Autor: Harald Wendler

  • Falsche Polizisten bringen 86-Jährige um ihr Erspartes

    Falsche Polizisten bringen 86-Jährige um ihr Erspartes

    In der vergangenen Woche haben Trickbetrüger eine 86-jährige Rentnerin aus Lürrip mit der „Falsche-Polizisten-Masche“ um ihr Erspartes gebracht. Die Seniorin wurde bereits am Sonntag, den 01.07.2018 von einem angeblichen Kriminalkommissar, der sich als Herr Bach vorstellte, angerufen.

    Dieser redete fast zwei Stunden auf die Dame ein und gab vor, dass die Polizei Einbrecher festgenommen habe und in deren Notizbuch notiert wäre, dass bei ihr ein Einbruch geplant sei. Der Anrufer meldete sich am Folgetag erneut und gaukelte der verunsicherten Seniorin vor, dass die Einbrecher nun ihre Bankdaten herausgefunden hätten und sie dringend ihr Guthaben vom Konto abheben und sicherheitshalber der Polizei übergeben sollte. Die Dame kam dieser Anweisung nach und deponierte einen fünfstelligen Bargeldbetrag absprachegemäß im Bereich ihrer Haustür. Dort holten die dreisten Betrüger das Bargeld in der Nacht zu Mittwoch ab. Die Täter ließen weiterhin nicht locker und der Anrufer „Herr Bach“ kontaktierte die 86-Jährige am Mittwoch erneut. Er brachte die weiterhin gutgläubige und ängstliche Frau dazu, einen weiteren Betrag von ihrem Bankkonto abzuheben und per Eilbrief zu einer Anschrift in Siegen zu senden.

    Zuletzt meldete sich der falsche Polizist am Donnerstag bei der Dame und erklärte, dass nun bis zum 09.07.2018 abgewartet werden müsste, ob die Einbrecherbande wirklich bei ihr zuschlägt. Mit der Zeit kam der Dame diese ganze Verfahrensweise komisch vor und sie vertraute sich am Wochenende ihrer Tochter an, die sofort die richtige Polizei verständigte. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, bei welcher die Täter gezielt ältere Menschen angehen. Die Polizei würde niemals so vorgehen und per Telefon die Herausgabe von Wertsachen fordern.

    Wir bitten darum, diese Masche bewusst mit der älteren Generation zu thematisieren, um diese zu sensibilisieren. Im Falle eines solchen Anrufs sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und über den Polizeinotruf 110 die richtige Polizei kontaktieren.
    (ha)

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  • Guter Rat muss nicht teuer sein

    Guter Rat muss nicht teuer sein

    Mit der Frage wie in NRW flächendeckend eine kompetente und kostengünstige Beratung für rechtssuchende Menschen sichergestellt werden kann, beschäftigt sich seit einiger Zeit der Arbeitskreis Recht der SPD-Landtagsfraktion NRW.
    Bei einem Expertengespräch im Haus Zoar diskutierten die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Rechtsanwältin Lisa Kapteinat MdL, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen Folke große Deters, Sebastian Dreyer von der Verbraucherzentrale Mönchengladbach, Rechtspflegerin Larissa Fränzel und Rechtsanwältin Brigitte Nagel, stellvertretende Vorsitzende des Anwaltverein MG e.V. über dieses Thema.
    Diskutiert wurde über einfachere Sprache in Behördenbriefen, mehr Aufklärung, unseriöse Rechtsberatungsangebote und eine zugängliche, verlässliche und kostengünstige Erstberatung.

    „Guter Rat muss nicht teuer sein, insbesondere, wenn die Beratungsangebote vor Ort gut miteinander vernetzt sind.“, stellte der Moderator und SPD Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges nach der Veranstaltung fest.

    Für Menschen, die rechtlichen Rat brauchen, gibt es in Mönchengladbach zahlreiche Angebote, u.a. eine regelmäßige kostenlose Beratungsmöglichkeit des Anwaltvereins, die von Frau Rechtsanwältin Nagel vorgestellt wurde.

    „Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Institutionen, Vereine und Verbände ist. Die Erfahrungen der Diskussionsteilnehmer machen deutlich an welchen Stellen die Probleme liegen. Wir wollen die Ergebnisse der Diskussion aufgreifen und ein Konzept erarbeiten, dass die niederschwellige Rechtsberatung stärkt und den Unsicherheiten bei Rechtsfragen begegnet. Es geht einerseits um die Vereinfachung von Antragsverfahren und der Sprache, aber auch um einen bildungspolitischen Ansatz, bei dem der Beratungsbedarf durch entsprechende Angebote in Schulen und für Erwachsene behoben werden kann.“, fasst Hans-Willi Körfges die Diskussion zusammen.

    Expertinnen und Experten nahmen zu Fragen aus dem Publikum Stellung, bei denen sich zeigte, dass der Bedarf ist groß ist und alle Lebensbereiche betrifft. Beispiele sind Verbraucherschutz, Datenrecht, Probleme am Arbeitsplatz und mit dem Mietverhältnis. Oft sind es auch Verständnisprobleme bei juristischen Zusammenhängen, bei denen Institutionen wie Anwaltvereine, Verbraucherzentralen und Sozialverbände helfen.

