem Rheydter Marktplatz

    Die NRW-Radtour kommt am 7.7. nach Rheydt – und mit ihr das kostenlose WDR 4 Sommer Open Air.

    Bei Kölschpop der Bands Cat Ballou und Planschemalöör werden musikbegeisterte Mönchengladbacher*innen und rund 1.1000 Tour-Teilnehmende gemeinsam den Tag ausklingen lassen.

    Rund 52 km werden die 1.100 Fahrradfahrer*innen der NRW-Radtour in den Beinen haben, wenn sie am kommenden Donnerstag, 7. Juli auf dem Rheydter Marktplatz eintreffen. Um kurz nach 18 Uhr wird der Tross am Ziel der ersten Tagesetappe in Rheydt erwartet und dort unter anderem von Oberbürgermeister Felix Heinrichs begrüßt. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich auf den Rheydter Marktplatz eingeladen – zumal dort um 19 Uhr das WDR 4 Sommer Open Air stattfindet, das der Radiosender im Rahmen der Tour veranstaltet.

    Bei freiem Eintritt wird für alle Interessierten und Musikbegeisterten Kölsch-Pop vom Feinsten geboten. Die vier Kölner Jungs von Cat Ballou zelebrieren offenen und ehrlichen Lokalpatriotismus, der auch weit über die Kölner Stadtgrenzen hinaus beliebt ist. Die junge Band Planschemalöör mit dem markanten Gesang des Frontmanns Juri wird niemand vergessen, der sie einmal live erlebt hat.

    WestLotto, die NRW-Stiftung und WDR 4 veranstalten bereits im zwölften Jahr diese Großveranstaltung für Freizeitradler. Die NRW-Radtour 2022 startet in Jülich und führt an vier Tagen über 245 Kilometer entlang von Erft, Wurm und Rur sowie durch das Dreiländereck. Eine Nacht verbringen die Teilnehmer in Mönchengladbach, zwei weitere in Aachen.

    Begleitet wird die Gruppe von ADFC-Scouts, dem DRK-Sanitätsdienst und der Polizei. Entlang der Strecke machen die Veranstalter auch auf Naturschutz- und Kulturprojekte aufmerksam, die von der NRW-Stiftung mit Lotterieerträgen von WestLotto unterstützt werden. Dazu gehören in Mönchengladbach unter anderem die Schriefersmühle, Brandts Kapelle, der Burgturm Odenkirchen sowie der Schmölderpark. Weitere geförderte Projekte in der nahen Umgebung sind Schloss Dyck in Jüchen und Schloss Liedberg in Korschenbroich.

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  • Ein Fahrradstraßen-Netz für das Rheinische Revier

    Ein Fahrradstraßen-Netz für das Rheinische Revier

    Zusammenhängende Premium-Radwege sollen wichtige Fahrradverbindungen in Mönchengladbach und der gesamten Region schaffen.

    Ein Basisnetz aus kommunalen und Kreisstraßen, darüber die Landstraßen als regionale Verbindungen, und schließlich Bundestraßen und Autobahnen. Für den motorisierten Verkehr gibt es ein zusammenhängendes, hierarchisches Straßensystem. Etwas ganz Ähnliches soll auch für den Radverkehr im gesamten Rheinischen Revier Realität werden. Neben den lokalen Wegen sollen sogenannte Radvorrangrouten und Radschnellwege die gesamte Region vernetzen – von Mönchengladbach bis Euskirchen und vom Selfkant bis in die Kölner Bucht. “Gesamtregionales Radverkehrskonzept für das Rheinische Revier” lautet der Titel für diesen Netzplan, der jetzt vom Rat der Stadt Mönchengladbach beschlossen wurde.

    Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Verbänden haben die im Rheinischen Revier beheimateten Kreise (Heinsberg, Düren, Euskirchen, Neuss, Rhein-Erft), die Städteregion Aachen und die Stadt Mönchengladbach in rund einem Jahr ein flächendeckendes, verkehrssicheres und zukunftsfähiges Alltagsradnetz entwickelt. Auch einzelne Freizeitrouten sind enthalten, etwa der Niers-Radwanderweg. Für die Erstellung des Radverkehrskonzeptes hatte der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler die Projektträgerschaft übernommen.

    Das Rad als attraktives Verkehrsmittel für mittlere Distanzen

    Vorsteher des Zweckverbands ist der Mönchengladbacher Stadtdirektor und Mobilitätsdezernent Dr. Gregor Bonin. “Unser Ziel ist es, als Rheinisches Revier im Rahmen des Strukturwandels zur Modellregion für zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität zu werden. Mit dem Gesamtregionalen Radverkehrsnetz setzen wir einen wichtigen Baustein, um das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad gezielt zu stärken”, so Bonin. Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Radverbindungen das Fahrrad auch für mittlere Distanzen von 5 bis 20 Kilometern zu einem attraktiven Verkehrsmittel zu machen. So werden einerseits wichtige innerstädtische Verbindungen geschaffen, aber auch die Anbindung an benachbarte Zentren und Arbeitsplatzschwerpunkte wird erleichtert.

    Beim Radverkehrskonzept wurde nicht das heutige Verkehrsaufkommen zugrunde gelegt. Stattdessen wurde ermittelt, welches Potential verschiedene Verbindungen in Zukunft haben könnten, wenn sie entsprechend ausgebaut werden. Durch diese Zielnetzplanung ist ein zusammenhängendes Geflecht aus Radvorrangrouten und Radschnellwegen entstanden, die von überall im Stadtgebiet aus in maximal 1,5 bis 2 Kilometern erreichbar sein werden. Radvorrangrouten besitzen eine wichtige Verbindungsfunktion. Noch höher frequentiert werden allerdings die Radschnellwege sein. Sie sollen von potentiell mehr als 2.000 Radler*innen pro Werktag genutzt werden. Radvorrangrouten und Radschnellwege können verschiedene Führungsformen haben. Als Zweirichtungsradwege sind Radvorrangrouten mindestens 3 Meter breit. Radschnellwege haben aufgrund der höheren Bedeutung sogar eine Mindestbreite von 4 Metern.

    Mönchengladbachs Radschnellwege erhalten wichtige Anschlüsse

    Oberbürgermeister Felix Heinrich sieht die Mobilitätswende in Mönchengladbach durch das neue Radverkehrskonzept beflügelt: “Ob Blaue Route oder Protected Bike Lane auf der Hohenzollernstraße – in Mönchengladbach arbeiten wir gemäß unserer städtischen Strategie daran, immer mehr sichere und hochwertige Wege für das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu schaffen. Mit dem gesamtregionalen Radverkehrsnetz wird jetzt nicht nur der Anschluss an die Region geschaffen, auch unsere innerstädtischen Radschnellwege und Radvorrangrouten werden erstmals in ein zusammenhängendes Netz eingebunden.”

    Im Radverkehrskonzept vorgesehen, aber bereits in Arbeit ist etwa der zukünftige Radschnellweg zwischen Mönchengladbach-Mitte, Nordpark, Rheindahlen und Wegberg bis hin ins niederländische Roermond. Aktuell wird das Teilstück zwischen Nordpark und Wolfsittard errichtet. Ebenfalls bereits in Planung: Ein Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach. Ein wichtiger innerstädtischer Zubringer zu dieser Route wird die zukünftige Fahrradstraße entlang der Bettrather Straße und der Peter-Nonnenmühlen-Allee sein. Sie ist ebenfalls im gesamtregionalen Radverkehrskonzept eingezeichnet und hat dort den Status einer Radvorrangroute.

