Autor: Redaktion

  • Corona in Kitas: Höchste Zeit zu handeln

    Corona in Kitas: Höchste Zeit zu handeln

    Die Personalsituation in den Kitas spitzt sich zu. Die Sorge der Beschäftigten wächst, die Kräfte schwinden. Die komba gewerkschaft nrw warnt: Wenn nicht endlich präventiv gehandelt wird, sind die Kitas demnächst geschlossen.

    „Der grundsätzliche Personalmangel und die krankheits- und quarantänebedingten personellen Ausfälle belasten die Kita-Beschäftigten extrem.
    Wer Betreuungsgarantien ausgibt, kann das Versprechen nur mit gesunden Beschäftigten einhalten. Die letzte Chance zum präventiven Handeln ist jetzt. Sonst sind die Kitas demnächst dicht“, mahnt Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw, gegenüber der Politik.

    Der Personalmangel verbunden mit einem anhaltend hohen Dokumentationsaufwand, den Hygienemaßnahmen, einer Vielzahl an Regelungen und ständig neuen Aufgaben führt zu immer mehr Arbeitsaufwand der verbliebenen Beschäftigten. Die frühkindliche Bildung bleibt auf der Strecke.

    Unter dem Motto „Hört uns. Seht uns. Sprecht mit uns. Sonst sind die Kitas zu!“ macht die komba auf die prekäre Situation aufmerksam. Die Politik, so der Vorwurf, lässt in der Corona-Pandemie den Weitblick vermissen. „In der Pandemie wurde viel zu oft ad hoc reagiert statt präventiv gehandelt. Unsicherheit und Unklarheit mit Blick auf die
    Corona-Situation prägen den Kita-Alltag. Die Kita-Beschäftigten fühlen sich alleine gelassen“, macht Sandra van Heemskerk deutlich.

    Die komba gewerkschaft nrw fordert:

    • eine verbindliche Teststrategie von Kindern
    • die Entlastung des pädagogischen Personals bei der Dokumentation durch
    zusätzliches Verwaltungspersonal
    • Wiederaufnahme der Regelung, dass Kitahelfer/innen über eine
    Stundenaufstockung des vorhandenen Personals eingesetzt werden können
    • die Möglichkeit zur Reduzierung von Betreuungszeiten (insbesondere bei
    Gruppensettings

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  • Große Zustimmung für Hauptschulen Kirschhecke und Neuwerk – 17.292 Unterschriften

    Große Zustimmung für Hauptschulen Kirschhecke und Neuwerk –
    17.292 Unterschriften

    Das Interesse am Bürgerbegehren zur Erhaltung der Hauptschulen Kirschhecke und Neuwerk nahm in den letzten Tagen noch einmal an Fahrt auf. Heute erhielt die Stadtverwaltung weitere acht Ordner mit Unterschriftenbögen.

    „Insgesamt unterschrieben 17.292 Bewohner/innen das Bürgerbegehren obwohl 8.285 gereicht hätten. Das sind mehr als doppelte so viele, wie wir für das Quorum benötigt hätten“, teilt Anne Embser, eine der Initiatorinnen, mit.  

    Jetzt ist es nur noch eine Formsache, dass der Rat der Stadt Mönchengladbach am 16. Februar das Bürgerbegehren für gültig erklärt. Dann dürfen die beiden betroffenen Hauptschulen ab dem 19. Februar wieder im regulären Anmeldeverfahren die Anmeldungen von Schüler/innen annehmen.
    Das ist eine wichtige Information für die Eltern, die in dem vorgezogenen Anmeldeverfahren der Gesamtschulen mit der Anmeldung ihrer Kinder warteten. Sie können nun ihre Kinder an den Hauptschulen Kirschhecke oder Neuwerk anmelden. Auch dürfen Eltern grundsätzlich – trotz bereits erfolgter Zusage beispielsweise eines Gesamtschulplatzes – auch an einer anderen Schulform anmelden.

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  • Luftballons über der City

    Luftballons über der City

    Auf die Situation wohnungsloser junger Menschen aufmerksam machen, das war das Ziel der Luftballon-Aktion am 03. Februar. Harry Fischermann, Sozialarbeiter im Projekt u25 des Reha-Vereins und Teilnehmerin Nelli hatten Geschichten und Schicksale aufgeschrieben, die sie so oder ähnlich kennen und die Betroffenheit und Willen zum Helfen auslösen sollen.

    Die kurzen, aber einprägsamen Geschichten wurden auf Karten gedruckt und an Luftballons gebunden, die dann in der Mönchengladbacher City aufgehangen wurden. Gut sichtbar an Bänken, Laternenmasten oder Fahrradständern bildeten sie bunte Farbtupfer in der wetterbedingt grauen Umgebung und erregten einige Aufmerksamkeit. Manche Passanten hatten den Leitartikel im Extra Tipp vom 23. Januar gelesen (siehe Link: „Wohnungslos und u25…“), konnten sich etwas unter der Aktion vorstellen und nahmen Info-Karten zum Projekt mit.

    Zuvor hatte es im Café eine große Aufblas-Aktion der 150 avisierten Luftballons gegeben – mit Helium, damit sie steigen und vor allem auch in der Luft bleiben. Ab und zu knallte es, aber Nachschub war reichlich vorhanden. Mit mehreren Luftballon-Trauben versehen startete die ganze Gruppe dann zu einem gemeinsamen Foto am Sonnenhausplatz bei den Eseln. Anschließend teilte man sich auf, um die Hindenburgstraße vom Alten Markt bis hin zum Hauptbahnhof zu bestücken.

    Unterstützt wurde die Gruppe dabei nicht nur von Bernd Meisterling-Riecks, Bereichsleiter im Jobcenter Mönchengladbach, sondern auch von Andrea Noe, Psychiatrie-Koordinatorin im Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach. Beide lobten die Aktion und halfen eifrig beim Aufhängen der Ballons mit.
    (Zur Info: Das Projekt u25 wird durch das Jobcenter Mönchengladbach gefördert.)

    Für die Aktiven gab es im Anschluss ein Büffet, das in der Küche des Reha-Vereins auf der Sophienstraße gezaubert worden war. Beim gemeinsamen Essen gab es dann auch Gespräche über den bisherigen Werdegang der teilnehmenden jungen Erwachsenen und wie sie auf das Projekt aufmerksam wurden: sei es durch ein ähnliches Projekt in Oberhausen, durch STEP, den Jugendtreff auf der Stepgesstraße oder auch über die LVR-Klinik.

