Die Stadt Mönchengladbach soll das ehemalige Kreiswehrersatzamt von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) anmieten und zur Flüchtlingsunterkunft umbauen.
Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Der Bund wird das Gebäude an der Hofstraße in Rheydt für die Nutzung als Unterkunft kostenfrei zur Verfügung stellen und der Stadt auch die Kosten für den Umbau in Höhe von 1,9 Millionen Euro erstatten.
Am kommenden Samstag wird der Platz der Republik nach umfangreichen Umbauarbeiten wiedereröffnet – und dabei für einen Tag zum “Sportplatz der Republik”. Ein umfangreiches sportliches Rahmenprogramm bietet Besucherinnen und Besuchern reichlich Gelegenheiten, selbst aktiv zu werden oder dem sportlichen Treiben in unterschiedlichen Disziplinen zuzuschauen. Auch Infostände, Musik und Verpflegungsmöglichkeiten sind vorhanden.
Der Zeitplan zur Eröffnungsfeier hilft, den Besuch am Samstag zu planen.
15 Uhr: Eröffnung des Platzes Grußworte von Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin, Polizeipräsident Matthis Wiesselmann, Polizeidirektor Michael Potschka
16 Uhr (ca.): Start des Tagesprogramms
DURCHGEHENDE ANGEBOTE
Vorstellung der Parkour-Anlage inklusive Workshop 1. Ausgabe des Gladbach Cups durch die Rollbrett Union an der Skate-Plaza (aufgrund mehrerer Durchgänge startet der Cup bereits um 11 Uhr und wird sich bis zum frühen Abend ziehen). Picknick auf der Rasenfläche (Picknickdecken gegen Pfand zu leihen). Infostand der Hochschule Niederrhein Fachbereich Oecotrophologie. Infostand Actic Fitness Infostand Fachbereich Schule und Sport Infostand von Catella zur Seestadt mg+ Aktion des ADFC: Ausstellung von Lastenrädern mit Ratgeber zum eigenen Ausbau/Umbau von Lastenrädern, Probefahrten Infostand Radstation und kleinere Reparaturen.
16:00 – 16:30 UHR Yoga Workshop (Erwachsene und Kinder) durch Ava Hot Yoga NIA-Workshop mit Carmen Bruchhausen Qigong-Workshop
16:30 – 17:15 UHR Trommelworkshop mit Awale Ouro Akpo (Paply)
17:00 UHR – ENDE DJ Kollektiv Monikke con Moto
17:30 – 19 UHR Jeweils alle 30 Minuten: Yoga Workshops (Erwachsene und Kinder) durch Ava Hot Yoga NIA Workshops mit Carmen Bruchhausen Qigong Workshop Workshops
Wie berichtet bietet die Stadt Mönchengladbach seit drei Wochen in der Impfstelle an der Wilhelm-Strauß Straße 94 für alle Altersgruppen wieder Corona-Schutzimpfungen an.
An zwei Nachmittagen pro Woche wird in der Turnhalle des ehemaligen Schulgebäudes an der Wilhelm-Strauß-Straße 94 in Mönchengladbach-Rheydt mit den Impfstoffen von Corminaty (BionTech) und Moderna geimpft.
Erstmals stehen in dieser Woche beide angepassten Impfstoffe von BionTech und Moderna zur Verfügung. Die Impfstelle ist jeden Mittwoch und Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen möchten, müssen keinen Termin vereinbaren, sondern können einfach in die Impfstelle kommen.
Gesunde Kinder von 5-11 Jahren ohne Vorerkrankungen können eine mRNA-Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung erhalten. Eine Grundimmunisierung mit 2 Impfungen sowie eine Auffrischungsimpfung ist zurzeit nur für Kinder von 5-11 Jahren mit Vorerkrankung vorgesehen. Für Kinder, die zur Impfung vorgestellt werden, ist die Einverständniserklärung der Eltern wichtig. Alle anderen Personen sollten den Impfausweis (falls vorhanden) und den Personalausweis zur Impfung mitbringen.
Am Sonntag, 11. September, ist der bundesweite Tag des offenen Denkmals.
Auch die Schriefersmühle (Schriefersmühle 25, 41179 Mönchengladbach) an der B57 zwischen Rheindahlen und Erkelenz öffnet an diesem Tag ihre Pforte.
Die renovierte Mühle ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Neben Führungen durch die Mühle und einen Film über die Sanierung bietet der Förderverein Schriefersmühle e.V. am Denkmaltag auch eine Kunstausstellung. Eddy Schmitz zeigt Werke unter dem Motto “Menschen im Fokus – zwischen Realität und Funktion”. Der Eintritt ist frei.
Gemeinsame Presseerklärung von Borussia Mönchengladbach und Stadt Mönchengladbach.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am heutigen Freitagnachmittag (9.September 2022) bekannt gegeben, welche Städte im weiteren Bewerbungsverfahren zusammen mit dem niederländischen und belgischen Fußballverband als Austragungsort für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 dabei sein werden. Mönchengladbach konnte sich dabei gegen die Konkurrenz anderer NRW-Städte wie Düsseldorf und Köln nicht durchsetzen.
Dies kam angesichts der Tatsache, dass Mönchengladbach bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 bereits Austragungsort gewesen ist, überraschend. Die Stadt wird nun noch eine Evaluierung zum Bewerbungsverfahren des DFB erhalten. In den kommenden Tagen werden Stadt und Borussia Mönchengladbach diese gemeinsam auswerten und analysieren, um neue Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.