    Insgesamt sieht das nun vorgestellte Radverkehrskonzept vor, dass im Rheinischen Revier bis 2040 etwa 1.300 Maßnahmen umgesetzt werden und so rund 290 km Radschnellwege und knapp 1.670 km Radvorrangrouten entstehen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der “Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland” sowie vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Strukturwandels Rheinisches Revier gefördert. So wie in Mönchengladbach sind auch in den anderen Partner-Städten und Kreisen Ratsbeschlüsse zum Radverkehrskonzept vorgesehen.

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  • Sechs Lastenräder für städtische Kitas

    Sechs Lastenräder für städtische Kitas

    Einfach, schnell und umweltfreundlich vorankommen: Das können jetzt auch sechs städtische Kitas, die für diesen Zweck Lastenfahrräder mit Elektroantrieb bekommen haben.

    Kleiner Nebeneffekt: Wenn die Kita-Beschäftigten mit den Diensträdern unterwegs sind, leisten sie nicht nur einen Beitrag für den Klimaschutz, sondern machen gleichzeitig auch Werbung für die Fachkräfteoffensive der Kindertagesstätten unter dem Slogan “Kita – Läuft bei uns!”.

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  • UNESCO-Aktionstag „Transformation konkret! –

    UNESCO-Aktionstag „Transformation konkret! –

    Am Mittwoch, dem 22.Juni findet von 9 bis 15 Uhr in der Citykirche Mönchengladbach der UNESCO-Aktionstag statt.

    Das diesjährige Thema lautet “Transformation konkret! –Strukturwandel durch Bioökonomie”.

    Mönchengladbach gehört zur Bioökonomie-Modellregion Rheinisches Revier.
    Unter Bioökonomie versteht man die Wandlung der Wirtschaft hin zu einer nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen. Vor Ort stellen die UNESCO-Projektschulen der Region ihre Projekte rund um die Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Zudem werden regionale Unternehmen und Organisationen an verschiedenen Stationen ihre Beiträge zum Strukturwandel vorstellen, so z.B. die mags AöR, Strukturwandel Mönchengladbach und die WS Quack + Fischer GmbH.

    Die Bürger*innen und Schulen Mönchengladbachs sind herzlich eingeladen, den Aktionstag zu besuchen. Der Mitmach-Spaß ist garantiert, denn an den Stationen können sich die Schüler*innen über unterschiedliche Beispiele für gelingende Transformation praxisnah informieren.
    Wodurch wird Energie nachhaltiger?
    Wie kocht man mit Sonnenergie?
    Wer produziert am meisten Strom mit dem Fahrrad?
    Wie schmeckt Brot aus Bohnen?
    Dies und mehr gilt es vor Ort zu erleben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das ganze Programm der Veranstaltung ist auf der Webseite des Berufskollegs Volksgartenstraße, www.bkvgs.de, zu finden.

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  • „Prognosen zum Jahresabschluss sind aktuell nicht mehr möglich“

    „Prognosen zum Jahresabschluss sind aktuell nicht mehr möglich“

    Kämmerer Michael Heck legte Zwischenbilanz zum Haushalt vor: Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine und Inflation sowie allgemeine Preissteigerungen vor allem bei den Energiekosten beeinflussen die allgemeine Entwicklung auch in Mönchengladbach.

    Einen Zwischenbericht zur Lage im Allgemeinen und mit konkreten Folgen insbesondere auf Mönchengladbach legte Stadtkämmerer Michael Heck in der letzten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Wirtschaft ab.

    Im Fazit schneidet Mönchengladbach aufgrund der weitsichtigen und vorsichtigen Haushaltsplanung in den vergangenen Jahren besser ab, als angesichts der allgemeinen Weltlage zu befürchten, allerdings lässt die Situation langfristige Prognosen nicht mehr zu. “Sollten Gas-Embargo und weitere Folgen aus dem Ukraine-Krieg auf uns zukommen, kann sich die Lage schlagartig ändern”, so Stadtkämmerer Michael Heck, der vor diesem Hintergrund nach wie vor einen Sparkurs fährt, dringende Unterstützung von Land und Bund bei der überfälligen Lösung in der Altschuldenproblematik einfordert und zum Jahresende mit einer schwarzen Null im Jahresergebnis rechnet.