    Jannik, Nelli, Marco, Tim und die anderen Teilnehmer*innen  sind sich einig, dass u25 eine große Hilfe ist: ein fester Anlaufpunkt mit coolen und verständnisvollen Mitarbeiter*innen, die auch bei Problemen unterstützen, ein Platz zum Ausruhen, nicht zu vergessen die kostenlosen und leckeren Mahlzeiten, die sie gerne auch mit zubereiten.
    O-Ton Tim: „Mein Bauerntopf ist immer ganz schnell leer.“
    Wie es weitergehen soll? „Erst mal die eigene Situation stabilisieren und irgendwann dann arbeiten und Geld verdienen.“ Bis dahin kommen sie gerne und regelmäßig ins Café u25.

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  • Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer der NS-Zeit in Mönchengladbach-Odenkirchen gestohlen

    Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer der NS-Zeit in Mönchengladbach-Odenkirchen gestohlen

    Zwei von fünf an einer Stelle im Gehweg eingelassenen Stolpersteinen sind in Mönchengladbach-Odenkirchen auf der Straße Kohrbleiche gestohlen worden.

    Bei den Stolpersteinen handelt es sich um Gedenktafeln aus Messing, die in den Bürgersteig eingesetzt wurden. Sie sollen an Menschen erinnern, die von den Nazis verhaftet, deportiert und in den meisten Fällen ermordet wurden.

    In Mönchengladbach sind bislang 317 Stolpersteine an 98 Stellen verlegt worden.
    Ein 69-jähriger Zeuge hatte sich heute (Di 08.02.2022, 17.00 Uhr) bei der Polizei gemeldet und den Diebstahl der Stolpersteine angezeigt.
    Am Tatort stellte die Polizei fest, dass zwei von fünf Stolpersteinen fehlen. Eine Suche nach den Stolpersteinen im Nahbereich des Tatortes verlief negativ. Der Diebstahl dürfte nach Angaben des Zeugen zwischen Sonntag, 6.2.2022, 20:00 Uhr und Montag, 7.2.2022, 10:00 Uhr geschehen sein.

    Hinweise auf den oder die Täter liegen aktuell nicht vor.

    Der Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Die Polizei Mönchengladbach fragt: Wer kann sachdienliche Hinweise zur Aufklärung dieser Tat geben?
    Hinweise bitte an die Polizei Mönchengladbach: Telefon 02161-29-0. (WR)

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  • Thema: Impfpflicht

    Thema: Impfpflicht

    Bayern will einrichtungsbezogene Impfpflicht vorerst aussetzen

    Die bayerische Staatsregierung will die ab 15. März bundesweit geltende Impfpflicht für Pflegekräfte im Freistaat vorerst nicht umsetzen. Sie sei „kein wirksames Mittel mehr, um die jetzige Omikron-Welle zu begleiten oder zu dämpfen oder zu stoppen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung des CSU-Parteivorstands in München.

    Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht könne aber „leider ein Instrument sein“, um die Situation in der Pflege deutlich zu verschlechtern, etwa wegen der drohenden Abwanderung von Fachkräften. Deshalb werde man im Vollzug der Impfpflicht „großzügigste Übergangsregelungen“ machen, was „de facto zunächst einmal auf ein Aussetzen des Vollzugs hinausläuft“, sagte der CSU-Vorsitzende am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München. „Für wie viele Monate wird man dann sehen“, fügte er hinzu – jedenfalls zunächst für einige Zeit, «um das Ganze vernünftig zu gestalten“. Eine Umsetzung zum 15. März führe nur zu Problemen und sei „leider keine Lösung“.

    Grundsätzlich plädierte Söder erneut für eine allgemeine Corona-Impfpflicht – er hoffe sehr, dass es „hier eine kluge Entscheidung“ gebe. Die Impfpflicht nur für Beschäftigte im medizinisch-pflegerischen Bereich sieht er mittlerweile dagegen kritisch: „Die einrichtungsbezogene Impfpflicht, die zum 15.3. kommen soll, ist kein wirksames Mittel mehr, um die jetzige Omikron-Welle zu begleiten oder zu dämpfen oder zu stoppen.“

    Söder kündigte zudem den „Einstieg in den Ausstieg“ bei den Corona-Maßnahmen an. Man werde trotz der schwierigen Situation schrittweise Öffnungen in Bayern voranbringen, kündigte er an.

    VdK NRW fordert Festhalten an Impfpflicht im Gesundheitswesen

    Die derzeit diskutierte zeitliche Verschiebung oder gar Aufhebung einer Impfpflicht für Mitarbeiter*innen von Gesundheits- und Pflege-Einrichtungen birgt aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen ein tödliches Risiko für diejenigen, die vom Coronavirus besonders gefährdet sind: „In diesem Fall bewerten wir den Gesundheitsschutz von vulnerablen Gruppen eindeutig höher als die Freiheit der in diesem Bereich beschäftigten Personen“, macht der Vorsitzende Horst Vöge deutlich.

    Er verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die knapp 400.000 Pflegebedürftigen, die in NRW vollstationär in Heimen beziehungsweise von ambulanten Diensten unterstützt werden. „Die Betroffenen haben aufgrund von akuten oder chronischen Erkrankungen teilweise nicht die Möglichkeit, sich impfen lassen“, betont der VdK-Landesvorsitzende. „Umso größer ist aus unserer Sicht die Verantwortung, die diejenigen tragen, die tagtäglich in einem besonders engen Kontakt mit ihren Schutzbefohlenen stehen“, so Horst Vöge.

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  • Anita Parker nicht mehr Sprecherin des grünen Kreisverbandes

    Anita Parker nicht mehr Sprecherin des grünen Kreisverbandes

    Die Sprecherin des grünen Kreisverbandes Mönchengladbach, Anita Parker, hat jetzt ihr Amt nach neunjähriger Tätigkeit niedergelegt.

    „Diese Entscheidung war alles andere als einfach, aber volle Berufstätigkeit und verantwortungsvolles Ehrenamt sind kurz vor dem Eintritt in das Rentenalter für mich einfach nicht länger vereinbar. Leider musste ich vor einigen Jahren schon erfahren, welche körperlichen Reaktionen auf Überbelastung folgen können und darum habe ich mich entschieden, den Staffelstab jetzt weiterzureichen“, erklärte Anita Parker ihren Schritt.

    „Im grünen Team konnten wir mit vielen Mitstreiter*innen sehr viel bewirken. Der Höhepunkt waren die sehr guten Ergebnisse bei der letzten Kommunalwahl und ein Jahr später auch bei der Bundestagswahl. Ich bin sehr dankbar, wenn ich auf diese wunderbare Zeit zurückblicke, die ich mitprägen durfte“, resümiert sie ihre Zeit als Vorstandssprecherin. Parker ist überzeugt: „Die grüne Erfolgsgeschichte wird weitergehen!“

    Über Anita Parkers Nachfolge wird der grüne Kreisverband dann im Rahmen einer Mitgliederversammlung entscheiden.