Die Absage ist dabei für alle Beteiligten zugleich auch ein Ansporn, in Sachen Frauenfußball und Großveranstaltungen auch zukünftig am Ball zu bleiben. “Es ist schade, dass wir diesmal nicht berücksichtigt wurden. Denn der Fußball hat hier in Mönchengladbach ein besonderes Zuhause. Das zeigen Fußallfans bei unseren Heimspielen und bei zahlreichen Spielen des DFB, für die wir hier schon Austragungsort gewesen sind”, sagt Stephan Schippers, Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach.
Auch für Oberbürgermeister Felix Heinrichs steht fest, Mönchengladbach kann Großveranstaltungen: “Nächstes Jahr können wir uns schon auf die Hockey-EM der Damen und Herren hier bei uns in Mönchengladbach freuen. Und ich bin mir ganz sicher, dass wir dabei wieder unter Beweis stellen werden, dass es hier viele sportbegeisterte Menschen gibt. Sicherlich werden wir auch viele Menschen von außerhalb anziehen, die wir als Gäste herzlich willkommen heißen und denen wir die Vielfalt unserer Stadt näherbringen werden. Darüber hinaus haben wir uns sehr bewusst gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach für diese Bewerbung entschieden, um den Frauenfußball in unserer Stadt zu fördern und in den Vordergrund zu stellen und werden dies auch weiterverfolgen. ” Dem entsprechend ist für die Beteiligten klar, der Frauenfußball wird in der Stadt weiter Unterstützung finden und sich weiterentwickeln. Und sollte Deutschland zusammen mit den Niederlanden und Belgien den Zuschlag für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 bekommen, wird Mönchengladbach mitfeiern.
Die bundesweite “Sicherheitskonferenz Bahnhofsviertel” in Mönchengladbach wird aufgrund von Terminkollisionen nicht wie geplant am 15. und 16. September stattfinden.
Derzeit wird ein neuer Termin für den März 2023 gesucht. Auf der Fachveranstaltung, die vom Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (DEFUS) ausgerichtet wird, kommen Wissenschaftler, Vertreter von Kommunen und Polizei sowie weitere Sicherheitsfachleute zusammen, um am Fallbeispiel “Umbau des Bahnhofsumfelds in Mönchengladbach” voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu beraten. Die Eröffnung des neugestalteten Platzes der Republik findet wie vorgesehen am 17. September statt.
Das war eine schlechte Nachricht für alle Bahnfahrenden: Wegen Personalmangel hatte die DB Regio NRW den Regionalexpress RE 8, die wichtigste Direktverbindung von Mönchengladbach nach Köln, für fünf Wochen eingestellt.
Die Züge sollen erst ab dem 18. September wieder regelmäßig fahren. In einem Schreiben an den Vorstand der Deutschen Bahn hatte Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Einstellung des Regionalexpress RE8 scharf kritisiert.
Inzwischen haben sich VRR und DB beim Mönchengladbacher OB gemeldet. In seinem ausführlichen Schreiben begründet der Bahnvorstand die Entscheidung und bittet um Verständnis für den Personalengpass. Mittelfristig wirkende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation habe die DB bereits eingeleitet. Zudem bietet die Bahn dem Oberbürgermeister ein Gespräch an.
“Ich bin enttäuscht, dass nach Auskunft der Bahn kurzfristig nicht mehr machbar ist. Die Verärgerung der Kund:innen über die Ausfälle und die mangelnde Kommunikation im Vorfeld ist bei den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern groß”, sagt Felix Heinrichs. Auch deshalb, weil die angeboten Alternativen – eine zusätzliche Hin- und Rückfahrt der RB 27 oder das Angebot für Bahnfahrende mit Zeitkarten, die Fernverkehrszüge nach Köln zu nutzen, den Ausfall des RE8 nicht annähernd kompensieren kann.
“Das in dem Schreiben der Deutschen Bahn gemachte Gesprächsangebot nehme ich gerne an”, so Heinrichs weiter. Gemeinsam mit dem Fahrgastverband Pro-Bahn, dessen Bundesvorsitzender Detlef Neuß in Mönchengladbach lebt, will Heinrichs dem Bahnvorstand die Interessen der Stadt über den aktuellen Fall hinaus deutlich machen.
Wie kann ich eine bestehende Gasheizung nachrüsten oder wodurch soll ich sie gegebenenfalls ersetzen?
Kann ich meine Immobilie so umbauen, wie es mir vorschwebt? Wie finde ich einen neuen Nutzer für mein leerstehendes Ladenlokal? Auf diese und weitere Fragen haben Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien in den Zentren von Rheydt und Gladbach am Samstag beim siebten Zentren-Dialog der Stadt konkrete Antworten erhalten.
Von 9 bis 13 Uhr haben im Ernst-Christoffel Haus Expertinnen und Experten der NEW AG, der Architektenschaft Mönchengladbach, des städtischen Fachbereichs Bauordnung und Denkmalschutz, der Industrie und Handelskammer Mittlerer Niederrhein sowie der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach ihre Beratung angeboten.
Rund 30 Personen nutzten das Angebot, um sich zu unterschiedlichen Themenfeldern zu informieren: Zur energetischen Sanierung und Energieeffizienz, zur gestalterische Aufwertung und zum Umbau von Gebäuden, zu bauordnungsrechtlichen Fragestellungen sowie zum Leerstandsmanagement allgemein.