    Rechtpflegerin am Amtsgericht Larissa Fränzel über ihre Erfahrungen in der Rechtsantragsstelle: „Zu mir kommen ganz unterschiedliche Menschen. Was viele aber gemeinsam haben, ist ihre Verzweiflung und die Verunsicherung. Ich helfe oft einfach dabei Probleme einzuordnen und verweise dann auf die zuständigen Stellen. Die Sprache stellt dabei für viele eine Hürde dar. Wenn die Menschen mit Briefen zu mir kommen, erkläre ich häufig zunächst was sich hinter den Worten verbirgt. In den meisten Fällen sind die Probleme lösbar, wenn die Menschen die Vorgänge einordnen können und sie wissen, was sie tun müssen.“

    Auch der Bedarf an Rechtsberatung sei gestiegen, stellte Sebastian Dreyer, Leiter der Verbraucherzentrale Mönchengladbach, fest:​ „Die Zahl der von uns durchgeführten Rechtsberatungen steigt von Jahr zu Jahr. Denn bei allen verbraucherrechtlichen Fragen sind wir eine niederschwellige Anlaufstelle. Wir haben den Vorteil, dass wir ein barrierefreies Angebot anbieten können: Ein Ladenlokal, in das Menschen gehen können, wenn sie Beratung benötigen. Wichtig ist uns zudem, dass sich die Verbraucher mit allen Fragen an uns wenden können. Bei Fragen, die bei uns thematisch einmal nicht passen, verweisen wir an unsere vielen Netzwerk- und Kooperationspartner. Dabei erfüllen wir eine Art Drehscheibenfunktion. Neben der Niederschwelligkeit des Angebots ist eine gute Vernetzung der Akteure in der Stadt das Wichtigste. Mit Beratungen und Informationsveranstaltungen verfolgen wir zudem einen präventiven Ansatz. So soll vermieden werden, dass Menschen überhaupt erst in diese Situationen kommen. Besonders hoch ist der Beratungsbedarf bei Vertragsabschlüssen im Internet, aber auch bei der Digitalisierung generell. Deshalb ist es auch wichtig, dass man eine Anlaufstelle hat.“

    Lisa Kapteinat, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW findet klare Worte: „Jeder Mensch sollte das Recht auf eine kostengünstige oder sogar kostenlose Erstberatung haben. Da sollte weder Sprache, noch Fähigkeiten oder die finanziellen Möglichkeiten eine Rolle spielen. Ich habe erlebt, dass die Menschen manchmal einfach schlichtweg eine Scheu vor Behörden haben, weil sie nicht verstehen, was von ihnen verlangt wird. Das müssen wir unbedingt ändern. Aber der Fehler ist reparabel. Daran möchte ich mitwirken.“

    Über ein mögliches Modell für den Ausbau von kostenlosen Erstberatungsstellen informierte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer JuristInnen Folke große Deters: „Wir machen uns eine Lotsenstelle stark, die als Anlaufstelle für Erstberatung dienen soll. Wir wollen, dass sichergestellt ist, dass alle eine kostenlose Erstberatung bei rechtlichen Fragen bekommen können. Schließlich geht es bei den Betroffenen oft um ihre Existenz, das sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sich auch Fragen, wo die Probleme herkommen. Hilflosigkeit öffnet die Tore für unseriöse Angebote. Die Erfahrungen, die bei der Rechtsberatung gemacht werden, lassen sich auch für die Politik nutzen, sie zeigen nämlich sehr deutlich, wenn etwas im System schiefläuft.“

    Die SPD Landtagsfraktion wird diese Veranstaltungsreihe in anderen Regionen des Landes fortsetzen, die Ergebnisse nutzen und im Landtag aktiv werden.

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  • Der Stadtdirektor und die Betroffenheitslyriken

    Der Stadtdirektor und die Betroffenheitslyriken

    Kolumne
    Allmählich stelle ich mir ernsthaft die Frage: ist unser Planungsdezernent möglicherweise überfordert ob all seiner Verantwortlichkeiten?

    Neben seinen umfassenden Aufgaben als oberster Stadtplaner und Umweltdezernent vertritt er schließlich die Stadt in weiteren Verwaltungs-/Aufsichtsräten und Vereinigungen.
    Da erscheint es fast zwangsläufig, dass Dr. Bonin keine große Bereitschaft zeigt, Themen wie die Blumenkübel vor dem Ratskeller in Rheydt in aller Öffentlichkeit zu diskutieren.
    Selbst Barbara Gersmann, die zuständige Bezirksvorsteherin im Bezirk Rheydt hatte mit einer Einladung an alle Beteiligten wohl keinen Erfolg. Wie der RP zu entnehmen war, gab Bonin auch ihr einen Korb.
    Dr. Bonin will nicht mit den Beteiligten, Gastronom Gerstung und Christoph Hartleb vom Rheydter Citymanagement an einem Tisch einen Gedankenaustausch, sondern nur mit Planungs- und Bezirkspolitikern aus CDU und SPD.

    Das passt auf von ihm getätigte Aussagen im Rahmen des Interviews auf dem „gelben Sofa“ im Hause Schaffrath am vergangenen Donnerstag.
    Angesprochen auf die Situation des Radverkehrs in Mönchengladbach sprach Bonin bei einer Beschreibung der öffentlichen Kritik von „Betroffenheitslyriken“, er war merklich verärgert darüber, dass jemand die „Blaue Route“ von Rheydt nach Mönchengladbach abgeschafft sehen wollte.
    Im gleichen Interview, angesprochen auf eine evtl. mögliche Überforderung von Bürgern ob der praktizierten Geschwindigkeit bei den von ihm angestoßenen Veränderungen in der Stadt meinte der Stadtdirektor nach etlichen Sekunden des Überlegens: „das muß man in Kauf nehmen!“
    Unser neuer Stadtdirektor mag keine Öffentlichkeit, es sei denn, sie dient seinem Ego.

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  • Change: das Polizeipräsidium zieht um

    Change: das Polizeipräsidium zieht um

    Etwas verspätet, aber immerhin. Die Polizei Mönchengladbach hat ab sofort ein neues Präsidium an der Krefelder Straße.
    Mit einem Festakt wurde die 78 Millionen Euro teure Immobilie etwa zwei Jahre später als geplant an den Polizeipräsidenten übergeben. Geplant waren etwa sechs Millionen Euro weniger. Doch das stört aktuell wohl niemanden. Die Freude über die neue Unterkunft ist groß.

    bisheriges Domizil der Polizei

    Was wird nun aus der alten Polizeikaserne an der Theodor-Heuss Straße?
    Auch darauf hat der verantwortliche Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB) keine Antwort parat.
    Man hat sich schlichtweg nicht um Regelungen gekümmert.
    Das ärgert nicht nur viele Mönchengladbacher Bürger, auch Politik und Verwaltung monieren diese Schlafmützigkeit.
    Seit vielen Jahren hat man diesen Tag kommen sehen, hätte Planungen mit der Stadt gemeinsam anschieben können. Nichts passierte.
    Aber auch die Stadt hat nichts Konkretes unternommen. Dabei gab es schon 2015 konkrete Pläne, sie wurden jedoch nicht weiter verfolgt. So wird der „Schwarze Peter“ wohl noch eine Weile hin und hergeschoben werden.
    Nutznießer könnte möglicherweise auch ein anderer als die Stadt sein. Aktivität von allen Akteuren ist nun gefragt.

