Der nächste grüne Spaziergang, „Raus mit Klaus“, findet in Abstimmung mit dem NABU Mönchengladbach im Buchholzer Wald mit dem grünen Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Boris Wolkowski und dem Baumexperte Klaus Barthels statt.
Der Termin ist Sonntag, der 26. Juli 2020 von 10 – 12 Uhr. Treffpunkt des weit im Gladbacher Südwesten gelegenen Waldes ist der kleine Parkplatz am Sportplatz des FC Blau-Weiß Wickrathhahn. Zu erreichen von der Straße Am Haselbusch, über den Farnweg, dann links ab in die Straße Auf der Bült. Der Sportplatz am Waldrand ist von dort schon gut zu erkennen.
Das Hauptthema beim Spaziergang wird die Erörterung der Frage sein, ob der Buchholzer Wald in einen naturnahen geschützten Wald (Urwald?) der weitestgehend ohne menschliche Eingriffe auskommt, umgewandelt und dauerhaft geschützt werden kann. Der Klimawandel und die Auswirkungen des nahe gelegenen Tagebaues Grazweiler werden natürlich bei der Diskussion vor Ort eine wichtige Rolle spielen.
Eine Anmeldung für Interessierte ist vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen unter Telefon 02161 – 206404 unbedingt erforderlich.
Die Stadt Mönchengladbach erhält insgesamt 20.000 Euro für das laufende Jahr vom Land NRW für Vereine und Initiativen, die ehrenamtliche Coronahilfen organisieren. Diese sollen mit jeweils 500 Euro gefördert werden.
Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsinitiativen, gemeinnützige Organisationen und Vereine, die in Corona-Zeiten Hilfsangebote organisieren und koordinieren, können den Zuschuss bei der Stadt Mönchengladbach beantragen.
Das Online-Formular befindet sich unter: https://stadt.mg/ehrenamt-corona. Fragen zum Förderprogramm beantwortet die Verwaltung unter der E-Mail Adresse ehrenamt@moenchengladbach.de sowie telefonisch unter 02161-25 2517 (Sabine Kolsdorf).
Hintergrund: Das Land NRW hat Anfang Juli zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten in der Corona-Krise mehr als eine Million Euro bereitgestellt. Gefördert werden können beispielsweise die Unterstützung beim Einkaufen, beim Ausführen des Hundes oder beim Einlösen von Rezepten, die Vernetzung von Initiativen in allen Stadtteilen, die Produktion von Hilfeleitfäden und Erklär-Videos. Förderfähige Aufwände sind zum Beispiel:
Material für das Nähen von Behelfsmasken (u. a. Anschaffung oder Anmietung von Nähmaschinen, Stoff, Nähgarn, Befestigungsbänder, etc.) Anschaffung/Kauf von Schutzbekleidung (Handschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel) Einrichtung von Videokonferenzen (Lizenzgebühren), Website-Gestaltung, Hosting derselben, Erstattung von Fahrtkosten bei Nutzung von PKWs und Lieferwagen oder des ÖPNVs unter der Beachtung des Landesreisekostengesetzes, Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen zum Infektionsschutz, IT-Schulungen zum Umgang mit Videokonferenzsystemen. Laufende Betriebs- und Personalkosten können nicht finanziert werden. Zusätzliche Personalkosten, etwa für eine Honorarkraft, die eigens wegen Corona eingestellt wurde, sind hingegen förderfähig. Ebenso wie Miete, Wasser und Strom für zusätzlich angemietete Räume.
Die Mittel dürfen für entstandene Ausgaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie rückwirkend ab dem 24. März 2020, dem Zeitpunkt des Kabinettsbeschlusses zum NRW-Rettungsschirm, genutzt werden.
Sollten weitere Stellen die Übernahme der Kosten zugesagt haben, ist eine Finanzierung über diesen Fördertopf ausgeschlossen. Eine Auszahlung an natürliche Personen ist ebenfalls nicht möglich.
Der SPD-Ortsverein Rheydt-Odenkirchen hat die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel erneut als seine Kandidatin für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert.
Die anwesenden Mitglieder sprachen sich einstimmig für Yüksel aus, die sich für das entgegengebrachte Vertrauen bedankte und den Blick bereits nach vorne richtete: „In den vergangenen Wochen und Monaten wurden Hilfsmaßnahmen und Konjunkturimpulse in historisch einmaligem Ausmaß auf den Weg gebracht, um die Corona-Krise zu bewältigen, Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Dabei hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein handlungsfähiger Staat ist, der den Beschäftigten und ihren Familien, Auszubildenden und Studierenden, Rentnerinnen und Rentnern, aber auch sozialen Einrichtungen, Kulturschaffenden und den Kommunen unterstützend zur Seite steht. Der Garant dafür ist die Sozialdemokratie. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind es, die mit vereinten Kräften in Partei und Regierung dafür sorgen, das Land gut durch und aus der Krise zu führen. Hieran möchte ich auch weiterhin tatkräftig mitarbeiten“, so Yüksel.