Darüber hinaus hat auch die Abteilung Stadtentwicklung und Stadterneuerung mit Vertretern der Quartiersmanagements zum “Sofortprogramm Innenstadt” informiert, bei dem mithilfe vergünstigter Mieten neue Interessenten für Leerstände in Einzelhandelsimmobilien gefunden werden sollen.
“Wir freuen uns über jedes geführte Beratungsgespräch und jede vermittelte Information. Denn wer innerstädtische Immobilien besitzt, trägt mit Maßnahmen an seinem Gebäude aktiv zu lebendigen Zentren bei. Deswegen ist es ein wesentlicher Bestandteil unserer Zentrenstrategie, nicht nur als Verwaltung selbst aktiv zu werden, sondern mit unseren Angeboten auch andere zu mobilisieren”, sagt Kajetan Lis, Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Stadterneuerung.
Der Zentren-Dialog im Ernst-Christoffel-Haus stand deswegen auch erneut unter dem Motto “Orte mobilisieren”. So zufriedenstellend der inhaltliche Austausch verlief, im Hinblick auf die Teilnehmerzahl hätte man sich bei der Stadt mehr gewünscht. Immerhin waren gut 400 private Eigentümerinnen und Eigentümer eingeladen worden. Weitere Kommunikationsformate sollen aber folgen, betont Lis: “Wir sind und bleiben aktiv und werden auch in Zukunft weitere Informationsveranstaltungen zu den verschiedensten Themen der Zentrenentwicklung anbieten.”
Mit dem Beginn der Corona-Pandemie wurde der Zugang zum Fachbereich Bürgerservice auf ein Terminbuchungssystem umgestellt.
Wer in den Meldestellen, im Standesamt oder in der Ausländerbehörde etwas zu erledigen hat, muss seitdem telefonisch oder online einen Termin buchen.
Obwohl der Fachbereich die Anzahl der Termine ständig erweitert und eine Reihe von Sonderöffnungszeiten angeboten hat, bleibt es für Bürgerinnen und Bürger schwierig, kurzfristig einen Termin zu bekommen. Deshalb testet der Fachbereich ab dem 31. August in der Meldestelle sowie im Standesamt im Vitus-Center an der Goebenstraße 4-8 die teilweise Rückkehr zu freien Sprechzeiten ohne Terminvereinbarung. In der Meldestelle im Rathaus Rheydt ist dies derzeit noch nicht möglich, weil die beengten Verhältnisse in den Fluren vor der Meldestelle in Rheydt dies nicht zulassen.
Die Abteilung Ausländerangelegenheiten im Vitus-Center kann wegen des großen Kundenaufkommens in beengten Räumen und Fluren derzeit noch nicht zu freien Sprechzeiten zurückkehren. Allerdings werden zur Entlastung hier jetzt auch Donnerstagnachmittag zusätzliche Termine angeboten.
Bürgerinnen und Bürger, die die freien Zeiten ohne Terminvereinbarung nutzen, müssen eine Wartemarke ziehen. Pro Tag kann nur eine begrenzte Anzahl von Wartemarken ausgegeben werden. Der Fachbereich Bürgerservice erwartet insbesondere in der Startphase einen großen Andrang und längere Wartezeiten.
Freie Sprechzeiten in der Meldestelle Vitus-Center (ab 31. August) Ab dem 31. August bietet der Fachbereich Bürgerservice in der Meldestelle Vitus-Center mittwochs von 7 bis 13 Uhr Sprechstunden ohne Termin für alle Meldeangelegenheiten sowie für die Abholung von Dokumenten an. Zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger montags von 13:30 bis 15:30 ohne vorherige Terminvereinbarung abholbereite Dokumente an der Infotheke abholen.
Freie Sprechzeiten im Standesamt Vitus-Center (ab 31. August) Ab dem 31. August bietet das Standesamt im Vitus-Center freie Sprechzeiten für die Beantragung von benötigten Urkunden und Register in der Urkundenstelle montags bis donnerstags von 7:45 bis 12:30 Uhr ohne Terminvereinbarung an. Dies betrifft nicht die erstmalige Geburtsbeurkundung von Neugeborenen.
Für die Anmeldung zur Eheschließung und die Geburtsbeurkundung von Neugeborenen werden mittwochs von 7:45 bis 12:30 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 16:30 freie Sprechzeiten ohne vorherige Terminanmeldung angeboten.
Erweiterte Öffnungszeiten von Meldestellen in den Bezirksverwaltungsstellen Die Meldestellen in Giesenkirchen, Wickrath und Rheindahlen erweitern ihre Öffnungszeiten und bieten ab September montags und dienstags auch am Nachmittag Termine an.
Termine in den Meldestellen, im Standesamt und in der Ausländerbehörde sind über das Terminportal (https://termine.moenchengladbach.de/) buchbar.
Onlineangebot im Serviceportal
Zahlreiche Anträge können beim Fachbereich Bürgerservice schon heute online über das ServicePortal der Stadtverwaltung (https://service.moenchengladbach.de) gestellt und abgewickelt werden. Das gilt zum Beispiel für Melde- und Aufenthaltsbescheinigungen, Auskünfte aus dem Melderegister und Personenstandsurkunden (Geburtsurkunden, Eheurkunden, Lebenspartnerschaftsurkunden, Sterbeurkunden).
Eine in der Städtischen Kindertagesstätte Rohrstraße beschäftigte Person ist mit dem Affenpockenvirus infiziert.