    Leider gibt es ein weiteres Negativ-Projekt der BLB in Mönchengladbach, das alte Finanzamt steht seit Jahren leer, es verkommt zusehends. Solcher Leerstand ist Gift für jede Kommune.

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  • Ein aktueller Blick nach Berlin – Dr. Günter Krings bleibt optimistisch

    Ein aktueller Blick nach Berlin – Dr. Günter Krings bleibt optimistisch

    In der Union kriselt es, der Bundes-Innenminister und die Kanzlerin streiten.
    Es herrscht Uneinigkeit über die Vorgehensweise Deutschlands in der aktuellen Flüchtlingsfrage.
    Der Zwist eskalierte in den letzten Tagen, Bayern stellte wieder einmal die Gemeinschaft aus CDU/CSU in Frage.
    Frau Merkel drohte gar mit dem Rechtsgebrauch ihrer Richtungskompetenz. Seehofers Entlassung drohte.

    Unser Mönchengladbacher MdB Dr. Krings beantwortete die von MG-heute in diesem Kontext gestellten Fragen:

    MG-heute – Wie beurteilen Sie die Chancen auf eine Einigung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag beim aktuellen Streit-Thema Zurückweisung von Asylsuchenden an den Grenzen, als CDU-Staatssekretär im CSU geführten Innenministerium?

    Ich bin optimistisch, dass mit etwas gutem Willen eine Einigung zwischen der Bundeskanzlerin und dem Bundesinnenminister möglich ist und an diesem Wochenende auch gelingen wird. Was Donnerstagnacht in Brüssel verhandelt wurde, bietet die Chance für eine Lösung, die Europa nicht gefährdet und zugleich zu weniger illegaler Migration nach Deutschland führt. Damit haben nicht nur sowohl Frau Merkel als auch Herr Seehofer ihre Ziele erreicht, sondern – auf einem zugegebenermaßen etwas schwierigen Weg – eine Lösung gefunden, die gut ist für unser Land. Ich weiß, dass viele Menschen in den vergangenen Tagen beunruhigt und teilweise auch angestrengt waren von den immer neuen Berichten über Streitigkeiten. Aber als jemand, der diese aus nächster Nähe verfolgt hat, kann ich Ihnen sagen, dass ich immer von einem guten Ausgang überzeugt war. Wir sagen ja immer, dass der Streit in der Sache zur parlamentarischen Demokratie gehört und nötig ist, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

     

    MG-heute – Welche Funktionen/Aufgaben haben Sie im Innenministerium?

    Als Parlamentarischer Staatssekretär vertrete ich den Minister vor allem bei seinen Kontakten in den Parlamentarischen Raum. Das heißt, dass ich für ihn in den Innenausschuss des Deutschen Bundestages gehe und mich dort den Fragen der Abgeordneten stelle. Auch die Fragestunde und die Regierungsbefragung nehme ich ihm oft ab. Und nicht zu vergessen, vertrete ich ihn auf der Regierungsbank und verfolge von dort die Debatten des Parlaments. Daneben übernehme ich bei Bedarf auch andere Termine mit Außenkontakt. So bin ich vor zwei Wochen zu einer internationalen Antiterror-Konferenz nach Israel geflogen, um dort die Interessen unseres Landes zu vertreten. Vor vier Wochen habe ich bei einer zweitägigen Reise nach Peking einen neuen Cyber-Konsultationsmechanismus mit den Chinesen ausgehandelt. Sie sehen also – ein bunter Strauß von Aufgaben, mit immer neuen Herausforderungen.

    MG-heute – Seit wann sind Sie in verantwortlicher Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium mit dem BAMF befasst?

    Mit den Asylverfahrensfragen des BAMF war ich weder in der letzten noch in dieser Wahlperiode befasst. Da wir aufgrund der Größe des Bundesinnenministeriums in der vergangenen Wahlperiode zwei und jetzt sogar drei Parlamentarische Staatssekretäre sind, haben wir uns die Aufgaben des Hauses aufgeteilt. Meine Schwerpunkte sind derzeit die öffentliche Sicherheit, was eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und dem Bundesamt für Verfassungsschutz bedeutet, Fragen mit verfassungsrechtlichen Bezügen, die digitale Vernetzung und damit einhergehend die Cybersicherheit.

     

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  • Pflegebeitrag wird wegen Ausgabenexplosion massiv erhöht … und die Pflegemisere bleibt gleichwohl unverändert bestehen!

    Pflegebeitrag wird wegen Ausgabenexplosion massiv erhöht … und die Pflegemisere bleibt gleichwohl unverändert bestehen!

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am 13.06.2018 angekündigt, dass der Pflegebeitrag ab 2019 um 0,3 Prozentpunkte erhöht wird. Mit der geplanten Anhebung könne, so der Minister weiter, der Beitragssatz bis 2022 stabil bleiben.