Die Mönchengladbacher SPD-Chefin wird sich noch offiziell dem Votum ihrer Partei auf einer Wahlkreiskonferenz stellen, hat zunächst aber die Kommunalwahl im Blick und betont deren Bedeutung für die Stadt: „In Mönchengladbach bewegt sich was. Unsere Stadt verändert sich positiv – das spürt man und das sieht man. Neue Wohnviertel entstehen, Firmen ziehen in die Stadt, die Zahl der Arbeitsplätze wächst, Parks werden in Ordnung gebracht und Millionen in Schulen investiert.
Wir sehen aber auch die Kehrseite: Leerstehende Ladenlokale, Langzeitarbeitslosigkeit, fehlende Betreuungsplätze, Schlaglöcher auf Straßen oder defekte Fuß- und Radwege. In Rheydt sehen wir insbesondere mit der Schließungsankündigung von Karstadt und Real wie wichtig es ist, sich für eine zukunftsgewandte Stadtteilpolitik einzubringen. Deshalb setzen wir als Partei alles daran, dass mit Felix Heinrichs ein neuer Oberbürgermeister ins Rathaus einzieht, der mutig in die Zukunft blickt und die Probleme der Stadt klar benennt und angeht“, so Yüksel.
Hierzu ergänzt der Co-Vorsitzende der SPD Rheydt-Odenkirchen, Christoph Nießen: „Mit Gülistan Yüksel haben wir eine Abgeordnete in Berlin, die den Menschen wirklich zuhört, Ihnen auf Augenhöhe begegnet und sich ihrer kleinen und großen Sorgen annimmt. Wie wichtig es ist, das engagierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mitmischen, hat sich in den letzten Monaten wiedermal eindringlich gezeigt. Wir setzen uns für die Bürgerinnen und Bürger ein – Nicht nur für wenige, sondern für alle. Deshalb kämpfen wir als Rheydter SPD dafür, das Gülistan unsere Stadt auch im nächsten Bundestag vertreten kann.“
Ab sofort können sich Studieninteressierte für die zulassungsbeschränkten Studiengänge an der Hochschule Niederrhein bewerben. Die Bewerbung ist bis zum 20. August möglich. Zusätzlich ist die Bewerbung für zulassungsfreie Studiengänge bis zum 30. Oktober offen. Insgesamt stehen über 70 Bachelor- und Masterstudiengänge in Vollzeit, Teilzeit, Dual, Trial oder berufsbegleitend zur Auswahl.
Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen müssen sich die Interessierten zunächst im Online Portal der Hochschule registrieren.
Die Bewerbung und Vergabe der Studienplätze erfolgt dann über das Portal hochschulstart.de. Bei Fragen zur Bewerbung und Einschreibung können sich Interessierte per E-Mail unter: bewerbungsinfo@hs-niederrhein.de oder Telefon: 02151 822 2288 an das Studierendenbüro wenden.
Für einige Studiengänge müssen Vorpraktika nachgewiesen werden. Da Möglichkeiten zur Absolvierung dieser Praktika derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, wurde für die Einschreibung zum Wintersemester eine Ausnahmeregelung getroffen. Studienbewerberinnen und -bewerber, die nach der Prüfungsordnung ihr Vorpraktikum ganz oder teilweise bei der Einschreibung nachweisen müssen, haben den Nachweis des Vorpraktikums erst bei der Rückmeldung zum Wintersemester 2021/22 zu erbringen.
Für alle, die sich noch nicht für einen Studiengang entschieden oder noch Fragen zum Studium haben, bietet die Zentrale Studienberatung der Hochschule Niederrhein vom 3. bis 7. August eine Online-Informationswoche an. Neben allgemeinen Vorträgen zum Thema Studienwahl, Beratung durch die Zentrale Studienberatung und einer Vorstellung der Hochschule, wird es auch fachspezifische Vorträge und Beratungsangebote aus den einzelnen Fachbereichen geben. Zusätzlich stehen bereits eingeschriebene Studierende für Fragen der Studieninteressierten zur Verfügung.
Vorab können Interessierte auf der Webseite der Studienberatung Termine für eine Online-Beratung ausmachen oder Online-Navigatoren zu einzelnen Studiengängen ausprobieren. Zusätzlich sind die Beraterinnen auch per WhatsApp, E-Mail und Telefon erreichbar.
Die Fachkräfte der AWO vermitteln den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in verschiedenen Modulen Basiswissen für den Pflegealltag zu Hause.