Die Diagnose wurde durch eine Laboruntersuchung gesichert. Der letzte Kontakt zu den Eltern, Kindern und Beschäftigten der Einrichtung liegt bereits länger zurück; er fand am 16. August statt. Die betreuten Kinder und das Personal der Kita wurden durch das Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie 2 gemäß der einschlägigen RKI-Empfehlung eingestuft. Betroffen sind 93 Kinder und 25 Mitarbeitende.
Obwohl das Risiko einer Übertragung des Virus auf die Kinder oder das Personal als nicht sehr wahrscheinlich eingestuft wird, hat das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach die Betreuung der Kinder in der Kita gemäß der RKI-Empfehlung bis einschließlich zum 6. September untersagt. Bisher sind keine Folgeerkrankungen aufgetreten.
Die Eltern und Beschäftigten der Einrichtung wurden bereits gestern telefonisch über die Vorsichtsmaßnahme informiert. Heute Morgen standen Gesundheitsamt und Jugendamt den Eltern und dem Personal persönlich vor Ort für Aufklärungsgespräche und Rückfragen zur Verfügung. Dabei wurden auch die Hintergründe der Entscheidung erläutert.
Im Serviceportal der Stadt Mönchengladbach werden bereits eine ganze Reihe von Dienstleistungen teilweise oder vollständig online angeboten.
Dazu gehören zum Beispiel Bewohnerparkausweise, Mönchengladbach-Ausweise, Meldebescheinigungen, Urkunden des Standesamtes und seit Kurzem auch die Anmeldung des Hundes zur Hundesteuer.
Immerhin sind allein im laufenden Jahr bereits 1.350 Anmeldungen und 1.150 Abmeldungen für Hunde beim Fachbereich Steuern und Grundbesitzabgaben eingegangen. Aktuell sind in Mönchengladbach rd. 16.300 Hunde in 14.750 Haushalten gemeldet.
Ab sofort können Hundehalter*innen die Anmeldung zur Hundesteuer über das ServicePortal in wenigen Schritten komplett sicher und online erledigen. Hierbei wird man von einem Formularassistenten geleitet, der die notwendigen Angaben abfragt. Statt einer Unterschrift sind Vorder- und Rückseite des Personalausweises als Bilddatei oder pdf-Dokument der Online-Anmeldung beizufügen.
Die Möglichkeit, das Anmeldeformular am Computer auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben und per Post an den Fachbereich Steuern und Grundbesitzabgaben zu senden, besteht weiterhin.
In einem Schreiben an den Vorstand der Deutschen Bahn hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Einstellung des Regionalexpress RE8 scharf kritisiert.
In dem Brief bringt Heinrichs den Ärger der Stadt Mönchengladbach über die aus seiner Sicht unverständliche Maßnahme zum Ausdruck. Der RE 8, die wichtigste Direktverbindung zwischen Mönchengladbach und Köln, wurde am vergangenen Montag mit der Begründung Personalmangel vollständig eingestellt. In dem Brief an den Vorstand fordert Heinrichs die Verantwortlichen auf, diese Entscheidung zurückzunehmen. “Hier wurde eine ohnehin schon sehr dürftige Verbindung weiter massiv geschwächt. Dies beeinträchtigt täglich tausende Bahnkunden. Dies führt für die Pendler zu weiteren hohen Kosten und ein vergünstigtes Ticket ist auch nicht mehr nutzbar”, so Heinrichs. Die Verkehrswende sei mit solchen Maßnahmen nicht glaubwürdig umsetzbar. “Wir fordern die Bahn und den VRR daher ausdrücklich auf, diese Maßnahme aufgrund von Personalengpässen zurückzunehmen oder zumindest auf mehrere Verbindungen zu verteilen, sodass ein Betrieb auf jeden Fall zu den Pendlerzeiten gegeben ist”, so Heinrichs weiter. Kopien des Schreibens hat die Stadt auch an den VRR und das Eisenbahnbundesamt verschickt.
Anmerkung d. Red.
Die Deutsche Bahn AG ist ein bundeseigener Mobilitäts- und Transportkonzern mit dem Kerngeschäft Eisenbahn. Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft organisiert und befindet sich vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Offensichtlich nicht gleichgültig ist die Einstellung des RE8 dem Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings (CDU), er hat bereits am Mittwoch gemeinsam mit Vanessa Odermatt MdL und Jochen Klenner MdL den Bahnvorstand dazu angeschrieben und sich auch über nicht ausreichende Ersatzangebote beschwert.
Die Stadt Mönchengladbach bietet ab dem 24. August wieder Corona-Schutzimpfungen an. An zwei Nachmittagen pro Woche wird in der Turnhalle des ehemaligen Schulgebäudes an der Wilhelm-Strauß-Straße 94 in Mönchengladbach-Rheydt geimpft.
Die Impfstelle ist zunächst bis Ende September jeden Mittwoch und Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen möchten, müssen keinen Termin vereinbaren, sondern können einfach in die Impfstelle kommen. Geimpft wird mit den Imfpstoffen von Corminaty und Moderna.
Gesunde Kinder von 5-11 Jahren ohne Vorerkrankungen können eine mRNA-Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung erhalten. Eine Grundimmunisierung mit 2 Impfungen sowie eine Auffrischungsimpfung ist zurzeit nur für Kinder von 5-11 Jahren mit Vorerkrankung vorgesehen.
Für Kinder, die zur Impfung vorgestellt werden, ist die Einverständniserklärung der Eltern wichtig. Alle anderen Personen sollten den ausgefüllten Aufklärungs- und Anamnesebögen (1 Exemplar reicht), den Impfausweis (falls vorhanden) und den Personalausweis zur Impfung mitbringen.