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  • NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen besucht Cyber Management Campus der Hochschule Niederrhein

    NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen besucht Cyber Management Campus der Hochschule Niederrhein

    IT-Sicherheit ist ein aktuelles Megathema. In Zeiten einer mehr und mehr digitalisierten und vernetzten Welt werden zunehmend Experten gesucht, die Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen verhindern oder abwehren können. An der Hochschule Niederrhein werden seit 2020 solche Experten am Cyber Management Campus Mönchengladbach (CMC MG) ausgebildet. Heute machte sich NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen ein Bild von den Entwicklungen im Monforts Quartier an der Schwalmstraße. Initiiert hatte den Besuch der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Jochen Klenner.

    „Neben enormen gesellschaftlichen Chancen geht der digitale Wandel auch mit großen Herausforderungen einher, etwa mit der Bekämpfung von Cyberkriminalität oder mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen. Um die dafür dringend benötigten Fachkräfte für IT-Sicherheit optimal auszubilden, verfolgt die Hochschule Niederrhein mit dem Cyber Management Campus einen erfolgsversprechenden interdisziplinären Ansatz, den wir als Land in der aktuellen Pilotphase maßgeblich unterstützen“, sagt Ministerin Pfeiffer-Poensgen.

    Hochschul-Präsident Dr. Thomas Grünewald beobachtet die Entwicklungen am CMC MG mit großer Zufriedenheit: „Absolventinnen und Absolventen des Cyber Management Campus der Hochschule Niederrhein stehen mit ihrer Expertise für IT Sicherheit im Betrieb oder in der öffentlichen Verwaltung. Als Hochschule Niederrhein sind wir stolz darauf, dank der Anschubfinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen unserer Region Niederrhein dieses Angebot machen zu können.“

    Nach Einführung des Bachelorstudiengangs Cyber Security Management im Wintersemester 2020/21 wird seit letztem Sommer auch der gleichnamige Masterstudiengang in Mönchengladbach angeboten. Eine Erweiterung des bestehenden Studienangebots im Bereich der Digitalen Forensik ist geplant.

    Dass das Interesse am Thema IT-Sicherheit groß ist, zeigen auch die Einschreibezahlen. Diese liegen über den prognostizierten Zahlen. So haben sich insgesamt über 260 Personen in Voll- oder Teilzeit zum Studium am Cyber Campus Mönchengladbach eingeschrieben. Nahezu ein Drittel der neuen Studienanfänger:innen sind junge Frauen.

    Professorin Gudrun Stockmanns und die Professoren Thomas Meuser und René Treibert bilden das Gründungsteam des CMC MG. Die Drei sind vom Zuspruch angetan. Man sehe, dass die beruflichen und gesellschaftlichen Zukunftsperspektiven der neuen Studienangebote am CMC MG von den jungen Menschen erkannt werden würden. Gefragt seien Interesse an technischen, organisatorischen und kommunikativen Inhalten. Gerne nehme das Gründungsteam die Verantwortung an, diesen Erwartungen mit einer praxisorientierten und innovativen Ausbildung gerecht zu werden und den CMC MG weiter auszubauen.

    Über den erfolgreichen Verlauf des Projekts freuen sich die Vertreter der Mönchengladbacher Wirtschaft, die das Projekt seinerzeit mit großem Einsatz vorangetrieben hatten. Der Ehrensenator der Hochschule Niederrhein und AUNDE-CEO Rolf Königs sagt: „Bei den zehn weltweit signifikantesten Geschäftsrisiken werden Cybervorfälle mittlerweile als größte Gefahr identifiziert. Deshalb ist es uns wichtig, für diesen wachsenden und komplexen Bereich Fachkräfte für unsere Region auf unserem Cyber Management Campus auszubilden.“

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  • Neujahrskonzert: Anspruchshaltung der CDU nicht nachvollziehbar

    Neujahrskonzert: Anspruchshaltung der CDU nicht nachvollziehbar

    Mit Verwunderung hat die SPD Mönchengladbach die Pressemitteilung der kulturpolitischen Sprecherin der CDU, Vanessa Odermatt, zum Neujahrskonzert der Niederrheinischen Sinfoniker im Kulturausschuss zur Kenntnis genommen.

    „Mit welcher Selbstverständlichkeit Frau Odermatt fordert, auf Kosten der Stadt das Neujahrskonzert besuchen zu dürfen, ist nicht nachvollziehbar“ erklärt Josephine Gauselmann, Vorsitzende des Kulturausschusses. „Sie hatte, wie alle anderen Mönchengladbacher*innen auch, die Möglichkeit eine Karte zu kaufen.“ Mittlerweile widerlegt ist die Behauptung Odermatts, beim Konzert sei eine Vielzahl an Plätzen frei geblieben. Das Theater Rheydt war ausverkauft. Auf den traditionellen Empfang im Anschluss wurde angesichts der pandemischen Lage verzichtet.

    „Es lässt tief blicken, wenn man Achtung und Wertschätzung nur zeigen kann, wenn man dazu eingeladen wird“ so Michael Roth, Landtagskandidat der SPD im Mönchengladbacher Süden, „aufrichtig ist das nicht. Politik darf kein Selbstbedienungsladen sein. Und im übrigen Frau Odermatt sollte als kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und als Mitglied des Aufsichtsrates des Theaters wissen, wann das Konzert stattfindet, auch ohne persönliche Erinnerung.“

    „Die Erwartungshaltung der CDU hat mit verantwortungsvollem und fairem Handeln nichts zu tun. Weder gegenüber dem Theater Rheydt und seinem Ensemble, noch gegenüber den Mönchengladbacher Bürger*innen, denen die Pandemie schon so viel abverlangt hat“ so Roth weiter.  „Wir setzen uns immer für niedrigschwelligen und kostenfreien Zugang zu Kultur ein – aber wir als SPD wollen da nicht bei uns als Politiker*innen selbst anfangen, sondern vor allem finanziell benachteiligten Bürger*innen den Zugang ermöglichen.“ fasst Gülistan Yüksel, Vorsitzende der SPD Mönchengladbach, zusammen.

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  • Jusos fordern mehr Gesamtschulplätze für Mönchengladbach

    Jusos fordern mehr Gesamtschulplätze für Mönchengladbach

    Die Jusos Mönchengladbach sprechen sich für die Schaffung von mehr Gesamtschulplätzen aus. Jedes Kind in der Stadt soll die gewünschte Schulform besuchen können und nicht auf eine andere Schulform ausweichen müssen.