    Dazu gibt es von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk die folgende erste Einschätzung:
    Veranlassung für diese drastische Beitragsanhebung ist offensichtlich der enorme Finanzbedarf, den die in den zurückliegenden Jahren verabschiedeten Pflegestärkungsgesetze ausgelöst haben. Mit diesen Gesetzen sind bekanntlich die Menschen mit Demenz in die Pflegeversicherung eingebunden und zahlreiche Leistungen neu gestaltet bzw. erheblich ausgeweitet worden. Um die entsprechenden Leistungsansprüche finanzieren zu können, ist mit den Pflegestärkungsgesetzen auch eine Beitragsanhebung von 0,5% vorgenommen worden. Offensichtlich sind aber die tatsächlichen Kosten wesentlich höher, so dass mit einem zusätzlichen Aufwand von 3 Milliarden Euro gerechnet werden muss.
    Es stellt sich bei jedem unbefangenen Betrachter die Frage, wie es zu solchen Fehleinschätzungen kommen konnte. Solide Prognosen, so schreibt die Ärzte-Zeitung am 14.06.2018, sehen anders aus.

    Es war im Übrigen zeitgerecht bekannt, in welchem Umfang durch die neuen Pflegegrade die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ansteigen würde. Auch war durch die umfängliche Erprobung des neuen Begutachtungssystems bekannt, in welcher Form sich der neue Pflegebegriff auf die neu gestalteten Leistungsansprüche auswirken würde. Es war so gesehen kein politisches Kunststück, den Finanzbedarf auf Grund der Reformgesetze zutreffend einzuschätzen. Auch wenn kleine Abweichungen möglicherweise nicht vorhersehbar waren, darf eine Finanzierungslücke von 3 Milliarden Euro nicht entstehen und so einfach akzeptiert werden. Es muss darüber nachgedacht werden, ob die BürgerInnen absichtlich über den wirklichen Finanzbedarf getäuscht worden sind?

    Es stellt sich bei all dem eigentlich auch die Frage der Verantwortlichkeit: Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat das Bundesgesundheitsministerium und die Mitglieder des Deutschen Bundestages u.a. in mehreren Zuschriften auf mögliche Unzulängkeiten, die durch das neue Begutachtungssystem ausgelöst werden können, aufmerksam gemacht und beizeiten eine Überprüfung bzw. Korrekturen angeregt. Insoweit hat niemand reagiert.

    Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat übrigens in einem am 13.05.2014 vorgelegten Statement umfangreiche Handlungsanforderungen für eine Pflegereform vorgelegt. Darin wurde u.a. auch ausgeführt, dass angesichts eines möglicherweise unübersehbaren Finanzbedarfs Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Darüber hat man sich, wie jetzt bekannt ist, kostenwirksam und enorm beitragssteigernd hinweggesetzt.

    Es ist nun nicht etwa so, dass Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk der Meinung wäre, pflegerische Reformgesetze könnten ohne zusätzlichen Finanzbedarf gestaltet werden. Nein, wirklich bessere Pflege – Rahmenbedingungen, die seit nunmehr über 10 Jahren mit konkreten Vorschlägen eingefordert werden, sind zweifelsfrei mit entsprechenden höheren Kosten verbunden. Wenn aber nun bereits mit den Pflegestärkungsgesetzen eine Beitragsanhebung von 0,5 % verbunden war und jetzt weitere 0,3% Punkte hinzukommen, sind wohl, trotz entsprechender Warnungen, beträchtliche Planungs- bzw. Reformfehler gemacht worden. Einige Leistungsansprüche sind nicht nur mehr als kompliziert gestaltet, sondern vielleicht auch ein wenig zu üppig ausgefallen. Andererseits sind verschiedene Förderwünsche ignoriert worden.

    Angesichts der beschriebenen Ausgabenflut bleiben für die anstehenden weiteren Reformschritte, mit denen endlich deutlich bessere Pflege – Rahmenbedingungen gestaltet werden sollten, eigentlich keine Beitragsmittel übrig. Dies wird allein aus finanziellen Erwägungen zur Folge haben, dass die angedachten weiteren pflegerischen Reformerwägungen nicht wirkungsvoll umgesetzt werden können. Die GroKo hat offensichtlich die Pflegemisere – entgegen ständigen anderslautenden Bekundungen – nicht verstanden und keine Ermächtigungsgrundlage geschaffen, mit ausreichenden Finanzmitteln eine grundlegend bessere Pflege zu gestalten.

    Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk nimmt nach all dem die angekündigte Beitragserhöhung zum Anlass, nochmals auf die dem Bundesgesundheitsministerium bzw. Herrn Jens Spahn übermittelten Handlungsanforderungen zu verweisen und zu fordern, dass in der GroKo über die Konzeption einer Pflegereform neu verhandelt und viele Milliarden in die Hand genommen werden, um die notwendigen systemischen Veränderungen in der Pflege JETZT endlich auf den Weg zu bringen. Statt weiterhin kleinschrittig zu diskutierten, muss ein „Masterplan Pflege“ gestaltet werden.

    Wenn es mit Rücksicht auf die Gesamtzusammenhänge des sozialen Netzes und zur Entlastung der Sozialbeiträge notwendig sein sollte, müssen die notwendigen Ausgaben für den „Masterplan Pflege“ aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Angeblich ist die Konjunktur dauerhaft hervorragend und die Steuerquellen sprudeln.

    Damit es aber klar wird: Ein „Masterplan Pflege“, so, wie er mittlerweile von vielen Seiten gefordert wird, muss ausreichend finanziell dotiert sein (durch Beiträge oder Steuermittel). Dass insoweit nicht mit „Kleckerbeträgen“ auszukommen ist, hat der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell kürzlich in einem 3SAT-Interview verdeutlicht. Allein die Angleichung der Vergütungen in der Altenpflege an die Beträge, die in der Krankenpflege gezahlt werden, beziffert Prof. Dr. Stefan Sell mit rd. 5 Milliarden. Hinzu kommen dann die weiteren Maßnahmen, für die nochmals zig Milliarden erforderlich erscheinen. Darüber wurde auch beim Neusser Pflegetreff am 09.05.2018 informiert.

    In der Bevölkerung gibt es eine breite Unterstützung für eine auskömmliche Finanzierung der Pflege. Es mangelt zur Zeit allein am Willen der politisch Verantwortlichen, die entsprechenden Folgerungen zu ziehen. Und das muss sich wegen der fortschreitenden demografischen Entwicklung schnellstens ändern.

    Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht

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  • C&A in Rheydt schließt: CDU richtet Appell an  Eigentümer und Unternehmen

    C&A in Rheydt schließt: CDU richtet Appell an Eigentümer und Unternehmen

    Mit Irritation und Bedauern nimmt der Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Süd, Joachim Roeske, die Meldung über die Schließung der Rheydter Filiale des Textilunternehmens C&A zur Kenntnis:

    „Sollte C&A tatsächlich im Januar seine Türen schließen, ist das ein herber Schlag für die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale sowie den Standort Rheydt. Ich appelliere daher nachdrücklich an den Gebäudeeigentümer und das Unternehmen, sich noch einmal gemeinsam an den Tisch zu setzen und nach Lösungen zu suchen. Wir als CDU sichern hierfür unsere volle Unterstützung zu. Gerade aus betriebswirtschaftlicher Perspektive und mit Blick auf die vielfältigen Projekte, die sich derzeit für Rheydt in Planung befinden und die Innenstadt nachhaltig beleben werden, erschließt sich mir diese Entscheidung nicht. Sollte sie trotz aller Bemühungen unumkehrbar sein, muss mit aller Energie die Suche nach einem attraktiven Nachmieter forciert werden.“

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  • Richtlinienkompetenz in Mönchengladbach – die CDU und ihr wirklicher Frontmann

    Richtlinienkompetenz in Mönchengladbach – die CDU und ihr wirklicher Frontmann

    Nach der Wahl ist vor der Wahl, die Plattitüde ist anwendbar auf die politische  Situation in der Mönchengladbacher Parteienlandschaft.

    Läßt man die Zeit seit der letzten Kommunalwahl vor dem geistigen Auge vorbeiziehen, ist auffällig: die CDU mit ihrem Umfeld baut eine strategische Machtposition auf, die es der SPD schier unmöglich machen wird, andere Verhältnisse in ihrem Sinne zu erreichen. Eine Gestaltungschance rückt in weite Ferne.

    Jüngstes Beispiel ist der Zwist zwischen Stadtdirektor Bonin (CDU) und Fraktionschef Felix Heinrichs (SPD).

    Ein an sich sinnvoller Beitritt der Stadt in die Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) [http://rheinisches-revier.de/] wird durch eben diesen CDU-Verwaltungsmitarbeiter abgelehnt mit der Erwartung, die Koalition aus CDU/SPD müsse seinen plumpen Argumenten folgen.
    Als Vorsteher des Zweckverbandes der Tagebau-Randgemeinden kann ein Mann wie er unmöglich einen weiteren Interessenverband neben sich dulden.
    Als Multi-Macht-Positionen-Besetzer wähnt sich Dr. Bonin in einer unangreifbaren Machtposition, er benutzt diese vermeintliche Macht mitsamt den ihn umgebenden Mitspielern in vielen Gremien dazu, sein Bild von einem zukünftigen Mönchengladbach gegen jeden Andersdenkenden durchzusetzen.
    Er ist, mit seinen Gefolgsleuten, nachfolgende sind nur beispielhaft genannt, Dr. Schlegelmilch, Hans-Wilhelm Reiners, Dieter Breymann, Frank Boss und anderen Größen auch in der Verwaltung und sogar der SPD, nicht angreifbar seitens einer aktuell schwachen SPD-Mannschaft.
    An Heinrichs Seite sind keine loyalen Weggefährten erkennbar, möglicherweise hat er in der letzten Zeit zu sehr auf seinen (medialen) Darstellungs-Alleingang gesetzt.

    Eine Erneuerung der Mönchengladbacher SPD bis zur nächsten Kommunalwahl scheint schier aussichtslos.

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  • FDP fordert frühzeitig Alternativen zu Steuererhöhungen für den Flughafen

    FDP fordert frühzeitig Alternativen zu Steuererhöhungen für den Flughafen

    Obwohl jedem Kommunal-Politiker die defizitäre Situation des Flughafens bekannt war, niemand hat diesen „Deal“ abgelehnt, sind der Millionen-Euro-Verführung aus Düsseldorf erlegen. Nun fließen allerorts die Krokodilstränen.

    Neben der SPD fordert nun auch die FDP schnelle Alternativen.

    Die FDP ist überrascht, dass die Verwaltung im Nachgang zur Beschlussfassung über den Rückkauf der Flughafenanteile durch die EWMG nun in einer Tischvorlage vorschlägt, dass der Rat sich zur Deckung der ab 2021 ggf. zu übernehmenden Verluste vorsorglich zu Steuerhöhungen verpflichten soll.

    Dazu erklärt Fraktionsvorsitzende Nicole Finger:
    „Mit unserer Zustimmung zum Rückkauf der Anteile setzen wir darauf, die Blockade der Flughafenentwicklung durch Düsseldorf zu überwinden und die Arbeitsplätze in Mönchengladbach zu sichern.

    Die Forderung der Bezirksregierung, die ggf. ab 2021 zu übernehmenden Verluste bereits jetzt in der Finanzplanung abzusichern und sich dafür zu verpflichten, falls notwendig Steuern zu erhöhen, ist für uns nur verantwortbar, wenn Steuererhöhungen dafür wirklich das letzte Mittel darstellen und zuvor alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Dazu muss zunächst vom neuen Gesellschafter EWMG ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden, mit dem die Verluste sukzessive zurückgeführt werden. Für den Fall, dass dies bis 2021 nicht oder nicht vollständig erreicht werden kann, muss alles unternommen werden, den notwendigen Betrag im Haushalt zu kompensieren.