    Die Fakten im Einzelnen: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Haushalt 2022: Laut aktueller Prognose geht die Stadt von Steuereinnahmen in Höhe von 172,2 Millionen Euro und somit von einem Plus in Höhe von 28,8 Millionen Euro gegenüber dem Ansatz von 2022 aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang in Höhe von 11,43 Prozent. “Dieser Rückgang liegt deutlich über dem Prognosewert der aktuellen Steuerschätzung für 2022. Die eingeplante Isolierung, die das Covid-Isolationsgesetz ermöglicht, sinkt demnach um 43,8 Millionen Euro. “Das ist ein guter Meilenstein, der den Haushalt stabilisiert”, betonte Kämmerer Michael Heck zur Einordnung der Zahlen.
    Laut Prognose wird zum Jahresende mit Mehrerträgen bei den Gemeindeanteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer von rund 5,2 Millionen Euro gerechnet, die nahezu vollständig den Isolierungsbetrag mindern werden, da sie coronabedingt isoliert werden können und den laufenden Haushalt nicht belasten. Damit sinkt im laufenden Haushaltsjahr der Isolationsbetrag von 114,3 auf 71 Millionen Euro.

    Auswirkungen der Ukraine-Krise

    Bei den anfallenden Kosten für Sachleistungen und Personalaufwand zur Unterbringung von Geflüchteten entfällt die Verpflichtung zum Erlass einer Nachtragssatzung, da das Land entsprechende Hilfen zur Verfügung stellt. Wie bei der Corona-Pandemie hat die Stadt über Erträge und Aufwendungen sowie Aufnahme von Krediten der Kommunalaufsicht gegenüber zu berichten. Einen ersten Bericht kündigte der Kämmerer für den nächsten Ratszug an.

    Steuerschätzung Mai 2022

    Laut jüngsten Ergebnissen des Arbeitskreises Steuerschätzung, einem Beirat des Bundesministeriums für Finanzen, sieht die aktuelle Prognose eine Verbesserung der Einnahmen in Höhe von 46,3 Milliarden Euro gegenüber der Annahme von Herbst 2021. Stadtkämmerer Michael Heck betrachtet die Prognose allerdings mit Vorsicht: “Die aktuelle Steuerschätzung von Mai kann auf den ersten Blick den falschen Eindruck vermitteln, dass sich die Haushaltssituation der Städte und Gemeinden gegenüber bisherigen Erwartungen verbessert hätte”, betonte er mit Blick auf die steigenden Energiepreise und der Inflationsentwicklung, die zu steigenden Ausgaben bei den Kommunen führen werden. “Die Prognose ist aus meiner Sicht deutlich zu positiv. Wir werden hier Abstriche vornehmen müssen”, ergänzt er.

    Zinsentwicklung

    Hier geht der Kämmerer von einer Zinswende bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Ende der Ära der Negativzinsen aus, die auch von den meisten Ökonomen vorausgesagt wird. Da für den städtischen Haushalt 43 Prozent der Liquiditätskredite (460 Millionen Euro) zinsgesichert sind und die kürzeste Fortschreibung bis September 2023 läuft, könnte die Stadt die ersten Schritte zur Zinserhöhung durch die EZB laut Kämmerer verkraften. Die positiven Zinssätze für Tagesgeldkredite wurden in der Spanne von 0,0 Prozent für 2021, 0,2 Prozent für das laufende Haushaltsjahr bis zu einem Prozent bis zum Jahr 2025 kalkuliert. “Das ist eine gute Nachricht für unseren Haushalt. Wir haben hier vorsichtig geplant”, so Michael Heck weiter.

