Autor: PMG

  • OB Felix Heinrichs protestiert beim Vorstand der Deutschen Bahn – unsere MdB´s schweigen

    OB Felix Heinrichs protestiert beim Vorstand der Deutschen Bahn – unsere MdB´s schweigen

    In einem Schreiben an den Vorstand der Deutschen Bahn hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Einstellung des Regionalexpress RE8 scharf kritisiert.

    In dem Brief bringt Heinrichs den Ärger der Stadt Mönchengladbach über die aus seiner Sicht unverständliche Maßnahme zum Ausdruck.
    Der RE 8, die wichtigste Direktverbindung zwischen Mönchengladbach und Köln, wurde am vergangenen Montag mit der Begründung Personalmangel vollständig eingestellt. In dem Brief an den Vorstand fordert Heinrichs die Verantwortlichen auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.
    „Hier wurde eine ohnehin schon sehr dürftige Verbindung weiter massiv geschwächt. Dies beeinträchtigt täglich tausende Bahnkunden. Dies führt für die Pendler zu weiteren hohen Kosten und ein vergünstigtes Ticket ist auch nicht mehr nutzbar“, so Heinrichs. Die Verkehrswende sei mit solchen Maßnahmen nicht glaubwürdig umsetzbar. „Wir fordern die Bahn und den VRR daher ausdrücklich auf, diese Maßnahme aufgrund von Personalengpässen zurückzunehmen oder zumindest auf mehrere Verbindungen zu verteilen, sodass ein Betrieb auf jeden Fall zu den Pendlerzeiten gegeben ist“, so Heinrichs weiter.
    Kopien des Schreibens hat die Stadt auch an den VRR und das Eisenbahnbundesamt verschickt.

    Anmerkung d. Red.

    Die Deutsche Bahn AG ist ein bundeseigener Mobilitäts- und Transportkonzern mit dem Kerngeschäft Eisenbahn. Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft organisiert und befindet sich vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.
    Offensichtlich nicht gleichgültig ist die Einstellung des RE8 dem Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings (CDU), er hat bereits am Mittwoch gemeinsam mit Vanessa Odermatt MdL und Jochen Klenner MdL den Bahnvorstand dazu angeschrieben und sich auch über nicht ausreichende Ersatzangebote beschwert.

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  • Stadt bietet ab dem 24. August Corona-Impfungen an zwei Nachmittagen an – Impfstelle an der neuen Adresse Wilhelm-Strauß Straße 94

    Stadt bietet ab dem 24. August Corona-Impfungen an zwei Nachmittagen an – Impfstelle an der neuen Adresse Wilhelm-Strauß Straße 94

    Die Stadt Mönchengladbach bietet ab dem 24. August wieder Corona-Schutzimpfungen an. An zwei Nachmittagen pro Woche wird in der Turnhalle des ehemaligen Schulgebäudes an der Wilhelm-Strauß-Straße 94 in Mönchengladbach-Rheydt geimpft.

    Die Impfstelle ist zunächst bis Ende September jeden Mittwoch und Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen möchten, müssen keinen Termin vereinbaren, sondern können einfach in die Impfstelle kommen. Geimpft wird mit den Imfpstoffen von Corminaty und Moderna.

    Gesunde Kinder von 5-11 Jahren ohne Vorerkrankungen können eine mRNA-Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung erhalten. Eine Grundimmunisierung mit 2 Impfungen sowie eine Auffrischungsimpfung ist zurzeit nur für Kinder von 5-11 Jahren mit Vorerkrankung vorgesehen.

    Für Kinder, die zur Impfung vorgestellt werden, ist die Einverständniserklärung der Eltern wichtig. Alle anderen Personen sollten den ausgefüllten Aufklärungs- und Anamnesebögen (1 Exemplar reicht), den Impfausweis (falls vorhanden) und den Personalausweis zur Impfung mitbringen.

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  • Wachsende Stadt: Ende Juli hatte Mönchengladbach mehr als 274.000 Einwohner

    Wachsende Stadt: Ende Juli hatte Mönchengladbach mehr als 274.000 Einwohner

    Die Einwohnerzahl von Mönchengladbach hat einen neuen Rekordstand erreicht.

    Ob es ausreichenden Wohnraum für alle neuen Einwohner gibt, wird nicht mitgeteilt, leider.

    Am 31. Juli hatte die Stadt genau 274.090 Einwohner*innen. Hierbei handelt es sich um den höchsten Bevölkerungsstand seit der kommunalen Neugliederung 1975.

    Die Zahlen beruhen auf statistischen Auswertung der Meldedaten.
    Grund für das Bevölkerungswachstum ist vor allem der Zuzug unkrainischer Kriegsflüchtlinge: Im Februar 2022, dem Monat des Kriegsbeginns, lag die Zahl bei 271.777 Einwohner*innen, darunter 652 Ukrainer*innen. Bis Ende Juli ist die Zahl auf knapp über 274.000 Einwohner*innen, darunter 2.939 Ukrainer*innen, gewachsen.

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  • Wasserwald und Fontänen sind die Highlights des neuen Wasserspielplatzes

    Wasserwald und Fontänen sind die Highlights des neuen Wasserspielplatzes

    Bei mehr als 30 Grad haben heute die ersten begeisterten Kinder den neuen Wasserspielplatz im Rheydter Stadtwald eingeweiht.

    Besonders beliebt ist schon jetzt der Wasserwald auf der Spielfläche. Aus verschiedenen farbigen Edelstahlstangen spritzt das Wasser in unterschiedlichen Sprühmustern von oben auf die Kinder.
    Der Clou: Hier ist Zusammenarbeit gefragt. Damit aus den Düsen das kühle Nass kommt, müssen erst Handpumpen oder Knöpfe betätigt werden. Die Kinder können mit Reglern den Wasserdruck selbst bestimmen. Ganz ohne eigenes Zutun konnten die Kinder das kühle Nass unter den Wasserfontänen genießen.

    Sie freuen sich, dass der Wasserspielplatz im Rheydter Stadtwald eröffnet werden konnte: Nicole Hoffmann, Dörte Schall, Birgitt Krefting, Olaf Neef und Bezirksvorsteher Ulrich Elsen. ©Stadt MG

    Dörte Schall, Sozialdezernentin der Stadt Mönchengladbach, eröffnete mit Olaf Neef, Leitung Ingenieurbüro und Straßenunterhaltung mags, offiziell den Wasserspielplatz und freut sich über das Ergebnis: „Gemeinsam mit dem Rat der Stadt und der mags haben wir uns auf den Weg gemacht, die Spielplatzlandschaft in unserer wachsenden Stadt familiengerechter und kinderfreundlicher zu gestalten. Allein für die Aufwertung von elf Plätzen, die im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms Soziale Integration im Quartier NRW zu Spielparks umgebaut werden, stehen uns 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Der modernisierte Wasserspielplatz im Stadtwald Rheydt zeigt eindrucksvoll, dass sich diese Arbeit lohnt. Ich danke allen Beteiligten für die hervorragende Umsetzung.“ Auf der umgestalteten Fläche gibt es vier Teilbereiche mit unterschiedlichen Wasserspielangeboten. Im ersten Teilbereich finden die Kinder eine eingelassene Wasserrinne mit Edelstahlrand vor. Mittels Wasserspender und zwei Wasserschalen wird das Wasser in die zweigeteilte Rinne eingeleitet. Über Sperrschieber können die Kinder den Fließweg und die Stauhöhe des Wassers in der Wasserrinne beeinflussen.

    „Im zweiten Teilbereich befindet sich ein Wasserspielfeld mit sechs im Boden eingelassenen Wasserdüsen, die zum Spielen und Durchlaufen einladen“, sagt Birgitt Krefting, Landschaftsarchitektin bei mags und Planerin des neuen Wasserspielplatzes.

    Der dritte Teilbereich ist besonders für ältere Kinder gedacht. Zwei Sitzelemente aus Sichtbeton mit vorgelagerten und im Pflaster eingelassenen Wasserdüsen beregnen unmittelbar die Sitzelemente und ermöglichen so das Erleben des Wassers in entspannter Atmosphäre.