Die Pflege eines Angehörigen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel körperliche und psychische Kraft kosten kann. Wer sich dazu entschließt, tut dies in der Regel aus Verbundenheit, aus Dankbarkeit oder aus Pflichtgefühl. Oftmals sind es Ehepartner, die eigenen Kinder, Freunde, Bekannte und nahestehende Personen, die unentgeltlich im häuslichen Bereich für einen pflegebedürftigen Menschen zuständig sind. Laut aktuellen Zahlen, die im Januar dieses Jahres auf dem Pflegekongress 2020 in Berlin vorgestellt worden sind, sind pflegende Angehörige inzwischen sogar der „größte Pflegedienst der Nation“. Zweidrittel der mittlerweile knapp vier Millionen pflegebedürftigen Menschen in ganz Deutschland werden zu Hause von Angehörigen oder Freunden gepflegt.
Um die häusliche Pflege zu erleichtern, bietet die AWO Mönchengladbach kostenlose Pflegekurse für Angehörige an. Die Kurse bestehen aus vier Modulen. In dem Modul „Theorie“ geht es unter anderem um Pflegegrade, Sachleistungen und Verordnungen. Das Modul „Praxis“ beschäftigt sich mit Lagerungstechniken, Mobilisation der Pflegebedürftigen und Kinästhetik (Bewegungsempfindung).
In dem Modul „Demenz“ geht es zum Beispiel um den Umgang mit der Persönlichkeitsveränderung eines dementiell erkrankten Menschen, die intensive Betreuung und die erschwerte Kommunikation.
Das vierte Modul besteht aus dem Erste-Hilfe-Kurs speziell für pflegende Angehörige. Dort werden akute Notfallsituationen beschrieben und trainiert: der Sturz aus dem Rollstuhl, plötzliche Atemnot durch Verschlucken oder eine Platzwunde am Kopf.
Die Kurse dauern pro Einheit 120 Minuten und können je nach Interessenlage der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzeln oder als Block gebucht werden. Die Anmeldung erfolgt über das Familienbildungswerk der AWO Mönchengladbach, unter der Kundenhotline: 02166 – 399 67 165 oder per E-Mail an: kunden@awo.mg. Bei der Anmeldung sollten Kundinnen und Kunden die Kursnummer/n angeben.
Das abgelegene Eifeldorf Wiesental in der deutsch-belgischen Grenzregion ist schwer zu finden.
Dort hat der aggressive Hahn Frederick Bewohner und Besucher in Angst und Schrecken versetzt. Rainer Nahrendorf, der ehemalige Handelsblatt-Chefredakteur, erzählt in seinem neuesten Kinderbuch „Der Raufbold“, wie es dazu kam.
Foto: Jairo Alzate on Unsplash
Der in finanziellen Nöten steckende Besitzer eines Gnadenhofes für schlecht behandelte Tiere soll mit einer Hühnerzucht vor der Pleite bewahrt werden. Der Hahn Frederick bewacht und beschützt seinen Hennenharem voller Kampfbereitschaft. Wer seinen unerwarteten Angriffen und Verfolgungsjagden nicht entkommt, wird heftig attackiert. Der Hof ist voller Blutspuren von den Wunden, die der Dorfschreck Besuchern zugefügt hat. Der Gnadenhof fällt bei den Dörflern aber nicht nur wegen Fredericks Rauflust in Ungnade, sondern weil er das Dorf mit seinem Krähen vor Sonnenaufgang aus dem Schlaf reißt. Am liebsten würden ihm viele Bewohner den Hals umdrehen.
Foto: Rainer Nahrendorf
Der Gnadenhof ist durch die Aufnahme eines Wanderesels, der kein Gepäck mehr schleppen will, eines geschundenen und halb verhungerten Shetlandponys und durch eine Golden-Retriever-Schulhündin in noch größere Geldnot geraten. Die Hündin ist aus dem Schuldienst entlassen worden. Ausgerechnet der Hahn Frederick wird zum Retter des Hofes. Aus seinen Feinden werden seine Fans, denn er hat das Dorf in der ganzen Region berühmt gemacht, die Gästeübernachtungen schnellten in die Höhe und brachten Wiesental Wohlstand. Den wollen die Bewohner nicht verlieren und bestürmen den Besitzer, seinen Hof zu einem Gnadenhof für aggressive Hähne zu erweitern, die geschlachtet werden sollen. Das Buch ist multimedial angelegt. QR-Codes und Weblinks integrieren spektakuläre Videos und Hintergrundinformationen. Das fantasievolle Naturbuch ist mehr als nur ein Lesespaß. Es ist ein erklärendes Sachbuch und wirbt für eine Freundschaft zwischen Menschen und Hähnen. Diese Freundschaft ist möglich, wenn die Menschen die (Hack-) Ordnung in der Hühnerwelt respektieren und die Hähne nicht provozieren.
Technischer Hinweis:
Die Videos zeigen, wie Hähne Kinder jagen. Sie zeigen Hahnenkämpfe und was bei aggressiven Hähnen zu tun ist. Leser können mit Eseln durch die Eifel wandern und von einer Golden-Retriever-Hündin lernen, wie man Welpen erzieht.
Beim gedruckten Buch muss man die QR-Codes mit dem Smartphone oder Tablet einscannen. Die Apps für QR-Scanner sind meistens kostenlos. PC-Nutzer können die Titel der Videos in die Suchmasken von YouTube bzw. Google eingeben.