    “Prognose Jahresergebnis 2022 “

    Bis zum Jahresende konnte davon ausgegangen werden, dass der Haushalt 2022 solide geplant war und durch positive Entwicklung der Steuererträge im Laufe des Haushaltsjahres anfallende Mehraufwendungen kompensiert werden können und wir somit einen ausgeglichenen Jahresabschluss 2022 werden erreichen können”, betonte der Kämmerer. “Mit dem Ausbruch des Ukrainekrieges sind allerdings aktuell keine Prognosen mehr möglich. Zum jetzigen Stand gehe ich zwar von einer schwarzen Null zum Ende des Jahres aus. Die Entwicklungen bleiben allerdings abzuwarten”, schließt er seinen Zwischenbericht zur aktuellen Haushaltslage.

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  • Eine Woche lang „Diversity-Day“ bei der Sozial-Holding

    Eine Woche lang „Diversity-Day“ bei der Sozial-Holding

    Städtische Tochtergesellschaft ist der Charta der Vielfalt der Bundesregierung beigetreten.

    Mit den Unterschriften von Staatsministerin Reem Alabali-Radovan und Geschäftsführer Helmut Wallrafen unter der Beitrittsurkunde ist die Mitgliedschaft im größten Netzwerk für Diversity-Management in Deutschland jetzt auch offiziell besiegelt worden.

    Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt setzt das städtische Tochterunternehmen mit rund 900 Beschäftigten ein klares Zeichen für Vielfalt und Toleranz in der Arbeitswelt und signalisiert die Wertschätzung aller Mitarbeitenden unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft.

    “Unsere Arbeitswelt wandelt sich stetig”, sagt Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding. “Durch unseren Einsatz für Vielfalt gelingt uns die Anpassung an gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen wie die Globalisierung, den demographischen Wandel und den Wettbewerb um Fachkräfte. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt positionieren wir uns nun klar gegenüber unseren Mitarbeitenden, unseren Kund:innen sowie Geschäftspartner:innen. Und das ganz im Sinne unseres Leitbildes, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.”

    Bei der Sozial-Holding arbeiten Menschen aus 26 Nationen unter einem Dach. Für seine Beschäftigungspolitik, Innovationsfreude und ein vorbildliches Gesundheitsmanagement ist die städtische Tochtergesellschaft in den vergangenen 20 Jahren vielfach national und international ausgezeichnet worden – zuletzt mit dem Fair Pay Award 2022 für gerechte Bezahlung. 80 Prozent der Führungspositionen bei der Sozial-Holding sind mit Frauen besetzt und der Anteil der über 50-Jährigen Beschäftigten liegt bei rund 48 Prozent.

    “Der Einsatz für Vielfalt, der Einsatz für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander, ist heute wichtiger denn je, denn unsere Gesellschaft ist vielfältiger und differenzierter als jemals zuvor. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt haben wir uns verpflichtet, die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb des Unternehmens anzuerkennen, die Werte zu erkennen, zu teilen und zu leben. Denn Diversity ist eine Haltung und ständige Herausforderung”, betont Sabine Scholl, die das Qualitätsmanagement der Sozial-Holding leitet. Mit einem vierköpfigen Team hat Scholl auch den Diversity-Day vorbereitet.

    Den Auftakt für gab es am 31. Mai im Scooter-Park der Sozial-Holding in Hardterbroich. Eine Woche lang ist das Diversity-Team jetzt in den Einrichtungen der Sozial-Holding unterwegs, um mit den Beschäftigten zum Thema Vielfalt ins Gespräch zu kommen und die Anregungen der Belegschaft in das Projekt einzuarbeiten.

    “Vielfalt geht uns alle an – nicht nur diejenigen, die sich im Arbeitsleben benachteiligt sehen. Vielfalt steht für Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen. Auch wenn wir gemeinsam in der Sozial-Holding schon einiges umgesetzt haben, wollen wir unseren Weg fortführen und besser werden”, berichtet Sabine Scholl. Pläne die Vielfalt im Unternehmen zum Beispiel in den Bereichen Alter, Herkunft, Geschlecht und Fähigkeiten auch praktisch zu leben, gibt es schon. So sollen Beschäftigte unterschiedlichen Alters in Teams zusammengeführt und altersgerechte Arbeitsplätze entwickelt werden. Es sollen interkulturelle Netzwerke unter den Beschäftigten und Bewohnern gegründet und gefördert werden. “Insgesamt geht es darum, den Blick für unterschiedliche Persönlichkeiten und Lebensläufe und die damit strukturell verbundenen Benachteiligungen und Bevorzugungen zu schärfen. Denn nur, wer sich dieser oft versteckten Diskriminierung bewusst wird, kann ihr entgegenwirken.