    Den vierten Teilbereich des neuen Wasserspielplatzes bildet der Wasserwald mit drei emporragenden Wasserspielsäulen (mit unterschiedlichen Sprühfunktionen) und einer Hebelpumpe.

    Entlang des Wasserspielplatzes bieten Parkbänke und Hockerbänke viel Platz, um das Treiben auf dem Spielplatz zu beobachten. Einen besonderen Erholungswert stellen seitlich aufgestellte Holzliegen dar.

    Schon am ersten Tag hatten die Kinder bei hochsommerlichen Temperaturen reichlich Spaß auf dem Wasserspielplatz. ©Stadt MG

    Um den Aspekt des Wasserspielplatzes dauerhaft visuell zu untermalen, ist der Wasserspielbereich mit blau gefärbtem Betonsteinpflaster ausgekleidet.

    Umrandet wird der neue Wasserspielplatzbereich durch Gräser- und Staudenpflanzungen.

    Auch die umliegenden Spielflächen werden in enger Zusammenarbeit mit mags aufgewertet. Die beliebte Seilbahn wurde bereits erneuert. „Auf der großen Sandfläche gibt es demnächst noch ein neues Piratenschiff zum Klettern und Spielen. In diese Bereiche investiert die Stadt zusätzlich rund 96.000 Euro“, weiß Christian Schirmer vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, der mit seiner Kollegin Nicole Hoffmann auch die Kinderbeteiligung in der Planungsphase organisiert hat.

    Der Stadtwald in Rheydt ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für Familien in Mönchengladbach. Ein Highlight für Kinder ist der schon 1978 eingerichtete Wasserspielplatz, der nach über vier Jahrzehnten intensiver Nutzung dringend saniert werden musste.

    Nachdem das Land NRW die Baukosten für das Projekt im September 2021 endgültig bewilligt hat, konnten die mit Kindern und Jugendlichen entwickelten Pläne für die Neugestaltung endlich umgesetzt werden. Nach ersten Vorarbeiten zum Jahreswechsel begann im März 2022 der Neubau, der jetzt planmäßig abgeschlossen werden konnte. Rund 620.000 Euro hat die Stadt Mönchengladbach mit tatkräftiger Unterstützung der mags – Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe in den neuen Wasserspielplatz investiert. 90 Prozent der Summe kommen aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier NRW“.

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  • Stadt schnürt Energie-Einsparpaket: OB Felix Heinrichs ruft private Haushalte zum Einsparen auf

    Stadt schnürt Energie-Einsparpaket: OB Felix Heinrichs ruft private Haushalte zum Einsparen auf

    Der Energiekrisenstab der Stadt Mönchengladbach tagte bereits zum zweiten Mal: Repräsentative Bauwerke werden nicht mehr angestrahlt, Stadtinformationsanlagen bleiben phasenweise dunkel und die teilweise Ausschaltung der Straßenbleuchtung wird vorbereitet, weitere Maßnahmen stehen auf dem Prüfstand.

    Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der vom Wirtschaftsministerium ausgelösten Frühwarnstufe „Notfallplan Gas“ bereiten sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit weiteren Partnern, u.a. dem Gasnetzbetreiber NEW, der Polizei und der Feuerwehr auf eine Energiemangellage vor.

    In einer weiteren Sitzung des Energiekrisenstabes unter der Leitung des zuständigen Beigeordneten Matthias Engel wurden heute weitere, über die bereits in den vergangenen Wochen umgesetzten Maßnahmen, beraten, die in den nächsten Wochen und Monaten greifen sollen.
    Bereits beschlossen ist die gemeinsam auch mit der NEW und den Nachbarkommunen umgesetzte Senkung der Wasser- bzw. Raumtemperaturen in den Hallenbädern und Sporthallen.
    Darüber hinaus werden mit Einsetzen der Heizperiode die städtischen Büroräume auf nur noch maximal 20 Grad geheizt.
    Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, wird eine weitere Senkung der Raumtemperaturen nicht ausgeschlossen.
    Inwieweit Schwimmbäder und Sporthallen komplett aus der Beheizung genommen werden müssen, entscheidet sich im weiteren Verlauf des Jahres und ist abhängig von vorhandenen Heizmitteln und den bis dahin durchgeführten Energiesparmaßnahmen durch die gesamte Bevölkerung.

    Darüber hinaus hat der Energie-Krisenstab festgelegt, die Beleuchtung repräsentativer Bauwerke (z.B. Münster und Rathaus Abtei, Wasserturm, Kaiser-Friedrich-Halle) zum 1. September abzuschalten.
    Als weitere Maßnahme arbeitet die Verwaltung an einem Konzept, wie und wo im öffentlichen Raum temporär Beleuchtungskörper in Straßenzügen und Parkanlagen ausgeschaltet oder gedimmt werden können und wird dabei auch Sicherheitsaspekte berücksichtigen.
    Außerdem werden zur Energieeinsparung alle 180 Park- und Stadtinformationsanlagen im Stadtgebiet zum 1.9. in den Nachtstunden abgeschaltet.
    Dagegen werden die ebenso ins Visier genommenen Ampelanlagen wegen des zu geringen Einsparpotenzials, so das Ergebnis einer verwaltungsinternen Untersuchung, nicht ausgeschaltet. In den vergangenen Jahren wurde bereits die Ampelanlagentechnik erneuert, so dass hiermit erheblich Energie eingespart werden konnte.

    Krisenstabsleiter Matthias Engel

    Eine weitere Prüfung erfolgt derzeit durch das städtische Gebäudemanagement (GMMG) hinsichtlich der städtischen Verwaltungsgebäude, die vor dem Hintergrund der Gas- und Stromeinsparung möglicherweise komplett vom Netz genommen werden können. „Wir müssen uns auf eine Situation einstellen, wenn gegebenenfalls für mehrere Tage Gas und Strom ausfallen sollten“, so Krisenstabsleiter Matthias Engel. „Zu diesem Zweck spielen wir derzeit unterschiedliche Szenarien durch“. Ob, wie und in welchen Bereichen die Stadt zusätzlich Energie einsparen kann, wird derzeit in den Dezernaten geprüft. Mit einem Ergebnis wird in den nächsten Wochen gerechnet.

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs

    Trotz aller Einsparbemühungen von Stadt und städtischen Gesellschaften kommt es vor allem auf das Mitwirken aller privaten Haushalte als Endkunden für die Strom- und Gasversorger an.
    „An kalten Wintertagen steigt erfahrungsgemäß in den privaten Haushalten, die zu den geschützten Kunden zählen, der Gasverbrauch um das Siebenfache. Vor diesem Hintergrund animiert Oberbürgermeister Felix Heinrichs nicht nur Wirtschaftsunternahmen und Handwerksbetriebe, sondern vor allem auch alle privaten Haushalte zum Energiesparen. „Jede und jeder sollte heute schon einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorzubeugen. Ich bitte die Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher schon jetzt, überall dort, wo es ihnen möglich ist, Energie einzusparen. Jeder Beitrag hilft“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

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  • Dycker-Schelsener Bruch: Die Ära der Bruchgenossenschaft endet

    Dycker-Schelsener Bruch: Die Ära der Bruchgenossenschaft endet

    Die Ära der Bruchgenossenschaft endet. Statt privilegierter Nutzung sollen die städtischen Flächen wieder der Allgemeinheit dienen.

    Uralte Regelungen aus vornapoleonischer Zeit wirken auch heute noch im Stadtteil Schelsen nach.
    Das Dycker-Schelsener Bruch (westlicher Teil des Hoppbruchs) wird seit Jahrhunderten kostenfrei von den dortigen Haushalten land- und forstwirtschaftlich genutzt – obwohl es im Eigentum der Gemeinde ist.