Im E-Book muss man die Links anklicken oder antippen. Das funktioniert aber nur, wenn man einen internetfähigen E-Book-Reader nutzt oder eine häufig kostenlose Leseapp wie ReadEra auf seinem Smartphone oder Tablet installiert hat.
Dieses Buch ist im Handel erhältlich. Es ist bei tredition erschienen. Softcover mit farbigen und schwarzweißen Fotos: € 8,99 ; Hardcover Geschenk- und Bibliotheksversion : €17,99 ; E-Book: € 2,99
Unser langjähriger Kreisvorsitzender und Vorsitzender des Präsidiums Hermann Jansen ist im Alter von 88 Jahre verstorben.
Die AWO in Mönchengladbach verneigt sich in Trauer, mit großem Respekt und Dankbarkeit vor seiner Lebensleistung für die AWO. Hermann Jansen hat seit seiner Jugend gesellschaftliche und soziale Verantwortung übernommen. Ihn trieb seine tiefe persönliche Überzeugung an, dass es nie wieder Krieg und Faschismus geben dürfe. Deshalb hat er sich früh in vielen bedeutenden Funktionen engagiert. Als Betriebsratsvorsitzender bei Trützschler, als Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall, als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Mönchengladbach, als Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und über 20 Jahre als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt hat er sich immer für die Menschen in unserer Stadt engagiert.
Hermann Jansen war ein überzeugter Ehrenamtler der AWO, der sich in den Jahrzehnten seines Engagements stets für die Werte der AWO, nämlich Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, nicht nur eingesetzt hat, sondern sie auch selbst gelebt hat. Er wollte eine sozial gerechte Gesellschaft. Dafür hat er unermüdlich gekämpft.
Viele werden sich nicht nur an den Politiker Hermann Jansen erinnern, sondern vor allem an den warmherzigen Menschen, der sehr oft seine Möglichkeiten und Kontakte dafür genutzt hat, Mitmenschen in persönlichen Notsituationen zu helfen. Er lebte die Idee der Arbeiterwohlfahrt und beherzigte den Aufruf von Lotte Lemke, eine der AWO-Gründerinnen: „Vergesst hinter euren großen Aufgaben nicht den einzelnen Menschen.“
Bei der AWO hat Hermann Jansen Verantwortung übernommen während des schwierigen Umbaus des Wohlfahrtsverbands zu einem modernen Unternehmen der Sozialwirtschaft, der weiterhin – und das war Hermann Jansen immer ein wichtiges Anliegen – seine Grundwerte verfolgt. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.
Unsere jetzigen Gedanken und unserer Anteilnahme gelten seiner Frau Helga, seinen Söhnen und der ganzen Familie.
Mönchengladbach, 14. Juli 2020
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Mönchengladbach e. V.
Norbert Bude Uwe Bohlen Vorsitzender des Präsidiums Vorstand
Die Initiativgruppe Seniorenrat MG lädt zu einem Besuch ihres Infostandes am Samstag, 18. Juli von 9.00 – 13.00 Uhr auf dem Rheydter Markt an der Ecke Brucknerallee/Hauptstraße ein.
Die Initiativgruppe der aktiven Senioren wirbt für die Einrichtung eines Seniorenrates in Mönchengladbach.
Unterstützt wird sie dabei vom Vorstand der Landesseniorenvertretung NRW, Manfred Stranz. Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 190 Seniorenvertretungen aktiv, in den betreffenden NRW-Kommunen leben mehr als 70 Prozent der älteren Menschen des größten deutschen Bundeslandes.
Parlamentspräsident David Sassoli begrüßte die Kanzlerin gegen 13 Uhr am Protokolleingang des Parlaments.
Beide gaben dann kurze Statements ab, bevor sie sich bilateral trafen. Ab 14:15 Uhr sprach die Bundeskanzlerin dann im Plenarsaal ca. 15 Minuten über die deutsche Ratspräsidentschaft.
Nach ihr sprachen die EP-Fraktionsvorsitzenden, darunter auch deutsche Europaabgeordnete wie Manfred Weber (CSU, EVP), Ska Keller (Die Grünen, Grüne/EFA), Martin Schirdewan (Die Linke, GUE/NGL) und Jörg Meuthen (AfD, ID).
Am Wochenende vom 18. und 19. Juli können sich Besucher wieder auf den Töpfermarkt auf dem Außengelände des Museums Schloss Rheydt freuen.