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  • Stadt versendet vorerst keine Kanalbenutzungsgebührenbescheide

    Stadt versendet vorerst keine Kanalbenutzungsgebührenbescheide

    Die Stadt wird vorerst keine Kanalbenutzungsgebührenbescheide versenden.

    Das teilte Stadtkämmerer Michael Heck gestern (2. Juni) in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Wirtschaft mit.
    Grund ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster vom 17. Mai dieses Jahres mit dem es seine bisher geltende Rechtsprechung zur Kalkulation der Abwassergebühren aufgegeben und geändert hat. Demnach dürfen die Kommunen in NRW nach dem aktuellen Urteil bei der Kalkulation ihrer Abwassergebühren nur noch die Zinsen der letzten zehn Jahre berücksichtigen. Nach der bislang geltenden Rechtsprechung hatten sie die Zinssätze der letzten 50 Jahre zugrunde gelegt, um die aktuellen Gebührensätze zu berechnen.

    “Das OVG-Urteil wird auch bei der Stadt Mönchengladbach für eine Anpassung der künftigen Gebührenkalkulation sorgen, denn die Stadt wird geltendes Recht umsetzen. Zudem wirkt sich das Urteil des OVG auf die noch nicht bestandskräftig veranlagten Kanalbenutzungsgebühren aus. In Verfahren, in den eine solche Rechtskraft aufgrund eingelegter Widersprüche oder anhängiger Klagen noch nicht eingetreten ist, wird die jeweilige Gebührenkalkulationen, für die bis zum jetzigen OVG-Urteil noch eine andere rechtliche Grundlage gegeben war, ebenfalls anzupassen sein”, erläuterte Stadtkämmerer Michael Heck im Fachausschuss.

    Ein Widerspruch gegen bestandskräftige Kanalbenutzungsgebührenbescheide der zurückliegenden Jahre werde aus städtischer Sicht jedoch zu keiner Erstattung führen. Ebenso wenig werden Anträge auf Aufhebung von Kanalbenutzungsgebührenbescheiden für zurückliegende Jahre sowie auf Neufestsetzung der Gebühren erfolgreich sein. Die rechtskräftigen Bescheide werden aufgrund des Grundsatzes der Rechtssicherheit weiterhin Bestand haben und nicht geändert werden. Zu berücksichtigen sei dabei, dass die Erhebung der Kanalbenutzungsgebühren in den vergangenen Jahren im Einklang mit dem Kommunalabgabengesetz NRW und der dazu ergangenen ständigen Rechtsprechung des OVG stand.

    “Das OVG-Urteil ist in erster Linie in die Zukunft gerichtet. Die Stadt Mönchengladbach wird die neue Rechtsprechung bei aktuell noch nicht bestandskräftigen Gebührenfestsetzungen sowie künftigen Kanalbenutzungsgebührenbescheiden selbstverständlich berücksichtigen”, führte der Stadtkämmerer weiter aus. Um eine verlässliche Aussage über anstehende Veränderungen in der Abwassergebührenkalkulation und die hieraus resultierenden neuen Gebührensätze machen zu können, ist aus Sicht der Stadt aber die Urteilsbegründung des OVG sehr wichtig. Stadtkämmerer Michael Heck weiter: “Nach Auswertung der Gründe im inzwischen veröffentlichten Urteil wird die Stadt Mönchengladbach ihre Gebührensätze abschließend überprüfen und gegebenenfalls neu kalkulieren sowie die in Rede stehenden und bisher angefochtenen, noch nicht bestandskräftigen Gebührenbescheide entsprechend anpassen”. Zum Hintergrund: Die Kanalbenutzungsgebühren werden in Mönchengladbach auf der Grundlage von Vorausleistungen erhoben. Die endgültige Festsetzung der Kanalbenutzungsgebühren erfolgt grundsätzlich erst nach Ablauf des Erhebungszeitraumes mit separatem Gebührenbescheid der Stadt. Da diese städtischen Kanalbenutzungsgebührenbescheide dem geltenden Recht entsprechen müssen, werden deshalb ab sofort erst einmal bis auf Weiteres auch keine Gebührenbescheide mehr verschickt, bei denen zu erwarten wäre, dass sich das neue OVG-Urteil auswirken könnte.