    Aktuell 77 Hausinhaber bilden eine sogenannte Bruchgenossenschaft.
    Diese jahrhundertealte Tradition wird allerdings schon seit vielen Jahren immer weniger gelebt, auch der wirtschaftliche Nutzen für die beteiligten Haushalte schwindet zusehends.
    Gleichzeitig fallen der Allgemeinheit jährlich hohe Verwaltungskosten von rund 8.000 Euro an und die privilegierten Nutzungsrechte erschweren Natur- und Umweltschutzmaßnahmen in dem Bereich. Deshalb soll ab dem 1. Januar ein neues Kapitel am Dycker-Schelsener Bruch aufgeschlagen und die Flächen wieder in freies Gemeindevermögen umgewandelt werden.
    Am 14. Dezember wird sich der Stadtrat mit einer entsprechenden Vorlage beschäftigen.

    Stadtkämmerer Michael Heck

    Kämmerer Michael Heck: „Mir ist die große Verantwortung bewusst, eine jahrhundertealte Institution aufzuheben und ich habe aufrichtiges Mitgefühl mit den älteren Bruchgenossinnen und Bruchgenossen, die versucht haben, bis zuletzt Sinn und Zweck der alten Gemeinschaft am Leben zu erhalten. Trotzdem ist die Umwandlung in freies Gemeindevermögen und Aufhebung der Nutzungsrechte gerade in der heutigen Zeit der richtige Schritt, um das Naturschutzgebiet Hoppbruch vor schädlichen Einwirkungen zu schützen und nachhaltig als CO2-Speicher und Klimainsel aufzuwerten. Letztendlich ist es auch aus sozialen Aspekten heute nicht mehr vertretbar, eine privilegierte Klasse von Gemeindemitgliedern zu Lasten der Allgemeinheit besser zu stellen.“

    Ein unvermeidlicher Schritt mit langem Vorlauf Bereits 2007 wurde untersucht, ob eine Umwandlung des Gemeindesondervermögens „Dycker-Schelsener Bruch“ rechtlich geboten sei, 2012 wurde im Haushaltssanierungsplan der Stadt eine weitere Prüfung aus Kostengründen verfügt.
    Beides Mal lautete das Ergebnis, dass die Flächen umgewandelt und damit eine – vom Gesetzgeber intendierte – Rechtsbereinigung durchgeführt werden soll. Zwischenzeitlich hat sich nach Jahren der Passivität die Bruchverwaltung 2017 neu organisiert, so dass von städtischer Seite zunächst die weitere Entwicklung abgewartet wurde. Allerdings führt an der nun vorbereiteten Umwandlung nach Aussage der Experten kein Weg mehr vorbei.
    „Eine privilegierte Klasse von Gemeindemitgliedern kann nur auf den Fortbestand ihrer tradierten Rechte bestehen und öffentliche Gelder für sich beanspruchen, wenn die Gemeinschaft im Sinne des historischen Zwecks lebt und die innere Verwaltung funktioniert, was beides im Falle der Dycker-Schelsener Bruchgenossenschaft heute leider nicht mehr vollständig gegeben ist“, lautet das Ergebnis einer Prüfung der mit der Rechtsbereinigung befassten Kämmerei der Stadt.

    Wie geht es nun weiter? Alle bekannten 77 Beteiligten wurden bereits informiert und haben Gelegenheit, ihre Rechte bis Ende Oktober anzumelden.
    Der Rat der Stadt Mönchengladbach wird sich in seiner Sitzung am 14. Dezember 2022 mit einer vorbereiteten Satzung „über die Umwandlung des Gemeindegliedervermögens ‚Dycker-Schelsener Bruch‘ in freies Gemeindevermögen“ befassen. Beschließt der Rat die Satzung, tritt diese mit Veröffentlichung im Amtsblatt zum 1. Januar 2023 in Kraft, was automatisch den Untergang der alten Rechte bewirkt. Außerdem wird im Januar eine Entschädigung von voraussichtlich mindestens 400 Euro pro Recht gezahlt. Damit endet dann die Epoche der Bruchgenossenschaften am Niederrhein.

    Die Geschichte der Bruchgenossenschaft Dycker Schelsen Grundlage der Bruchgenossenschaft sind die Allmenden der Markgenossenschaften aus vornapoleonischer Zeit.
    Für „das ehemalige Grundgebiete der Herrlichkeit Dyck“ erließ im Jahre 1835 die Spezialgemeinde Schelsen, „mit den Local-Verhältnissen und den bisherigen Observanzen übereinstimmend“, die „Ordnung über die Verwaltung und Benutzung des Dycker-Schelsener-Broiches“.
    In der Neufassung von 1857, zuletzt geändert 1912, gilt diese Bruchordnung als Satzung der Stadt Mönchengladbach auch heute noch, was in Anbetracht der wechselvollen deutschen Geschichte erstaunlich ist. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Westdeutschland recht viele solcher Rechtskonstrukte, alleine im Hoppbruch gab es gleich drei davon: Die Hoppbruchgenossenschaften Horst-Steinhausen und Horster Schelsen sowie die besagte Bruchgenossenschaft Dycker Schelsen, welche zumindest am Niederrhein als einzige überlebte. Was hat es aber nun mit dieser Bruchgenossenschaft auf sich? Entgegen dem Eigennamen handelt es sich heute nicht um eine Genossenschaft im rechtlichen Sinne, sondern um eine bestimmte Klasse von Gemeindemitgliedern, die das exklusive Nutzungsrecht „aller Naturalien, welche von dem Bruche herrühren“, insbesondere Holz und Gras, innehat. Aber auch urtümliche landwirtschaftliche Nutzungen wie Weide oder Hutung, Waldmast, Leseholz-, Streu-, Schilf-, Binsen- oder Rohrgewinnung, Grasschnitt, Plaggen-, Heide- oder Bültenhieb, Torfnutzung und Krauten haben einmal eine wirtschaftliche Bedeutung für die bäuerliche Landbevölkerung Schelsens gehabt. Das Nutzungsrecht „klebt denjenigen Häusern an, welche auf dem ehemaligen Grundgebiete der Herrlichkeit Dyck liegen“ und deren Inhaber ein entsprechendes Einkaufsgeld entrichtet haben. Eigentümerin der ehemaligen Allmende „Dycker-Schelsener Bruch“ ist die Gemeinde (heute Stadt Mönchengladbach), die als Rechts-, Verwaltungs- und Vermögensträgerin spätestens 1835 die äußere Verwaltung kostenfrei für die Klasse der Gemeindemitglieder übernommen hat.
    Die innere Verwaltung erfolgt durch zurzeit sieben Deputierte (auch Billetsmänner oder mundartlich Blättsmänn genannt), die „spezielle Aufsicht über das Bruch“ durch zwei Bruchherren.

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  • Verwaltung: Künstliche Intelligenz erkennt Schäden an Radwegen – Frage: Wird Mönchengladbach dadurch digitaler?

    Verwaltung: Künstliche Intelligenz erkennt Schäden an Radwegen – Frage: Wird Mönchengladbach dadurch digitaler?

    260 Kilometer Radwegenetz in Mönchengladbach werden derzeit digital erfasst und durch eine künstliche Intelligenz auf Schäden analysiert.

    (Anmerkung der Redaktion MG-Heute: Es stehen insgesamt 15 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den digitalen Wandel in Mönchengladbach voranzutreiben, nicht um Schäden an Radwegen zu erkennen!)

    Die Aktion, die noch bis Mitte 2023 läuft, ist Bestandteil des Smart-City-Projektes und war 2021 als Sieger aus der „Ideation Challenge“ hervorgegangen – einem Ideenwettbewerb zur intelligenten Stadt von morgen. Erst im Juni hatte der Rat der Stadt die Smart-City-Strategie beschlossen und damit den Weg für die Umsetzung von bis zu 45 weiteren Maßnahmen freigemacht.

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Es freut mich sehr, dass sich dieses frühe Smart-City-Pilotprojekt der Infrastruktur für den Radverkehr annimmt. Denn das ist eine wichtige Grundlage für die Mobilitätswende in Mönchengladbach, die wir in unserer städtischen Gesamtstrategie verankert haben. Durch das Pilotprojekt erhalten wir wertvolle Zusatzinformationen zum Zustand unserer Radwege und sammeln gleichzeitig Erfahrungen damit, Daten intelligent, automatisiert und anonymisiert zu erheben und zu nutzen“.