Die Einwohnerzahl von Mönchengladbach hat einen neuen Rekordstand erreicht.
Ob es ausreichenden Wohnraum für alle neuen Einwohner gibt, wird nicht mitgeteilt, leider.
Am 31. Juli hatte die Stadt genau 274.090 Einwohner*innen. Hierbei handelt es sich um den höchsten Bevölkerungsstand seit der kommunalen Neugliederung 1975.
Die Zahlen beruhen auf statistischen Auswertung der Meldedaten. Grund für das Bevölkerungswachstum ist vor allem der Zuzug unkrainischer Kriegsflüchtlinge: Im Februar 2022, dem Monat des Kriegsbeginns, lag die Zahl bei 271.777 Einwohner*innen, darunter 652 Ukrainer*innen. Bis Ende Juli ist die Zahl auf knapp über 274.000 Einwohner*innen, darunter 2.939 Ukrainer*innen, gewachsen.
Bei mehr als 30 Grad haben heute die ersten begeisterten Kinder den neuen Wasserspielplatz im Rheydter Stadtwald eingeweiht.
Besonders beliebt ist schon jetzt der Wasserwald auf der Spielfläche. Aus verschiedenen farbigen Edelstahlstangen spritzt das Wasser in unterschiedlichen Sprühmustern von oben auf die Kinder. Der Clou: Hier ist Zusammenarbeit gefragt. Damit aus den Düsen das kühle Nass kommt, müssen erst Handpumpen oder Knöpfe betätigt werden. Die Kinder können mit Reglern den Wasserdruck selbst bestimmen. Ganz ohne eigenes Zutun konnten die Kinder das kühle Nass unter den Wasserfontänen genießen.
Dörte Schall, Sozialdezernentin der Stadt Mönchengladbach, eröffnete mit Olaf Neef, Leitung Ingenieurbüro und Straßenunterhaltung mags, offiziell den Wasserspielplatz und freut sich über das Ergebnis: “Gemeinsam mit dem Rat der Stadt und der mags haben wir uns auf den Weg gemacht, die Spielplatzlandschaft in unserer wachsenden Stadt familiengerechter und kinderfreundlicher zu gestalten. Allein für die Aufwertung von elf Plätzen, die im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms Soziale Integration im Quartier NRW zu Spielparks umgebaut werden, stehen uns 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Der modernisierte Wasserspielplatz im Stadtwald Rheydt zeigt eindrucksvoll, dass sich diese Arbeit lohnt. Ich danke allen Beteiligten für die hervorragende Umsetzung.” Auf der umgestalteten Fläche gibt es vier Teilbereiche mit unterschiedlichen Wasserspielangeboten. Im ersten Teilbereich finden die Kinder eine eingelassene Wasserrinne mit Edelstahlrand vor. Mittels Wasserspender und zwei Wasserschalen wird das Wasser in die zweigeteilte Rinne eingeleitet. Über Sperrschieber können die Kinder den Fließweg und die Stauhöhe des Wassers in der Wasserrinne beeinflussen.
“Im zweiten Teilbereich befindet sich ein Wasserspielfeld mit sechs im Boden eingelassenen Wasserdüsen, die zum Spielen und Durchlaufen einladen”, sagt Birgitt Krefting, Landschaftsarchitektin bei mags und Planerin des neuen Wasserspielplatzes.
Der dritte Teilbereich ist besonders für ältere Kinder gedacht. Zwei Sitzelemente aus Sichtbeton mit vorgelagerten und im Pflaster eingelassenen Wasserdüsen beregnen unmittelbar die Sitzelemente und ermöglichen so das Erleben des Wassers in entspannter Atmosphäre.
Den vierten Teilbereich des neuen Wasserspielplatzes bildet der Wasserwald mit drei emporragenden Wasserspielsäulen (mit unterschiedlichen Sprühfunktionen) und einer Hebelpumpe.
Entlang des Wasserspielplatzes bieten Parkbänke und Hockerbänke viel Platz, um das Treiben auf dem Spielplatz zu beobachten. Einen besonderen Erholungswert stellen seitlich aufgestellte Holzliegen dar.
Um den Aspekt des Wasserspielplatzes dauerhaft visuell zu untermalen, ist der Wasserspielbereich mit blau gefärbtem Betonsteinpflaster ausgekleidet.
Umrandet wird der neue Wasserspielplatzbereich durch Gräser- und Staudenpflanzungen.
Auch die umliegenden Spielflächen werden in enger Zusammenarbeit mit mags aufgewertet. Die beliebte Seilbahn wurde bereits erneuert. “Auf der großen Sandfläche gibt es demnächst noch ein neues Piratenschiff zum Klettern und Spielen. In diese Bereiche investiert die Stadt zusätzlich rund 96.000 Euro”, weiß Christian Schirmer vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, der mit seiner Kollegin Nicole Hoffmann auch die Kinderbeteiligung in der Planungsphase organisiert hat.
Der Stadtwald in Rheydt ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für Familien in Mönchengladbach. Ein Highlight für Kinder ist der schon 1978 eingerichtete Wasserspielplatz, der nach über vier Jahrzehnten intensiver Nutzung dringend saniert werden musste.