    Während Jahr für Jahr hunderte Kinder von Gesamtschulen abgewiesen werden, weil es nicht genug Plätze gibt, haben sich an der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke und der Katholischen Hauptschule Neuwerk im Anmeldeverfahren 2021/22 zusammen gerade mal 36 Kinder angemeldet. Da viele Kinder nicht die gewünschte Schulform besuchen können und von der Gesamtschule auf die Hauptschule abwandern mussten, hat die Ampel gehandelt: Durch die Erweiterung der Gesamtschule Neuwerk und der Gesamtschule Rheydt-Mülfort sollen im ersten Schritt 120 weitere Gesamtschulplätze geschaffen werden.

    Für die SPD-Jugendorganisation ist klar, dass darüber hinaus langfristig mehr Gesamtschulen gebaut werden müssen. „Die Erweiterung der Gesamtschulplätze ist ein Schritt in die richtige Richtung, deckt aber bei weitem nicht die Nachfrage“, so Martin Kuban von den Jusos. Doch die Kritik der Jusos geht noch weiter: Das dreigliedrige Schulsystem stammt noch aus dem 19. Jahrhundert und stellt viele Kinder schon im Alter von 10 Jahren vor die Frage: Welchen Schulabschluss willst du später machen? Durch das Konzept der Gesamtschulen haben Kinder viel eher die Möglichkeit, sich in ihrem eigenen Tempo zu entwickeln. Studien zeigen, dass knapp 79% der Abiturient:innen an Gesamtschulen nach ihrer Grundschulzeit keine Empfehlung für das Gymnasium hatten. An der Gesamtschule können sie sich also mehr Zeit für die Entscheidung nehmen, welchen Bildungsweg sie einschlagen wollen. Und das, ohne anschließend die Schule wechseln zu müssen. Die Gesamtschule ist darauf ausgelegt, dass jedes Kind für sich entscheiden kann, was ihm am besten liegt und am meisten Spaß bereitet. Während der Profilierungsstufe werden berufsvorbereitende, praxisbezogene Kurse angeboten. Ein Angebot, das auf dem Gymnasium kaum zu finden ist. Zudem besteht die Möglichkeit nach der Wahl eines Erweiterungskurses, zurück zum Grundkurs zu wechseln. Die Leistungen der Schüler:innen werden halbjahresweise überprüft, um dann individuell für die Kinder die besten Angebote zu schaffen.

    Insbesondere an den Aussagen der schulpolitischen Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, üben die Jusos Kritik. In der Ratssitzung vom 06.10.2021 erklärte Petra Heinen-Dauber in der Gesamtschuldebatte: „Und auch immer dieses suggerieren, dass man ein Abitur benötigt, um eine Chance im Leben zu haben. Das ist nicht richtig. […] Wir brauchen nicht nur welche, die Anweisungen geben, sondern auch diejenigen, die uns die Fähigkeiten bringen handwerklich auch tätig zu werden.“ Damit zeigt die CDU, dass es ihr nicht um die Bedürfnisse von Schüler:innen und Eltern geht, sondern allein die Erhaltung einer ungerechten Schulstruktur verfolgt, die ihrem überholten Bild von Gesellschaft entspricht. Die Jusos freuen sich, dass durch den Ausbau der Gesamtschulplätze viele Kinder die Möglichkeit erhalten, die Schule ihrer Wahl zu besuchen. „Die Entscheidung der Ampel, mehr Gesamtschulplätze zu schaffen, ist die logische Konsequenz aus dem Anmeldeverhalten der Eltern und dem Wunsch der Kinder“, so Mandana Bayat von den Jusos abschließend.

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  • Engagement für Afrika – Studentin erhält DAAD-Preis 2022

    Engagement für Afrika – Studentin erhält DAAD-Preis 2022

    . Sie handelt getreu dem Motto „Afrika etwas zurückgeben“. Sandrine Magne Mfeumtheu engagiert sich in diversen Projekten und legte mit ihrer Bachelorarbeit einen Grundstein für eine dezentrale Wasseraufbereitungsanlage für den ländlichen Raum in Afrika. Für ihr großes ehrenamtliches Engagement wurde die Masterstudentin am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Niederrhein nun mit dem DAAD-Preis 2022 ausgezeichnet.

    Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdiensts wird jährlich für außerordentliche Leistungen im Studium und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement von internationalen Studierenden verliehen und ist mit 1000 Euro Preisgeld versehen. Die diesjährige Gewinnerin, die Kamerunerin Sandrine Magne Mfeumtheu, erhielt den Preis für ihr herausragendes Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum Afrikas.

    Im Zuge ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sich die 32-jährige mit der Entwicklung eines Steuerungskonzeptes für eine Inselanlage zur Wasseraufbereitung auf Basis eines Microcomputers. Dieses System kann als theoretische Grundlage dienen, dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen im ländlichen Raum Afrikas zu ermöglichen. Ihr Bemühen und die praktische Umsetzung dieses Projekts sind nun Fokus ihres Masterstudiums im Fach „Rechnergestützte Verfahrenstechnik“ an der Hochschule Niederrhein.

    Außerdem ist Mfeumtheu als studentische Hilfskraft im internationalen Projekt „IIDES NSC“ (Industry Integrated Dual Engineering Studies in a North-South Collaboration“, in Zusammenarbeit mit der Universität Nagui Abrogoua in Abidjan, tätig. Dort hilft sie mit ihrem kulturellen Verständnis und ihren Fachkenntnissen dabei, die Bevölkerung in der Elfenbeinküste flächendeckend mit Elektrizität und Wasser zu versorgen.

    Zusätzlich ist die junge Afrikanerin ehrenamtlich in zwei Organisationen tätig. Zum einen hilft sie jungen Afrikaner:innen dabei, sich für das Unternehmertum und Potenzials Afrikas einzusetzen. Hierfür unterstützt sie die Organisation „For a better Afrika“. Außerdem ist sie Gründerin der NGO „Break the Silence and End the Shame“. Das Hauptziel der Organisation ist es, Opfern von sexueller Gewalt und misshandelten Frauen und Kindern zu helfen und sie bei der Schulausbildung und ihrer Zukunft zu unterstützen.