    Wenn diese in der HSP-Maßnahme ausdrücklich formulierte Reihenfolge, bei der Steuererhöhungen als ultima ratio wirklich das letzte Mittel und nicht den bequemsten Weg darstellen sollen, auch von der Verwaltung wirklich ernst gemeint ist, muss sie daraus auch den Auftrag ableiten, frühzeitig, d. h. mit jedem kommenden Haushaltsentwurf, angepasst an die jeweilige Finanzplanung geeignete Alternativen zur Erhöhung von Steuersätzen zu entwickeln und darzustellen. Dies gilt erst recht, wenn Oberbürgermeister und Stadtkämmerer dem Wunsch der Mehrheitsfraktionen folgen und im Herbst den Entwurf eines Doppelhaushaltes vorlegen sollten.

    Unter diesen Voraussetzungen, die mit unserem Ergänzungsantrag und dem klaren Auftrag an die Verwaltung festgeschrieben wird, stehen wir zu unserer Entscheidung für den Flughafen.“

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  • Angstraum Martin-Luther-Platz? –mit „Video-Beweis“

    Angstraum Martin-Luther-Platz? –
    mit „Video-Beweis“

    Kolumne von H. Wendler

    Seit Monaten unternimmt die Verwaltung  (Dezernat für Plnung und Bauen) den untauglichen Versuch, mit einer für sie nachvollziehbaren Argumentation darzustellen, warum und dass die Bäume vor der Kirche auf dem Martin-Luther-Platz verschwinden müssen.

    Vor wenigen Wochen war MG-heute in Odenkirchen unterwegs und hat sich die Situation vor Ort angesehen.

    Die Verwaltung teilte der nachfragenden Ratsfrau Rohat Yildirim von Die Linke u.a. mit:

    „ln den dunklen Jahreszeiten und in den Abendstunden wird der Kirchgarten von vielen als Angstraum empfunden, deshalb nimmt die soziale und emotionale Sicherheit bei der Planung eine große Priorität ein. Mit einem offeneren Kirchgarten, besserer Beleuchtung, niedrigerenHecken und einer Sichtachse von der Burgstraße aus Richtung Kirche wird die Situation vor Ortverbessert.

    Der Bereich soll offen gestaltet werden, so dass eine Sozialraumkontrolle und ein Sicherheitsgefühl ermöglicht werden können.“

    Fazit: Mit aller Macht sollen Interessen durchgesetzt werden, die von Großteilen der Bevölkerung in Odenkirchen nicht gewünscht wird.

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  • Stadt informiert morgen über Bebauungsplan zur Seestadt mg

    Stadt informiert morgen über Bebauungsplan zur Seestadt mg

    Informationsveranstaltung für Bürger am Dienstag, 26. Juni, 18 Uhr, im Rathaus Abtei.

    Morgen (Dienstag, 26. Juni) findet um 18 Uhr im Rathaus Abtei, Ratssaal, im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung eine Bürgerveranstaltung statt, in der die Stadt die Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung für das neue Stadtquartier Seestadt mg+ (Bebauungsplan Nr. 793/O und 232. Änderung des Flächennutzungsplanes) auf dem Gelände der früheren City Ost am Mönchengladbacher Hauptbahnhof informiert.

    Bis zum 27. Juli haben die Bürgerinnen und Bürger zu den gewohnten Öffnungszeiten der Verwaltung Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung im städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Rathaus Rheydt, Eingang G (3. Etage).

    Ebenso können die Vorentwürfe während der Auslegungsfrist im Internet unter www.moenchengladbach.de (Rathaus/ Stadtplanung/aktuelle Bauleitplanverfahren) eingesehen werden.

    Künftig wird das neue Quartier am Hauptbahnhof als Alleinstellungsmerkmal einen See erhalten, der zum Verweilen und Entspannen einlädt und ein hohes Maß an zusätzlicher Aufenthaltsqualität bietet.

    Insgesamt steht die Seestadt mg+, ein Projekt der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt, für „Vielfalt für Alle“. Es kündet von einem neuen Stück Mönchengladbach mit vielen neuen Wohnungen, Büros, Dienstleistungen und ganz viel Lebensraum für die Bürgerinnen und Bürger.

    Im Herzen von Mönchengladbach wird auf der heutigen Brachfläche ein Ort unterschiedlicher Nutzungen mit Büros, Dienstleistern, Raum für Freizeit und Erholung, Gastronomie und etwa 1.500 bezahlbaren und attraktiven Wohnungen für alle Nachfragegruppen entstehen.
    Neue Grünverbindungen und ein hoher Anteil an öffentlich zugänglichen Freiflächen tragen dazu bei, dass ein Quartier von hoher Aufenthaltsqualität geschaffen wird.
    Rund eine halbe Milliarde Euro umfasst das Investitionsvolumen des gesamten Areals.
    Dafür hat der Rat am 15. Februar das Bebauungsplanverfahren mit überwältigender Mehrheit gestartet.
    (pmg/sp)

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  • SPD-NRW blickt nach vorne: Dörte Schall und Felix Heinrichs in den Landesvorstand gewählt

    SPD-NRW blickt nach vorne: Dörte Schall und Felix Heinrichs in den Landesvorstand gewählt

    Auf dem Landesparteitag am 23. Juni 2018 in Bochum setzte die NRWSPD personell und thematisch den Startschuss für eine Parteierneuerung in NRW.
    Dörte Schall aus Bonn, die Mönchengladbacher Sozialdezernentin, erhielt 89,7% der Stimmen und ist somit eine der fünf Stellvertretenden Landesvorsitzenden der NRWSPD.
    Felix Heinrichs wurde Beisitzer im Landesvorstand.
    Hans-Willi Körfges, MdL, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl.

    Der scheidende Parteichef Michael Groschek erklärte den von ihm geleiteten Übergang für beendet:
    „Wir stellen heute das neue Team auf. Wir blicken nach vorne.“

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  • „Perspektiven für den Flughafen“ – CDU lädt zu Informationsveranstaltung ein

    „Perspektiven für den Flughafen“ – CDU lädt zu Informationsveranstaltung ein

    Mit breiter Mehrheit hat der Rat im Mai den Kauf der Mehrheitsanteile am Mönchengladbacher Flughafen zu einem symbolischen Preis von einem Euro beschlossen.  Damit verbunden sind Risiken, aber aus Sicht der CDU-Fraktion vor allem auch Chancen, da der Landeplatz inzwischen einer Vielzahl von Firmen und mehr als 500 hochqualifizierten Beschäftigten eine Heimat bietet.