Nachdem das Land NRW die Baukosten für das Projekt im September 2021 endgültig bewilligt hat, konnten die mit Kindern und Jugendlichen entwickelten Pläne für die Neugestaltung endlich umgesetzt werden. Nach ersten Vorarbeiten zum Jahreswechsel begann im März 2022 der Neubau, der jetzt planmäßig abgeschlossen werden konnte. Rund 620.000 Euro hat die Stadt Mönchengladbach mit tatkräftiger Unterstützung der mags – Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe in den neuen Wasserspielplatz investiert. 90 Prozent der Summe kommen aus dem Förderprogramm “Soziale Integration im Quartier NRW”.
Der Energiekrisenstab der Stadt Mönchengladbach tagte bereits zum zweiten Mal: Repräsentative Bauwerke werden nicht mehr angestrahlt, Stadtinformationsanlagen bleiben phasenweise dunkel und die teilweise Ausschaltung der Straßenbleuchtung wird vorbereitet, weitere Maßnahmen stehen auf dem Prüfstand.
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der vom Wirtschaftsministerium ausgelösten Frühwarnstufe “Notfallplan Gas” bereiten sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit weiteren Partnern, u.a. dem Gasnetzbetreiber NEW, der Polizei und der Feuerwehr auf eine Energiemangellage vor.
In einer weiteren Sitzung des Energiekrisenstabes unter der Leitung des zuständigen Beigeordneten Matthias Engel wurden heute weitere, über die bereits in den vergangenen Wochen umgesetzten Maßnahmen, beraten, die in den nächsten Wochen und Monaten greifen sollen. Bereits beschlossen ist die gemeinsam auch mit der NEW und den Nachbarkommunen umgesetzte Senkung der Wasser- bzw. Raumtemperaturen in den Hallenbädern und Sporthallen. Darüber hinaus werden mit Einsetzen der Heizperiode die städtischen Büroräume auf nur noch maximal 20 Grad geheizt. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, wird eine weitere Senkung der Raumtemperaturen nicht ausgeschlossen. Inwieweit Schwimmbäder und Sporthallen komplett aus der Beheizung genommen werden müssen, entscheidet sich im weiteren Verlauf des Jahres und ist abhängig von vorhandenen Heizmitteln und den bis dahin durchgeführten Energiesparmaßnahmen durch die gesamte Bevölkerung.
Darüber hinaus hat der Energie-Krisenstab festgelegt, die Beleuchtung repräsentativer Bauwerke (z.B. Münster und Rathaus Abtei, Wasserturm, Kaiser-Friedrich-Halle) zum 1. September abzuschalten. Als weitere Maßnahme arbeitet die Verwaltung an einem Konzept, wie und wo im öffentlichen Raum temporär Beleuchtungskörper in Straßenzügen und Parkanlagen ausgeschaltet oder gedimmt werden können und wird dabei auch Sicherheitsaspekte berücksichtigen. Außerdem werden zur Energieeinsparung alle 180 Park- und Stadtinformationsanlagen im Stadtgebiet zum 1.9. in den Nachtstunden abgeschaltet. Dagegen werden die ebenso ins Visier genommenen Ampelanlagen wegen des zu geringen Einsparpotenzials, so das Ergebnis einer verwaltungsinternen Untersuchung, nicht ausgeschaltet. In den vergangenen Jahren wurde bereits die Ampelanlagentechnik erneuert, so dass hiermit erheblich Energie eingespart werden konnte.
Krisenstabsleiter Matthias Engel
Eine weitere Prüfung erfolgt derzeit durch das städtische Gebäudemanagement (GMMG) hinsichtlich der städtischen Verwaltungsgebäude, die vor dem Hintergrund der Gas- und Stromeinsparung möglicherweise komplett vom Netz genommen werden können. “Wir müssen uns auf eine Situation einstellen, wenn gegebenenfalls für mehrere Tage Gas und Strom ausfallen sollten”, so Krisenstabsleiter Matthias Engel. “Zu diesem Zweck spielen wir derzeit unterschiedliche Szenarien durch”. Ob, wie und in welchen Bereichen die Stadt zusätzlich Energie einsparen kann, wird derzeit in den Dezernaten geprüft. Mit einem Ergebnis wird in den nächsten Wochen gerechnet.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs
Trotz aller Einsparbemühungen von Stadt und städtischen Gesellschaften kommt es vor allem auf das Mitwirken aller privaten Haushalte als Endkunden für die Strom- und Gasversorger an. “An kalten Wintertagen steigt erfahrungsgemäß in den privaten Haushalten, die zu den geschützten Kunden zählen, der Gasverbrauch um das Siebenfache. Vor diesem Hintergrund animiert Oberbürgermeister Felix Heinrichs nicht nur Wirtschaftsunternahmen und Handwerksbetriebe, sondern vor allem auch alle privaten Haushalte zum Energiesparen. “Jede und jeder sollte heute schon einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorzubeugen. Ich bitte die Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher schon jetzt, überall dort, wo es ihnen möglich ist, Energie einzusparen. Jeder Beitrag hilft”, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.
Die Ära der Bruchgenossenschaft endet. Statt privilegierter Nutzung sollen die städtischen Flächen wieder der Allgemeinheit dienen.
Uralte Regelungen aus vornapoleonischer Zeit wirken auch heute noch im Stadtteil Schelsen nach. Das Dycker-Schelsener Bruch (westlicher Teil des Hoppbruchs) wird seit Jahrhunderten kostenfrei von den dortigen Haushalten land- und forstwirtschaftlich genutzt – obwohl es im Eigentum der Gemeinde ist.