    „Der Preis ist eine Ehre und zeigt, dass die großen Herausforderungen, denen ich mich immer wieder stellen muss, es wert sind. Ich freue mich, Afrika etwas zurückgeben zu können und Leuten zu helfen“, so Mfeumtheu nach Erhalt des Preises. „Es ist bemerkenswert, welche Leistungen Frau Mfeumtheu erbringt und wie stark sich manche unserer Studierenden für andere Menschen einsetzen. Wir sind froh sie an der Hochschule zu haben“, sagt Dr. Marion Halfmann, Professorin und Internationalisierungsbeauftragte an der Hochschule Niederrhein, die der Studentin den Preis stellvertretend für die Hochschule überreichte. Mit dem Preisgeld möchte Mfeumtheu erst einmal in die Heimat fahren. Dort wird sie etwas Energie tanken, um dann im nächsten Semester ihr Studium an der Hochschule Niederrhein weiterzuführen.

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  • Gülistan Yüksel lädt zur Telefonsprechstunde

    Gülistan Yüksel lädt zur Telefonsprechstunde

    „Hallo, Yüksel am Apparat.“
    Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel bietet ab dem 9. Februar, von 17 bis 19 Uhr, wieder ihre regelmäßige Telefonsprechstunde an.

    „Wir erleben seit fast zwei Jahren eine Zeit, in der das gewöhnliche Leben völlig verändert ist und in der Kontakte, Hobbys, Reisen und Arbeiten auf eine früher nicht vorstellbare Art verwandelt sind.
    Viele Bürgerinnen und Bürger haben Sorgen und Fragen, wie ich an den zahlreichen Zuschriften sehen kann“, so Gülistan Yüksel, der ein stetiger Austausch mit den Menschen in Mönchengladbach weiterhin sehr wichtig ist.

    Um die Sprechstunde vorab zu planen, bittet Yüksel um vorherige Anmeldung.
    Unter 02166/8559766 oder guelistan.yueksel@bundestag.de.
    Sie bittet um Mitteilung der Kontaktmöglichkeit und Nennung des Gesprächsthemas.
    „Das neue Jahr nimmt langsam Fahrt auf und in Berlin wie auch in Mönchengladbach bewegt sich viel. Was liegt Ihnen derzeit am Herzen? Worüber möchten Sie mit mir sprechen? Zögern Sie nicht, sondern kommen Sie auf mich zu und lassen Sie uns reden. Ich bin für Sie am Apparat und freue mich auf informative und abwechslungsreiche Gespräche“, sieht Yüksel der Sprechstunde entgegen.

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  • Caritasverband Mönchengladbach unterstützt die Initiative #OutInChurch

    Caritasverband Mönchengladbach unterstützt die Initiative #OutInChurch

    Mit #OutInChurch setzen sich 125 queere und im Dienst der katholischen Kirche arbeitende Menschen für eine Kirche ohne Angst und für Offenheit und Vielfalt ein.

    „Das ist eine Kirche, die auch wir uns als Caritas in der Region Mönchengladbach wünschen und leben“, erklärt Frank Polixa, Geschäftsführer des regionalen Caritasverbandes. Er fügt hinzu: „Wir danken der mutigen Initiative und tragen die Forderungen solidarisch mit.“

    Dazu gehört unter anderem, dass queere Menschen in der Kirche angstfrei und offen leben und arbeiten können. Dies dürfe nicht zu Diskriminierung führen oder als Loyalitätsverstoß oder Kündigungsgrund gewertet werden. Die Initiative fordert die römisch-katholische Kirche auf, das kirchliche Arbeitsrecht zu ändern. Die sieben Kernforderungen sind nachzulesen auf der Website www.outinchurch.de.
    Eine Online-Petition auf Change.org ist bereits von fast 90.000 Menschen gezeichnet worden.

    Der Caritasverband stehe uneingeschränkt hinter den sieben Forderungen und unterstütze sinnvolle Initiativen zur Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechts, so Frank Polixa: „Wir beschäftigen in unserem Verband rund 830 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für andere da sind und Menschen in Not unterstützen. Sie alle sollen auch ihre sexuelle Orientierung ohne Angst vor Ausgrenzung oder gar um ihren Arbeitsplatz leben können.“ Homosexualität und entsprechende Lebenspartnerschaften seien im Mönchengladbacher Caritasverband kein Hinderungsgrund für eine (Weiter-)Beschäftigung. „Caritas heißt Liebe. Und Gottes Nächstenliebe fragt nicht nach sexueller Orientierung“, betont der Geschäftsführer.

    Die Initiative #OutInChurch sei ein beeindruckendes Zeichen für eine Erneuerung der Kirche. „Die Unterstützerinnen und Unterstützer stoßen als bekennende Mitglieder der katholischen Kirche von innen heraus längst überfällige Veränderungen an“, erklärt Frank Polixa.

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  • Inklusionscheck Nordrhein-Westfalen

    Inklusionscheck Nordrhein-Westfalen

    Der Abgeordnete Andreas Terhaag aus Mönchengladbach weist darauf hin, dass seit dem 1. Februar wieder Anträge auf einen Inklusionsscheck gestellt werden können. Das NRW-Sozialministerium fördert Aktionen von Vereinen und Initiativen für Menschen mit und ohne Behinderungen mit einer Pauschale von 2.000 Euro.

    Andreas Terhaag empfiehlt allen Interessierten in der kreisfreien Stadt Mönchengladbach, frühzeitig einen Antrag zu stellen: „Insgesamt 600.000 Euro stellt das Land für das Programm zur Verfügung. Auch wer zum Beispiel ein inklusives Straßenfest im Sommer plant, sollte sich daher jetzt schon die Förderung sichern.“

    Der Inklusionsscheck NRW zielt auf lokale Maßnahmen für ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen. Gefördert werden können zum Beispiel Feste, Schulungen, Ausstellungen und Publikationen aller Art. Ein wichtiges Ziel ist die Herstellung von Barrierefreiheit. Daher wird auch die Anschaffung von mobilen Rampen oder der Einsatz von Gebärdendolmetschern finanziell unter-stützt.
    Die Antragstellung läuft über eine Internetseite. Informationen zum Inklusionsscheck sowie ein Link zur Antragstellung sind unter der Adresse www.mags.nrw/inklusionsscheck zu finden.