Rund 50 Keramiker präsentieren dort ihre Arbeiten. Eine von wenigen Veranstaltungen, die in diesem Jahr dort stattfinden kann, sagt der Leiter des Museums Dr. Karlheinz Wiegmann: „Viele Dinge sind ja bereits abgesagt worden, aber da die Besucherströme zum einen beim Töpfermarkt nicht so groß sind und sich auch gut über den Tag verteilen, sind wir davon überzeugt, dass es gut funktionieren kann.“
Auch der Beigeordnete Dr. Gert Fischer sieht in der Veranstaltung eine gute Möglichkeit etwas wie ein Stück verantwortungsvolle Normalität zuzulassen: „Durch die Gegebenheiten hier vor Ort kann der Zugang auf das Gelände ja auch noch beschränkt werden. Wobei ich nach den bisherigen Erfahrungen mit diesem Markt nicht glaube, dass das nötig sein wird.“
Begeisterung für den Markt kam Wiegmann und seinem Team vor allem auch von den Ausstellern entgegen: „Sie wissen die familiäre Art des Marktes bei uns zu schätzen und freuen sich sehr darauf, zu uns zu kommen.“
Um aber Abstandsregelungen und Co. noch etwas zu unterstützen, wurden die Aussteller noch etwas entzerrt. Außerdem wird es eine Einbahnstraßenregelungen entlang des Marktes geben. Ein Nasen-Mundschutz sollte auch mit im Gepäck sein, bittet Wiegmann: „Sicherlich kann man diesen dann auch in genügend Abstand zu anderen mal absetzen, aber gerade an den Ständen, wo man sich vielleicht doch mal etwas näher kommt, gehört er mit dazu.“
Geöffnet ist der Töpfermarkt jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Mitbringen von Hunden ist nicht gestattet. Der Markt wird ergänzt durch ein kleines kulinarisches Angebot. Ansonsten lädt das Museum Schloss Rheydt ein Nützliches und Schönes, Praktisches und Dekoratives von Gefäß bis hin zur Skulptur zu entdecken und auch zu erwerben.
Um dem Sanierungsstau bei den Sportstätten im Land entgegenzuwirken, fördert die NRW-Koalition Sportvereine und -verbände vor Ort.
Dazu werden mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ 300 Millionen Euro ausgeschüttet. „Der Breitensport des Landes profitiert von der Modernisierungsoffensive der NRW-Koalition. Ich freue mich, dass auch der Tennisclub Hardt und der Mönchengladbacher Turnverein 1848 mit insgesamt 212.446 Euro (80 % der Gesamtkosten) gefördert wird. Damit erhöhen wir die Attraktivität des Sportangebots und setzen ein solides Fundament für ehrenamtliches Engagement“, betont Terhaag.
„Die Förderung des Landes umfasst die bauliche Modernisierung der Umkleiden im Clubhaus des Tennisclubs sowie die Erneuerung der Laufbahn des Turnvereins. So sorgt die schwarz-gelbe Landesregierung beim geförderten Sportverein für beste Bedingungen und viel Freude am Sport“, erläutert der Landtagsabgeordnete.
Die Mittel des Förderprogramms fließen sowohl in Instandhaltung und Sanierung, als auch in barrierefreie, digitale, energetische und nachhaltige Projekte sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen und Förderung der Geschlechtergerechtigkeit. Das Förderprogramm zeichnet sich durch ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren für Förderzuwendungen bis 100.000 Euro aus und ist mit einem unkomplizierten Verwendungsnachweis für alle Förderbescheide nutzerfreundlich gestaltet.
„Jeder an der Sportbasis hat die Möglichkeit vom Landesprogramm zu profitieren, um den Sporttreibenden eine funktionstüchtige und zeitgemäße Sportinfrastruktur zu bieten“, erklärt Andreas Terhaag.
Geförderte Projekte:
Tennisclub Hardt e.V.
Bauliche Modernisierung der Umkleiden im Clubhaus – 32.446 Euro
POL-MG: Nachtrag zur Meldung „Drohschreiben mit verdächtiger Substanz im Amtsgericht Rheydt….“(vom 07.07.2020) – Tatverdächtiger ermittelt und in Fachkrankenhaus eingewiesen
Im Zusammenhang mit dem im Amtsgericht Rheydt aufgetauchten Brief mit einer verdächtigen Substanz hat die Polizei Mönchengladbach einen Tatverdächtigen ermitteln und dingfest machen können.
Beim Amtsgericht in Rheydt an der Brucknerallee war am Dienstag, 7. Juli, in den Morgenstunden im Posteingang ein Drohschreiben an eine Richterin entdeckt worden, das eine verdächtige Substanz enthielt. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Am Mittag gab die Feuerwehr nach Probenentnahme und Untersuchungen
Entwarnung: Die Substanz in dem Brief war ungefährlich. Die Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach führten rasch auf die Spur eines 42-jährigen Mannes, den Polizisten noch am Dienstag in den Abendstunden an seiner Wohnanschrift im Mönchengladbacher Stadtgebiet antreffen konnten. Da Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung vorliegen, wurde der Mann vom Ordnungsamt in ein Fachkrankenhaus eingewiesen. (ds)
Beim Amtsgericht in Rheydt an der Brucknerallee ist am Dienstag, 7. Juli, in den Morgenstunden im Posteingang ein Drohschreiben an eine Richterin entdeckt worden, das eine verdächtige Substanz enthielt. Die Folge war ein Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Am Mittag konnte von der Feuerwehr Entwarnung gegeben werden: Die Substanz in dem Brief war ungefährlich. Die Ermittlungen der Polizei laufen.