    Alle vier Meter ein Bild

    Die intelligente Schadenserfassung ist eine Kooperation der Smart-City-Projektpartner (Stadtverwaltung, NEW und mags) mit dem Volksverein Mönchengladbach. Bereits seit Anfang des Jahres ist der gemeinnützige Verein mit Projektleiter Rolf Ferdinand Jaeger und zehn Langzeitarbeitslosen jeden Werktag im Stadtgebiet unterwegs, um die mags bei der Radwegpflege zu unterstützen. Glasscherben wegkehren, vermooste Schilder aufbessern, liegengebliebene E-Scooter wegräumen und vergleichbare Arbeiten gehören bisher zum Aufgabenspektrum. Nun klemmen sich die Projektteilnehmer bei ihren Fahrten zusätzlich ein Smartphone an den Lenker, auf dem die App der vialytics GmbH läuft, die den Ideenwettbewerb zur Smart City 2021 gewonnen hatte.

    Dabei nimmt die Kamera alle vier Meter ein Bild des Fahrradweges auf und verortet dieses geographisch. Kennzeichen und Gesichter werden unkenntlich gemacht. In der Cloud werden die Bilder von einer Künstlichen Intelligenz dann auf Schadensbilder untersucht. Dabei werden unterschiedliche Schadensarten wie Schlaglöcher, Risse oder fehlende Markierungen unterschieden und auch die Schwere der Schäden bewertet. Die Ergebnisse der Analyse lassen sich anschließend im vialytics-Web-System am Rechner anzeigen, als Liste oder auch kartenbasiert. Auch eine Planungsansicht gibt es, über die sowohl langfristige Erhaltungsmaßnahmen als auch kurzfristig Reparaturen zur Unterhaltung organisiert werden können.

    „Schäden an den Radwegen zu erfassen, ist nicht nur eine wichtige Aufgabe für die Unterhaltung, sondern auch eine aufwändige. Der Einsatz der App Vialytics liefert uns Zusatzinformationen, die uns die Arbeit erleichtern. Und natürlich lernen alle Beteiligten dazu. Etwa darüber, wie man Künstliche Intelligenz schon heute sinnvoll nutzen kann, oder wo noch Verbesserungsmöglichkeiten sind, die bei der weiteren technischen Entwicklung angegangen werden sollten“, so mags-Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schnaß. Frank Kindervatter, Vorstandsvorsitzender der NEW AG, pflichtet Schnaß bei: „Künstliche Intelligenz wird für die Mobilität der Zukunft und damit auch für die Smart City Mönchengladbach eine ganz wesentliche Rolle spielen. Egal, ob bei der Infrastruktur für den Radverkehr, bei der Taktung flexibler ÖPNV-Angebote oder in weiteren Anwendungsfeldern“.

    Über die Smart City

    Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hatte die Vitusstadt 2020 als „Modellprojekte Smart Cities“ ausgewählt.
    Damit stehen insgesamt 15 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den digitalen Wandel in Mönchengladbach voranzutreiben. Alle Informationen rund um das Smart City Team auf www.smartcity.mg.

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  • Stadtverwaltung warnt vor teuren Online-Diensten

    Stadtverwaltung warnt vor teuren Online-Diensten

    Seit einigen Wochen landen beim Fachbereich Bürgerservice der Stadtverwaltung immer wieder Anträge auf Meldebescheinigungen und Führungszeugnisse, die von den Bürgerinnen und Bürgern über die Webseite eines privaten Anbieters gestellt wurden.

    Das Unternehmen bietet die Dienstleistung für 17,90 Euro (zzgl. Gebühren vom Einwohnermeldeamt) im Internet an und wirbt mit einer unkomplizierten Abwicklung nach dem Motto: „Wir kümmern uns um alles Weitere.“

    Klingt einfach, ist es aber nicht: Nach den Erfahrungen der Meldestelle Mönchengladbach werden die von den Kunden beim Dienstleister gestellten Anträge nur ausgedruckt und per Briefpost an die Verwaltung weitergeleitet. Die so bei der Meldebehörde eingehenden Anträge sind aus zweierlei Sicht problematisch:

    Die Anträge auf Führungszeugnisse dürfen von der Meldebehörde in dieser Form gar nicht bearbeitet werden. Die Anträge auf Meldebescheinigung könnten theoretisch bearbeitet werden, allerdings haben die antragstellenden Personen die Gebühr noch nicht entrichtet, was die Abwicklung verzögert.

    In beiden Fällen muss die Meldestelle Kontakt zu den Antragsteller*innen aufnehmen, um sie über die Probleme mit dem Antrag zu informieren. Da ist Frust auf beiden Seiten vorprogrammiert. Dabei ließe sich der Umweg über den privaten Dienstleister sparen. Denn eine einfache Meldebescheinigung kann online über das Serviceportal der Stadt (https://service.moenchengladbach.de) gebührenfrei beantragt und zu Hause ausgedruckt werden oder persönlich sowie per Brief mit beigefügter Ausweiskopie für 9 Euro beantragt werden. Ein Führungszeugnis kostet 13 Euro. Online können Führungszeugnisse beim Bundesamt für Justiz beantragt werden. Bei den Meldestellen kann das Führungszeugnis persönlich oder mit beglaubigter Unterschrift auch schriftlich beantragt werden.

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  • Neue Software soll Kommunikation zu Corona-Infektionen erleichtern

    Neue Software soll Kommunikation zu Corona-Infektionen erleichtern

    Die Kommunikation zwischen coronainfizierten Personen und dem Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach wird einfacher, sagt die Stadt.

    Denn das Gesundheitsamt führt am Montag (8. August) eine neue Software CISS  (Covid IT Solutions for SORMAS) zur Datenerhebung ein. Diese soll die Erfassung von Personen mit positivem PCR-Test erleichtern.

     Das Gesundheitsamt schickt künftig jeder von einem Labor gemeldeten positiv getesteten Person, für die eine Handynummer oder eine E-Mail-Adresse vorliegt, eine SMS oder eine E-Mail. Darin befindet sich ein Link, der die Betroffenen zu einem Fragebogen führt, den sie online ausfüllen und datenschutzkonform an die Stadt schicken können.
    Alle Angaben aus dem Online-Fragebogen werden automatisch in die Infizierten- und Kontaktpersonenmanagement-Software SORMAS übernommen.
    Der Fragebogen beinhaltet Daten, die bislang vom Corona-Management telefonisch erfasst werden mussten. Hierzu zählen unter anderem der Impfstatus, die Meldeadresse, zurückliegende Corona-Infektionen, das gesundheitliche Befinden, stationäre Aufenthalte oder Vorerkrankungen.

     Die Einführung von CISS soll die Datenerfassung und Informationsübermittlung deutlich erleichtern. Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet positiv getestete Personen, diese Informationen einzugeben. Daher appelliert das städtische Gesundheitsamt an die Mönchengladbacher*innen den Fragebogen zu nutzen, um die Informationen zu übermitteln.

    Zusätzlich erhalten die Betroffenen Informationen über die Notwendigkeit und Dauer einer Isolation oder Quarantäne.
    Die SMS oder E-Mails sind kein Spam und es handelt sich nicht um einen Hackerangriff.
    Absender der SMS ist „IhreStadtMG“ und die Absenderadresse der E-Mail lautet „gesundheitsamt-hotline@moenchengladbach.de“.

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  • Umbau der Spielflächen im Freizeitpark Dahl startet

    Umbau der Spielflächen im Freizeitpark Dahl startet

    Mitte August beginnen die Bauarbeiten für die Spielbereiche im Freizeitpark Dahl.
    Für rund 257.000 Euro werden die Spielplätze im Park umgebaut.

    Der Umbau ist eines von insgesamt elf Projekten, die im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms „Soziale Integration im Quartier“ mit einer Gesamtsumme von 2,7 Millionen Euro gefördert werden. In einer Kinder- und Bürgerbeteiligung, organisiert vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit mags, wurden Ideen zur Umgestaltung der Spielbereiche gesammelt.
    Die Vorschläge der Kinder wurden von den Grünplanerinnen der mags aufgenommen und sind Grundlage für die Gestaltung des Entwurfes, der nun bis Ende des Jahres umgesetzt werden soll.