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  • Stadtverwaltung bleibt am Freitag, 27. Mai geschlossen

    Stadtverwaltung bleibt am Freitag, 27. Mai geschlossen

    Die Stadtverwaltung bleibt am Freitag, 27. Mai (Tag nach Christi Himmelfahrt) geschlossen.

    Hintergrund der Schließung am so genannten Brückentag ist der vom Rat beschlossene Haushaltssanierungsplan. Durch die Schließung werden Urlaubstage und Überstunden bei den Verwaltungsmitarbeiten abgebaut. So müssen für diese Tage keine Rückstellungen gebildet werden, die den städtischen Haushalt am Ende des Jahres belasten.

    Geschlossen sind am Freitag, 27. Mai, alle Ämter und Fachbereiche, mit folgenden Ausnahmen:

    Der KOS und die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes sowie die Feuerwehr haben regulären Dienst.

    Für Notfälle und besondere Gefahrensituationen hat die Stadtverwaltung – wie an Sonn- und Feiertagen – Rufbereitschaften eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger sollten sich in solchen Fällen an Feuerwehr oder Polizei wenden.

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  • Rettungshundestaffel der Feuerwehr Mönchengladbach meldet sich einsatzbereit

    Rettungshundestaffel der Feuerwehr Mönchengladbach meldet sich einsatzbereit

    Für Stephanie Wrann, Holger Matton und ihre Hunde Leopold, Schröder und Milan ging es gestern (25. Mai) mal nicht aufs Trainingsgelände, sondern zu einem besonderen Termin ins Rathaus Rheydt.

    Gemeinsam stellten sie die neue Rettungshundestaffel der Mönchengladbacher Feuerwehr vor und meldeten den Mitgliedern des Ausschusses für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz die Einsatzbereitschaft.
    Ab sofort können sechs ausgebildete Spürhunde für die Personensuche (Mantrailing) eingesetzt werden. Acht weitere vierbeinige Spürnasen absolvieren zurzeit die rund zweijährige Ausbildung. Die Rettungshundestaffel ist Teil der Freiwilligen Feuerwehr und dort der Einheit IuK (Information und Kommunikation) zugeordnet.

    Die Mantrailing-Teams können dabei helfen, vermisste Personen, verirrte Demenzpatienten, suizidgefährdete Personen oder Menschen, die sich unter Schock von einer Unfallstelle entfernen, aufzuspüren. Aber auch bei der Fallrekonstruktion können die Hunde wertvolle Dienste leisten.

    Dabei setzen die Tiere ihren phänomenalen Geruchssinn ein. Sie riechen räumlich, erkennen zum Beispiel aus welcher Richtung eine alte Spur kommt und wo die neue hinführt.

    Aufgebaut wird die ehrenamtliche Rettungshundestaffel seit 2019. Von der Pandemie im Trainings- und Prüfungsbetrieb etwas ausgebremst, konnten jetzt die ersten Hunde alle fünf notwenigen Prüfungen ablegen. Trainiert wird acht bis zehnmal im Monat. Außerdem müssen die Tiere alle zwei Jahre ihre Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen.

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