Aktuell 77 Hausinhaber bilden eine sogenannte Bruchgenossenschaft. Diese jahrhundertealte Tradition wird allerdings schon seit vielen Jahren immer weniger gelebt, auch der wirtschaftliche Nutzen für die beteiligten Haushalte schwindet zusehends. Gleichzeitig fallen der Allgemeinheit jährlich hohe Verwaltungskosten von rund 8.000 Euro an und die privilegierten Nutzungsrechte erschweren Natur- und Umweltschutzmaßnahmen in dem Bereich. Deshalb soll ab dem 1. Januar ein neues Kapitel am Dycker-Schelsener Bruch aufgeschlagen und die Flächen wieder in freies Gemeindevermögen umgewandelt werden. Am 14. Dezember wird sich der Stadtrat mit einer entsprechenden Vorlage beschäftigen.
Stadtkämmerer Michael Heck
Kämmerer Michael Heck: “Mir ist die große Verantwortung bewusst, eine jahrhundertealte Institution aufzuheben und ich habe aufrichtiges Mitgefühl mit den älteren Bruchgenossinnen und Bruchgenossen, die versucht haben, bis zuletzt Sinn und Zweck der alten Gemeinschaft am Leben zu erhalten. Trotzdem ist die Umwandlung in freies Gemeindevermögen und Aufhebung der Nutzungsrechte gerade in der heutigen Zeit der richtige Schritt, um das Naturschutzgebiet Hoppbruch vor schädlichen Einwirkungen zu schützen und nachhaltig als CO2-Speicher und Klimainsel aufzuwerten. Letztendlich ist es auch aus sozialen Aspekten heute nicht mehr vertretbar, eine privilegierte Klasse von Gemeindemitgliedern zu Lasten der Allgemeinheit besser zu stellen.”
Ein unvermeidlicher Schritt mit langem Vorlauf Bereits 2007 wurde untersucht, ob eine Umwandlung des Gemeindesondervermögens “Dycker-Schelsener Bruch” rechtlich geboten sei, 2012 wurde im Haushaltssanierungsplan der Stadt eine weitere Prüfung aus Kostengründen verfügt. Beides Mal lautete das Ergebnis, dass die Flächen umgewandelt und damit eine – vom Gesetzgeber intendierte – Rechtsbereinigung durchgeführt werden soll. Zwischenzeitlich hat sich nach Jahren der Passivität die Bruchverwaltung 2017 neu organisiert, so dass von städtischer Seite zunächst die weitere Entwicklung abgewartet wurde. Allerdings führt an der nun vorbereiteten Umwandlung nach Aussage der Experten kein Weg mehr vorbei. “Eine privilegierte Klasse von Gemeindemitgliedern kann nur auf den Fortbestand ihrer tradierten Rechte bestehen und öffentliche Gelder für sich beanspruchen, wenn die Gemeinschaft im Sinne des historischen Zwecks lebt und die innere Verwaltung funktioniert, was beides im Falle der Dycker-Schelsener Bruchgenossenschaft heute leider nicht mehr vollständig gegeben ist”, lautet das Ergebnis einer Prüfung der mit der Rechtsbereinigung befassten Kämmerei der Stadt.
Wie geht es nun weiter? Alle bekannten 77 Beteiligten wurden bereits informiert und haben Gelegenheit, ihre Rechte bis Ende Oktober anzumelden. Der Rat der Stadt Mönchengladbach wird sich in seiner Sitzung am 14. Dezember 2022 mit einer vorbereiteten Satzung “über die Umwandlung des Gemeindegliedervermögens ‚Dycker-Schelsener Bruch‘ in freies Gemeindevermögen” befassen. Beschließt der Rat die Satzung, tritt diese mit Veröffentlichung im Amtsblatt zum 1. Januar 2023 in Kraft, was automatisch den Untergang der alten Rechte bewirkt. Außerdem wird im Januar eine Entschädigung von voraussichtlich mindestens 400 Euro pro Recht gezahlt. Damit endet dann die Epoche der Bruchgenossenschaften am Niederrhein.
Die Geschichte der Bruchgenossenschaft Dycker Schelsen Grundlage der Bruchgenossenschaft sind die Allmenden der Markgenossenschaften aus vornapoleonischer Zeit. Für “das ehemalige Grundgebiete der Herrlichkeit Dyck” erließ im Jahre 1835 die Spezialgemeinde Schelsen, “mit den Local-Verhältnissen und den bisherigen Observanzen übereinstimmend”, die “Ordnung über die Verwaltung und Benutzung des Dycker-Schelsener-Broiches”. In der Neufassung von 1857, zuletzt geändert 1912, gilt diese Bruchordnung als Satzung der Stadt Mönchengladbach auch heute noch, was in Anbetracht der wechselvollen deutschen Geschichte erstaunlich ist. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Westdeutschland recht viele solcher Rechtskonstrukte, alleine im Hoppbruch gab es gleich drei davon: Die Hoppbruchgenossenschaften Horst-Steinhausen und Horster Schelsen sowie die besagte Bruchgenossenschaft Dycker Schelsen, welche zumindest am Niederrhein als einzige überlebte. Was hat es aber nun mit dieser Bruchgenossenschaft auf sich? Entgegen dem Eigennamen handelt es sich heute nicht um eine Genossenschaft im rechtlichen Sinne, sondern um eine bestimmte Klasse von Gemeindemitgliedern, die das exklusive Nutzungsrecht “aller Naturalien, welche von dem Bruche herrühren”, insbesondere Holz und Gras, innehat. Aber auch urtümliche landwirtschaftliche Nutzungen wie Weide oder Hutung, Waldmast, Leseholz-, Streu-, Schilf-, Binsen- oder Rohrgewinnung, Grasschnitt, Plaggen-, Heide- oder Bültenhieb, Torfnutzung und Krauten haben einmal eine wirtschaftliche Bedeutung für die bäuerliche Landbevölkerung Schelsens gehabt. Das Nutzungsrecht “klebt denjenigen Häusern an, welche auf dem ehemaligen Grundgebiete der Herrlichkeit Dyck liegen” und deren Inhaber ein entsprechendes Einkaufsgeld entrichtet haben. Eigentümerin der ehemaligen Allmende “Dycker-Schelsener Bruch” ist die Gemeinde (heute Stadt Mönchengladbach), die als Rechts-, Verwaltungs- und Vermögensträgerin spätestens 1835 die äußere Verwaltung kostenfrei für die Klasse der Gemeindemitglieder übernommen hat. Die innere Verwaltung erfolgt durch zurzeit sieben Deputierte (auch Billetsmänner oder mundartlich Blättsmänn genannt), die “spezielle Aufsicht über das Bruch” durch zwei Bruchherren.