    Für die Bauarbeiten werden die Spielbereiche ab Mitte August gesperrt.
    Als Erstes wird die große Seilkletteranlage mit Rutsche vorbereitet und aufgebaut. Danach geht es weiter mit den Bauarbeiten am Spielplatz in der Nähe der Brunnenstraße. Der Spielplatz teilt sich auf in einen Spielbereich für Kleinkinder und einen für die Größeren. Der Kleinkindbereich wird um eine Spielanlage und Wipptiere erweitert.

    Im Bereich für die Schulkinder gibt es ein Drehkarussell und verschiedene Schaukelmöglichkeiten für Groß und Klein, wie Nestschaukel, Doppelschaukel und Eltern-Kind-Schaukel.

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  • Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Die Pläne für ein zentrales und nachhaltiges Rathaus der Zukunft mg+ sind ambitioniert, aber auch nach heutigem Stand wirtschaftlich sinnvoll.

    Und sie erscheinen angesichts der aktuellen Energiekrise wichtiger denn je. So lässt sich der aktuelle Blick auf das geplante zentrale Verwaltungsgebäude im Rheydter Zentrum zusammenfassen.
    Einen Sachstandsbericht zu dem Vorhaben hat die Verwaltung heute (27. Juli) dem Ausschuss für Betriebe und Vergabe vorgelegt.

    Zuletzt hatte der Rat sich im Dezember 2021 mit dem Projekt befasst und dabei wichtige Festlegungen für das weitere Vorgehen getroffen. Etwa, dass die Stadttöchter EWMG, WFMG und WohnBau Mönchengladbach bei den Planungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter berücksichtigt werden. Oder, dass das Karstadt-Gebäude in seiner Grundsubstanz – reduziert um ein Geschoss – erhalten bleiben soll, während das Sparkassengebäude zurückgebaut wird. Diese Entscheidungen haben wesentliche Auswirkungen auf die weiteren Grundlagen des Projekts.

    Klimaneutral und zu großen Teilen energetisch autark Durch den Abbruch des Sparkassengebäudes werden unter dem dortigen Baufeld III zum Beispiel Bohrungen für Tiefengeothermie ermöglicht, mit deren Hilfe später der gesamte Gebäudekomplex mit Wärme und Kälte versorgt werden kann. „Mit dem geplanten Neubau machen wir uns bei der Gebäudeheizung und -kühlung unabhängig von fossilen Energieträgern wie Gas und setzen mit der Erdwärme zu 100 Prozent auf eine umweltfreundliche und regenerative Energiequelle“, betont Stadtdirektor, Bau- und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin. „Das ist nicht nur vor dem Hintergrund der Klimakrise geboten, sondern macht uns auch unabhängiger von Energieimporten, zum Beispiel aus Russland.“ Bereits Anfang April haben Geotechniker ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersuchen die Beschaffenheit des Baugrunds und leisten damit wichtige Vorarbeit für die späteren Tiefenbohrungen. Auch in puncto Strom wird die Selbstversorgung beim neuen Rathaus mit einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach gestärkt. Der verbleibende Energiebedarf soll mithilfe von Ökostrom gedeckt werden, sodass das künftige Rathaus der Zukunft mg+ vollständig klimaneutral betrieben wird. Auch in anderer Hinsicht sollen beim Rathaus-Neubau Ressourcen geschont werden, etwa indem so weit wie möglich auf recycelte Materialien gesetzt wird oder Baustoffe so gewählt und eingesetzt werden, dass sie sortenrein wieder voneinander getrennt und wiederverwendet werden können.

    Der Neubau ist wirtschaftlicher, als den Bestand zu erhalten

    Das Fundament für das Rathaus der Zukunft mg+ ist seine Wirtschaftlichkeit. Nicht umsonst ist das Projekt als Maßnahme des Haushaltssanierungsplanes (HSP) bereits in 2017 in ersten Ansätzen auf den Weg gebracht worden. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Themas aktualisiert und plausibilisiert die Verwaltung die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Vorhaben regelmäßig mithilfe externer Beratungsunternehmen. Die aktuelle Fortschreibung von Anfang Juni hat auch die letzten Entscheidungen des Rates zum weiteren Vorgehen berücksichtigt. Am Ergebnis der bisherigen Analyse hat sich dabei nichts verändert. Der Rathaus-Neubau wird – gerechnet bis zum Jahr 2046 – unter den gesetzten Rahmenbedingungen wirtschaftlicher sein als die weitere notwendige Unterhaltung, Sanierung und Modernisierung von mehr als 20 Verwaltungsstandorten. Externe Wirtschaftsprüfer bestätigen, dass die Kalkulationen zutreffen und plausibel sind. Nicht monetäre Faktoren sind hierin noch nicht berücksichtigt.

    „Gerade unter schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen scheint das Rathaus der Zukunft mg+ für die Stadt auch weiterhin ein lohnenswertes Projekt zu sein. Hieraus kann man schließen, dass die zentrale Neubauvariante, gerade mit Blick auf die zukünftige Nutzung, wirtschaftlich auf festen Beinen zu stehen scheint. Die Annahmen aus der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gilt es nun, im Rahmen der weiteren Planungen zu konkretisieren und bis Mitte 2023 final zu überprüfen“, erklärt Stadtkämmerer Michael Heck. Gestiegene Baupreise und die aktuell anziehenden Kreditzinsen stellen bei der Finanzierung durchaus nennenswerte Risiken dar, die bis zum Bau- und Investitionsbeschluss weiter beobachtet werden. Bleiben die aktuell stark steigenden Energiepreise dauerhaft hoch, besteht demgegenüber die Chance, dass das Rathaus der Zukunft mg+ durch seine nachhaltige Bauweise den städtischen Haushalt wohl in Zukunft noch deutlich stärker entlasten könnte, als momentan angenommen. 

    Immer mehr Fachplaner an Bord

    Insgesamt 14 Leistungen für Fachplanungen und externe Beratungsleistungen sind derzeit für den zentralen Verwaltungsneubau am Rheydter Marktplatz zu vergeben. Für den Großteil der Aufträge möchte die städtische eigenbetriebsähnliche Einrichtung Rathaus der Zukunft mg+ (EäE) bis Ende August Planer und Dienstleister verpflichtet haben. Zuletzt konnten neben der Geotechnik etwa die Gewerke Tragwerksplanung und Bauphysik vergeben werden.

    Parallel sucht die Stadt auch eine sogenannte „Baustellenkümmerung“, die eng angedockt an das Rheydter Quartiersmanagement eine wichtige Schnittstellen- und Koordinationsfunktion zwischen allen Interessensgruppen rund um das Projekt ausübt, von Politik und Verwaltung über Einzelhändler bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern. Nachdem eine Ausschreibung auf dem Vergabemarktplatz Rheinland ohne Ergebnis blieb, prüft die Verwaltung derzeit, auf welchem Weg am besten Baustellenkümmerer mit der nötigen Portion Herzblut für das Projekt gefunden werden können.

    Fertigstellungstermin hat Bestand, Zeitplan wird angepasst

    Voraussichtlich in den nächsten Tagen wird ein Büro beauftragt, das die Technische Gebäudeausrüstung planen soll. Damit wird dieses Gewerk gewissermaßen in der „Verlängerung“ vergeben, denn im ursprünglichen Vergabezeitraum hatte von den vier Wettbewerbsteilnehmern zunächst keiner ein Angebot abgegeben. Da die Technische Ausrüstung ein zentrales Planungsgewerk ist, wurde der Zeitplan angepasst. Der Bau- und Investitionsbeschluss wird vermutlich Mitte 2023 dem Rat vorgelegt. Die Verzögerung soll durch optimierte Abläufe im Projektplan aufgefangen werden. Indem andere Planungsgewerke Detailplanungen wo möglich vorziehen, wird die Zwischenzeit zudem produktiv genutzt. So bleibt es nach heutigem Stand beim avisierten Fertigstellungstermin zum Jahreswechsel 2026/2027.