    Ziel für die kommenden Jahre wird es nun sein, dieses Potenzial zu nutzen und den Flughafen unter anderem als Gewerbestandort weiter auszubauen. Gleichzeitig soll der Geschäftsflugverkehr gesteigert werden.

    Welche Perspektiven bieten sich also für den Flughafen?

    Auf einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 28.06.2018, 19:30 Uhr, im Haus Zoar am Kapuzinerplatz 12 will der Arbeitskreis „Stadtentwicklung“ der Kommunalpolitischen Vereinigung hierauf erste Antworten geben.

    Referenten an diesem Abend sind die planungspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Annette Bonin, sowie der Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Süd, Joachim Roeske, der über jahrzehntelange Berufserfahrung im Luftverkehr-Management verfügt.

    Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich entweder telefonisch unter 02161/181177 oder per E-Mail (info@cdu-mg.de) anzumelden.

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  • SPD diskutiert mit Experten und Bürgern besseren Zugang zur Rechtsberatung

    SPD diskutiert mit Experten und Bürgern besseren Zugang zur Rechtsberatung

    Kommenden Donnerstag diskutiert der Gladbacher Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges gemeinsam mit der SPD-Landtagsfraktion und interessierten Bürgerinnen und Bürgern über den geplanten Ausbau von Rechtsberatungsstellen. Für die Sozialdemokraten geht es dabei insbesondere um einen angemessenen Zugang zu rechtlicher Beratung.

     „Wir stellen verstärkt fest, dass bei Bürgerinnen und Bürger bei rechtlichen Fragen wie Diesel Fahrverboten, bei Problemen mit dem Arbeitgeber oder dem Vermieter eine große Unsicherheit besteht. Das aktuell prominenteste Beispiel, die EU-Datenschutzgrundverordnung, ist erst vor kurzem in Kraft getreten. Viele Vereine und Organisationen fühlten sich von den neuen Vorschriften überfordert oder gar bedroht. Dabei gibt es eine Reihe von kompetenten Angeboten verschiedener Institutionen, wie Anwaltvereine, Rechtsantragsstellen, Verbraucherzentralen und Sozialverbände, die vor Ort wichtige Arbeit leisten und an die sich Betroffene wenden können. Leider sind diese Beratungsstellen nicht allen bekannt. Wir wollen im Rahmen der Veranstaltung die örtliche Beratungsstruktur differenziert vorstellen, Probleme identifizieren und Anforderungen an eine verlässliche und bürgernahe Rechtsberatung formulieren.“, fasst Körfges zusammen.

     Als Expertinnen und Experten nehmen die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Rechtsanwältin Lisa Kapteinat MdL, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen Folke große Deters, Sebastian Dreyer von der Verbraucherzentrale Mönchengladbach, Rechtspflegerin Larissa Fränzel und Brigitte Nagel, stellvertretende Vorsitzende des Anwaltverein MG e.V. teil.

     Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 28.06.2018 von 19-21 Uhr im Haus Zoar, Kapuzinerplatz 12 (Eingang über Kapuzinerplatz), in Mönchengladbach statt.

     Eingeladen sind neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Organisationen und Vereinen, die regelmäßig Anlaufpunkt bei rechtlichen Fragen sind. Moderiert wird die Veranstaltung von Hans-Willi Körfges MdL. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich.

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  • Glyphosat und Gülle – alles wie gehabt

    Glyphosat und Gülle – alles wie gehabt

    Oben hui, unten pfui? Ja, das passt auf unseren Umgang mit unserer Landwirtschaft.
    Wir lassen es zu, die Landwirte dürfen weiter ihre Felder düngen wie sie es für angebracht halten.
    Da verurteilt der Europäische Gerichtshof die Bundesrepublik aufgrund der Verletzung der europäischen Nitratrichtlinie. Die Äcker werden alljährlich so stark mit Gülle gedüngt, dass unser Grundwasser zuviel des den Menschen krank machenden Nitrats aufweist. Das wiederum muß die NEW aus dem Trinkwasser kostenaufwendig herausfiltern, der Niersverband beklagt seit Jahren bei jeder Gelegenheit die zu hohen Werte im Abwasser, das in die Kläranlagen kommt.
    Fast gleichzeitig wird der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden (Unkrautvernichtungsmittel) bundesweit diskutiert mit dem Ergebnis, in Mönchengladbach scheint alles in bester Ordnung. Das Glyphosat darf durch die Landwirte weiter ohne Einschränkung genutzt und eingesetzt werden, trotz aller Mahnungen der Wissenschaft vor den gesundheitlichen Gefahren für den Menschen (Krebserregung).
    Vor diesem Hintergrund habe ich die Sitzung des Umweltausschusses in dieser Woche betrachtet.
    Ulrich Timmer, Geschäftsführer einer Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW, war eingeladen, einen mündlichen Bericht über den Einsatz von Glyphosat auf landwirtschaftlichen Flächen zu geben.
    Auffallend war die absolute Harmonie zwischen CDU-Politik und Bauern-Vertreter.
    Timmer konnte unwidersprochen die wirtschaftliche Betrachtung des Gifteinsatzes als Credo darstellen. Nur so sind nach Meinung des Herrn Timmer die Landwirte dazu zu motivieren, weiterhin als Bauern tätig zu sein.
    Übrigens: Ulrich Timmer mag es nicht, wenn von Herbiziden oder Unkrautvernichtungsmittel gesprochen wird, er plädiert für die Bezeichnung „Pflanzenschutzmittel“. Wird es dadurch gesundheitsfördernd? Schützt es den Menschen?
    Umweltdezernent Dr. Bonin ergriff nicht das Wort, er schien zufrieden.
    Fazit: Mönchengladbacher Politik und Verwaltung unternimmt nichts greifbares.