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  • Soll Staatssekretär Mathies Bauernopfer werden?“

    Soll Staatssekretär Mathies Bauernopfer werden?“

    In der Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Hochwasserkatastrophe“ wurden am Freitag erneut Zeugen vernommen. Dabei handelte es sich u.a. um zwei Regierungsbeamte des Innenministeriums sowie um deren Staatssekretär Jürgen Mathies. Während die beiden Regierungsbeamten detailliert die Abläufe im Innenministerium ab dem 12. Juli schilderten und dabei den frühen Informationsstand im Innenministerium sowie ab dem späten Nachmittag des 14. Juli auch die Alarmbereitschaft der Fachebene dokumentierten,, lieferte der Staatssekretär erstmals konkretere Hinweise zur Ablehnung des Krisenstabs. Er sei es gewesen, der dem Minister davon abgeraten habe, den Krisenstab zu aktivieren. Anders als einer der beiden Regierungsbeamten behauptete Staatssekretär Mathies zudem, dass die sogenannte Koordinierungsgruppe (KGS) bereits am 14. Juli getagt habe. Das ist ein Widerspruch zu einer Niederschrift des Regierungsbeamten, wonach die KGS erst am 15. Juli das erste Mal zusammengekommen sein soll. Gleichzeitig kam in der Vernehmung Freitagnacht zutage, dass hydrologische Lageberichte im Vorfeld der Katastrophe nie an die Kommunen weitergeleitet wurden.

    Hierzu erklären Stefan Kämmerling, Obmann der SPD-Fraktion, und Norwich Rüße, stellvertretender Obmann der GRÜNEN Fraktion im PUA V:

    Stefan Kämmerling:

    „Die Landesregierung hat Staatssekretär Mathies jetzt also offenbar als den Schuldigen für ihr schlechtes Krisenmanagement in der Hochwasserkatastrophe ausgemacht. Mit ihm hat erstmals ein hochrangiger Vertreter die Verantwortung dafür übernommen, den Krisenstab der Landesregierung nicht aktiviert zu haben. Damit springt er für seinen Minister in die Bresche.

    Der Versuch, hier ein Bauernopfer zu liefern, funktioniert nicht. Er kann nicht von der Frage ablenken, warum die Landesregierung den Krisenstab nicht schon im Anbahnen der Katastrophe aktiviert hat. So hätte die Landesregierung jedenfalls viel früher steuernd eingreifen und koordinierend tätig werden können – also bevor es dafür zu spät war. Diese Frage bleibt weiterhin unbeantwortet.

    Zudem muss die Landesregierung auch den Widerspruch zwischen den Äußerungen des Staatssekretärs und den Erinnerungen eines Regierungsbeamten auflösen. Hat die sogenannte Koordinierungsgruppe bereits am 14. Juli das erste Mal getagt? Oder war es doch erst der 15. Juli, wie aus einem Gedächtnisvermerk eines Regierungsbeamten hervorgeht? Und wenn es bereits der 14. Juli war: Warum hat die Landesregierung dann nicht umgehend das Kommando übernommen? Warum hat die verantwortliche Spitze des Ministeriums so zögerlich und passiv reagiert, während die Fachbeamten zu diesem Zeitpunkt bereits in höchster Alarmbereitschaft waren. Und warum hat die Landesregierung die Kommunen vor Ort nicht über die ihr vorliegenden hydrologischen Lageberichte informiert? Das alles bleibt weiter ungeklärt und offenbart eine chaotisches Krisenmanagement.“

    Norwich Rüße:

    „Die Aussagen in den letzten Befragungen weisen auf ein Informationschaos im Innenministerium während der schwersten Naturkatastrophe in NRW hin. Offensichtlich lagen dem Innenministerium an den unterschiedlichsten Stellen bereits am 12. Juli Informationen zu einem außergewöhnlichen Wetterereignis mit extremen Folgen vor. Spätestens am 13. Juli verdichten sich die Hinweise auf schwere Schäden und Überflutung. Selbst am 14. Juli nach dem Eintreten der Katastrophe im Raum Hagen, wäre also noch ausreichend Zeit gewesen, um die Menschen in der Eifel und der Kölner Bucht vor weiteren großen Regenmengen zu warnen und zu schützen. Aber im Innenministerium wusste bis zu diesem Zeitpunkt offenbar die eine Hand nicht was die andere tut oder weiß. Weder eine Kommunikation und Bewertung untereinander noch notwendige Warnungen an die Kommunen und die Menschen vor Ort wurden offenbar eingeleitet. Der eine dachte, der andere macht’s, aber schließlich tat es niemand.

    Der Untersuchungsausschuss muss die Frage beantworten, ob die schwarz-gelbe Landesregierung die sehr deutlichen und zeitigen Warnungen vor einer Unwetterkatastrophe nicht ernst genommen hat, Verantwortung delegiert oder noch schlimmer im Urlaubsmodus überfordert war. Warum weder die Menschen noch die Kommunen frühzeitig und nachdrücklich gewarnt wurden, muss aus unserer Sicht der Schwerpunkt der weiteren Aufklärung sein.“

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  • Tests an Schulen:Bildungschancen durch Präsenzunterricht erhalten

    Tests an Schulen:
    Bildungschancen durch Präsenzunterricht erhalten

    Die Konferenz der Gesundheitsminister hat in der vergangenen Woche eine Priorisierung der PCR-Tests vorgeschlagen. Dieser Priorisierung ist die MPK gefolgt. Der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Terhaag bedauert, dass Schulen nicht priorisiert wurden.

    Das Land hat für die Grundschulen nun ein zweistufiges Testsystem eingeführt, das Lolli-Pooltests und Schnelltests kombiniert.

    „Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie viel zurückgesteckt und unter den Einschränkungen gelitten. Deshalb haben die Freien Demokraten sich klar positioniert: Die Bildungschancen haben Priorität. Schulen müssen so lange wie möglich offen bleiben.“ Das Land NRW hat daher ein sehr ambitioniertes und durchdachtes Testregime eingeführt, dass sich über viele Monate eingespielt und bewährt hatte. Präsenzunterricht war sicher möglich. Die Dynamik der Übertragung hat sich durch Omikron massiv verändert. Die Labore sind an ihre Grenzen gestoßen. „Ich hätte mir gewünscht, dass die GMK und die MPK bei der nachvollziehbaren Priorisierung der Tests auch die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen stärker im Blick gehabt hätten“, sagt der FDP-Abgeordnete Terhaag. Das Land NRW steht nun vor der Aufgabe die bundesweite Vorgabe zur Priorisierung umzusetzen.

    „Mein Dank gilt allen Eltern und Lehrkräften, die unsere Schülerinnen und Schüler bei der neuen Methode begleiten. Uns ist bewusst, dass dies keine leichte Zeit ist“, erklärt Terhaag. Wir wollen und werden auch in dieser schwierigen Lage die bestmögliche Lösung für unsere Schülerinnen und Schüler finden. 