Gegen 7 Uhr war der Brief aufgetaucht. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert und rückten zum Amtsgericht aus. Das Gerichtsgebäude musste nicht evakuiert werden; einzelne Räumlichkeiten wurden abgesperrt. Der Dienstbetrieb konnte aber weiterlaufen. In unmittelbarer Nähe zum Gerichtsgebäude wurde ein Teilabschnitt der Nordstraße als Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge gesperrt.
Im Einsatz waren – neben zahlreichen Polizeibeamten – circa 40 Kräfte der Feuerwehr mit dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache II (Holt), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), einem Sonder-Einsatzzug für Gefahrguteinsätze und einer Sondereinsatzgruppe „Messen“ aus dem Technik und Logistikzentrum (Holt) sowie der Fachberater Chemie und der Führungsdienst der Feuerwehr. Die Versorgung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte vom Deutschen Roten Kreuz sichergestellt werden. Während der Dauer des Einsatzes wurden die Feuer- und Rettungswachen II (Holt) und III (Rheydt) durch die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Rheindahlen und Rheydt besetzt. Die Feuerwehr Mönchengladbach wurde bei diesem Einsatz unterstützt von einer Analytischen Task Force (ATF) mit Komponenten der Feuerwehren aus Köln und Essen.
Die Probenentnahme und die Untersuchungen der Feuerwehr führten schließlich am Mittag gegen 13 Uhr zu dem Ergebnis, dass es sich um eine völlig ungefährliche Substanz gehandelt hat. Die Sperrungen konnten aufgehoben werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Absender des Drohschreibens ausfindig zu machen. Es geht um den Tatvorwurf der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290. (ds)
Am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr startet die Streetwork-Station am Rheydter Marienplatz.
Dann wird erstmalig der Stand aufgebaut, mit dem Streetworker von Jugendamt und Arbeiterwohlfahrt mit Jugendlichen in der Rheydter Innenstadt verstärkt in Kontakt treten wollen. Ziel ist es, Beziehungsarbeit zu leisten und Vertrauensverhältnisse aufzubauen, um so Bedürfnisse zu erkennen, an denen die offene Jugendarbeit oder individuelle Unterstützungsangebote ansetzen können.
Hintergrund der Initiative sind die vermehrten Straftaten Jugendlicher Anfang dieses Jahres rund um den Marienplatz und in der Rheydter Innenstadt, die viele Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche besorgt hatten. Das Jugendamt hatte daraufhin den Arbeitskreis Präventive Jugendhilfe in Rheydt und Odenkirchen gegründet, dem sich viele Akteure der Jugendhilfe, die Polizei, Wohlfahrtsverbände wie die Arbeiterwohlfahrt und auch die Skateboardinitiative Rollbrettunion mit ihrem Rollmarkt Hauptstraße angeschlossen hatten.
In der Rheydter Innenstadt ist es in den letzten Monaten wieder ruhiger geworden, wozu sicherlich auch die Corona-Krise beigetragen hat. Dennoch soll der Kontakt zu Jugendlichen – natürlich unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen – über die Streetwork-Station intensiviert werden. Jeden Donnerstagnachmittag wird der Stand von der Streetworkerin des städtischen Jugendbildungscafés (JUBICAFÉ) oder von den Streetworkern der Arbeiterwohlfahrt besetzt sein.
Im leerstehenden Schulgebäude an der Orffstraße hat das Gebäudemanagement der Stadt (GMMG) die baulichen Voraussetzungen für ein Ausbildungszentrum der Feuerwehr geschaffen.
Für die nächsten fünf Jahre hat die Feuerwehr hier den Platz, um für rund 850 Lehrgangsteilnehmer durchschnittlich ca. 3000 Ausbildungsstunden anbieten zu können.
Damit wird eine Auslastung mit bis zu 80 bis 100 Auszubildenden täglich erreicht. „Um den Anforderungen einer modernen und zielgerichteten Ausbildung gerecht zu werden, muss ein modernes Ausbildungszentrum auch bauliche Voraussetzungen erfüllen“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin, zumal die Ausbildung „112-medic“ als dreijährige Vollzeitausbildung der Stadtverwaltung noch hinzugekommen ist.
Das GMMG hat das leerstehende, ehemalige Schulgebäude renoviert und umgebaut. Insgesamt wurden sechs neue Schulungsräume hergerichtet und medientechnisch ausgerüstet. Die Ausbildung für die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr, auch im Verbund der Feuerwehrakademie Niederrhein, fand bisher in einem angemieteten Gebäude an der Gingterstraße statt. Insgesamt stehen den Auszubildenden jetzt deutlich mehr und größere Schulungsräume zur Verfügung als in der bisherigen Unterkunft an der Gingterstraße.