260 Kilometer Radwegenetz in Mönchengladbach werden derzeit digital erfasst und durch eine künstliche Intelligenz auf Schäden analysiert.
(Anmerkung der Redaktion MG-Heute: Es stehen insgesamt 15 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den digitalen Wandel in Mönchengladbach voranzutreiben, nicht um Schäden an Radwegen zu erkennen!)
Die Aktion, die noch bis Mitte 2023 läuft, ist Bestandteil des Smart-City-Projektes und war 2021 als Sieger aus der “Ideation Challenge” hervorgegangen – einem Ideenwettbewerb zur intelligenten Stadt von morgen. Erst im Juni hatte der Rat der Stadt die Smart-City-Strategie beschlossen und damit den Weg für die Umsetzung von bis zu 45 weiteren Maßnahmen freigemacht.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs: “Es freut mich sehr, dass sich dieses frühe Smart-City-Pilotprojekt der Infrastruktur für den Radverkehr annimmt. Denn das ist eine wichtige Grundlage für die Mobilitätswende in Mönchengladbach, die wir in unserer städtischen Gesamtstrategie verankert haben. Durch das Pilotprojekt erhalten wir wertvolle Zusatzinformationen zum Zustand unserer Radwege und sammeln gleichzeitig Erfahrungen damit, Daten intelligent, automatisiert und anonymisiert zu erheben und zu nutzen”.
Alle vier Meter ein Bild
Die intelligente Schadenserfassung ist eine Kooperation der Smart-City-Projektpartner (Stadtverwaltung, NEW und mags) mit dem Volksverein Mönchengladbach. Bereits seit Anfang des Jahres ist der gemeinnützige Verein mit Projektleiter Rolf Ferdinand Jaeger und zehn Langzeitarbeitslosen jeden Werktag im Stadtgebiet unterwegs, um die mags bei der Radwegpflege zu unterstützen. Glasscherben wegkehren, vermooste Schilder aufbessern, liegengebliebene E-Scooter wegräumen und vergleichbare Arbeiten gehören bisher zum Aufgabenspektrum. Nun klemmen sich die Projektteilnehmer bei ihren Fahrten zusätzlich ein Smartphone an den Lenker, auf dem die App der vialytics GmbH läuft, die den Ideenwettbewerb zur Smart City 2021 gewonnen hatte.
Dabei nimmt die Kamera alle vier Meter ein Bild des Fahrradweges auf und verortet dieses geographisch. Kennzeichen und Gesichter werden unkenntlich gemacht. In der Cloud werden die Bilder von einer Künstlichen Intelligenz dann auf Schadensbilder untersucht. Dabei werden unterschiedliche Schadensarten wie Schlaglöcher, Risse oder fehlende Markierungen unterschieden und auch die Schwere der Schäden bewertet. Die Ergebnisse der Analyse lassen sich anschließend im vialytics-Web-System am Rechner anzeigen, als Liste oder auch kartenbasiert. Auch eine Planungsansicht gibt es, über die sowohl langfristige Erhaltungsmaßnahmen als auch kurzfristig Reparaturen zur Unterhaltung organisiert werden können.
“Schäden an den Radwegen zu erfassen, ist nicht nur eine wichtige Aufgabe für die Unterhaltung, sondern auch eine aufwändige. Der Einsatz der App Vialytics liefert uns Zusatzinformationen, die uns die Arbeit erleichtern. Und natürlich lernen alle Beteiligten dazu. Etwa darüber, wie man Künstliche Intelligenz schon heute sinnvoll nutzen kann, oder wo noch Verbesserungsmöglichkeiten sind, die bei der weiteren technischen Entwicklung angegangen werden sollten”, so mags-Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schnaß. Frank Kindervatter, Vorstandsvorsitzender der NEW AG, pflichtet Schnaß bei: “Künstliche Intelligenz wird für die Mobilität der Zukunft und damit auch für die Smart City Mönchengladbach eine ganz wesentliche Rolle spielen. Egal, ob bei der Infrastruktur für den Radverkehr, bei der Taktung flexibler ÖPNV-Angebote oder in weiteren Anwendungsfeldern”.
Über die Smart City
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hatte die Vitusstadt 2020 als “Modellprojekte Smart Cities” ausgewählt. Damit stehen insgesamt 15 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den digitalen Wandel in Mönchengladbach voranzutreiben. Alle Informationen rund um das Smart City Team auf www.smartcity.mg.