    Parallel zu den Planungen bereitet die Stadt mithilfe der städtischen Entwicklungsgesellschaft EWMG den Kauf des Karstadt- und des Sparkassengebäudes sowie einer weiteren für das Baufeld benötigten Immobilie an der Stresemannstraße vor. Weitere Ankäufe und Anmietungen werden erforderlich sein, um rund 600 Mitarbeitende während der Bauphase in Interimsflächen unterzubringen. Damit ist das städtische Gebäudemanagement beauftragt, das derzeit geeignete Immobilien sucht.

    Über das Rathaus der Zukunft mg+

    Durch Erweiterungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll im Zuge des Projekts „Rathaus der Zukunft mg+“ in Rheydt ein zentraler Standort für rund 1.700 Verwaltungsmitarbeiter*innen entstehen und damit ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Rheydter Innenstadt gesetzt werden. Das Projekt bezieht neben dem Alten Rathaus auch das benachbarte Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes mit ein. Die größtmögliche Nutzung der Bestandsgebäude ist ein wesentlicher ökologischer Baustein des Projektes. Aber auch durch Geothermie, Photovoltaik oder die geplanten Dach- und Fassadenbegrünungen trägt das Vorhaben eine nachhaltige Handschrift.

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  • Schwingendes Licht – Bienenfarben sehen

    Schwingendes Licht – Bienenfarben sehen

    Bienen sehen anders als wir Menschen.

    Sie können zum Beispiel nach oben, unten und zu den Seiten gleichzeitig sehen.
    Auch Farben nehmen sie anders wahr – und haben ein besonderes Faible für Blau und Gelb.
    Außerdem erkennen Bienen die Schwingungen des Lichts und nutzen diese zur Orientierung.

    In zwei Kursen des Museums Abteiberg lernen Kinder und Jugendliche nun, durch die Augen der Bienen zu sehen. Sie gehen rund um das Museum auf die Suche nach blühenden Pflanzen und fangen in Zeichnungen ein, was Bienen sehen: zum Beispiel Bienengrau und Bienenpurpur oder die Muster der verschiedenen Blüten.

    SCHWINGENDES LICHT – Bienenfarben sehen, 2. bis 5. August, 6 bis 10-Jährige: 11 bis 14 Uhr / 32 Euro (Ermäßigung 16 Euro) ab 11 Jahren: 14 bis 17 Uhr / 48 Euro (Ermäßigung 24 Euro)

    Anmeldung: service.museum-abteiberg.de / 02161 252636 / robert@museum-abteiberg.de

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  • Was tun bei extremer Sommerhitze?  Das Gesundheitsamt informiert

    Was tun bei extremer Sommerhitze?
    Das Gesundheitsamt informiert

    Vor dem Hintergrund der von den Wetterdiensten angekündigten extremen Hitzewelle in den kommenden Tagen wendet sich das Gesundheitsamt der Stadt mit einer Reihe von Tipps und Informationen an die Öffentlichkeit, wie sich insbesondere ältere Menschen verhalten sollten.

    Für gesunde Erwachsene gibt es in Deutschland auch bei längeren Hitzeperioden bei normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme keine gesundheitlichen Gefahren. Ältere Personen und Menschen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit können aber durch Hitze in Gefahrensituationen geraten. Es ist deshalb anzuraten, sich bei Hitzewarnungen entsprechend zu verhalten, vor allem, wenn ein erhöhtes Risiko besteht.

    Wann gibt es eine Hitzewarnung und wie werden Sie darüber informiert?

    Hitzewarnungen werden vom Deutschen Wetterdienst ausgegeben und vom Lagezentren über Radio und Fernsehen verbreitet. Kriterien für eine Hitzewarnung sind: „Gefühlte Temperatur“ an zwei Tagen in Folge über etwa 32 Grad C, zusätzlich nur geringe nächtliche Abkühlung (Starke Wärmebelastung), oder „Gefühlte Temperatur“ über 38 Grad C (Extreme Wärmebelastung). Informationen erhalten Sie auch über das Internet auf Seite http://www.dwd.de Welche Gesundheitsrisiken entstehen bei großer Hitze?

    Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folge sein. Diese Warnzeichen des Körpers müssen Sie ernst nehmen: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, ein ungewohntes Unruhegefühl. Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge und kleine Kinder, Personen mit einer psychischen Krankheit, behinderte Menschen oder chronisch kranke Personen, besonders bei Herzkrankheit oder Bluthochdruck, und vor allem für ältere, pflegebedürftige Menschen.

    Warum besteht für ältere Menschen ein erhöhtes Risiko?
    Im Alter nimmt das Durstgefühl ab. Ältere Menschen trinken deswegen oft weniger. Dadurch verringert sich die Schweißmenge und vermindert damit eine Möglichkeit der Wärmeabgabe. Auch nimmt die Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab. Grunderkrankungen können zu eingeschränkter Beweglichkeit und damit ebenfalls zu mangelnder Wärmeabgabe führen. Bestimmte Medikamente, insbesondere Psychopharmaka können die körpereigene Temperaturregelung beeinträchtigen oder die Schweißdrüsenfunktion beeinflussen.
    Steigt die Körpertemperatur über 41 Grad, können Verwirrtheit und Bewusstseinstrübung hinzukommen. In diesem Zustand sind Sie nicht mehr in der Lage, sich der Hitze anzupassen. Sie brauchen dann dringend Hilfe.

    Was können Sie bei einer Hitzewelle tun?
    Schützen Sie sich vor der Hitze. Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an.
    Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Mittagshitze und beschränken Sie Tätigkeiten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden.
    Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport. Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks.
    Bleiben Sie draußen nach Möglichkeit im Schatten.
    Tragen Sie einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille.
    Benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher.
    Lassen Sie niemals Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen in einem geparkten Fahrzeug zurück, auch nicht für kurze Zeit.
    Trinken Sie reichlich und essen Sie auch etwas Trinken Sie reichlich alkoholfreie Getränke – auch ohne Durst: Wasser, Fruchtsaftschorlen.
    Meiden Sie Getränke mit Alkohol, Koffein oder viel Zucker – sie können den Körper austrocknen.
    Meiden Sie sehr kalte Getränke – sie können zu Magenbeschwerden führen. Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.

    Kühl bleiben
    Bleiben Sie in einem möglichst kühlen Raum.
    Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
    Verschaffen Sie sich Abkühlung durch eine kühle Dusche oder ein kühles Bad.
    Tragen Sie leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (Baumwolle).

    Hitzschlag – eine ernste Gefahr

    Ein Hitzschlag entsteht, wenn der Organismus wegen der hohen Außentemperaturen mehr Wärme aufnimmt als er wieder an die Umgebung abgeben kann. So gerät die Körpertemperatur außer Kontrolle und steigt rasch an. Zeichen eines Hitzschlags sind:

    Ungewöhnliche Unruhe, eine heiße, rote, trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, starkes Durstgefühl, Verwirrtheit, Krampfanfälle, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich! Verständigen Sie sofort einen Arzt! Bringen Sie die betroffene Person bis zum Eintreffen des Arztes an einen kühlen Ort.

    Wenn noch keine Bewusstseinseintrübung vorliegt, geben Sie ihr zu trinken. Lockern Sie enge Bekleidung, machen Sie kühle und feuchte Umschläge, sorgen Sie für Luftzug!

    Worauf ist bei häuslicher Pflege älterer Personen zusätzlich zu achten?

    Kontrollieren Sie die Raumtemperaturen mehrmals pro Tag. Die Raumtemperatur sollte 26 Grad nicht übersteigen.
    Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
    Reduzieren Sie künstliche Beleuchtung und Elektrogeräte als Wärmequelle.
    Hängen Sie feuchte Tücher im Zimmer auf.
    Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Bekleidung und Bettwäsche. Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke.