Die Freiwillige Feuerwehr in Beckrath hat auch neue Räumlichkeiten bezogen. An der Beckrather Dorfstraße 33 wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung der Turnhalle von der GMMG umgebaut. Der Einheit Beckrath stehen dort nun zusätzlich ein Schulungsraum, ein Büro und eine Küche zur Verfügung.
Die Maßnahme soll noch durch einen Container-Anbau an der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt werden. Das GMMG erstellt hierzu gerade eine Machbarkeitsstudie mit einer Entwurfsplanung. Bisher war die Einheit in einer umgebauten Garage untergebracht, die gleichermaßen als Versammlungs- und Schulungsraum diente.
Politische Gefälligkeiten im Gegenzug für Luxusreisen und Aktienoptionen? Der Einsatz des CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor für die dubiose Firma Augustus Intelligence erweckt den Eindruck, dass Politik käuflich ist – wieder einmal.
Transparenter Lobbyismus ist wichtig. Aber eine Vermischung politischer und wirtschaftlicher Macht bringt unsere Demokratie in Gefahr. Wenn Politiker*innen ihr persönlicher Vorteil wichtiger ist als eine Entscheidung im Allgemeinwohl, verlieren Bürger*innen Vertrauen und wenden sich ab. Der Fall Amthor zeigt deutlich: Wir brauchen strengere Regeln!
Bei den Regeln für Lobbyarbeit ist Deutschland Schlusslicht in Europa. Viele Länder, aber auch die EU Institutionen sind deutlich weiter und viel transparenter. Grüne und SPD fordern schon lange ein deutsches Lobbyregister, es scheint als würden CDU/CSU ihre Blockade jetzt ein Stück weit aufgeben.
Wie anfällig ist die deutsche Politik für Korruption und Einflussnahme von Außen?
Kann der Skandal um Amthor jetzt der Mehrheit im Bundestag für ein Lobbyregister zum Durchbruch verhelfen?
Was muss ein Lobbyregister-Gesetz enthalten, damit es weitere Fälle wie Amthor verhindert oder früher transparent macht?
SPD-Vorstand Kevin Kühnert fordert ein Lobbyregister und volle Transparenz bei Nebeneinkünften
LobbyControl-Campaignerin Christina Deckwirth verfolgt Lobbyeinflüsse in Berlin
MdEP Sven Giegold hat die verpflichtende Lobbytransparenz im Europaparlament durchsetzen können
MdEP Daniel Freund war lange EU Chef von Transparency International und ist jetzt der Grüne Verhandlungsführer für das EU-Lobbyregister und für die Einrichtung einer EU-Ethikbehörde
Das interaktive Online-Format der GrünenEuropaWebinare ermöglicht es allen Teilnehmenden, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Die Diskussion ist offen für alle Interessierten. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, also gleich hier anmelden!
Bitte teilt diese Einladung auch mit weiteren Interessierten.
Das Projekt BeLeR – Besser Leben in Rheydt bietet kostenfreie Kurse im Bereich Bewegung, Ernährung und Entspannung an.
Die Angebote sind zusammen mit den Projektleiterinnen Sinead Kleikamp und Katrin Stahlhofen entstanden und werden vom Verband der gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Für folgende Kurse gibt es noch freie Plätze (mit Anmeldung):
Nordic-Walking im Rheydter Quartier:
mittwochs, 9.30 – 10.30 Uhr, Treffpunkt: Eingang Paritätisches Zentrum, Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach. Es gibt eine professionelle Einweisung. Bei schlechtem Wetter findet ein Alternativprogramm im Paritätischen Zentrum statt. Wenige Stöcke sind vorhanden – nach Möglichkeit eigene mitbringen.
Online-Yoga – flexibel von zu Hause
mittwochs, 18 – 19 Uhr Anfänger*innen, Angebot über ZOOM, eigenes Endgerät erforderlich, Fitnessmatte oder bequeme Unterlage, etwas zu Trinken
mittwochs, 19.15 – 20.15 Uhr Fortgeschrittene, Angebot über ZOOM, eigenes Endgerät erforderlich, Fitnessmatte oder bequeme Unterlage, etwas zu Trinken
Raus aus dem Stress – Methoden und Tipps für mehr Gelassenheit
donnerstags ab 21.7.2020, 18 – 19 Uhr im Park (Ort wird noch bekannt gegeben), Fitnessmatte oder Handtuch zum hinsetzten/hinlegen, etwas zu Trinken
Anmeldung und Fragen:
Sinead Kleikamp und Katrin Stahlhofen 02166-923957 oder 01578-8502323 BeLeR@pariteam-mg.de Pariteam gGmbH Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach
Das EthNa Kompetenzzentrum (Ethik, Nachhaltigkeit) der Hochschule Niederrhein lädt am 7. Juli um 12 Uhr zu einer digitalen Veranstaltung über die Corona-Folgen für Textilarbeiterinnen und Textilarbeitern und die Verantwortung der Unternehmen ein.