    Für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen ändert sich nichts. Andreas Terhaag: „Ich bin Schulministerin Yvonne Gebauer dankbar, dass es gelungen ist, die Förderschulen im Lollitest-System mit Auflösung der Pools zu halten.“

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  • Coronabedingte Ausfälle im Linien- und Schulbusverkehr

    Coronabedingte Ausfälle im Linien- und Schulbusverkehr

    Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach rechnet in den nächsten Tagen mit vereinzelten pandemiebedingten Ausfällen im Linien- und Schulbusverkehr.

    Hintergrund ist der hohe Krankenstand des Fahrpersonals. Das verbleibende Fahrpersonal wird vorrangig für besonders hochfrequentierte Fahrten eingesetzt. Darunter fallen beispielsweise Fahrten im Schülerverkehr sowie besonders ausgelastete Busfahrten unter anderem zu Randzeiten.
    Von Ausfällen betroffen sind unter anderem Sport- und Bäderfahrten im Schulverkehr sowie einzelne Linienfahrten. Die Schulämter in Korschenbroich und Mönchengladbach wurden bereits in Kenntnis gesetzt. Fahrgästen im Linienverkehr wird empfohlen, nach Möglichkeit auf andere Linien umzusteigen beziehungsweise auf den nächsten Anschluss zu warten.
    Nähere Informationen zu den Buslinien und zum Fahrplan gibt es in der NEW MöBus App, im Internet unter www.new-mobil.de, im KundenCenter der NEW mobil und aktiv in Mönchengladbach oder telefonisch unter 0180 6 504030 (0,20 € pro Anruf/Verbindung aus allen deutschen Netzen).

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  • Warum Mönchengladbach mehr Gesamtschulplätze bekommt

    Warum Mönchengladbach mehr Gesamtschulplätze bekommt

    Kinder entwickeln sich bekanntlich unterschiedlich – das eine schnell, das andere langsamer. Wenn Eltern sich am Ende der Grundschulzeit nach der Schulform umschauen, die für ihr Kind passt, ist oft die Gesamtschule eine Schulform der Wahl. Die Überlegung: Das Kind hat mehr Zeit, sich zu entwickeln und am Ende einen ganz anderen Abschluss abzulegen, als im Alter von etwa zehn Jahren absehbar war. In der vergangenen Wahlperiode hatte die damalige Groko angesichts der zahlreichen Absagen an Eltern mit Gesamtschulwunsch geplant, die bestehenden Gesamtschulen zu erweitern, konkret: die Gesamtschule Volksgarten und die Gesamtschule Rheydt-Mülfort jeweils auf sechs Züge auszubauen. Das jedoch konnte die hochverschuldete „Vitusstadt“ nicht finanzieren.

    Einen neuen Anlauf wählte die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP dann im vergangenen Jahr, als sie beschloss, die Hauptschulen Kirschhecke und die Katholische Hauptschule Neuwerk beginnend mit dem Schuljahr 2022/23 jahrgangsweise auslaufend aufzulösen, um mehr Gesamtschulplätze zu schaffen. Hintergrund: Nach dem Anmeldeverfahren in allen Schulformen hatte sich u.a. herausgestellt, dass die Hauptschule Kirschhecke und die Katholische Hauptschule Neuwerk aus eigener Kraft – also ohne vorher von den Gesamtschulen abgewiesene Kinder – die notwendigen zwei Klassen, die für die Genehmigung durch die Bezirksregierung notwendig sind, nicht bilden könnten.

    „Eltern sollen die Schulform für ihre Kinder frei wählen können. Wenn es zu wenige Gesamtschulplätze gibt, um dem Wunsch der Eltern und Kinder gerecht zu werden, dann gibt es einen klaren Auftrag für uns: mehr Gesamtschulplätze anbieten. Denn zu wenige Plätze dürfen kein Grund sein, dass ein Kind die gewünschte Schulform nicht besuchen darf. Für das jetzige Anmeldeverfahren stellen wir den Eltern durch unseren Beschluss mehr Plätze zur Verfügung. So wollen wir den Überhang an Gesamtschulanmeldungen bereits zum kommenden Schuljahr abmildern“, begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi den Schritt der politischen Ampel.

    „Der Kinder- und Elternwille bei der Suche nach der passenden Schulform muss für uns Verpflichtung sein, diese bereitzustellen. Der Wunsch nach Gesamtschulen, als einer Schulform des gemeinsamen längeren Lernens, hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen. Diese Entwicklung wird sich langfristig fortsetzen. Wir haben deshalb in einem ersten Schritt für das kommende Schuljahr die Anzahl von Gesamtschulplätzen an zwei bereits vorhandenen Standorten erweitert. Weiterhin halten wir die Errichtung einer 7. Gesamtschule für dringend erforderlich“, erläutert dazu Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Schmitz auch mit Blick auf das Bürgerbegehren, das den Erhalt der Hauptschulen Kirschhecke und Neuwerk fordert.

    Einen Beschluss des Rates durch ein Bürgerbegehren in Frage zu stellen, ist aus Sicht der Ampel das gute Recht der Bürgerinnen und Bürger und ein wertvolles Instrument der Demokratie vor Ort. Der beantragten Fristverlängerung hatte die Ampel deshalb auch gerne zugestimmt, nachdem die Verwaltung dafür den Weg freigemacht hatte. Dennoch sehen SPD, Grüne und FDP nach wie vor Argumente für die bislang bestehende Beschlusslage. „Unser Beschluss gefährdet die Schulvielfalt in Mönchengladbach nicht. Nach Umsetzung wird weiterhin jedes Kind, das den Wunsch nach einem Hauptschulplatz hat, diesen an einer der vier dann noch bestehenden Hauptschulen bekommen. Die Zahl der Kinder, die entgegen ihres ausdrücklichen Wunsches keinen Gesamtschulplatz bekommen, wird dagegen deutlich sinken. Bestehender Schulraum wird dabei bestmöglich genutzt – wir schaffen keine Dependance-Lösungen, sondern sowohl für die beiden Gesamtschulen als auch für das Berufskolleg räumlich in sich geschlossene Systeme“, stellt die FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger dazu fest.

    Kinder entwickeln sich bekanntlich unterschiedlich – das eine schnell, das andere langsamer. Wenn Eltern sich am Ende der Grundschulzeit nach der Schulform umschauen, die für ihr Kind passt, ist oft die Gesamtschule eine Schulform der Wahl. Die Überlegung: Das Kind hat mehr Zeit, sich zu entwickeln und am Ende einen ganz anderen Abschluss abzulegen, als im Alter von etwa zehn Jahren absehbar war. In der vergangenen Wahlperiode hatte die damalige Groko angesichts der zahlreichen Absagen an Eltern mit Gesamtschulwunsch geplant, die bestehenden Gesamtschulen zu erweitern, konkret: die Gesamtschule Volksgarten und die Gesamtschule Rheydt-Mülfort jeweils auf sechs Züge auszubauen. Das jedoch konnte die hochverschuldete „Vitusstadt“ nicht finanzieren.