    Trinken und Essen

    Halten Sie verschiedene kühle (nicht kalte) Getränke bereit: z. B. Kräuter- oder Früchtetee, Saftschorle, Mineralwasser, Leitungswasser. Meiden Sie koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Tee. Wenn unbedingt Kaffee gewünscht wird, dann nur in stark verdünnter Form.

    Bieten Sie so oft wie möglich Flüssigkeit zum Trinken an, am besten in jeder Stunde ein bis zwei Gläser. Die tägliche Trinkmenge sollte wenigstens 1,5 bis 2 Liter betragen.

    Bei Fieber erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf des Körpers um etwa einen halben Liter für jedes Grad, um das die Körpertemperatur 37 Grad übersteigt (Beispiel: Körpertemperatur 38 Grad = ein halber Liter zusätzliche Trinkmenge pro Tag). Geben Sie entsprechend mehr zu trinken.

    Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, den Salzverlust auszugleichen. Verwenden Sie natriumreiches Mineralwasser (>20mg/l), um einem Natriumverlust infolge starken Schwitzens vorbeugen zu können.

    Generell sollten Sie natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee, Kaffee etc. nur dann reichen, wenn eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege gesichert ist.

    Bieten Sie leichte Kost an: Viel Gemüse, Salate, wasserreiches Obst.
    Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen, wie z.B. Wurstplatten.

    Kühlen Sie Lebensmittel oder brauchen Sie diese schnell auf! Angebrochene Packungen (z.B. Joghurt, Flüssignahrung) oder angebrochene Fruchtsaftflaschen etc. können bei großer Hitze schnell verderben, weil der darin enthaltene Zucker bei Hitze auch das Bakterienwachstum fördert. Sie können so beispielsweise zu Durchfallerkrankungen führen.

    Weitere pflegerische Maßnahmen

    Benutzen Sie eine kühlende Körperlotion, evtl. ein Thermalwasserspray.
    Bereiten Sie ein kaltes Fußbad.

    Kontrollieren Sie täglich, bei großer Hitze auch mehrmals täglich, die Körpertemperatur (möglichst mit dem Ohrthermometer). Die Körpertemperatur sollte nicht über 36,9 Grad steigen.

    Achten Sie auf Symptome, die auf eine Überhitzung des Körpers hinweisen wie, Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitig hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In diesem Fall sollte ein Arzt verständigt werden.

    Wechseln Sie eine durchgeschwitzte Bettwäsche öfter als üblich. Benutzen Sie, wenn möglich, eher eine Netzhose mit Einlage anstelle einer Einwegwindel mit Plastikfolie.

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  • Ehemaliger Bürgermeister Hans Segschneider verstorben

    Ehemaliger Bürgermeister Hans Segschneider verstorben

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Er gehörte zu den großen Köpfen unserer Stadt“

    Im Alter von 100 Jahren ist am vergangenen Freitag (8. Juli) der ehemalige Bürgermeister Hans Segschneider verstorben.
    Er war von 1984 bis 1994 Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach, seit 1960 bis 1994 Mitglied des Rates und zuvor seit 1956 als sachkundiger Bürger in Ausschüssen tätig, von 1984 bis 1985 Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion und seit langem deren Ehrenfraktionsvorsitzender.

    Zu seinem 100. Geburtstag am 14. Dezember gratulierte ihm Oberbürgermeister Felix Heinrichs persönlich. „Hans Segschneider gehörte unbestritten zu den großen Köpfen unserer Stadt. Und das liegt vor allem an seinem großen Herzen für die Anliegen der Menschen in Mönchengladbach. Ich war immer beeindruckt von seiner Lebensleistung und seiner Lebensfreude“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Alle Ämter, die er zeit seines Lebens ausfüllte, würden Seiten füllen. Nur so viel: Er war von 1964 bis 1983 Präsident des Stadtsportbundes, 16 Jahre Vorsitzender der Schwimmsportvereinigung Rheydt, 25 Jahre Vorsitzender des Sozialverband VdK Mönchengladbach, acht Jahre im Vorstand des VdK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und vier Jahre Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Mönchengladbach.

    Vor sieben Jahren hat er sich aus allen Ämtern zurückgezogen, seitdem wurden ihm vielfach Ehrenpräsidentschaften zugetragen, wie etwa beim Stadtsportbund und bei der FDP.
    Für Hans Segschneider war rückblickend die Zeit als Bürgermeister an der Seite des im vergangenen Jahr verstorbenen Ehren-Oberbürgermeisters Heinz Feldhege das Schönste, was er erleben durfte:“ Ich habe unendlich viel gelernt und tolle Begegnungen gehabt“, erinnerte er sich an seinem 100. Geburtstag augenzwinkernd mit einem Schmunzeln, unter anderem an Prinz Charles und Prinz Philip bei ihren Besuchen im Rathaus Abtei.
    Sein feinsinniger Humor war ihm bis zuletzt genauso geblieben wie seine tiefe Überzeugung, „dass im Zeitalter der Digitalisierung das Zwischenmenschliche nicht verloren gehen darf. Man muss zuhören und miteinander reden“, betonte er und verriet in dem Zusammenhang seine Lebensformel: „Ich war ein ganzes Leben immer für andere Menschen da“.
    Die Stadt Mönchengladbach wird Hans Segschneider ein ehrendes Andenken bewahren.

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  • Mönchengladbach zeigt Flagge gegen Atomwaffen

    Mönchengladbach zeigt Flagge gegen Atomwaffen

    Zahlreiche Städte des weltweiten Netzwerkes „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) setzen am Freitag, 8. Juli, gemeinsam ein sichtbares Zeichen ihrer Solidarität mit der Ukraine und gegen Atomwaffen.

    Auch in Mönchengladbach weht deshalb an diesem Tag die Flagge des Netzwerks vor dem Rathaus Abtei.

    „Die atomare Bedrohung ist gerade in dieser schwierigen Zeit so präsent wie lange nicht mehr. Mehr als 12.700 Atomwaffen auf neun Staaten verteilt gibt es weltweit. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch“, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Mit dem Hissen der Flagge setzen wir ein weithin sichtbares Zeichen für Gewaltfreiheit, Völkerverständigung und in diesem Jahr besonders für unsere Solidarität mit der Ukraine. Es darf keinen Stillstand in der nuklearen Abrüstung geben! Deshalb ist es wichtig, dass der Atomwaffenverbotsvertrag mehr Unterstützung findet und weitere Staaten – auch Deutschland – dem Vertrag beitreten.“

    Mönchengladbach ist seit 2007 Mitglied im Netzwerk Die Stadt Mönchengladbach ist seit 2007 Mitglied des Netzwerkes „Mayors for Peace“, das am Flaggentag an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996 erinnert. In einem Rechtsgutachten stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung bestehe, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“ Der 1982 vom Oberbürgermeister von Hiroshima gegründete Zusammenschluss Mayors for Peace setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Rund 8.000 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 800 Städte in Deutschland.

    Weitere Informationen zum Netzwerk unter www.mayorsforpeace.de.

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  • OB vor Ort: Am Freitag, 8. Juli auf dem Wochenmarkt in Eicken

    OB vor Ort: Am Freitag, 8. Juli auf dem Wochenmarkt in Eicken

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs setzt am Freitag, (8. Juli) sein Bürgerdialog-Format „OB vor Ort“ fort und ist von 10:00 bis 11:30 Uhr gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Monika Halverscheid und seinem Team auf dem Eickener Markt anzutreffen.
    Als mobiler Treffpunkt dient dabei wieder das mit Wetterschutz und Sitzmobiliar ausgestattete Lastenfahrrad von Norbert Krause.

    Dass die Bürger*innen in vielen Bereichen Gesprächsbedarf haben, zeigte sich schon bei den Terminen auf dem Wochenmarkt Stadtmitte, in Rheindahlen und Giesenkirchen.
    Am 10. August und 03. September findet OB vor Ort auf dem Wochenmarkt in Rheydt statt.