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  • Mönchengladbacher Politik will Steuern für alle Familien erhöhen –
    mögliches Defizit des Flughafens soll ausgeglichen werden können

    Die Politik in Mönchengladbach hat in der Ratssitzung am 16. Mai mehrheitlich entschieden, die Düsseldorfer Anteile an der Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH größtenteils zu übernehmen. Lediglich 20 % der Anteile verbleiben in Düsseldorf.
    Dadurch behalten die Düsseldorfer auch in Zukunft ihre Einflußmöglichkeiten auf die Arbeitsweise in Mönchengladbach und die Nutzung des Luftraumes.
    Ab 2021 wird, wie bisher auch, mit Verlusten des Flughafens gerechnet. Erst ab 2021 hat die Stadt Mönchengladbach diese Verluste auszugleichen.
    Das heißt: Die erwarteten 2,7 Millionen Euro Verlust/p.A. sollen entweder von allen Familien durch eine Erhöhung der Grundsteuer B, oder durch eine Gewerbesteuer-Erhöhung ausgeglichen werden. Auch eine Kombination beider Finanzierungsmöglichkeiten ist noch nicht vom Tisch.

    Bei der in Mönchengladbach extrem starken Wirtschafts-Lobby ist jedoch nicht primär mit einer  Gewerbesteuer-Erhöhung zu rechnen.

    In der vorliegenden Beratungsvorlage für die Politik heißt es zynisch unter dem Punkt:
    Auswirkungen auf die Kinder -und Familienfreundlichkeit:
    keine.

    Dabei stand noch in 2015 in vergleichbarer Beratungsvorlage Vorlagen-Nr.1313/IX:
    Auswirkungen auf die Kinder -und Familienfreundlichkeit:

    Die Grundsteuer B ist generell von allen Grundstückseigentümern zu zahlen. Sie wird aber in der Regel als Teil der Betriebskosten vollständig auf die Mieter und Pächter umgelegt. Eine Erhöhung der Grundsteuer B wirkt sich somit auf alle Familien in Mönchengladbach aus.

    Andere Möglichkeiten des Verlust-Ausgleiches werden seitens der Politik offensichtlich nicht erarbeitet. Zu einfach erscheint der Vorschlag der Bezirksregierung, diese hatte die beiden Varianten angeregt.
    Am 4. Juli d.J. wird der Stadtrat entscheiden.

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  • Mönchengladbach – mobil in die Zukunft

    Mönchengladbach – mobil in die Zukunft

    Städtische Mobilität verfügt über viele Formen, angefangen beim Fußgängerverkehr über Radfahrer und Busnutzer bis zum Kfz-Verkehr. Beim individuellen Verkehrsbedürfnis jedes einzelnen Bürgers wie auch beim Wirtschaftsverkehr lassen sich die verschiedenen Mobilitätsformen unter vielerlei Aspekten und Anforderungen betrachten. Die Wahl des Verkehrsmittels wird dabei beeinflusst durch den Wegezweck, die Verfügbarkeit verschiedener Verkehrsmittel sowie Fragen des Komforts, der Kosten und der Sicherheit.

    Die Wahl des Verkehrsmittels beeinflusst nicht zuletzt auch die Lebensqualität in einer Stadt.

    „Mit unserer Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt streben wir eine lebenswerte Stadt an und wollen dies auch dauerhaft bleiben. Damit ist ein qualitatives Wachstum verbunden, das durch ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept zu unterstützen ist“, so der Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin.
    „Die Formulierung richtungsweisender Zielstellungen in Bezug auf die zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Mobilität sind daher unerlässlich.“
    Am Ende des Prozesses entstehen Leitplanken für die Mobilität in Mönchengladbach für die nächsten 20 Jahre.
    Die Fachverwaltung hat in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Detailpläne des Mobilitätsplans, der den Generalverkehrsplan von 1981 ablöst, erarbeitet und zur politischen Beschlussfassung gebracht. Dazu zählen u.a. der Nahverkehrsplan, das Lkw-Routenkonzept, der Masterplan Nahmobilität und auch die verschiedenen Stufen der Lärmaktionsplanung.

    In der gestrigen (19. Juni) Sitzung des Planungs- und Bauausschusses wurden die Leitlinien der zukünftigen Mobilitätsplanung sowie der Entwurf eines Vorrangstraßennetzes in die politischen Beratungen eingebracht.
    Die übergeordneten Zielvorstellungen werden dabei in drei großen Leitmotiven zusammengefasst:

    Mobilität für eine wachsende Stadt, Schaffung einer zukunftsfähigen Mobilität und Stadt mit Lebensqualität.
    Eine der zentralen Fragen in diesem Zusammenhang ist, welche Straßen zukünftig welche Funktionen übernehmen werden? Dazu werden Ziele efiniert, die den Bogen über alle Detailpläne spannen und eine Richtung auch für zukünftige Entwicklungen und Konzepte vorgeben.

    Alle diese Detailpläne und die damit verbundenen Maßnahmen tragen dazu bei, Mönchengladbach als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu gestalten und im Sinne einer wachsenden Stadt zu fördern.

    Die Beratung, auch in den Stadtbezirken, ist für den ersten Sitzungszug nach den Sommerferien vorgesehen, und die Beschlussfassung wird noch in diesem Jahr angestrebt.
    Die Beratungsvorlagen sind einschließlich der Anlagen im Ratsinformationssystem der Stadt einzusehen.

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  • Kinderärztliche Notdienstpraxis in Mönchengladbach ab 1. Juli geöffnet

    Kinderärztliche Notdienstpraxis in Mönchengladbach ab 1. Juli geöffnet

    Am 1. Juli nimmt die neue kinderärztliche Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein am Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach-Rheydt ihren Betrieb auf.
    Eltern und Angehörige kranker Kinder können dort ab Juli im Falle akuter Beschwerden täglich abends, nachts oder am Wochenende den diensthabenden Kinderarzt aufsuchen.

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