    Einen neuen Anlauf wählte die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP dann im vergangenen Jahr, als sie beschloss, die Hauptschulen Kirschhecke und die Katholische Hauptschule Neuwerk beginnend mit dem Schuljahr 2022/23 jahrgangsweise auslaufend aufzulösen, um mehr Gesamtschulplätze zu schaffen. Hintergrund: Nach dem Anmeldeverfahren in allen Schulformen hatte sich u.a. herausgestellt, dass die Hauptschule Kirschhecke und die Katholische Hauptschule Neuwerk aus eigener Kraft – also ohne vorher von den Gesamtschulen abgewiesene Kinder – die notwendigen zwei Klassen, die für die Genehmigung durch die Bezirksregierung notwendig sind, nicht bilden könnten.

    „Eltern sollen die Schulform für ihre Kinder frei wählen können. Wenn es zu wenige Gesamtschulplätze gibt, um dem Wunsch der Eltern und Kinder gerecht zu werden, dann gibt es einen klaren Auftrag für uns: mehr Gesamtschulplätze anbieten. Denn zu wenige Plätze dürfen kein Grund sein, dass ein Kind die gewünschte Schulform nicht besuchen darf. Für das jetzige Anmeldeverfahren stellen wir den Eltern durch unseren Beschluss mehr Plätze zur Verfügung. So wollen wir den Überhang an Gesamtschulanmeldungen bereits zum kommenden Schuljahr abmildern“, begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi den Schritt der politischen Ampel.

    „Der Kinder- und Elternwille bei der Suche nach der passenden Schulform muss für uns Verpflichtung sein, diese bereitzustellen. Der Wunsch nach Gesamtschulen, als einer Schulform des gemeinsamen längeren Lernens, hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen. Diese Entwicklung wird sich langfristig fortsetzen. Wir haben deshalb in einem ersten Schritt für das kommende Schuljahr die Anzahl von Gesamtschulplätzen an zwei bereits vorhandenen Standorten erweitert. Weiterhin halten wir die Errichtung einer 7. Gesamtschule für dringend erforderlich“, erläutert dazu Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Schmitz auch mit Blick auf das Bürgerbegehren, das den Erhalt der Hauptschulen Kirschhecke und Neuwerk fordert.

    Einen Beschluss des Rates durch ein Bürgerbegehren in Frage zu stellen, ist aus Sicht der Ampel das gute Recht der Bürgerinnen und Bürger und ein wertvolles Instrument der Demokratie vor Ort. Der beantragten Fristverlängerung hatte die Ampel deshalb auch gerne zugestimmt, nachdem die Verwaltung dafür den Weg freigemacht hatte. Dennoch sehen SPD, Grüne und FDP nach wie vor Argumente für die bislang bestehende Beschlusslage. „Unser Beschluss gefährdet die Schulvielfalt in Mönchengladbach nicht. Nach Umsetzung wird weiterhin jedes Kind, das den Wunsch nach einem Hauptschulplatz hat, diesen an einer der vier dann noch bestehenden Hauptschulen bekommen. Die Zahl der Kinder, die entgegen ihres ausdrücklichen Wunsches keinen Gesamtschulplatz bekommen, wird dagegen deutlich sinken. Bestehender Schulraum wird dabei bestmöglich genutzt – wir schaffen keine Dependance-Lösungen, sondern sowohl für die beiden Gesamtschulen als auch für das Berufskolleg räumlich in sich geschlossene Systeme“, stellt die FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger dazu fest.

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  • Gemeinsam für die Akademisierung der Pflege

    Gemeinsam für die Akademisierung der Pflege

    Die Akademisierung der Pflege steckt zwar noch in den Kinderschuhen, schreitet aber mit großen Schritten in die Zukunft. Ein immer breiter werdendes Angebot an Pflegestudiengängen soll den Bedarf nach bestens ausgebildeten Fachpflegekräften stillen. Die Hochschule Niederrhein und die Alexianer Akademie für Pflege haben nun einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um die Akademisierung der Pflege auch in der Region vorzutreiben.

    Die Alexianer Akademie für Pflege bildet seit Jahren erfolgreich Schüler:innen für die Pflege aus. Gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein sollen die zukünftigen Pflegekräfte die Möglichkeit bekommen, den Weg in ein duales Studium zu finden. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein, die Pflegenden der Zukunft bestmöglich auszubilden und in ihrer Studienzeit zu fördern“, sagt Peter Hambloch, Leiter der Alexianer Akademie für Pflege, bei der Vertragsunterzeichnung an der Hochschule Niederrhein.

    Schüler:innen mit guten Noten bekommen nach dem ersten halben Jahr ihrer Ausbildung die Möglichkeit, das duale Studium an der Hochschule Niederrhein aufzunehmen. Die Ausbildungsinhalte werden im Studium angerechnet. Außerdem werden die Auszubildenden von der Pflegeschule freigestellt, um Vorlesungen zu besuchen und sich mit dem Lehrstoff aus dem Studium auseinanderzusetzen. Nach drei Jahren schließen die Studierenden ihre Ausbildung ab und sind als examinierte Pflegefachkräfte in den Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig. Nach weiteren eineinhalb Jahren beenden sie ihr Studium.

    Die Alexianer Akademie für Pflege und die Hochschule Niederrhein werden im Zuge des Kooperationsvertrags gemeinsame Infoveranstaltungen und Konferenzen abhalten, um die Zusammenarbeit weiter zu festigen.

    Akademisierte Pflegende sind aus mehreren Gründen eine Bereicherung für die professionelle Pflege. „Nicht nur wird durch den Einsatz von akademisierten Pflegekräften nachweislich die Versorgungsqualität erhöht, auch die Mortalitätsrate der Patienten sinkt. Außerdem ist es für Institutionen eine gute Möglichkeit, um ihr Personal an sich und die Region zu binden“, sagt Prof. Dr. Bernhard Breil, Dekan des Fachbereichs Gesundheitswissenschaften der Hochschule Niederrhein.

    Nicht nur ein duales Studium wird durch die Hochschule ermöglicht. Ein Teilzeitstudium nach bereits abgeschlossener Ausbildung ist ebenfalls möglich, welches Interessierte noch in diesem Jahr aufnehmen können. Die Bewerbungsfrist ist der 15. März. Studieninteressierte finden weitere Informationen unter:https://www.hs-niederrhein.de/gesundheitswesen/studieninteressierte/b-sc-pflege/

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