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  • 1.100 Freizeitradler und WDR 4 Sommer Open Air auf dem Rheydter Marktplatz

    1.100 Freizeitradler und WDR 4 Sommer Open Air auf dem Rheydter Marktplatz

    Die NRW-Radtour kommt am 7.7. nach Rheydt – und mit ihr das kostenlose WDR 4 Sommer Open Air.

    Bei Kölschpop der Bands Cat Ballou und Planschemalöör werden musikbegeisterte Mönchengladbacher*innen und rund 1.1000 Tour-Teilnehmende gemeinsam den Tag ausklingen lassen.

    Rund 52 km werden die 1.100 Fahrradfahrer*innen der NRW-Radtour in den Beinen haben, wenn sie am kommenden Donnerstag, 7. Juli auf dem Rheydter Marktplatz eintreffen. Um kurz nach 18 Uhr wird der Tross am Ziel der ersten Tagesetappe in Rheydt erwartet und dort unter anderem von Oberbürgermeister Felix Heinrichs begrüßt. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich auf den Rheydter Marktplatz eingeladen – zumal dort um 19 Uhr das WDR 4 Sommer Open Air stattfindet, das der Radiosender im Rahmen der Tour veranstaltet.

    Bei freiem Eintritt wird für alle Interessierten und Musikbegeisterten Kölsch-Pop vom Feinsten geboten. Die vier Kölner Jungs von Cat Ballou zelebrieren offenen und ehrlichen Lokalpatriotismus, der auch weit über die Kölner Stadtgrenzen hinaus beliebt ist. Die junge Band Planschemalöör mit dem markanten Gesang des Frontmanns Juri wird niemand vergessen, der sie einmal live erlebt hat.

    WestLotto, die NRW-Stiftung und WDR 4 veranstalten bereits im zwölften Jahr diese Großveranstaltung für Freizeitradler. Die NRW-Radtour 2022 startet in Jülich und führt an vier Tagen über 245 Kilometer entlang von Erft, Wurm und Rur sowie durch das Dreiländereck. Eine Nacht verbringen die Teilnehmer in Mönchengladbach, zwei weitere in Aachen.

    Begleitet wird die Gruppe von ADFC-Scouts, dem DRK-Sanitätsdienst und der Polizei. Entlang der Strecke machen die Veranstalter auch auf Naturschutz- und Kulturprojekte aufmerksam, die von der NRW-Stiftung mit Lotterieerträgen von WestLotto unterstützt werden. Dazu gehören in Mönchengladbach unter anderem die Schriefersmühle, Brandts Kapelle, der Burgturm Odenkirchen sowie der Schmölderpark. Weitere geförderte Projekte in der nahen Umgebung sind Schloss Dyck in Jüchen und Schloss Liedberg in Korschenbroich.

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  • Ein Fahrradstraßen-Netz für das Rheinische Revier

    Ein Fahrradstraßen-Netz für das Rheinische Revier

    Zusammenhängende Premium-Radwege sollen wichtige Fahrradverbindungen in Mönchengladbach und der gesamten Region schaffen.

    Ein Basisnetz aus kommunalen und Kreisstraßen, darüber die Landstraßen als regionale Verbindungen, und schließlich Bundestraßen und Autobahnen. Für den motorisierten Verkehr gibt es ein zusammenhängendes, hierarchisches Straßensystem. Etwas ganz Ähnliches soll auch für den Radverkehr im gesamten Rheinischen Revier Realität werden. Neben den lokalen Wegen sollen sogenannte Radvorrangrouten und Radschnellwege die gesamte Region vernetzen – von Mönchengladbach bis Euskirchen und vom Selfkant bis in die Kölner Bucht. „Gesamtregionales Radverkehrskonzept für das Rheinische Revier“ lautet der Titel für diesen Netzplan, der jetzt vom Rat der Stadt Mönchengladbach beschlossen wurde.

    Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Verbänden haben die im Rheinischen Revier beheimateten Kreise (Heinsberg, Düren, Euskirchen, Neuss, Rhein-Erft), die Städteregion Aachen und die Stadt Mönchengladbach in rund einem Jahr ein flächendeckendes, verkehrssicheres und zukunftsfähiges Alltagsradnetz entwickelt. Auch einzelne Freizeitrouten sind enthalten, etwa der Niers-Radwanderweg. Für die Erstellung des Radverkehrskonzeptes hatte der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler die Projektträgerschaft übernommen.

    Das Rad als attraktives Verkehrsmittel für mittlere Distanzen

    Vorsteher des Zweckverbands ist der Mönchengladbacher Stadtdirektor und Mobilitätsdezernent Dr. Gregor Bonin. „Unser Ziel ist es, als Rheinisches Revier im Rahmen des Strukturwandels zur Modellregion für zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität zu werden. Mit dem Gesamtregionalen Radverkehrsnetz setzen wir einen wichtigen Baustein, um das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad gezielt zu stärken“, so Bonin. Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Radverbindungen das Fahrrad auch für mittlere Distanzen von 5 bis 20 Kilometern zu einem attraktiven Verkehrsmittel zu machen. So werden einerseits wichtige innerstädtische Verbindungen geschaffen, aber auch die Anbindung an benachbarte Zentren und Arbeitsplatzschwerpunkte wird erleichtert.

    Beim Radverkehrskonzept wurde nicht das heutige Verkehrsaufkommen zugrunde gelegt. Stattdessen wurde ermittelt, welches Potential verschiedene Verbindungen in Zukunft haben könnten, wenn sie entsprechend ausgebaut werden. Durch diese Zielnetzplanung ist ein zusammenhängendes Geflecht aus Radvorrangrouten und Radschnellwegen entstanden, die von überall im Stadtgebiet aus in maximal 1,5 bis 2 Kilometern erreichbar sein werden. Radvorrangrouten besitzen eine wichtige Verbindungsfunktion. Noch höher frequentiert werden allerdings die Radschnellwege sein. Sie sollen von potentiell mehr als 2.000 Radler*innen pro Werktag genutzt werden. Radvorrangrouten und Radschnellwege können verschiedene Führungsformen haben. Als Zweirichtungsradwege sind Radvorrangrouten mindestens 3 Meter breit. Radschnellwege haben aufgrund der höheren Bedeutung sogar eine Mindestbreite von 4 Metern.

    Mönchengladbachs Radschnellwege erhalten wichtige Anschlüsse

    Oberbürgermeister Felix Heinrich sieht die Mobilitätswende in Mönchengladbach durch das neue Radverkehrskonzept beflügelt: „Ob Blaue Route oder Protected Bike Lane auf der Hohenzollernstraße – in Mönchengladbach arbeiten wir gemäß unserer städtischen Strategie daran, immer mehr sichere und hochwertige Wege für das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu schaffen. Mit dem gesamtregionalen Radverkehrsnetz wird jetzt nicht nur der Anschluss an die Region geschaffen, auch unsere innerstädtischen Radschnellwege und Radvorrangrouten werden erstmals in ein zusammenhängendes Netz eingebunden.“

    Im Radverkehrskonzept vorgesehen, aber bereits in Arbeit ist etwa der zukünftige Radschnellweg zwischen Mönchengladbach-Mitte, Nordpark, Rheindahlen und Wegberg bis hin ins niederländische Roermond. Aktuell wird das Teilstück zwischen Nordpark und Wolfsittard errichtet. Ebenfalls bereits in Planung: Ein Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach. Ein wichtiger innerstädtischer Zubringer zu dieser Route wird die zukünftige Fahrradstraße entlang der Bettrather Straße und der Peter-Nonnenmühlen-Allee sein. Sie ist ebenfalls im gesamtregionalen Radverkehrskonzept eingezeichnet und hat dort den Status einer Radvorrangroute.

    Insgesamt sieht das nun vorgestellte Radverkehrskonzept vor, dass im Rheinischen Revier bis 2040 etwa 1.300 Maßnahmen umgesetzt werden und so rund 290 km Radschnellwege und knapp 1.670 km Radvorrangrouten entstehen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ sowie vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Strukturwandels Rheinisches Revier gefördert. So wie in Mönchengladbach sind auch in den anderen Partner-Städten und Kreisen Ratsbeschlüsse zum Radverkehrskonzept vorgesehen.

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