Unter den Folgen der Corona-Krise leiden nicht nur die Modegeschäfte hier, sondern vor allem die Näherinnen und Näher in den Produktionsländern. Was können und sollten Unternehmen leisten, um die Folgen für die Beschäftigten vor Ort abzumildern? Unter welchen Bedingungen werden Textilien hergestellt und welche Verantwortung haben internationale Unternehmen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das EthNa Kompetenzzentrum in dem Online-Format.
Andriko Otang vom Trade Union Rights Center (TURC) berichtet aus erster Hand von den aktuellen Problemen der Näherinnen aus Indonesien. TURC ist eine indonesische Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Sitz in Jakarta. Sie setzt sich für faire Löhne, Sicherheit am Arbeitsplatz und ein Krankenversicherungssystem für Arbeiterinnen und Arbeitern ein. Der Jurist Johannes Norpoth ist Koordinator der zivilgesellschaftlichen Akteure im Bündnis für nachhaltige Textilien. Er geht in der Online-Diskussion auf die Rolle der Unternehmen in der Krise ein und thematisiert, wie diese für strukturelle Probleme sorgen. Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Die Veranstaltung findet über das Kommunikationstool Zoom statt.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief am 30.06.2020, 01.07.2020 und 02.07.2020 die Beschäftigten bei der Carl Kühne KG (GmbH & Co) in Straelen, bei Refresco Deutschland GmbH, Werk Herrath und bei Nestle Deutschland AG, Werk Thomy in Neuss zu ersten befristeten Arbeitsniederlegungen auf.
Damit will die NGG den Druck in den seit Anfang April laufenden Tarifverhandlungen für die Obst- und Gemüseverarbeitende Industrie erhöhen. Die Gespräche wurden nach zwei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis vertagt. Die Gewerkschaft fordert 190 Euro mehr Lohn und Gehalt im Monat. Dazu erklärt Karim Peters, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG der Region Krefeld-Neuss:
Warnstreik in Neuss
„In zwei Verhandlungen haben sich die Arbeitgeber hinter der Corona-Krise versteckt. Obwohl es in der Lebensmittelbranche gut bis sehr gut läuft, wollen die Unternehmen die Krise nutzen, um ihre Beschäftigten mit einer mageren Erhöhung abzuspeisen. Die Kolleginnen und Kollegen sind über das Angebot der Arbeitgeberseite zu Recht empört. Auf den Tisch gelegt wurde ein Lohnplus von 1,4 Prozent ab Juli. Damit würden die Mitarbeiter ganze drei Monate leer ausgehen. Das Verhalten der Arbeitgeber ist unglaublich. Denn die Betriebe hatten in der Hochphase des Corona-Lockdowns zum Teil zweistellige Zuwachsraten bei Absatz und Umsatz. Die Belegschaften haben geschuftet und alles gegeben, damit die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden konnte. Zusatzschichten und Überstunden waren an der Tagesordnung bzw. sind es immer noch. Bereits im vergangenen Jahr hat die Lebensmittelindustrie ein Umsatzplus von 5,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Dies haben die Unternehmen nur der hohen Einsatzbereitschaft und Innovationsfähigkeit unserer Kolleginnen und Kollegen zu verdanken. Deshalb senden sie heute zurecht ein Warnsignal und legen für mehrere Stunden die Arbeit nieder.“
Warnstreik in Mönchengladbach-Herrath
Die NGG verweist darauf, dass die Lebensmittelindustrie wie keine andere Branche gut durch die Krise gekommen sei. Die Hamsterkäufe der Monate März und April seien zwar vorbei, allerdings habe sich das Verbraucherverhalten seit Beginn der Krise deutlich geändert. Die Menschen würden mehr zu Hause essen und selber kochen. Und dies spüle Umsätze und Gewinne in die Kassen der Lebensmittelbetriebe.
„Alles in allem geht es der Branche gut. Hinter dieser Entwicklung steht harte Arbeit, die jeden Tag von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gemacht wird. Und die muss angemessen honoriert werden“, so Peters. Der Gewerkschafter erinnert daran, dass die Lebenshaltungskosten zuletzt sprunghaft angestiegen sind: „Die Inflation ist krisenbedingt zwar gesunken. Aber rechnet man die Energiepreise raus, dann sind die Lebenshaltungskosten im Mai um satte 1,6 Prozent gestiegen. Allein die Lebensmittelpreise sind im Mai um satte 4,5 Prozent teurer geworden. Außerdem fressen Mieten und andere Kosten einen großen Teil der Einkommen der Beschäftigten auf. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Tariflöhne nicht abgehängt werden.“
Die nächste Tarifverhandlung für die Obst & Gemüseverarbeitende Industrie an Rhein und Ruhr, zu der auch die drei Unternehmen gehören, werden am 03. Juli 2020 fortgeführt.